Das Assad Interview mit der Sunday Times

In unseren Breitengraden wurde dieses Interview  nur sehr marginal erwähnt. Der englischsprachige Raum jedoch, kommt in diesen Genuss. Gibt man die Worte “Assad Interview” im Google-Dingens ein, erhält man beeindruckende 115 000 000 Ergebnisse! Aber man findet nur das Video in Englisch, einmal wieder – vom Spiegel. Oh, Irrtum, klickt man das an, ist Fehlanzeige .. es findet sich dafür ein Artikel ÜBER das Interview, indem Baschar Assad erneut zerrissen wird, das Wort im Munde umgedreht: “In einem der zuletzt seltenen Interviews begründete er dies auch: Sein Rückzug würde die Gewalt ohnehin nicht beenden.”

Und sie werden NICHT müde, die “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte” zu erwähnen, um ihren pubertären Müll zu “legitimieren”. Deswegen machte ich mir die Mühe, dieses Interview zu übersetzen.

Ich denke, daß politisch interessierte Menschen, dieses Interview schätzen werden. Es vermittelt uns einen Eindruck davon, warum Assad immer noch da ist, während es leider Gaddafi nicht geschafft hat .. was die Lakaien der NWO immer verzweifelter, zu wilden Plänen greifen lässt, wie der kürzlich aufgeflogene Versuch der Ermordung von Assad und seinem Außenminister.

Tatsächlich beginne ich langsam, ein wenig Bewunderung für dessen Stehvermögen und intellektuelle Leistungsfähigkeit zu empfinden. Wenn nur ein Viertel davon wahr ist, was er sagt, dann täte mehreren Ländern eine solche Figur, wie Baschar al Assad, ganz gut ..

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Eine Übersetzung für “The Information Space” durch Steven Black:

SUNDAY TIMES INTERVIEW MIT BASCHAR AL ASSAD vom 3.3.2013

Teil 1:

Sunday Times: Mr. Präsident, Ihr letztes Angebot des politischen Dialoges wurde mit einer strikten Ablehnung genau der Gruppen abqualifiziert, die Sie beruhigen müssten, um die Gewalt zu stoppen: die bewaffneten Rebellen und die syrische Nationalkoalition, das wichtigste Oppositionsbündnis.

Praktisch dehnen Sie also einen Olivenzweig nur zum loyalen Widerstand, hauptsächlich intern aus, wer den bewaffneten Kampf aufgibt und die Rechtmäßigkeit Ihrer Führung anerkennt, mit denen wollen Sie reden, wirklich?

Präsident Assad: Zuerst einmal, lassen Sie mich bitte einige der zirkulierenden und falschen Auffassungen korrigieren, die sich in Ihrer Frage wiederfinden, damit meine Antwort korrekt ist.

Sunday Times: okay.

Präsident Assad: Erstens, als ich den Plan verkündete, sagte ich, dass es für jene war, die sich für den Dialog interessieren, weil Sie keinen Plan der auf Dialog basiert mit jemandem machen können, der nicht an einen Dialog glaubt. Deshalb war ich hinsichtlich darüber sehr klar.

Zweitens, sollte dieser offene Dialog nicht zwischen ausschließlichen Gruppen, sondern allen Syrern jedes Niveaus sein. Der Dialog geht um die Zukunft von Syrien. Wir sind dreiundzwanzig Millionen Syrer und alle von uns haben das Recht daran teilzunehmen, wie sich die Zukunft des Landes entwickelt. Einige betrachten es vielleicht als einen Dialog zwischen der Regierung und bestimmten Gruppen um den Widerstand – ob nach innen oder außen, extern oder intern, in Wirklichkeit ist dies eine sehr seichte Art, den Dialog anzuschauen. Es ist viel umfassender. Es geht um jeden Syrer und jeden Aspekt des syrischen Lebens. Syriens Zukunft, kann nicht einfach nur durch seine Führung bestimmt werden, sondern durch die Ambitionen und hohen Ziele, aller seiner Menschen.

