Der Krieg gegen Libyen

Und wieder Wochenende, man möchts nicht glauben, .. euch allen möchte ich schöne Tage wünschen, erholsames ausspannen und Zusammensein mit Freunden und Familie.

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NATO intensiviert Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung –
Von JOACHIM GUILLIARD, 24. August 2011 –

Seit dem vergangenen Wochenende nahm der Krieg gegen Libyen eine für die meisten Experten überraschende Wende. Innerhalb weniger Tage gelang den Rebellenmilizen und aufständischen Stammeskämpfern das Vordringen in strategisch wichtige Städte rund um die Hauptstadt. Die Versorgungslinien nach Tripolis, wo die Versorgungslage ohnehin schon dramatisch schlecht war, wurden weitgehend unterbrochen. Unerwartet schnell gelang es den Aufständischen am 21. August in Tripolis einzudringen.
Bombardement TripolisUrsache für diese Erfolge war allerdings nicht ein plötzliches Erstarken der Kampfkraft der Rebellen, vielmehr hatte die NATO seit August ihr Bombardement beachtlich intensiviert. Sie konzentrierte ihre Luftangriffe auf die Vormarschroute der Rebellenverbände und bombte diesen so sukzessive den Weg frei. Sie „weichten“ die Angriffsziele für die Rebellen „auf“, wie es Derek Flood vom US-Thinktank Jamestown Foundation bezeichnet. (1) Ein solches „Aufweichen“ durch flächendeckende Bombardierung kostete allein in dem Dorf Majer, nahe der umkämpften Stadt Sliten über 80 Männern, Frauen und Kindern das Leben.

Beim Vorrücken in die Städte griffen dann Kampfhubschrauber mit ihrer ungeheuren Feuerkraft direkt in die Bodenkämpfe ein. Wahrscheinlich hatten größere Kontingente von Spezialeinheiten der NATO-Mächte die führende Rolle bei den Vorstößen übernommen, die ihr Vorrücken eng mit den beteiligten Luftwaffen koordiniert, so vermutet auch der texanische Informationsdienst STRATFOR. Im Grunde handelt es sich somit im Kern um eine Bodenoffensive der NATO, die allein in Tripolis nach Regierungsangaben 1.300 Menschen tötete und Tausende verwundete.

Auch libysche Spezialkräfte, die in den letzten Monaten von der NATO aufgebaut und trainiert wurden, dürften zu den Erfolgen beigetragen haben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP war es der NATO zudem gelungen, bewaffnete „Schläferzellen“ nach Tripolis zu schmuggeln. Indem diese im entscheidenden Moment an wichtigen Stellen zuschlugen, konnten sie rasch den Eindruck vermitteln, die Hauptstadt wäre in kurzer Zeit in die Hände der Rebellen gefallen.
Generell scheint die Hauptfront bei den jüngsten Sturmangriffen die Propagandafront gewesen zu sein. Völlig übertriebene oder erfundene Erfolgsmeldungen, von den internationalen Medien bereitwillig wiedergegeben, zielten offensichtlich darauf, Panik unter den Bewohnern der angegriffenen Städte zu verbreiten und das Gefühl der Aussichtslosigkeit jeglichen Widerstands zu vermitteln.

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Da die staatlichen Radio- und Fernsehsender durch NATO-Bomben stark beschädigt wurden, waren die Möglichkeiten der Regierung zu Richtigstellungen begrenzt.
Kaum eine der Städte, die von den Aufständischen als erobert gemeldet wurde, ist jedoch bisher tatsächlich fest unter ihrer Kontrolle. Auch in Tripolis ist zwei Tage nach den ersten Gefechten völlig unklar, wer wie viel der Stadt kontrolliert. Der angeblich gefangen genommene Gaddafi-Sohn Saif al-Islam tauchte einige Stunden später völlig frei bei der internationalen Presse in Tripolis auf.

Doch auch wenn die anhaltenden Kämpfe in Tripolis mit der Niederlage der Regierungskräfte enden, so ist der Krieg damit keineswegs zu Ende. Die Mehrheit im Westen des Landes wird sich nicht einfach den Aufständischen unterordnen, die für die NATO-Bomben und die Zerstörungen verantwortlich sind und deren Programm auf die Abschaffungen vieler Errungenschaften der libyschen Dschamahirija zielt. Der Widerstand wird, wie im Irak, in anderer Form weitergehen. Da zudem die Anti-Gaddafi-Koalition den Sturz des gemeinsamen Feindes nicht lange überdauern wird, sehen auch viele westliche Experten die Gefahr eines anhaltenden Bürgerkriegs mit vielfältigen Fronten.

Wenn sie dabei die Gefahr somalischer Verhältnisse in dem noch stark von Stämmen dominierten Land beschwören, so geschieht dies nicht uneigennützig: In den westlichen Hauptstädten werden nicht zuletzt damit die Pläne über den Einsatz einer „UN-Truppe“ nach dem Vorbild der KFOR-Mission im Kosovo begründet. Faktisch wurde die abtrünnige serbische Provinz dadurch zum westlichen Protektorat. Auf diese Weise könnte die NATO auch in Libyen die wenig verlässliche Rebellenführung unter ihre Kontrolle bringen und sicherstellen, dass westliche Konzerne endlich einen befriedigenden Zugriff auf die libyschen Ressourcen erhalten.
Ein Rückblick

Seit fünf Monaten führen die NATO und ihre libyschen Verbündeten Krieg. Doch obwohl die Aufständischen militärische, finanzielle und politische Unterstützung in einem Ausmaß erhielten, wie kaum eine oppositionelle Bewegung zuvor, kamen diese dem gemeinsamen Ziel, die Regierung zu stürzen, bis vor Kurzem keinen Schritt näher.

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Lange trotzte das schlecht gerüstete Land mit nur 6,5 Millionen Einwohnern den Angriffen des mächtigsten Militärbündnisses der Welt. Trotz politischer Rückendeckung durch UNO und Internationalen Strafgerichtshof wird der Krieg vom überwiegenden Teil der Welt als neokoloniale Intervention verurteilt.

Während die Front der Rebellen bröckelte, demonstrierte eine wachsende Zahl von Libyern ihre Unterstützung für die Regierung. Angesichts ausbleibender Erfolge zeigte auch die Kriegsallianz immer größere Risse und die Regierungschefs suchen fieberhaft nach einem Ausweg.

Je deutlicher sich jedoch das Scheitern des Feldzuges abzeichnete, desto mehr wurden die täglichen Bombenangriffe auf die zivile Infrastruktur ausgeweitet – mit dem eindeutigen Ziel, Führung und Bevölkerung des Landes doch noch zermürben zu können. Woche für Woche wird so das unbotmäßige Land immer mehr in Trümmer gebombt.

Bombenterror

So erschütterten am 9. August die bis dahin schwersten Luftangriffe Tripolis. Bombeneinschläge waren, wie die Korrespondenten der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua berichteten, aus fast allen Teilen der Hauptstadt zu hören, Flammen schossen über einzelnen Vierteln in die Höhe. Gleichzeitig versuchten NATO-Kampfjets vorrückenden Rebellen den Weg zur westlibyschen Küstenstadt Sliten freizubomben. Dabei wurden im Nachbardorf Majer 85 Dorfbewohner getötet, darunter 33 Kinder und 32 Frauen. (2) Dies sind zwei vorläufige Höhepunkte des fast fünfmonatigen Bombenkrieges, in dem die Kriegsallianz bis dahin über 18.000 Einsätze flog, darunter 7.000 Bombenangriffe, fast 60 pro Tag.

In dem Maße, wie militärische Ziele ausgingen, konzentrierten sich die Angriffe auf zivile Einrichtungen. In orwellscher Manier werden auch diese Bombardierungen, die täglich neue Opfer fordern, mit der Standardphrase „Schutz der Zivilbevölkerung“ gerechtfertigt – sogar die mehrfache Bombardierung von Fernsehstationen. Diese würden für Appelle des Machthabers an seine Anhänger und für staatliche Propaganda genutzt. (3)

Bereits Ende April hatte die NATO-Führung offen angekündigt, nun auch verstärkt Regierungsgebäude, „Kommunikationseinrichtungen und andere wichtige Institutionen, die der libyschen Regierung nützen“, zu bombardieren. Diese „Verlagerung der Ziele“ geschehe in der „Absicht, die Macht von Oberst Muammar al-Gaddafi zu schwächen und seine Streitkräfte zu frustrieren“. Bombardiert wurden jedoch auch Nahrungsmitteldepots, Raffinerien, Kraftwerke, Trinkwasseranlagen und andere Einrichtungen, die der Versorgung der Bevölkerung dienen. Wie beim elfwöchigen Bombenkrieg gegen Jugoslawien sollen die massiven Zerstörungen der Infrastruktur und der Medien auch der übrigen Bevölkerung die Aussichtslosigkeit des Widerstandes demonstrieren und sie dadurch, wie die NATO-Führer andeuten, dazu bewegen, sich gegen ihre Regierung zu stellen. (4) Die Bombardierungen ziviler Ziele, mit dem Ziel, die Betroffenen politisch zu erpressen, sind eindeutige Kriegsverbrechen, ein klarer Akt von Staatsterror gegen eine weitgehend wehrlose Bevölkerung.

Ein vorrangiges Ziel ist, wie die gezielten Angriffe auf seine möglichen Aufenthaltsorte zeigen, den Revolutionsführer zu liquidieren. Die NATO habe „eine Jagd auf Gaddafi“ begonnen „mit dem Ziel, ihn zu eliminieren“, berichtete unter anderem auch der britische Nachrichtensender Sky News. Da der faktische Staatschef immer noch über erheblichen Rückhalt im Land verfügt, werde seine Beseitigung als einzige Möglichkeit angesehen, die festgefahrene Situation in Libyen aufzulösen, so die britische Tageszeitung Daily Telegraph. (5) Bei Angriffen auf Residenzen und Wohnhäuser, in denen der Oberst vermutet wurde, wurden bereits Dutzende Zivilisten getötet, darunter auch sein jüngster, politisch nicht aktiver Sohn Saif al-Arab und drei seiner Enkelkinder. (6)

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Die internationale Kritik an der NATO wurde daraufhin schärfer. Die Afrikanische Union (AU) forderte die NATO eindringlich auf, Militäreinsätze gegen Mitglieder der libyschen Führung und die „sozioökonomische Infrastruktur“ Libyens zu unterlassen. (7)

Niemand hat, so auch der russische Ministerpräsident Wladimir Putin, gewissen Staaten das Recht erteilt, den libyschen Staatschef Muammar Gaddafi hinzurichten. (8) „Was ist das für eine Flugsperre, wenn jede Nacht Paläste bombardiert werden“, so Putin in einer Pressekonferenz in Kopenhagen weiter. Was bedeute das, „wenn die gesamte sogenannte zivilisierte Gemeinschaft mit ihrer gesamten Macht über ein kleines Land herfällt und seine über Generationen aufgebaute Infrastruktur zerstört“? (9)

Auch andere Sicherheitsratsmitglieder wiesen darauf hin, dass das militärische Vorgehen der NATO in keiner Weise durch die UN-Sicherheitsratsresolution 1973 gedeckt sei. Die völkerrechtlich fragwürdige Resolution, die die Veto-Mächte China und Russland aus opportunistischen Gründen passieren ließen, erlaubt zwar den interessierten Mächten ein militärisches Eingreifen, allerdings nur zur Durchsetzung eines Flugverbotes und zum Schutz der Zivilbevölkerung. Im ersten und damit zentralen Artikel fordert sie einen sofortigen Waffenstillstand und „einen Dialog über die für eine friedliche und dauerhafte Übereinkunft notwendigen Reformen“.

Genau das also, was die Kriegsallianz seither mit allen Mitteln verhindert. Nachdem sie den Vormarsch der Regierungstruppen gestoppt hatten, hätten die selbst ernannten Schutzmächte der libyschen Zivilbevölkerung nach dem Wortlaut der Resolution nun die Rebellen gleichfalls daran hintern müssen, militärisch einzugreifen. Doch wie zu erwarten, missbraucht die Kriegsallianz – gedeckt durch die westlichen Medien – die Resolution als Blankoscheck für einen umfassenden Luftkrieg zur Zerstörung der militärischen Verteidigungskapazitäten und wirtschaftliche Ressourcen Libyens. Von Beginn an versuchte sie, durch Angriffe auf Regierungstruppen den Rebellen den Weg zur Hauptstadt freizubomben.

