Boxen mit Gott 3

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geschrieben von Steven Black:

Ich: “Allmächtiger!”

Gott: “Ja, was gibt’s denn?”

I: “Häh? Ach so, du Gott. Nein, du warst grad nicht gemeint. Man verwendet hier übrigens den Begriff Allmächtiger nicht unbedingt, um dich zu benennen. Ich verwende ihn auch, um “SHIT!” auszudrücken.”

G: “Du vergackeierst mich grade, stimmt’s?”

I: “Sind eure Gottheit heute etwas verwirrt? Fragst du dich grade, wie oft du bei jemandem angetanzt bist, dabei hat derjenige einfach nur kräftig geflucht, hm? Hey, würde das nicht etwas peinlich in deinem Lebenslauf aussehen? Also, irgendwie find ich das grade lustig .. ”

G: “Schön, wenn ich dir eine kleine Freude machen kann! Du bist anscheinend ziemlich leicht zu erheitern.”

I: “Stimmt, ich hab’ vermutlich n schlichtes Gemüt. Kannst du sehen, wie ich grinse?”

G: “Dafür müsste ich nicht Gott sein. Jede Entität, in mindestens 100 Meter Umkreis, hat diese Strahlung von diebischer Schadenfreude wahrgenommen. Also, wenn sonst nichts anliegt, dann geh ich mal wieder.”

I: “Bleibst du wohl da!? Ich meine, wenn du schon mal hier bist, dann kann ich dir doch ruhig n paar Fragen stellen.”

G: “Gerne, um was geht’s?”

I: “Ach, um den üblichen Scheixx, du weißt schon. Das Zeugs, daß durch deine sogenannte “göttliche Erlaubnisverfügung”, so viel Unheil hier anrichtet. Im speziellen meine ich grade die Geschichte, die sich kürzlich in Frankreich abgespielt hat.”

G: “Oh, nun ja, daß ist etwas was Götter tun: Wir erlauben ..“

I: “Ich weiß, und wenn’s daß Haarsträubendste ist, was man je gesehen hat. Man darf sicher sein, Gott, in seiner beschränkten Weisheit ließ es einfach zu! Diese Tatsache macht dich nicht grade zum beliebtesten Mann des Multiversums.”  

G: “Höre ich da etwa eine winzig kleine, versteckte Form von Kritik aus deinen Worten heraus?”

I: “Worauf du einen lassen kannst! Aber winzig, oder klein ist diese nicht. “

G: “Oje, hat dir der allmächtige Gott etwa ein AUA gemacht? Das geht ja gar nicht ..

        Jetzt komm schon, hör wieder auf zu schmollen. Du klingst, als ob du all die Ungerechtigkeiten in einen Rucksack gesteckt hättest, die auf der Erde vorgefallen sind, und sie mir vor die Füße werfen willst. Dabei murmelst du vor dich hin: Böser Gott, böser Gott, PFUI.”

I: “Offen gestanden, hätte ich große Lust dazu. Hier passieren immer wieder so schräge Sachen, das ist einfach … FU**! Und ich weiß nicht warum, aber irgendwie schaffst du es, daß die Leute immer noch der Theorie anhängen, du seist ein allmächtiger Gott, der auf sie aufpasst, der sie beschützt und der sie aus der Kacke holt, wenn sie am dampfen ist. Ist mir völlig schleierhaft, wie die Leute so betriebsblind sein können.”image

G: “Seuuuuuuuuuuuuuuufz! Junge, du hast gar keine Ahnung, wie sehr mich das selber nervt! Oder solche Vorwürfe, ich wäre immer an allem Schuld. Du brauchst dir nicht einbilden, daß du der erste wärst, der sowas ausspricht.”

I: ”Das will ich stark hoffen! Vielleicht hilft es ja, und du wachst mal auf.”

