DIE MAKLER DER MACHT

 

                                                                  Ein Internetartikel von Steven Black:

MAKLER DER MACHT

.. und die “Problemchen”, die ihrer so harren mögen – so könnten wir – und ja, ich glaube, das wird die heutige Titelüberschrift des Artikels werden. Es sind wirklich nur Problemchen, wohingegen andere Menschen, die weitaus nicht so skrupellos und Machthungrig sind, in einem solchen korrupten System mit Beeinflussung aus dem Hyperraum, es viel schwerer haben. Und doch, es gibt Situationen – und diese häufen sich die letzten Jahre beträchtlich – die aus Problemchen zu einem unlösbaren Dilemma heranwachsen!

Und wenn ich schon meine Klappe so groß aufmache, will ich auch mit konkreten Beispielen kommen:

In dem Fall – wirklich, ich empfinde dabei Genugtuung – freut es mich richtig, die herausragende Ehrlichkeit eines österreichischen Staatsoberhauptes zu erwähnen! Wie meinen? Ja doch, es freut mich vor allem deswegen, weil klar ersichtlich wird und dabei offenkundig, das ich mich nicht nur, mit der Negativität eines Politikers abgebe und hinterher spüre, sie wenn möglich auch offenlege – wie mir oft vorgeworfen wurde/wird – hier darf ich ausdrücklich erwähnen, das einer der “Staatsspitze” angehörender Beamter sich weder kaufen ließ, noch ließ es sein Moralbegriff zu, dass ein Menschenleben  – so er es denn zulasse – der Preis für bevorzugte Öllieferungen an den Österreichischen Staat würde! Das muss ihm einer erst mal nachmachen .. sogar die berühmt-berüchtigte Nabucco Ölpipeline, sollte mit im “Spiel” gewesen sein ..

Wer ist jetzt dieser Edelmann und aufrechte Mann, innerhalb der österreichischen Politik? Man kann doch ruhig sagen, dass man auf ihn zu Recht Stolz sein würde, oder? Nichts dergleichen, Freunde, Freundinnen und Mätressen ..

Doch, lasst uns – wie immer – den Fall von vorne weg betrachten:

Im Zentrum der ganzen Angelegenheit RAKHAT ALIYEW – Schwiegersohn von Kasachstan s Präsidenten Nursultan Nazarbayev, den Politikversierte kennen sollten.  Aliyew war jedenfalls bis Juni 2007 mit Dariga Nazarbayev, der ältesten Tochter des kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbayev, verheiratet.

<- Rakhat Aliyew

Der Name wird euch nix sagen, deswegen eine knappe “Vita”:

Er war – unter anderem -der erste Vize-Außenminister in der kasachischen Regierung, nachdem Präsident Nursultan Nazarbayev ihn am 9. Februar 2007, auch zum kasachischen Botschafter in Österreich und ständigen Vertreter in der OSZE, sowie auch anderen “Internationalen Organisationen” in Wien.

Beachten wir dabei die im Hintergrund längst laufenden Ermittlungen, welche die Finanzpolizei und andere Staatenübergreifende Organe der EU anstrebten. Denn nur wenige Tage zuvor, verschwanden zweie frühere Angestellte der kasachischen Nurbank. Am 6. Februar 2007 – also nur 3 zuvor, verkündete die Finanzpolizei die Untersuchung eines Falles zweier früherer Manager der Nurbank, welche des Betrugs verdächtigt wurden – offenbar nur die Spitze eines Berges (beide kündigten ihre Position am 22. Jänner 2007).

Dabei war dies nur ein cleverer Schachzug des kasachischen Präsidenten, um den Schwiegersohn reinzureiten und auszuschalten. Was Aliyew nicht wusste – nicht Wissen konnte – war, dass längst der Präsident, Schwiegervater und angeblicher Freund Aliyew’s an besagtem 6. Februar, der kasachischen Exekutive die Erlaubnis erteilte, die Untersuchung des Kriminalfalles „ohne Bedachtnahme auf Dienstränge“ zu untersuchen! Was ’n schräger Typ und abgewichst ..   der nunmehrige Botschafter in Österreich, wurde daraufhin der Entführung sowie Erpressung verdächtigt.

