Was ist Mut?

harmonie

geschrieben von Harmonie:

Es kommt vor, dass mich Menschen mutig nennen. Mutig, weil ich mein normales Leben aufgegeben habe, mutig, weil ich mich nicht ängstige Wochen allein hier auf dem Berg zu sein und und und. Das hat mich dazu bewogen in mich hinein zu hören, ob ich mich selbst als mutig empfinde und was es mit dem Mut so auf sich hat!?

Das Gegenteil von Mut, ist allgemein anerkannt die Angst. Also wer mutig ist, hat keine Angst!? Da ich mich als so gar nicht mutig empfinde, führt mich das zu der Erkenntnis, dass, wenn jemand Dich als mutig bezeichnet, es gar nichts mit Dir zu tun hat, sondern mit ihm selbst und seinen eigenen Ängsten vor etwas.

Ich hatte, seit Kindertagen an, nie Angst in der Natur, oder vor Tieren, sondern eher vor der Stadt und vor Menschen und dem was sie sind fähig zu tun. Tiere waren für mich ehrlicher. Ich vertrat die strikte Meinung, dass kein Tier, in unseren Breitengraden, einen Menschen angreifen wird, ohne vorher zu signalisieren, dass es nicht angefasst werden will, oder man bitte Abstand halten solle. Ein gesundes Tier, wird Dich immer vorwarnen durch Zähne fletschen, Ohren anlegen, etc. bevor es zubeißt, oder nach dir tritt. Menschen hingegen, lächeln Dich an und „beißen“ zu.

Meinen Eltern war diese kindliche Einstellung und meine Naturverbundenheit sehr suspekt. Sie sind bis heute die durch und durch überzeugten Stadtmenschen. Meine Mutter ist ein extrem ängstlicher Mensch, in allem und konnte meine Unerschrockenheit und das Fehlen jedweder Angst vor Tieren in keinster Weise nachvollziehen, oder respektieren. Sie versuchte mich zu überzeugen, anders zu denken, Angst zu haben und vorsichtig zu sein, aber ich blieb dabei, dass ich es spüren würde, wenn ein Tier mir „Böses“ wollen würde und sah jedes Tier als von Natur aus gutmütig an.

Es gab für mich einfach kein böses Tier! Ich konnte Hunde streicheln, die als bissig galten, konnte mit Pferden kuscheln, die „garstig“ waren. Mein „Freund“ war ein ausgewachsener Stier mit einem Nasenring. Er war ein geballtes Muskelpaket. Ich verstand es nicht, dass der Besitzer sich ihm nur mit einer Stange näherte und ihm diese durch den Nasenring trieb, damit er ihn an einen anderen Platz führen konnte, denn es bereitete meinem Stier sichtlich Schmerzen. Wenn ich an seinen Weidezaun kam und ihn rief, egal wie weit er weg war, er hob den Kopf und kam auf mich zu – manchmal auch gerannt. Auch dort verspürte ich keine Angst.

Ich hatte ein Urvertrauen in dieses Wesen und wusste, dass er mir nichts tun würde. Bis zu dem Tag, als ich meinen Eltern stolz meinen „Freund“ zeigte und ihn herzlich streichelte und knuddelte. Meine Mutter wurde kreidebleich und ergriff sofort den Arm meines Vaters. Sie zogen mich weg und ich erhielt eine Standpauke, wie schrecklich gefährlich so ein Tier sei, dass es durch Zäune brechen könnte, mich umrennen, anfallen, auf die Hörner nehmen, töten, ich weiß nicht mehr, was sie mir alles für Schauergeschichten erzählten. Ausgesprochen wurde auch das Verbot, mich diesem „Monster“ wieder zu nähern.

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Das ging ein paar Tage gut, aber dann trieb es mich doch wieder zu meinem Stier. Diesmal war die Begegnung anders. Ich hatte mich mit Ängsten impfen lassen. Ein Teil, ich nenne ihn das unschuldige Kind in mir, freute sich auf meinen Freund, der andere rief sich all das wieder in den Kopf, was meine warnenden Eltern gesagt hatten. Ich spürte, wie mein Herz schneller schlug, als ich um die Hecke bog. Ich begann zu schwitzen und bekam plötzlich Angst, mein Urvertrauen war verschwunden und mein Stier, mein über Wochen „braver“ Freund, sah mich, hob den Kopf, witterte mich und senkte den Kopf wieder. Dann fing er an mit dem linken Vorderhuf Erde in die Luft zu schaufeln, so wie ich es aus dem Fernsehen kannte, bevor sie angriffen. Ich lief weg und hab meinen Stier nie wieder gesehen…..