G: “Aux contraire, mein Lieber. Ich bin es nicht, der aufwachen muss. Ihr müsst aufwachen und endlich eure Hinterbacken zusammenkneifen. Das tief in der Menschheit verwurzelte Gefühl von Wertlosigkeit und Ohnmacht hat sie einen Gott basteln lassen, der mit Mir und meiner Schöpfung ziemlich wenig gemein hat. Versuche dich einmal in meine Lage zu versetzen: Da entwickelst du eine möglichst perfekte Schöpfung, mit der für den Zweck besten Umgebung und Atmosphäre, um eine Schöpferlehrlings Universität in die erlebbare Wirklichkeit umzusetzen. Aber was passiert?

    Die Lehrlinge weigern sich einfach und entwickeln sich nicht! Mehr noch, anstatt zu eigenen Größe vorzudringen, klopfen sie sich gegenseitig auf die Köpfe und hämmern sich so in Grund und Boden, daß sie nur mehr wie geistige Zwerge aussehen, denken und reden. Ich meine, so hatten wir das Projekt nicht besprochen, noch geplant.

    Was habe ich nicht alles unternommen, um euch wieder halbwegs in die Spur zu kriegen. Ich schickte unzählige Botschafter, wobei Moses, Echnaton, Jesus, Mohammed, Buddha und viele Andere versuchten euch Führung zu geben. Aber nein, stattdessen bastelte man an Religionen und verzerrte nach Kräften die ursprünglichen Worte.  

I: “Du armer, armer Gott, solch ich dich mal in den Arm nehmen? Entschuldige bitte, wenn sich mein Mitleid in Grenzen hält. Du bist doch derjenige, der den Hals nicht vollkriegen konnte von Vielheit, Ausdruck und Pläne, innerhalb von Plänen zu entwickeln. Du lässt Leute ohne einen Kompass hier einwandern und da wunderst du dich, wenn die Mehrheit keinen persönlichen Norden findet?

    Hey, wie wär’s, lass uns doch einfach mal tauschen. Beweg deinen dicken Hintern hier runter und lass mich mal den großen “Erlaubnis Zampano” machen. Ich wette, du wirst es nicht so spaßig finden. Du würdest dich mit einem physischen Körper, Emotionen, 3 D Mind und Gedankenkarusselen, 7 feinstofflichen Körpern und Chakren, mit mehreren Ichs und zur Hölle, dich am “Ground Zero” des Universums wiederfinden. Ich bin sicher, du würdest deine helle Freude daran haben, wenn immer wieder x – beliebige Situationen mit einem satten Impakt, in deinem Umfeld aufschlagen.

    Seien wir mal ehrlich, einer Mehrheit von uns kommt es so vor, als wären wir der Testboden für “göttliche Ideen”, wie es der Irak oder andere Länder für die neuen Waffen der Kriegsindustrie gewesen sind. Leb doch mal in einer Atmosphäre von Trennung, fühl dich separiert von allem, inklusive deiner feinstofflichen Komponenten. Und dann, daß schärfste, du musst alles vergessen – woher du kamst, wozu, wer du wirklich bist, du weißt schon, der ganze Scheixxhaufen. Probleme zwischen Mann und Frau, das Altern, Tod und all das.”

G: “Gut, gehts dir jetzt etwas besser? Willst du dir noch was von der Seele schimpfen? Oder darf ich dazu auch was sagen?”

I: “Wenn du unbedingt möchtest ..”

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G: “Richtig, ich möchte. Zuerst einmal, es stimmt. Ihr seid in mehrfacher Hinsicht ein großartiges Testfeld für Problemlösungen und viele andere Ideen. So wie du es grade beschreibst, klingt es, als wärt ihr Willenlose Marionetten, die ich auf einem Schachbrett hin und her bewege. Aber es bin NICHT Ich, der hier bewegt, sondern ihr Selbst. Ihr spielt mit euch selber, ihr verwendet die physischen Körper und eure Multidimensionalen Ichs, um die verschiedenste Ziele zu erreichen. 

    Mir ist natürlich klar, daß es besser in dein Konzept passt, einem allmächtigen und allwissenden Gott den “schwarzen Peter” zuzuschieben. Aber die Wahrheit ist, daß ich das alles nur erlaube, weil ihr es so wolltet. Freier Wille, du verstehst? Ich und Andere halten nur die Bedingungen am laufen, damit das Spielfeld, was ihr euch abgesteckt habt und die verschiedenen Ereignisse überhaupt stattfinden können. 

