Gesunder Schlaf

geschrieben von Angela

Könnt Ihr alle gut schlafen? Tief, fest und erholsam und wacht am Morgen erfrischt und voller Tatendrang auf?

Einigen gelingt es , andere haben ab und zu Schwierigkeiten und viele Menschen kommen aus ihrer chronischen Schlafstörung einfach nicht mehr heraus. Besonders trifft es Menschen, die geistig kreativ sind, sie können oft sehr schwer abschalten, das Karussell im Gehirn dreht sich immer weiter.

Wir alle spüren: Schlafen ist wie Essen und Trinken ein Grundbedürfnis, wir sehnen uns danach und wissen, er ist für uns absolut notwendig.

Schlafentzug empfinden wir als eine der stärksten Bedrohungen. Schon die Angst davor, sich am nächsten Tag wie gerädert zu fühlen und den Anforderungen des Berufes oder des Alltags nicht genügen zu können , versetzt uns in helle Panik und verhindert noch zusätzlich das Einschlafen. Dementsprechend groß ist der Konsum an Schlaftabletten , der aber niemals zu einer Lösung des Problems führt, sondern es im Gegenteil noch verschlimmert.

Man nennt den Schlaf auch „den kleinen Bruder des Todes“ und Menschen, die sich unbewusst stark vor dem Tod fürchten, leiden oft unter den größten Einschlafschwierigkeiten. Wir halten uns krampfhaft an unserem Tagesbewusstsein fest und haben insgeheim Angst vor dem Unbekannten, dem Dunklen, dem Loslassen. Meist fehlen Urvertrauen und Hingabefähigkeit, wir sind abhängig von Macht, Kontrolle und Intellekt.

Dem können wir entrinnen, wenn wir uns am Tag auch um die Nachtseite unserer Seele kümmern. Unser Unbewusstes  ans Licht holen und annehmen. Bei sehr starken Schlafstörungen ist eine Konfrontation mit den eigenen Todesvorstellungen und den begleitenden Ängsten unumgänglich.

Mit jedem Einschlafen praktizieren wir (meist unbewusst) das Loslassen unserer Kontrolle, üben Hingabe und Urvertrauen.

Viele Menschen wünschen sich , am Ende ihres Lebens im Schlaf vom Tod überrascht zu werden und setzen auch den Schlaf mit einer Bewusstlosigkeit gleich. Doch das ist er keineswegs, er ist erfüllt von lebendigen Träumen. Manchmal wird der Schlaf auch als eine Bedrohung infolge von Alpträumen empfunden. Obwohl wir diese Träume dann nach dem Aufwachen als „Schäume“ relativieren, empfinden wir sie während des Schlafes als völlig real. Alles, was unser Bewusstsein erfährt, besitzt die gleiche Wirklichkeit.

Dazu gibt es eine hübsche chinesische Geschichte:

………………. „Wang träumte, er sei ein Schmetterling. Er saß zwischen Gräsern auf Blumen, er flatterte hierhin und dorthin.

Da wachte er auf und wusste nicht mehr, war er Wang, der träumte, ein Schmetterling zu sein, oder war er ein Schmetterling, der träumte, Wang zu sein ? ………….

Ja, was macht uns eigentlich so sicher, dass das Leben, welches wir tagsüber führen, realer ist als der Traum?

Wachen und Schlafen sind Polaritäten und ergänzen sich gegenseitig, der Tag besteht aus Licht, Leben, Aktivität, die Nacht aus Ruhe, Dunkelheit, Unbewusstem und Tod.

Beides ist notwendig.

Bei einem übergroßen Schlafbedürfnis, sowie Schwierigkeiten mit dem Erwachen und Aufstehen hingegen sollten wir uns fragen, ob wir vor Verantwortung, Aktivität, Bewusstwerdung zu fliehen versuchen? Vielleicht leben wir in Traumwelten und haben vor der Realität Angst? Das muss ans Tageslicht gebracht werden, ansonsten kann es sich nicht ändern.

Die Art, wie wir leben, beeinflusst natürlich auch die Qualität unseres Schlafes. Wenn unsere biologische Uhr durch unregelmäßige Rhythmen zusammengebrochen ist, vielleicht durch Schichtarbeit, lange Partys, oder durch Bewegungsmangel, Fehlen von geistiger Arbeit , durch Lärm und ständigen Stress brauchen wir uns über schlechten Schlaf nicht zu wundern. Die richtige Schlafumgebung, das richtige Bett , keine große Aktivität mehr am Abend wirken schlaffördernd.

Jeder, der sich schon einmal schlaflos im Bett herumgewälzt hat , weiß, dass sich Schlaf nicht durch Zwang, Selbstbeherrschung und Willen oder durch irgendeine Anstrengung herbeizwingen lässt. Jedes aktive Wollen ist der sicherste Weg, Schlaf zu verhindern.

Aber wir sind imstande, günstige Voraussetzungen für eine gesunde Schlafkultur zu schaffen.

Der Schlaf vor Mitternacht ist besonders stärkend, denn dabei handelt es sich um Tiefschlaf, der zur Regeneration des Körpers beiträgt. Ab Mitternacht wechseln dann Tiefschlaf-und Traumphasen . Die Seele begibt sich auf die Reise zur Astralebene, in Träumen ist sie mit anderen Dimensionen und geistigen Lehrern verbunden und in dieser Phase erfährt sie die größte Bereicherung. Am frühen Morgen, vor dem Aufwachen, erleben wir gehäufte Rem-Phasen mit oberflächlicheren Themen , worin Tagträume bewältigt werden können. Aus dieser Phase stammen die meisten Freud`schen Traumdeutungen.