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Militärisches Patt

Obwohl die NATO nach eigenen Angaben schon in den ersten sechs Wochen rund 40 Prozent der militärischen Kapazität Libyens zerstört hatte und die Aufständischen in großem Stil militärische Unterstützung, Geld und Waffen erhielten, kamen sie nicht nennenswert voran. Ungeachtet der häufigen Erfolgsmeldungen über ein Vorrücken der Rebellenmilizen hatte die libysche Regierung nach wie vor die Hauptstadt und über die Hälfte des Landes mit mehr als Dreiviertel der Bevölkerung fest unter ihre Kontrolle. (10)

Wie zuvor in Afghanistan und Irak wurden die eroberungshungrigen imperialistischen Führer Opfer von Größenwahn und Ignoranz. Wieder einmal prophezeiten ihre Geheimdienste – gestützt auf die Informationen einheimischer Kollaborateure – einen schnellen Sieg. So hatte (wie Le Nouvel Observateur im Juli enthüllte) die französische DGSE (Direction Générale de la Sécurité Extérieure) ihrem Premier Sarkozy versichert, dass sich „mit den ersten Luftangriffen Tausende Soldaten von Gaddafi abwenden würden“, die Rebellen rasch bis nach Sirte, der Heimatstadt Gaddafis durchmarschieren und diesen zur Flucht aus dem Land zwingen würden.

„Wir unterschätzen Gaddafi”, gestand nun ein französischer Offizier ein. „Er hat sich seit 41 Jahren auf eine Invasion vorbereitet. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass er sich so schnell anpassen könnte. Niemand erwartete zum Beispiel, dass Gaddafi hingehen und zum Transport seiner Truppen und Raketenwerfer Hunderte Pick-ups in Niger und Mali kaufen würde.“ Es sei ein „Geniestreich“, da die Lastwagen identisch mit denen der Rebellen sind und sie so große Schwierigkeiten hätten, die richtigen Ziele zu identifizieren. Er vergaß dabei zu erwähnen, dass die Taktik, mit unauffälligen, aber auch ungepanzerten Fahrzeugen zu operieren, nur aufgehen kann, weil sich die Regierungstruppen im Westen gefahrlos in den Städten bewegen können.

Das Fell des Bären

Den mangelnden Fortschritt vor Ort versucht die Kriegsallianz, durch umso forscheres Theater auf dem diplomatischen Parkett wettzumachen. Bei einem Treffen der sogenannten Libyen-Kontaktgruppe (LKG) Mitte Juli in Istanbul versicherte sie erneut ihre Entschlossenheit, das Regime in Tripolis zu stürzen, und erkannte den Nationalen Übergangsrat in Bengasi als einzige legitime Vertretung des gesamten Landes an.

„Die Führer der Welt“ seien zu Gesprächen über Libyens Zukunft zusammengekommen, überschrieben führende westliche Medien das Meeting. Tatsächlich besteht das selbst ernannte Gremium nur aus den NATO-Ländern und ihren Verbündeten. Weder Russland noch China oder die übrigen BRICS-Staaten, Brasilien, Indien und Südafrika, hatten Vertreter nach Istanbul gesandt. Das Gremium dient ihrer Ansicht nach nur den Krieg führenden Mächten dazu, allein über die Umsetzung der UN-Resolution 1973 zu bestimmen und den UN-Sicherheitsrat aus der weiteren Debatte über Libyen herauszuhalten. Offensichtlich diente das Istanbuler Treffen auch dazu, allen Vermittlungsbemühungen Dritter, insbesondere der Afrikanischen Union, den Boden zu entziehen.

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An der UNO-Institution vorbei bestimmte die „Kontaktgruppe“ den Sondergesandten der UNO, Abdul Elah al-Khatib, zum alleinigen Verhandlungsberechtigten. Nicht Muammar al-Gaddafi habe ein Legitimitätsproblem, sondern die LKG, erklärte treffend der russische Außenminister Sergey Lavrov schon im Mai. „Aus Sicht des internationalen Rechts hat diese Gruppe keinerlei Legitimität.“ (11)

In Zusammenhang mit der Anerkennung des Übergangsrates wurde auch über Maßnahmen beraten, mit denen man den Rebellen einige Milliarden US-Dollar vom eingefrorenen libyschen Auslandsvermögen zukommen lassen könnte. Die Idee, das angegriffene Land selbst an den Kosten des Krieges zu beteiligen, ist natürlich verlockend. Doch solange dies kein UN-Sicherheitsratsbeschluss absegnet, sind die rechtlichen Hürden dafür noch zu hoch. Nun sollen die festgesetzten Gelder nur als Sicherheit für Kredite in Milliardenhöhe dienen. Doch auch so wird das Fell des Bären verteilt, bevor er erlegt wurde.

Dasselbe gilt auch für einen 70-seitigen Arbeitsplan für die Zeit „nach Gaddafi“, den die Aufständischen – der britischen Tageszeitung The Times zufolge – zusammen mit der Kriegsallianz ausgearbeitet haben. Neben detaillierten Vorgaben für die Übernahme von Schlüsselbereichen des Sicherheitssystems, der Telekommunikation, Elektrizität etc. sieht dieser auch die Besetzung der Hauptstadt Tripolis durch 10.000 bis 15.000 Mann starke, von den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgerüstete Einsatzkräfte, die „Tripoli Task-Force“, vor. (12)

Zweifel an Rebellen

Unterdessen wächst auch in der NATO der Zweifel an ihren Verbündeten. Gebeutelt durch innere Kämpfe und unterminiert durch das rücksichtslose und undisziplinierte Verhalten ihrer Milizen scheine der Aufstand gegen Oberst Gaddafi in einen trüben Konkurrenzkampf zwischen verschiedenen Fraktionen und Stämmen überzugehen, schrieb am 13. August die New York Times.

Bereits zu Beginn des Aufstandes hatten sich Berichte über brutale Angriffe von Rebellen auf schwarzafrikanische Fremdarbeiter gehäuft. (13) Als Vorwand für die Übergriffe dient meist der Verweis auf schwarze Söldner in den Reihen der Regierungstruppen. Ein Vorwurf, für den Amnesty International keinerlei Anhaltspunkte fand. (14) Tatsächlich waren Opfer meist einfache Arbeiter und Flüchtlinge. Aktuell sind unter anderem die Bewohner von Tawergha von Gewalt und Vertreibung durch Rebellenmilizen bedroht. Hier, 40 km südlich der unter der Kontrolle von Aufständischen stehenden Hafenstadt Misrata, wohnen, als Erbe des Sklavenhandels im 19. Jahrhundert, überwiegend schwarze Libyer. (15)

Die Gewalt richtet sich aber auch gegen Personen und ganze Stämme, die sich den Aufständischen nicht anschließen wollen. In Bengasi machen, wie der Daily Telegraph berichtete, jugendliche Gangs regelrecht Jagd auf alles, was in ihren Augen nach „pro Gaddafi“ riecht. Leute werden an improvisierten Checkpoints aus den Autos geschleppt und gefoltert, Dutzende ehemalige Angestellte staatlicher Stellen wurden eingesperrt oder getötet. (16) Die New York Times berichtete über eine regelrechte Welle nächtlicher Morde in Bengasi, die wie Hinrichtungen durch Todesschwadronen erscheinen.

Obwohl Bengasi weit von der Front entfernt liegt, hat ein erheblicher Teil der Bevölkerung die Stadt verlassen.

Auch aus anderen von den Rebellen kontrollierten Städten kommen Meldungen über groß angelegte Razzien, Gefangennahmen, Vergewaltigungen und Exekutionen. (17) Mitarbeiter von Human Rights Watch (HRW) wurden Augenzeugen von Plünderungen, Brandstiftungen und Gewalt gegen Zivilisten während einer Offensive der Rebellen im Juni und Juli in den Nafusa-Bergen südlich von Tripolis. (18)

Innere Kämpfe

All das hat dem positiven Bild der Rebellen im Westen keinen Abbruch getan. Dies änderte sich erst, als die Ermordung des Militärchefs der Rebellen, General Abdul Fatah Yunis, schlagartig die innere Zerrissenheit der Aufständischen offenbarte. Yunis wurde am 28. Juli zusammen mit zwei weiteren Offizieren in Bengasi erschossen, nachdem er von einer Abordnung des Übergangsrates festgenommen worden war. Die genauen Umstände sind noch ungeklärt, Familienangehörige von Yunis sowie der Obeidi-Stamm, dem er angehörte, vermuten jedoch Mitglieder der Gegenregierung hinter dem Mordkomplott.

Yunis, der bis Februar libyscher Innenminister war, war insbesondere bei den islamistischen Kräften innerhalb der Opposition verhasst. Wie die New York Times berichtete, sind bereits eine ganze Reihe von zu den Rebellen übergelaufenen ehemaligen Regierungsmitarbeitern unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Die Führer des Obeidi-Stammes, eines des mächtigsten Libyens, drohten mit Gewaltmaßnahmen, sollten die Umstände nicht rasch aufgeklärt und die Verantwortlichen bestraft werden.

Es kam in der Folge immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen verschiedenen Rebellengruppen und Stammesverbänden, zum Teil wohl auch bei Bemühungen des Übergangsrates, die unzähligen autonom agierenden Milizen endlich unter seine Kontrolle zu bringen. (19)

Ein obskures Gremium ohne Legitimation

Der „Nationale Übergangsrat“ wurde zwei Wochen vor dem Krieg im Zusammenspiel mit den NATO-Mächten geschaffen. Allein aus deren Anerkennung bezieht er bis heute seine Autorität. Das obskure Gremium repräsentiert jedoch – wenn überhaupt – nur einen kleinen Teil der Opposition. Sein Einfluss auf das lokale Geschehen geht kaum über Bengasi hinaus. (20) Die anderen aufständischen Städte haben ihre eigene Führung, und an den verschiedenen Fronten kämpfen Hunderte bewaffnete Gruppierungen mehr oder weniger auf eigene Faust. (21)
Die Rebellen von Brega zum Beispiel, die bisher vergeblich versuchten, die Kontrolle über diese Stadt zu erobern, erkennen seine Autorität nicht an.

Er würde in keiner Weise Brega repräsentieren, so ihr Sprecher Mohammed Musa al-Maghrabi. „Uns erscheint der NTC wie eine ausländische Regierung, voller Nepotismus und Korruption.“ Er sei wesentlich geschickter dabei, sich Legitimation unter europäischen Regierungen zu verschaffen, als in der libyschen Bevölkerung. Die größte Rebellenmiliz, die „Märtyrerbrigade des 17. Februar“, steht in direkter Opposition zum Übergangsrat wie auch zu den diversen anderen Milizen. Schon oft kam es zwischen diesen zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Hinzu kommen massive Konflikte zwischen den lokal verankerten Kräften – insbesondere den islamischen – auf der einen und den liberalen, prowestlichen auf der anderen Seite. Die radikaleren islamischen Organisationen waren ohnehin stets gegen eine Intervention der NATO-Mächte gewesen. Diese Konflikte spitzten sich nach dem Mord an Yunis weiter zu. Anfang August sah sich der Übergangsrat schließlich gezwungen, seinen als Gegenregierung fungierenden, nur aus ehemaligen Regierungsmitgliedern und Exil-Libyern bestehenden Exekutivrat aufzulösen. Nur sein Chef, Mahmoud Dschibril, blieb im Amt.

Mit der Absetzung ihrer engsten Vertrauten droht den westlichen Mächten möglicherweise die Kontrolle über das Geschehen zu entgleiten. Die internen Machtkämpfe könnten die Unterstützung der NATO-Staaten für die Rebellen untergraben, die im September über eine Verlängerung entscheiden müssen, warnte daher die New York Times. Sie würden auch noch einmal genauer überlegen, ob sie tatsächlich größere Summen auf das Konto des Übergangsrates überweisen sollten. Die Kritik an den Aufständischen in westlichen Medien nahm seither deutlich zu.

Libyer vereint gegen NATO

Die NATO-Kommandeure hegten die Hoffnung auf eine glückliche Bombe, die Oberst Gaddafi „aus dem Spiel“ nimmt, setzten auf eine „Palastrevolution“ bisher Getreuer oder einen Aufstand in der Hauptstadt – beides aus der Einsicht der möglichen Akteure heraus, nur so die NATO-Angriffe stoppen zu können. Doch das Gegenteil trat ein: Unter den NATO-Bomben schienen sich immer mehr Libyer – unabhängig davon, wie sie zuvor zur Regierung und dem Revolutionsführer standen – hinter diese zu stellen. Im Vertrauen darauf wurden bereits große Mengen an AK-47-Gewehren an zivile Verteidigungskomitees verteilt.

