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Der Darm funktioniert wie ein Gemüsegarten

19. Mai 2012

Dr. Ulrich Mohr: Der Darm funktioniert wie ein Gemüsegarten

 

Wie ernähren wir uns möglichst gesund? Brauchen wir noch mehr Vitamine und besondere Präparate? Dr. Ulrich Mohr meint, es ist viel einfacher: Langsamer kauen, lernen, den natürlichen Geschmackssinn zu sensibilisieren, dann weiß unser Körper von ganz allein, was ihm gut tut. Wer klug ist, sorgt sich um die Gesundheit seiner kleinen bakteriellen Helfer. Hier einige gute Anregungen, was wir tun können.

Von Dr.med. Ulrich Mohr

Eine neue Sichtweise der Ernährung – Nicht unsere Ernährung ist das Wichtigste. Das Wichtigste sind die optimalen Lebensbedingungen für die Bakterien in Darm und Lunge.

Was passiert, wenn man sein Gemüsebeet mit Mengen an fauligem halbverwestem Kompost beglückt? Die gesunden Mikroorganismen ergreifen die Flucht oder versterben elendiglich beim Versuch der Auswanderung. Der Ertrag Deines Gartens bleibt trotz bester Absichten auf der Strecke. Gifte statt Humus verrichten ihr zerstörerisches Werk. Was das mit menschlicher Gesundheit zu tun hat? Sehr viel, denn in unserem Verdauungssystem verlaufen die chemischen Umwandlungsprozesse sehr ähnlich den Vorgängen in der Natur. Dieser Umstand fand bisher kaum Beachtung. Ein gesunder Darm ähnelt weitaus mehr einem Gemüsegarten als einer Chemiefabrik. Und der Biogärtner weiß, dass er für beste Ergebnisse nur das Mikroklima optimieren muss. Dann ist noch nicht einmal Düngen erforderlich. Das klingt vielleicht ungewohnt, doch nur im ersten Moment. Es lohnt sich jedenfalls, diesen Mikrokosmos im Bauch zu verstehen. Mit diesem Wissen werden Heilungen möglich, wo es bisher keine Hoffnung zu geben schien.

Ein gesunder Darm ähnelt weitaus mehr einem Gemüsegarten als einer Chemiefabrik. Angesichts der ständig wachsenden medizinischen Möglichkeiten müsste man vom Besten ausgehen können und sich an sinkenden Krankheitszahlen und Todesfällen erfreuen. Doch kurioserweise ist gerade das Gegenteil der Fall. Der klassische Mediziner konnte bis heute mit hochgerüsteter Technik das Blatt nicht wenden. Dem mehr feingeistigen Naturheilkundler ergeht es nicht besser.
Worin mag das begründet sein? Liegt es an der unter selbstkritischen Medizinern bekannten Weisheit „Je mehr Ärzte, desto mehr Kranke.“, die sich statistisch tatsächlich belegen lässt? Das mag einer der Gründe sein, doch genügt er bei weitem nicht, um die ständig wachsende Zahl der chronisch Kranken und Schwerstkranken zu erklären.

Genauso wenig ist damit der Jo-Jo-Effekt erklärt. Was dem Namen nach ein neuer Breitensport sein könnte, ist tatsächlich die Qual einer explodierenden Zahl Übergewichtiger. Sie stolpern von einer Diät in die nächste, um mit immer weniger Kalorien immer schneller dicker zu werden. Ich wage eine andere, sehr viel provokativere Sichtweise.

Könnte es sein, dass wir in der Faszination für Technik und Fortschritt den Blick für das Einfache völlig verloren haben? Ja, dass wir dem Einfachen sogar jede Wirksamkeit absprechen? Wie schafft es ein Tier, in freier Wildbahn gesund zu bleiben? Wie gelingt ihm die Genesung bei den eher seltenen Erkrankungen oder Verletzungen? Vielleicht sollten wir
hier ansetzen, um nach Antworten zu suchen. Die älteren und die natürlich wirtschaftenden Bauern wissen noch, dass eine kranke Kuh intuitiv die Kräuter frisst, die der Genesung am dienlichsten sind. Wer auf solcherlei Besonderheiten achtet, wird auch feststellen, dass krankes Wild zu besonderen Quellen geht, um genau dieses Wasser zu trinken. Es scheint also in der Natur des Tieres ein Instinkt zu existieren, das jeweils für den Moment Passende zu essen und zu trinken.

Hat der Mensch diese intuitive Gabe ebenfalls und sie nur vergessen? Es sieht ganz so aus. Indizien hierfür gibt es viele. Ich greife exemplarisch ein besonders Anschauliches heraus, weil es immer wieder Anlass zu Spötteleien gibt. Schwangere entwickeln die kuriosesten Vorlieben, ob sie nun kiloweise Sonnenblumenkerne verzehren oder zur sauren Gurke mit Marmelade greifen. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein instinktives Wissen, dass bestimmte Inhaltsstoffe eines Lebensmittels für den Organismus im Moment besonders wichtig sind.

Nehmen wir also an, dass dies alles so ist, dann müsste man sich gesund essen und trinken können. Der Gedanke an sich ist nicht neu, nur funktionierte es bisher meist nicht. Dabei bräuchte man nur seinen lebenswichtigen Darmbakterien die optimalen Lebensbedingungen zu schaffen. Wenn das so ist, stellt sich andersherum die Frage, was uns daran hindert, dies zu tun. Einen gewichtigen Grund nannte ich bereits: Die fehlende Vorstellung, dass Einfaches wirkungsvoll sein könnte. Der zweite wesentliche Grund ist die hochgradige Verarbeitung vieler Lebensmittel. Selbst wenn unser Ernährungsinstinkt einwandfrei funktionieren würde, müsste er hier scheitern. Denn die künstlichen Kombinationen und Konzentrationen kennt er nicht, daran scheitert auch das freilebende Tier.

Den Supertreibstoff Glukose beispielsweise frisst jedes Tier pur, wenn es ihn kriegen kann. Das Zuckerl fürs Pferd ist dafür ein bekanntes Beispiel. Aus dem gleichen Grund verenden Wildtiere zu Hauf an den Feldrändern besonders ölreicher Rapssorten. Die hohen Konzentrationen hat die Natur so nicht vorgesehen. In unseren industriellen Lebensmitteln bewirken die vielen tausend Chemikalien ihr übriges, um dem intuitiven Empfinden für Bekömmlichkeit und Wert den Garaus zu machen.

Wer also den natürlich einfachen Weg zur Gesundheit beschreiten will, braucht wenigstens
zwei Dinge:

1. Die Rückbesinnung, dass Einfaches wirkt,
2. Mehrheitlich naturbelassene Lebensmittel wenigstens während der Heilungsphase.

Und man sollte wissen, wie diese Lebensmittel individuell einzusetzen sind. Denn die bisherige Vorstellung einer allgemeingültigen, gesunden Kost darf als gescheitert bezeichnet werden. So kann es nun gelingen, auch wenn alles andere vorher versagte. In medizinischen Worten ist es das Wiedererwachen der Selbstregulation.

Doch wie lerne ich von der Kuh, wann ich was und wieviel davon verzehren sollte, um zu genesen? Nun, da der Dialog an der Sprachbarriere scheitert, müssen wir uns unsere eigenen Gedanken machen. Das ist gar nicht so schwer, und sogar logisch zu entwickeln. Hier kommt uns die Wissenschaft zur Hilfe. Ausgerechnet die menschliche Kunst, die mit ihren Entwicklungen die Botschaft verbreitet „Fortschritt bedeutet, dass alles komplizierter wird“, liefert die Fakten zur Einfachheit. Bei den folgenden Überlegungen werden wir allerdings die bisherige Betrachtung des Verdauungsvorgangs strapazieren müssen. Doch wer Neues entdecken will, braucht die Bereitschaft, das Alte wenigstens als unvollständig und nur relativ richtig zu vermuten.