Am sinnvollsten ist es, regelmäßig zu einer bestimmten Uhrzeit schlafen zu gehen und wieder aufzustehen. Darauf stellt sich der Körper dann ein- wird aber auch Ausnahmen zulassen.

Oft herrscht im Kopf noch ein Getöse, ein Chaos, viele Menschen wollen sich gern entspannen, können es aber nicht. Da hilft sehr gut die Methode des „Gibberisch“.

Man setzt sich aufrecht im Bett hin und brabbelt längere Zeit vollkommen sinnlose Laute vor sich hin. Zuerst kommt man sich ziemlich albern vor, aber nach und nach leert sich der Kopf, man beginnt zu gähnen und kann dann sofort einschlafen.

Versucht es mal, ich habe es mit großem Erfolg ausprobiert.

Sehr gut ist auch, einfach still liegen zu bleiben und den Atem zu beobachten, denn alles Monotone hilft beim Einschlafen ; Schäfchen zählen ist ja eines der bekanntesten Einschlafmethoden. Auch die Wiederholung eines Mantras führt zur Umschaltung von der linken Gehirnhälfte auf die rechte , von der Aktivität zur Passivität.

Ich persönlich habe mir noch ein besonderes Einschlaf-Ritual geschaffen. Viele der von mir besonders geschätzten spirituellen Bücher habe ich selbst auf Audio-Cassetten gesprochen und höre sie mir abends vor dem Einschlafen auf dem Cassetten-Rekorder ( ein „Vorsintflutliches“ Gerät, haha, aber für diesen Zweck sehr praktisch!) dann an. Meist komme ich gar nicht weit, schlafe sehr schnell ein und weiß, dass der Text, der dann noch weitergeht, meinem höchsten Wohl zuträglich ist. Denn alles, was man im Schlaf noch unbewusst hört, dringt in die Seele ein. Darum ist es keineswegs empfehlenswert, vor dem Fernseher oder dem Radio einzuschlafen !

Wieder aufstehen, oder etwa lesen sollte man nicht, denn Entspannung ist fast so wertvoll wie der eigentliche Schlaf. Man muss sie nur zulassen und sich nicht davor fürchten, am nächsten Tag unausgeschlafen zu sein. Leichter gesagt als getan, ich weiß es nur zu gut! Es sind „Wege in die Gelassenheit“….

Mit homöopathischen Mitteln ist es auch möglich, schnell in den ersehnten Schlaf hineinzukommen, es gibt da viele Arzneien, die aber individuell ausgesucht werden müssen. Zwei Mittel, die mehr allgemeiner Natur sind, heißen : Passiflora und Avena Sativa, jeweils D 6 oder D 12 und haben mir schon sehr gut geholfen.

Ganz allgemein kann man sagen: „Wie der Tag, so die Nacht“ – Leben wir bewusst und achtsam, und ohne uns im Stress zu verlieren, so können wir auch das Gleichgewicht zwischen Schlafen und Wachen wiederherstellen.

In dem Sinne: Gönnen wir unserem Geist die Ruhe der Nacht. Er braucht sie.

Alles Liebe von Angela

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@Steven Black

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27 Kommentare

  • Senatssekretär FREISTAAT DANZIG
  • Hallo Angela 🙂

    ja gaaanz wichtig – ein gesunder Schlaf! – Ich sage immer für mich “ mein Schlaf ist mir heilig „. 6 Std. mindestens,doch lieber 8 Std. So hat es sich bei mir eingependelt.
    Schlaf ist für mich der Bruder/die Schwester des “ Tagesdaseins “ und deshalb ganz wichtig für eine innere Ausgeglichenheit.

    Lg

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    • Lieber Helmut !

      Da hast Du wirklich recht und auch wenn man den fehlenden Schlaf am Tag etwas nachholt, ist es nicht dasselbe…. Es fehlt einfach die Tiefschlafphase.
      Ich wache morgens immer so früh auf, meistens um 4 , ( Herrlich, diese frühen Stunden ! ) – aber gehe dann auch früh ins Bett ( 21 Uhr ) – so gleicht es sich wieder aus.

      Vielleicht kann Johannes etwas mit meinen Tipps anfangen, ich staune immer über seine nächtlichen Kommentare…🙂

      Überhaupt sind hier im Blog viele schon früh wach, Steven, Matthias, u. mehr ….. Alles Lerchen !

      LG von Angela

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      • Ja liebe Angela,

        mit der Sonne fast aufstehen oder direkt mit ihr, das hat was.
        im Sommer gehts natürlich besser😉
        die Jahreszeiten geben uns da auch mit ein „Vorbild“.

        Morgens früh aufstehen und diese Zeit nur mit mir zu verbringen ist mir sehr wichtig.

