John Kerry betritt die Bühne

 

Vor unseren Augen

John Kerry betritt die Bühne

von Thierry Meyssan

Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien)| 4. Februar 2013

JPEG - 36,4 kb

Hillary Clintons Abgang wurde sorgfältig orchestriert, um ihre Chancen in der Demokratischen Partei, als Kandidatin  für die nächste Präsidentschaftswahl zu bewahren. Die ehemalige First Lady erwägt noch, ins Weiße Haus zurückzukehren, und alle Wetten sind für ein spektakuläres Duell, im Jahre 2016 , zwischen den beiden politischen Dynastien, mit Jeb Bush (GWB älterer Bruder) sowie die anderen Teilnehmer geschaltet.

Wie dem auch sei, Clinton erster Gang steuert zuerst auf den Council on Foreign Relations zu, wo sie ihren Bericht an die herrschenden Klasse des Landes präsentiert. Sie bewertet ihre Leistung in quantitativer Hinsicht (Anzahl der Reisetage, die Anzahl der besuchten Länder, Abstände, etc.), Zahlen, die zeigen dass sie nicht untätig gewesen ist, die aber kaum ihre mittelmäßigen Leistungen tarnen. Sie fasste ihre Amtszeit in Begriffen zusammen, die den Verstand verwirrt:

" Unter Präsident Obamas Führung, haben wir den Krieg in Irak beendet, einen Übergang in Afghanistan angefangen, und brachten Usama bin Ladin Gerechtigkeit (sic). Wir haben auch die amerikanische Diplomatie revitalisiert und unsere Bündnisse verstärkt. Und während unsere wirtschaftliche Erholung noch nicht abgeschlossen ist, gehen wir in die richtige Richtung. Kurzum, Amerika ist heute stärker zu Hause und mehr respektiert in der Welt. Und unsere globale Führung ist auf festerem Stand, als viele vorhersagten." . In der Tat, es gibt keinen Zweifel, dass sich das Bild der Vereinigten Staaten, im Vergleich zu den katastrophalen Jr. Bush Jahren verbessert hat, aber das ist kaum genug.

Im Hauptfoyer vom Truman Building auf Wiedersehen sagend – dem Hauptquartier des Außenministeriums, wurde Hillary Clinton von einigen tausend Angestellten zugejubelt, ohne Zweifel haben sie vergessen, dass die Ermordung von Chris Stevens, der Verteidiger unter anderem für die Palästinensische Sache, unter ihrer Überwachung durchgeführt wurde.

Sie alle fanden sie "´brillant" und "charismatisch", während der Rest der Welt mit dem Bild einer hysterisch Spitzmaus alleingelassen wird, das bei der Ankündigung von Muammar el-Gaddafis Ermordung kichert. [ 1 ]

Während dieser Zeit hielt der Senats-Ausschuss für internationale Beziehungen, die Nominierungsanhörung seines scheidenden Präsidenten John Kerry ab, um ihn als Nachfolger von Frau Clinton zu bestätigen. Das Treffen war nicht mehr als ein Austausch von Nettigkeiten zwischen Angehörigen derselben Welt.

Senator Kerry hütete sich, seine Absichten zu enthüllen. Er erzählte seine Vietnam Erfahrungen zum Nutzen seines Freundes John McCain und sicherte zu, mit dem Ausschuss, den er so lang leitete, eng zusammenzuarbeiten, wenn er vom Senat in seinem neuen Posten bestätigt wird. Am meisten betonte er, daß er beabsichtigte von einer Position der Stärke heraus, über die fortgesetzten Sanktionen mit dem Iran zu verhandeln, und diese U.S.-Diplomatie würde nicht auf internationale Sicherheit beschränkt bleiben, sondern würde Entwicklungsfragen einschließen. Aber kein Wort über Syrien und die persönliche Beziehung zwischen dem Kerry-Heinz und Assad Paar.

Das Ganze wurde in einem beispiellosen Jargon abgewickelt, um die Nation zu feiern, die angeblich mehr tat als jeder andere für Frieden und Menschenrechte in der Welt. Die einzige Überraschung war ein völlig unerwarteter Verweis auf ein Zitat von Henry Kissinger über die Komplexität der modernen Welt. John Kerry beabsichtigte, sich damit vom ideologischen Fanatismus seiner jüngsten Vorgänger zu distanzieren, und ein Bild von sich selbst als einen skrupellosen Realisten zu projizieren, wie man sie mag auf dem Capitol Hill. Es war auch eine Weise der Ankündigung, ohne Details über die Umwälzungen zu geben, welche kommen werden.

Alles wird getan, um zu vermeiden daß die Israel-Lobby gekränkt wird, um Chuck Hagels Bestätigung als Verteidigungsminister zu erleichtern. Im Hintergrund wird das Puzzle fortschreitend zusammengesetzt. Das Weiße Haus wiederholt sich weiterhin, dass Assad gehen muss, während Vizepräsident Joe Biden nach München reist, um mit der Muslimbruderschaft zu verhandeln, vertreten von Moaz al-Khatib , und die Vorbereitungen für den Obama-Putin-Gipfel sind im Gange. Die Aufteilung des Nahen Ostens ist nicht mehr fern.

Thierry Meyssan

Quelle Al-Watan (Syrie)

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[ 1 ] " Clinton: "Wir kamen, wir sahen, er starb! ‚", Voltaire Netzwerk , 21. Oktober 2011.

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Quelle des Artikels: http://www.voltairenet.org/article177365.html

Eine Übersetzung durch Steven Black:

6 Kommentare

  • Hallo Stefan,

    ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.

