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Warum ich Engel male

Die Musik von Brigitte Jost begleitet mich nun schon einige Zeit und wird auch nie langweilig. Die Frau malt aber auch, unglaublich schöne Bilder, sie malt Engel. Vielleicht schaut ihr euch mal auf ihrer Seite “die Engelmalerin” um. 

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geschrieben von Brigitte Jost:

    Liebe Interessierte!

    Für mich sind Engel Realität!

    Menschen, die sich von meinen Gemälde berührt fühlen, empfinden oftmals etwas Liebe- und Lichtvolles und etwas Lebendiges in ihnen und teilen es mir mit, wofür ich sehr dankbar bin. Oft werde ich gefragt, ob ich besondere Erlebnisse hatte, die mich dazu bewogen haben, Engel zu malen. Ja! So ist es! Ich habe in den letzten 30 Jahren einige metaphysische Erfahrungen gemacht. Eine davon hat mein Leben auf tiefgreifende Weise dahingehend verändert, die Realität der Engel anzunehmen.

    Seit dem Unfall meines Kindes weiß ich, dass Engel wirklich existieren! Als mein Sohn acht Jahre alt war, wäre er beinahe gestorben. Er wurde beim Spielen an einem Bach von zwei großen Hunden (Rottweilern) angefallen. Ein älterer Mann griff in letzter Sekunde ein und rettete meinem Jungen das Leben. Ich wurde zum blutigen Unfallort geholt, an dem sich bereits eine Menschenmenge angesammelt hatte. Als ich dort ankam und mein Kind verletzt, in der Wiese liegend, vorfand, sank ich entsetzt neben ihm zu Boden und betete. Plötzlich wurde ich mir einer mächtigen Präsenz bewusst.

    Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich eine halbdurchsichtige Gestalt, die ganz in der Nähe stand und machtvolle Energie ausstrahlte. Diese Gestalt war groß, männlich, hatte schulterlanges Haar und war mit einem hellen Gewand bekleidet. Ich empfand Berührung tief in meinem Inneren, die ich kaum beschreiben kann. Eine Zeitlang dachte ich nichts mehr, wollte ich nichts mehr, war ich einfach nur in einem ‚entrückten’ Zustand. Es war so, als würde ich gleichzeitig in zwei Welten sehen.

    Die Engel-Erscheinung war einige Minuten für mich sichtbar. Danach konnte ich den Engel zwar äußerlich nicht mehr sehen, jedoch innerlich. Ich fühlte seine kraftvolle Anwesenheit und er sprach zu mir. Erst Tage später wurde mir klar, was da eigentlich Wundervolles geschehen war: Ein Engel hatte mein Kind gestärkt, die Tiere besänftigt, dem Lebensretter Kraft übertragen und mir – der Mutter – Zuversicht gegeben, die ich auch in den nachfolgenden Jahren der Heilung brauchte – Jahre voller kleiner und großer Wunder. Ich fühlte mich trotz Sorgen und Belastungen geborgen und getragen.

    Mein Sohn sah die Wesenheit ebenfalls und sagte, dass sie einem Engel glich, den ich gemalt hatte. Er erzählte es mir einige Tage später im Krankenhaus. Er erklärte, dass er von oben alles gesehen habe -  seinen verletzten Körper und seinen Freund, der sich auf einen Baum retten konnte – einfach alles.

    Menschen, die Nahtod-Erlebnisse hatten, erzählen, dass sie über dem Ort schwebten, ihren bewusstlosen Körper sahen und auch sonst alles sehen und hören konnten, was vor sich ging. Manche Menschen berichten auch von Lichtgestalten, denen sie in ihrem körperlosen Zustand begegnet sind. Und dieser kleine Achtjährige sah eine solche Lichtgestalt, die die ganze Zeit über in seiner Nähe war. Ich habe meinem Sohn geglaubt, denn ich habe diese Wesenheit ebenfalls gesehen! Auch der Lebensretter meines Sohnes erzählte uns, dass er am Unfallort eine unerklärliche, große Kraft gespürt hatte, die plötzlich über ihn kam, sodass er mutig und besonnen eingreifen konnte.

    Ich habe Verständnis dafür, dass eine solche Angelegenheit für viele von uns unvorstellbar und schwer zu glauben ist. Doch es ist keine Einbildung gewesen. Wenn man sein kleines Kind schwer verletzt vor sich liegen sieht, dann hat man nicht den Wunsch zu phantasieren oder sich weg zu träumen! Man will – im Gegenteil – ganz präsent sein, ihm helfen, es trösten, ihm nah sein und es ganz fest im Arm halten. Man ist sehr offen für das, was wirklich da ist und auch für das, was normalerweise unsichtbar ist. Schockierende Ereignisse können uns spontan für das Metaphysische öffnen, sodass wir über uns hinauswachsen können. Das hat die Natur sehr klug eingerichtet. Viele Menschen berichten, dass sie in der Not Engel gesehen haben. Und diese sind natürlich nicht nur in der Not bei uns. Ich nehme sie immer und überall wahr.

    Seit dem Unfall meines Sohnes sind Engel ein wichtiges Thema in meinem Leben und ich male sie mit größter Liebe aus meinem tiefsten Inneren heraus…

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Quelle dieses Artikels: http://www.die-engelmalerin.de/cms/engel/114-warum-ich-engel-male


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Karte des Bewusstseins

Der Israeli Shay Tubali hat ein System feinstofflicher Felder entwickelt, das eine Karte des Bewusstseins darstellt und zeigt, wohin wir uns als Menschheit bewegen und welches die Sprünge sind, die in unserer spirituellen Entwicklung anstehen – individuell wie kollektiv. Mit der von ihm „White Light" genannten Methode können wir gezielt einzelne Felder ansteuern, sie aktivieren und für verschiedene Bewusstseinsprozesse verfügbar machen. Theresa Bäuerlein sprach mit Shay Tubali.

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Shay, du hast die "Theorie der feinstofflichen Felder" entwickelt. Was kann ich mir unter einem feinstofflichen Feld vorstellen?
Ein feinstoffliches Feld ist nichts anderes als eine der fünf Schichten unseres feinstofflichen Bewusstseins.

Wenn ich "feinstoffliches Bewusstsein" sage, meine ich damit, dass es auch ein nicht-feinstoffliches Bewusstsein gibt: die normale Aufnahme von Reizen aus der sichtbaren Welt über das Gehirn. Wenn ich hier vor dir sitze, kann ich dich dank meines Gehirns und meiner Sinne klar wahrnehmen, ich kann als Betrachter also die verschiedenen Reize aufnehmen, die auf mich einwirken.

Die sichtbare Welt. Aber was ist mit der unsichtbaren Welt? Im Prozess der Evolution haben wir die Kapazität unserer Wahrnehmung allmählich weiterentwickelt. Und damit die Fähigkeit erlangt, feinstoffliche Schichten des Bewusstseins zu haben.

Diese Schichten sind die Felder. Sie sind die Träger des spirituellen und evolutionären Potentials des Menschen. Ohne sie kann das Bewusstsein sich nicht jenseits seiner bekannten Grenzen ausdehnen.
Was meinst du mit dieser Ausdehnung?

Die Ausdehnung des Bewusstseins ist das Ziel all jener Techniken, die Menschen über viele Generationen hinweg entwickelt haben: Meditation, Mantras, Gebete usw. Jede einzelne dieser Techniken war in Wirklichkeit eine unbewusste Form der Ausdehnung. Unbewusst deshalb, weil die Menschen den Zweck ihrer Bemühungen nicht unbedingt als Ausdehnung definiert haben und aufgrund dieses Mangels an Bewusstsein eine Spiritualität entwickelt haben, die auf Symbolen, Ideen, Glaubensweisen und religiösen Gegenständen basiert.

Das heißt: Solange wir unser Bewusstsein nicht auf bewusste Weise ausdehnen, bleiben wir in der normalen Bewusstseinsebene verhaftet, welche die Ebene der Gedanken ist. Jede Spiritualität, die wir aus dieser Ebene der Gedanken heraus schaffen, wird unvermeidlich eine konzeptualisierte Spiritualität sein – eben mit Symbolen, Ideen usw. Diese Spiritualität macht uns letztlich noch mehr zu Gefangenen. Wir erhalten durch die Kraft der Konzepte zwar Beruhigung und Bestätigung, aber das kann uns niemals wirklich befreien. Dafür brauchen wir Techniken, die uns auf direkte Weise über Gedanken hinausführen können, jenseits unseres gegenwärtigen Bewusstseinszustandes.

Und ich meine wirklich völlig jenseits davon, in Dimensionen hinein, in denen Gedanken nicht mehr existieren. Techniken der Ausdehnung sind der direkteste Weg, die Grenzen der Gedanken zu durchbrechen und über sie hinauszugehen. Die verschiedenen Dimensionen dieser Ausdehnung werden mit der Theorie unterschiedlicher feinstofflicher Felder erklärt. Diese Theorie ist außerdem ein klares, logisches Erklärungsmodell für die Wechselwirkungen zwischen dem physischen Gehirn und den feinstofflicheren, psychischen und spirituellen Dimensionen.

Welche Felder enthält unser Bewusstsein?

Es sind insgesamt fünf. Das erste feinstoffliche Feld ist das elektromagnetische Feld. Die meisten nehmen dieses Feld intuitiv wahr, wenn sie zum Beispiel verliebt sind und von "Schmetterlingen im Bauch" reden oder wenn sie auf das Zentrum unserer Brust deuten und "ich" sagen. Wir machen diese Gesten, weil wir eine feinstoffliche Anatomie haben – und wir deuten unbewusst auf die energetischen Zentren dieser Anatomie, auf die Chakren. Die Chakren sind die Brücke zwischen dem physischen Körper und den feinstofflichen Körpern oder Feldern, und auch zwischen dem physischen Körper und der essentiellen Lebenskraft des Universums.

Die Chakren transformieren materielle in spirituelle Energie und umgekehrt. Dieses erste Feld ist sehr wichtig, weil es ohne das elektromagnetische Feld keine Weiterentwicklung gibt. Je komplexer und subtiler die Chakren arbeiten, desto stärker produzieren sie eine Energie, die unseren Körper-Psyche-Komplex spiritualisiert, und desto mehr entwickeln sich neue Ebenen der Wahrnehmung.

Was kommt nach dem elektromagnetischen Feld?

Das zweite Feld ist das mental-emotionale Feld. Wir können es als das Feld der angesammelten Wahrnehmungen und Erinnerungen sehen. Es ist das tiefste Unbewusste, hier liegen die Wurzeln unserer Persönlichkeit, unserer Motivationen, Tendenzen, Verhaltensmuster und auch unserer Süchte, Obsessionen, automatischen Reaktionen etc.

Liegt in diesem Feld also das Ego?

Es kreiert das Ego. Lass es mich genauer erklären. In der yogischen Terminologie enthält das zweite Feld die sogenannten Samskaras, das sind unsere tiefsten Erinnerungszusammenhänge. Wenn wir ein Erlebnis haben, das eine extrem starke emotionale Reaktion bei uns hervorruft, wird dies zu einer Prägung, die in unserem Unterbewussten gespeichert wird. Wir kennen das alle: Ein Mann erlebt zum Beispiel als Kleinkind ein bestimmtes Trauma im Zusammenhang mit seiner Mutter, und im Alter von 50 reagiert er auf seine Frau immer noch so, als wäre sie seine grausame Mutter.

…und weiß vielleicht noch nicht einmal, warum. Können wir uns von diesen Prägungen im zweiten Feld befreien?

Ja, dies ist einer der wichtigsten Gründe, warum ich die Theorie der feinstofflichen Felder entwickelt habe. Weil das Verständnis dieser Strukturen uns erlaubt, mit ihnen konkret und systematisch zu arbeiten. Die Klärung dieses Feldes ist unerlässlich für unsere spirituelle Entwicklung. Wir können sonst noch so viele wunderbare Einsichten haben, spirituelle Erlebnisse und Erweckungsmomente, und werden doch keine Stabilität entwickeln. Indem wir wirklich verstehen, was ein Erinnerungszusammenhang ist, können wir die irrationalen, unbewussten Erinnerungszusammenhänge finden und sie dann mithilfe verschiedener Techniken von der Wurzel her entfernen. Im Rahmen der White-Light-Methode habe ich eine ganze Reihe von Techniken entwickelt, mit denen das sehr gut klappt.

Wie funktioniert die White-Light-Methode?

Nun, um es kurz zu sagen: Sie aktiviert gezielt die feinstofflichen Felder, um die dichteren Lagen des Bewusstseins, das Gehirn, die Emotionen und Gedanken zu heilen, auszugleichen und zu transformieren. Mit Hilfe der Theorie der feinstofflichen Felder können wir sehr genau verstehen, welches Feld wir aktivieren müssen, um einen bestimmten Wandel zu erzielen. Für therapeutische Zwecke etwa benutzen wir das dritte Feld, das mental-spirituelle Feld, besonders ausgiebig. In diesem Feld findet erstmals ein Sprung jenseits von Zeit und Raum statt. Es gibt ein Selbstverständnis, das völlig unberührt von Zeit und Raum ist, das Erlebnisse niemals beeinflusst haben.

Und in dem auch keine Probleme mehr existieren?