        Leider gibt es diese merkwürdige Sommerzeit-abschaffen-

        ich glaube,das man Schlaf sogesehen nicht nachholen kann.
        ein kurzes Nickerchen am Mittag ist da eher erfrischend.
        Sich vorlesen lassen,ist auch eine gute Methode um einzuschlafen.
        ich brauche nur drei Seiten in einem Buch lesen,dann schlafe ich.

        wobei man bei Therapien (Depressionen) ganz bewusst mit Schlafentzug arbeitet.

        schönen warmen frostigen Abend
        Susanne

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        • Liebe Susanne !

          Zitat: Morgens früh aufstehen und diese Zeit nur mit mir zu verbringen ist mir sehr wichtig“…

          Ja, mir auch… Und die Atmosphäre ist irgendwie anders, da dieses Gedanken-Energie-Gewimmel der vielen Menschen noch nicht eingesetzt hat.
          Sehr gut für Meditation geeignet.

          Dass man bei Depressionen mit Schlafentzug arbeitet, wusste ich gar nicht. Warum nur? Sinnvoll kommt mir das irgendwie nicht vor…. Aber vielleicht weiß ich nur zuwenig darüber.

          Liebe Grüße von Angela

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          • Liebe Angela,

            „Sehr gut für Meditation geeignet. “
            stimmt,in welcher Form auch für jeden einzelnen angebracht.
            oder einfach schauen wie der Himmel „aufwacht“

            „Dass man bei Depressionen mit Schlafentzug arbeitet, wusste ich gar nicht.“

            sicher nicht für jeden geeignet,aber es ist gut das es diese Möglichkeiten gibt,so denke ich.
            :http://www.depressionen-depression.net/behandlung-einer-depression/schlafentzug-wachtherapie.htm

            nur als Beispiel.

            lg
            Susanne

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            • Hej Angela und Susanne!

              Schlafentzug bei Depression hat meines Erachtens keinerlei Heileffekt, es wird nur an der Symptomatik „gedreht“.
              Ich fände es viel wichtiger den Grund zu finden und zu heilen, aber das übersteigt oft die Möglichkeiten der Therapeuten.

              Liebe Grüße
              Veron

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              • @ Veron und Susanne

                Mir leuchtet das mit dem Schlafentzug bei Depressionen auch nicht ein. Denn im Grunde soll ja der Mensch gerade in der Tiefschlafphase in Verbindung mit der geistigen Welt sein. Wenn man ihm das nimmt, ist er ja NOCH ärmer dran.

                Schlafentzug wird ja grausamerweise auch als Folter z.B. beim Militär angewandt. Schlimm, was der Mensch dem Menschen so antut….

                Liebe Grüße von Angela

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              • Hallo Veron und Angela,

                „Schlafentzug bei Depression hat meines Erachtens keinerlei Heileffekt, es wird nur an der Symptomatik “gedreht”.“

                Sicher mag es ersteinmal eine Veränderung der Symptomatik ergeben.
                Doch wo fängt Einwirken auf etwas,wie Depression z.B.an?
                Und wo kann dann der Heileffekt einsetzen,wenn der Mensch es geschafft hat, sich aus dem Tief zu holen,oder holen zu lassen.
                Endlich einmal wieder einen regenerierenden Schlaf ( Tiefschlafphase)zu bekommen.
                Und dann kann heilende Arbeit einsetzen.
                Da Depression auch insgesamt den Menschen lähmt/einschränkt und dann überhaupt wieder handlungsfähig zu werden.
                Dann kann ein guter Therapeut sicher auch sinnvoll begleiten,wenn es gewollt ist.
                Die Bereitschaft dazu da ist.

                Dazu hieraus der letzte Absatz vielleicht passend.
                :http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/hilft-schlafentzug-gegen-depression

                Ich kenne Menschen denen der Schlafentzug ersteinmal aus der Depression geholfen hat um dann überhaupt wieder in die Lage versetzt zu sein, an Heilung zu arbeiten😉

                Klar kann man sich mit Medikamenten „vollstopfen“ das finde ich wesentlich unnatürlicher als Schlafentzug.

                Aber alles gilt sowieso nur individuell und ist nie allgemeingültig,so denke ich.

                abgesehen davon bin ich kein Arzt,kein Neurologe oder gar Psychiater.
                Und keine Garantie für Vollkommenheit, nie nicht😉

                lg Susanne

                PS:
                naja, es war eine kleine Wanderung um den Schlaf herum,denn hier ist ja die Rede konkret über gesunden Schlaf😉

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                • Hej Susanne!

                  Was Du alles findest .. ..
                  Ja, weil es hier um den Schlaf geht, äußere ich mich auch nicht weiter über Depression .. .. das wäre auch ein weites Feld, es gibt da sicherlich ganz viele verschiedene Möglichkeiten von Wie und Warum.

