Cannabinoide gegen Darmkrebs

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Neueste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass ein Cannabinoid der Cannabispflanze hilfreich bei der Behandlung von Darmkrebs sein kann. Cannabinoide sind elementare Wirkstoffe von Hanf; THC, das berauschende unter ihnen, ist das bekannteste. Daneben gibt es auch noch das derzeit populäre CBD, ein sedierendes und angsthemmendes Cannabinoid, und unter anderem auch CBG, das sich bei der Behandlung von Darmkrebs als besonders effizient auszeichnen konnte.

In der Hanfpflanze stecken mehr als 80 Cannabinoide, die alle verschiedene Wirkungen haben. Die Pflanze ist damit sehr ergiebig und beherbergt nützliche Eigenschaften, die weit über den Rausch hinausgehen. Schon jetzt ist in vielen Ländern, darunter auch einige amerikanische Bundesstaaten, die Nutzung von Cannabis für medizinische Zwecke völlig legal. Die Wirkung der Pflanze auf das körperliche Wohl wird anerkannt. Das fördert auch die andauernde wissenschaftliche Forschung und brachte die zuletzt die Wirkung von CBG – Cannabigerol – ans Licht.

Es war bereits bekannt, dass das Cannabinoid CBG bei der Bewältigung von Symptomen, die bei Erkrankungen wie Glaukom und Reizdarmsyndrom auftreten, helfen kann. Ironischerweise hat gerade das US National Institute of Health den medizinischen Nutzen von CBG erkannt. Die Organisation hatte sich zuvor eigentlich darauf spezialisiert, die negativen Auswirkungen von Cannabis zu untersuchen. Die Ergebnisse der im Oxford Journal veröffentlichten Studie zeigen aber an Tierversuchen, dass das Wachstum von Tumoren hindern kann.

Die Forscher sind sich einig darüber, dass CBG trotz des frühen Untersuchungsstadiums ernsthaft als Präventionsmittel für Darmkrebs in Erwägung gezogen werden muss. Weil CBG nicht psychoaktiv wirkt – also nicht den berauschenden Zustand auslöst, die beim Freizeitkonsum angestrebt wird – ist die Substanz in den meisten Ländern legal nutzbar und wird bereits durch den Anbau von Industriehanf in Massen hergestellt.

Das sind sehr gute Nachrichten für die Befürworter der Hanfpflanze. Im Lichte der derzeitigen Legalisierungs- und Entkriminalisierungswellen, die durch die USA gehen, ist das ein weiterer Schritt in Richtung Liberalisierung einer bisher zu Unrecht verurteilten Nutzpflanze. Ob dieser Fortschritt auch in Europa, speziell in Deutschland, anerkannt wird, bleibt abzuwarten. Es wird jedenfalls noch dauern, bis CBG wirklich eingesetzt werden kann, trotz der erfreulichen Ergebnisse.

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@Steven Black

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11 Kommentare

  • Hallo,
    als ich vor vielen Jahren entdeckte, dass mein Sohn gelegentlich (ich klammerte mich an den Gedanken gelegentlich…) kifft, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Ich hab ihn schon verkommen auf einer Bahnhofstoilette gesehen – schlicht, ich hatte keine Ahnung.
    Ehrlich gesagt bin ich noch immer der Meinung, dass weder Alkohol noch Cannabis sein müssen, jedenfalls nicht regelmässig.
    Als mein Mann allerdings ein Stadium der Alzheimer Erkrankung erreicht hat, in der er nur noch unglücklich war, traurig, weinend, hilflos, ratlos – da hätt ich ihm gern Plätzchen gebacken. Aber ich bin nicht „ran“ gekommen und meine eigene Hilflosigkeit hat mich wohl auch nicht richtig suchen lassen.

    Ich weiss noch immer wenig über Cannabis, bin noch immer der Meinung, dass man sich „blödkiffen“ kann, seinen Alltag nicht mehr richtig strukturiert ….. aber wenn es in irgend einer Form „gesund“ ist, dann hab ich die kürzlich geleistete, befürwortende Unterschrift nicht umsonst abgegeben.