Richtig. In dem Moment, in dem wir uns in das mental-spirituelle Feld hinein bewegen, ist der erste Schrei des Selbst: "Ich bin frei, ich bin völlig frei, ich bin die Freiheit selbst." Es gibt ein Gefühl der Grenzenlosigkeit, der Transzendenz des Todes. Und hier liegt auch die Quelle akausaler Gefühle, es ist wie ein niemals endender Strom glückseliger Emotionen. Von diesem Zustand aus kannst du frei und unaufgeregt die tieferen Lagen des Unbewussten im zweiten Feld angehen, sie lösen und heilen. Es passiert voll Freude. Es ist nicht-traumatisch, unbefleckt, unbestechlich… es ist ekstatisch und effizient. Einstein hat es sehr gut ausgedrückt: Wir können unsere Probleme nicht auf der gleichen Ebene lösen, die sie geschaffen hat.

Nun gibt es zwischen dem dritten und vierten Feld einen sehr wichtigen Grenzbereich, den ich White Light nenne. Nach ihm habe ich meine Methode benannt, weil es sich um die subtilste Form von Materie handelt und wir uns hier von der Vergangenheit befreien können.

Wie funktioniert das?

Sehr einfach. Wenn wir uns im White-Light-Bereich aufhalten, gehen wir zu unseren Wurzeln zurück, den Ursprüngen der Materie, der Existenz, ohne Vergangenheit, ohne Erinnerung, es ist also alles in Ordnung. Wenn wir das, was vergangen und kontaminiert ist, mit dem verschmelzen, was keine Vergangenheit hat, was nie kontaminiert wurde, dann reinigt die höhere Vibration die niedrigere. Sie wird ganz einfach geklärt.

Was uns vermutlich zum vierten Feld bringt.

Natürlich, denn unser Bewusstsein hat weitere Schichten. Das vierte Feld nenne ich das kosmisch-seelische Feld, und es ist zunächst mit dem Gefühl verbunden, dass wir eine Seele haben. Wenn ich "Seele" sage, meine ich, dass wir die Verbindung mit Gott, dem Universum oder mit der Unendlichkeit haben, aber dass wir wissen, dass wir gleichzeitig ein ganz und gar einzigartiges Licht sind. Und das ist natürlich ein wunderschönes Erlebnis. In den höheren Schichten des kosmisch-seelischen Feldes gibt es die Einheit mit dem Universum, in der man sogar vergisst, dass man eine Seele hat. Du bewegst dich in universelles Bewusstsein hinein. Hier, im vierten Feld, ist auch der kosmische Verstand, das kosmische Gehirn. Objektive Wissenschaft, die Gesetze und Strukturen der Schöpfung. Der kreative Impuls, das Herz des Universums.

Und schließlich gibt es das fünfte Feld, das wir als höchste Meditation ansehen können. Es ist das Feld, in dem sich die Dualität zwischen der Welt und dem Göttlichen auflöst. In diesem Feld gibt es nichts mehr wahrzunehmen, es gibt keinen, der wahrnimmt, nur reines Bewusstsein. Dies ist die reinste Form des Selbst, die nicht mehr geteilt werden kann. Und hier liegt die Grenzlinie zwischen den Feldern und dem Bewusstsein des Universums. Jenseits der Felder liegt der Erleuchtungszustand. Dieser Zustand liegt also sogar jenseits von "Ich bin das göttliche Selbst". Die Felder sind die fünf Ebenen der Wahrnehmung, aber es gibt etwas jenseits von Wahrnehmung. Erleuchtung heißt, sich frei zwischen all diesen Ebenen bewegen zu können. So, wie wir frei unsere fünf körperlichen Sinne benutzen können, kann ich frei meine vielen Dimensionen als körperliches, spirituelles und kosmisches Wesen benutzen.

Die Theorie der feinstofflichen Felder ist also wie eine Karte, die durch das eigene Bewusstsein führt.

Und dessen Potential aufzeigt. Mit Hilfe der Theorie können wir verstehen, wo die Reise hingeht, welchen Sprung wir in unserer spirituellen Entwicklung machen wollen. Und wir können es systematisch und wissenschaftlich angehen, indem wir bestimmte Erlebnisse wiederholen, ­Entwicklung ist nicht mehr zufallsbedingt. Mit der White-Light-Methode haben wir ein System, das uns gezielt in die verschiedenen Felder führt, sie gezielt aktiviert und für verschiedene Bewusstseinsprozesse ganz praktisch verfügbar macht.

Wie hast du diese Theorie entwickelt?
Was hat dich inspiriert?

Nun, es ist wichtig, zu wissen, dass die Theorie der feinstofflichen Felder mit dem yogischen Kosha-System verglichen werden kann. Beide sind nicht miteinander identisch, und ich kannte das Kosha-System auch nicht, als ich mein System entwickelt habe. Als ich anschließend darüber gelesen habe, war es allerdings wunderbar und eine Bestätigung. Aber wie wurde das Kosha-System geschaffen? Ganz einfach – durch Erlangen des Erleuchtungszustandes. Und dann blieb nur noch Zuhören. Verstehst du, in dem Moment, in dem dir das ganze Spektrum des Erlebens zur Verfügung steht, kannst du dir selbst tatsächlich zuhören. Und so höre ich also ganz einfach zu.


White-Light-Trauma-Session mit Eylon Lester

image„Eigentlich“ ging es mir gut. Doch da war ein Haken: Ich konnte keine harmonische, gleichberechtigte und achtsame Partnerschaft leben. Immer „schützte“ ich mich vor zu viel Nähe dadurch, dass ich mir Männer suchte, die keine Liebespartnerschaft mit mir zusammen leben wollten.

Ich erkannte, dass darin ein System lag, und beschloss, die Thematik mit der White-Light-Methode anzugehen.
Im Vorgespräch zu Beginn der Session wusste ich erst nicht, welches Erlebnis ich wählen sollte.

Ich hatte in diesem Leben bereits einige schwerwiegende und traumatische Erfahrungen mit Männern gemacht. Durch Eylons Fragen kam ich rasch zu dem Erlebnis, das bezüglich meines Themas noch Einfluss nahm. Ich erlitt vor zirka 17 Jahren einen Schock, den ich schon oftmals zu heilen versucht hatte. Damals wurde offenbar, dass mein damaliger Partner angefangen hatte, sich sexuell an meiner Tochter zu vergreifen. Als Ausgangspunkt der Session nahmen wir die Situation, als ich den Mann zur Rede stellte und er eingestand, was er getan hatte.

Ich saß wie paralysiert neben ihm, unfähig, meinen Schock, meine Wut und Enttäuschung zum Ausdruck zu bringen. „Die Klappe ging zu“ und ich war unfähig zu fühlen. Ich wütete gegen mich selber, haderte mit meinem Leben, mit „meinem Gott“ und verlor auch lange Zeit meinen Glauben. Damit fing ein dunkler, trauriger Abschnitt in meinem Leben an.

Mit gezielten Fragen fingen wir in der Session an, die Gefühle – so gut es ging – zu erinnern und zu strukturieren, ohne noch einmal in das Drama einzusteigen. „So gut es ging“ schreibe ich deshalb, weil ich wenig spürte. Alles fühlte sich durch den Schock total taub an, ich konnte mich nur wie hinter Glas oder in Watte wahrnehmen.

Durch verschiedene Prozesse der Strukturierung und Ausdehnung, Haupt-Werkzeuge der White-Light-Arbeit, konnte ich mich Schritt für Schritt aus der Identifikation mit dem Erlebnis lösen. Ich spürte in der Session nach und nach, wie stark die körperliche Prägung war und wie tief die Verletzung saß. Obwohl es in diesem Falle für mich ja „nur“ eine seelische Verletzung war, merkte ich, wie mächtig dieses Trauma in den Zellen saß und als ein Teil meines Lebens eine Identifikation mit dem Trauma verursachte. Es war ein körperlich anstrengender Prozess, bis ich es nach mehreren Ausdehnungen und schrittweisen Abnabelungen aus den durch das Trauma entstandene Annahmen, Schlussfolgerungen und Glaubenssätzen endlich schaffte, mich aus dieser Identifikation zu lösen. Ich musste meinen ganzen Körper mit großer Kraftanstrengung regelrecht herausziehen und gelangte zu einer umfassenderen Perspektive.

Ich konnte die Glaubens-Sätze, dass ich nie wieder eine Partnerschaft eingehen würde und mir nie wieder auch nur eine wünschen dürfte, ebenso wie die Gedanken, dass ich mich nur noch auf mich und meine Arbeit konzentrieren werde, weil sie das Einzige ist, bei dem ich mich sicher fühlte (was mich all die Folgejahre mehrmals fast an einen Burnout brachte) und die Überzeugung, dass ich schuldig und schlecht sei sowie keine Liebe verdient hätte, erkennen, auflösen und Stück für Stück wieder ins Fühlen kommen.

Wir gingen durch die Prozesse des Ausdehnens sogar so weit, dass ich erkennen konnte, dass meine Erfahrungen mit Gewalt und Missbrauch, in diesem Leben der Transformation dienten, dass ich durch diese Heilungs- und Erlösungsarbeit in mir auch eine sehr lange und alte, über viele Generationen dauernde Kette von Gewalt, Missbrauch und Ohnmacht beenden konnte und dieser Energiekanal (so sah es bildlich aus) dadurch verschlossen wurde. Mir wurde bewusst, dass ich eine solch herausfordernde Inkarnation gewählt hatte, um diese alten Energien zu heilen und zu transformieren.

Ich erinnerte mich in dem ausgedehnten Zustand der Klarheit und des Lichtes, dass ich mir vor dieser Inkarnation/ vor diesem Leben sicher war, dass die Liebe stärker ist, überleben wird und mich wieder zu mir und meiner Ganzheit-mit-allem-was-ist führen wird!

Die Sitzung fühlte sich wie eine Operation an – die anschließende Freiheit und Erleichterung sind immer noch ohnegleichen.
Die Autorin möchte aus Rücksicht auf ihre Tochter anonym bleiben.


Abb. 2: © DejanJovanovic – Fotolia.com

Autoren Info


Shay Tubaly

Shay Tubaly

ist ein befreiter spiritueller Lehrer aus Israel und Entwickler der White-Light- Methode. In seinen Seminaren in Deutschland lehrt er die ‘Schnellstraße’ in Richtung evolutionärer Entwicklung: Statt ständig zu versuchen, unsere Gedanken und Gefühle in Ordnung zu bringen, sie zu verbessern und zu heilen, wird Veränderung durch einen Sprung in Bewusstseinsebenen hinein erzielt, in denen es keine Probleme gibt und in denen Leiden ein Ding der Unmöglichkeit ist.

http://www.thewhitelight.de

Nächstes Seminar: White-Light „für Trauma“ mit Shay Tubaly
Fr, 7.-So, 9. Sept. 2012, Fr Info- u. Einführungsabend ab 19 Uhr, Sa + So ab 10 Uhr
Ort: Zeit & Raum, Grunewaldstr. 18, 10823 Berlin-Schöneberg

Investition: nur Infoabend 10 €, Seminar 250 €, Frühbucher bis 7. Aug.: 200 €
White Light Healing nach Shay Tubaly
HeilerInnen-Ausbildung mit Noga Sinai

Termin: Sa, 22. u. So, 23. September 2012
Zeiten: 10 bis 19 Uhr, Sonntag bis 18 Uhr
Ort: Ort für Yoga und Meditation,
Ferdinandstraße 4, 12209 Berlin

Investition: 333 €, Frühbucherrabatt bis 22. Aug.: 300 €
Beginn der ersten Ausbildung zum zertifizierten White-Light-Begleiter im Herbst 2012
Info und Anm.
bei: Gutes Gelingen, Marion Augustin, Tel.: 030-36 28 44 92 oder info@gutes-­gelingen.de
www.gutes-gelingen.de
www.thewhitelight.de


Autoren Info


Theresa Bäuerlein

Theresa Bäuerlein

ist Journalistin und Autorin, sie lebt in Tel Aviv und Berlin. Sie ist ausgebildete White-Light-Begleiterin und bietet Sitzungen per Skype, ­Telefon und in persönlichen Treffen an.

Kontakt unter
baeuerlein@gmail.com

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Quelle dieses Artikels: http://www.sein.de/archiv/2012/august-2012/karte-des-bewusstseins.html


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Die ewige Suche nach dem Sein

Hallo, liebe Freunde und Leser/Innen, ich habe mich letztens sehr gefreut, zu sehen, daß dieses Interview mit Jeff Brown, auf solches Interesse bei euch stößt.

Und es gab natürlich gute Gründe, wieso ausgerechnet dieser Beitrag …

Was mir sofort ins Auge sprang, war der Begriff der “geerdeten Spiritualität”, damit konnte ich nämlich was anfangen, im Gegensatz zu Hunderten anderer, sogenannter “spiritueller Weisheiten” ..

Aber vielleicht geht es ja nur mir so, aber meist, wirklich relativ oft, da ich mich ja auch sehr damit beschäftige, wenn ich irgendwelche Texte lese, die sich dem Thema Spiritualität widmen, ertappe ich mich dabei, wie ich über den Text verständnislos den Kopf schüttle.

image<-Quelle:

Viele Autoren scheinen mit dem Begriff Spiritualität, möglichst viele Fremdwörter zu verbinden, aber wenig verständliches dazu, in ihre Schriften einzubauen.