Der andere Aspekt des Dialoges ist, daß es die Tür für Kämpfer öffnet, die ihre Waffen aufgeben und wir haben viele Amnestien gewährt, um dieses zu erleichtern. Dies ist der einzige Weg, einen Dialog mit jenen Gruppen zu machen. Dies hat schon, sogar schon vor dem Plan begonnen, und einige haben ihre Waffen auch aufgegeben, und sie führen jetzt ein normales Leben. Aber dieser verkündete Plan macht den ganzen Prozess methodischer und klar.

Wenn Sie über den Widerstand reden wollen, gibt es eine weitere falsche Auffassung im Westen. Sie setzen alle Entitäten, auch wenn sie nicht homogen sind – in einen Korb, als ob alles Widerstand gegen gegen die Regierung ist. Wir müssen klar darüber sein. Wir haben Widerstand, die politische Einheiten sind, und wir haben bewaffnete Terroristen. Wir können uns mit Dialog mit dem Widerstand beschäftigen, aber wir können uns nicht mit Dialog mit Terroristen beschäftigen; wir bekämpfen Terrorismus.

Eine weitere Phrase, die oft erwähnt wird, ist der “interne Widerstand in Syrien”, oder auch “internem Widerstand” aber loyal zur Regierung.‘ Oppositionsgruppen sollten in Syrien loyal und patriotisch sein – interner und externer Widerstand, dabei geht es nicht um die geographische Position; es geht um ihre Wurzeln, Ressourcen und Darstellung. Sind diese Wurzeln in Syrien gepflanzt worden und werden syrische Leute und syrische Interessen, oder die Interessen fremder Regierungen dargestellt? Also, so ist es, wie wir den Dialog anschauen, so haben wir angefangen und so werden wir ihn weiter fortsetzen.

Sunday Times: Die meisten haben abgelehnt, zumindest wenn wir von der “äußeren Opposition”, wenn wir jetzt über den Körper sprechen, der als die Opposition gefeiert wird und wo im Grunde die ganze Welt hinter ihnen steht. Also, die meisten von ihnen haben es abgelehnt, die Opposition beschreibt Ihr Angebot als eine “Verschwendung von Zeit”, und einige haben gesagt, dass es ‚leere Rhetorik‘ auf der Grundlage von Mangel an Vertrauen ist und der Britische Außenminister William Hague beschrieb es als “jenseits von heuchlerisch” und die Amerikaner sagten, daß Sie “von der Wirklichkeit ‚getrennt” wurden.

Präsident Assad: Ich werde nicht darauf eingehen, was so genannte syrische Einrichtungen außerhalb Syriens gesagt haben. Diese Körper sind nicht unabhängig. Als Syrer sind wir unabhängig, und wir müssen unabhängigen Körpern antworten, und dies ist nicht der Fall. Schauen wir uns deshalb die anderen Behauptungen an.

Erstens, Getrennt von der Wirklichkeit: Syrien hat zwei Jahre lang Gegner und Feinde bekämpft; Sie können daß nicht machen, wenn Sie keine öffentliche Unterstützung haben. Die Leute werden Sie nicht unterstützen, wenn Sie von ihrer Wirklichkeit getrennt sind. Eine letzte Umfrage im Vereinigten Königreich zeigt, dass ein gutes Verhältnis britische Leute sich “von Syrien fernhalten” wollen und sie glauben nicht, dass die britische Regierung den Rebellen in Syrien Militärvorräte und Kriegsmaterial schicken sollte.

Trotzdem setzt die britische Regierung Bestrebungen fort, die EU anzuschieben, ihr Waffenembargo gegen Syrien aufzuheben, um bewaffnete Kämpfer mit schweren Waffen zu beliefern. Das ist es, was ich losgelöst von der Realität nenne, wenn Sie von Ihrer eigenen öffentlichen Meinung getrennt sind! Und sie gehen weiter, daß sie “Militärhilfe” senden wollen, die sie als “nicht-tödlich” beschreiben.‘ Die Intelligenz, Kommunikation und die finanziellen Hilfeleistungen ist sehr tödlich. Die Ereignisse des 11. September wurden nicht durch tödliche Hilfe begangen. Es war die Anwendung von nicht-tödlicher Technologie und Ausbildung, die diese Grausamkeiten verursachte.