                  Liebe Grüße
                  Veron

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  • hallo zusammen🙂

    da mir dieser kleine Artikel zum Schlaf als sehr wichtig erscheint, hier noch ein paar Gedanken dazu: SCHLAF

    Schlaf ist vor allem eines: eine Zeit der Heilung! Das Tolle dabei ist: Du musst überhaupt nichts tun, dich nur hinlegen und die Augen zumachen. In dieser Zeit geschehen Wunder. Nun übernehmen die Heinzelmännchen und bringen alles wieder in Ordnung: Körper ,Geist und Seele. Du musst nur die richtigen “ Rahmenbedingungen schaffen „.Schlaf ist die UNABDINGBARE VORRAUSSETZUNG für wahre Gesundheit, Langlebigkeit, Glück und Wohlergehen.
    Nach der Ernährung ist Schlaf das körperliche BEDÜRFNISS , mit dem der größte Missbrauch getrieben wird und das man keiner weiteren Beachtung wert hält. Doch wenn deine “ Batterien “ sich nicht immer wieder ordentlich “ aufladen “ können, begehst du Raub-bau an dir selber !
    Man wird krank und altert schneller. Du kannst das NICHT ausgleichen, indem du morgens einfach länger schläfst !!! So funktioniert das nicht. Dein Körper hat NATÜRLICHE RHYTHMEN
    , die mit der ERDE; DEM SONNENLICHT u.s.w “ korrespondieren „.
    Wenn du mit diesen Rhythmen NICHT IM EINKLANG bist, wird deine Gesundheit mehr und mehr darunter leiden, psychisch wie auch körperlich.
    8 Std. Schlaf sollten sich alle Menschen gönnen. Zw. 22 Uhr und 2 Uhr morgens schüttet unser Körper Heilhormone aus , und damit diese ihre ganze Wirkung entfalten können, müssen !!! wir schlafen.

    Sommerzeit-Umstellung, Schicht-arbeit, das totale Vergnügen auf Schlaf zu verzichten etc. sind große Rhythmus-Blockierer (System gewollt ???) die uns Menschen im wahrsten Sinne den Schlaf “ rauben “ (Zeit-Räuber???) – Erkennen wir Zusammenhänge ???

    Lg Helmut

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  • was sich auch auf den SCHLAF auswirkt, auf unsere Psyche und körperlichen Befinden:

    Der folgsame Mensch – Weshalb können die Medien das Bewusstsein lenken?
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    QUELLE: https://fassadenkratzer.wordpress.com
    Durch die heutigen Massenmedien Presse, Radio und Fernsehen wird nahezu flächendeckend das öffentliche Bewusstsein der Menschen beeinflusst und geprägt. Gedanken, Vorstellungen, Gefühle und Urteile, die die meisten in sich tragen, sind von den Medien in sie eingeflossen und bestimmen weitgehend unbemerkt ihre gesellschaftlichen Einstellungen und Handlungen. Der Inhalt ihres gesellschaftlichen Bewusstseins wird nur zum geringen Teil von ihnen selbst aktiv gebildet, der größte Teil ist von äußeren Instanzen sozusagen industriell vorgefertigt, wofür H. M. Enzensberger den treffenden Begriff Bewusstseinsindustrie geprägt hat. Wer die Produktion dieser Industrie direkt oder indirekt bestimmt, kann die Menschen in seinem Sinne lenken.
    Hier stellt sich die wichtige Frage: Wie kommt es, dass die Inhalte der Medien kaum gefiltert in das Bewusstsein vieler Menschen eindringen und solche Lenkungswirkung haben können? Warum lassen diese sich von ihnen so stark beeinflussen? Dazu müssen wir uns den Vorgang genauer ansehen.