Dann ging es “Schlag auf Schlag” – Nazarbayew unterschrieb am 22. Mai 2007 gewisse Verfassungsergänzungen, die ihm die Präsidentschaft auf Lebenszeit ermöglichten. Ein selbstverständlich Superdemokratischer Schritt eines Mannes, der seine Machtgier nicht mehr länger zügeln konnte, daraufhin schlug ihm eine negative Stimmung aus der Opposition entgegen. Aliyew’s Zeitpunkt Farbe zu bekennen, sollte bald folgen. Hätte er sich nicht diesen Stimmen angeschlossen und bekräftigt, das dies ein gewaltsamer Griff nach der Macht sei und gegen die Interessen des Volkes wäre – wer weiß, er hätte seinen hals retten können. Doch Aliyew scheint ein ehrlicher Mann zu sein, ein Punkt was man ihm nicht zutraut. Nach Aliyevs Verleugnung und seinen erhobenen Vorwürfen, er sei das Opfer einer politischen Repression, unterfertigte Nazarbayev am 26. Mai ein Dekret, welches seinen Schwiegersohn aller offiziellen Positionen enthob. Zwei Tage später verkündete der Innenminister, dass ein internationaler Haftbefehl gegen Aliyev erlassen wurde und dass Ermittlungsbeamte nach Wien entsandt wurden, dem Sitz des OSZE-Hauptquartiers, um ihn festzunehmen. In der Äußerung des Innenministers wurde gesagt, dass Aliyev wegen Verwicklung in kriminelle Organisationen, Wirtschaftsverbrechen und Kidnapping angeklagt wurde. Am 26. Mai 2007, wurde Rakhat Aliyev seiner Position als Botschafter in Österreich enthoben und die diplomatische Immunität wurde ihm genommen. Am 29. Mai 2007 wurde Aliyevs diplomatische Immunität aufgehoben. Schlussendlich am 29. Mai 2007 wurde Aliyevs diplomatische Immunität endgültig aufgehoben, daran kann man erkennen wieviel massive Beeinflussung in diese Richtung erfolgt sein muss.   

Am 30. Mai forderte die “kasachische Regierung” Österreich auf, Aliyev wegen Kidnappings zu verhaften und ihn an Kasachstan auszuliefern. Weitere Haftbefehle – gegen die engsten Mitarbeiter des einst mächtigen Mannes – wurden erlassen. 

Am 1. Juni 2007 dann, wurde Aliyev in Österreich verhaftet, Kasachstan beantragte die Auslieferung des in Ungnade Gefallenen, was im August von Österreich abgelehnt wurde. Aliyew selbst bezeichnete die Vorwürfe als absurd, sah sich selbst als Opfer einer Intrige seines Ex Schwiegervaters .. – und dass ist, was offiziell bekannt ist.

Für den geübten BILDLeser scheint der Fall völlig klar!

Aliyew ist – Guilty, Guilty, Guilty, wie die Sünde selber!

Ich meine, man “kennt das ja” – klar muss der Schuldig sein! Er hat die versöhnliche Hand des “guten, wohlmeinenden” Schwiegervaters abgeschlagen, sich sogar gegen ihn gestellt und sogar scheiden lassen, als die geehelichte Frau und Tochter des Staatschefs ihm nicht mehr nützlich sein konnte – was für ein absolut übler Kerl! Erschießt ihn! Könnt ihr ihn auch hören, den losgelassenen Mob? 

Und nun der Mann, dessen Integrität vermutlich Aliyew’s Leben gerettet hat:

<- Ob man glaubt oder nicht – Alfred Gusenbauer .. <- Gusenbauer verteilt Zungenküsse

Nun kommen wir zu den gesichteten Daten, die nicht so klar sind und vor allem nicht in der Öffentlichkeit diskutiert wurden – weil geheim, erst heute zum ersten Mal kolportiert, in der Tageszeitung Österreich – wovon ich kleine Auszüge bringen will.