     Es liegt am jeweiligen Individuum, seiner Unterscheidungsfähigkeit und seiner Entscheidung, irgendwo mitzuspielen – oder nicht. Oder ein eigenes Spiel zu kreieren. Ihr seid hier in einer Lernschule und in keinem Feriencamp, je unbewusster ihr seid, desto schwieriger für euch. Der Sinn des Ganzen war nicht, einen Omnipotenten Gott vor sich herzuschieben und euch Selbst für ne hilflose Witzfigur zu halten.

     Eigentlich solltet ihr lernen, auf eine Augenhöhe mit mir zu kommen, mir gleichwertig, ja, vielleicht sogar besser zu werden. Ihr sollt in eure eigene Kraft kommen. Und sowas dauert, mein Freund. Das sind viele Leben, viele Dimensionen und sehr viel gelöste Probleme. Man wird kein Schöpfergott, ohne Erfahrungen durch Konsequenzen kennenzulernen und ohne Fehler zu machen. Das gehört mit zum härtesten Ritt im Multiversum. Und es braucht eine ordentliche Portion Mut, sich darauf einzulassen.

    Die erlebten Probleme und Fehler erweitern euer Bewusstsein und ihr sollt dadurch lernen, nicht immer nach Mama und Papa zu rufen, sondern euch Selbst aus dem Schlamassel zu befreien, in den ihr euch verstrickt habt. Tatsache ist, ihr seid fähig dazu. Aber ich verstehe dich schon, ihr seid in eurer Entwicklung mittlerweile an einem Punkt gekommen, wo ihr langsam begreift, wie limitiert ihr lange Zeit gewesen seid.

     Und jetzt bist du einfach sauer, weil du verstanden hast, mit wie wenig Herzenergie, reduzierter Manifestierungswerkzeuge und mit einem Verstand geschlagen, der oft mehr eine Last, als eine Hilfe ist. Du findest es natürlich auch nicht erheiternd, daß du solange ohne Orientierung durchs Erdenleben gerannt bist. Klar, ich verstehe das. Aber wie wär’s, anstatt die Vergangenheit zu betrauern, daß du dich daran erfreust, sie hinter dich gebracht zu haben? Du, und viele Andere von euch, haben wichtige Entwicklungssprünge gemacht. Wieso freust du dich nicht über etwas mehr Herzenergie und Klarheit? Dir und allen Anderen stehen jetzt viel mehr Möglichkeiten offen und es werden immer mehr.” 

I: “Gott, mit Verlaub, du bist ein Arsch! Ich war grade so gut in Form, aber irgendwie hast du meiner Empörung die Luft rausgelassen. Wie machst du das bloß immer?”

G: “Oh, ich bin sicher, daß wird nicht lange von Dauer sein. Der alte Luzifer könnte echt dein Zwilling sein, dem verrauchte der Zorn ebenso schnell, wie man sich gewiss seimagein konnte, daß er gleich um die nächste Ecke wieder aufflammt.”

I: “Hey, ich verbitte mir solche Vergleiche!”

G: ”Siehst du, und schon sind wir wieder auf 150 ..”

I: “Du bist offensichtlich auch leicht zu unterhalten.”

G: “Ich habe ja nicht den Anspruch einer komplexen Persönlichkeit – Ich BIN einfach.”

I: “Ja, ja, ja – gibs mir nur. Aber egal, lass uns mal das Thema wechseln, sonst verblödeln wir nur die Zeit. Ich würde gern auf den Anfang zurückkommen, zu meinem “SHIT!” Ausruf.”

G: “Ganz wie du wünscht. Was hat dich denn so aufgeregt?”

I: “Es ging um diese Sache in Frankreich kürzlich, du weißt schon, diese Menschenjagd und offensichtlich eine gut getimte und ausgearbeitete, militärische Operation. Es war nicht diese “Al Kaida” Operation, wie man versuchte uns weiß zu machen. Ich finde es einfach beschissen, wie mit dem Leben Unschuldiger gespielt wird. Es empört mich!”