    Wahrnehmungen müssen begriffen werden
    Alle Wahrnehmungen, die uns von außen durch unsere Sinne entgegenkommen, müssen wir von innen mit unserem Denken durchdringen, wenn sie uns verständlich werden sollen. Wir müssen sie gedanklich begreifen, die ihnen entsprechenden Begriffe finden. Dadurch wachsen wir erkennend erst in die volle Wirklichkeit hinein. Würden wir uns willentlich des Denkens ganz enthalten, blieben uns die Wahrnehmungen völlig unverständlich. Wir befänden uns in einem träumenden, herabgedämpften Bewusstsein außerhalb der Realität.
    Blitzschnell und ohne besondere Anstrengung geschieht die Verbindung von Wahrnehmung und Begriff gegenüber den gewohnten und vertrauten Dingen des Alltags. Wenn es sich jedoch um völlig neue, ungewohnte Wahrnehmungen handelt oder, wie in der Wissenschaft, Naturphänomene in ihren tieferen Zusammenhängen erforscht werden sollen, ist eine starke Gedankenanstrengung notwendig, um die zum Verstehen führenden Begriffe aufzufinden. Die Begriffe sind hier das Endergebnis eines längeren Bildungsprozesses und daher isoliert nicht ohne weiteres verständlich, sondern erst dann, wenn der Studierende diesen Entwicklungsprozess der Begriffe nachvollzieht, so ihren inneren Entstehungszusammenhang durchschaut und damit weiß, was mit dem Begriff gemeint ist.
    Unbegriffene Begriffe
    Wir müssen also zwischen Begriffen, die wir selbst denkend hervorbringen und durchschauen, und solchen, die wir von außen aufnehmen, streng unterscheiden. Letztere haben andere produziert, und sie kommen uns, durch die Sprache transportiert, von außen entgegen. Wir haben sie nicht gedacht, sondern nehmen sie lesend oder hörend wahr. Diese Begriffe haben, obwohl sie ihrer inneren Natur nach Begriffe sind, für uns zunächst Wahrnehmungscharakter. Das bedeutet, wir müssen sie, wie andere Wahrnehmungen auch, erst mit unserem eigenen Denken begrifflich durchdringen, um sie zu verstehen. Sonst sind sie unbegriffene Begriffe. Dessen ist man sich im allgemeinen nicht bewusst. Denn bei den akustischen, optischen, Geschmacks- oder Geruchs-Wahrnehmungen z. B., erleben wir meist unmittelbar, dass sie der gedanklichen Durchdringung bedürfen. Gedanken dagegen haben, weil sie eben Begriffe sind, den Anschein begrifflichen Verständnisses, obwohl sie noch nicht wirklich verstanden sein können. Das sind sie erst, wenn wir sie „hinterfragt“, also den Zusammenhang ihrer Entstehung denkend nachvollzogen haben, aus dem sie als Ergebnis hervorgegangen sind.
    Der Verständnisanschein, den die wahrgenommenen Begriffe an sich tragen, verführt dazu, sich mit ihrer Aufnahme zu begnügen und es für überflüssig zu halten, über sie weiter nachzudenken. Man nimmt sie wahr und glaubt sie zu verstehen. Doch damit sind wir prinzipiell in der gleichen Lage wie bei den anderen Wahrnehmungen, bei denen wir auf das Nachdenken verzichten würden: Wir befinden uns ihnen gegenüber in einer Art träumendem, herabgedämpftem Bewusstsein. Denn diese Begriffe sind uns in Wirklichkeit dunkel; wir haben sie und die Realität, auf die sie sich beziehen sollen, nicht mit dem Licht unseres eigenen Denkens durchdrungen.
    Damit ist die Situation der am Tropf der Medien hängenden meisten Menschen gekennzeichnet. Ihr Bewusstsein wird von außen mit vorgefertigten Begriffen gespeist, die sie wie eigene in ihren Begriffsschatz aufnehmen, ohne sie aber selbst gedanklich durchleuchtet zu haben. Danach bilden sich dann ihre Einstellungen. Und es hat den Anschein, und sie leben auch in dem Glauben, dass sie selbst es seien, die denken und handeln. In Wahrheit werden sie aber durch die aufgenommenen Begriffe und Vorstellungen gelenkt. Sie sind nicht Herr ihres eigenen Bewusstseins. Das ist von „feindlichen Unterseebooten“ besetzt, die sie gedankenlos hereingelassen haben und die ihr Handeln bestimmen. Sie handeln im Grunde nicht selbst. Ihr Wille geht Wege, die von ihrem eigenen Denken und damit von ihrem eigenen Ich nicht gedeckt und verantwortet sind. Denn dieses ist stillgelegt, nicht aktiv, ausgeschaltet. Sie handeln gedankenverloren wie lebendige Automaten auf ein von außen in sie hineingesendetes Signal. Die Individualität des Menschen gibt sich gewissermaßen insoweit auf und wird zum Bestandteil einer lenkbaren Masse.
    Lenkungs-Vokabeln
    Betrachten wir einige Beispiele. Eine der wirksamsten Lenkungs-Vokabeln ist „Demokratie“, womit immer „freiheitliche Demokratie“ gemeint, meist auch mit diesem Attribut gebraucht wird. Das Denken der Masse steht hier still, weil man zu wissen glaubt, was Demokratie ist. Man lebt ja zum Glück darin und genießt die Freiheit und die demokratische Mitwirkung am Geschick des Landes – so die allseits von außen vermittelte Vorstellung.
    Doch suchen wir kurz den Entstehungszusammenhang des Begriffes auf: Nachdem der Adel mit seiner angemaßten Macht vom Thron gestoßen war, wurde Freiheit nur als Freiheit von dessen Joch verstanden. An dessen Stelle trat die „Volksherrschaft“ bzw. die Herrschaft von Volksvertretern, die aber das Volk ebenso in allen Lebensgebieten von oben lenken. Die eine Herrschaftsform wurde durch eine andere ersetzt, die dadurch, dass man die Machthaber unter mehreren wählen kann, die dumpfe Illusion von Freiheit suggeriert. „Wählen bedeutet die Illusion des Einflusses im Austausch gegen den Verlust der Freiheit“, wie holländische Kritiker treffend formulierten (vgl. Macht macht untertan). Natürlich hat diese Herrschaftsform eine größere Sicherheit vor Willkür gebracht, aber diese Errungenschaft wird als die große Freiheit gefeiert und zur Verschleierung der tatsächlichen Fremdbestimmung durch die Macht weniger missbraucht. – Nur das eigene Denken kann im öffentlichen Lügengeflecht zu dieser Erkenntnis führen. Dazu erhebt sich die Masse aber nicht, sondern geht folgsam zum hochstilisierten Wahlritual, um den sich selbst erneuernden Vormündern die Scheinlegitimation ihrer Macht zu geben.