Jedenfalls scheint mein persönliches Verständnis davon völlig anders zu sein, weil ich dieses selten in solchen Aufsätzen, bzw. Artikeln, wiederfinden kann. 

Aber vielleicht, nur vielleicht, habe ich in diesem Interview mit Jeff Brown  entdeckt, was der ursächliche Grund dafür sein kann. Dabei ging es ja viel um Gurus, Abhängigkeit, Erleuchtung, etc.

Soweit wie ich das mitgekriegt habe, scheint es für viele Menschen wichtig gewesen zu sein, welche irgendwann einen spirituellen Weg einschlugen, sich einen “Lehrer” zu wählen und was er als Weisheit und “Ultima Ratio” ausgab, zu leben. Das hat gewiss zu den absonderlichsten Dingen und aberwitzigen Situationen geführt, man denke nur an Bhagwans Royce Royce Garnitur, die Selbstverständlichkeit mit der einige “Weisheitslehrer”, sich an ihren “Groupies” vergriffen, usw.

image                                                                                        Quelle:- >

Für mich selbst ist Spiritualität etwas ganz anderes, immer schon gewesen, lustig, ich hab nicht mal gewusst, daß man diese Art und Weise, die Dinge zu betrachten, mit diesem Wort beschreibt. Und vielleicht sollte ich dankbar sein dafür, daß ich es nicht notwendig hatte, diesen Irrweg einzuschlagen ..

Oder, daß ich mich an keine spirituelle Szene gebunden fühlte, wie viele dem Advaita(nicht dual, nicht zwei)  folgen und einen Satsang nach dem anderen besuchen, oder der nächsten Weisheit nachrennen.

“Notwendig?” Ja, ich glaube, diese Menschen hatten es notwendig, von ihrem persönlichen Verständnis und dessen Psychologie her, den Missbrauch zu erleben, zu durchleben, der immer passiert, wenn Menschen zu viel Vertrauen in andere Menschen stecken. Damit ist allerdings kein “herkömmliches Vertrauen” gemeint, ich meine jene Art von Vertrauen, die zu weit geht, die in dem völligen Aufgeben des eigenen SEINS gipfelt.

Dieses “Thema” erstreckt sich nicht nur auf spirituelle Gruppen, es scheint ein “LEBENS-Thema” zu sein, daß zumindest viele Menschen, in der einen oder auch anderen Form bewältigen müssen. Wie ich darauf komme? Weil ichs – nur in anderen Ausprägungen, auch schon miterlebt habe … da gab es beispielsweise einen Kollegen, der jemand so sehr emporhob und ihn so gerne mochte, daß er, als dieser Jemand ihn bat, ob er mit seiner Frau schlafen dürfte, unglaublicher – und dämlicher Weise, tatsächlich JA sagte!  Und er überredete dazu noch seine Frau, solange, BIS sie es getan hat.

image<-Quelle:

Die “Moral von der G’schicht” – ich denke, es wir keinen verwundern, daß seine Frau ihn hernach verließ, doch dem nicht genug, als dieser Jemand ihn noch um eine größere Bargeldsumme fragte, gab er sie ihm, weil “ich ihm vertraue” ..

Ein ziemlich eindeutiger Fall von MISSBRAUCH, wobei es jedoch ziemlich einfach wäre, dem “Jemand” in diesem Fall, die alleinige Schuld zu geben. Meiner Ansicht nach, lassen sich diese Darstellungen gut vergleichen, der spirituelle Gutmütige, der ALLES für seinen “Guru”, Weisheitslehrer, whatever tut, sowie dieser doch ziemlich einfältige Kollege …

Ja, man würde wohl denken, Einfältig, doch das war er gar nicht. Ich kannte ihn ganz gut, deswegen traue ich mich das festzustellen,  aber er war riesig leichtsinnig und musste lernen, auf die harte Tour, gewiss, daß man manche Dinge einfach NICHT “verleiht”, an NIEMANDEN. Und das KEIN Mensch mehr wert ist als DU SELBST ..

Selbstwert ist nicht, sich zu lieben WENN man einen Erfolg hatte, eine Leistung brachte, nein, Selbstwert steht uns zu, weil wir SIND, alleine deswegen. Weil wir existieren ..

Erfolge sind schön, sicher, keine Frage, aber der SELBST WERT darf davon nicht abhängen! 

image                                                                                 Quelle:- >

Unter diesem Gesichtspunkt könnte man sich glatt dazu versteigen, zu behaupten, daß auch missbräuchlich arbeitende Gurus ihre Berechtigung haben. Klar, in einer perfekteren Welt natürlich nicht, doch, letzten Endes und auch wenn es sehr weh tun wird, dann haben diese Gurus “den Menschen geholfen”, ihren EIGENWERT zu erkennen.

Beim nächsten Mal, dürfte sich dieser “spezielle Fall” vielleicht davor hüten, zu behaupten, es wäre nur “positive Selbstlosigkeit” und er würde seine Frau nicht besitzen wollen  .. und nach allem, was ich damals gesehen habe, schien es für ihn eine schmerzhafte Lektion gewesen zu sein. Daher glaube ich auch, daß er daraus was gelernt hat ..

Und so hat wahrscheinlich JEDER, seine eigenen schmerzhaften Lektionen, die ihn im Leben heimsuchen. Man kann sich bemitleiden, damit hadern, oder man kann in die Hände spucken und die Ärmel hochkrempeln, sich fragen: Okay, WAS LÄUFT HIER FALSCH? BIN ICH DAS ETWA?

Im Zweifelsfall frage man immer, nach der eigenen Beteiligung, zumindest ich, bin gut damit gefahren und habe mit deprimierender Regelmäßigkeit entdeckt, daß ich selbst nicht unschuldig bin.

Es ist wahr, als damals die Hare Krishna Jünger rumliefen, hab ich das nicht als Spiritualität erkannt. Als die Leute Bhagwan nachliefen, hab’ ich (gottlob) nicht verstanden, was das soll ..

image<-Quelle:

Möglicherweise, weil ich auf “Umwegen” zur Spiritualität kam, nicht, wie viele, weil sie auf der Suche nach einem “Heilsweg”, nach Sinn waren – das kam später. Zuerst wollte und musste ich für mich ergründen, WAS IST FALSCH AN MIR?

Tatsächlich hatte ich diese Fehlerhafte Wahrnehmung, das System war richtig, ich lag falsch, ich war eben “anders” .. daher verschlang ich dann “Kiloweise” Psychologielehrbücher, wollte alles ergründen und das Denken der Menschen verstehen. So gedachte ich mein “Anders Sein” innerhalb des wissenschaftlichen Terrains, zu verstehen und auszuheilen. Es ist schon seltsam, daß nicht an das naheliegende, sondern grundsätzlich daran gedacht wird, man selbst wäre die Fehlerquelle, nicht etwa die anderen, die Mehrzahl- mithin das System. 

Natürlich weiß ich heute, warum und weshalb, oder warum mir diese schlauen Bücher nicht helfen konnten. Aber es hat einige Zeit benötigt, bis ich das konstruktive daran erkannte. Und es mag komisch klingen, doch ich bin dankbar dafür, denn dadurch hatte ich einen starken, inneren Antrieb, der mich immer wieder von neuem SUCHEN ließ .. 

image<- Quelle: <- WO sucht denn der? Verwirrtes Smiley

Und irgendwann begriff ich das auch, daß ich ein Suchender und keinesfalls jemand bin, der “falsch” ist … NIEMAND, kein Mensch ist “falsch”.

Und durch dieses psychologische Sachwissen, wenn vielleicht auch nicht eines Doktors würdig, so erarbeitete ich mir doch, ein grundlegendes Verständnis davon. Und DAS hat mich auch vor einigen Dummheiten geschützt, die ich ganz bestimmt ansonsten begangen hätte – daß weiß ich einfach.   

Wer weiß, vielleicht wäre ich auch der Verlockung von “Liebe und Licht”, dem schweben über den Dingen erlegen, dem Anschein von Spiritualität, der, wenn man nur tief genug schaut, lediglich die Fehler und Schwachstellen der Menschen maskiert, übertüncht, aber sie nicht davon befreit, sie nicht transformiert.

Und wirkliche Spiritualität ist sehr wichtig, da sind wir uns bestimmt einig, oder? Ich glaube inzwischen, daß nur eines schlimmer ist, wie dieser falsche Schein von Spiritualität, nämlich gar keine Rückbindung an die Quelle allen Seins.

image<-Quelle:

Es erfordert Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, Aufrichtigkeit gegenüber seinen Mitmenschen und eine tiefe Transformation, der falschen, weil künstlichen Identität. Es ist Schmerz, so manche Tränen und Schweiß, Spiritualität begreife ich als Selbsterforschung. Und DAS wird auch nicht so schnell langweilig ..

Meiner Ansicht nach wird vieles, was uns als Spiritualität angepriesen wird, dazu verwendet, um Menschen, die entweder aufgewacht sind, oder auf dem besten Wege dazu sind, die bereits flotten Schrittes aus dem Gefängnis spazieren, in ein neues Gefängnis zu sperren. Ich glaub’ auch, daß immer mehr Menschen das jetzt auch erkennen, viele suchen nach neuen Wegen ..

Aber einige von uns haben grade im Camp feststellen können, daß emsig an Strategien gearbeitet wird, um eben das zu verhindern. Dieser “Menschheitsregierung Vortrag” gehörte in die Abteilung “Neuer Knast”, die verwendeten Begriffe, wie Liebe, Einheit, Gerechtigkeit, etc. lassen in den Seelen der Menschen eine tiefe Sehnsucht anklingen, weswegen ich mir gut vorstellen kann, daß sie regen Zulauf haben. Es sind jedoch NUR Worte auf geduldigem Papier .. 

Es ist sicher menschlich verständlich, daß man unangenehme Dinge lieber vermeidet, unser Verstand ist wahrlich “großartig” darin, uns ein destruktives Verhalten als “positive Erfahrung” zu verkaufen ..

Aber wer einmal erlebt hat, daß die Transformation eigener Unzulänglichkeiten, durch das Zulassen des Schmerzes und anschließendes Loslassen bewirkt wird, dürfte relativ immun gegenüber Heilversprechen durch irgendwelche 5 Minütigen Energieübertragungen sein.

image                                                                                       Quelle:- >

Wobei ich das nicht schlecht reden möchte, alles hat seine Berechtigung, im richtigen Kontext gewiss, doch im Bereich wirklicher Verwandlung, sind Energieübertragungen fehl am Platz. Und da braucht es auch gar keine hochtrabenden Namen, die meist eher nur Publicitywirksam, als tatsächlich Sinnvoll sind.  

Was ist Spiritualität eigentlich?

Wer sich dafür interessiert wird entdecken, daß es keine einheitliche Begriffsgrundlage dazu gibt. Was der eine Religion nennt, sagt ein anderer Esoterik dazu, falsch ist daran auch nichts .. es ist gleich-gültig .. Zwinkerndes Smiley

Spiritualität, wenn ich das jetzt einmal für mich benennen sollte, würde ich als die Sichtweise definieren, mit der ich durch meine Welt gehe und sie auch wahr-nehme. Es ist nicht Aura lesen zu können, oder sonstige Zauberkunststückchen zu lernen, die wir grundsätzlich alle könnten, würden wir uns die Mühe machen sie auszubilden.

Es ist vielmehr ganz einfach, vermutlich klinge ich jetzt wieder wie ne Platte mit Sprung, ist mir egal, aber spirituell ist vielleicht nur mehr ein Mode-ein “Reizwort”,  welches gewisse Bedürfnisse befriedigen soll. Dabei liegt es eher in so Kleinigkeiten(die so klein gar nicht sind), wie sich selbst zu LIEBEN, sich selbst, so wie man IST anzunehmen, völlig egal, was alle anderen dazu sagen. Der Mut, zu sich selbst zu stehen ..   ERKENNE DEIN WAHRES WESEN, erkenne das SELBST, all das verstehe ich unter Spiritualität.

image<-Quelle:

Meditationen, Energieübungen, viele Dinge können dabei behilflich sein, sich dem eigenen, innersten Wesen anzunähern. Mit ihm zu kommunizieren lernen, usw.,  irgendwelche Regeln sind dabei nur ein Hindernis ..

Ja, ich würde schon sagen, daß Spiritualität für jedermann wichtig ist! Anscheinend so wichtig, daß sich nun die US amerikanische Obama Administration veranlasst sieht, eine Biologische Waffe herzustellen, die Teile des menschlichen Gehirns, welche mit der Spiritualität verbunden sind, zerstören sollen.

Nein, das ist KEIN Witz, darüber würde ich echt nicht scherzen, ist doch auch gar nicht lustig, oder?` Vorsicht Leute, jetzt wird ehrlich etwas schräg ..

image<- YouTube Scan

Der Mitbegründer der “Muslim-Jewish-Christian Alliance for 9/11 Truth” (mujca.com) Dr. Steven Barret, University of Wisconsin-Madison, schrieb einen Artikel auf der Website von der Iranischen “Press TV” Agentur, wo er auf die Details eines offenbar vom Pentagon gedrehten Videos einging, welches von der Hacker Gruppe Anonymous “geleakt” wurde.