Woche für Woche demonstrieren Hunderttausende in der Hauptstadt und zahlreichen anderen Städten gegen die NATO und für das Regime. Die bisher größte Kundgebung sahen irritierte westliche Reporter am 1. Juli in Tripolis. Die Schätzung der Teilnehmerzahl ging hier bis zu einer Million. (22) Von den westlichen Medien brachte nur der US-Sender CNN Bilder, die das Ausmaß der Demonstrationen zeigten. „Dies ist eine Massendemonstration zur Unterstützung Gaddafis“, meldete am 18. Juli ein aufgeregter CNN-Reporter aus der einst von Rebellen gehaltenen Hafenstadt Sawija. Gaddafis Rede würde die Massen geradezu elektrisieren. Die Demonstration war eine deutliche Antwort auf das gleichzeitig stattfindende Treffen der sogenannten Libyen-Kontaktgruppe in Istanbul, bei dem der Nationale Übergangsrat als alleinige Vertretung Libyens anerkannt wurde. (23)

Die NATO reagierte auf ihre Weise. Den Großdemonstrationen am Tage folgen oft verstärkte flächendeckende Bombardierungen der Städte in der Nacht. Der apostolische Vikar von Tripolis Giovanni Martinelli berichtete zudem von Bombenabwürfen in unmittelbarer Nähe von Massenkundgebungen, mit denen die Demonstranten offensichtlich von einer weiteren Teilnahme abgeschreckt werden sollten. (24)

Die Zahl der Libyer, die in den Diensten des Staates stehen oder anderweitig vom Regime profitieren würden, sei recht groß, versuchten die westlichen Medien die Pro-Gaddafi- und Anti-NATO-Demonstrationen, die die gesamte NATO-Propaganda vom Kampf „des gesamten Volkes gegen die Diktatur“ auf den Kopf stellte, ein wenig zu erklären.

Die Erklärung ist nicht ganz falsch. Im Grunde profitieren alle Libyer von einem Staat, der ihnen bisher mit freier Gesundheitsversorgung und Bildung, ausreichenden Altersrenten, subventionierten Wohnungen etc. den höchsten Lebensstandard in der Region garantierte. Vor allem Frauen profitieren von einem System, das ihnen – im Unterschied zu den meisten anderen arabischen Ländern – dieselben Rechte wie Männern zugesteht. „Feministinnen zählen zu Gaddafis größten Fans“, musste denn auch Associated Press feststellen.

„Er gab uns vollständige Freiheit, um als Frau zur Polizei gehen oder als Ingenieurin, Pilotin, Richterin oder Anwältin arbeiten zu können“, erklärte eine junge Polizistin ihre Loyalität. 27 Prozent der Arbeitsplätze des Landes werden von Frauen besetzt – wenig im internationalen Vergleich, aber sehr viel für die arabische Welt. (25) Für sie steht viel auf dem Spiel, denn auf der Agenda der Mehrheit der Rebellen im konservativ-religiösen Osten steht die Wiedereinführung der Scharia, das heißt des traditionellen islamischen Rechts.

NATO-Allianz bröckelt

Die Kriegsallianz begann angesichts der immer aussichtsloseren Situation zu bröckeln. Norwegen hat sich bereits zurückgezogen, der italienische Staatschef Berlusconi bezeichnete angesichts des Ansturms Tausender Flüchtlinge und der massiven wirtschaftlichen Einbußen bei den italienischen Libyengeschäften den Krieg insgesamt als Fehler. Ein Ausscheren Italiens würde den Rest der Kriegsallianz vor erhebliche Probleme stellen.

Auch der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet gab in einem Interview im französischen Fernsehen zu, dass die Militäraktion gegen Libyen gescheitert sei und nun die Diplomatie ans Werk müsse. „Wir müssen uns nun an einen Tisch setzen. Wir werden die Bombardierungen stoppen, sobald die Libyer beginnen, miteinander zu reden, und das Militär beider Seiten sich in seine Basen zurückzieht.“

Er rückte dabei auch vom bisher wichtigsten Kriegsziel der Allianz, Gaddafi zu stürzen, ab und meinte, dieser könne im Land bleiben „in einem anderen Raum des Palastes, mit einem anderen Titel.“ London und Washington zogen wenig später nach und begannen mit der Suche nach einer für sie und ihre Verbündeten noch akzeptablen Verhandlungslösung.

Diese war und ist nicht in Sicht. Einen echten Kompromiss, der die tatsächlichen Kräfteverhältnisse im Land berücksichtigt, hat die NATO nicht im Sinn. Auch für die Aufständischen sind ein Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung, die Gaddafi zum guten Teil an der Macht ließe, wenig attraktiv. In den von ihnen tatsächlich „kontrollierten Gebieten“ lebt nur ein Viertel der Bevölkerung. Unabhängig davon, welche institutionellen Änderungen vereinbart werden, könnten sie aufgrund ihres schwächeren Rückhaltes in der Bevölkerung ihre Position kaum lange halten. Aus diesem Grund beharrte der Übergangsrat trotz des westlichen Drängens auf dem Abgang Gaddafis und seiner Getreuen als Vorbedingung für Verhandlungen.

Unterdessen hatte die libysche Regierung, die lange Zeit einen Waffenstillstand und Verhandlungen ohne Vorbedingungen angebot, erklärt, dass es keine Gespräche geben würde, bevor nicht die Luftangriffe eingestellt wurden. Sie forderte zudem die Freigabe ihrer eingefrorenen Auslandsguthaben. (26)

Zu der Zersplitterung der Aufständischen kommt offenbar zunehmend Widerstand in den von ihnen kontrollierten Gebieten selbst. Wie die israelische Zeitung Ha’aretz berichtete, drängen die Oberhäupter der örtlichen Stämme in der Gegend der umkämpften Stadt Misrata die dortigen Aufständischen, ihre Waffen niederzulegen. Sie drohen, andernfalls aufseiten der Regierung einzugreifen. (27)

Zunehmend komme Frustration und Angst vor einem lang andauernden Krieg zum Vorschein, berichtete dpa aus der zwischen Bengasi und Tobruk gelegenen Küstenstadt Derna. Die meisten Leute sind ohne Arbeit, die Schulen sind geschlossen und die Lebensmittelpreise steigen rapide. Es gebe schon einzelne Widerstandsnester gegen die Aufständischen, die bei Nacht aktiv werden. Sollte der Krieg noch länger dauern, könnten sich immer mehr Bürger der Stadt diesen anschließen. (28)

Der Unmut über den rücksichtslosen Bombenkrieg der USA und der alten Kolonialmächte dürfte auch in den Reihen der Aufständischen zugenommen haben. Viele Libyer haben den US-geführten Krieg gegen Irak nicht vergessen und haben daher wenig Vertrauen in die Kriegsallianz. Dies gilt nicht zuletzt auch für den starken islamistischen Flügel der Opposition. Die Bemerkung des politisch aktivsten Sohnes Gaddafis, Saif al-Islam, gegenüber der New York Times, es gebe Verhandlungen mit deren Führern ist daher nicht unplausibel. Die Islamisten könnten durchaus feststellen, dass ihr größerer Feind die NATO und deren wirtschaftsliberale Verbündete sind.

Eine Wende könnte das Eingreifen der Führung der libyschen Stämme in das Geschehen bringen, die in Libyen eine große Rolle spielen. Bereits im Mai hatten 2000 Scheichs und Stammesälteste den NATO-Krieg und die Libyer, die ihn unterstützen, verurteilt, jedoch allen Rebellen, die den Kampf aufgeben, Versöhnung angeboten. (29) In einer Serie von Treffen im Land und in den Nachbarländern hatte sich die Mehrheit, wie es scheint, auf Maßnahmen zur Beendigung des Bürgerkrieges und der NATO-Intervention geeinigt. Ende Juli verabschiedete der Oberste Stammesrat Libyens schließlich eine „Proklamation der libyschen Stämme“.

Das von einer großen Zahl von Stammesführern unterzeichnete Manifest verurteilt „die Kreuzfahrer-Aggression gegen die Große Dschamahirija durch die NATO und rückschrittliche arabische Kräfte“, die eine große Bedrohung für libysche Zivilisten darstelle, die fortgesetzt durch NATO-Bomben getötet werden. Die Notabeln erklärten darin zudem ihre „völlige Ablehnung des sogenannten Übergangsrates in Bengasi, der von Stammesvertretern weder nominiert noch gewählt, sondern von der NATO eingesetzt wurde“. Sie werden keine andere Autorität als die des Volkskongresses und der Volkskomitees akzeptieren.

Die libyschen Stämme hätten sich bisher noch nicht vollständig auf ein Zurückschlagen der NATO-Aggression einigen können, so ein Vertreter beim Stammesrat. Nun würden sie aber die NATO wissen lassen, dass sie von nun an nicht ruhen werden, bis sie das Land verlassen haben und sichergestellt sei, dass sie nie mehr zurückkommen. (30)

Solange die Kampfjets der NATO in kurzer Zeit überall zuschlagen können, wo sich Regierungstruppen formieren, ist an eine Rückeroberung der weit entfernten Städte im Osten durch reguläre Truppen nicht zu denken. Sollte sich jedoch tatsächlich eine Mehrheit der Stämme unmittelbar gegen die Aufständischen wenden, könnte sich das Blatt rasch wenden.

Quelle dieses Artikels: http://www.hintergrund.de/201108241695/politik/welt/krieg-gegen-libyen.html

5 Kommentare

  • Hallo Stefan, hallo Leute,

    habe gerade ein ganz aktuelles Interview von J.van Helsing gelesen das er dem Kopp Verlag gegeben hat.- Hochinteressannt!!! – Hier:

    08.10.2011

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    Interview mit Jan van Helsing: »Hitler überlebte in Argentinien«
    Redaktion

    Jan van Helsing, bekannt durch seine Bestseller über Verschwörungen, Freimaurerei als auch grenzwissenschaftliche Themen, hat gerade sein neuestes Buch herausgebracht. In seinem Werk mit dem provokanten Titel »Hitler überlebte in Argentinien« behaupten er und Co-Autor Abel Basti, dass Adolf Hitler und Eva Braun in Südamerika überlebt haben und lassen im Buch über 20 Augenzeugen zu Wort kommen, die Hitler als auch Martin Bormann persönlich getroffen haben wollen. Zu diesem Thema, die allgemeine politische Lage in Deutschland sowie das Jahr 2012 hat KOPP-online Fragen an ihn gestellt.

    Herr van Helsing, wir nähern uns dem Jahr 2012, von dessen Bedeutung einst nur die Mayas wussten, inzwischen aber die ganze Welt spricht – dank Hollywood. Was wird Ihrer Meinung nach auf uns zukommen?

    Das Ende des Maya-Kalenders – ob nun der 28.10.2011 oder der 21.12.2012 – ist das Ende eines kosmischen Zyklus und nicht das Ende der Welt! Es wird vieles geschehen, aber die Welt wird sich weiterdrehen. Unser Sonnensystem nähert sich dem Galaxiszentrum wieder an, was eine Beschleunigung beziehungsweise Erhöhung der Frequenz hervorruft. Das bedeutet, dass sich alles verändern wird – politische Systeme, die Religionen, vor allem aber das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen. Alte, steife Systeme werden brechen – ob das im Finanzsektor oder in der Gesellschaft ist. Immer mehr Menschen werden krank, sterben plötzlich weg. Ehen zerbrechen, Traditionen vergehen, die Selbstmordrate steigt. Aber auch der Planet wird aufgewühlt. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Klimaveränderungen sind die Folge.

    Doch alles hat zwei Seiten. Die sich zunehmend verstärkenden Schwingungen bringen der Menschheit eine Bewusstseinserweiterung, die harmonisierend wirkt, neue Erfindungen erlaubt, ein neues Geldsystem ermöglicht. Erkenntnisse der Quantenphysik werden fast alle Wissenschaften revolutionieren und die Politiker, die Bankster und die unzähligen Macher der Alten Welt werden heimgeschickt.

    Allerdings geschieht das alles nicht über Nacht, sondern ist mit einem Sonnenaufgang vergleichbar. Es geht langsam, aber stetig vonstatten. Die einen sprechen von Jahren, die anderen von Jahrzehnten.

    Wovor muss sich die Welt fürchten?

    Nur das alte System muss sich fürchten, das materialistische, geistlose.

    Höchstwahrscheinlich werden wir weiter Kriege erleben, weil sich das alte Machtsystem selbst erhalten will. Nach der nun anstehenden neuen Wirtschaftskrise wird es zu inneren Unruhen kommen, bürgerkriegsähnlichen Zuständen, aber auch zu neuen Kriegen. Diese sind überwiegend künstlich hervorgerufen durch westliche Geheimdienste wie die Unruhen in Ägypten, Libyen und so weiter.