Die britische Regierung will “gemäßigten Gruppen” militärische Hilfe schicken, Und weiß ganz genau, daß solche gemäßigte Gruppen nicht in Syrien existieren; wir alle wissen, dass wir jetzt Al-Qaeda oder Jabhat al-Nusra bekämpfen, welcher ein Ableger von Al-Qaeda ist, und andere Gruppen von indoktrinierten Leuten mit extremen Ideologien. Dies ist darüber hinaus heuchlerisch!

Das, was jenseits der Heuchelei ist, ist, wenn Sie über Redefreiheit reden und dem syrischen Fernsehen deswegen den Zugang zu den europäischen Sendungssatelliten verbieten; wenn Sie für jemand Tränen vergießen, der in Syrien durch Terrorakte getötet wurde, während der Sicherheitsrat an der Ausgabe einer Aussage gehindert wurde, das Selbstmordattentat zu ächten, das letzte Woche in Damaskus geschah und Sie waren hier, wo dreihundert Syrer entweder getötet oder verletzt wurden, einschließlich Frauen und Kinder – sie alle waren Zivilisten. Jenseits der Heuchelei ist, wenn Sie über Menschenrechte predigen, und Sie gehen in den Irak, Afghanistan und Libyen und machen Hunderttausende Leben, in illegalen Kriegen zunichte. Jenseits der Heuchelei ist, wenn Sie über Demokratie reden, und Ihre nächsten Verbündeten sind daß schlimmste autokratische Regime in der Welt, das ins mittelalterliche Jahrhundert gehört. Das ist Heuchelei!

Sunday Times: Aber Sie beziehen sich immer nur auf die Leute, die hier als Terroristen kämpfen, akzeptieren Sie, daß, während einige von Jabhat al-Nusra sind und jene zu Al-Qaeda gehören, aber daß es andere wie die FSA, oder unter dem Schirm von der FSA gibt? Dass einige von ihnen Abtrünnige sind und einige von ihnen einfach gewöhnliche Leute sind , die den Aufstandes begannen. Diese sind keine Terroristen; diese sind Leute, die für das kämpfen woran sie glauben, daß es im Moment der richtige Weg ist.

Präsident Assad: Wenn wir sagen, dass wir Al-Qaeda bekämpfen, meinen wir, daß sie die Hauptterroristengruppe und das Al-Qaeda die Gefährlichsten sind. Ich habe in vielen Interviews und Reden dargelegt, dass dies nicht die einzige Gruppe in Syrien ist. Das Spektrum bewegt sich von geringfügigen Verbrechern, es gibt Drogenhändler, Gruppen, die töten, und Entführungen planen, nur für Geld um Söldner und Kämpfer zu bezahlen; diese haben eindeutig keinerlei politische Tagesordnung, oder keine ideologischen Motivationen.

Die so genannte ‚freie Armee‘ ist keine Einheit, wie Sie im Westen Ihre Leser glauben machen möchten. Es sind Hunderte von kleinen Gruppen – die im Sinne von internationalen Gremien mit Annan und Al-Ibrahimi arbeiten – es gibt keine Stelle, es gibt keine Führung, es gibt keine Hierarchie; Es ist eine Gruppe von verschiedenen Banden, die aus verschiedenen Gründen zusammenarbeiten. Die Freie Syrische Armee ist nur die Überschrift, das gemeinsame Dach, das verwendet wird, um diese Gruppen zu legitimieren.

Dies bedeutet nicht, daß es dort keine spontane Bewegung am Anfang des Konflikts gab; es gab Leute, die in Syrien Änderungen machen wollten, und ich habe daß oft öffentlich anerkannt. Das ist es, warum ich gesagt habe, daß der Dialog nicht für den Konflikt selbst ist; der Dialog ist für die Zukunft von Syrien, weil viele der Gruppen die jetzt Veränderungen wollen, immer noch gegen die Terroristen sind. Sie treten immer noch der Regierung entgegen, aber sie tragen keine Waffen. Legitime Bedürfnisse werden nicht durch Ihre Waffen legitim.