War ich in dieser Episode meines Lebens mutig, ängstlich, feige oder einfach wahnsinnig? Für meine Mutter war ich außer wahnsinnig, wohl auch mutig, denn sie hatte große Angst vor diesem Tier. Ich hab mich überhaupt nicht mutig gefühlt, denn ich verspürte keine Angst.

Heute denke ich, hätte ich für mich Mut bewiesen, hätte ich mich meinen Ängsten gestellt. Natürlich nicht mit der Angst in mir dem Stier gegenüber treten, diese Erfahrung habe ich gemacht. Tiere spüren Deine Angst und reagieren darauf. Somit hätte ich erst an meinen Ängsten arbeiten müssen und wenn ich dieses Vertrauen in mich wieder gehabt hätte, dann hätte ich ihm gegenüber treten können, ohne dass der Stier mich angegriffen hätte. Dann und erst dann, hätte ich mich sicher als mutig empfunden; aber wäre ich das wirklich gewesen? In dem Moment ist ja gar keine Angst mehr da, also auch kein Mut. Im Grunde ist es ja dann viel mutiger seinen Ängsten zu begegnen und sie abzulegen.

Das Leben reagiert auf alles was du in Dir trägst und so ist es nicht verwunderlich, dass das Leben auf seine ganz eigene Weise, auch auf meine Ängste reagierte. Es ist immer noch so, dass ich die Natur der Stadt vorziehe und mir Tiere immer noch ehrlicher erscheinen als Menschen und da ich nun einen langen Erfahrungsweg hinter mir habe, fühlen sich die äußeren Dinge heute auch ganz anders an als damals. Somit waren die Erfahrungen mit der Stadt und den Menschen sicher weniger schön und doch auch eine Bereicherung, um Erkenntnis über die Zusammenhänge in mir und dem Außen zu bekommen.

Um auf meine anfängliche Frage zurück zu kommen….

„Wer mutig ist, hat keine Angst?“

Für mich war es nicht mutig, dem Stier zu begegnen, denn ich spürte keine Angst. Ich fühlte mich aber auch nicht mutig, als ich ihm mit Angst begegnete – da war ich ängstlich, nicht mutig. Für mich habe ich erkannt, dass ich das Gefühl „Mut“ gar nicht kenne!! Hat einer von Euch schon einmal „Mut“ gefühlt? Also ich nicht. Ich weiß wie sich Freude anfühlt, Trauer, Wut und Traurigkeit, aber Mut!? Für mich gibt es „Angst haben“ und „frei von Angst sein“. Somit kann nur ein anderer über mich sagen: „Du bist mutig!“ aber auch nur, weil es dann doch wieder um Ängste geht – seine eigenen – aber fühlen kann auch er es nicht, mutig zu sein.

Als Fazit: Für mich existiert kein Mut, nur als Wort, nicht als Gefühl, oder Seinszustand. Mutig bist Du nur für Andere und es hat nie etwas mit Dir selbst zu tun, sondern nur mit den Ängsten deines Gegenübers! Meine Lebensaufgabe ist es, zu den Ursprüngen des kindlichen Vertrauens zurück zu finden, die ich damals als Wissen in mir hatte, weil die Welt dann einfach freundlicher zurück lächelt und wärmer ist.

Mutig ist es für mich, sich seinen Ängsten zu stellen!

Alles Liebe
Harmonie

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________________________________________

@Steven Black

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21 Kommentare

  • Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Glück, Auf, meine Heimat

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  • Liebe Harmonie,

    danke wieder für deinen Wärme ausstrahlenden Artikel, am Beginn deines Schreibens äußerst du:

    „Das Gegenteil von Mut, ist allgemein anerkannt die Angst. Also wer mutig ist, hat keine Angst!?“

    Ich hielt inne und überlegte, was empfinde ich als das Gegenteil von Mut. Für mich ist es in erster Linie oder vordergründig Feigheit, aber auch Vorsicht. Hinterfragt man aber diese beiden Eigenschaften, so steht dahinter natürlich die Angst, Eine Angst vor etwas was eintreten könnte…
    Wie bei dir auch zum Ausdruck kommt, empfinde ich Mut ebenfalls als eine Überwindung der Angst. Also auch hinterdem Mut steckt Angst
    .
    Deine Geschichte mit dem Stier erinnert mich an das, was ich gestern Abend in dem Video von Dieter Broers hörte (siehe EAT, Kommentar Johannes, 25. März 2015, 00:52)
    Man wollte die Fähigkeiten von Indigo-Kindern mit wissenschaftlichen Mitteln (z.B. Hochgeschwindigkeitskameras) als Betrug entlarven, konnte dies aber nicht. Als Fazit wurde festgestellt, dass diese Kinder bestimmte Fähigkeiten haben, weil sie nicht daran glauben, dass das was sie können gar nicht möglich ist. Also kurz, sie sind (noch) nicht negativ indoktriniert.