Man weiß heute, dass die Verdauung im Mund beginnt. Stärkespaltende Enzyme zerlegen bereits hier die längerkettigen, „großen“ Kohlehydrate in kleinere Einheiten. Ja, wenn man ihnen die Zeit dazu lassen würde. Reinbeißen und schlucken sind hingegen in einer schnelllebigen Gesellschaft mittlerweile weitgehend zu einem Akt verschmolzen. So findet dieser erste Verdauungsvorgang bei den Meisten schon gar nicht mehr statt. Auch die Mitteilung aus dem Mund an den Rest des nachfolgenden Verdauungstraktes, was denn nun auf ihn zukommt, bleibt somit aus. Die spezifische Enzymantwort auf das, was sich als soeben vertilgte Rohrpost auf den Weg gemacht hat, wird nicht gesendet. Runter also mit dem Brocken, der eigentlich feinster angedauter Brei sein sollte. Die Geschmacksknospen sind beleidigt, der Kontakt und damit der Genuss waren nun wirklich zu kurz.

Also muss der nächste Bissen gleich hinterher, um ein weiteres frustrierend kurzes Aufflackern eines Geschmackserlebnisses zu erhaschen. Die Folge ist, dass wir weitaus mehr essen, als wir tatsächlich brauchen. Solches Verhalten leert den Geldbeutel und füllt die Wartezimmer der Ärzte. Nach der basischen Verdauung unter Sauerstoffeinfluss im Mund, ist nun der Magen an der Reihe. Er verdaut mit Magensäure und eiweißspaltendem Enzym, ebenfalls in Anwesenheit von Sauerstoff. Mit Brocken tut er sich jedoch schwer, also werden sie zum Teil unverarbeitet weitergereicht.

Der anschließende Zwölffingerdarm leistet wiederum basisch mit Galle und Bauchspeicheldrüsensaft erneut sein Bestes für die Aufspaltung von Kohlehydraten und jetzt auch Fetten. Hier hat nun Sauerstoff nichts mehr zu suchen. Doch das Übermaß und die verbliebenen Speisebrocken machen einen Strich durch die gesunde Rechnung. Schnell sind Leber und Bauchspeicheldrüse durch Übermaß und Störung des Milieus an ihren Grenzen. Von den unnatürlich hohen Zucker- , Eiweiß und Fettkonzentrationen haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Hier dürften die ersten unerwünschten Verwesungsvorgänge zu beklagen sein. Diese erreichen dann im Dickdarm nebst Fäulnis ihren Höhepunkt.

Mit dem Gang zur Toilette schließt sich der Kreis der Beleidigungen für die zarten Knospen unseres Riechorgans. Der Dickdarm, der uns mit hochwertigen, sauerstoffarm fermentierten Produkten verwöhnen sollte (sogenannte kalte Oxidation, siehe Viktor Schauberger, Wasserforscher), hat buchstäblich die A…karte gezogen. Dabei kann er so viel mehr, als man ihm bisher zugestand. Nur Wasser und ein paar andere Belanglosigkeiten wieder aufzunehmen, ist bei weitem
zu eng gedacht.

Die Liste der Störfaktoren ist mittlerweile länger geworden. Der Gesundung und Gesundheit stehen entgegen:
1. die fehlende Vorstellung von Einfachheit,
2. zu wenig naturbelassene Lebensmittel,
3. zu wenig Kauen, dadurch zu große Essensmengen und
4. zuviel Sauerstoff im Darm, sowie
5. gemessen an der Nahrungsmenge zu wenig Verdauungsenzyme.

Aus dieser unerfreulich folgerichtigen Kette resultiert der weitgehende Tod der gesunden Darmflora. Damit wiederum leidet
6. das Immunsystem und
7. bleibt die Umwandlung von Nahrungsbestandteilen durch Bakterien in körperverwertbare Substanzen weitgehend aus. In Kurzform: Der Mensch verhungert und vergiftet sich mit vollem Darm. Die immense mechanische Dehnung des Verdauungstraktes durch Menge und Gase führt
8. erschwerend zu einem unvollständigen Schließen der jeweiligen Pförtner. Mageninhalt fließt in die Speiseröhre zurück. Mageninhalt fließt zu früh in den Zwölffingerdarm. Galledurchsetzter Zwölffingerdarminhalt fließt in den Magen zurück und schädigt die Schleimhaut usw., eine lange Kette der Irritationen. Man vergegenwärtige sich, dass der leere und gesunde Magen in etwa die Größe der eigenen Faust hat. Seine enorme Dehnbarkeit sollte man nicht unbedingt als Freibrief verstehen, daraus einen Heißluftballon zu machen.

Damit beenden wir diese bedrückende Reise durch unsere überdehnten und überforderten Gedärme. Wir zahlen einen hohen Preis für die bis heute ausbleibende Würdigung derselben. Wie schon gesagt, sie sind weit mehr als eine Röhre, in der die Chemie regiert. Unser Verdauungssystem ist eine überaus lebendige Innenwelt, in der Milliarden von Mikroorganismen das herstellen, was wir als Nährstoffe brauchen.

Vieles weist darauf hin, dass Vitamine, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe nur teilweise für uns bestimmt sind. Sie scheinen vor allem Nährstoffe für unsere Darmbakterien zu sein, die uns wiederum mit ihrer Aktivität ernähren.

Vieles weist auf einen tragischen Irrtum hin. Man glaubt, die lebensnotwendigen Stoffe für den Menschen wären vor allem Vitamine, Enzyme, Kohlehydrate und dergleichen in der Nahrung. Das mag zum Teil stimmen, doch nicht weniges weist darauf hin, dass wir vor allem unsere Darmbakterien gut ernähren sollten. Und die brauchen von allem viel weniger, als man heute ahnt. Dann nähren sie die Aktivitäten unseres Körpers bestens. So können wir es auch in der Natur beobachten. An sich ist nichts naheliegender, als dieselben Vorgänge in uns zu vermuten. Doch auf die Idee kam noch niemand. .

Gibt es nun einen Weg aus der Misere, ohne dafür die Kutte überzustreifen und fastend auf ewig ins Kloster zu entschwinden? Ja, es gibt ihn und es ist ein überaus genussvoller Weg.

Im Grunde ist unser Darm ein Gemüsegarten. Diese Kette von Misslichkeiten kann umgedreht werden. Das gelingt leicht, wenn man die Parallelen zwischen Gemüsegarten und Verdauungssystem aufdeckt. Alles ist in sinnvollen Kreisläufen organisiert. Eine unendliche Vielfalt hilfreicher Mikroorganismen und Bakterien braucht ein ideales Umfeld. Sie erzeugen den „Humus“, also die Substanzen, auf dem unsere körperliche und geistige Gesundheit prächtig gedeihen kann. Es gilt, ihnen die besten Lebensbedingungen zu schaffen. Düngen mit speziellen Substanzen ist dann nicht erforderlich.