Dabei ging es zwar primär um die Absicht des US Militärs, eine biologische Waffe zu entwickeln, welche die Empfänglichkeit der Menschen für Religion,  innerhalb der muslimischen Bevölkerungsgruppen gezielt zerstören soll, aber da sollte man weiter denken, dabei wird es sicher nicht bleiben, WENN sie hierbei “Erfolgreich” sein sollten.

"Barrett erklärte, daß die geplante Bio-Waffe in Grippeimpfstoffen verteilt werden soll und den menschlichen genomischen Ausdruck ändern würde, den Teil des Gehirns, welcher im Zusammenhang mit Religiosität und Spiritualität einhergeht. Das muss man sich mal vergegenwärtigen, eine Art “chemische Lobotomie” zur völligen Zerstörung, eben jenes Teils des Gehirns ..

image                                                                                          Quelle: ->

Verkauft wird es von den Pentagon Wissenschaftlern als eine Art “Geheimwaffe”, im Hinterland von Afghanistan, um religiöse Fanatiker stillzulegen, indem sie dieses Virus durch Aerosole in der Bevölkerung verteilen. Dies würde dann spezifische Genexpressionen lahmlegen, die “nur” religiöse Fanatiker hätten ..

Auch das ist Aberwitzig, wenn man weiß, daß sie selbst diese religiös Verblendeten züchten und produzieren, gemeinsam mit der CIA und dem MI 6. 

Dieser Plan des Pentagon ist nicht nur eine Bedrohung für die islamischen Gesellschaften, sondern für die gesamte Menschheit. Die Zentralität der Spiritualität auf den Menschen, wird seit jeher, von allen Propheten, Heiligen und Weisen als unumgänglich angemahnt.

Wir sollten uns bewusst machen, was die –eindeutig kranken – Macher des Pentagons, scheinbar bestens wissen, sonst würden sie nicht an solch einer perfiden Idee herumtüfteln. Der Mensch ist befähigt zur höchsten Einsicht und Erkenntnis, er kann aber auch Abgrundtief sinken, es ist die Spiritualität, seine Rückbindung an seinen innersten Seelenkern und an die Quelle allen Seins, die ihn davor bewahren kann.

"Die Kultur der islamischen Gesellschaften ist eine intensiv religiöse Kultur, ja, es ist starke Religiosität, die diese Gesellschaften zusammenhält. Der Mord an dem zentralen Merkmal der Kultur der 1,5 Milliarden Menschen, wäre bei weitem der schlimmste Völkermord, der jemals versucht oder sogar in Erwägung gezogen wurde ", fügte er hinzu.

Man ist zuerst geneigt, dies als lächerlich abzutun. Spätestens aber, wenn man sich weiter unten im Artikel, das Transkript des Videos durchliest, verblasst die Hoffnung auf einen schlechten Joke spurlos.

image<-Quelle:

Daß die US Hierarchie allen spirituellen Widerstand in der Welt  auslöschen möchte, ist nicht etwas daß mir schwerfällt zu glauben, leider.

Gottseidank möchte ich da sagen, sind Pläne noch lange keine Erfolgsgarantien. Wir alle haben viele Pläne, manchmal klappen sie, manchmal nicht. Die DARPA arbeitet schon lange an einer ähnlichen Waffe, einer “Schwulenbombe” – sie haben sie immer noch nicht ..

Wir sollten derlei Dinge nicht überbewerten, aber auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, letztlich ist der beste Schutz für solche Psychopathischen Ideen, eine rege geistige Kommunikation mit dem innersten WESEN, welches WIR SIND. Wir müssen es nur zum Vorschein bringen, durch Selbsterforschung und gelebter Menschlichkeit. Liebe DICH, liebe die Menschen und liebe die WELT – alles andere hat wenig Sinn.

 

Quellennachweise:

http://www.presstv.ir/detail/2012/08/08/255145/us-developing-genocidal-bioweapons/

http://www.presstv.com/detail/2012/08/08/255098/americas-nextgeneration-war-on-islam/

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Wer war Giuseppe Calligaris?

Einige von uns arbeiten auf einer täglichen Basis und emsig daran, um gewisse spirituelle Fähigkeiten oder Talente, wieder in sich freizuschalten. Das ist ne mühselige und eine Arbeit die manchmal staubtrocken daherkommt, es braucht da oftmals sehr viel Disziplin, um es dauerhaft durchzuziehen – wie halt viele andere Dinge auch, nicht wahr? Dabei spreche ich jetzt nur diejenigen an, die wirklich daran interessiert sind und die keine Angst mehr vor den eigenen Kräften haben.

Im Moment kann ich mir grade das Grinsen nicht verkneifen. Liebe Freunde und Wissbegierige Naturen, ihr Studenten des Lebens, in seiner höheren/feineren Form, was würdet ihr sagen, wenn es ganz einfach ginge? Wenn man NICHT alle möglichen Stillhalte – und Fokussierungsübungen machen müsste, Konzentrationsanstrengungen und diverse andere Techniken mehr, um wieder in den ursprünglichen Besitz, der eigenen, bisher brachliegenden Fähigkeiten zu kommen? Hm? Wäre das interessant zu erfahren? Ich denke mal schon .. habt ihr je von einem Genie namens Guiseppe Calligaris gehört? Nein? Das wundert nicht .. ihr werdet staunen!!

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Giuseppe Calligaris und seine parapsychologischen Experimente durch Stimulierung von Hautzonen

Der US Secret Service am Ende des zweiten Weltkriegs auf der Suche nach alchemistischen Büchern

"Als die alliierten Truppen im Juli 1943 in Sizilien landeten und von dort den südlichen Teil Italiens aufrollten, begann der US-Secret-Service mit einer der seltsamsten Aktionen des Zweiten Weltkrieges, deren Ergebnisse heute immer noch als Staatsgeheimnis gehütet werden. Nach außen hin hatte diese Aktion einen harmlos erscheinenden und fast naiv wirkenden Charakter. Der kämpfenden Truppe folgten nämlich für diese Sondermission speziell geschulte Geheimdienstler, deren einzige Aufgabe darin bestand, bestimmte Bücher zusammenzutragen, die alsdann mit Kurier in die USA geflogen wurden.

Aus wohlerwogenen Gründen wandten sie aber nicht das sonst in Kriegszeiten übliche Requisitionsverfahren an, sondern sie zahlten ohne mit der Wimper zu zucken jeden geforderten Höchstpreis in harten Dollars. War die Aktion als solche bereits sonderbar genug, so könnte man erst recht ins Staunen kommen, wenn man erfährt, welche Art von Büchern die Geheimdienstler suchten.

Es waren nämlich ausschließlich solche, die Geheimwissenschaftler betrafen. An der Spitze des Sucherfleißes rangierten dabei Bücher über Alchemie, wobei für bibliophile Raritäten aus vergangenen Jahrhunderten Summen hingelegt wurden, die selbst erfahrene Büchersammler als ungewöhnlich bezeichneten. Nach der Invasion in der Normandie, wurde die Bücher-Aktion des US-Secret-Service auch auf andere besetzte Gebiete ausgedehnt. Damit kamen sie einer ähnlichen, später von den Sowjets durchgeführten Mission um etwa zwei Jahre zuvor und hatten diesen damit auf jeden Fall den "Rahm abgeschöpft"."
(Hellmuth Hoffmann in Alchemistisches Geheimwissen, Magazin 2000plus Spezial 3 Kosmos Erde Mensch Best of, 2000/3, Seite 92)

Seltsam ?

Wenn die obigen Informationen verläßlich sind, so würde das ein interessantes Licht auf die Vorgänge in Amerika und die Kräfte hinter der offiziellen Regierung werfen. Sollten diese Vorgänge sich tatsächlich so abgespielt haben, so würde dies Verschörungstheorien stützen, die behaupten, daß die offiziellen Regierungen dieser Welt – und hier insbesondere die amerikanische Regierung – im Grunde nur Marionetten von wirklich Mächtigen hinter den Kulissen sind.

Mächtige, die als Freimaurer und diverse andere Logen beschrieben werden, die in der Tat niemals sich von den Geheimwissenschaften wie die offizielle Wissenschaft abgewendet haben. Die sogar von jeher ein immenses Interesse an diesen Geheimwissenschaften gehabt und diese auch verwendet haben, während offiziell von den vorgeschobenen Wissenschaftlern verkündet wurde, daß diese Geheimwissenschaften Humbug und Scharlatanerie seien – Wissen ist Macht.

Giuseppe Calligaris (29. Oktober 1876 – 31. März 1944)

"In Italien fahndeten die US-Agenten damals darüber hinaus besonders eifrig nach Büchern, deren Autor ein gewisser Prof Dr. Giuseppe Calligaris war. Dieser hatte im Laufe der Jahre außer einer Reihe medizinischer Bücher insgesamt neunzehn umfangreiche Werke publiziert, worin die erschöpfendste Beschreibung von Experimenten enthalten ist, die das Hervorrufen parapsychologischer Phänomene in allen Einzelheiten erläutern: Von der Telepathie bis zur Präkognition, vom Gedankenlesen bis zum Hellsehen, um nur einige wenige aufzuzählen.

Von diesen vor dem Zweiten Weltkrieg in nur kleineren Auflagen edierten Büchern gab es zum Zeitpunkt des Einmarsches der Amerikaner überall noch Restbestände, die zusammen mit vielen anderen Raritäten dieser Art bald die Reise über den "großen Teich" antreten sollten." (Hellmuth Hoffmann in Alchemistisches Geheimwissen, Magazin 2000plus Spezial 3 Kosmos Erde Mensch Best of, 2000/3, Seite 93)

Wer war Calligaris und was er erforschte er?

In einem Artikel von Helmuth Hoffmann finden wir weitere Informationen zu Calligaris, seinem Werk und den Merkwürdigkeiten in seinem Leben:

Helmuth Hoffmann: Die geheimnisvollen Experimente des Dr. Calligaris

Lange Zeit bevor sich die Wissenschaft mit Beobachtungen über diese schöpferische Dynamik des Kosmos beschäftigte, machte der italienische Neurologe Prof. Dr. Giuseppe Calligaris, eine Kapazität auf der Universität in Rom, Jahrzehnte hindurch verblüffende Experimente zum Nachweis einer Wechselwirkung zwischen Kosmos und Seele.

Er fand nämlich auf der Hautoberfläche des Menschen eine fast unübersehbare Fülle geometrischer Figuren unterschiedlicher Art und Größe, die mitunter sogar ineinander überlaufen. Diese Hautfeldernannte Calligaris "Plaques". die er als "Fenster zum Universum" beschrieb und die wie ein "magnetischer Spiegel" alle Geschehen im Kosmos als Reflexe projizieren. Bei leichter Stimulierung der "Plaques" mit kleinen Metallzäpfchen äußern sich diese Reflexe in der spontanen Erweckung von Telepathie, Hellsehen, Gedankenlesen, Bilokation, Präkognition und vieler anderer paranormaler Phänomene.

Ober die von ihm durchgeführten Experimente schrieb Calligaris insgesamt 19 meist umfangreiche Bücher, die heute bibliographische Raritäten sind. Hierin beschreibt der Autor seine Experimente bis ins einzelne in einer Weise. daß sie von jedermann nachvollzogen werden können. Die überaus interessante Geschichte dieser Bücher soll hier kurz skizziert werden.

Als die Amerikaner 1943 von Sizilien aus große Teile Süditaliens besetzten und von da aus das ganze Stiefelland aufrollten, folgte den alliierten Truppen ein Sonderkommando des US-Secret-Service. das mit einer der ungewöhnlichsten Gehirn-Missionen des Zweiten Weltkrieges betraut war. Seine einzige Aufgabe bestand nämlich darin, in den besetzten Teilen Italiens nach Restbeständen von Calligaris-Büchern zu fahnden. Die Bücher wurden nicht einmal requiriert, sondern mit guten Dollars bezahlt. Ober die Gründe dieses merkwürdigen Geheimdienst-round-up lassen sich nur Vermutungen anstellen. Es hat jedoch den Anschein, als habe bereits während des Zweiten Weltkrieges die ESPionage eine bedeutsame Rolle gespielt.

Genauso geheimnisvoll blieb die 1945 einsetzende Kampagne des damaligen Kulturattachés der Sowjet-Botschaft in Bern auf die wenigen Exemplare, die dem Fahndungsfleiß der Amerikaner entgangen waren und mühsam aus Privatbesitz stückweise zusammengeklaubt werden mußten. Es liegen uns jedoch Informationen darüber vor, daß an wenigstens zwei bedeutenden Universitäten der Sowjet-Union regelrechte CalligarisZentren bestehen und ihre Forschungsergebnisse als Staatsgeheimnis gehütet werden. Das einzige, was man zuverlässig darüber weiß, ist die Tatsache, daß in der Sowjet-Union seit 35 Jahren intensiv an den Experimenten von Calligaris weitergearbeitet wird.