Präsident Nursultan Nazarbayev –> 

.. hatte sich durch seinen Hass, sehr schwer kalkuliert und sich vor allem in der österreichischen Seele des Alfred Gusenbauer getäuscht! Man kann sich vor seinem inneren, geistigen Auge leicht vorstellen, wie Nazarbayew kalkuliert und überlegt hatte. Anscheinend über die Gepflogenheiten des Rechts unkundig, forderte er Gusenbauer erstmals auf ihm Aliyew zu übergeben, als er Bundeskanzler wurde. Er hatte damals Erholung nötig und war nur auf einer ziemlich hoch eingestuften Rufnummer erreichbar, die Gusenbauer als Staatsoberhaupt wahrnehmen musste, also Hochwasserkatastrophen, Staatsaffären, sowas – was machte also Nazarbayew? Er ließ Gusenbauers Handy klingeln, der sicher dachte etwas schlimmes sei passiert und abhob und bestimmt nicht schlecht staunte, als dieser ihm in vertraulichem Tonfall eröffnete, wenn er ihm Aliyew ausliefere, könnte er sich über erfreuliche Preisnachlässe für die ÖMV Mineralöl-Werke und andere Energieträger freuen, er als nunmehriger Machtmensch der sicherlich Bescheid wisse, wie derlei Dinge gehandhabt werden müssten und für ihn Verständnis hätte ..

<- Nazarbayew & Bush

Mir ist bewusst, das nicht jeder so reagiert hätte, auch ist mir bewusst, dass ich Gusenbauer mit Kissinger einer Geheimabsprache verdächtigte, sowie weitere Schwerwiegende Dinge mit ihm assoziierte und nach wie vor tue, zumal Gusenbauer damals BEVOR er Bundeskanzler wurde, zum BILDERBERGERTREFFEN 2006 antanzte, auch 2007 erschien er dort, um seine Wichtigkeit dort zu unterstreichen – auch 2008 und 2009 in Griechenland, war Gusenbauer gemeinsam übrigens mit AngelaMerkelWirDankenDirDafür und Guido Westerwelle dort(och, das ist sicher nur ein “gemeiner Zufall”, der nichts mit der diesjährigen Wahl zu tun hatte), im beschaulichen 5-Sterne Nafsika Astir Palace Hotel, vom 14.05.09 – 17.05.2009.

Bilderberg00 <- der in Fesseln geschlagene Planet (!!)

Er mag alle möglichen Dinge getan haben, der gute Gusenbauer aber MORD – Nein! Zuerst erklärte er ruhig dem sichtlich erregten Kasachstanischen “Präsi”, was Gewaltenteilung bedeute und das in Österreich – so lächerlich es klinge, soll er gesagt haben – aber ein Richter kann den Kanzler abkanzeln, aber nicht umgekehrt und schon gar nicht, könnte er ihm Befehle geben. Nazarbayew schien das zu überhören und drängte weiter in ihn, er, als ein Mann von Welt – schwülstig, schlimmer wie im allerletzten Krimi – wüsste doch, wie eine Lösung zu erzielen sei .. Nein, wüsste er nicht und habe aufgelegt. Naja, soweit so gut! 

Inzwischen musste Aliyew hier in Österreich schlimme Situationen über sich ergehen lassen. Doch muss er – bei aller Gefährlichkeit, fast dankbar dafür sein, das sein Schwiegervater mehrmals Leute schickte und ihn umzubringen versuchte. Was – ja, sagte er selber so .. und da müssen wir ihm beipflichten! Denn hätte sich Nazarbayew ruhig und überlegen verhalten, Geduld gehabt – dann würde ich sagen, wäre es unmöglich gewesen dem Gericht die Diskrepanzen zu erklären, um seine Person! Aber so, konnte er und seine Anwälte leicht nachweisen, das bei “höchster” Stelle in Kasachstan NICHT nur BORAT ein Arschloch ist! Sondern das Recht gebeugt wurde und alle Staatsangehörigem darauf eingeschworen wurden, den Fall Aliyew abzuwürgen und Lebenslang einzusperren oder umzubringen. Sich einer derartig schweren Propaganda kann sich kaum jemand entziehen ..