Dabei ist eine erfolgreiche und nachhaltige Umkehr nur möglich, wenn dabei der Genuss nicht zu kurz kommt. Sonst bleibt sie ein Strohfeuer. Wer will schon ein Leben lang auf Freude am Essen verzichten? Wer will neiderfüllt an seinem Speichel ertrinken, während sich der Tischnachbar genüsslich schmatzend Haxe und Torte reinschiebt? Der Anblick des
hochroten Kopfes und der hervorquellenden Augen des Schwelgenden, was seinen hohen Blutdruck erahnen lässt, spenden dabei wenig Trost. Sollte ich lieber doch auf ein paar Lebensjahre verzichten, und die eine oder andere weitere Krankheit in Kauf nehmen, um beim Halali auf das Büffet dabei zu sein? Nur Mut, das ist nicht nötig.

Es gilt als erstes, den natürlichen Geschmackssinn wieder freizulegen. Lerne zu spüren, was Dir wann, wie und in welcher Kombination gut tut und schmeckt. Das kann sich täglich je nach Erfordernissen, wie Belastung und Jahreszeit ändern. Lerne dabei den Genuss des langsam Essens kennen, und staune wie sich von Zauberhand schon dadurch die Essensmengen
reduzieren. Ein individueller Ernährungs- und Verhaltensplan kann während der ersten Wochen sehr hilfreich sein, insbesondere wenn Gewichtsprobleme und Krankheiten im Spiel sind. Doch schon das genussvoll langsame Kauen entlastet die Schließmuskeln von Magen und Darm, reduziert Sauerstoff in den tieferen Darmabschnitten, reduziert Fäulnis und Verwesung und bietet somit gesunden Darmbakterien neue Chancen zum Leben.

 

Autor: Dr. med. Ulrich Mohr

www.dr-med-ulrich-mohr.de
www.stoffwechselmagie.de/simplonik
www.simplonik.com/

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Quelle dieses Artikels:
http://www.mystica.tv/dr-ulrich-mohr-der-darm-funktioniert-wie-ein-gemusegarten/

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20 Kommentare Eins hinterlassen →
  1. minu Permalink
    19. Mai 2012 08:06

    Danke ich finde die Gesundheits tehmen echt klasse liebes Wochenende allen :)

  2. Christa Permalink
    19. Mai 2012 10:21

    Guten Morgen, Stefan :-)

    danke. Wieder etwas dazu gelernt.

    LG Christa

  3. 19. Mai 2012 10:45

    Danke für diesen aufschlussreichen Artikel von Dir Stefan.
    Es ist wie bei vielen anderen Sachen auch.
    ” In der Einfachheit liegt oft das Geheimnis ”
    ein wunderschönes Wochenende euch allen.

    LG Frank

  4. 19. Mai 2012 22:11

    Da ist viel Wahres dran.

    ”Könnte es sein, dass wir in der Faszination für Technik und Fortschritt den Blick für das Einfache völlig verloren haben?”

    Ein sehr treffender Satz, denn Fortschritt ist in der Tat das Fortschreiten vom Natürlichen, je mehr Fortschritt wir unser eigen nennen, desto weiter weg sind wir von natürlichen Vorgängen entfernt … Stichwort Salutogenese:

    http://www.gold-dna.de/updatemai.html#up203

    Frische Wildkräuter sind eine feine Sache … besser und reichhaltiger als jedes gekochte Gemüse:

    http://allesgruene.wordpress.com/2012/05/04/der-paradoxe-garten/

    Liebe Grüße IP

  5. HELMUT Permalink
    20. Mai 2012 14:43

    Hallo Stefan, Hallo Leute,
    ja so wie unser ganzer physischer Organismus existiert und ” lebt ” trägt im weiteren und größerem Rahmen der Geist und unsere Gefühle weiter mit dazu bei wieder in Gesundheit und Harmonie mit allem zu kommen:

    Rupert Sheldrake – Morphische Resonanz

    Der Eröffnungsvortrag wurde von Rupert Sheldrake, dem Entdecker der Morphogenetischen Felder, gehalten. Der promovierte Zellbiologe erklärt mit seiner morphischen Feld-Theorie, dass ein Feld existiert, in dem Informationen als eine Art Gedächtnis gespeichert werden. Diese Informationen werden von den jeweils vorherrschenden Systemen übernommen und sind, sobald sie einmal gespeichert sind, an jedem Ort verfügbar und abrufbar.

    Er sprach über den Urknall, dessen Theorie 1966 aufgestellt wurde, bei dessen Ausdehnungs- und Abkühlungsprozess das Universum und alles Leben entstand. Damals dachten die Wissenschaftler, dass der Prozess endlich wäre, doch heute, mit der neuen Sichtweise in der Physik, weiß man, dass alles in stetiger Entwicklung ist. Dabei sprach er den Mechanismus an, der uns Menschen von alten Angewohnheiten in neue Programme führt. Bei jedem Schritt werde die Annahme des Neuen leichter. Für diesen evolutionären Prozess zeigte er einige Beispiele aus der Biologie auf, z. B. warum Ratten in nachfolgenden Generationen in der Lage sind, vorhandenes Wissen schneller anzuwenden.

    Er bezog sich dabei auf ein Experiment, das der Harvard-Professor Mc Dougall gemacht hatte. Dieser hatte Ratten beigebracht, aus einem Wasserlabyrinth zu entkommen. Während sich die erste Generation der Ratten schwer damit tat, den Ausgang zu finden, waren ihre Nachkommen bereits schneller. Die nächste Generation lernte noch schneller. Bei der 22. Generation lag die Fehlerquote nur noch bei 10 Prozent. Mit der Vererbungslehre war dies nicht zu erklären gewesen, weshalb Sheldrake in dem Experiment eine Bestätigung für seine Theorie des morphogenetischen Feldes sieht. Anhand von Fruchtfliegen zeigte er, wie evolutionäre Prozesse zu Mutationen führen, z.B. als eine Fliegenspezies mit vier Flügeln sich zu einer mit zwei Flügeln transformierte oder sich eine Wandlung in deren Eiern vollzog, ohne dass es zu einer direkten genetischen Veränderung kam. Jedesmal findet bei den nachfolgenden Generationen eine schnellere Anpassung statt.

    Auch wenn bei künstlichen Substanzen wie chemischen Stoffen, die von der Industrie hergestellt werden, kein morphogenetisches Feld existiert und deren Herstellung am Anfang langwierig sein kann, ließe sich beobachten, dass, einmal produziert, die gleiche Substanz an unter-schiedlichen Orten schneller hergestellt würde. Dies passiere auch dann, wenn zwischen den Orten keinerlei Austausch von Substanzen stattfindet. Eine einmal im morphogenetischen Feld abgelegte Form, so Sheldrake, bilde damit die Hülle, in die jede identische Materie hineinwächst. Zuerst entsteht bei diesem Vorgang ein Kristall, mit denen auch er gearbeitet hat, als er forschte. Dabei stellte er etwas Erstaunliches fest: Dass der Schmelzpunkt, der für jede Substanz als physikalische Konstante festgelegt ist, sich erhöht hat. Die Wissenschaftler erklärten sich dieses Phänomen jedoch dadurch, dass die Substanzen rein sind, wodurch automatisch ein höherer Schmelzpunkt entsteht. Bei der Substanz Acetylsalicylsäure (Aspirin) z.B. ging der Schmelzpunkt aber tatsächlich zwischen 1914 und 1996 um 12° C in die Höhe. Und das ist nicht das einzige Beispiel, das Rupert Sheldrake nannte. Wissenschaftler tun sich jedoch noch schwer, näher auf diese Veränderung einzugehen, die sich in den jeweiligen morphischen Feldern durch fortwährende Weiterentwicklung chemischer Substanzen ergeben hat.