Eine höhere Intelligenz durchströmt das ganze Universum

Calligaris spricht in seinen Büchern von einer "höheren Intelligenz", die alles durchströmt und deren "Widerhall" durch die Hautplaques vermitteln wird. also eine Art Oberintelligenz. die sich im individuellen Unterbewußtsein spiegelt. Parallel dazu gelte das wunderschöne Beispiel vom Meer des Universums, in dem das individuelle Bewußtsein nur die Wellen darstellt.
Im einzelnen erklärt Calligaris das folgendermaßen:

"Nun, wenn es erlaubt ist, sich auf das Terrain der Hypothesen zu begeben, so ist man der Tatsache halber, daß das, was man entdeckt, oft schon früher entdeckt worden ist. angehalten zu glauben, daß die spezielle Intelligenz des Menschen, von der wir allgemein annehmen, sie bestehe und funktioniere dank seines Gehirns, vielleicht nichts anderes ist, als die Abstrahlung, der Reflex, der Widerschein, eine gespiegelte Daseinsform – wie anders soll ich mich ausdrücken? – jener absoluten Intelligenz oder jenes mysteriösen allumfassenden Bewußtseins, das in Wirklichkeit ohne Gehirn und unabhängig von der Materie existiert. Kurz, die Intelligenz und das Bewußtsein der Menschen könnten durchaus nichts anderes sein als ein Ausdruck des Bewußtseins und der Intelligenz der Natur".

In jedem schlummert der sechste Sinn

"Jedesmal wenn dieser Reflex, diese Abstrahlung hinaufsteigt zum "Alles", treibt sie in diesem kosmischen Meer, bis sie von einer Welle erreicht wird, die sie aufnimmt und zu erkennen vermag. Und nachdem dieses "Alles", zumal es sich aus der reinen Definition heraus außerhalb des manifesten Universums befindet, weder räumliche noch zeitliche Grenzen haben kann, wird es möglich, zu erkennen und zu sehen, was an jeder beliebigen Stelle des Universums geschehen ist, geschieht oder geschehen wird. Da sich nun dieses "Alles" jenseits eines zeitlich-räumlichen Begriffs bewegt und weder eine Dimension noch eine Anordnung innehat, kann es sich durchaus auf das Innere unseres Bewußtseins und unseres Körpers auswirken."

Geht man davon aus, daß der vorgeschichtliche Mensch alte jene Kräfte, die heute unter den Hautplaqueg verborgen liegen, als völlig normal anwendbare Fähigkeiten besaß. so kann man auch annehmen, daß die sagenumwobenen. längst versunkenen Kulturen (Atlantis. Lemurea usw.) auf vollständig anderen Konzepten gründeten, als denen, auf die sich heute unser Wissen beruft.

So sehr wir auch in diesem Jahrhundert stolz sein mögen auf uns selbst, auf diese fortschrittliche Menschheit, die Wissenschaft und d.ie Technik und auf die erfolgte Evolution, die uns endlich aus dem Mittelalter herausgeführt hat und es uns besser ergehen läßt als je zuvor, so sehr neigen wir auch dazu, zu vergessen, daß dieser Dunkel höchstwahrscheinlich auch jeder vorangegangenen Epoche anhaftete, so der Zeit Roms, in der "alle Kultur hinausgetragen wurde", oder der Zeit der Kreuzzüge und auch der von Karl dem Großen.

Aber trotzdem erscheinen uns im heutigen Zeitgeist diese Epochen als barbarisch, rückständig, überholt und nicht mehr vorstellbar. Wäre es da nicht eine unverzeihliche Dummheit, dächten wir wirklich, daß gerade die Epoche, in der wir leben, anders sei, daß der Mensch gerade in dieser Phase ein Ziel seiner Entwicklung erreicht habe? In den heiligen Büchern der Antike und in den Mythen lesen wir immer wieder von Menschen mit "übernatürlichen" Fähigkeiten, von Orakeln und anderen wundersamen Kräften, mit denen häufig bestimmte Menschen begabt waren. Nun, ein großer Teil dieser nun scheinbar unerklärlichen Kräfte und Fähigkeiten kann von jedem von uns zu Hause im eigenen Wohnzimmer nachvollzogen und auch erlebt werden und zwar mit den Techniken von Calligaris.

Mensch und Kosmos

Gehen wir weiter davon aus, daß sich Makrokosmos und Mikrokosmos ineinander widerspiegeln, so werden wir erkennen, daß die Energie, die den Kosmos belebt, die gleiche ist wie die, von der jeder Bio-Organismus erst Lebenfähigkeit erlangt, daß also Mikrokosmos und Makrokosmos im gleichen lebensbildenden Energiestrom ihren Ursprung haben und pulsieren. Wer eingangs die jüngsten Forschungsergebnisse und die daraus gewonnenen Erkenntnisse der sowjetischen Wissenschaftler las, sieht deutlich, daß Calligaris lange vor ihnen zu ähnlichen Überlegungen gekommen war.
Sieht man nun den Zusammenhang zwischen Mensch und Gestirnen aus einer Sicht, wonach dieser in der Verflechtung einer globalen Gemeinsamkeit besteht, weiche die Gestirne zum Zeichen des Menschen und den Menschen zum Zeichen der Gestirne macht, wird es wesentlich leichter, der Astrologie ihre Existenzberechtigung nicht abzusprechen.

Die Astrologie zu akzeptieren meint Calligaris, heißt deshalb nicht, ein Fatalistzu sein. Fürein besseres Verständnis der Astrologie sollte man davon ausgehen, daß die Gestirne den Menschen nicht etwa "bestimmen", sondern ihn lediglich "gestalten". Es wäre also völlig falsch, in den Sternen nach "Ursachen" menschlichen Verhaltens oder Schicksale zu suchen. Was darin gesucht und gefunden werden kann, das sind vielmehr "Zeichen", Zeugnisse dessen, was im Körper und im Geist des einzelnen Menschen geschieht, Natürlich ist aufgrund des Analogieprinzips auch das Umgekehrte richtig: Der Mensch in seinem Kleinen legt Zeugnis ab von dem, was im Universum vor sich geht.

Hellsehen über Zeit und Raum

Schon in der Antike war man davon überzeugt, daß der Mensch in der Lage sein kann, zu sehen, ohne sich dabei seiner Augen zu bedienen. Tatsächlich finden wir in der Geschichte immer wieder Menschen, denen es gelang, Bilder, Geschehnisse und Situationen mit verblüffender Genauigkeit zu sehen und zu beschreiben, obwohl diese Person durch eine große Entfernung von geschilderten Vorkommnissen getrenntwar. Die Parapsychologie bestätigt uns also. daß der Mensch die Möglichkeit besitzt, – sei es auch in Ausnahmefällen und unter besonderen Voraussetzungen – anders zu sehen. als mit den Augen.

In der unbekannten Dimension, in dersolche außersinnlichen Phänomene ihren Ursprung haben, scheint für Begriffe wie Zeit und Raum kein Platz zu sein, weshalb es dem Perzipienten (Medium, Hellseher, Telepath) gelingt, Entfernungen zu überbrücken, die Millionen von Kilometern betragen können.

In ganz bestimmten Fällen treten auch die Gestirne in das Blickfeld dieses außersinnlichen Wahrnehmungsvermögens, Zu diesem Thema schreibt Calligaris wörtlich ‘Die Strahlungen der Gedanken werden vom Ather getragen, der im gesamten Kosmos vorhanden ist. Dieser Übermittlungsträger fehlt nirgendwo im Universum, deshalb überwindet die ausgestrahlte Kommunikation problemlos jede noch so große Distanz. ähnlich dem elektrischen Strom, der durch die Kabel geleitet wird.

Es gilt das Prinzip der sich fortwährend weiterbewegenden Welle. Wirft man z.B. einen Stein ins Wasser, so wird die daraus entstehende Wellenbewegung das entgegengesetzte Ufer erreichen, auch wenn für uns dieser Vorgang nicht meßbar ist. Raum und Zeit sind zwei Elemente, die ineinander verstrickt und unteilbar sind.

Das Hellsehen in eine vieltausendjährige Vergangenheit entspricht demnach einer Hellsichtigkeit, deren Objekt ein Gestirn ist das die gleiche Anzahl von Lichtjahren.

Ein weiterer Grund, weshalb Calligaris den Begriffen von Zeit und Raum keinerlei objektiven Wert zumißt, liegt in seiner Erklärung, wonach das Universum im Körper des Menschen und in jedem einzelnen der ihn zusammensetzenden Atome nachgebildet ist. Schon Christus lehrte: "Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch…" (Lk. 7,21).
Hellsichtigkeit und ähnliche Phänomene schöpfen darum ihre Wahrnehmungen auch aus dem Körper selbst, weil sich in diesem .alles widerspiegelt.

Zu dieser Anschauung, die eine verblüffende Ahnlichkeit mit der theosophischen These des "astralen Lichtes" hat, schreibt Calligaris: "Alles das was man weit entfernt und längst vergangen glaubt, ist in Wirklichkeit greifbar nahe und ständig gegenwärtig, denn es ist in unserem Unterbewußtsein gespeichert. Nimmt man diese Wirklichkeiten auf der Ebene seines Bewußtseins wahr, so gehen die Gedanken dabei nicht von einem Punkt der Erde zu einem anderen, sie sinken auch nicht in die Tiefe der Vergangenheit, sondern sie verbinden lediglich Unterbewußtsein und Bewußtsein, wodurch die Information zur Wahrnehmung wird.

Das vom Hellsehen wahrgenommene erreicht ihn also nicht aus einer Entfernung von Tausenden von Kilometern oder Jahren, sondern aus unmittelbarer Nähe, nämlich aus dem eigenen Gehirn".
Alleine diese Oberlegurig reicht aus, um Calligaris einen Platz unter den großen Denkern der Menschheit einzuräumen.

Der Weg zur Erweckung eigener Psi-Fähigkeiten

Calligaris sagt uns, daß jeder Mensch, ob er sich dessen bewußt ist oder nicht, potentiell über alle jene paranormale Fähigkeiten verfügt, die üblicherweise nur wenigen Auserwählten zugesprochen werden. Allein schon die Tatsache, sich dieser Wahrheit bewußt zu werden, kann sich als überzeugend und nützlich erweisen. Einerseits, weil der Einzelne dadurch arigespornt wird, den Versuch zu unternehmen, auch diesen Teil seiner Persönlichkeit und Seiner ganzen menschlichen Gestaltungskraft harmonisch weiterzuentwickeln und andererseits, weil es dadurch leichter wird, unsere wirkliche Bestimmung im Universum zu erkennen.

Von dem wir ja schließlich nur ein Staubkörnchen bewohnen, das sich in der Randregion einer verhältnismäßig kleinen Galaxie befindet. Die wirkliche Bestimmung des Menschen im Universum ist sicherlich seine Weiterentwicklung durch die Generationen hindurch auf der Suche nach jenen Wahrheiten. mit deren Erkenntnis er den Weg seiner eigenen Entwicklung fortsetzen kann.

Aus einer sich in Privatbesitz befindlichen Sammlung der 19 Calligaris- Bücher wurden jetzt die interessantesten Experimente herausgesucht und in einem Buch zusammengefaßt, das nunmehr – als erstes Calligaris-Werk überhaupt – in deutscher Sprache – vorliegt. Darin werden die Versuche beschrieben, daß jeder sie mit etwas Liebe zur Sache durchzuführen in der Lage ist. Das Buch erschien unter dem Titel "Calligaris Verläufer einer neuen Ära" im Verlag für Ganzheitsmedizin.
von: Hellmuth Hoffmann Zitat Ende

Calligaris und die Astrologie

In dem Buch "Calligaris-Technik für Heilberufe" steht, daß Calligaris auch das Gebiet der Astrologie gestreift hat. Das entsprechende Kapitel lautet:
7. 5. Calligaris und die Astrologie

Die Forschungen von Dr. Calligaris erfassen auch die Zuordnungen von Einflüssen bestimmter Gestirne auf die Hautoberfläche und damit auf die Meridiane und Linearketten. Zwar wird man in der Wissenschaft geneigt sein, wegzuhören, jedoch zeigt der Versuch immer wieder, daß mindestens Zusammenhänge in einem bestimmten Bereich deutlich nachzuweisen sind – vorsichtig ausgedrückt. Da hier ein ebenfalls linearer Zusammenhang besteht, müßte man die Aussagen der Astrologen überdenken.

Mindestens gäbe es jetzt eine wissenschaftliche Methode der Verifizierung dieses schwierigen Themas. Deutlich fand Dr. Calligaris, daß der Zeitpunkt der Geburt dem Linearketten-Grundpotential eine Art von Stempel aufdrückt. Dies ist zu verstehen als eine individuelle Art von Energiestruktur.

Ein Leser dieser Seiten stellte mir nun die Zuordnungen der verschiedenen Linien zu den Planeten zur Verfügung.