G: “Wenn schmerzliches in eurer Welt geschieht, dann sind immer mehrere Ebenen involviert. Die Frage ist, mit welchem Fokus betrachtest du die Ereignisse? Und von welcher Perspektive aus, betrachtest du die Vorgänge? Ergehst du dich in Finger zeigen, verurteilst du, oder versuchst du dahinter liegende Zusammenhänge zu erkennen? Lässt du dich von der geschürten Aufregung mitreißen, oder gelingt es dir, daß dein Bewusstsein und dein Fokus nicht verschoben wird?

    Es wird dich vielleicht überraschen, aber das ursprüngliche Ereignis ist ziemlich irrelevant. Es ist zwar der Triggerpunkt, von dem alles weitere ausgeht, aber die wirklich wichtigen Ereignisse spielen sich in dir selber ab. Auch der 11. September 2001 war ein derartiges Ereignis, es gibt niemanden, den das kalt gelassen hat. Aber jetzt schau, was es bewirkt hat. Hat es sich für die amerikanischen Meisterplaner ausgezahlt, ihr Volk in eine gewünschte Richtung zu schieben, oder hat sich ihr Plan letztlich ins Gegenteil verkehrt und gegen sie gerichtet?

  Die heftige Erkenntnis vieler, von der eigenen Regierung manipuliert zu werden, war Teil einer ziemlichen Bewusstseinsverschiebung. Woher möchtest du wissen, daß es in Frankreich Unschuldige gab? Und was bedeutet unschuldig? Was würdest du sagen, wenn die Opfer der “Charlie Hebdo” Redaktion auf einer bestimmten Seelenebene einwilligten, Teil dieses Szenarios zu sein? Oder könntest du es für möglich halten, daß auch die 3000 Opfer von 911 darin einwilligten? Sicher, nicht ihr AlltagsIch, aber ihre Seelen?

    Ich wiederhole es nochmal: Ihr spielt hier gegen euch Selbst, eure dunklen und eure lichten Seiten kämpfen darum die Oberhand zu bekommen. Während vermutlich die Mehrheit der Menschen glaubt, daß entweder das Dunkle, oder die helle Seite gewinnt, möchte ich dir sagen, daß keiner von beiden gewinnen wird. Alle Dinge, die ihr erlebt, und seien sie noch so scheußlich aus eurer Perspektive, dienen dem evolutionären Bewusstseinsprozess der sogenannten menschlichen Rasse.

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    Er läuft in jedem einzelnen Menschen, egal, von welcher Perspektive er es betrachtet. Pläne, innerhalb von Plänen wirken hier zusammen und deswegen ist alles in Ordnung damit. Ob ihr verurteilt, “die da waren es” schreit, oder den größeren Zusammenhang entdeckt, ist alleine eure Angelegenheit und definiert euren gegenwärtigen Platz, wo ihr mit eurem Bewusstsein steht.

I: “Gott, du machst mich immer so fertig! Ist dir eigentlich bewusst, wie das klingt? Wie psychopathisch? Sind wir denn hier alle total bescheuert, uns auf sowas einzulassen? Es mag ja gut und schön sein, wenn man den großen Übersichtsplan hat, aber hey, ich sag’s nochmal – tauschen wir doch die Plätze ..

    Dann möchte ich mal deine Reaktion sehen, wenn du beispielsweise ein Verwandter oder Freund, eines der Opfer bist. Wenn du leidest und Schmerz empfindest. Ich wette, dir würde deine Gelassenheit ziemlich flöten gehen. Wenn du fühlen musst, was sich die Menschen hier alles gegenseitig antun. Wie kann man es zulassen, fühlenden Wesen so viel Schmerz zuzumuten? Oder diversen Hintergrundmächten zu gestatten, ihre sinistren Pläne durchzuführen?”

G: “Vorsicht mein Freund. Du tauchst grade tief ins Land der Paranoia ein, der gefährlichen Atmosphäre von Verschwörungstheorien und du suchst finstere Absichten des Universums.”

I: “Nein, daß ist das reale Land der schmerzvollen Dinge. Wenn hier etwas passiert, dann kannst du Gift drauf nehmen, daß es weh tut. Verschwörungstheorien mögen vielleicht nicht alles erklären können, aber zeigen eine Reihe von Dingen auf, welche auf verborgene Hände im Hintergrund deutet.”