Ein Strafverfahren in Kasachstan gegen Aliyev und dessen Komplizen endete Mitte Jänner 2008 mit dem Ergebnis: Entführung dreier Topmanager der Nurbank im Jänner 2007, von denen zwei nach wie vor unauffindbar sind, und die Formierung einer organisierten Verbrechergruppe, die des Überfalls und der Fälschung von Dokumenten für schuldig empfunden wurde. Das Bezirksgericht von Almaty verurteilte Aliyev in dessen Abwesenheit im Entführungsfall zu 20 Jahren Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis, sowie der Konfiszierung seines Eigentums.

Meine Behauptung, geübte BLÖDzeitungsleser würden Aliyew für Schuldig ansehen, mache ich nicht leichtfertig.

HIER DER BEWEIS:kann ich nix für ..Engel

Den Fall habe ich seit er aufkam, mit vielen verschiedenen Menschen beredet und mich angesichts der Macht des Medienapparates oftmals geärgert. Und nicht alle Österreichischen Menschen und Politiker, verhielten sich so wie Gusenbauer.

Auch weitere Personen wurden vom Gericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ende März 2008 verurteilte das Militärgericht Akmola Garrison Rakhat Aliyev zu weiteren 20 Jahren Haft aufgrund seiner Beteiligung an den Vorbereitungen eines Staatsstreiches. Aliyevs Freund Musayev, der ehemalige KNB-Chef, wurde als Handlanger bezeichnet und wurde auch zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, konnte aber auch außer Landes flüchten und in Österreich Asyl beantragen. Aliyev und Musayev wurden beide für folgende Artikel des kasachischen Strafgesetzbuches für schuldig befunden:

  • Artikel 168, Sektion 1 „Gewaltsames Ansichbringen von Macht“,
  • Artikel 235, Sektion 4 „Formieren und Anführen einer organisierten Verbrechergruppe“,
  • Artikel 172, Sektion 4 „Illegale Erlangung und Weitergabe von Staatsgeheimnissen“,
  • Artikel 176, Sektion 3 „Unterschlagung fremden Eigentums“,
  • Artikel 251, Sektion 3 „Illegaler Waffen-, Munitions- und Sprengstoffhandel“,
  • Artikel 255, Sektion 4 „Diebstahl von Munition und Sprengstoff“ und
  • Artikel 380, Sektion 2 „Machtmissbrauch“.

RAKHAT ALIYEW:

“Ex-SPÖ-Politiker und österreichische Anwälte seien im Juli 2008 in Kasachstan gewesen und hätten sich mit Geheimdienstvertretern getroffen: "Wenig später gab es die ersten Angriffe auf Personen in meinem Umfeld", erklärt Aliyew im Gespräch mit dem "Kurier". Auch zeigte sich – wie es leider immer bei diesen “Dingen” der Fall ist – wer Freund und wo Feind stand:

Ich kann nur in etwa ahnen, wie schmerzlich dieser Prozess für Aliyew sein musste. Ähnliches, nur unter anders gearteten Umständen erfuhr ich auch, schmerzlich vor allem, weil es eine Aufdeckung der persönlichen Illusionen bedeutet, denn sehr, sehr wenige erweisen sich als Freunde in der Notsituation und unter Druck. Wenn es uns gut geht, ist es leicht zu reden und Freundschaft zu bekunden, diese zeigt sich erst dann wirklich, wenn es einen persönlichen “Einsatz” gibt. Jener oder jene Person, die uns dabei treu ergeben bleibt und uns hilft, wird immer ein FREUND bleiben! Und wir werden in solchen Momenten, die uns klar vor Augen führen und ermahnen, ihnen ins Auge zu blicken, nicht wegzusehen, nur weil wir es nicht Wissen möchten – in einer Art “Stockholm Syndrom” – vom Leben selbst dazu aufgefordert, daraus zu lernen und als eine Reifeprüfung zu verstehen. Wer drauf nicht “hört”, tut dies auf eigene Gefahr – wie ich gerne sage.

