DIE BESTANDTEILE DES MENSCHEN II

 

 

Die Definition eines Statik

Die Definition eines "Statik" ist Voraussetzung, um eine Ausgangsbasis für jegliche Aktion und Kreation in einem Spiel zu haben. Wir fangen tatsächlich bei der "absoluten Null" an. Was wäre eine passende Definition dafür? Hubbard klassifiziert Statik als reines Potential, als ein vollkommenes Gleichgewicht der Kräfte [8]

Ein Statik ist ein tatsächliches "Etwas" ohne Masse, ohne Wellenlänge, ohne Position im Raum oder Bezug zur Zeit, aber mit der Fähigkeit, Masse oder Energie zu erschaffen oder zu zerstören, eine Position im Raum einzunehmen oder Raum zu schaffen und Zeit erneut in Zusammenhang zu bringen. Das Scientology-Axiom Nr. 1 besagt, daß "Leben" im Grunde ein Statik ist. Es besitzt die Fähigkeit zu postulieren und wahrzunehmen [9].

Als "Postulat" bezeichnet Hubbard eine "selbsterschaffene Wahrheit".

Statik ist der Ausgangspunkt für das, was wir "Leben" nennen.

Wie finden wir jedoch in diesem Universum ein Statik, wo doch alles in Bewegung ist? Die Erde dreht sich um die Sonne, die Sonne bewegt sich innerhalb der Galaxis – die Galaxis bewegt sich im Raum zwischen anderen Galaxien.

Um diese Frage zu beantworten, muß man tiefer in die Materie einsteigen. Hubbard siedelt dieses Statik oberhalb und außerhalb eines jeden Universums an [10]. Ein Universum bezeichnet er als eine übereingestimmte Realität (siehe auch Abschnitt "Universen"). Er geht sogar soweit zu sagen, daß Theta Universen schafft.

Zwischen den Begriffen Statik und Theta gibt es nur einen erkennbaren Unterschied:

Statik ist statisch, weil es sich nicht in einem Spiel befindet – es existiert als Potential. Um in einem Spiel mitzumachen oder ein Spiel zu kreieren, muß dieses Statik eine Identität, ein Stück Quantität annehmen und wird dann als Theta bezeichnet. Man kann also sagen, daß es ein Statik in diesem Universum nicht gibt, weil es hier nichts gibt, ohne eine Position in Raum oder Zeit zu beziehen.

Es ist nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint. Zu gewissen Ereignissen auf der Erde oder auch in unserer direkten Umgebung sind wir in gewisser Weise statisch. "Wir haben da keine Karten drin", wie es so schön heißt.

Nehmen wir – etwas weit hergeholt – den Schachverein eines Bautrupps im südamerikanischen Urwald. Wer der diesjährige Vereinsmeister ist, wieviel Mitglieder sie haben oder wie die Lebensumstände der Arbeiter sind, wissen wir nicht; und selbst wenn es diesen Verein geben würde, nähmen wir keine Notiz davon. Wir hätten diesbezüglich zwar die Möglichkeit, davon zu erfahren oder sogar irgendetwas beizutragen, vorausgesetzt, es interessiert uns.

Wir haben so lange nichts damit zu tun, bis wir uns entschließen, etwas damit zu tun haben zu wollen.

Ich muß mich als Mitspieler anbieten, sonst nimmt keiner Notiz von mir.

Ein weiteres Beispiel (im übertragenen Sinne):

Jemand sitzt in seinem Wohnzimmer und macht sich Gedanken darüber, wie er seine Zukunft gestalten will. Nehmen wir an, diese Person ist in Pension gegangen. Vielleicht könnte er eine eigene Firma gründen, oder er könnte als Entwicklungshelfer nach Afrika gehen. Es gibt Tausende von Möglichkeiten. Er könnte auch einfach weiterhin dasitzen und nichts tun.

Dieser Mann, nennen wir ihn Herrn Statik, will einen Verein gegen die schleichende Langeweile gründen. Das ist sein Ziel.

Wie geht er dabei vor?

Faktor 1:

"Vor dem Beginn gab es eine Ursache und die ganze Absicht dieser Ursache war das Schaffen einer Wirkung" [11].

Es gibt kein weiteres "Warum" dahinter. Die Ursache möchte einen Effekt erleben.

Herr Statik plant.

Er möchte einen Effekt kreieren. Er möchte Aktion haben, er will gefordert werden.

Momentan hat er nur die Idee. Was muß er als nächstes tun?

Faktor 2:

"Zu Anfang und für immer steht die Entscheidung und die Entscheidung ist zu SEIN".

Genau das tut Herr Statik. Er entschließt sich, um seine Idee in die Tat umsetzen zu können, zu SEIN. Er schränkt es nicht weiter ein. Er sagt nicht: "Heute bin ich und morgen höre ich wieder auf zu sein". Seine Entscheidung ist zunächst mal für die Ewigkeit.

Faktor 3:

"Die erste Handlung des Seins ist es einen Gesichtspunkt einzunehmen".

Herr Statik nimmt einen Gesichtspunkt ein. Er sagt. "Hier bin ich – von hier aus schaue ich auf meine Kreation in der Zukunft".

Hr. Statik hört auf, in Bezug auf sein neues Spiel, "Statik" zu sein. Er wird nun zum "Vereinsinitiator". Er nimmt eine Identität an. H. Statik "postuliert"; er erschafft sich die Wahrheit seiner Zukunft.