 G: „Viele der sogenannten Verschwörungstheorien, die ihr entwickelt habt, haben einigermaßen Hand und Fuß, aber erkennen natürlich nicht das ganze Bild. Das ist okay, aber sie können euch weiterbringen. Und dennoch werden diese Pläne die Menschen voran bewegen, sie mehr erkennen und verstehen lassen, in dem Umfang, wie sie es wahrnehmen können. Bei jedem Plan eurer sogenannten Hintergrundmächte gibt es konkrete, oft mehrere Absichten. Und sie mögen glauben, die Pläne dienen ihnen – doch das ist ein Trugschluss. Da spielen noch so viele, andere Ebenen mit, auch die Hintergrundmächte dienen dem göttlichen Plan. Wie könnte es anders sein?

     Die spannende Frage hierbei ist, werdet ihr deren Absichten Energie zuführen, oder sie ins Leere laufen lassen? Das ist der Kampf, zwischen Licht und Schatten, den nie jemand gewinnen wird, weil es keine Sieger geben soll, sondern alles nur Teil eines evolutionären Zyklus ist. Dieser Kampf findet weniger im außen, sondern mehr in euch drinnen statt. Er entscheidet sich auch nicht im Außen, sondern im Inneren der Menschen. 

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    Werdet ihr es lernen, euch unabhängig von äußeren Zwängen zu machen und in eure eigene Kraft zu kommen? Werdet ihr es schaffen, jedem Menschen die Erfahrung zuzugestehen, welche er braucht, ohne ihn oder sie zu verurteilen? Könnt ihr in Frieden auf diverse äußere Ereignisse blicken und euch frei machen von Abwertungen? Könnt ihr vergeben? Und nicht nur Vergebung sagen, sondern es auch so fühlen?”

I: “Du meinst so was, wie “den Zeugen”, oder “den Beobachter” einzusetzen und die Dinge nicht an uns herankommen zu lassen?”

G: “Das wäre eine emotionale Flucht, die so weit führen kann, daß man sich Selbst und alles andere “wegbezeugt”, bis kaum noch etwas von dir übrig ist. Ich weiß, diese Idee kann eine große Versuchung darstellen, tatsächlich ist es sogar eine Stufe, die fast jeder mitmacht bis er die Reife erwirbt, um adäquat mit seinen Emotionen umzugehen.

    Kommt weg von der kosmetischen Emotionalität des selektiven Fühlens. Emotionen und euer Herz sind das Besondere, was euch Menschen auszeichnet. Werft das nicht weg, transzendiert nicht, sondern lernt die Kräfte zu nutzen, welche aus euren Gefühlen hervorgehen.

    Der “Beobachtermodus” kann sich zu einem Kontrollinstrument entwickeln, um nicht hilflos den Emotionen ausgeliefert zu sein. Aber dadurch flieht man aus dem Körper und versucht auf einer rein geistigen Ebene zu sein. Das ist keine gesunde Sache, zumindest nicht auf Dauer. Man beobachtet, beobachtet, beobachtet – bis man kaum noch etwas fühlt.

    Die Herausforderung ist, zu lernen, die Emotionen zu fühlen und auszudrücken, aber sich nicht von ihnen verunsichern zu lassen. Keine Angst vor den Gefühlen zu haben. Sie kommen und sie gehen, bergen aber eine immense Kraft. Harmonisiere Verstand mit Gefühl, sehe die Zusammenhänge und sprich die Wahrheit aus, die sich in deinem Herzen bildet.

    Zuerst kommt das Herz und die Emotion, dann die Gedanken und der Verstand. Eure Psychologen haben hier die Reihenfolge vertauscht. Die Entwicklung des menschlichen Herzens und die erneute Verbindung mit dem Emotionalkörper ist eine spannende Phase, die gerade jetzt ansteht. Sie wird euch viele Überraschungen und Erkenntnisse bringen ..”