    Die morphischen Resonanzfelder befänden sich im Inneren und im Umfeld dessen, was sie organisieren, so Sheldrake. Das Bild mit den Eisenspänen (Bild links) zeige dies ebenso gut wie das Magnetfeld, das unseren Planeten umgibt (Bild rechts). Teile man einen Magneten, so bleibe es nicht dabei, dass die abgetrennten Teile ihren jeweiligen Pol beibehalten. Stattdessen seien bei den neuen Teilen wieder Nord- und Südpol messbar. In der Biologie fände man ebenfalls Entsprechungen, etwa bei der Weide, die bei Abtrennung eines Zweiges, den man in die Erde steckt, wieder einen vollständigen Baum hervorbringt. Oder bei dem Libellen-Embryo, das, durchtrennt man es, trotzdem noch das komplette Feld abdeckt. Oder die Regeneration einer Augenlinse bei einem Molch, dem die Linse entfernt werden musste, und die nach 30 Tagen wieder nachgewachsen war.

    Bei uns Menschen sei es das Gleiche. Dazu führte er den Flynn-Effekt vor, eine Studie, die zwischen 1918 und 1989 den relativen Intelligenzquotienten von Menschen maß, und der sich ständig steigerte, weil jede Generation von der vorherigen profitierte. Nicht, weil der Mensch immer intelligenter wird, sondern weil der IQ-Test sich in das Resonanzfeld eingeprägt hat und dadurch leichter wird. Herausgefunden hatte dies James Flynn, nach dem die oben genannte Studie benannt wurde. Rupert Sheldrake führte als Beispiel ebenfalls seinen 16-jährigen Sohn an, der durch morphische Resonanz bei Klausuren mehr Punkte bei gleichbleibender Arbeit machte, einfach dadurch, dass er sich bewusst in das jeweilige Resonanzfeld des Themas hineinbegab. Und das ging ganz einfach: Bei den Physik- und Mathe-Klausuren machte er einfach die letzten Aufgaben zu-erst. Und wenn er sich dann an die ersten Aufgaben machte, hatten die anderen Schüler diese bereits gelöst und ihre Antworten ins morphische Resonanzfeld der Klasse eingeprägt.

    Damit kam Rupert Sheldrake darauf zu sprechen, dass die Natur harmonisch organisiert ist und dass in jedem Teil eine Ganzheit zu erkennen ist, die mehr als die Summe ihrer Teile ist. Das Bild links zeigt die symbolische Darstellung der harmonisch organisierten Natur, die zeigt: Wie im Großen, so im Kleinen. Das Bild repräsentiert Zellen, aber auch ganze gesellschaftliche Systeme.

    Die Morphischen Resonanzfelder bestehen aus dem kollektiven Gedächtnis, und jedes Mitglied trägt dazu bei. Die Resonanz ist dabei abhängig von dem Prinzip der Ähnlichkeit und der Eigenresonanz. Dies gilt nicht nur für Formen, sondern auch für das Verhalten. Jede gesellschaftliche oder politische Gruppe, jede Spezies hat ihr eigenes morphisches Feld.

    Die Felder der Vorfahren vermischen sich ebenfalls mit denen der heutigen Familien. Bert Hellingers Familienaufstellung beruht auf solch einem Resonanzfeld. Auch eineiige Zwillinge bilden ihr eigenes Resonanzfeld. Jeder individuelle Geist ist stets mit den anderen Resonanzfeldern verbunden und deshalb nie ganz für sich allein, da sich der Geist des Kollektivs immer vermischt. Rupert Sheldrake glaubt z.B., dass Langzeit-Erinnerungen nicht im Gehirn gespeichert sind, sondern im morphischen Resonanzfeld. Das würden auch Versuche mit Ratten belegen. „Das Gehirn wird überbewertet.“ sagte Sheldrake. „Es ist eher mit einem TV-Gerät vergleichbar als mit einem Videorecorder.“ Auf diese Weise würden sich auch Erinnerungen an frühere Leben und die jahrhundertelange Bewahrung von religiösen und kulturellen Ritualen erklären.

    Und was ist mit belegten Erinnerungslücken nach einem Hirnschlag oder durch Alzheimer? Dies erklärt Sheldrake ebenfalls mit dem TV-Gerät, bei dem in diesem Fall bestimmte Kabel zerschnitten seien. Es bliebe aber weiterhin Empfänger für die Erinnerungen aus dem Resonanzfeld. Nur speichern täte es selbst nichts. Mit dem morphischen Resonanzfeld ließe sich also das Thema Gedächtnis ganz neu formulieren.

    Die Evolution, so Sheldrake, geschähe durch ein Wechselspiel zwischen Angewohnheit (Gedächtnis aus dem morphischen Feld) und Kreativität, wodurch neue Impulse entstünden, die für die Weiterentwicklung auf der stabilen Basis des Vorherigen sorgen.

    Beides brauche einander, um weder Chaos noch Stillstand entstehen zu lassen. Der Raum für Kreativität entstünde, sobald der alte gewohnte Raum blockiert werde. Dies könne durch Mutation, durch einen Unfall oder andere Vorfälle passieren, die eine Unterbrechung erzeugen. So entstünde Wandlung und Weiterentwicklung. Wird diese lange genug wiederholt, wird auch sie irgendwann zu einer Angewohnheit, die sich im Resonanzfeld eingeprägt hat.

    Eine Frage bliebe dabei jedoch unbeantwortet, sagte Sheldrake zum Abschluss seines Vortrages: Wo kommt Kreativität her? Die einen sagen, der kreative Impuls komme aus dem Unbewussten, während die anderen sagen, Kreativität sei Inspiration aus höheren Ebenen.

    Und dann gäbe es jene, die sagen, dass der Natur eine Intelligenz innewohnt, aus der dieser kreative Impuls kommt.

    Eric Pearl, der Initiator der Konferenz, hat viele Jahre als Chiropraktiker in Los Angeles gearbeitet, bis ihm seine Patienten eines Tages gesagt haben, dass sie seine Hände auf ihrem Körper wahrnehmen können, obwohl er sie gar nicht berührt hatte. Es folgten Heilungen, auf die Ärzte und Forscher aufmerksam wurden, wodurch es an Krankenhäusern und Universitäten zu ganz neuen Forschungsansätzen kam. Eric Pearl entwickelte später die Heilweise „The Reconnection – Heilung durch Rückverbindung“ und gibt dieses Wissen heute in Seminaren überall auf der Welt weiter.

    Er selbst gab auf der Konferenz keinen Vortrag, sondern sprach zwischen den Vorträgen der Referenten zum Publikum. Bevor er den nächsten ankündigte, bezog er sich jeweils immer auf das Thema des vorherigen Referenten und erzählte Anekdoten oder Beispiele dazu. Nach dem Vortrag von Rupert Sheldrake, in dem es unter anderem um evolutionäre Schritte gegangen war, sprach er von der Notwendigkeit, uns über das Gewohnte hinauszubewegen, wenn wir uns weiterentwickeln und im evolutionären Prozess voranschreiten wollen. Oft halte uns nur die Angst davon ab, etwas zu verändern. Und oft verändern wir erst dann etwas, wenn den alten Mustern der Weg versperrt ist. Die Herausforderung liege darin, aus freien Stücken kreativ zu sein, so dass die Veränderung von selbst und aus dem Inneren heraus geschieht.