    Mein Ohr ist offen und je mehr ich erfahre, umso entspannter kann ich vermutlich sein.

    Servus
    Ingrid

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    • Hallo Ingrid
      In dem Artikel geht’s ja um nicht THC haltige bestandteile von Cannabis. Natürlich kann man sich blöd kiffen, aber damit sicher nicht. 😎
      LG,

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      • …da scheints doch noch eine Menge Aufklärungsbedarf zu geben.
        Nicht nur bei mir, schätze ich.
        Jetzt werd ich einmal Herrn Google bemühen, damit er mir ein paar der mysteriösen Abkürzungen erklärt.
        Danke derweil
        servus
        Ingrid

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  • Hallo,

    Cannabinoide könnte man sich auch von einem Arzt vorschreiben lassen, und in Apotheken zum Beispiel : als eine Monatliche Tabletten Packung Kaufen,weil Kiffen ist nur ein möglicher Weg, um Cannabinoide meistens gemeinsam mit Nikotin ins Körper zu Transportieren.
    Damit wäre Kiffen samt allen diesen ( Starken Rauch Gerüchen ) als ein Öffentliches Allgemeines Problem gelöst.

    lg,

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  • Hallo!

    Irgendwann wird der Mensch die Vorstellung, irgendeine Substanz könnte ihn heilen überwinden. Dann wird er vielleicht dahinterkommen was Krankheit wirklich bedeutet.
    Nichtsdestotrotz hat Cannabis therapeutischen Nutzen, es ist aber erwiesen, dass gerade die Pflanze in möglichst naturbelassener Form die grösste Wirkung hat. Trocknen, rauchen, gut. In Kakao oder Butter, Plätzchen oder dergleichen geht auch noch.
    Dronabinol z.B. ist ein künstlich hergestelltes THC-Präparat und hat nur einen Bruchteil der Wirkung der Pflanze selbst. Das Ganze ist halt mehr als die Summe seiner Teile. Das Problem dabei ist, in seiner natürlichen Form ist Cannabis nicht Patentfähig. Deshalb sucht Big Pharma händeringend nach Märkten für synthetisches und damit patentfähiges Cannabis. Das macht Sinn wenn CANNABIS WEITERHIN VERBOTEN BLEIBT. Und es in Zukunft verschreibungspflichtige Cannabispräparate gibt. Die derzeitige Diskussion Pro-Contra Legalisierung zielt IMHO auf eine Marktvorbereitung ab. Sorry, aber ich denke es geht nur um eine Marketingcampagne.
    Weshalb und wann hilft Cannabis? Wachstumsprozesse und auch einige Abbauprozesse im Körper laufen stark unter Sympatikus-Einfluss ab. Cannabinoide verschieben das Gleichgewicht in Richtung Parasympatikus/Vagotonie, deswegen laufen entsprechende Prozesse langsamer ab bzw. kommen fast zum Erliegen, siehe Morbus Crohn, Morbus Bechterev, fast alle malignen Neubildungen etc.. Krankheiten wie z.B. Morbus Crohn sind chronisch-rezidivierend, d.h. sie laufen in Schüben und sind dazwischen Beschwerdefrei bzw. bilden sich teilweise sogar zurück. Werden nun die Schübe (sympatikoton) unterdrückt und die Rückbildung (parasympatisch/vagoton) läuft trotzdem ab, wie z.b. unter Cannabiseinfluss, kann der Eindruck der Heilung entstehen. Allerdings wird die Krankheit umso stärker wieder fortschreiten wenn auf Cannabis irgendwann verzichtet wird. D.h. man wird Abhängig. Mit Heilung hat das wenig zu tun, aber trotzdem dürfte es für die Betroffenen eine unglaubliche Verbesserung ihrer Situation darstellen. Allerdings bleibt eines gleich: die Teilnahme am Leben ist eingeschränkt, ob nun durch den Cannabisdauerkonsum oder durch die Krankheit.
    Und Krebsstudien gibt es unglaublich viele… Ich kann mich noch gut an eine erinnern in der „zweifelsfrei“ nachgewiesen wurde dass Capsaicin (Chili) Krebs, insbesondere das Prostata-Ca heilt.