  I: “Okay, okay, okay. Genug davon, also mir reicht’s für heute. Manchmal klingst du furchtbar Oberlehrermäßig. Dabei schaffst du es noch mit Links, daß ich mich durch den Fleischwolf gedreht fühle und nicht mehr weiß, ob ich Männchen, oder Weibchen bin.”

G: “Also wie ein Weibchen siehst du irgendwie nicht aus.“

I: “Berühmte letzte Worte. Apropos Weibchen, hast du schon mal daran gedacht, dir ne Freundin anzuschaffen? Wär das nichts, so ne kleine Göttin? Vielleicht würdest du dann nicht so griesgrämig rüberkommen .. “

G: “Du und deine große Klappe. Mach’s gut und nimms nicht so schwer.“

I: “Du hast leicht reden, aber wart nur, nächstes Mal kriege ich dich.”

G: “Dream on honey ..”

Until next time same station ..

design-chipde

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@Steven Black

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7 Kommentare

  • Lieber Steven !

    Wieder ein sehr tiefsinniger Dialog, der viele Punkte anspricht. Danke dafür.

    Zitat: “ ….I: “Du meinst so was, wie “den Zeugen”, oder “den Beobachter” einzusetzen und die Dinge nicht an uns herankommen zu lassen?”G: “Das wäre eine emotionale Flucht, die so weit führen kann, daß man sich Selbst und alles andere “wegbezeugt”, bis kaum noch etwas von dir übrig ist…..

    Die Fähigkeit , seinen Verstand und seine Emotionen zu beobachten sehe ich allerdings nicht als eine „Flucht“ an.
    Es geht beim Zeuge sein ja m.E. nicht darum, „die Dinge“ , wie Trauer, Schmerz, Ärger, Wut wegzudrücken und nicht an sich herankommen zu lassen, sondern darum, sie erst einmal anzunehmen, aber dann seine eigene Reaktion auf das Geschehene zu beobachten.

    Normalerweise denkt man doch über eine Emotion nach und steigert sich immer tiefer hinein, Botenstoffe werden ausgeschüttet und damit erzeugt man eine Drama-Spirale, aus der man sich nur sehr schwer wieder befreien kann.
    Durch Beobachtung wird die Energie aus dem Kopf befreit, und dann kann das Göttliche aus dem Herzen aufsteigen.
    Beobachtung ist m.E. das Instrument , um zur eigenen Mitte zu gelangen und Hingabe dann vielleicht das Resultat. Hingabe sehe ich als eine Eigenschaft des Herzens an.

    Konsequente Beobachtung seiner Emotionen und Muster erfordert meiner Ansicht nach schon eine hohe Stufe an Bewusstheit, sie wird jemandem, der im Dschungel seiner Emotionen, seiner Vorlieben und Abneigungen lebt, kaum möglich sein. Es entsteht ja nur Stille in einem, wenn man anfängt, den Lärm im eigenen Kopf zu beobachten . Und in dieser Stille, in der der Verstand einmal nicht plappert, treten Lücken auf und durch diese Lücken beginnt man die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind.

    Liebe Grüße von Angela

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    • Hi Angela,

      Die Fähigkeit , seinen Verstand und seine Emotionen zu beobachten sehe ich allerdings nicht als eine “Flucht” an.
      Es geht beim Zeuge sein ja m.E. nicht darum, “die Dinge” , wie Trauer, Schmerz, Ärger, Wut wegzudrücken und nicht an sich herankommen zu lassen, sondern darum, sie erst einmal anzunehmen, aber dann seine eigene Reaktion auf das Geschehene zu beobachten.

      Es kommt auf die Perspektive an – ich sagte ja, es KANN zur Flucht werden.
      Mir schwebte dabei dieser Ansatz vor:

      “Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht mein Körper. Ich kann meinen Körper sehen und fühlen, und was gesehen und gefühlt werden kann, ist nicht der wahre Sehende. Mein Körper kann müde oder erregt, krank oder gesund, schwer oder leicht, angstvoll oder ruhig sein, aber das hat nichts mit meinem inneren Beobachter, dem Zeugen, zu tun. Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht (nur) mein Körper.