    Gregg Braden – Wissenschaft der Wunder

    Rupert Sheldrake hatte über die Morphischen Resonanzfelder referiert. Fortführen tat dieses Thema am nächsten Konferenztag der spirituelle Wissenschaftler Gregg Braden, der davon ausgeht, dass ein übergeordnetes Feld existiert, das er die „Göttliche Matrix“ nennt. Es sei notwendig, so Braden, Wissenschaft mit Spiritualität zu verknüpfen, da die Wissenschaft wieder glauben lernen müsste, um sich auszudehnen und zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Dass die alten Traditionen, die auf Glauben basierten, tiefe Weisheit und Wissen in sich tragen, weiß er, weil er über zwanzig Jahre lang herumreiste und alte Kulturen und Klöster besuchte, um ihr Geheimnis zu entdecken und zu erforschen. Dabei sprach er mit vielen Menschen und kam an uralte Schriften heran, die ihm das nötige Wissen darüber vermittelten. Dadurch konnte er feststellen, dass die moderne Wissenschaft von zwei grundsätzlich falschen Annahmen ausgeht. Zum einen, dass der Raum zwischen den Dingen leer ist, und zum anderen, dass innere Erfahrungen keine Auswirkung auf die äußere Welt haben. Dem stellt er gegenüber, dass eine gemeinsame Matrix den Raum im ganzen Universum, beginnend beim Urknall, ausfüllt, und dass die Sprache dieser Matrix Emotionen und Gefühle seien. Statt passiv zu sein, würden wir in einem „interaktiven“ (oder auch „partizipatorischen“) Universum leben, in dem wir aktiv an den Geschehnissen beteiligt sind – und das nicht nur durch unser Handeln, sondern auch durch unsere Gefühle und unsere Gedanken.

    Wir befänden uns in einer einzigartigen Zeit, so Gregg Braden, bei der es darum gehe, ob wir die bestmögliche Zukunft für unseren Planeten erschaffen. Dabei sei ein wichtiger Punkt, dass wir selbst die Verantwortung dafür tragen, wie wir diese kreieren. Mittlerweile seien von Experten mehrere Versionen eines möglichen Zukunftsszenarios entworfen worden: 1. Dass es zur Klimakatastrophe kommt, 2. dass es zur unkontrollierten Virenausbreitung kommt, 3. dass die Hungersnöte sich ausweiten und 4. dass es zu einem globalen und möglicherweise atomaren Krieg kommt. Wir gehen in einen Engpass hinein, eine Zeit, in der die Ressourcen und unsere Fähigkeit knapp werden, Lösungen zu finden. Jede einzelne dieser vier Versionen könne bereits das Ende unserer Zivilisation bedeuten. Und Tatsache sei: Die ersten drei Szenarios seien bereits im Gange. Und wir hätten nur die Chance, diese Zeit zu überleben, wenn wir lernen, anders über uns und die Welt zu denken und die zwei falschen Grundannahmen ablegen.

    Nur auf diese Weise würden wir Menschen zum Frieden auf Erden finden und aufhören, die Ressourcen der Er-de zu erschöpfen. Nur so würden die Menschen wieder zusammenfinden und kooperieren lernen, statt in Konkurrenz zueinander zu gehen. Indem wir heute umden-ken und die falschen wissenschaftlichen Annahmen korrigieren, so Braden, lernen wir anzuerkennen, dass alles miteinander verbunden ist.

    Dieses Feld, das überall im Universum, auf der Erde und zwischen allen Menschen existiere, werde ständig genährt durch unsere Emotionen und Gedanken, wodurch sich das, was wir denken und fühlen, in unserem Umfeld manifestiere. Dass dieses Feld existiert, habe auch bereits die Wissenschaft bestätigt. Im August 1986 berichtete das Wissenschaftsmagazin „Nature“ in seiner 322. Ausgabe in großen Lettern: „Das Feld existiert doch!“ Eigentlich hätte diese Nachricht große Schlagzeilen in allen großen Tageszeitungen und sogar bei CNN abgeben müssen, doch niemand berichtete darüber. Denn es hätte alles Gewohnte umgestürzt. Man hätte Lehrbücher und Unterrichtspläne umschreiben müssen, und es hätte ganze „Karrieren“ ruiniert.

    Das Feld habe viele Namen. Physiker sprechen vom „Quanten-Hologramm“, Stephen Hawking nennt es den „Geist Gottes“, der Vater der Quantenphysik Max Planck nannte es die „Matrix“. Gregg Braden selbst nennt es die „Göttliche Matrix“, während sein Kollege Bruce Lipton vom „Umfeld“ spricht. Und andere nennen es schlicht „Das Feld“, wie Lynne McTaggart es tut. Dieses Feld zeige, dass wir mit allem verbunden sind und auf diese Weise mit allem kommunizieren können. Daher seien wir nicht nur bloße Beobachter in einem sich selbst organisierenden Universum, sondern gleichzeitig auch aktive Schöpfer desselben – etwas, was der glaubende und spirituelle Mensch seit Jahrtausenden weiß, die heutigen Wissenschaftler aber erst jetzt herausfinden. Die Beweise dafür fand Gregg Braden in Klöstern in Tibet und in den Schriftrollen vom Toten Meer, die er intensiv studierte.

    „Die Wirklichkeit existiert nur dort, wo wir einen Fokus erschaffen“. Auf dieses Zitat stieß Gregg Braden in einem tibetischen Kloster. Und es besagt, dass wir in unserem Bewusstsein einen Fokus schaffen, der im Körper einen Prozess auslöst. Dieser Prozess, ist er erst einmal in Gang gekommen, tritt in eine Wechselwirkung mit den Kräften der Natur und der Schöpfung und hat dann eine Auswirkung auf unsere physische Welt. Bisher sagte der Mensch dazu „Wunder“, doch in Wirklichkeit habe er diesen Vorgang nur noch nicht verstanden. An diesem Punkt erwähnte Gregg Braden das 1909 durchgeführte Doppel-Schlitz-Experiment, das auf den so genannten Beobachter-Effekt hinauslief. Wenn der Wissenschaftler, der bei dem Experiment anwesend war, auf den Ausgang desselben fokussierte, hatte er Einfluss darauf. Solch ein Experiment sei kürzlich in der Schweiz wiederholt worden, und 2007 berichtete „Nature“ über den Beobachter-Effekt und stellte die Frage: Erschaffen wir die Welt, indem wir sie beobachten? Und die Antwort sei: Ja.

    Der im April verstorbene John Wheeler, der den Begriff „Schwarzes Loch“ geprägt habe, vertrat diese These ebenfalls und sagte sogar, dass der Gedanke, wir seien bloße Beobachter, sogar abgeschafft gehöre, da wir Mitschöpfer dieser Welt seien. Dieser Gedanke sei Inhalt der neuen Wissenschaften, die jetzt am Entstehen sind.

    Glaube entstehe aus der Vereinigung von Gedanken und Gefühlen. Als Gregg Braden von Glauben erzählte, berichtete er von seinen Tibet-Reisen, und wie er bei einer der Reisen dem Abt eines Klosters die Frage stellte: „Was ist die Kraft, die alles im Universum zusammenhält?“ Die Antwort bestand in nur einem Wort, und dieses Wort war: Mitgefühl. Leicht unzufrieden über diese „einfache“ Antwort, fragte Gregg Braden den Abt, ob Mitgefühl eine Kraft im Universum sei oder eine in uns selbst. Und der Abt antwortete genauso so knapp wie zuvor: „Ja“. Damit sagte der Abt, dass es sowohl als auch sei, dass wir das Gefühl in uns erzeugen können, durch das wir uns auf genau die Kraft einschwingen können, die das Universum zusammenhält.