    Und das betrifft auch uns hier in Deutschland?

    Ja. Das, was mir der Hochgrad-Freimaurer im Interview im Buch Geheimgesellschaften 3 vorhergesagt hat, könnte eintreffen: Es wird ungemütlich, auch in den einzelnen Ländern selbst. Der Auslöser für Unruhen und Chaos wird eine neue Finanzkrise sein. Dann werden diejenigen auf die Straße gehen, die nichts zu verlieren haben. Doch es ist ein konstruiertes Problem, denn all das ist seit Jahrzehnten geplant. Wir bräuchten keine Finanzkrise, denn die ist hausgemacht und eine logische Konsequenz des Zinseszins-Systems, das wir in der westlichen Welt haben. Und auch die Unruhen sind gesteuert. Da steckt ein Plan dahinter…

    Erklären Sie das bitte genauer!

    Betrachten wir uns den Ist-Zustand: Wir haben heute in den westlichen Ländern – sei es England, Deutschland, Österreich, Dänemark, Frankreich oder Holland – ein unübersehbares Problem mit Zuwanderern, die sich nicht integrieren wollen – und die zudem aufgrund ihrer religiösen Ausrichtung den »Ureinwohnern« der genannten Länder teilweise sogar feindlich gegenüber eingestellt sind.

    Und es ist ja ein Faktum, dass in Deutschland der Prozentsatz der Kriminellen unter den Migranten wesentlich höher ist als unter den Einheimischen, wie das beispielsweise die Autoren Paulwitz und Kubitschek in ihrem Buch Deutsche Opfer, fremde Täter oder auch Udo Ulfkotte beschrieben haben. Vor allem bei den Schwerstdelikten – Mord, Drogenhandel, Menschenhandel, Prostitution – sind diese Bereiche fest in Händen zugewanderter Menschen. Man hat auch festgestellt, dass in einigen deutschen Städten die Gruppe der besonders aggressiven Intensivtäter fast ausschließlich aus Ausländern besteht. Und nach einer gemeinsamen Studie des Bundesinnenministeriums und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen ist die höchste Gewalttäter-Quote unter den Jugendlichen bei den »sehr religiösen Muslimen«. Noch viel schlimmer ist das in Frankreich oder in England!

    Es sind aber doch nicht alle Migranten so?

    Selbstverständlich nicht. Unter dieser Situation leiden vor allem die fleißigen, gebildeten und vorbildlichen Ausländer oder auch ausländische Studenten, die zu uns nach Deutschland kommen. Ein türkischer Freund von mir aus Stuttgart, ein erfolgreicher Unternehmer, schimpft selber über viele der in Deutschland lebenden Türken. Er selber stammt aus Istanbul, einer weltoffenen Stadt, in der man kaum Muslimas mit Kopftüchern sieht. Dieser Deutsch-Türke wählt übrigens die Republikaner, also deutsch-national. Interessant, nicht wahr?

    Allerdings.

    Und ich möchte auch bemerken, dass vor allem in England der Anteil an Chinesen oder Asiaten generell sehr hoch ist, diese aber überhaupt nie gewalttätig werden oder durch kriminelle, ja gar asoziale Agitationen auffallen. Und die Asiaten sind auch die besten an den Schulen und Universitäten. Auch der verhältnismäßig hohe Anteil an immigrierten Polen in England verhält sich friedlich. Bei den Migranten afrikanischen, libanesischen oder marokkanischen Ursprungs ist das nicht so, wie ja nun die ganze Welt gesehen hat. Wir haben in Deutschland ja auch keine Probleme mit Portugiesen, Asiaten, Griechen, Jugoslawen oder Italienern, die seit Jahrzehnten bei uns sind. Die sind alle beliebt, weil sie sich auch integrieren. Es hat also offenbar bei den anderen Migranten mit deren religiöser Einstellung zu tun, sprich mit der Lehre des Islam…

    Das ist inzwischen kein Geheimnis mehr, und da ist auch nicht erst Thilo Sarrazin drauf gekommen oder das Kriminologische Institut in Niedersachsen. Aber es wird nichts getan. Es wird nicht nur nichts getan, sondern man darf es auch nicht ansprechen, sonst wird man geächtet. Das heißt, diese Zustände sind wohl erwünscht.

    Sie meinen also, dass diese demographische Entwicklung, die wir heute haben, ganz bewusst und nicht zufällig entstanden ist?

    Na klar, oder wie würden Sie es denn interpretieren, wenn Jürgen Trittin sagt: »Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.«

    So, und auf der anderen Seite haben wir die deutsche Unterschicht. Schauen Sie: Der Prozentsatz an ungebildeten Menschen, also solchen, die nicht mal einen Hauptschulabschluss hinbekommen, steigt rapide. Dazu gehören leider auch immer mehr Deutsche. Ich habe in einem Artikel kürzlich gelesen, dass man in den mitteldeutschen Ländern Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss trotzdem eine Lehrstelle vermittelt hat. Nur 50 Prozent davon haben die Lehre dann auch abgeschlossen. Die anderen kamen irgendwann einfach nicht mehr zur Arbeit mit der Begründung, sie wollten nicht so früh aufstehen und sie würden mit Hartz 4 ebenso gut leben. Sind das jetzt Taugenichtse oder »nutzlose Esser«, wie sie der Hochgradfreimaurer in Geheimgesellschaften 3 nennt, da sie nichts zur Entwicklung des Landes, der Gemeinde, der Kultur oder sonst etwas beitragen? Teilweise wohl schon, überwiegend sind es aber »Opfer«, denn wenn man sich die Eltern anschaut, weiß man, woher es kommt. Wenn die jungen Menschen es von den Eltern und ihrem Umfeld nicht anders vorgelebt bekommen, wie sollen sie es dann lernen? Das sind diejenigen, die nichts zu verlieren haben. Die gehen dann – wie Mitte September 2011 in Zürich zum Beispiel − auf die Straße und schlagen alles kurz und klein. Klar, es gehört ihnen ja nicht. Sie haben ja wohl auch kaum ein eigenes, selbst erarbeitetes Haus oder Auto, ihre Eltern meist auch nicht, und haben daher eine andere Sichtweise, was Besitz angeht…

    Schauen wir einmal zurück in unsere Geschichte: Früher wurden alle Revolutionen von den Gebildeten, den Studenten ausgelöst. Diese sind inzwischen müde Gutverdiener geworden, oder die aktuellen haben durch ihr Studium nur ihren Wohlstand im Kopf. Heute sind es die Besitzlosen, die auf die Straße gehen, diejenigen, die nichts zu verlieren haben.

    Und die werden wirklich in Massen auf die Straße gehen?

    Ja, das meine ich. Und nicht nur ich. In einer Studie der CIA aus dem Jahre 2010 kam diese zu der selben Erkenntnis: Wenn es zu einer neuerlichen Wirtschaftskrise kommt, werden die Regierungen der westlichen Welt den sozialen Gürtel enger schnallen müssen, sprich: die Sozialleistungen werden gekürzt oder ganz gestrichen – also Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Hartz 4. So lange die Unterschicht Geld bekommt, ist sie ruhig. Das wird sich aber dann ändern, wenn es kein Geld mehr gibt… Der Trendforscher Gerald Celente meint, dass die zugewanderten Menschen dann die Länder verlassen werden und in ihre Heimat zurückkehren beziehungsweise, dass sie teilweise auch aus den europäischen Ländern gejagt werden. Das kann sein. Auf jeden Fall werden sie erst einmal auf die Straße gehen und randalieren.

    Hat das nicht auch etwas mit fehlender Bildung zu tun?

    Ganz sicher sogar! Besonders verhängnisvoll ist dabei Folgendes: Was macht diese Gesellschaftsschicht denn den ganzen Tag? Ich spreche hier von der sozialen Unterschicht − da sind Deutsche ebenso mit dabei wie Menschen mit Migrationshintergrund. Sie sitzt vor dem Fernseher und schaut sich geistigen Dünnschiss an. Das, was aus inzwischen zig Programmen den Bürgern präsentiert wird, ist zum größten Teil völliger Müll. Fernsehen er-zieht die Menschen nicht mehr, wie das einst der Anspruch war, sondern es ver-zieht sie. Es zieht sie nicht nach oben, es zieht sie nach unten. Es ist primitiv und verroht die Menschen in ihrem Aussehen (Piercing, Tätowierungen und der Wahl der Kleidungsstücke), in ihren Umgangsformen, in ihrer Wortwahl und in ihren Interessen – ob es die Kindersendungen sind, die auf die Jüngsten hereinprasseln, Big Brother, nachgestellte Gerichtssendungen oder solche, in denen Menschen aus sozialen Randgruppen durch plastische Chirurgie umgebaut werden, also Sendungen, die nur dazu da sind, wertvolle Lebenszeit zu vernichten. Na ja, Sie wissen ja, was ich meine. Und die Menschen, die diesen Mist produzieren, sind eben nicht nur Ausländer, das sind auch Deutsche.

    Interessant ist dabei auch eine immer deutlicher werdende Entwicklung: Das Beschriebene betrifft hauptsächlich den männlichen Nachwuchs. Die Mädchen und die jungen Frauen sind davon nämlich kaum betroffen, sie drängeln sich selbstbewusst geworden in alle Männerbereiche und werden dabei zu Wegbereiterinnen eines neuen Bewusstseins. Und dieses neue Bewusstsein hat eben auch weltweit mit den anhaltenden Schwingungsverstärkungen zu tun.

    Und Frauen waren schon einmal die Retter Deutschlands. Nach dem Weltkrieg der Männer haben die Frauen Deutschland wieder aufgebaut. Und jetzt haben schon wieder die Männer die Welt in den Bach gefahren und unsere Frauen, geborene WIR-Menschen (Mütter und Familien) werden sie wieder herausholen – friedlich, gemeinschaftlich und schöpferisch, so heißt es. Die Schöpfung ist nun mal weiblich, und alle Männer sind aus einer Frau geboren. Die Männer beziehungsweise die männlichen Jugendlichen haben hier also deutlich das Nachsehen…

    Kommen wir noch einmal zurück zum Fernsehen: Kommt nicht das meiste aus Hollywood – auch die hektischen, die Kinder nervös machenden Kindersendungen?

    Ja, Sie haben Recht. Im Fall der meisten Spielfilme sind die Produzenten keine Deutschen. Na ja, und diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass das in den deutschen Privatkanälen läuft, sind auch keine Deutschen, sondern Leute wie Rupert Murdoch oder Haim Saban, da haben Sie Recht. Definieren wir es also besser: Es sind Menschen aus der westlichen, aus der modernen, materialistischen Welt, die die Horror-, Gewalt- oder Porno-Streifen produzieren beziehungsweise vermarkten – die übrigens auch wieder überwiegend von männlichen Jugendlichen oder Männern an sich konsumiert werden. Es sind keine gläubigen Muslime, die das produzieren, und es sind auch keine gläubigen Christen. Es gibt dennoch viele Sendungen, die hier bei uns in Deutschland oder Österreich produziert werden. Und diese Produzenten ohne höhere Ideale sind mit schuld an der Situation, die inzwischen zu eskalieren scheint. Man will eine Gesellschaftsschicht ohne Niveau kreieren, ohne Orientierung, ohne Verantwortung, ohne Werte, ohne Stolz, Respekt oder Achtsamkeit, wo alles erlaubt ist.

    Man verroht die jungen Menschen also bewusst… Sie haben dann keinen Respekt mehr – weder vor den Lehrern, den Eltern, den älteren Menschen oder gar der Polizei.

    Genau!

    Da tun die Gewaltspiele, also die Computerspiele, sicherlich auch ihren Teil dazu.

    Sicher!

    Aber zu Beginn sprachen Sie davon, dass diese Entwicklung geplant ist. Wie kann man sich das vorstellen?

    Ok. Gehen wir einmal davon aus, dass es eine Interessengruppe gibt, die die absolute Kontrolle über die Welt erringen möchte. Nennen wir sie einmal die »Illuminati«. Die totale Kontrolle erhält man dadurch, dass es kein Bargeld mehr gibt, sondern nur noch virtuelles Geld – gesteuert über gigantische Computeranlagen −, und dass jeder Mensch einen kleinen Chip eingesetzt bekommt, der alles in einem ist: Krankenkarte, Kreditkarte, Personalausweis, Führerschein und so weiter. Durch diesen Chip ist man jederzeit überall auffindbar und ist gleichzeitig ein gläserner Mensch, denn jeglicher Zahlungsverkehr ist registriert. Derjenige, der auf den Chip Zugriff hat, kann auf Knopfdruck das Geldguthaben eines unbequemen Bürgers löschen, die Krankenversicherung sperren oder was auch immer.