      Ich habe Gefühle, aber ich bin nicht meine Gefühle. Ich kann meine Gefühle empfinden und spüren, und was empfunden und gespürt werden kann, ist nicht der wahre Empfindende. Gefühle kommen und gehen, aber sie berühren meinen inneren Inneren Beobachter nicht, den Zeugen. Ich habe Emotionen, aber ich bin nicht die Emotionen.

      Das stammt von Ken Wilber, jemand, dessen Gedankengänge ich oft schätze,
      doch hier irrt er sich. Wir SIND auch unser Körper, wir sind auch
      unsere Emotionen, wir sind unsere Gefühle, wir sind ALLES.
      Denn nicht irgendjemand fühlt, sondern wir, ganz persönlich.
      Und wie er sagt – sein innerer Beobachter, den berührt nichts.
      Deswegen meinte ich, ständig im Beobachter – oder Zeugenmodus zu sein,
      entfernt einen von sich Selbst.

      lg,

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      • Lieber Steven !

        Ich stimme sowohl Ken Wilber als auch Dir zu. Und zwar, wie Du schon schreibst, aus jeweils einer anderen Perspektive heraus gesehen.

        Ken Wilber meint – so denke ich jedenfalls – dass wir tief im Inneren eigentlich“reines Bewusstsein“ sind, welches eine körperliche Form gewählt hat. Insofern kann dann das Übergeordnete die Form beobachten und verwickelt sich nicht in das vergängliche Auf-und Ab der Emotionen, der körperlichen und seelischen Zustände etc. Und dieses „reine Bewusstsein“, ist die unsterbliche Essenz aller Lebewesen.

        Andererseits haben wir natürlich innerhalb dieser Form ein Ich. Und da sind Seele, Körper/ Emotionen und Gefühle nicht gespalten, sondern eins. In dem Moment, wo man alles von sich selbst annimmt und achtet, wird man ganz und ist nicht mehr gespalten.

        Und da hinein passt dann Dein Satz:
        Zitat: “ Harmonisiere Verstand mit Gefühl, sehe die Zusammenhänge und sprich die Wahrheit aus, die sich in deinem Herzen bildet.“….
        wieder ganz genau.

        Liebe Grüße von Angela

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        • Hi Angela,

          Ken Wilber meint – so denke ich jedenfalls – dass wir tief im Inneren eigentlich”reines Bewusstsein” sind, welches eine körperliche Form gewählt hat. Insofern kann dann das Übergeordnete die Form beobachten und verwickelt sich nicht in das vergängliche Auf-und Ab der Emotionen, der körperlichen und seelischen Zustände etc. Und dieses “reine Bewusstsein”, ist die unsterbliche Essenz aller Lebewesen.

          Ja, okay, stimmt ja auch. Ich finde halt, daß dieses „reine Bewusstsein“ in den Körper kommen sollte.
          Aber gut, haben wir eben verschiedene Perspektiven ..:mrgreen:

          lg,

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          • “Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht mein Körper. .. .. . Ich habe Emotionen, aber ich bin nicht die Emotionen.

            Hej Angela, Steven und alle anderen Lesenden!

            Was auch immer Ken Wilber im Grunde meinte, was spielt das für eine Rolle?

            Wer sich solche Sätze vorsagt / darüber meditiert, dessen Körper / Energiesysteme werden darauf so reagieren, wie derjenige bewusst oder unbewusst darüber „denkt“. Das kann unter bestimmten Umständen Ungünstiges bewirken, vielleicht das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.

            Vielleicht sollte man solche Aussagen nur Schülern gegenüber äußern, von denen man weiß, dass es für sie passt, mit all den Erklärungen, die sie brauchen. Stattdessen werden Bücher geschrieben und sozusagen ins Volk gestreut. Mir wurde vor Jahren „Mut und Gnade“ empfohlen, und ich bin mir sicher, dass ich vieles ganz anders verstanden habe als es möglicherweise gemeint war. Durchaus als Flucht. Es kommt ja auch darin vor, dass sich Ken Wilbers Lebensgefährtin diese oben zitierten Sätze vorlesen lässt, als es ihr durch Chemotherapie extrem schlecht geht.

            Liebe Grüße
            Veron

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  • Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

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