    Um die Gemeinschaft mit den USA zu beschwören, wird immer wieder auf die „gemeinsamen Werte“ hingewiesen, die es unter Führung „unserer starken amerikanischen Freunde“ zu verteidigen gelte. Dumpf schwimmen die meisten da mit, denn sie glauben zu wissen, dass das schon irgendwie stimmt. Es wird uns ja auch oft genug versichert, dass es so sei. Aber wer nur ein wenig denkend das Weltgeschehen verfolgt, erkennt, dass die Eliten der USA nicht unsere Freunde, sondern unsere Besatzer und Herren sind, in deren Geostrategie zur vollständigen Weltherrschaft wir nur einer der vielen Vasallen sind. Ihre Werte der ununterbrochenen militärischen Interventionen in andere Staaten – stets unter einem erlogenen Vorwand -, der geheimdienstlich gesteuerten Putsche, des Guantanamo-Konzentrationslagers, der gegenwärtig unaufhörlichen vom Präsidenten angeordneten Drohnenmorde usw. usw. sind nicht unsere Werte.
    Besonders raffinierte Lenkungs-Vokabeln sind solche, die positive Begriffe enthalten, denen aber eine abwertende Bedeutung unterlegt wird. Ein Beispiel von vielen: Geschichts-Revisionismus. Eine Revision (von lat. revidere – wieder anschauen) ist eine erneute Überprüfung, die bei der menschlichen Irrtumsanfälligkeit immer notwendig ist. Sie ist eine wissenschaftliche Tugend, die vor allem in der Geschichtswissenschaft unabdingbar ist. Indem man die offensichtliche Geschichtsklitterung von Rechtsextremen als „Revisionismus“ bezeichnet, dem damit die Bedeutung „Geschichtsfälschung von unverbesserlichen Rechtsextremen“ unterlegt wird, schafft man eine Diskriminierungs-Keule gegenüber allen ernsthaften wissenschaftlichen Revisionen, um dadurch das geltende Geschichtsbild der Herrschenden abzuschotten (s. Geschichtserkenntnis).
    Neuerdings wurde das öffentliche Bewusstsein mit „Putin-Versteher“ verseucht. Sich gegenseitig zu verstehen ist die Grundlage friedlichen Zusammenlebens. Verstehen bedeutet nicht, dem anderen in allem zuzustimmen, aber es schafft die Voraussetzung, Kompromisse zu finden, in denen auch die berechtigten Gesichtspunkte des anderen berücksichtigt werden. Einem „Putin-Versteher“ wird aber unterschoben, einseitig Partei für Putin zu ergreifen, quasi sein Gefolgsmann zu sein. Der sozial elementar wichtige Begriff des Verstehens wird so diskreditiert. Das ist unterschwellige Hetze zum Konflikt, der zum Krieg führt. Wer nicht über den von außen aufgenommenen Unbegriff „Putin-Versteher“ selber nachdenkt, wird in die gewollte Russland-feindliche Stimmung suggestiv hineingezogen. So werden Menschen zu Feinden gemacht.
    Suggestive Bilder
    Eine noch größere einschläfernde Wirkung als unverstandene Begriffe üben Bilder, Vergleiche aus, denen in ihrer Abfolge eine scheinbar unausweichliche logische Konsequenz innewohnt, in die man leicht hineingezogen wird. In der ZEIT vom 6.9.2012 operierten die Journalisten Mark Schieritz und Heinrich Wefing zur Eurokrise unter dem Titel „Die große Illusion“ mit einem solchen Instrument:
    Wir glauben gern, dass wir die Macht erkennen können. An ihren Symbolen zum Beispiel oder daran, wie sie ausgeübt wird. Aber das ist ein Irrtum. Manchmal ist die Macht unsichtbar, manchmal entfaltet sie sich im Verborgenen, dort, wo wir sie nicht vermuten, hinter dem Rücken der Entscheider, jenseits der etablierten Prozeduren.
    So wie im Moment, bei der Rettung des Euro. Die Macht, so viel ist sicher, hat sich verlagert, wohin genau, ist schwer zu sagen. Klar ist nur, wo sie nicht mehr ist. Nicht beim Bundestag, der vorwiegend nachvollzieht, was anderswo beschlossen wurde. Nicht bei der Bundesbank, die nur noch eine Zentralbank unter anderen ist. Und wohl nicht einmal mehr beim Bundesverfassungsgericht, das eigentlich als das mächtigste Gericht der Welt gilt.
    Alle Institutionen arbeiten noch, alle spielen weiter ihre Rolle, aber zu glauben, sie hätten noch substanziell etwas zu entscheiden, das ist eine Illusion. … Der Eindruck, irgendwer könnte den Euro-Rettungsplan noch umsteuern oder gar stoppen, trügt. Viel zu viel steht mittlerweile auf dem Spiel, zu viel politisches Kapital wurde investiert, zu viele Milliarden wurden angehäuft, niemand kann mehr Nein sagen. Und niemand wird es tun. …
    So wie eine Lawine aus einem Schneeball entstehen kann und immer breiter wird, größer, mitreißender, bis sie irgendwann unaufhaltsam ins Tal donnert, so ist auch die Politik der Euro-Rettung aus kleinen Anfängen entstanden, mit bescheidenen Rettungssummen, die immer gigantischer wurden, die immer höhere Einsätze erforderten, bis es schließlich kein Halten mehr gab. Unklar ist nur, ob diese Lawine am Ende Erlösung bringt oder Zerstörung.
    Es ist ein eisiger, unbarmherziger Konsequentialismus, dem sich niemand entziehen kann, der alles einebnet, die Differenzen zwischen Regierung und Opposition, die Teilung der Gewalten, die hergebrachten Institutionen.
    Früher nannte man eine solche Umwälzung der Verhältnisse eine Revolution. Einst brannten dann Barrikaden, rollten Köpfe, stürzten Staaten. Heute vollzieht sich die Revolution langsam, wie in Zeitlupe, und geräuschlos. Erst wenn die Krise vorbei ist, werden wir sehen, wie fundamental sich diese Republik und der Kontinent verändert haben.