Sunday Times: Ihr 3-Stufen Plan: das Erste, wovon Sie sprechen, ist die Einstellung der Gewalt. Offensichtlich gibt es die Armee und die Kämpfer auf der anderen Seite. Jetzt innerhalb der Armee haben Sie eine Hierarchie, deshalb wenn Sie Waffenruhe sagen, gibt es einen Kommandanten, der das kontrollieren kann, aber wenn Sie die Einstellung der Gewalt, oder des Gewehrfeuers anbieten, wie können Sie das Gleiche für die Rebellen annehmen, wenn Sie der Ansicht sind, daß Sie so viele Zersplitterte Gruppen sind und nicht unter einer Führung. Also, daß ist einer der Punkte Ihres Planes. Also, daß ist im Grunde eine unmöglicher Vorschlag.

Sie sprechen von einem Referendum, aber mit so vielen Vertriebenen extern und intern, viele von denen sind das Rückgrat der Opposition; zumindest diejenigen, die verdrängt wurden. Also, ein Referendum ohne sie wäre nicht fair, und der dritte Teil sind die Parlamentswahlen und all dies hoffentlich vor 2014; Es ist eine sehr große Liste, die bis 2014 erreicht werden sollte. Deshalb, was sind wirklich die angebotenen Bedingungen, die Sie zum Dialog anhängen möchten und Zustande bringen, und sind nicht einige der Bedingungen, die Sie vorschlagen wirklich unmöglich zu erreichen?

Präsident Assad: Das hängt davon ab, wie wir die Situation anschauen. Zuerst einmal sagen wir, dass der Hauptartikel im ganzen Plan der Dialog ist; dieser Dialog wird einen Stundenplan für alles sein und die Verfahren, oder die Details dieses Planes setzen. Der erste Artikel in meinem Plan war die Einstellung der Gewalt. Wenn wir diese Gewalt nicht anhalten können, wie sollen wir die anderen Artikel, wie den Volksentscheid und die Wahlen, und so weiter erreichen können? Aber zu sagen daß Sie die Gewalt nicht beenden können, ist kein Grund, nichts zu machen. Ja, es gibt viele Gruppen ohne Führung, wie ich gesagt habe, aber wir wissen, dass ihre wirkliche Führung jene Länder sind, die ihre Waffen liefern und deren Kriegsstärke finanzieren. Hauptsächlich die Türkei, Katar und Saudi-Arabien.

Wenn Außenstehende außerhalb der Parteien ,wirklich den Prozess unterstützen wollen, sollten sie jene Länder unter Druck setzen, damit sie aufzuhören, die Terroristen zu beliefern. Wie jeder andere souveräne Staat, werden wir mit Terroristen nicht verhandeln.

Sunday Times: Kritiker sagen, daß wirkliche und echte Verhandlungen, vielleicht die Ursache Ihres Scheiterns wären und daß Ihrer Regierung oder Ihrem Regime, und da Sie dieses wissen, bieten Sie also deswegen, praktisch unmögliche Pläne für Dialog und Verhandlungen an?

Präsident Assad: Eigentlich weiß ich davon nichts, ich kenne das Gegenteil davon. Um logisch und realistisch zu sein, wenn dies der Fall wäre, dann sollten diese Gegner, oder Oppositionelle aus ihrer Sicht doch auf den Dialog drängen, wenn es doch meinen Untergang bringen wird. Aber eigentlich machen sie das Gegenteil. Sie verhindern, daß die sogenannten “Oppositionskörper außerhalb Syriens” am Dialog teilzunehmen, weil ich glaube, daß sie ans Gegenteil glauben; sie wissen, daß dieser Dialog nicht zu meinen Sturz führen wird, sondern eigentlich Syrien stärker machen. Dies ist der erste Aspekt.