    Im Zuge seines Berichts über Tibet zeigte Gregg Braden das Foto einer tibetischen Frau, die im Jahr 2005, als das Foto entstand, 120 Jahre alt war und sehr viel jünger aussah. Die sah gesund aus, hatte klare Augen und sprühte nur so vor Leben. Ihr Geheimnis sei ihr großes Mitgefühl. Sie trinke außerdem von einer natürlichen Wasserquelle und baue ihre eigene Nahrung an. Dann zeigte Gregg Braden das aktuelle Foto einer Frau aus Israel, die ebenfalls 120 Jahre alt ist. Auch diese Frau wirkte sehr viel jünger. Ihr Geheimnis sei ihre tiefe Liebe zu ihren Kindern. Dann zeigte er ein Foto von einer Frau aus den USA, die 114 Jahre alt ist. Diese älteste Frau aus den Vereinigten Staaten sah älter aus als die zwei vorherigen Frauen, und das lag daran, dass sie sich nicht so gut fühlte. Dies zeige, dass das Gefühl, das man habe, ganz wesentlich zum Alterungsprozess des Körpers beiträgt.

    An dieser Stelle zeigte Gregg Braden einen Film, der in einer chinesischen Heilklinik gedreht worden war und der eindrucksvoll zeigte, wie durch das Feld/die Matrix die Wirklichkeit verändert werden kann. (Wer im letzten Jahr beim Seminar von Gregg Braden und Bruce Lipton in Hamburg war, kennt diesen Film bereits). Er zeigte die Behandlung einer Frau, die unter Blasenkrebs im Endstadium litt und die alle Behandlungsversuche erfolglos durchlaufen hatte. In Echt-Zeit wurde nun gezeigt, wie der Tumor sich innerhalb von knapp 3 Minuten auf dem Ultraschallbild verkleinerte und schließlich ganz verschwand. Drei Geistheiler hatten bei der Behandlung um die Frau herum gestanden und ein Mantra gesungen, während sie die Schwingung des Mitgefühls in das Feld gegeben hatten. Mitgefühl sei die Medizin der Heilung, so Gregg Braden.

    Alles drehe sich um den Glauben – das zeige die Heilung der Frau wie auch die Frauen, die sehr viel jünger als ihr körperliches Alter wirkten.

    Dann ging Gregg Braden auf die Chakren ein. Die drei oberen Chakren hätten etwas mit Kommunikation zu tun und stünden mit den Gedanken in Verbindung. In unseren Gedanken stellen wir uns vor, was wir gerne erschaffen möchten. Die unteren drei Chakren seien mit den Emotionen verbunden, die den Gedanken nähren. Vermischen sich die Gedanken mit den Emotionen, entsteht ein Gefühl, das sich im Herzchakra ausdrückt. Problematisch wird es, wenn zu einem Gedanken eine konträre Emotion wie Angst entsteht, wodurch sich das, was man sich wünscht, möglicherweise nicht oder anders erfüllt.

    Die Heilung der Frau mit dem Blasenkrebs konnte zustande kommen, weil die Heiler ein Gefühl erzeugt hatten, als sei die Heilung bereits eingetreten. Das Herz sei der Ausgangspunkt für dieses Gefühl. „Glaube ist ein Gefühl in unserem Herzen“ sagte Gregg Braden.

    Dann zeigte er einen weiteren Beweis für das Feld, das durch Mitgefühl Heilung erzeugen kann. Dazu erzählte Gregg Braden die Geschichte zweier frühgeborener Zwillingsmädchen, die in einem New Yorker Krankenhaus geboren wurden und nach üblicher Vorgehensweise in zwei Inkubatoren gesteckt wurden. Die Zwillinge wurden also nach Monaten, die sie gemeinsam im Mutterleib verbracht hatten, voneinander getrennt. Das eine der beiden Mädchen war nicht so stark wie das andere, und ihre Lebenszeichen ließen rasch nach. Da das Baby zu sterben drohte, brach die Krankenschwester, die das Kind betreute, die Krankenhausregeln und brachte das Mädchen zu seiner

    stärkeren Schwester und legte sie zu ihr in den Brutkasten. Und was dann passierte, war eindrucksvoll, denn sobald das stärkere Mädchen spürte, dass ihre Schwester neben ihr lag, hob sie intuitiv unter Aufgebot all ihrer Kraft ihren Arm und legte ihn um ihre Schwester. Sobald dies geschehen war, normalisierten sich die Lebenszeichen des schwächeren Mädchens wieder. Es wurde mit der Zeit stärker und überlebte.Auch vom Placebo-Effekt sprach Gregg Braden, denn auch dieser zeige eindrücklich, wie stark der Glaube an Heilung Heilung zur Folge hat. Eine Dopamin-Studie zeigte sogar, dass mit einem Placebo nicht nur Schmerzfreiheit erzeugt werden konnte, sondern dass der Körper sogar nachhaltig reagierte und die Gehirnzellen sich so veränderten, als hätten sie tatsächlich das Dopamin bekommen. Dies veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise, wie sehr wir allein durch unseren Glauben die Physis verändern können. Das gilt natürlich auch für das Gegenteil: Glaubten die Probanden einer Placebo-Studie, chemotherapeutische Mittel bekommen zu haben, entwickelten sie Nebenwirkungen wie Haarausfall und die Schwächung ihres Immunsystems.

    Alles bestehe aus elektromagnetischer Energie, fuhr Gregg Braden fort – der Raum zwischen den Atomen, unser Umfeld, das Sonnensystem. Die Konsequenz daraus sei: Wenn wir die elektromagnetische Energie verändern, können wir das Atom verändern! Verändere man das elektrische Feld eines Atoms, verändere man das Atom selber. Diesen Effekt habe man Stark-Effekt genannt. Wenn man das magnetische Feld des Atoms verändert und damit das Atom, nennt sich das der Zeeman-Effekt. Mit einer Veränderung am elektromagnetischen Feld eines Atoms sei man also in der Lage, auf das Material Einfluss zu nehmen, aus dem der Körper und unsere Welt besteht.

    Das stärkste elektro-magnetische Feld unseres Körpers werde vom Herzen erzeugt (Bild rechts). Das elektrische Feld des Herzens ist bis zu 100 Mal stärker als das des Gehirns. Und das Magnetfeld sei sogar 5000 Mal stärker als das Feld des Gehirns. Diese Entdeckung wurde vom HeartMath-Institut gemacht. Das Herz sei sozusagen so

    gestaltet, dass es das Material verändern kann, aus dem unsere Welt besteht! „Durch unsere Gefühle können wir also viel mehr erreichen als durch das Denken!“

    Der ganze Artikel findet sich in LICHTSPRACHE Nr. 62.

    Teil 2 des Artikels kann man in LICHTSPRACHE Nr. 63 nachlesen.

    das sind doch wie immer very good news :-)
    Lg Helmut

    • 20. Mai 2012 21:56

      Danke Helmutos,
      für diesen cooolen Artikel ..

      Und das ging ganz einfach: Bei den Physik- und Mathe-Klausuren machte er einfach die letzten Aufgaben zu-erst. Und wenn er sich dann an die ersten Aufgaben machte, hatten die anderen Schüler diese bereits gelöst und ihre Antworten ins morphische Resonanzfeld der Klasse eingeprägt.