    Man kommt hier zunächst den Euro- und Macht-Kritikern entgegen, gibt ihnen irgendwie Recht, stellt aber die Sache als eine unausweichliche Naturgewalt von Sachzwängen dar, die aus einem nicht greifbaren Hintergrund wirkt und der wir alle hilflos ausgeliefert seien. Das Ganze sei wie eine Lawine, die aus einem Schneeball entsteht, immer breiter und größer wird und alles mitreißend unaufhaltsam ins Tal donnert. So sei auch die Euro-Rettung aus bescheidenen Summen entstanden, die immer gigantischer wurden, bis es schließlich kein Halten mehr gab. – Der Vergleich stimmt natürlich nicht. Der Euro ist keine Naturgewalt, sondern von Menschen gemacht und kann auch von Menschen gestoppt und geändert werden. Aber das Bild wirkt, wenn man einfach lesend nur mitschwimmt, ungeheuer suggestiv. Es fließt unbewusst in uns hinein und dämpft das Bewusstsein ab – wenn man sich dem nicht durch das eigene Denken entzieht.
    Die Wirkung von Radio und Fernsehen auf das Bewusstsein
    Die gedankliche Passivität der Konsumenten steigert sich gegenüber den Printmedien noch bei den Radiosendungen, da diese nicht angehalten werden können, um nachzufragen oder über bestimmte Mitteilungen nachzudenken, bevor man sich dem Nachfolgenden widmet. Die Stimme spricht immer weiter, d. h. immer neue Wahrnehmungen von Begriffen dringen auf uns ein. Wir können bei keinem verweilen, wenn wir die ständig neuen nicht verpassen wollen. Es gehört eine starke Anstrengung dazu, das Ganze hinterher bis in die wichtigen Einzelheiten zu erinnern, um es mit eigenen Begriffen zu durchdringen, wozu oft intensive Nachforschungen gehören. Dazu schwingen sich die wenigsten auf. So bleiben nur die aufgenommenen Begriffe prägend im Bewusstsein zurück, sinken unter und wirken als halbbewusste Einstellungen und Stimmungen weiter.
    Die größte Passivität und Herabdämpfung des Bewusstseins findet aber beim Fernsehen statt, bei dem zur Wahrnehmung der Sprache noch die laufenden Bilder als eigene Ausdrucksmittel hinzutreten, die sich gegenüber dem Ton immer in den Vordergrund des Bewusstseins drängen und ihn überlagern. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die teilnehmenden Personen von den Bildern so mitgenommen, um nicht zu sagen mitgerissen werden, dass sie den dazugehörigen Text nur wenig zur Kenntnis nehmen. Die Bilder-Folge suggeriert bereits ein ausreichendes „Verstehen“, das aber bei näherer Überprüfung nicht vorhanden ist. (1) Hinzu kommt, dass nur ein geringer Prozentsatz der Bilder vom Bewusstsein verarbeitet wird. Der größte Teil versinkt sofort in Regionen unterhalb der Bewusstseinsschwelle. Die Informationen gelangen zwar ins Gehirn, aber nachdenken oder sich leicht an sie erinnern kann man nicht. (2)
    „Fordert man einen Zuschauer auf, nach einem Abend vor der Mattscheibe detailliert zu berichten, was er gesehen habe, so stellt sich heraus, dass selbst ein hochgebildeter Mensch nur einen Bruchteil dessen erinnern kann, was er faktisch gesehen hat.“ Dabei sind „die Versuchspersonen selbst in der Regel vom Gegenteil überzeugt“ und „halten es für ausgeschlossen, dass ihnen Wesentliches entgangen sei.“ Doch sind sie „objektiv nicht in der Lage, auch nur die Hälfte der gesehenen Bilder und Informationen aus dem Gedächtnis heraufzurufen.“ (3)
    Damit hängt zusammen, dass die Nachrichtensendungen des Fernsehens entgegen den offiziellen Ansprüchen so wenig politische Bildung vermitteln. „Die Bekanntheit der führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat zugenommen. Politische Zusammenhänge erfassen kann jedoch nur eine Minderheit, die trotz steigender Ausbreitung des Fernsehens konstant klein bleibt.“ (4) An die Stelle des Verstehens tritt die Autorität, vor allem der öffentlich rechtlichen Sender. Befragungen ergaben, dass das Fernsehen unter den Medien die größte Glaubwürdigkeit genießt, mit der Begründung: „Bilder können nicht lügen, das Fernsehen kann sich nur an Tatsachen orientieren, das Fernsehen ist so etwas wie eine amtliche, gut kontrollierte Einrichtung, der das Lügen verboten ist. Aktualität und Unmittelbarkeit der Berichterstattung verstärken die Glaubwürdigkeit.“ (5)
    Wirft man den Blick „auf den Programmauftrag und die Programmrichtlinien, dann wird deutlich, welch riesige Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt. Da soll der Norddeutsche Rundfunk die internationale Verständigung fördern, zum Frieden und zur sozialen Gerechtigkeit mahnen, die demokratischen Freiheiten verteidigen und nur der Wahrheit verpflichtet sein. Immer wieder ist die Rede davon, dass die Sendungen die eigene Urteilsbildung befördern sollen, wobei das Zweite Deutsche Fernsehen gerade im Hinblick auf Informationssendungen ausdrücklich alle Suggestivmethoden ablehnt. – In Wirklichkeit sind die Nachrichtensendungen des Fernsehens Veranstaltungen zur Verhinderung eigener Urteilsbildung, wie man sie sich wirksamer wohl kaum denken kann.“ (6)
    Das in besonderer Weise beim Fernsehen herabgesetzte Bewusstsein hängt zudem mit der elektronischen Technik der Bildübertragung zusammen, die unabhängig vom Inhalt der Bilder und ihres manipulativen Einsatzes wirkt. Dies ist noch extra zu betrachten.
    Es zeigt sich, dass wir es mit den modernen Medien mit einem gewaltigen sozialpathologischen Problem zu tun haben, das nur aufgrund einer allgemeinen Bewusstwerdung gelöst werden kann.
    —————————————
    (1) Vgl. Rainer Patzlaff: Der gefrorene Blick, Stuttgart 2000, S. 48 f.
    (2) Vgl. Rainer Patzlaff: Bildschirmtechnik und Bewusstseinsmanipulation, Stuttgart 1985, S. 63
    (3) a. a. O. S. 63, 64
    (4) Heinz Buddemeier: Illusion und Manipulation, Stuttg