Der zweite Aspekt ist, daß der ganze Dialog über Syrien, über Terrorismus, und über die Zukunft von Syrien ist. Es geht dabei nicht um Positionen und Persönlichkeiten. Deshalb sollten sie keine Leute ablenken, indem sie über den Dialog Reden und darüber, was es dem Präsidenten bringen wird, oder nicht. Ich machte es nicht für mich. Am Ende ist dies widersprüchlich; daß, was sie sagen, widerspricht dem, was sie machen.

Sunday Times: Sie sagten, daß, wenn sie auf Dialog drängen, es Ihren Sturz bringen könnte?

Präsident Assad: Nein, ich sagte dem zufolge, wenn sie sagen, es könnte meinen Sturz bedeuten, warum kommen sie dann nicht zum Dialog? Sie sagen, dass der Dialog den Niedergang des Präsidenten bringen wird, und ich lade sie zum Dialog ein. Warum kommen sie dann nicht zum Dialog, um meinen Sturz zu feiern? Dies ist selbst- erklärend. Das ist der Grund, warum ich sagte, dass sie sich widersprechen.

Sunday Times: Mr. Präsident, John Kerry, ein Mann, den Sie gut kennen, hat eine Tour begonnen, die ihn dieses Wochenende zu Saudi-Arabien, Katar und der Türkei bringen wird, wo er über Wege, “Ihren Abgang zu erleichtern” mit ihnen reden wird. Zu Beginn dieser Woche sagte er in London und Berlin, daß Präsident Assad gehen muss, und er sagte auch, daß es einer seiner ersten Bewegungen ist, diplomatische Vorschläge zu entwerfen, Sie zu überreden, die Macht aufzugeben. Würden Sie ihn für Gespräche nach Damaskus einladen? Was würden Sie ihm sagen? Was ist Ihrer Mitteilung an ihn, dafür, was er diese Woche sagte, was er plant, seinen Verbündeten zu sagen, jetzt, wenn er Sie im Verlauf des Wochenendes besucht? Und wenn möglich, was Sie von ihm wissen, wie würden Sie Kerry nach Ihren Kenntnissen, wie er in der Vergangenheit war beschreiben?

Präsident Assad: Ich würde eher Politik beschreiben, anstatt Leute zu beschreiben. Deshalb ist es immer noch früh, ihn zu beurteilen. Es ist nur einige Wochen vergangen, seit er Außenminister wurde. Zuallererst wird der Punkt, den Sie erwähnt haben, in Verbindung mit internen syrischen Sachen, oder syrischer Fragen gebracht. Irgendein syrisches Thema würde mit keinen Ausländern diskutiert werden. Wir besprechen es nur mit Syrern innerhalb Syriens. Deshalb werde ich es mit niemandem besprechen, der aus dem Ausland kommt. Wir haben Freunde, und wir besprechen unsere Fragen mit unseren Freunden, wir hören auf ihrem Rat, aber am Ende ist es unsere Entscheidung als Syrer, darüber nachzudenken, was für unser Land gut ist, oder was wir machen.

Wenn jemand “wirklich” -ich betone das Wort wirklich – Syrien “helfen will”, dann kann er eines tun: helfen, die Einstellung der Gewalt in unserem Land zu erreichen; er kann in die Türkei fahren und sich mit Erdogan zusammensetzen und ihm auftragen, hören Sie auf, Terroristen nach Syrien zu schmuggeln, hören Sie auf, Kriegsverstärkung zu schicken, beenden Sie die logistische Unterstützung, die für jene Terroristen bereitsteht. Er kann nach Saudi-Arabien und Katar fahren und dort erzählen, daß sie aufhören sollen, die Terroristen in Syrien zu finanzieren. Dies ist das einzige, was jeder kann tun, im Umgang mit dem externen Teil unseres Problems, aber niemand von außerhalb Syriens, kann sich mit dem internen Teil dieses Problems beschäftigen.

Sunday Times: Also, was ist jetzt Ihre Mitteilung für Kerry?

Präsident Assad: Das ist sehr klar: um zu verstehen, was ich jetzt sagte. Ich meine, keine Mitteilung zu Kerry, oder irgendjemanden, der über die syrische Frage redet: nur syrische Leute können dem Präsidenten sagen: sie können bleiben, oder haben die Erlaubnis zu kommen oder zu gehen. Ich sage das gerade sehr deutlich, um nicht die Zeit von anderen zu vergeuden, damit jeder weiß, worauf ich mich konzentriere.