    LG Christa

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    • Hallo Christa,

      ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.

      Lachen, einfach lachen, diese Leute sind
      so weit von der Realität der sie umgebenden Menschen entfernt,
      das wird sich rächen .. diese Zeit ist JETZT!
      Also lachen wir halt, wir verstehen ja Spaß, selbst einen
      auf unsere Kosten, aber wir werden zuletzt lachen ..😉

      lg,

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      • Dann lache ich einmal, Stefan🙂

        Lachen beansprucht mehr Gesichtsmuskeln.

        LG Christa

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      • Deutschland will FinFisher Spyware einsetzen

        Verfasst von sac am 6. Februar 2013 – 15:49

        Deutschland
        Datenschutz
        Lauschangriffe
        Privatsphäre
        Überwachung

        Aus einem als Verschlusssache ausgewiesenen und von netzpolitik ans Licht der Öffentlichkeit gebrachten Dokument des deutschen Innenministeriums geht hervor, dass das Deutsche Bundeskriminalamt eine kommerzielle Spyware, FinFisher der Eleman/Gamma Gruppe, zur Telekommunikationsüberwachung angeschafft hat.

        Die deutsche Polizei hatte schon zuvor Software zur Telekommunikationsüberwachung eingesetzt. Im Oktober 2011 hat der Chaos Computer Club (CCC) dann aufgedeckt, dass deutsche Behörden eine Malware von DigiTask einsetzen, und hat diesen sogenannten Staatstrojaner analysiert.

        Der CCC hat in der Folge aufgezeigt wie fehlerhaft die DigiTask-Software ist. Es fehlte an elementarsten Sicherheitsvorkehrungen, sodass Updates von außen vorgenommen und neue Features hinzugefügt werden können, was gegen deutsches Recht verstößt.

        Die DigiTask Spyware wurde fallen gelassen und zahlreiche deutsche Behörden begannen, an einem eigenen Staatstrojaner zu basteln. Auch ein „Kompetenzzentrum Informationstechnische Überwachung“ (CC ITÜ) wurde für diese Zwecke eingerichtet. Laut dem durchgesickerten Geheimdokument, datiert vom 7. Dezember 2012, will das Bundeskriminalamt bis 2014 über eine eigene Überwachungssoftware verfügen. Bis dahin aber wird die Polizei weiterhin zugekaufte Software einsetzen und hat daher ein entsprechendes Produkt von der Eleman/Gamma Gruppe erworben.

        Die fragliche Software, FinFisher/FinSpy IT, ist ein sehr komplexes Programm, das die Kontrolle über verschiedene Betriebssysteme wie Windows, OS X, Linux, iOS, Android, Symbian oder Blackberry übernehmen kann. Man weiß, dass autoritäre Regime auf der ganzen Welt dieses Programm dafür einsetzen, politische Aktivisten auszuspionieren.

        Die Software wird zwar geheim gehalten, es hat aber den Anschein, dass sie aus einem Trojaner besteht, der auch von außen zusätzliche Module nachladen kann, etwa um Skype Telefonate aufzuzeichnen.

        Wie aus dem Geheimpapier ebenfalls hervorgeht, was es dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nicht möglich, den Quellcode dahingehend zu überprüfen, ob die Überwachungssoftware mit deutschem Recht vereinbar ist.

        „Mit dem Ankauf des FinFishers von Gamma hat das Bundeskriminalamt einen Hersteller gewählt, der weltweit zu einem Symbol für die Überwachungspraktiken repressiver Regierungen geworden ist. FinFisher besteht aus verschiedenen Elementen, die bei Bedarf nachgeladen werden können, und die Installation von Überwachungsmodulen erlaubt, deren Möglichkeiten weit über die ohnehin schon fragwürdige Quellen-TKÜ hinausgehen“, erklärt CCC-Sprecher Frank Rieger.

        Im Vereinigten Königreich hat der Außenminister Exportbeschränkungen für die Software FinSpy verhängt; die Gamma-Gruppe muss nun um eine Exportgenehmigung ansuchen, wenn sie dieses Produkt ins Ausland verkaufen will.
        •Geheimes Dokument: Bundeskriminalamt kauft international bekannten Staatstrojaner FinFisher/FinSpy von Gamma (Updates, 16.01.2013)
        •Chaos Computer Club analysiert Staatstrojaner (8.11.2011)
        •German Federal Cops Buy Notorious FinFisher Surveillance Software (26.01.2013)
        •British government admits it has already started controlling exports of Gamma International’s FinSpy (10.09.2012)
        •unwatched: Details zum Deutschen Staatstrojaner (24.10.2012
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        Quelle: https://www.unwatched.org/EDRigram_11.2_Deutschland_will_FinFisher_Spyware_einsetzen?pk_campaign=nl&pk_kwd=EDRigram

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  • Guten Abend Steven,
    die Lösung ist einfach, man spielt das alte bewährte Spiel guter Bube – böser Bube, und das ist Mr. Kerry geradezu perfekt auf den Leib geschrieben, die Erklärung findest du unter http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/10/08/kerry-kohl-2-x-kohn-die-wegbereiter-der-nwo/
    herzlichste Grüße
    Arved

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  • Und wieder bleibt nur zu sagen:
    All dies ist nur ein Marionettentheater inszeniert zu unserer Ablenkung und Unten-haltung.
    Die Entscheidungen werden woanders getroffen. Die Politikdarsteller sind nur die Pressesprecher der Mächtigen.

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