Es kam dann was kommen musste:  Noch zweimal belästigte Nazarbayew Alfred – Gusi – Gusenbauer. Zuerst noch einmal via Handy(wie klug) und wieder soll Gusenbauer angeblich, mit der Ausrede der Gewaltenteilung angekommen sein, die freilich bei Nazarbayew nicht zog. Nazarbayew dachte sich wohl, da Gusenbauer nunmehr einige Monate im Amt sei, dass er bestimmte “Privilegien” der Macht gekostet habe und nun wüsste, wie der “Hase” zu laufen habe. Uns “Gusi” erklärte jedenfalls nochmals, wie ein österreichischer Hase laufe .. oder zu laufen habe. Und zum Drittenmal kam es anläßlich einer UN Sitzung, wo Nazarbayew eine “dringliche Unterredung von Staatsoberhaupt zu Staatsoberhaupt” einforderte, etwas was Gusenbauer niemals ablehnen konnte, zumal “öffentlich” während der Sitzung geäußert. Diese Unterredung kann überliefert werden, da ein Zuträger von Aliyew dabei anwesend war. Wir haben auch alle anderen Versuche Nazarbayew’s, Gusenbauer zu überreden ihn(Aliyew) auszuliefern, Aliyew bzw. seinem cleveren Anwalt und dessen “Flucht-nach-vorne-Strategie” zu verdanken. Jedenfalls:

Kaum hatten sie einen Händedruck gewechselt, kam Nazarbayew angewinselt und begann sofort von den “Vorteilen” zu sprechen, die eine “Übergabe eines gefährlichen Verbrechers” bedeuten würde. Lebhaft kann ich mir dabei vorstellen, wie die Schlagworte fielen wie Bäume, die man entwurzelt hatte. Der “gemeinsame Kampf gegen den Terror”, dürfe nicht aufgegeben werden, als so Zeugs das wir alle zur Genüge kennen und satt haben. Gusi anscheinend auch- denn wir der “Zeuge” Aliyew bestätigte, begann Gusenbauer erst gar nicht mit höflichen Floskeln ala Gewaltenteilung von Exekutive und Legislative, sondern “knallte” dem so um die 18 Jahre älteren Politikerfahrenen Nazarbayew an den Kopf, dass er nicht wünsche jemals wieder davon zu hören! Boom! Das muss schwer verdaulich für so einen Machtmenschen gewesen sein, ein so deutliches NEIN hört der sicher selten und damit besiegelte eigentlich Nazarbayew selbst, dass Aliyew auf freien Fuß gesetzt wurde und sich inzwischen außerhalb des Landes in einem Versteck zurückziehen konnte.

Das “Nachspiel” für einige SPÖ Politiker läuft in Wien, die sich den Verlockungen von einigen kasachischen Beamten nicht entziehen konnten, und versuchten in Erfahrung zu bringen wo Aliyew untergebracht sei. Also ein guter alter Spionagefall, wie er in Büchern als Stoff herhalten muss. (Schuldig, im Sinne der Anklage, muss auch ich mich outen, ich habe selbst schon ähnliche Situationen im Romanen vertextet.) Und falls sich jemand wundern sollte, warum ich darüber einen Artikel schreibe, so sind dafür mehrere Dinge ausschlaggebend gewesen. Zum einen, weil seit Freitag, 9.10. Aliyews Unschuld und Freilassung fixiert wurde und zum andern, weil ich Gusenbauers Rolle dabei für sehr menschlich halte, was auch erzählt werden sollte, nicht nur die negativen Seiten von ihm. Seine Reaktionen sind wirklich erstaunlich, das vor der Gaskrise mit der Ukraine letzten Winter, wobei ihm Nazarbayew – natürlich nur im Falle einer Auslieferung – Sicherheiten und günstigere Konditionen in Aussicht stellte. Wie würde Angela Merkel auf eine solchen Vorschlag reagiert haben? Gleich? Das wage ich tatsächlich zu bezweifeln, obwohl – lasst uns dies, im sogenannten Zweifel für den(die) Angeklagte(n) annehmen. Doch ich habe deutlich das Gefühl, dass die Mehrheit anderer EU Staaten sich um derlei Befindlichkeiten wie Menschenrechte kaum geschert hätten. Und da ich ein Kritiker Gusenbauers in der Politik war, freut es mich dass ich ihm ein positives Lob aussprechen darf und dazu über diesen Artikel beitragen kann, diese Sicht seiner Persönlichkeit anderen Menschen mitzuteilen. Was wahr ist, das muss auch Wahr bleiben und es muss auch darüber gesprochen werden ..