"Statik" hört auf, nur als Potential da zu sein und nimmt eine Form an.

Statik bekommt Qualität und Quantität in dem Maße, wie es sich für die neue Idee einsetzt. Auf die Frage, in welchem Maße sich das Statik dazu entscheidet, sich selbst in diese neue Idee einzubringen, soll hier nicht weiter eingegangen werden. Er könnte sagen: "Ich werde zwei Stunden in der Woche für diese Idee investieren". Er könnte auch sagen: "Von nun an werde ich mich voll dafür einsetzen".

Wie geht es nun weiter mit Herrn Vereinsinitiator, alias Statik?

Faktor 4:

"Die zweite Handlung des Seins ist es, vom Gesichtspunkt Blickpunkte auszusenden, welche Dimensionspunkte sind".

Hr. Vereinsinitiator überlegt sich die Dimensionen seines Vereins. Der Verein soll in München ansässig sein. Er überlegt sich, daß es wahrscheinlich nicht sehr sinnvoll ist, wenn Mitglieder aus dem Raum Hamburg für den Verein gewonnen werden. Der Verein soll sich auf den Münchner Raum beschränken.

Herr Vereinsinitiator steckt die Grenzen ab – er schafft sich sein neues Spielfeld.

Faktor 5:

"So ist Raum geschaffen, denn die Definition von Raum ist: "Gesichtspunkt der Dimension". Und der Zweck eines Dimensionspunktes ist der Raum und ein Gesichtspunkt."

Faktor 6:

"Die Aktion eines Gesichtspunktes ist: ausstrecken und zurückziehen.

Faktor 7:

Und von dem Gesichtspunkt bestehen zu den Dimensionspunkten Beziehungen und Austausch. So entstehen neue Dimensionspunkte. So kommt es zu Kommunikation.

Er könnte jetzt hergehen und eine Annonce in die Zeitung setzen: "Suche sechs Personen, die Interesse daran haben mit mir einen Verein gegen Langeweile zu gründen".

Was passiert?

Der Vereinsinitiator wird durch seine Annonce für potentielle Interessenten sichtbar. Durch diese Annonce sagt er: "Hier bin ich… Ich habe folgende Idee anzubieten… Wer spielt mit?"

Es melden sich einige Personen und sie gründen einen Verein, nachdem sie sich über Zweck und Aufgabenbereich einig geworden sind. Sie entwerfen Vereinsstatuten und ihre eigenen Regeln. Herr Vereinsinitiator wird als Vereinspräsident gewählt. Desweiteren gibt es einen Schatzmeister und weitere Vorstandsmitglieder.

Sie besorgen sich Räumlichkeiten, Inventar, Spiele etc. Sie schreiben einen Brief an die Presse, der Verein wird in Zeitungen erwähnt etc. Dadurch werden sie bekannt und es kommen immer mehr Mitglieder dazu.

Raum – in dem Sinne – wird durch Kommunikation geschaffen.

Es ist schwer den Begriff "Raum" in diesem Beispiel darzustellen, da Raum offensichtlich existiert, ob der Präsident und seine neuen Mitglieder das nun wollen oder nicht. Der Begriff "Raum" muß aber eng in Zusammenhang mit dieser Vereinsgründung gesehen werden und er bezieht sich ausschließlich darauf.

Welcher Raum ist denn hier geschaffen worden? Herr Statik hatte noch keinen Raum, als er in seinem Wohnzimmer die reine Idee von einer zukünftigen Aktion hatte. Raum entstand in dem Moment, als Hr. Vereinsinitiator sich zu diesem Spiel entschied. Er definierte sein Arbeitszimmer. Er sagte "OK, von hier aus operiere ich". Er nahm Kontakt mit der Presse auf, indem er seine Annonce plazierte und "Mitspieler" fand.

Er schuf zunächst "Raum" für sich und seine Idee.

Dann erweiterte er diesen Raum über die Zeitung zu ihren Lesern.

Einige Leser fühlten sich angesprochen und mit ihnen zusammen wurde dann "Raum" für den Verein geschaffen.

Jeder, der sich angesprochen fühlte, schuf den Raum, den er brauchte, um Kontakt aufzunehmen. Der "Raum" zwischen den beteiligten Spielern existiert jetzt also als eine KO-Produktion von Herrn Vereinsinitiator und seinen Mitstreitern. Jeder von ihnen hat sich durch die Vereinsidee angesprochen gefühlt. Jeder von ihnen mußte dann einen Gesichtspunkt annehmen und seinen Raum zu Herrn Vereinsinitiator ausdehnen. Sie mußten sich dadurch "in Existenz" bringen, indem sie zunächst einmal Kontakt aufnahmen, und anschließend den Verein gründeten.

Bei Kindern ist dies recht einfach zu beobachten. Sie brauchen nicht einmal die physischen Bestandteile eines Spiels. Sie haben genügend Phantasie, sich alle Komponenten vorzustellen.

Hans will "Indianer" spielen. Er ist jetzt Häuptling "Schwarze Feder". Sein Kinderzimmer ist das Wigwam. Zur Jagd geht er nach draußen. Pfeil und Bogen sind griffbereit. Er reitet auf seinem Pferd Donnerpfeil durch den Hof und schießt einen Büffel. Andere Kinder sehen ihn und wollen mitspielen. Seine Squaw bereitet ihnen den Büffel zu. Und so weiter.

Was passiert? Für die Kinder wird das zur Realität, was sie sich vorstellen und mit dem sie übereinstimmen.

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