Nr 1 = sole (Sonne)
Nr 2 = mercurio (Merkur)
Nr 3 = terra (Erde)
Nr 4 = marte (Mars)
Nr 5 = Giove (Jupiter)
Nr 6 = nettuno (Neptun)
Nr 7 = urano (Uranus)
Nr 8 = saturno (Saturn)
Nr 9 = venere (Venus)

Literatur und Arbeitsmittel zu Calligaris und seinen Arbeiten

Bücher von Calligaris sind tatsächlich keine aufzutreiben, was bedeutet, daß US Secret Service ganze Arbeit geleistet haben muß. Aus dem Buch Calligaris-Technik für Heilberufe von Wolfgang Kirsten sind daher folgende Literaturangaben zu ursprünglich von Calligaris erschienenen Werken: (Man möge eine Internetrecherche versuchen, durch Buchmetasuche auf nachfolgenden Link: Calligaris-Buchsuche mit Calligaris. – eine Neubuchbestellung des Werks über Calligaris siehe weiter unten)

Bibliographie von Guiseppe Calligaris:
Calligaris, Giuseppe: Il pensiero che guarisce, Udine, 1901 (Doktorarbeit)
Calligaris, Giuseppe: Un medico e la guerra, Ferrara, 1922 (Casa Editrice Taddei)
Calligaris, Giuseppe: Le catene lineari del corpo e dello spirito, Udine 1928 (Tipografia Doretti)
Calligaris, Giuseppe: Le catene lineari secondarie del corpo d dello spirito, Rom, 1930 (Casa Editrice Pozzi)
Calligaris, Giuseppe: La fabbrica dei sentimenti sul corpo dell´uomo, Rom, 1932 (Casa Editrice Pozzi)
Calligaris, Giuseppe: Le meraviglie dell´autoscopia, Rom, 1933 (Casa Editrice Pozzi)
Calligaris, Giuseppe: Le meraviglie dell´eterscopia, Rom, 1934 (Casa Editrice Pozzi)
Calligaris, Giuseppe: Telepatia e radio-onde cerebrali, Mailand, 1934 (Hoepli)
Calligaris, Giuseppe: Telepatia e telediagnosi, Udine, 1935 (Istituto Edizioni Accademiche)
Calligaris, Giuseppe: Le immagine del vivi e dei morti richiamati dalle loro opere, Udine, 1935 (Istituto Edizioni Accademiche)
Calligaris, Giuseppe: L´universo rappresentato sul corpo dell´uomo, Udine, 1937 (Istituto Edizioni Accademiche)
Calligaris, Giuseppe: Il cancro, Udine, 1937 (Istituto Edizioni Accademiche)
Calligaris, Giuseppe: Malattie infettive, Udine, 1938, (Istituto Edizioni Accademiche)
Calligaris, Giuseppe: Le meraviglie del corpo umano, Udine, 1938 (Istituto Edizioni Accademiche)
Calligaris, Giuseppe: Le meraviglie della Metapsichica, Mailand, 1940 (F. Ili Boca)
Calligaris, Giuseppe: Nuove ricerche sul cancro, Mailand, 1940 (F. Ili Boca)
Calligaris, Giuseppe: Malattie mentali, Mailand, 1940 (F. Ili Boca)
Calligaris, Giuseppe: Deliquenza malattia mentale, Brest, 1942 (Casa Editrice Vannini)
Calligaris, Giuseppe: La luna, Brest, 1942 (Casa Editrice Vannini)
Calligaris, Giuseppe: Le meraviglie della Metafisiologia, Brest, 1944 (Casa Editrice Vannini)

Einige der Bücher erschienen seit 1982 beim Verlag Aquarius von Antonio Giannone in Palermo im Nachdruck. Neue Adresse des Verlags: Verlag Aquarius von Antonio Giannone.
Bibliographie über Guiseppe Calligaris und seine Arbeiten:
Zwar scheint es fast keine Bücher mehr von Calligaris, aber Bücher über Calligaris und sein Werk zu geben:

Calligaris
Vorläufer einer neuen Ära

Mit einer Einführung von Hellmuth Hoffmann
Giancarlo Tarozzi, Maria Pia Fiorentino
© 1975, 1981, 1991, 2005, 2007 VGM Verlag für Ganzheitsmedizin, Essen
176 Seiten, kartoniert, Euro 19,90
Nun erfreulicherweise auch als Neuauflage:

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Quelle dieses Beitrages:

 http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Parapsychologie/Calligaris.html

Persönliche Anmerkungen von Steven Black:

Mehrere alternativmedizinische Verfahren bauen inzwischen auf Calligaris’ Annahmen auf. Hierzu zählen die selten anzutreffenden Methoden wie Chronoreflexologie (time reflexology) / AgeGate-Therapy und Emotional Genomics und die "Psychophysiologie" (Psychokausale Linien).

Nach Professor Calligaris Sichtweise hat JEDER Mensch mehr als 100 diagnostisch auswertbare und relevante körperliche Messpunkte, im Sinne seiner Methode, was etwa ein Messpunkt pro Lebensjahr ergibt. Heutige Anwender der Calligaris-Methode gehen davon aus, daß sämtliche Krankheiten demnach psychosomatischer Natur sind. Auf Grund der individuellen Unterschiede von Mensch zu Mensch, seien jedoch bei verschiedenen Menschen, unterschiedliche Erkrankungen möglich, welche jedoch die Folge gleichartiger Ereignisse sind.

Sie behaupten, daß jeder traumatisierende Einfluss Spuren, in bestimmten Körperzonen hinterlässt, genau wie dies auch Zustände des Wohlbefindens tun würden. Durch Calligaris seine Methode soll es – unter vielem anderen – auch möglich sein, vergangene traumatische Ereignisse, durch bestimmte Berührungen nicht nur zu erkennen, sondern diese auch zu behandeln. DAS hört sich doch an, wie das überoptimalste Transformationswerkzeug, heya?

Jetzt wäre natürlich zudem hochinteressant, herauszufinden, HOW IT WORKS? Und zwar WIE GENAU diese Methode funktioniert! Für die alle Interessierten hat sich nun ein kleines Lichtlein aufgetan, es gibt nämlich nicht nur Personen denen alles egal ist, sondern auch Menschen, die es sich zum Lebensziel machen, wertvolle und wichtige medizinische Heiltechniken, nicht dem vergessen anheimfallen zu lassen. 

Zum 30 jährigen Jubiläum des ZDN (e.V.)des Zentrums zur Dokumentation für Naturheilverfahren,  beginnt nun eine Zusammenarbeit mit dem Argo Verlag. Aus diesem Anlass heraus werden nun Seminare angeboten zur EINFÜHRUNG IN DIE CALLIGARIS METHODE. NICHT das jemand denkt, ich würde davon irgendwie profitieren, ich teile dies lediglich mit euch, weil ich selber daran interessiert bin.

Zeitpunkt und Ort:

31.3. 2012/ Raum Kempten/Marktoberdorf

28.4.2012/ Raum Essen/ Castrop-Rauxel

Von jeweils 9.30h – 17 h (Kosten 115 €)

Anmeldung: Sternstr. 3/ 87616 Marktoberdorf

mail@magazin2000plus.de


39 Kommentare

Der Meistermacher

Das sind ja mal wiederaußerordentlich aufregende Tage gewesen .. gemein ist, ich weiß noch nicht, ob ich es schaffe, meine Daten aus dem alten Computer zu extrahieren. Ich hoffe schwer, daß mir ein Kollege dabei behilflich ist, weil, ich steh wie der “Ochs vorm Berg” davor. Man kann ja sagen, was man will – aber ich find’s zumindest seltsam, wenn man am Vortag noch normal arbeitet, abschaltet und am Morgen, beim einschalten macht’s PENG. Ich meine, dazwischen kann ja nix passiert sein .. oder bin ich jetzt hier der Naive?  Ahnungsloses Smiley  Whatever, ich denke, ab Morgen werde ich in alter Frische weitermachen können. Ihr kennt das ja, wie das ist – neu aufsetzen, installieren, *wiesinddiepasswörternochmalgleich*, und andere “tolle Dinger” aus dem Hause “Du-Mich-Auch”.

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Der Meistermacher

Wie wird man ein spiritueller Meister? Alles eine Frage der Begabung? Keineswegs meint Demian Dröge, Chef von "LightBiz", einer Agentur für Guru-Casting und -Coaching. Satire von Roland Rottenfußer.

imageNoch immer glauben viele Menschen, dass Meisterschaft eine Naturbegabung sei, die quasi spontan vom Himmel fällt. Dabei beweisen prominente Fälle wie der Dalai Lama oder Krishnamurti, dass erfolgreiche spirituelle Lehrer von Experten gesucht, gefunden und für ihre Aufgabe systematisch präpariert worden sind. Recherchen ergaben: Guru-Karrieren werden in viel grösserem Ausmass als bisher bekannt von Marketing- und Imageberatern «gemacht».

Aus nahe liegenden Gründen wird die Existenz solcher Guru-Casting-Agenten jedoch in der «Szene» gern verschwiegen. «Wüssten die Menschen davon, dann müsste die gesamte jüngere Geschichte der spirituellen Bewegungen neu geschrieben werden», heisst es in Insiderkreisen. Umso gespannter waren wir in der Redaktion, dass einer von ihnen, Demian Dröge, nach langem Zögern endlich bereit war, sich unseren Fragen zu stellen.

? Herr Dröge, «Casting» ist ja eigentlich ein Begriff aus der Filmbranche. Wo liegen die Parallelen zwischen der Arbeit mit Gurus und mit Schauspielern?

Demian Dröge: Es gibt weit mehr Parallelen als Unterschiede. Wir arbeiten bei LightBiz nach dem Prinzip des «Type-Castings», das auch in der Film-Branche gang und gäbe ist, d.h. wir gehen von einer bestimmten Bedürfnislage der potentiellen Kunden aus, die wir durch Marktforschung ermitteln. Dann erstellen wir aufgrund dieser Erkenntnisse Profile möglicher «Typen» von Lehrern und suchen uns zuletzt Personen, die in die vorgegebenen Rollen passen. Unser Wissen über zeitlose Archetypen hilft uns sehr bei der Erarbeitung der betreffenden Rollenmuster.

? Können Sie Beispiele für solche Rollenmuster oder Archetypen geben?

Da ist z.B. auf Seiten der Frauen die allliebende Mutter, die hexenhafte, erotische Hohepriesterin oder die engelsgleiche Elbenprinzessin. Bei den Männern gibt es z.B. den rüpelhaften, herrischen Provokateur, der sich für Schüler mit masochistischer Veranlagung eignet. Populär ist derzeit wieder ein Klassiker: Der alte weise Magier mit starkem Bartwuchs. Diesen Typus verkörpern so beliebte Charaktere wie Gandalf, Dumbledore, Miraculix, Osho und der Heilige Nikolaus. Wenn es Ihnen gelingt, in eine solche archaischen Rollen zu schlüpfen, kommen Sie in den Genuss aller Energien, Vorurteile und Erwartungen, die in Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte auf den Archetyp des Magiers projiziert worden ist.

? Welche Dienstleistungen sind gehören für Sie zum «Coaching»?

imageWir unterscheiden Arbeit an der Performance und inhaltliche Arbeit. Zunächst suchen wir für unseren Klienten einen passenden Künstlernamen, meist zusammengesetzt aus Sanskrit-Wörtern. In manchen Fällen ist auch eine Änderung des bürgerlichen Vor- und Nachnamens nötig. Stellen Sie sich vor, einer heisst «Uwe Klöterjahn», dann ergibt «Brahmapadma U. Klöterjahn» immer noch keinen vorzeigbaren Künstlernamen für einen Guru. Wenn wir daraus aber «Brahmapadma Frank Hoffmann» machen, kommen wir der Sache schon näher.

Wir beraten unsere Kunden dann auch in Sachen Kostüme, Accessoires und Inszenierung. Alles muss typgerecht sein. Ein «Inder» sollte als musikalische Untermalung z.B. keine westliche klassische Musik wählen, sondern Deva Premals Mantrensammlung «Om Shanti Shanti Om». Er sollte bestimmte Räucherdüfte verwenden und ein Bild von Sri Poonjaji über seinem Stuhl hängen haben. Der «Schamane» nennt sich im Gegensatz dazu z.B. «Hans Silverelk Schulze», das Ambiente dekoriert mit Federn, indianischen Masken und Mustern. Ein buddhistischer Meister hiesse eher «Lama Hans Schulze», usw. Bei der Inszenierung müssen auch Grundregeln der Psychologie beachtet werden. Schon Chaplin hat in seinem Film «Der Grosse Diktator» deutlich gemacht, dass die Grösse und Höhe eines Stuhls das natürliche Charisma einer Autoritätsperson unterstreichen kann.

? Ich dachte, es geht um das Wesentliche, um die Abwesenheit des Egos, um die Auflösung der Scheinwelt, die die Hindus «Maya» nennen!?

Offiziell, ja. Durch eine solche Ideologie erzielen wir bei den Besuchern eine herabgesetzte Wachsamkeit, die es uns erleichtert, markttaugliche Elemente wie Marke, Corporate Identity, Präsentation etc. quasi durch die Hintertür wieder einzuschleusen. All diese Dinge setzen die wirksame Positionierung eines starken, unverwechselbaren Egos voraus. Niemand kauft uns einen Guru ab, der eine konturlose Manifestation des Allgemeinen und Absoluten ist.

? Und die inhaltliche Arbeit?

Zunächst geht es bei der inhaltlichen Arbeit darum, mit dem angehenden Guru zusammen eine neue eigene Meinung über spirituelle Fragen zu erarbeiten. Dabei sind vor allem auch Marktgesichtspunkte zu berücksichtigen. Es wird ein Set von ideologischen Modulen erarbeitet, die die Identität des Meisters mit sprachlichen Mitteln modellieren. «Du bist DAS», «du bist total im mind» u. ä. sind klassische, vielseitig einsetzbare Module. Dann wird eine flexible rhetorische Strategie erarbeitet, die die Schüler in die gewünschte Richtung manipuliert und zugleich die Guru-Bindung verstärkt.