    So, nun wird sich aber kaum einer freiwillig einen solchen Chip implantieren lassen – wozu auch. Es geht ja auch ohne. Also haben sich die Leute, die die Welt gerne komplett besitzen möchten, einen Plan ausgedacht, wie sie moderne, aufgeklärte Menschen dazu bringen, sich diesen Chip freiwillig einpflanzen zu lassen. Das sind übrigens dieselben Leute, die uns den Euro beschert haben, den kein Deutscher wollte – und trotzdem haben wir ihn…

    Das Prinzip finden wir in den drei markanten Worten im Siegel des Schottischen Ritus der Freimaurerei versinnbildlicht: »ordo ab chao« – Ordnung aus dem Chaos. Wenn man eine neue Ordnung – eine Neue Weltordnung – einführen möchte, so muss zunächst die alte Ordnung zerstört werden.

    Verstehe ich es richtig: Die Mächte im Hintergrund wollen eine Art Weltregierung. Da die Menschen das aber nicht wollen, muss man sie über Tricks dahin bringen, dass sie eine wollen.

    Genau. Man schafft bewusst Chaos, sprich Unruhen, gibt ständig Terrorwarnungen heraus, damit die Bürger eine schärfere Überwachung fordern und dabei die Aufgabe ihrer persönlichen Freiheit in Kauf nehmen. Am besten eignet sich dazu das Feindbild Islam. Das bedeutet, man schürt bewusst eine Angst vor dem Islamismus beziehungsweise schürt die Angst vor einem Islam-Terrorismus, den es in dieser Form momentan gar nicht gibt, um die Überwachung zu verstärken und Bürgerrechte einzuschränken. Das war ähnlich wie bei der dritten RAF-Generation, der man verschiedene Morde in die Schuhe geschoben hat, und die nicht widersprechen konnte, da es sie gar nicht gab…

    Und was geschieht dann?

    Aufgrund solcher immer weiter zunehmenden chaotischen, wirtschaftlich unsicheren Umstände in den einzelnen Ländern und einem angeblich von Islamisten ausgehenden Terrorismus, vor dem wir täglich durch die Massenmedien gewarnt werden, wird sich das Stammvolk des jeweiligen Landes nun zunehmend unwohler im eigenen Land fühlen und spätestens nach Rassenunruhen wie in England, die bei uns in Deutschland durch eine neuerliche Finanzkrise auch schnell auftreten können, dagegen aufbegehren und stärkere Gesetze und Überwachung dieser Gewalttätigen fordern – bis hin zur Implantierung eines Mikrochips, damit diese endlich richtig überwacht und in Schach gehalten werden können. Und das ist es genau, wo uns die geheimen Machthaber der Erde hinhaben wollen. Man schafft ganz bewusst Unruhe und Aggression. Ich nenne es das »Luzifer-Prinzip«, denn es ist eine Täuschung – und am Ende verkaufen wir unsere Seelen und unsere Freiheit. Die Machthaber werden sagen: »Aber ihr habt die Kontrolle und Überwachung doch so gewollt. Ihr habt uns darum gebeten, wir haben euch nicht gezwungen, euch Chips implantieren zu lassen. Wir bringen euch durch die Überwachung endlich Sicherheit – vor allem vor Terroristen«.

    Verstehen Sie? Die Illuminati zwingen uns nicht, den Mikrochip zu nehmen. Sie sagen: »Ihr habt ihn doch von uns gefordert, und wir haben geliefert.« Dass diese aber die chaotischen Zustände zunächst bewusst herbeigeführt haben, das kommt dann nicht zur Sprache.

    Das Ziel dieser Mächtigen ist und bleibt die Weltherrschaft. Der nächste Schritt dahin sind die Vereinigten Staaten von Europa, wie sie jetzt Frau von der Leyen gefordert hat. Das hatte ich bereits 1994 in meinen ersten beiden beschlagnahmten Büchern beschrieben. Hier läuft ein großer Plan im Hintergrund des Weltgeschehens ab.

    Das heißt, wir bekommen die totale Überwachung?

    Ja, denn irgendwann begehren die »noch normalen Bürger« gegen diese Zustände auf und fordern von der Politik, dass sie hart durchgreift. Das tut sie dann auch. Und so bekommen wir am Ende eine Überwachungsstruktur, die aber nicht von den einzelnen Staaten wie beispielsweise Deutschland oder Österreich kontrolliert wird – also dass Deutsche von der deutschen und dass Österreicher von der österreichischen Regierung überwacht werden –, sondern von der EU, der UNO oder den USA – oder eben auch von privaten Anbietern undefinierbarer Herkunft. Diese sind es, die die Daten dann verwalten und kontrollieren. Das machen sie ja jetzt auch schon. Fremde haben somit Zugang zu den privatesten Informationen von uns. Wir haben dann den Feind im eigenen Land, der weiß, was der deutsche Bürger denkt, isst, was er konsumiert, mit wem er was kommuniziert und so weiter − siehe Blackberry, Facebook, Skype oder Twitter. Die überwiegend jugendlichen Nutzer sind sich gar nicht darüber bewusst, dass ihre Daten nie gelöscht werden. Und was die Mikro-Chips angeht: die werden selbstverständlich nicht nur den Kriminellen eingepflanzt – das ist nur der Vorwand zu Beginn –, sondern irgendwann allen Menschen, da uns nur ihre Vorteile vorgestellt werden. Ein sehr enger Freund von mir, ein österreichischer Unternehmensberater, hatte sich im Jahre 2008 in London mit einer Dame, einem ehemaligen britischen Regierungsmitglied, getroffen. Irgendwie beiläufig kamen sie beim anschließenden Essen auf das Thema Überwachung zu sprechen, die ja in England überall präsent ist. Und die Dame erklärte dann ganz ungeniert, dass sie selbst und ihre Familie, »die der gehobenen Gesellschaftsschicht angehört«, bereits die Chips implantiert hätten und bald alle Engländer – ob sie das wollten oder nicht – Mikrochips unter die Haut implantiert bekämen. Die Frau war zur Überraschung meines Freundes ganz begeistert von dieser Tatsache.

    Das ist ja heftig. Es hatte ja Nicholas Rockefeller bei einem Gespräch mit dem inzwischen verstorbenen Filmemacher Aaron Russo genau das erwähnt und dass es zweierlei Chips geben würde – einen für die »blöde Masse« und einen für die »Elite«, der dann ähnlich einem Diplomatenpass funktionieren soll.

    Exakt! Und die Unruhen in England und Frankreich waren erst der Anfang. Das wird bei uns in Deutschland auch irgendwann kommen. Auch die Terrorwarnungen werden zunehmen. Das wird bewusst gepusht. Und es ist dieser Nicholas Rockefeller gewesen, der sagte, dass der »Krieg gegen den Terror« ein Riesenschwindel ist – er ist künstlich geschaffen, um Angst und Panik zu erzeugen.

    Das ist natürlich eine angsterzeugende Entwicklung…

    Ja, das ist es ja eben. Man erzeugt Angst, denn über Ängste sind die Menschen am leichtesten steuerbar – und auch ganze Menschengruppen.

    Wie kann man sich das mit den Bürgerkriegen vorstellen?

    Schon Seher wie Alois Irlmaier oder Maximin von La Salette haben vorhergesagt, dass Paris von den eigenen Leuten angezündet wird. Das muss man sich einmal vorstellen! Bis vor wenigen Jahren war das eine nicht nachvollziehbare, abstruse Zukunftsvision. Wenn bislang eine Stadt brannte, dann ist sie – wie Dresden durch die Phosphorbomben zum Beispiel – von einer feindlichen Macht zerstört worden und brannte deshalb. Aber diese Seher sagten vor einigen Jahrzehnten, bei dem visionären Priester Don Bosco sogar um 1850, schon voraus, dass Paris »von den eigenen Leuten« angezündet wird. Damals, als diese »Propheten« lebten, gab es aber nur Franzosen in Paris, keine Migranten aus aller Herren Länder. Seit Jahren kommt es nun zu gewalttätigen Ausschreitungen jugendlicher Migranten in Pariser Vororten – und das schlägt irgendwann auf die Pariser Innenstadt um. Das ist es, was kommen wird, weil es so geplant ist!

    Bei den Sehern, die das nun anstehende Szenarium aufgrund einer spirituellen Begabung vorhergesehen haben, heißt es auch, dass bei bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Deutschland die Städter dann aufs Land kommen werden, weil es in den Städten nichts mehr zu essen gibt – die Supermärkte werden ja binnen weniger Stunden geplündert. Wenn die Plünderer dann aufs Land kommen, um dort weiterzustehlen, so heißt es bei den Sehern, »…werden sie mit den Pflugreiteln erschlagen… Die Bauern werden die Häuser mit hohen Zäunen umgeben und aus den Fenstern auf die Leute schießen.« Das heißt, die Menschen auf dem Lande setzen sich zur Wehr.

    In meiner Region zum Beispiel haben sich schon nach den Rassenunruhen in Frankreich viele Deutsche bewaffnet. Die Schützenvereine haben regen Zulauf, und man wird im Ernstfall ganz flott Bürgerwehren bilden, die die »Gäste« aus den Städten dann gebührend in Empfang nehmen werden…

    Das ist nun die eine Seite. Unter den Sehern finden wir aber auch solche, die von der Zeit danach – also nach einem Dritten Weltkrieg − berichten, auch vom Entstehen neuer Gemeinschaften.

    Und was wird dabei wirtschaftlich auf uns zukommen?

    Michael Morris, dessen Buch ich im Frühjahr 2011 verlegt hatte, berichtete mir von einem Polizeikommissar aus Berlin, der als Sicherheitsbeamter im Bundestag tätig ist und daher täglich mit den Parlamentariern zusammenkommt. Er hat bei einem befreundeten Bauunternehmer vor wenigen Wochen ein Haus im Chiemgau in Auftrag gegeben, das dieser ganz schnell bauen muss! Auf Nachfragen erklärte der Kommissar, dass bald alles zusammenbrechen wird, die Rentenkassen leer sind, Griechenland pleite und nicht mehr zu retten ist, und dass die Bundespolitiker das wüssten, es jedoch dem Volke nicht mitteilen würden. Das war Stand 6. Juli 2011!

    Warum ist das so? Wieso haben wir eine Euro-Krise? Was nur die wenigsten wissen ist, dass wir uns in einem Währungskrieg mit den USA befinden. Die griechische Regierung wurde vor der Euro-Einführung von der US-Investment-Bank Goldman Sachs »beraten«, damit Griechenland die Aufnahmekriterien erfüllt. Es war damals schon klar, dass Griechenland Schwierigkeiten haben würde, in der Währungsunion mitzuhalten, denn es gab strukturelle Schwächen im Haushalt Griechenlands, was dann in den Haushaltsbilanzen geschönt und verschleiert wurde. Inwieweit die genannte Investmentbank dabei behilflich war, kann nur vermutet werden. Aus diesem Beratungsprozess hat Goldman Sachs jedenfalls so viele Erkenntnisse gewinnen können, dass sie Jahre später die Möglichkeit hatten, mit Zinswetten (Kreditausfallversicherungen) gegen Griechenland den Beginn der Euro-Krise einzuläuten und zugleich gigantischen Profit zu schlagen. Eine Euro-Krise schwächt auch und gerade jene Länder, die vor einigen Jahren dazu übergegangen sind, verstärkt in Euroanleihen zu investieren – allen voran China. Somit können hier die USA zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wenn der Euro bricht, dann gibt es einen Sieger – die US-Großbanken. Und sollte der Euro wirklich kippen, dann gibt es höchstwahrscheinlich eine neue, globale Währung, denn das Ziel der Illuminati war von Anfang an eine Weltwährung!

    Und was soll man Ihrer Ansicht nach tun? Soll man sich vorbereiten?