    Lg Helmut

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  • hier ist so vieles drinn enthalten🙂

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  • Eigentlich wollte ich ja mit kommentieren etwas zurückhaltend werden – aber – meine Herren! (Und Damen natürlich)

    Der Text mag ja nett sein, aber die Musik – habt ihr wirklich verfolgt, auf was die im Menschen wirkt? Das sind übrigens keine Geschmacksfragen, Musik hat objektive Wirkungen.

    Ein paar Schüler meines Lehrers trommelten mal, und fühlten sich dabei so richtig gut. Mein Lehrer kam herein, warf einen Blick auf sie und sagte: „Ihr seid alle in den unteren Chakren, geht da raus.“

    Diese Musik hier hat Wirkung, aber … spürt selber nach. „Spirituell“ ist die nicht, im Gegenteil.

    Liebe Grüße
    Matthias

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    • Guten Morgen, lieber Matthias !

      Ja, Du hast recht, die Musik ist eigenartig einhämmernd ! Da ich ja immer mehr auf Texte als auf Musik ( solche jedenfalls) reagiere, habe ich es ( im Kopf) beim ersten Hören verstandesmäßig ausgeblendet. Ist eben ein Rap, wenn ich mich nicht irre.

      Wir hören ja fast nur Klassik, da erwarte ich von modernen Songs nicht so viel, für mich ist das nur Beiwerk zu den Texten, haha !
      Aber das sieht jeder anders. Und dass Musik eine Wirkung hat, bestreite ich keineswegs. Im Gegenteil!

      Danke übrigens für Deine Tipps bezüglich meines Computerproblems, dann kann ich mich ja jetzt beruhigt zurücklehnen…. (😀 ) und werde nichts mehr in der Registry ändern. ( nachgucken schon noch mal) .

      Alles Liebe und einen schönen Samstag von Angela

      P.S. Ich fände es sehr schade, wenn Du Dich mit dem Kommentieren zurückhalten würdest!!!

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      • LIebe Angela,

        ich schreibe meine Kommentare ja immer vor – und werde demnächst so die dritten 100 Seiten löschen, welche ich schrieb. Uff! Viel zuviel! Das Zeug soll ja in die Tiefe, aber nicht in die Breite gehen. Am liebsten würde ich solange auf einer einzigen Übung rumreiten, bis die einigermaßen durchgegangen ist – aber… na ja …. mit was ich dann beworfen werde, weiß ich nicht…
        Man will ja immer Neues und denkt, die ollen Kamellen hätte man bereits verstanden… von wegen!

        Das „Beiwerk“ zu solch einem Text ist für das Unbewußte unglaublich wichtig. Wenn diese Rapper ihre ungewaschenen Pfoten aus der Esoterik raushalten würden, wäre ja alles ok. Aber das ist nichts Gutes, wo die Musik den Text hintransportiert. Je nach Musik wird ein anderer Kanal geöffnet.

        Und wie gefällt Dir das Lied von dem link?

        Liebe Grüße
        Matthias

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        • “ Und wie gefällt Dir das Lied von dem link?…“

          Lieber Matthias, OH ja, das ist wunderschön ! So harmonisch und liebevoll in der Melodie ! Man fühlt sich richtig „umarmt“ von den Klängen.

          Ich dachte erst, dass ich gar keinen VLC Player besitze, eine lange Stille nach dem Aufrufen, aber plötzlich sprang es „hinein“. Der Computer ist ein Mysterium!

          Liebe Grüße von Angela

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          • Liebe Angela

            (lacht) – der VLC-Player braucht nur deswegen so lange, weil das Lied vorher heruntergeladen wird.

            Es singt übrigens mein Lehrer.

            lg
            Matthias

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  • Lieber Matthias
    Dieses Lied ist wirklich wunderschön, sehr erhebend und erhellend. Mir gefällt es besonders wenn er etwas höher singt. Bildlich sehe ich dann vor mir, dass sich diese Töne im Herzchakra-Bereich aufhalten, nach oben offen, aber stets auch die Wurzeln erreichend. Ein harmonisches Zusammenspiel. Danke dafür.
    LG Sarah

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