Sunday Times: Welche Rolle wenn Sie irgendeine sehen, sehen Sie für Großbritannien in irgendwelchen Friedensprozessen für Syrien? Hat es irgendwelche zwanglose Kontakte mit den Briten gegeben? Was ist Ihre Reaktion auf Cameron’s Unterstützung für den Widerstand? Was würden Sie sagen, wenn Sie jetzt mit ihm zusammen säßen, besonders, weil Britannien die Bewaffnung der Rebellen verlangt?

Präsident Assad: Es gibt schon lange keinen Kontakt mehr zwischen Syrien und Britannien. Wenn wir über die Rolle reden wollen, können Sie die Rolle nicht von der Glaubwürdigkeit trennen. Und wir können die Glaubwürdigkeit nicht von der Geschichte dieses Landes trennen. Jetzt, um offen zu sein, spreche ich mit einem britischen Journalisten und einem britischen Publikum, um offen zu sein, Britannien hat eine erstklassig (in unserem Gebiet) unkonstruktive Rolle, in vielen anderen Fragen, jahrzehntelang, einigen Meinungen nach Jahrhundertelang gespielt. Ich teile Ihnen jetzt die Wahrnehmung in unserem Gebiet mit.

Das Problem mit dieser Regierung ist, daß der Höhepunkt ihrer seichten und unreifen Rhetorik nur die Tradition von Tyrannisieren und Hegemonie hervorhebt. Ich bin offen. Wie können wir erwarten, Britannien zu fragen, eine Rolle zu spielen, während es bestimmt, daß Problem zu militarisieren? Wie können wir Sie bitten, eine Rolle darin zu spielen, die Situation besser und stabiler zu machen, wie können wir erwarten, daß sie weniger mit Gewalt machen, während sie den Terroristen Militärvorräte schicken wollen, und nicht bemüht nicht, den Dialog zwischen den Syrern zu unterstützen. Dies ist nicht logisch. Ich glaube, dass sie gegen uns arbeiten und gegen das Interesse vom Vereinigten Königreich selbst arbeiten. Diese Regierung handelt in einer naiven, verwirrten und unrealistischen Art. Wenn sie eine Rolle spielen wollen, müssen sie dieses verändern; sie müssen auf eine angemessenere und verantwortliche Weise handeln, bis dahin erwarten wir nicht von einem Brandstifter, Feuerwehrmann zu sein!

Sunday Times: Sie sagten 2011, dass Sie Ihre Zeit nicht damit verschwenden würden, über den führenden Widerstandskörper zu reden, tatsächlich sprechen wir jetzt über den externen Körper, in der Tat erkannten Sie zuvor kaum an, daß es so eine Sache gab; was hat vor kurzem Ihren Verstand, oder Ihre Sichtweise verändert? Was spricht dafür, wenn wir schon mit den Rebellen weitermachen, daß diese ein bedeutender Bestandteil und ein Faktor in dieser Krise sind? Besonders darauf bezogen, was Ihr Außenminister Muallem sagte, als er anfangs dieser Woche in Russland war, daß die Regierung offen für Gespräche mit der bewaffneten Opposition ist, wollen Sie das aufklären?

Präsident Assad: Eigentlich habe ich meine Meinung nicht geändert. Nochmal, dieser Plan ist nicht für sie; er ist für jeden Syrer, der den Dialog annimmt. Deshalb ist diese Initiative zu machen, kein Sinneswandel. Beinahe zwei Jahre lang, seit dem Tag dieser Krise haben wir gesagt, daß wir zu Dialogen bereit sind; nichts hat sich verändert. Wir haben eine sehr konsequente Position zum Dialog. Einige könnten es so verstehen, daß ich meine Meinung änderte, weil ich die erste Gruppe nicht anerkannte, aber dann anerkannte ich die zweite. Ich erkenne niemanden an, der wichtiger als die syrischen Leute ist, oder nehmen sie ernst. Wenn Sie ein Produkt haben, das auf dem Markt versagt, ziehen sie das Produkt zurück, ändern den Namen, ändern die Verpackung, und sie veröffentlichen es wieder und wieder – aber das ist immer noch fehlerhaft. Die ersten und zweiten Körper sind dieselben Produkte mit dem verschiedenen Verpackungen. Bezüglich dessen was unser Minister sagte, ist das sehr klar.