      AHA! Sieh mal an, völlig einleuchtend .. allerdings wusste ich von dem Prinzip nix, profitierte aber
      unbewusst davon. Wenn ich keinen Plan hatte, machte ich es auch so, nur mitd em Unterschied, daß
      es Aufgaben waren, deren Antworten ich kannte. Und siehe da, plötzlich “fielen” mir auch die anderen ein, die ich vorher nicht wusste ..
      (Was es nicht alles gibt .. sagenhaft! Ich LIEEEEEEEEEEEEEEEEEEBE das Leben .. ;)

      lg,

    • Lina Permalink
      20. Mai 2012 23:16

      Hallo Helmut,
      schön das Du die Zeit genommen hast und den Beitrag von Gregg Braden beschrieben hast,Vorallem noch eine ganz wichtige Sache dort ganz ganz kurz zu ersichten ist,ich habe das dann fotografiert,da ist ein VOLLSTÄNDIGES RICHTIGES GEBET was alle Zeiten verändert wurde,also gekürzt.
      Handelt sich darum das Du nicht nur betest für etwas was Du Dir wünschst,sondern verkündest, das gebetene schon zu haben! Das Universum versteht nicht den Begriff “Hilf mir,,,” sondern: “Alles ist gut und ich habe es….”,so resoniert es in den Kosmos und geht zu Dir zurück.
      lg
      Galina

  6. 20. Mai 2012 15:20

    Klasse Ergänzung von Dir Helmut !

    Danke Dir !!!!!

    Lg Frank

  7. 20. Mai 2012 20:49

    Helmut,

    vielen, vielen Dank für diesen Text. Es passt alles zusammen.

    Gruß IP

    • 20. Mai 2012 21:36

      Hi, IP!

      aber darin verbirgt sich eine Geschichte, die im Nachfolgeprojekt von GOLD-DNA, nämlich der GOLDENEN PHI(L)HARMONIE, unter anderem erzählt werden wird …

      Da bin ich schon gespannt drauf .. ;)

      lg,

  8. Lina Permalink
    20. Mai 2012 22:55

    Hallo zusammen,vielen Dank für diesen Artikel Stefan,vorallem ist es definitiev ganz wichtig sehr langsam und mit Genuss zu kauen,dabei schöne Gedanken hegen!!!Wenn man gerade frustriert irgendwas mamft,isst man auch die schlecht Energie in sich rein. :)
    Die Kollegen von mir trinken morgen früh erstmal heißes Wasser damit der Margen erstmal so wie gereinigt würde,dann erstmal Obst,ich nehme noch Spirulina datzu und Kurkuma und dann erstmal Kaffe und s.w. :)
    lg
    Galina.

  9. Harmoniearbeiter Permalink
    21. Mai 2012 11:24

    Ich lese solche Artikel öfter und fühle mich dann auch gut, habe das Gefühl was verstanden zu haben, im Einklang zu sein usw.
    Dann kommt allerdings wieder meine Alltagserfahrung in die Quere.
    Glücklicherweise gibt es dann wieder Artikel wie Deinen!!!
    Sonst wüsst ich manchmal echt nicht was ich glauben soll und ich würde die Kälte nicht ertragen. Woran kann man sich nur festhalten wenn alles im Fluss ist?

    Klar, die Wissenschaft/Psychologie sagt das Problem liege in meinem Bedürfnis das Unberechenbare im Leben berechenbar zu machen, Sicherheit zu haben, “Verantwortung” zu übertragen, Begründungen und Muster zu suchen in teils chaotischen und willkürlichen Vorgängen.

    Aber einfach so mit meinen Unzulänglichkeiten und meiner Sterblichkeit zu leben, damit zufrieden zu sein, im Rahmen meiner Möglichkeiten und meiner begrenzten Zeit etwas Gutes zur tun ohne mich von Ängsten eingrenzen zu lassen – das kann ich so nicht. Ich brauche das Gefühl Herr meines Lebens zu sein , den Gedanken etwas sei objektiv “gut” oder “schlecht” und das man eine “Ordnung” herstellen kann.
    Da fühle ich mich nicht so verloren.

    Darum, auch wenn meine Alltagserfahrung gerade im alternativ-medizinischen Bereich schon so oft enttäuscht wurde, und ich schon dutzende Verfahren und Anwendungen erprobt habe bin ich immer wieder froh auf etwas “Neues” zu stossen. Das gibt mir neue Hoffnung! Ich blende bewusst aus, dass eine erfolgreiche Therapie eben auch erfolgreich wäre und damit (gerade in Zeiten des Netzes) auch weltbekannt und millionenfach bewährt.
    Denn ich habe das schöne Gefühl etwas seltenes zu entdecken, das mich speziell anspricht und mich in meinen innersten Ängsten und Gefühlen bestätigt – es wird alles gut!

    Das ist schon vom Gefühl her viel mehr wert als ein Arzt im weissen Kittel der mir keine Heilung versprechen kann, Latein redet und mir Pillen verschreibt deren Zusammensetzung ich nicht verstehen.

    Natürlich weiss ich tief in mir, das meine Haltung nur eine Sehnsucht nach Sicherheit ist. Natürlich weiss ich, das es “Sicherheit” nicht geben kann.
    Natürlich weiss ich, das ich dem Tod nicht davon laufen kann; die Menschen altern, krank werden, sterben.
    Natürlich weiss ich, dass die Einsicht ein Scheideweg ist für den Menschen -
    das als Teil des Lebens anzunehmen.
    Oder sich dagegen zu wenden, Leid abzuwehren, Leben und Leiden kontrollierbar zu machen. Zumindest die Illusion zu erhalten man könne “Ordnung” ins “Chaos” bringen.

    Spirituell ist die Einsicht klar: Das Annehmen der Wirklichkeit und seiner Rolle darin befreit.
    Der Versuch der Wirklichkeit seine Vorstellungen aufzuprägen von “Ordnung”, “Gerechtigkeit”, “Harmonie” etc. schafft Leiden.
    Aber es gibt doch immer wieder diese Hoffnung in meine Schwankungen Stabilität zu bekommen, gesund zu bleiben, harmonisch in einer harmonischen Welt zu leben.
    Diese Hoffnung, auch wenn sie immer wieder enttäuscht wird (hätte ich das eine gefunden was funktioniert würde ich nicht weiter suchen…) bekommt immer wieder neue Nahrung, denn es gibt soviele Methoden und Ideen das man gar nicht alles ausprobieren kann.

    Natürlich verhindert diese Hoffnung und meine Begeisterung letztlich eine tiefere Einsicht.
    Aber dieser Einsicht kann ich sowieso nicht davon laufen.
    Ich habe Menschen sterben gesehen.

    Irgendwann hören manche auf zu kämpfen, lassen sich treiben in der Erkenntnis, dass egal was sie tun oder lassen, denke oder fühlen sie bald sterben müssen, den Körper der mehr und mehr seine Funktionen verliert aufgeben, das dies auch gut ist, das es so nicht weiter gehen kann – das man soweit ist, aber der Tod trotzdem kommt wann er will und einen auch dann noch warten lassen kann wenn er bereit ist zu sterben – das habe ich gesehen, erlebt, einige Male.
    Ja, derjenige der kämpft, der seinen Willen und seine Vorstellung seiner Sterblichkeit entgegen setzt stirbt schwerer als derjenige, der sich in sein Schicksal ergibt.

    Vielleicht lebt man mit dieser Haltung auch leichter, freier.
    Vielleicht ist ein Kranker der seine Krankheit annimmt, die Grenzen seiner Gesundheit akzeptiert freier als jemand der den was ist das entgegensetzt was er will.