    Ob und wann es zu einem Zusammenbruch oder einer Veränderung des Wirtschafts- beziehungsweise Geldsystems kommt, kann wohl keiner genau sagen. Man sollte jedenfalls auf das Schlimmste vorbereitet und deshalb gewappnet sein. Ich kann nur raten, überschüssiges Geld in feste Werte anzulegen. In Gold und Silber reichen ein paar tausend Euro normalerweise aus. Das sollte man in Münzenform erwerben, um im absoluten Krisenfall etwas kaufen zu können. Größere Summen gesparten Geldes, so meine ich, sollte man aber in Immobilien und Land, also Grundbesitz, anlegen, das kann Ackerland sein oder Wald – egal. Hauptsache, es ist physisch vorhanden. Dieses kann man während oder nach Krisenzeiten einmal beleihen oder anderweitig nutzen. Ich selbst habe überschüssiges Geld neben Immobilien auch in neue Technologien investiert, denn diese sind die Zukunft. Das heißt, ich unterstütze Erfinder, die an autonom-machenden Motoren arbeiten. Im Moment werden Wassermotoren und dergleichen noch unterdrückt, doch ist der Staat einmal in Unruhe, so wird es ruckzuck zu einer Veränderung kommen im Sinne, dass wir den Strom nicht mehr bei großen Konzernen und der Atomlobby kaufen müssen, sondern selbst zu Hause produzieren. Und es wird uns dann keiner daran hindern.

    Glaubt man den Massenmedien, so bleibt der Euro noch lange stabil, es gibt nichts zu befürchten. Und von Freier Energie, die Sie eben ansprachen, hört man auch nichts. Werden wir gezielt verblödet?

    Allerdings. Wir werden tagtäglich durch die Mainstream-Medien belogen, und das ganz bewusst. Nur ein kleines Beispiel aus dem Energie-Bereich. Wussten Sie, dass es bereits 1996 ein hervorragend funktionierendes Elektroauto von General Motors in den USA gab? Das konnte man aber gar nicht kaufen, sondern nur mieten. Es war das EV1. Und das mieteten immerhin 800 Menschen! Und plötzlich wurden alle diese Elektroautos eingezogen und vernichtet! Ja, vernichtet! Man konnte sie nicht gebraucht kaufen, obwohl das viele der Testfahrer wollten. Ähnlich geschah es mit dem Hypermini von Nissan. Und bei uns tun sie so, als ob ein vernünftiges Elektroauto erst noch entwickelt werden müsste. So ein Unsinn! Dass die deutschen Auto-Konzerne das genauso wenig dürfen, weil die Ölindustrie an einem Elektroauto kein großes Interesse hat, ist verständlich. Dass aber die Massenmedien, Zeitungen wie Fernsehen, hier ganz bewusst mitspielen, das ist das wirklich Schlimme! Und das ist auch eine Verschwörung!

    Oder sehen wir beispielsweise den norwegischen Attentäter Anders Breivik. Er ist ein Anti-Islamist, aber kein Rechtsradikaler, wie das überall geschrieben wurde. Er liebt das Land Israel, ist ein glühender Anhänger Churchills, ist Befürworter von Homosexualität, und vor allem ist er Freimaurer. Aber wer weiß das schon…

    Themenwechsel: Sie haben ja im Juli 2011 Ihr neues Buch herausgebracht zusammen mit Abel Basti und Stefan Erdmann: Hitler überlebte in Argentinien. Ist der Titel des Buches nicht etwas gewagt?

    Das sollte man meinen, ist er aber nicht. Das Buch ist eine Gemeinschaftsarbeit mit dem argentinischen Journalisten Abel Basti, der das Thema seit 15 Jahren recherchiert und seitdem 19 Zeugen aufgetan hat, die Hitlers Anwesenheit nach 1945 in Argentinien bestätigen können. Sieben davon sind direkte Augenzeugen, also Personen, die behaupten, Hitler mit eigenen Augen gesehen zu haben. Hier sind vor allem zwei von besonderem Interesse: ein Herr Reinhard Schabelmann, der bei der Ankunft des U-Boots mit dabei war, mit dem Hitler und Eva Braun in Argentinien ankamen, der auch berichtet, dass die Alliierten darüber Bescheid wussten und auch große Geldsummen an diese flossen, damit Stillschweigen gewahrt wurde. Dieser Augenzeuge erklärt auch, dass es bis heute ein Geheimnis bleiben müsste, denn: »Es gibt immer noch zu viele wirtschaftliche Strukturen und Geldbewegungen von dem ins Land gebrachten Vermögen. Eine Untersuchung würde zu viele Geschäfte auffliegen lassen, und wichtige Unternehmer im Land wären verwickelt – das würde auch eine Krise ungeahnten Ausmaßes in den USA und Europa verursachen. Es werden hundert Jahre vergehen, bis man Ermittlungen durchführen kann, das heißt, wenn es keine direkten Verantwortlichen mehr gibt.«

    Die spannendste Person unter Abel Bastis Zeugen ist aber auf jeden Fall Catalina Gamero, die Adoptivtochter von Ida und Walter Eichhorn, die finanzielle Unterstützer Hitlers und der NSDAP vor 1933 waren. Frau Gamero hatte Hitler im Jahre 1949 drei Tage lang im Privathaus der Eichhorns im argentinischen La Falda umsorgt, ihm das Essen gebracht und ihn demzufolge wiederholt gesehen. Sie beschreibt auch, dass Ida Eichhorn sich diese drei Tage lang permanent mit Hitler unterhalten hatte und erklärt zudem, dass sie Hitler danach auf ein anderes Privatgut der Eichhorns verbrachten, wo sie ihn erneut mehrmals persönlich antraf.

    Aber kann das nicht ein Doppelgänger gewesen sein?

    Auf keinen Fall! Wenn man die Geschichte der Eichhorns betrachtet, die im Buch ja detailliert wiedergegeben ist, dann wird klar, dass sich eine Frau Eichhorn, eine glühende Nationalsozialistin, niemals mit einem Doppelgänger, und dann auch noch mehrere Tage lang, unterhält. Wozu denn? Was soll das?

    Aber wie gesagt, das sind nur zwei von 23 Zeugen, die im Buch insgesamt zu Wort kommen. Und dann kommt eben unser Teil der Geschichte mit dazu, also was Stefan und ich in Paraguay erlebt hatten. Als wir im November und Dezember 2010 eine größere Südamerika-Tour durch mehrere Länder durchführten auf der Suche nach Eingängen in alte Tunnelsysteme, stießen wir in Asunción auf einen Buchautor, Mariano Llano, der das Thema ebenfalls behandelt hatte, und durch diesen dann auf einen Augenzeugen, der als 17jähriger Soldat zusammen mit dem damaligen Innenminister Paraguays, Edgar L. Insfrán, auf ein Landgut an der Grenze zu Brasilien fuhr, das von blonden Deutschen bewohnt war. Dieser Zeuge sah mit eigenen Augen, wie der Innenminister dann dort Hitler und Eva Braun begrüßte und sich mit diesen zum Gespräch ins Haus zurückzog. Das ist einer von vier Augenzeugen, die wir selbst aufgespürt hatten. Wir waren dabei zur Recherche auch in mehreren deutschen Kolonien in Paraguay und Argentinien.

    Im Februar 2011 sind wir dann erneut nach Paraguay geflogen – diesmal mit Kameras und Aufnahmegeräten bewaffnet – und haben die vier Zeugen interviewt, die Hitler dort gesehen haben wollen. Und das Faszinierendste ist, dass wir hier offenbar in ein Wespennest gestoßen haben. Seit das Buch in Druck ging, haben wir schon wieder drei neue, direkte Augenzeugen in Paraguay aufgespürt, die jetzt gerade interviewt wurden. Die eine ist die Hausdame von General Diaz de Vivar, dann ein persönlicher Leibwächter von Paraguays Ex-Präsident Stroesser und ein Polizeikommissar unter Stroessner.

    Also das hätte ich jetzt nicht erwartet.

    Ich auch nicht, ehrlich gesagt. Ich sage ja, das ist unglaublich. Und von den Augenzeugen haben wir so viele Details erfahren können bezüglich der letzten Jahre Hitlers, seines Gesundheitszustands, wie er wohnte und auch, mit wem er sich traf – wie zum Beispiel Präsident Perón, und das mehrmals! Auch in diesem Fall ist der Augenzeuge ein hoher Polizeibeamter. Im Februar 2011 habe ich dann aufgrund der Fülle an Informationen einen Mann in Asunción engagiert, der für mich seitdem vor Ort recherchiert – ein Detektiv sozusagen – und wöchentlich seinen Rapport abgibt.

    Und auf unser Buch hin haben sich inzwischen auch die ersten Personen aus Deutschland gemeldet, die etwas über die Flucht berichten konnten.

    Aber es gibt doch Augenzeugen und Beweise, dass Hitler Selbstmord begangen hat.

    Ja ja, das sollte man meinen. Es ist aber nicht so! Erstens: Die drei vermeintlichen Augenzeugen − Rochus Misch, Otto Günsche und Heinz Linge −, die den Leichnam Hitlers gesehen beziehungsweise auch verbrannt haben wollen, widersprechen sich. Zweitens wurde das Schädelfragment, das die Russen bis heute aufbewahren, durch Dr. Bellantoni von der Universität Connecticut im Jahre 2009 als das einer Frau identifiziert. Drittens deckt sich die Zahnbrücke, die nun wiederholt untersucht wurde, zwar mit den Röntgenaufnahmen aus dem Archiv von Hitlers Zahnarzt Dr. Blaschke, doch selbst der deutsche Forensiker Dr. Benecke und Dr. Sognnaes von der Universität Los Angeles sagen, dass dies kein Beleg für Hitlers Tod ist. Dr. Reidar Sognnaes erklärt, dass niemand weiß, ob es die echten Röntgenaufnahmen Hitlers sind, die man den Alliierten aushändigte, und nicht die eines seiner Doppelgänger. Denn logischerweise wird ein Doppelgänger Hitlers denselben Zahnarzt aufgesucht haben. Und viertens hatte der Zahntechniker Fritz Echtmann, der bei den Historikern immer als Hauptzeuge angeführt wird, und der zunächst 1945 behauptete, Hitlers Zahnbrücke sofort wiedererkannt zu haben, im Jahre 1971, nach der Rückkehr aus der russischen Gefangenschaft, seine Aussage widerrufen.
    Jan van Helsing und Rochus Misch

    Man erkennt also schon nach kurzer Recherche, dass das, was man uns in den Geschichtsbüchern als »Beweise« präsentiert, nichts wert ist. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass die Geschichtsbücher von den Siegern geschrieben werden. So ist das!

    Mit Stefan zusammen waren wir im August 2011 bei Rochus Misch in Berlin, dem Leibwächter Hitlers und einem der drei »Augenzeugen«, die Hitlers Leichnam gesehen haben wollen. Davon abgesehen, dass sich diese drei Augenzeugen – Misch, Linge und Günsche − alle widersprechen, was die Position der Leichen angeht oder welche Schuhe Eva Braun getragen hatte, hat uns Misch auch ein Detail berichten können, das bislang bei den Historikern keine Erwähnung fand: Man hatte, nachdem man einen Schuss aus dem Führerbunker gehört hatte, noch 30 Minuten gewartet, bis die Türe geöffnet wurde! Das muss man sich einmal vorstellen – 30 Minuten! Hier war genügend Zeit, Personen auszutauschen, eine Situation zu präparieren oder über einen Fluchtweg den Bunker zu verlassen.

    Interessant ist auch folgende Geschichte von Rochus Misch: Als der Film Der Untergang in Berlin Premiere feierte, wurde Misch von Bernd Eichinger persönlich angerufen und gebeten, NICHT zur Premiere zu kommen. Und zwar aus dem Grund, dass der Film in wesentlichen Punkten falsch ist, die Berichte von Traudl Junge, auf denen dieser basiert, nicht glaubwürdig sind und Misch, der noch heute als ein treuer Anhänger Hitlers bezeichnet wird, bei der anschließenden Podiumsdiskussion als einziger noch lebender Augenzeuge den Film ad absurdum geführt hätte. Der Film hat mit der Realität nichts zu tun!!!!

    Aber die Person Hitler ist nur ein ungeklärtes Kapitel des Dritten Reichs. Vor allem das Schicksal Martin Bormanns wirft erneut große Fragen auf. Wir hatten den paraguayischen Ausweis von Bormann in Händen und haben diesen im Buch veröffentlicht. Dieser lautete auf den Namen Agustín von Lembach, und das ist auch der Name, den der belgische Kollaborateur Paul van Aerschodt gegenüber einem Journalisten im Februar 2011 nannte. Van Aerschodt hatte dem Journalisten gesagt, er habe Bormann viermal nach 1945 in Bolivien getroffen und Geschäfte mit ihm gemacht.

    Wo ist dieser Ausweis heute?