Ein Teil der Initiative ist, dass wir bereit sind, mit jedem, einschließlich Kämpfern zu verhandeln, die bereit sind, sich der Arme zu ergeben. Wir werden nicht mit Terroristen verhandeln, die entschlossen sind, Waffen zu tragen, Leute zu terrorisieren, Zivilisten zu töten,. öffentliche Stellen oder private Unternehmen anzugreifen und das Land zu zerstören

Sunday Times: Mr. Präsident, die Welt schaut Syrien an und sieht ein Land das zerstört wird, wenigstens mit 70,000 Getöteten, mehr als 3 Millionen Flüchtlingen und mit konfessionellen Teilungen, die weiter verstärkt werden. Viele Völker rund um die Welt, beschuldigen Sie. Was sagen Sie ihnen? Sind Sie dafür verantwortlich zu machen, was ist im Land geschehen ist, daß Sie führen?

Präsident Assad: Sie haben jene Zahlen bemerkt, als ob sie Zahlen von einer Tabelle wären. Zum einen werden Teilnehmer dazu verwendet, um ihre politische Tagesordnung voranzubringen; leider ist das eine Wirklichkeit. Unabhängig von ihrer Genauigkeit, für uns Syrier, vertritt jede jener Zahlen, einen syrischen Mann, Frau oder Kind. Während Sie über ungefähr Tausende von Opfern reden, sehen wir Tausende von Familien, die Geliebte Menschen verloren haben, und wo einige leider viele Jahre lang sich Sorgen, ob sie noch kommen werden. Niemand kann diesen Schmerz mehr fühlen als wir.

Die Frage politischer Tagesordnungen anschauend, müssen wir bessere Fragen stellen. Wie wurden diese Zahlen verifiziert? Wie vielen davon stellen fremde Kämpfer dar? Wie viele waren Kämpfer, im Alter von zwischen 20 und 30? Wie viele waren Bürger – unschuldige Frauen und Kinder? Die Situation auf dem Boden macht es fast unmöglich, genaue Antworten auf diese wichtigen Fragen zu bekommen. Wir alle wissen, wie Tode und menschliche Unfälle in der Vergangenheit manipuliert worden sind, um für einen “humanitären Eingriff” den Weg zu ebnen. Die libysche Regierung gab kürzlich bekannt, dass die Zahl der Todesopfer vor der Invasion Libyens übertrieben wurde; sie sagten fünftausend Opfer von jeder Seite, während die Zahlen in dieser Zeit von mehreren zehntausend Opfern sprachen.

Die Briten und die Amerikaner, die während des Krieges physisch innerhalb des Iraks waren, waren damals außer Stande, genaue Zahlen über die Opfer zur Verfügung zu stellen, die von ihrer Invasion getötet worden sind. Plötzlich haben dieselben Quellen sehr genaue Zahlen darüber, was in Syrien geschieht. Das ist sehr ironisch; Ich werde Ihnen einfach sagen, dass diese Zahlen nicht in der Wirklichkeit existieren; es ist Teil von ihrer virtuellen Wirklichkeit, welche sie schaffen wollen, um ihre Tagesordnung unter dem Titel humanitären Eingriffes, in einen militärischen Eingriff zu münden.

Sunday Times: Wenn ich noch einmal ein kleines bisschen bezüglich dieser Notiz darf: Auch wenn die Zahlen übertrieben und definitiv nicht präzise sind, diese bestätigte Zahlen, über syrische Gruppen , aber es sind immer noch Tausende, die getötet wurden. Einige sind Kämpfer, aber einige sind Zivilisten. Einige wurden durch die militärische Offensive getötet, zum Beispiel Artillerie oder durch Angriffe in bestimmte Gebiete eingeebnet. Deshalb, selbst wenn wir die eigentliche Zahl nicht diskutieren, das Gleiche gilt, sie beschuldigen sie immer noch für jene Zivilisten, wenn Sie so wollen, welche durch die militärische Offensive getötet wurden, akzeptieren Sie das?