    lg,
    Andi

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    • Hi Andi
      Das mit der marktvorbereitung ist n Interessanter Gedanke. Und das was du zu den ablaufenden Prozessen sagst leuchtet mir gut ein. Natürlich bin ich ebenfalls der Ansicht, das Heilung eher dadurch erreicht wird, indem man sich sein Leben anschaut und die Themen. Aber helfen kann das durchaus besonders für Leute die keinen anderen Zugang haben…

      Ich denke, wir haben soviele Dogmen, was man tun oder lassen sollte, Ich will da lieber kein weiteres hinzufügen.

      Grüße

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  • Hi Steven

    „Ich denke, wir haben soviele Dogmen, was man tun oder lassen sollte, “
    Ganz genau so sehe ich das auch. Deswegen sollte man tun was man für richtig hällt, egal was irgendwelche Forscher „erkennen“ oder ein BtmG vorschreibt. Ich finde es erschreckend wie hier manipuliert wird. Verstehe mich nicht falsch, ich selbst habe jahrelang gekifft und habs aufgehört um dem Nikotin zu entkommen. Ich bin jedoch der Meinung, man sollte die Diskussion pro/kontra ehrlich führen und nicht für beide Seiten obskure Märchen anführen. In der öffentlichen Diskussion ist nichts echt oder ehrlich, sowohl die Argumente kontra sind erstunken und erlogen wie auch die Argumente pro. Und weshalb? Weil eine ehrliche Diskussion in ihrem Ausgang nicht lenkbar wäre. Lügen lassen sich tagtäglich neu erfinden, biegen, verzerren, umarrangieren…. Wahrheit wenn einmal ausgesprochen steht für sich wie ein Fels und wer die Wahrheit kennt kann nicht mehr manipuliert werden. Dann läge die Macht bei der Wahrheit und davor haben die „Eliten“ unglaubliche Angst weil sie genauso hohl sind wie die Lügen hinter denen sie sich verstecken. Ohne ihr billiges Marionettentheater sind sie NICHTS.

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  • Hallo,
    Ich denke es gibt keine objektive Wahrheit. Und wie Steven schon gesagt hat, gibt es Leute die keinen Zugang zur Krankheit finden aus welchen Gründen auch immer. Und ich denke Abhänig sind wir alle irgendwie.
    Alles liebe
    Lena

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    • Hey Lena,

      Wie sieht es mit Deinem Zugang zu den s.g. „Krankheiten“aus ?……..ist 6-7 Jahre ohne Schnupfen, Erkältung oder „grippalen Infekt“ bei den jeweiligen Jahreswechseln nun etwas Besonders und Gutes oder nicht ???

      Gedanken erschaffen „Materie“ ….nach meinem Dafür halten…..wie ebenfalls auch die eigene Gesundheit oder Krankheit !!!…..und All` diese „Gegensprecher“….kann ich leider nicht weiterhin befürworten und unterstützen…..weil sie „meiner“ Ansicht nach….komplett in Unrecht damit stehen !….

      …..es ist und bleibt zumeist leider immer die gleiche Soße !…..traurig aber nur zu wahr !!!

      lg johannes

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  • Hier hat sich ja Einiges auf deiner Seite getan. Ich muss gestehen, dass ich lange nicht mehr vorbeigeschaut habe. Werde erst mal stöbern, was du Neues zusammengetragen hast. Auch bei mir hat sich Einiges getan, vor allem zum Thema TUMOR, wenn du willst, guckst du hier: http://www.ichliebemeinentumor.de
    Ein Kindheitswusch, der wahr wurde, endlich nach Jahrzehnten …

    Liebe Grüße Guido

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