? Wenn ich mich z.B. von Ihnen zum Guru casten lassen würde, welche rhetorische Strategie würden Sie mir empfehlen?

Es geht beim Beruf eines spirituellen Meisters darum, im Schüler eine tiefe Verunsicherung bezüglich seiner Selbst- und Weltwahrnehmung hervorzurufen und ihm im gleichen Atemzug die Hoffnung zu verkaufen, dass er diese Verunsicherung durch Sie in neue Klarheit werde verwandeln können. Ein spiritueller Lehrer verkauft nicht Erleuchtung, sondern die Hoffnung auf Erleuchtung. Nichts wäre geschäftsschädigender, als das sofortige, restlose «Erwachen» jedes Ihrer Schüler schon beim ersten Satsang, denn wer sollte denn Ihr nächstes oder übernächstes Satsang füllen, wenn alle bereits «vollendet» sind?

? Klingt ziemlich zynisch! Haben Sie nie Selbstzweifel bezüglich der Ethik Ihrer Vorgehensweise?

Die Legitimation unserer Arbeit ergibt sich aus dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Nachdem die Kirchen – und ihr Modell des spirituellen Lehrers, der Priester – an Attraktivität eingebüsst haben, ist ein Sinnvakuum entstanden. Die Neueren Gurus – z.B. indischer oder schamanischer Prägung – stossen nun in diese Marktlücke. Die Nachfrage ist mittlerweile so gross geworden, dass sie nicht mehr allein mit solchen Personen befriedigt werden kann, die tatsächlich für den Beruf des spirituellen Lehrers geeignet sind. Es ist daher gut, dass es unsere Agentur gibt. Allzu viele Menschen müssten sich sonst womöglich selbst eine Meinung über spirituelle Fragen bilden.

? Ist denn alles nur fauler Zauber?

Wenn Menschen zu einem Show-Zauberer wie David Copperfield gehen, wissen sie, dass sie ihren Eintritt für ein perfektes Theater der Illusionen bezahlen; gehen sie dagegen zu einem Satsang, steht dahinter der Wunsch nach «Wahrheit». Die Leute bezahlen aber streng genommen nicht für die Wahrheit, sondern für den Glauben daran, in einem bestimmten Menschen die Wahrheit verkörpert zu sehen. Die Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit und Authentizität ist in jüngster Zeit noch grösser geworden, weil das Vertrauen in Politiker, Kirchen, Unternehmer, in die Sicherheit von Aktien und Renten, ja in beinahe alle Bereiche des Lebens, massiv geschwunden ist. Diese steigende Nachfrage befriedigen wir, indem wir den Menschen Authentizitäts-Darsteller vermitteln. Daran ist nichts Verwerfliches, solange die Illusion aufrechterhalten werden kann. Nicht die Unwahrheit schmerzt, sondern deren Aufdeckung und das damit verbundene Gefühl, Vertrauen fehlinvestiert zu haben. Durch unsere fundierte und professionelle Guru-Ausbildung versuchen wir aber das Risiko, dass es zu Enttäuschungen kommt, denkbar gering zu halten.

? Aber einmal muss es doch auffliegen, wenn ein Lehrer nicht wirklich Substanz hat!

imageNicht unbedingt. Sehen Sie es doch mal so: Ein Lehrer ist jemand, der sich selbst zu einem solchen erklärt hat und mindestens zwei, drei Leute gefunden hat, die ihm dies tatsächlich glauben. Entgegen der hartnäckigen Behauptung vieler spiritueller Lehrer gibt es eben gerade nicht «Die Wahrheit», sondern nur intersubjektive Übereinkunft darüber, was in einer Kultur für wahr gehalten wird.

Lehrerschaft setzt keine absolute Autorität voraus, sondern nur ein «Gefälle», einen tatsächlichen oder eingebildeten Vorsprung des Lehrers gegenüber seinen Schülern. Bereits ein Siebklässler kann einem Fünftklässler Nachhilfe in Latein geben – und diese Aufgabe durchaus zur Zufriedenheit beider erfüllen. Verstehen Sie, was ich meine? Es gibt zwei Wege, um sich herausragend zu fühlen: Entweder du versuchst tatsächlich «gross» zu werden, oder du umgibst dich ausschliesslich mit mit «kleinen» (d.h. mit leichtgläubigen, unselbständigen, psychisch labilen) Menschen. Die meisten Lehrer haben sich für den zweiten Weg entschieden.

? Dann wäre es also Aufgabe der Lehrer, sicher zu stellen, dass nicht zu viele kritische, selbstsichere Personen in ihren Kreis eintreten, damit stets das notwendige «Gefälle» gewahrt bleibt!?

Genau das ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit und unseres Ausbildungsprogramms: Wie schaffe ich es, so zu selektieren, dass nur die «Richtigen» als Schüler bei mir hängen bleiben und dass ich nicht zu stark mit Menschen konfrontiert werde, die mit mir auf gleicher Augenhöhe kommunizieren könnten (oder mir womöglich überlegen sind)? Es gibt verschiedene bewährte Wege, um dies zu erreichen: Sie können z.B. völlig hanebüchernen Behauptungen aufzustellen, vor denen vernünftige Menschen sogleich Reissaus nehmen – ihre Worte seien ihnen von ausserirdischen Geistwesen eingegeben worden, Sie seien eine Reinkarnation von Ramana Maharshi o. Ä. Eine andere Möglichkeit besteht darin, in Ihrem Jüngerkreis sinnlose oder demütigende Reglements einzuführen. Überhaupt werden Sie mit der Forderung nach bedingungslosem Gehorsam nur einen ganz bestimmten Menschentypus anziehen, der in seinem Selbstvertrauen gebrochen ist und sich nach strammer Führung sehnt – Menschen mit einer gewissen Grundbereitschaft, ins Kindliche zu regredieren.

? Aber gibt es bei all Ihrem Zynismus nicht doch Menschen, die Sie als echte Meister bezeichnen würden?

Doch, sicher, es gibt Erleuchtung, es gibt wirkliche Meisterschaft – jedenfalls mit den Einschränkungen, die durch die Verkörperung gegeben sind. Aber Sie können davon ausgehen, dass die «Echten» nicht unbedingt unter den heute prominenten Meistern zu finden sind. Ich vermute eher, dass sie unerkannt bleiben wollen und einen völlig gewöhnlichen Beruf ausüben: als Mütter und Väter, als Komponisten und Schriftsteller, als Landschaftsgärtner und Psychotherapeuten oder, noch banaler, als Sachbearbeiter in einer Behörde. Die «Erleuchtung» manifestiert sich doch eher darin, wie man etwas tut als darin, was man tut.

? Wie kommen Sie zu dieser Annahme?

Können Sie sich vorstellen, dass sich ein wirklich Erwachter hinstellt und sagt: «Kuckt alle her, ich bin egolos, und ihr nicht!»? Ein wirklicher Lehrer weiss, dass er immer auch Schüler ist. Im Talmud heisst es: «Weise ist, wer von jedem lernt.» Wie soll man folglich jemanden nennen, der glaubt, jedermann belehren zu müssen?

? Spiritueller Meister versuchen sich ja oft mit einer Aura der Reinheit und Makellosigkeit zu umgeben. Wie stellen Sie sicher, dass die menschlichen Schattenseiten Ihrer Klienten nicht irgendwann zur Vorschein kommen?

Ach, um ihre Schattenseiten brauchen sich unsere Klienten nicht zu kümmern. Bist du erst einmal Meister geworden, tragen andere diesen Schatten für dich.

? Wie soll ich das verstehen?

imageSie können z.B. als Guru über den Niederungen materiellen Gewinnstrebens schweben, weil Ihr Impressario für Sie knallhart die Raummiete drückt, Eintrittspreise festlegt, um Prozente für Buchhonorare feilscht usw. Sie können über absolute Freiheit des Geistes referieren, während einer Ihrer Anhänger rings um Sie ein System von Regeln, Verboten und Gedankenkontrolle errichtet.

Sie können verkünden, dass alle Wesen eins sind und es nur Eine Wahrheit gibt; ihre Jünger werden in Ihrem Namen mit sanfter Penetranz die Zeitschriftenredaktionen bearbeiten, doch unbedingt für Sie und keinen anderen Vertreter der Einen Wahrheit PR zu machen. Sie können sich bescheiden geben und betonen, dass Sie nur ein Mensch sind; Ihre Anhänger werden aus Ihnen dennoch in ihrer Fantasie die Göttliche Mutter, den Living Buddha oder den edlen Apachenhäuptling Winnetou machen.

Je mehr Sie die Fähigkeit haben, sich als blütenweissen Saubermann hinzustellen und dieses Selbstbild auch verinnerlichen, desto mehr wird Ihr nicht gelebter Schatten ihre Umgebung vergiften und verdunkeln. Der daraus entstehende Hell-Dunkel-Kontrast wird Sie um so stärker leuchten lassen und in Ihren Schülern das Gefühl von Minderwertigkeit verstärken. Und Menschen, die sich minderwertig fühlen, dürsten noch stärker danach, dass das Licht ihres Meisters auf sie abstrahlt.

? Aber kostet es nicht eine beinahe übermenschliche Konzentration, die Rolle des Saubermanns aufrecht zu erhalten?

Ab einem gewissen Punkt nicht mehr. Es geht bei unserer PR-Arbeit zunächst einmal darum, bei einem begrenzten Personenkreis die Überzeugung zu verwurzeln, dass Sie ein wahrer Meister sind. Ist dies erst einmal gelungen, können Sie sich erlauben, fast alles zu sagen, was Ihnen einfällt. Immer wieder werden spirituellen Lehrern z.B. solche Fragen gestellt:

«Meister, hat man als Erwachter eigentlich noch Liebeskummer?»

«Klar!»

«Empfindet du noch Eifersucht? Wirst du manchmal wütend?»

«Aber sicher doch!»

«Isst du noch Fleisch? Trinkst du Alkohol?»

«Am liebsten Nürnberger Bratwürste mit dunklem Weissbier.»

Ihre Schüler werden dann schwärmerisch zu Ihnen aufblicken und denken: «Wie menschlich und natürlich er doch geblieben ist! Erstaunlich bei einem solch grossen Meister!» Sie werden glauben, dass Sie aus den Regionen reinen Seins freiwillig wieder hinabgestiegen sind in die Niederungen des Menschlichen – einzig aus Mitgefühl!

? Aber was ist, wenn ich ein Anfänger bin und mich als Meister erst noch etablieren muss?

Für Anfänger stellen wir unseren JVS zur Verfügung.

? Den JVS?

Jünger-Verleih-Service. Wir vermieten Leute, die Sie bei Ihren Veranstaltungen öffentlich anhimmeln, Ihnen Wassergläser und Blumen hinstellen, Ihren Stuhl zurechtrücken, unerfahrene Besucher auf unduldsame Weise auf Benimmregeln hinzuweisen und in den Pausen schwärmerisch von Ihrer wundervollen Energie erzählen. Viele der Leute, die man auf solchen Veranstaltungen antrifft, sind von uns ausgebildete Profi-Jünger, in ihrer Funktion vergleichbar mit Claqueuren.

? Es fällt mir schwer, das alles zu glauben!

Haben Sie eine andere Erklärung dafür, welches Ausmass an Verehrung gewissen Lehrern entgegengebracht wird?

? Also ich weiss nicht, das ganze System behagt mir nicht!

Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf uns. Sie als spirituelles Magazin profitieren schliesslich mit vom System. Zwischen Zeitschriften und ihren «Stars» herrscht seit jeher eine Symbiose zum beiderseitigen Vorteil. Ich kenne mich in dem Metier aus. Schliesslich habe ich, bevor ich auf die Guru-Schiene übergewechselt bin, Boygroups gecastet. Zeitschriften befriedigen das Bedürfnis nach Information über Persönlichkeiten, von denen ohne diese Zeitschriften niemand auch nur geahnt hätte, dass sie wichtig sind.


Bilder: derloveguru.de

Autoren Info


Roland Rottenfußer

Jg. 1963, wurde in München geboren. Nach dem Germanistikstudium arbeitete er als Buchlektor und Journalist für verschiedene Verlage, von 2001 bis 2005 als Redakteur beim spirituellen Magazin "connection". Momentan ist er u.a. für Konstantin Weckers Webmagazin "Hinter den Schlagzeilen" und das Schweizer Magazin "Zeitpunkt" tätig.

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Quelle dieses Beitrages: http://www.sein.de/spiritualitaet/bewusstsein/2009/der-meistermacher.html


20 Kommentare

Liebe! Und tue was du willst ..

Kürzlich entdeckte ich ein neues Magazin, das ich euch heute durch dieses Interview vorstellen möchte. Es nennt sich Zeitenwende. Mag sein, es ist nicht jedem Seins,  jedoch, zumindest dieses Interview der Kulturantrhopologin Christina Kessler, solltet ihr euch vielleicht “gönnen”.