    In sicheren Händen… Wir sind bemüht, diesen Pass einer wissenschaftlichen Untersuchung zu unterziehen. Ein Ergebnis steht zu diesem Zeitpunkt noch aus. Letztlich hat der »Fall Bormann« einen besonderen Stellenwert, da es viele Hinweise darauf gibt, dass Bormann und der Gestapo-Chef Heinrich Müller den Plan B, also die Flucht Hitlers und anderer hochgestellter Personen des Dritten Reiches, organisiert und durchgeführt haben. Und überlegen Sie doch einmal ganz praktisch: Ein toter Hitler und ein toter Bormann wären für die alliierten Geheimdienste ein Albtraum gewesen, denn es ging nach heutigem Wert um Milliarden. Alleine die geschätzte Summe des während des Krieges in Umlauf gebrachten Falschgeldes wird auf viele hundert Millionen Dollar geschätzt. All das Geld und Wissen wäre doch mit dem Tod Hitlers oder auch Bormanns nicht mehr zu bekommen gewesen. Man sollte davon ausgehen, dass die alliierten Geheimdienste Hitler und Bormann einen roten Teppich ausgerollt haben, um an das Geld und das militärische Wissen zu gelangen. Dafür sicherte man den beiden einen finanziell abgesicherten Lebensabend in Südamerika zu. Das ist heutzutage nicht anders: Was glauben Sie, wie heute Geheimdienste finanziert werden?

    Und denken Sie an die in unserem Buch veröffentlichten FBI-Dokumente über Hitlers Flucht. Die Alliierten wussten es!

    Inzwischen hat sich auch ein deutscher Adliger auf unser Buch hin gemeldet, der selbst seit seiner Kindheit in Bolivien lebte und ebenfalls bezeugen kann, dass sich Bormann dort aufhielt.

    Haben Sie ihn schon interviewt?

    Ja, Stefan hat das alleine getan, da ich zu diesem Zeitpunkt in Kroatien war. Im Moment sammeln wir Zeugen wie ihn und auch die neu hinzugekommenen Zeugen in Paraguay und Argentinien. Dann muss man in einem Jahr mal schauen, wie viel wir zusammenbekommen und ob sich das für ein Fortsetzungsbuch lohnt, oder ob man das eventuell als Artikelreihe veröffentlicht.

    Abel Basti ist im Moment daran, mit einer argentinischen Anwaltskanzlei zu verhandeln, die Eva Braun bis 2009 noch vertreten haben will. Auch soll eine Tochter Hitlers noch in Buenos Aires leben. Es gibt also noch eine Menge Stoff zu diesem Thema…

    Steht eine neue Expedition an?

    Jawohl! Im Juli war ich mit Stefan und Freunden vom Templerorden aus Klagenfurt in Sarajevo, wo wir uns die Pyramiden von Visoko angesehen haben. Wir waren dort bei Dr. Sam Osmanagić, der diese entdeckt hatte und jetzt seit 2005 dort Ausgrabungen durchführen und alles untersuchen lässt. Die größte der dortigen Pyramiden ist um fast 100 m höher als die Große Pyramide von Gizeh. Allerdings ist diese nicht aus Quadern erbaut, wie wir das von den ägyptischen oder südamerikanischen Pyramiden kennen, sondern ist mit einer antiken Betonschicht überzogen – ein Beton, der härter ist als das, was wir heute kennen. Das Ganze liegt heute unter einer circa zwei Meter dicken Erdschicht verborgen.

    Ehrlich gesagt hat uns das, was wir dort in den drei Tagen gesehen haben, noch nicht ganz überzeugt und wir haben Gesteinsproben mitgenommen, die gerade vom Fresenius-Institut geprüft werden. Was aber wirklich ein Knaller ist, ist das dort gefundene Tunnelsystem, ja, Tunnel-Labyrinth muss man fast sagen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Dr. Osmanagić lässt dieses Tunnelnetzwerk freiräumen, wobei von den vermuteten zweieinhalb Kilometern Größe bislang etwa 500 m freigelegt wurden. Die Tunnel sind ähnlich einem Spinnennetz angelegt. Das Team von Sam Osmanagić, das sich überwiegend aus Freiwilligen zusammensetzt, die aus der ganzen Welt dort hinkommen, macht an und für sich nichts anderes, als das Material, mit dem die Tunnel vor zirka 5.000 Jahren wieder zugeschüttet wurden, herauszuräumen. Davon abgesehen, dass die Tunnel nicht röhrenartig – also wie bei einem Autobahntunnel – in den Berg getrieben wurden, sondern die Tunneldecke teilweise ähnlich einer Sinuskurve angelegt ist, sodass aufgrund des wechselnden Luftdrucks ein natürliches Ventilationssystem entsteht, so muss man sich fragen, wer die Tunnel wieder zugeschüttet hat. Und vor allem, warum?

    Die Forscher, die die Tunnel jetzt untersuchen, die ebenfalls aus der ganzen Welt dort hinkommen, schätzen diese auf zwischen 10.000 und 25.000 Jahre alt. Es gab nach offizieller Geschichtsschreibung nichts und niemanden zu dieser Zeit, der dort lebte. Wer aber die Tunnel gebaut hat, muss ein weit entwickeltes Verständnis der Thermik und ebenfalls von Konstruktionen gehabt haben. Manche Abschnitte der Tunnel sind konisch angelegt, ähnlich wie die Goten es später taten – höchst eigenartig.

    Und die Tunnel wurden wieder zugemacht?

    Ja, das ist ja eben der Knüller. Man hat keine Ahnung, von wem und wieso die Tunnel ursprünglich gebaut wurden. Vielleicht als Zugang zu einer der Pyramiden? Aber wieso der spinnwebenartige Aufbau? Die wirklich wichtige Frage ist aber doch, wer hat das vor 5.000 Jahren wieder zugemacht? Und wir sprechen hier nicht davon, dass wie im Zweiten Weltkrieg die Soldaten den Eingang eines Tunnels oder Bunkers zusprengen. Diese Gänge wurden ganz akribisch komplett wieder von irgendjemandem zugeschüttet, das ganze Tunnelsystem, jeder Gang von vorne bis hinten. Sie wurden aber so zugemacht, dass da kein Millimeter Luft beziehungsweise Zwischenraum an der Decke frei blieb. Das ist technisch aber kaum möglich – auch heute nicht. Das Füllmaterial muss mit einer Maschine, mit enormem Druck hineingepresst worden sein. Immer wenn ein Gang dann zugeschüttet war, hat man eine kleine Mauer davor gesetzt, dann hat man den nächsten Gang zugeschüttet.

    Es stellt sich also die Frage: Was war da drin?

    Richtig! Will man die Menschheit vor einem phantastischen Geheimnis fernhalten, oder verbirgt sich da unten vielleicht etwas unsagbar Böses, sodass man mit allen Mitteln verhindern will, dass jemand dort hinkommt? Auch ist nicht geklärt, ob die Tunnel von innen nach außen zugemacht wurden oder andersherum. Vielleicht wohnt da jemand drin und hat sichergehen wollen, dass nie jemand zu ihm vordringt?

    Das muss man wirklich gesehen haben, das ist echt unglaublich!

    Und fliegen Sie nochmals da runter?

    Aber sicher doch. Und nicht nur wegen der Ausgrabungen. Als wir in Sarajevo waren, hatten wir die drei Tage die berühmteste Journalistin des Landes als Übersetzerin zur Seite – Aida Cerkez −, die das Massaker von Srebrenica im August 1995 aufdeckte. Madeleine Albright rief sie später persönlich an und dankte ihr dafür. Aida hat aufgrund ihrer Tätigkeit sehr gute Kontakte zum Geheimdienst und weiß Spannendes zu berichten.

    Was sagen Sie zum Libyen-Angriff?

    Gaddafi wollte seine Milliarden, die vor allem in Frankreich angelegt waren, zurückhaben, was ein Bankenchaos ausgelöst hätte – und ein Ende des Euro.

    Und was hier die NATO vorführt, ist blühender Neokolonialismus. Denn Libyen besitzt das größte afrikanische Wasserreservoir, das mehr als seine Ölquellen wert ist. Man schätzt es auf ein Volumen, das ganz Deutschland einhundert Meter hoch bedecken würde. Und an beides, sein Öl und sein inzwischen ausgebautes Wassersystem, hat Gaddafi die Illuminati nicht rangelassen. Seine Gründung der AU (Afrikanische Union) wie auch seine enge, moderne und wirtschaftliche Anbindung an Deutschland und China waren den USA schon lange ein Dorn im Auge. Es sollen 75.000 Chinesen in Libyen gearbeitet haben. Auch Merkel und Westerwelle mussten deshalb klein gemacht werden. Deutsche Anhänger des Staatsmannes propagieren Das Grüne Buch, das Gaddafi 1975 geschrieben hat, und das jetzt neu aufgelegt wurde. Sehr interessant…

    Nun was anderes: Haben Sie das Buch von Michael Morris gelesen?

    Sie meinen Was Sie nicht wissen sollen?

    Genau! Darin steht ja alles beschrieben – wer die Welt über das Zinssystem regiert, welche Familien das sind und welche Absichten sie verfolgen…

    Welche Familien sind das?

    Lassen Sie mich das so ausdrücken: Arndt Oetker, ehemaliges Mitglied der Atlantik-Brücke, sagte einmal: »Die USA werden von 200 Familien regiert, und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.« Aus Europa kommen noch etwa 100 Familien mit hinzu. Das sind die Illuminati. Das sind diejenigen, die das Geld haben und dadurch Wirtschaft, Industrie und Medien in der Hand halten. Sie bestimmen, wohin der Zug fährt, in dem wir sitzen. Und diese wollen eine Weltregierung. Das haben sie auf ihren Treffen (zum Beispiel dem Komitee der 300) beschlossen und streben das auch weiterhin an. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass die meisten wichtigen Politiker verschiedener deutscher Parteien in der Atlantik-Brücke Mitglied sind, auch ein Herr zu Guttenberg.

    Das sind die Leute, die bei uns die Politik der USA durchführen. Die machen Politik also nicht so, um dem deutschen Volk zu gefallen, sondern den USA.

    Genau genommen gibt es zwei Lager auf der Welt: Zum einen diejenigen, die das gut finden, was diese circa 300 Familien wollen, und sich deswegen an sie anbiedern. Und es gibt auf der anderen Seite die Gegner derselben…

    Und das beschreibt unter anderem Michael Morris in seinem Buch.

    Nein, bisher habe ich das Buch noch nicht gelesen. Aber sagen Sie mir: Wohin steuert diese Welt? Was läuft schief?

    Wenn ich mir die Menschheit anschaue – und dazu habe ich auf meinen permanenten Reisen genügend Gelegenheit −, so wird deutlich, dass vieles immer mehr bergab geht. Die Masse scheint zu degenerieren, Deutschland scheint zu verblöden und ein erschreckend großer Teil der Jugendlichen der westlichen Welt lässt sich innerlich wie äußerlich gehen. Es ist der Untergang der abendländischen Kultur. Im Gegensatz dazu sehen wir die Jugend in Asien, die uns gerade überholt – sei es durch schulische Leistungen, Ehrgeiz, Disziplin, Respekt und Achtung gegenüber der älteren Generation beziehungsweise deren Wertvorstellungen. Dort wird das praktiziert, was eigentlich unsere deutschen Urtugenden sind. Aber die Gehirnwäsche durch Geschichtsbücher, rückgratlose Politiker und eine absichtlich verblödende Unterhaltungsindustrie haben ihre Wirkung gezeigt.

    Dennoch gibt es Hoffnung. Trotz der jahrzehntelangen Hollywood-Propaganda, derzufolge alles Deutsche schlecht ist und wir deren Meinung nach bis zum Sanktnimmerleinstag eine Schuld mit uns tragen sollen, wird diese Meinung von der Weltbevölkerung nicht geteilt. Denn wir Deutschen sind nicht unbeliebt, sondern sehr angesehen und spitze. Die jährliche BBC-Sender-Umfrage – vom 7.3.2011 – ergab, dass Deutschland die beliebteste Nation der Welt ist, Israel jedoch an viertletzter Stelle liegt, vor Iran, Mexiko und Pakistan. Und noch was: Obama weiß in seinem Wahlkampf nichts Besseres, als die deutschen Qualitäten als Musterbeispiele zu verherrlichen. Wie sich die Zeiten ändern!