Nicht verhehlen will ich, dass sich die österreichische Justiz nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, wie das Urteil über den mutmaßlichen Entführer Ildar a., der Aliyew s Freund Musayev, den ehemaligen KNB-Chef in Wien entführte, gezeigt hat.

Verdacht zu gering
Richter Thomas Schrammel begründete die Enthaftung mit mangelndem Tatverdacht in den zentralen Punkten der Anklage: Ohne der Entscheidung der Geschworenen vorgreifen zu wollen, liege der dringende Tatverdacht nach Ansicht des Schwurgerichtshofs (der sich aus den drei Berufsrichtern zusammensetzt) in den Anklagepunkten Überstellung an eine ausländische Macht und geheime nachrichtendienstliche Tätlichkeit zum Nachteil der Republik Österreich nicht vor, formulierte Schrammel.

Anstiftung zum Amtsmissbrauch
Einzig im Anklagepunkt Bestimmung zum Amtsmissbrauch – Ildar A. soll einen Polizisten gegen Entgelt dazu angestiftet haben, im Polizeicomputer und im Zentralen Melderegister die Anschriften von Aliyev und seiner Vertrauten abzufragen – ging der Schwurgerichtshof von einem konkreten Tatverdacht aus. Da der dafür vorgesehene Strafrahmen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft liegt, wäre eine weitere Inhaftierung des im Vorjahr festgenommenen Mannes aber unverhältnismäßig gewesen. Jo, na klar ..was auch sonst, man kennt das .. leider.

Der zuständige Staatsanwalt schlief zwar nicht, aber mehr wie “Haftbeschwerde” kann er auch nicht sagen, leider hat das keine “aufschiebende Wirkung” und so kam es, das Ildar A. am Freitag ging wohin er gerade Lust hatte, ohne einen Aufseher oder “Schließer” aus dem Gefängnis fragen zu müssen , er ging “nicht über Los und musste auch keine 200 € zahlen” (Monopoly, DKT) .

Und wir als Zuseher dieser “Politeske” kommen nicht umhin, uns fragen zu müssen ob dies nun lediglich ein “pöser, pöser” Einzelfall war, oder ob es sich hierbei um etwas handelt, was viel öfters vorfällt aber sonst kaum Erwähnung findet. Menschen sterben, Gelder wechseln ihre Besitzer und wo keine Kläger, dort sind auch keine Richter, sind wir versucht zu denken. In diesem speziellen Fall, sind gleich mehrere “Komponenten” dazugekommen, die aus dem “Problemchen” von Nazarbayew, einen Riesenklotz am Bein fabrizierten und in dessen “Fallschatten”, er möglicherweise noch selbst zu Fall kommt. Sein 3 maliger persönlicher Vorstoß, zeigt uns eigentlich schon seinen ganzen Hass und den nur mühsam unterdrückten Zorn, eines vollendeten Psychopathen. Ich bin sogar relativ sicher, würden die Behörden hierzulande der Anklage Kasachstans auf den Zahn fühlen, würden korrekt arbeitende Ermittler entdecken, dass Nazarbayew selbst hinter sämtlichen Verbrechen steckt. Sein Schwiegersohn sollte der “Patsy”, der “Prügelknabe” und Schuldige für die Öffentlichkeit sein, im Rahmen der Situation riß er die komplette Macht an sich und natürlich musste der einzige der bestätigen könnte, warum das alles geschah, aus dem Weg geräumt werden. Sein Pech war allerdings dass er Aliyew unterschätzt hatte, sträflich seine Intelligenz und Handlungsfähigkeit missachtet und die Kasachischen politischen Verhältnisse auf Österreich umgemünzt hatte – sehr, sehr dumm das .. meine ganz persönliche Hoffnung hierbei und eine Genugtuung wäre es, wenn er sich davon nie wieder erholen würde und abdanken müsste.

Weiterführende Artikel hierzu:

 Spionageprozess- Angeklagter aus U-Haft entlassen (09.10.2009)

Causa Alijew- Angeblicher kasachischer Spion ist frei (09.10.2009)

Spitzelaffäre- Ein Prozess und weiter Disput um U-Ausschuss (23.07.2009)

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Für Black’s Information Space – Steven Black – am 12.10.2009

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