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Interview mit Christiane Kessler

Christina Kessler

Über den “Schatz intuitiver Weisheit” und die Verantwortung des Einzelnen für das Ganze schreibt Christina Kessler (Foto: Constanze Wild) in ihrer aktuellen Publikation “Wilder Geist – Wildes Herz”. Die ZEITENWENDE hat die Kulturanthropologin nach ihrer Vision für ein harmonisches Miteinander auf einem „gesunden“ Planeten Erde gefragt …

ZEITENWENDE: Frau Kessler, in Ihrem neuen Buch “Wilder Geist – Wildes Herz” machen Sie die Abspaltung von den “inneren Räumen” als Ursache für eine “Kultur des aggressiven Fortschritts” aus, die dafür verantwortlich ist, dass der gesamte Planet – und mit ihm unser Leben – gefährlich aus der Balance gerät. Deshalb fordern Sie die Hinwendung zu Intuition, Mitgefühl und subtiler Wahrnehmung. Zeitenwende 54

 

Müssen wir wieder mehr weibliche Qualitäten entwickeln?

 

 

Christina Kessler: Nicht ich allein halte diese Hinwendung für notwendig. Ich bin nur ein Sprachrohr der verschiedenen geistigen Traditionen dieser Welt, die sich in diesem Punkt erstaunlich einig sind. Eine gesunde Balance von männlichen und weiblichen Qualitäten ist die Voraussetzung für einen bewussten, verantwortlichen Lebensstil, der dem Leben dient und nicht umgekehrt – ihm schadet.

Es handelt sich hierbei um eine der fundamentalen Aussagen der Weisheitslehren aller Völker und Epochen. Meine Aufgabe der letzten 35 Jahre war es, die Philosophien oder inneren Wissenschaften der Völker auf ihre wesentlichen Erkenntnisse hin zu durchleuchten, diese auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und in die Sprache der heutigen Zeit zu “übersetzen.” Denn wo anders soll die Lösung für unsere Probleme zu finden sein, als in jenem universellen Wissensschatz, der sich bereits seit Beginn der Menschheit bewährt hat? Wir müssen die Weisheit nicht neu erfinden, sondern lediglich lernen, sie zu deuten und einzuordnen, damit wir ihr – wie einem Kompass – folgen können.

Unsere westliche Zivilisation ruht auf 4 typischen Säulen: Sie ist materialistisch, mechanistisch, rationalistisch und patriarchal. Das bedingt, dass sie sich vorwiegend nach außen hin – auf das Sichtbare, Beweisbare und Wiederholbare – das Objekthafte, Objektive – fixiert. Sie will begreifen und erfassen, ist männlich, Yang, eine Kultur der Macher und des Beherrschens, die systematisch den Zugang zur weiblichen Seite von Selbst, Welt und Menschheit abgeschnitten hat. Denn weiblich ist ein Synonym für innerlich. Es steht auch für das Wesentliche, das allem Gemeinsame.

<-Quelle:

Weibliche Qualitäten sind weiche Qualitäten – des Fließens und Mitschwingens, der Intuition, der Spontaneität und Kreativität, des neu Hervorbringens. Sie haben mit Respekt, Verständnis, Toleranz und Einfühlungsvermögen, also mit Fühlen oder Fühlig-Sein zu tun, damit, den Dingen ihre eigene innere Entwicklung zu lassen. Sie bringen eine andere Form von Intelligenz hervor, eine “flüssige Intelligenz”, wie es der Schweizer Entwicklungspsychologe Jean Piaget nannte; wir können auch von Flow-Intelligenz sprechen.

Wer regelmäßig “innehält” und “in sich geht” erlangt Einsicht in die inneren, unsichtbaren, dynamischen Zusammenhänge – Intuition (das Wort Intuition kommt von lateinischen intueri – hineinblicken). Der erkennt mit der Zeit die Prinzipien oder inneren Gesetzmäßigkeiten, man könnte auch sagen “die innere Ordnung der Dinge.” Und gleichzeitig wächst in ihm das Bedürfnis, diesen Erkenntnissen zu folgen, danach zu leben. Das ist Weisheit.

image<-Quelle:

Heutzutage geht es darum, wieder zur Weisheit zurückzufinden, denn Wissen ohne Weisheit kann äußerst zerstörerisch sein, wie wir tagtäglich zu spüren bekommen. Erst die Weisheit ermöglicht eine wirkliche Orientierung – wie Wissen sinnvoll und lebensfördernd angewendet werden kann.

ZW: Sie beziehen Ihre Erkenntnisse z.T. aus der Erforschung und Beobachtung alter Kulturen. Können Sie kurz zusammenfassen, was wir von diesen in Bezug auf die “Rettung unseres Planeten” lernen können.

CK: Typisch für alle vorzivilisatorischen Kulturen wie auch für die Naturvölker ist eine Weltsicht der Allverbundenheit: Alles ist mit allem verbunden und bedingt sich gegenseitig. Auch der Mensch ist unlösbar eingebunden in das Ganze. Er ist Teil des Ganzen, welches von einer inneren, durch den Menschen nicht manipulierbaren Ordnung zusammengehalten, bewegt und reguliert, sprich: lebendig gehalten wird. Alles, was gegen diese Ordnung verstößt, hat negative Auswirkungen auf das Ganze und folglich auf einen selbst. Daher muss es unverzüglich „ausgebügelt“ und wieder in die richtige Bahn gelenkt werden. Eine natürliche Verantwortung dem Ganzen gegenüber, die ständig versucht, dem menschlichen Egoismus entgegenzuwirken, ihn nicht einschleifen zu lassen, ist die natürliche Folge.

Dies können wir lernen. Wollen wir unseren Planeten nicht gänzlich zugrunde richten, müssen wir sogar auf diese Weise denken lernen. Auch die Wissenschaften sind inzwischen zu einer ganzheitlichen Weltsicht gelangt, die sich mit den Philosophien alter Kulturen exakt deckt. Nur die Ausdrucksweisen sind verschieden. Mit anderen Worten: Es kann gar nicht ausbleiben, dass sich unsere Einstellung kollektiv in diese Richtung bewegen wird. Die Frage ist nur, ob das auch schnell genug geht.

<-Quelle:

ZW: Ken Wilber hat in seinen Veröffentlichungen, vor allem in “Boomeritis”, auf die Gefahren der Prä/Post-Verwechslung hingewiesen, die z.B. zu einer “Verklärung” des Lebens von Naturvölkern und einer Verdammung der “Rationalität” führen kann. Wie sieht aus Ihrer Sicht die zeitgemäße Verbindung archaischer Werte und moderner Vorstellungen aus?

CK: Mit der Prä-Post Differenzierung liegt Wilber völlig richtig und hat einen enorm wichtigen Beitrag zu einem neuen Verständnis von Spiritualität geleistet.

“Prä” ist für mich alles, was die Symbolsprache des Mythos, in der alle Weisheitslehren verfasst sind, wortwörtlich nimmt. Auf diese Weise werden aus Symbolen Götzen gemacht. Das trifft aber genauso gut auf eine Wissenschaft zu, die ihre theoretischen Modelle über die eigentliche lebendige Wirklichkeit stellt. Tatsache ist: Die Landkarte ist nicht die Landschaft, der Kalender nicht die Zeit.

“Post” wäre, wenn ich a) Symbole und Modelle durchschaue und auf das blicke, was sie ausdrücken sollen (dazu brauche ich die Intuition) und b) gleichzeitig klar differenziere, was bloß Bild / Theorie / Konzept / Modell ist und was tatsächlich ist. Diese Fähigkeit wird erst aus der Hochzeit von Intuition und Intellekt, von innen und außen, Ying und Yang hervorgehen. Sie ist postrational und evolutionär.

image<-Quelle:

Ohne Symbolsprache kommen wir jedoch nicht aus, denn es ist die einzige Sprache, die das Unbeschreibliche beschreiben und das Unerklärbare verstehbar machen kann. Symbolsprache ist Innensprache. Erst wenn man das erkennt, kann man archaische Werte und moderne Vorstellungen zusammenbringen. Das Wort „archaisch“ würde dann einen anderen Geschmack bekommen und eher „universell“ bedeuten. Das Archaische ist noch mit Bilderglaube und Götzenanbetung behaftet. Universelles Wissen ist immerwährendes, zeitloses Wissen – Weisheitswissen, das niemals seine Gültigkeit verliert.

ZW: Viele Menschen fühlen sich dem rasanten globalen Wandel nicht gewachsen und angesichts von (Umwelt-)Katastrophen, Kriegen, Armut oder Existenzängsten häufig ohnmächtig. Kann der Einzelne überhaupt noch verändernd eingreifen?
CK: Oh ja, gerade jetzt sind wir alle gefragt. Ich glaube nicht, dass die notwendigen Veränderungen durch Politiker, Reformen oder organisierte Bewegungen ausgelöst werden. Vielmehr wird sich der Quantensprung durch die stille anonyme Kraft des Einzelnen vollziehen. Dadurch, dass, wer die inneren Zusammenhänge erkennt, selbst die Initiative ergreift: Dort etwas beiträgt, wo er etwas beitragen kann. Dort anfängt, wo es ihm möglich ist.

Was nützt die beste Umweltreform, wenn der Großteil aller Menschen weiterhin unbewusst konsumiert und der Einzelne seine Beteiligung – etwa im wirtschaftlichen Gesetz von Angebot und Nachfrage – ignoriert. Oft geschieht dies nicht einmal aus Bequemlichkeit, sondern tatsächlich, wie es in Ihrer Frage anklingt, weil man sich selbst für unwichtig und seinen eigenen kleinen Beitrag für nichtig hält. So sind die meisten von uns erzogen. Konditioniert durch die Überzeugung: Wer bin ich schon? Ein Jahrtausende alter Trick des patriarchalen Systems, den Bürger in Schach zu halten und ihn von selbst bestimmtem Handeln abzubringen.

Wir könnten diesem System, dessen Mechanismen längst ins Destruktive umgeschwappt sind, einfach die Macht entziehen, indem wir nicht mehr mitmachen bei dem, was Schaden anrichtet. Stattdessen ganz bewusst positive, konstruktive, heilende Alternativen und Lösungen wählen. Das ist eine simple Sache, und sie würde die Welt retten. Man müsste sie nur tun. Nur davon zu wissen und darüber zu reden nützt nichts. Diese Wahrheit will gelebt werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.

ZW: Entwerfen Sie eine Vision für ein harmonisches Miteinander auf einem “gesunden” Planeten Erde …

<-Quelle:

CK: Eine solche Vision trage ich seit langem in mir und versuche sie Wirklichkeit werden zu lassen, so gut ich kann. Daher weiß ich auch, dass sie bestens funktioniert und weder abgehoben noch utopisch ist. Meine Erfahrungen in anderen Kulturen haben mir auch gezeigt, dass einige grundsätzliche Dinge bereits Wunder wirken:

Gerade in einer sich zunehmend vernetzenden, global werdenden Welt müsste das höchste Gebot Respekt und Achtung vor dem Anderen sein. Denn erst durch Würdigung erschließt sich dessen eigentlicher Wert, der meist eine Bereicherung oder Ergänzung der eigenen Perspektiven und Fähigkeiten ist. Aus der Kooperation des Verschiedenartigen könnte sich eine unerschöpfliche Quelle an menschlichen Kompetenzen entwickeln.

Wie gut täte es, wenn wir alle wieder Vertrauen haben könnten – in das Leben, die Welt und die Mitmenschen. Fangen wir damit an, indem wir selbst aufrichtig und ehrlich sind! Es ist die schnellste und unmittelbarste Form, miteinander in Einklang zu kommen. Diversität und Individualität können sich auf gesunde Weise nur entfalten, wenn wir gleichzeitig auf das Gemeinsame schauen. Erst im Bewusstsein der inneren Un-Teilbarkeit (in-dividere) erhält Individualität ihren eigentlichen Sinn. Das Eine / Einfache und das Viele / die Vielfalt sind zwei Betrachtungsweisen, die zusammengehören.

<-Quelle:

Von diesem ständigen Entweder-Oder zu einem versöhnenden Sowohl-als-auch zu gelangen, das wäre meine Vision. Es ist die Vision des wilden Herzens und einer ungezähmten, sprich unkonditionierten Weisheit jenseits sämtlicher Klischees und Schablonen.

Aber auch: Wie wohl würden wir uns fühlen, wenn es weniger kleinliche Kritik als großzügiges Wohlwollen gäbe, gemäß der Devise: Dont look at the bad side, look at the good side and bring it up. Mehr Humor, diese tolle Fähigkeit, hinter den Unvollkommenheiten des Lebens das Vollkommene, die Ganzheit wahrzunehmen.

Wenn die Medien statt der pathologischen Streuung von Bad News und der damit verbundenen konsequenten Angst-Mache endlich zur Verbreitung von Nützlichem übergingen und den Einzelnen zu Wahrheit, Freude und Ästhetik motivieren würden.

Wenn wir schon von klein auf – im Elternhaus, in der Schule – ermuntert würden, unsere Berufung zu finden und diese zum Beruf werden zu lassen.

Wilder Geist, wildes Herz<-Quelle:

“Liebe! Und tu, was du willst”, so müsste der kategorische Imperativ für eine globale Kultur des Herzens lauten – in dieser meiner Vision, die zugleich meine tiefe Überzeugung ist: Der Mensch der Zukunft wird ein Liebender sein oder er wird nicht mehr sein.

“Wilder Geist – Wildes Herz” von Christina Kessler, J. Kamphausen Verlag, 200 Seiten.

tg

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Quelle: http://www.magazin-zeitenwende.de/Themen/Neues-Denken/Interview

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