    Und außerdem ist nicht zu übersehen, dass zwischen den noch etablierten Schlafmützen kleine Sterne funkeln. Es kommt eine neue Generation an Seelen auf diesen Planeten, für die es wichtig ist, groß zu werden, erwachsen, damit sie sich entfalten kann. Für uns Eltern gilt es, diese lichten Seelen irgendwie durch das Schul- und Gesellschaftssystem zu schleusen mit so wenig Schaden wie möglich, bis sie ihre Aufgaben angreifen können. Wenn ich solche Kinder nicht selber kennen würde, so würde ich ob der momentanen Situation auf der Erde in eine dunkle Zukunft blicken. Und aus der Geschichte wissen wir, dass es nur einer Handvoll aufrechter Menschen bedarf, um ein Staats- oder Finanzsystem zu verändern. So hatte John F. Kennedy beispielsweise als einzelner Mensch die Möglichkeit, die ganze Welt zu verändern, wäre sein von ihm verabschiedetes Gesetz zur Einführung eines eigenen US-Dollars − nämlich unabhängig von der Fed − auch umgesetzt worden. Ein Attentat hat das damals verhindert. Aber es wird irgendwann wieder einen John F. Kennedy geben, da bin ich mir sicher!

    Gibt es noch irgendetwas Positives, das Sie uns mit auf den Weg geben können in dieser turbulenten Zeit?

    Wie bereits zu Anfang angedeutet erleben wir eine Frequenzerhöhung, die alles betrifft, was in unserem Sonnensystem existiert. Deswegen erleben wir Veränderungen im politischen wie auch im finanziellen Bereich. Es gibt aber vor allem auch Veränderungen in uns Menschen, denn die Menschen sind es ja, die die Politik machen. Aufgrund dieser unbewussten Frequenzänderung drehen die einen durch – unser Nachwuchs verfällt eine Zeit lang den Drogen oder dem Alkohol, verliert sich in Computerspielen oder was auch immer – egal! Äußerlich sind sie vorerst die Verlierer, die Loser. Viele Jugendliche landen dabei in der Gosse, in der Klapsmühle oder im Sarg. Denn man verschweigt ihnen noch, was hier auf der Welt Neues geschieht, wieso das Weltgeschehen sich verändert und warum es auch in ihnen selbst Veränderungen gibt. Sie haben sich natürlich auch nie dafür interessiert, haben sich regieren lassen und sind ignorant. Denn alles, was der Mensch denkt und tut, hat eine Wirkung – was man sät, das erntet man.

    Auf der anderen Seite haben wir aber dann die Menschen, die sich mit diesen Themen beschäftigen, die Bücher gelesen haben, meditieren oder Seminare besuchen, also die geistig und spirituell erwachten Menschen, die an sich selbst und ihrer geistigen Entwicklung arbeiten. Diese haben die Chance, schnell zu wachsen, schneller als je zuvor.

    Vergleichen wir das einmal symbolisch mit einem Ballonfahrer. Je mehr Gewicht und Ballast er abwirft, desto leichter können ihn die weiter oben herrschenden Winde weitertragen. Man könnte sehr vereinfacht sagen, dass aus rein materieller Sicht unser Sonnensystem Gas gibt – die Ereignisse beschleunigen sich, die Entwicklung befreit sich. Prozesse der Bewusstseinserweiterung können also in dieser jetzigen Zeit viel schneller vonstatten gehen als zuvor. Ich selbst merke das, meine Frau, die Familie und auch all die Menschen um uns herum bemerken das – und nutzen es auch. Es geht ja nicht darum, es nur zu sehen, es zu erkennen und weiterhin zu sagen: »Ja, es ist so!«, sondern wir müssen das nutzen.

    Was wir jetzt erleben, ist das, was Jesus bereits sagte: Die Spreu trennt sich vom Weizen. Man kann auch sagen, die Schere geht auseinander. Äußerlich wird Arm ärmer, Reich wird reicher, Dumm wird dümmer, Kriminell wird krimineller und so weiter – andererseits wird jetzt Klug klüger, geistig Wach wird noch wacher, Spirituell wird noch klarer. Und immer mehr Mitmenschen erwachen, erkennen und verändern ihre Lebenssituationen auf allen Ebenen – in Nordafrika natürlich anders als bei uns.

    Vor allem geschieht eines: Nach dem Gesetz der Affinität, also der Resonanz, zieht man das in sein Leben, womit man sich auseinandersetzt, woran man denkt und was man bewusst fühlt. Hat einer Angst vor Krankheit, so zieht er das jetzt zunehmend schneller in sein Leben. Hat einer große Wünsche, so können diese schneller in Erfüllung gehen.

    Und die geistig Wachen treffen immer mehr geistig Wache, denn Gleich und Gleich gesellt sich gern – und man vernetzt sich. Das schafft Hoffnung und Vertrauen. Und man arbeitet auf ein gemeinsames Ziel hin. Aber auch die Aggressiven und Gewalttätigen treffen auf immer mehr Aggressive – nach dem Gesetz der Resonanz.

    Und das ist die Grundlage für Kriege und Revolutionen, die jetzt anstehen?

    Ja, deswegen ist es aber auch so wichtig, sich mit den spirituellen Aspekten des Lebens zu befassen. Auch mit den Prophezeiungen der alten Seher zum Beispiel. Denn dann erfährt man davon, dass all dies Teil eines großen Plans ist – eines am Ende positiven Entwicklungsplans für all die unsterblichen Seelen, die hier auf der Erde in Menschenkörpern experimentieren –, und dass nach der Zeit der Unruhen eine lange Zeit des Friedens auf Erden ansteht. Wenn man das vor Augen hat, so sieht man diese jetzige Zeit des gesellschaftlichen, moralischen und auch kulturellen Zerfalls mit anderen Augen. Die Maya-Kalender-Interpretation sagt: der Materialismus gehe damit zu Ende.

    In der Schwingungsverstärkung sehe ich noch einen weiteren Vorteil: Diese »Neue Weltordnung« samt ihren Mikrochips, ihrer totalen Überwachung und so weiter funktioniert nur aufgrund der Satelliten, Computeranlagen, des Internets und der Smartphones, die wir heute haben. Lassen Sie nur mal einen Magnetsturm über die Erde hereinbrechen oder durch Sonnenstürme ausgelöste Elektrizitätsausfälle, dann ist es mit der Überwachung dahin. Und genau das wird mit der Schwingungsverstärkung vermehrt auftreten…

    Einfach ausgedrückt und wünschenswert für all jene, denen meine Aussagen zu »hoch«, zu »weit«, zu »esoterisch« erscheinen, wäre es zumindest, bewusster, achtsamer und respektvoller mit sich selbst und anderen zu leben. Es geht darum, offen und neugierig zu sein, Veränderungen zu begrüßen und sich verantwortungsbewusst zu verhalten, indem man durch Umsetzung der erworbenen Erkenntnis seine Fehler immer öfter korrigiert.

    Steht schon wieder ein neues Buchprojekt an?

    Ja, im Winter verlege ich ein Buch von Rudolf Passian, dem Altmeister der Reinkarnationsautoren. Er ist inzwischen 87, aber topfit. Das Buch heißt Der verhängnisvollste Irrtum unserer Zeit – Es gibt ein Leben nach dem Tod und beschreibt die Erlebnisse von Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten und sich eine Zeit lang im Jenseits aufhielten. Es ist auch ein Buch, das Hoffnung macht. Dann habe ich gerade auch ein kleines Märchenbuch für Erwachsene verlegt. Es ist von Dan Davis und heißt Salomejka und der Apfel des Lebens. Das Büchlein hat zwar nur 32 Seiten, aber es enthält eine Geschichte, die wirklich zum Nachdenken anregt. Das können auch Kinder lesen…

    Ich habe gesehen, dass Sie ja auch Kinderbücher verlegen.

    Ja, die publiziere ich aber im Lieblingsverlag (www.lieblingsverlag.de). Man muss ja zu all den gruseligen Informationen über Verschwörungen ein Gegengewicht schaffen… Zudem sind unsere Kinder unser wichtigstes Gut. Sie sind – egal in welchem Land der Welt – immer die Opfer. Stefan und ich waren beispielsweise 2009 und 2010 zweimal in Südafrika, in Johannesburg, wo wir einen Mann in unserem Alter trafen, der aus einer Illuminatenfamilie stammt und deutsch-jüdischer Abstammung ist − Ben Morgenstern. Er selbst ist sozusagen abtrünnig, da er mit dem Thema »ritueller Kindesmissbrauch« innerhalb seiner elitären Kreise in Berührung kam. Kindesmissbrauch betrifft nicht nur die sozial schwachen Gesellschaftsschichten bei uns oder in Indien, wo Kindern die Füße abgeschnitten werden, damit man sie zum Betteln schicken kann – das zieht sich vor allem beim sexuellen Missbrauch bis in die höchsten Kreise. Was Ben Morgenstern angeht, so hatte ich ihn gebeten, seine Geschichte einmal aufzuschreiben, damit ich es gegebenenfalls verlegen kann. Wenn er nicht noch einen Rückzieher macht, sollte es Frühjahr 2012 soweit sein.

    Zudem starte ich 2012 eine Buchreihe mit dem Titel »Politisch unkorrekt − unbequeme Tatsachen und gefährliche Wahrheiten«, in der verschiedene Autoren zu Wort kommen.

    Hatten Sie in den letzten Jahren noch Schwierigkeiten wegen Ihrer verbotenen Bücher?

    Es war etliche Jahre ruhig, jetzt gehen manche Interessengruppen wieder gegen mich vor. Deutschlands größtes Barsortiment, welches auch die Buchhandlungen beliefert, hat meine letzten fünf Bücher nicht mehr aufgenommen. Man boykottiert mich. Und in Österreich hat ein linksgerichteter Verein versucht, meine Bücher und mich als Person schlecht zu machen und meinen österreichischen Auslieferer dazu zu bewegen, meine Bücher aus dem Sortiment zu nehmen. Aber der hat glücklicherweise noch Rückgrat!

    Dass man versucht, in einer Zeit der angeblichen Meinungsfreiheit, den Verkauf meiner Bücher zu unterbinden, ist zwar unschön, aber nicht wirklich von Relevanz. 1996, als meine ersten beiden Bücher beschlagnahmt wurden, war das wirklich ein Problem, weil man auch nachfolgende Titel von mir nicht beziehen konnte, da ich von den Barsortimenten und vielen Buchhandlungen boykottiert wurde. Das geht heute aufgrund des Internets und des Online-Handels nicht mehr. Wer ein aktuelles, im Handel erhältliches Buch in der Buchhandlung nicht bekommt, holt es sich beim Kopp-Verlag, bei amazon oder bei mir direkt. So ist das…

    Vielen Dank für Ihre Gesprächsbereitschaft, Herr van Helsing und weiterhin viel Erfolg mit Ihren Forschungen.

    Gerne. Wir leben in einer spannenden Zeit. Nein, wir leben nicht nur in einer spannenden Zeit − es ist eine einmalige Zeit! Denn es ist die Zeit des Erwachens aus einer geistigen Bewusstlosigkeit und wird dadurch zu einer Wendezeit oder eine Zeiten-Wende. Und wir tragen dabei eine hohe Verantwortung.

    Erleben wir es bewusst. Wir werden in der Zukunft unseren Enkeln einmal erzählen, dass wir nicht nur mit dabei waren, sondern dass wir aktiv mitgewirkt haben. Freuen wir uns darüber. Auf dass der Wind unser Wissen, unsere Gedanken und unsere Gefühle in die Herzen der Menschheit trage

    Lg

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    • Guten Morgen Helmut,
      dieser Artikel ist mir heute morgen auch schon runter gelaufen wie Öl. lg Frieda

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    • Gut so,

      dank dieses Beitrags brauchen wir keine weiteren (VT-)Beiträge mehr lesen.
      Hier ist ja so gut wie alles drin, was es gibt. Ab sofort können wir uns wieder den
      wirklich wichtigen Dingen im Leben widmen.

      Also: bringt bitte ab sofort Beiträge dieser Art:

      – wie kann ich die Liebe meiner Kinder gewinnen
      – wie wird die Frau an meiner Seite zur glücklichsten Frau der Welt
      – neueste Tips um auch den muffeligsten Nachbarn zum Lächeln zu bringen
      – Können wir mit Blumen wirklich sprechen?
      – Einfache Rezepte für einen gelungenen Sonntags-Mittagstisch
      – Lustige Energieübungen zur Förderung ihrer Sozialkompetenz
      – und noch mehr, und noch mehr

      Alles andere ist pure Zeitverschwendung

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  • Lybien war 2010 das am niedrigsten verschuldete Land der Welt: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2186rank.html.
    Das wird sich jetzt ändern. Cheffe hat ein super Resümee geschrieben: http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/10/21/resumee-muammar-a-gaddafi-hintergrunde/

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