Präsident Assad: Erstens können wir nicht ohne ihre Namen, über diese Zahlen reden. Leute, die getötet werden haben Namen. Zweitens, warum starben sie? Wo und wie wurden sie getötet? Wer tötete sie? Bewaffnete Banden, Terroristengruppen, Verbrecher, Entführer, die Armee, wer?

Sunday Times: Es ist eine Mischung.

Präsident Assad: Es ist eine Mischung, aber es scheint, dass Sie andeuten, daß eine Person alleine für die aktuelle Situation und alle menschlichen Unfälle verantwortlich ist. Von Tag Eins an, ist die Situation in Syrien von militärischer und politischer Dynamik beeinflusst worden, die beides sehr schnelle Bewegungen sind. In solchen Situationen haben Sie Katalysatoren und Hindernisse. Irgendeine individuelle Partei anzunehmen, die für alle Hindernisse und alle weiteren Parteien und verantwortlich ist für alle Katalysatoren , ist völlig absurd. Zu viele unschuldige Zivilisten sind gestorben, zu viele Syrer leiden. Wie ich schon gesagt habe, niemand schmerzt es mehr als uns Syrern, darum drängen wir auf einen nationalen Dialog. Ich bin nicht im Schuldunternehmen, aber wenn Sie von Verantwortung reden, dann habe ich eindeutig eine verfassungsmäßige Verantwortung, Syrien und seine Leute vor Terroristen und radikalen Gruppen zu beschützen.

Sunday Times: Was ist die Rolle von Al-Qaeda und anderer Jihadisten, und welche Drohungen werfen sie auf dem Gebiet und Europa auf? Sind Sie besorgt, daß sich Syrien, in etwas ähnliches wie Tschetschenien in der Vergangenheit verwandelt? Sind Sie besorgt über das Schicksal von Minderheiten,wenn Sie diesen Krieg verlieren, oder in einen sektiererischen Krieg mündet, ähnlich dem des Irak?

Präsident Assad: Die Rolle von Al-Qaeda in Syrien ist nicht anders, wie die Rolle von Al-Qaeda irgendwo in dieser Welt; Tötungen, Enthauptungen, sie foltern und hindern Kinder daran zur Schule zu gehen, weil, wie Sie wissen, florieren Al-Qaeda ’s Ideologien nur dort, wo es Unwissenheit gibt. Ideologisch bemühen sie sich, die Gesellschaft mit ihren dunklen, extremistischen Ideologien zu infiltrieren – und sie sind erfolgreich. Wenn Sie sich um etwas in Syrien sorgen wollen, sind es nicht “die Minderheiten”. Dies ist eine sehr seichte Beschreibung, weil Syrien ein Schmelztiegel von Religionen, Sekten, Volkstum und Ideologien ist, die gemeinschaftlich eine homogene Mischung bilden, irrelevant von ihren Teilen oder den jeweiligen Prozenten. Wir sollten uns um die Mehrheit der gemäßigten Syrer sorgen, weil, wenn wir diesen Extremismus nicht bekämpfen, könnte sie die Minderheit werden – an diesem Punkt wird Syrien aufhören zu existieren.

Wenn Sie sich in diesem Sinne um Syrien sorgen, müssen Sie sich um den ganzen Mittleren Osten sorgen, weil wir die letzte Bastion des Säkularismus, in dem Gebiet sind. Wenn Sie sich um den Mittleren Osten sorgen, sollte sich die ganze Welt über ihre Stabilität sorgen. Dies ist die Wirklichkeit, wie wir es sehen.

Fortsetzung mit Teil 2 folgt ..

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Quelle des Interviews: http://www.globalresearch.ca/syria-president-al-assads-interview-with-the-sunday-times/5325083

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