    Was mir auch gefällt ist der materialistische Ansatz des Artikels. Denn letztlich beziehen sich unsere Ängste auf Materielles, die Gesundheit unseres Körpers zB. obwohl wir altern und der Körper sich verändert wie wir alle wahrnehmen. Das Immaterielle, unsere Seele, ist sowieso unsterblich und unverwundbar, da muss man keine Angst drum haben.

    Auch wenn das Bedürfnis, das der Artikel bedient mich von mir selbst weiter weg bringt, Bedürfnisse und Gefühle befriedigt die nie endgültig befriedigt werden können,
    Illusionen weckt wo man auch ohne Illusionen leben kann,
    dem Buddha entgegen hält “Du musst nicht leiden!”
    - also letztlich trotz aller Spritualität mich vom Verständnis des Lebens abtrennt, das beherrschbar zu sein scheint aber es nicht ist,
    mir das Gefühl von Kontrolle gibt in einer unkontrollierbaren Umgebung
    ist mir dieser Irrtum, den ich zusammen mit anderen habe, gemeinschaftlich mich verbunden fühle mit vielen, vielen anderen -

    ist das für mich leichter erreichbar und gefühlsmässig befriedigender als die Einsamkeit und Sterblichkeit und Unwägbarkeit des Lebens anzunehmen.

    DANKE!!!

    • 21. Mai 2012 14:14

      Hallo Harmoniearbeiter!

      Aber es gibt doch immer wieder diese Hoffnung in meine Schwankungen Stabilität zu bekommen, gesund zu bleiben, harmonisch in einer harmonischen Welt zu leben.

      Willkommen, in unserer Welt! ;)

      Diese Hoffnung, auch wenn sie immer wieder enttäuscht wird (hätte ich das eine gefunden was funktioniert würde ich nicht weiter suchen…) bekommt immer wieder neue Nahrung, denn es gibt soviele Methoden und Ideen das man gar nicht alles ausprobieren kann.

      Vielleicht zeitweilig enttäuscht, NOCH nicht das für dich stimmige, was wirkt gefunden zu haben. Meiner Ansicht nach,
      bist du ein “ewiger Suchender”, wie viele andere – daran ist nichts schlecht, im Gegenteil. DAS verschafft nämlich die Gelegenheit, viel Wissen zu sammeln
      und stets neues zu entdecken. Gibts denn was schöneres?

      Natürlich verhindert diese Hoffnung und meine Begeisterung letztlich eine tiefere Einsicht.

      Da ich dich nicht näher kenne, noch nicht – :mrgreen: bin ich mir nicht ganz sicher, vermute aber, daß dir eine etwas “freundlichere Haltung”, gegenüber DICH
      SELBST, ganz gut tun könnte. Sei nicht so streng mit dir, es gibt KEINE perfekte Menschen, noch perfekte Leben.

      Ich glaube nicht, daß besagte Hoffnung und Begeisterung eine tiefere Einsicht verhindert.
      Wenn du nämlich etwas genauer drüber nachdenkst, dann wird dir bewusst, daß dir ERST DANN richtig tiefe Einsicht/Erkenntnis zuteil wird, WEIL du “das eine” noch nicht gefunden/entdeckt hast. Sonst wärst du vermutlich dabei geblieben, aber so suchst du weiter und weiter und weiter .. und lernst, lernst und schaffst Wissen. ;)

      Was ich hier “sehe”, (und was mir gefällt)ist, daß du dir “Hände und Beine ausreißt”,
      im Kampf, um ein wenig echte Spiritualität!
      Wirkliche Spiritualität ist kein – wie eine Freundin gerne sagt – Eso-Zuckerwatte-Zeug, daß
      glauben bloß viele, tatsächlich muss es hart erarbeitet und dem Leben abgerungen werden.
      Heute kriegt man “spirituelle Erkenntnisse” an jeder Ecke nachgeworfen. Merke: Was in den “Schoß fällt”, wird nie den Wert erhalten,
      wie das, was du erkämpft hast .. ;)

      Sayonara

      lg,
      PS: DEN Artikel hab leider nicht ich geschrieben
      sondern Dr. Ulrich Mohr .. :P

      • Mirjam Permalink
        21. Mai 2012 16:38

        Hallo STefan,

        “Was in den “Schoß fällt”, wird nie den Wert erhalten,
        wie das, was du erkämpft hast ..”
        Kann das so ein berüchtigter Glaubenssatz sein?
        Vielleicht ist es ja in Wahrheit ganz leicht und Kampf hält uns davon ab die Leichtigkeit des Seins zu begreifen und zu lernen.
        Hast Du schon mal ne Eiche gesehn, die sich anstrengen muß, sie ist einfach und weil sie eben ist wächst sie zu dem mächtigen Baum hern, der sie ist.

        LG Mirjam

      • 21. Mai 2012 17:26

        Touche, liebe Mirjam! ;)

        Kann das so ein berüchtigter Glaubenssatz sein?
        Vielleicht ist es ja in Wahrheit ganz leicht und Kampf hält uns davon ab die Leichtigkeit des Seins zu begreifen und zu lernen.
        Hast Du schon mal ne Eiche gesehn, die sich anstrengen muß, sie ist einfach und weil sie eben ist wächst sie zu dem mächtigen Baum hern, der sie ist.

        Allerdings in dem Zusammenhang, wie ich s meinte da passt es schon.
        Um “gewisse Dinge” muss im Leben gerungen werden, sie fallen uns nicht zu. Wenn aber doch, wenn es wie “Fallobst” in unsere Hände fällt,
        dann sollten wir dies zumindest gut überprüfen .. ;)

        lg,

      • Mirjam Permalink
        21. Mai 2012 19:05

        Hallo Stefan,

        ich weiß, daß einem nicht alles in den Schoß fällt, zumindest jetzt noch nicht :-)
        Trotzdem glaube ich, daß Kampf der alte Weg ist. Echte Spiritualität fällt nicht vom Himmel besonders nicht vom Meister. Sie liegt in jedem und ist die Frucht der Selbsterkenntnis, des Aufräumens, der Ehrlichkeit, des Strebens sich nahe zu kommen, zumindest empfinde ich das so. Da Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit manchmal ein verdammt schwerer Weg ist kann ich Deine Aussage nachvollziehen.

      • 21. Mai 2012 19:09

        YEP- Mirjam,

        Echte Spiritualität fällt nicht vom Himmel besonders nicht vom Meister. Sie liegt in jedem und ist die Frucht der Selbsterkenntnis, des Aufräumens, der Ehrlichkeit, des Strebens sich nahe zu kommen, zumindest empfinde ich das so.

        Siehste, genauso meinte ichs .. :)

        lg,

  10. 29. Mai 2012 12:29

    Sehr viel, denn in unserem Verdauungssystem verlaufen die chemischen Umwandlungsprozesse sehr ähnlich den Vorgängen in der Natur. Dieser Umstand fand bisher kaum Beachtung. Ein gesunder Darm ähnelt weitaus mehr einem Gemüsegarten als einer Chemiefabrik. Und der Biogärtner weiss, dass er für beste Ergebnisse nur das Mikroklima optimieren muss. Dann ist noch nicht einmal Düngen erforderlich. Das klingt vielleicht ungewohnt, doch nur im ersten Moment. Es lohnt sich jedenfalls, diesen Mikrokosmos im Bauch zu verstehen. Mit diesem Wissen werden Heilungen möglich, wo es bisher keine Hoffnung zu geben schien.

    • 29. Mai 2012 13:58

      Hallo Gold,

      in unserem Verdauungssystem verlaufen die chemischen Umwandlungsprozesse sehr ähnlich den Vorgängen in der Natur

      Das leuchtet sofort ein! ;)

      lg,

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