    Ob ich Mut kenne, kann ich gar nicht sagen, zumindest fällt mir kein besonders spektakuläres Ereignis dazu ein.
    Aber ist es nicht auch mutig SEINE Wahrheit zu sagen, sie zu leben und dazu zu stehen, wenn man weiß, dass man mit einer Floskel oder mit Schweigen bequemer durchs Leben kommen würde?
    Unter mutig verstehe ich, sich bewusst bestimmten Risiken zu stellen.
    (Allerdings schließt Mut nicht Dummheit oder Unverstand aus.)
    Liebe Grüße

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    • Liebe Monika!

      Diese Indigo-Kinder müssen eine starke Kraft haben, sodass man sie nicht davon überzeugen kann, dass das unmöglich ist, was sie können. Davon hätte ich auch etwas mehr gebraucht .. .. seufz

      Liebe Grüße
      Veron

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    • Sagt er auch irgendwann, welche Fähigkeiten das sein sollen?
      Ich hasse solche Aussagen, wo das Interessanteste weggelassen wird .. ..

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      • Nein, aber das war hierbei nicht das Thema…
        LG

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        • „Nein, aber das war hierbei nicht das Thema…“

          Issmiregal
          Wenn er es weiß, hätte er die paar Worte auch noch unterbringen können.
          Ich habe nichts gefunden über Indigo-Kinder, was eine Hochgeschwindigkeitskamera notwendig machen würde.
          LG
          Veron

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          • Morgen Veron,
            Das bezieht sich vermutlich auf sowas:

            Das berühmteste chinesische „Kind“ mit solchen Fähigkeiten ist inzwischen dreißig Jahre alt und heißt Zhang Baosheng. Er ist inzwischen eine Berühmtheit in China, war mehrmals im Fernsehen, demonstriert seine erstaunlichen Fähigkeiten vor ausländischen Würdenträgern und hat sogar von der chinesischen Regierung einen Dienstwagen und zwei Bodyguards vom chinesischen Geheimdienst zur Verfügung gestellt bekommen. Zhang läßt auch Gegenstände, die sich in verschlossenen Glasflaschen befinden, durch die Glaswand wandern und andere Gegenstände, wie ein Blatt Papier, das vorher beschrieben worden ist, wieder hinein. Professor Song Kongzhi hatte Zhang wiederholt Tests unterzogen und bestätigt, daß Zhang auch in der Lage ist, Schlüssel, Wärmflaschen, Schuhe, in einem Fall sogar einen Sack Zucker durch Wände aus Holz oder Stein zu befördern. Einmal hatten
            ihn Regierungsbeamte bei einem Test in einen Raum eingeschlossen und einer der Beamten fand Zhang Baosheng dann bei sich in seinem Zuhause vor. Er ist also auch in der Lage, sich selbst an einen anderen Ort zu versetzen. Ab diesem Zeitpunkt arbeitete Zhang dann auch für das Verteidigungsministerium.

            Im Gegensatz zu Deutschland werden solche Menschen in China offenbar nicht ausgelacht und diskreditiert, sondern mit Stolz vom eigenen Land gedeckt. Ja, die chinesische Regierung mißt diesen Begabungen sogar soviel Bedeutung bei, daß sie Menschen wie Zhang in topgeheime militärische und wissenschaftliche Forschungsprojekte integriert. Einmal hatte Zhang für das chinesische Raumfahrtministerium (das Gegenstück zur amerikanischen NASA) Pillen aus der Öffnung einer fest verschlossenen Arzneiflasche wandern lassen, was von den beobachtenden Wissenschaftlern mit einer Hochgeschwindigkeitskamera (vierhundert Bilder pro Sekunde) gefilmt worden ist. Die entwickelten Filme zeigten bei einer Tablette, wie sich wie sich diese auf halbem Weg zur Flaschenöffnung befand.

            Quelle: Aus dem Buch von Jan Holey (Jan van Helsimg) „Die Kinder des neuen Jahrtausends“- Downloadlink fürs ganze Buch: http://www.globale-evolution.net/images/media/275.pdf

            Eine Zeitlang gabs nen regelrechten Hype über die Indigo und Kristallkinder, heute redet kaum noch jemand davon. Irgendwie wurde auch da die Vorstellung verknüpft, die „neuen Kinder“ würden alles Regeln. Die mögen zwar mit mehr Rückerinnerung hier ankommen, verstricken sich aber ebenfalls, wie wir alle in der Matrix. Aufgrund ihrer Feinfühligkeit, zumindest bei einigen, dürfte das zu erheblichen Traumatisierungen führen, oder die weit verbreitete Praxis, Kindern die „anders“ sind, mit Psychopharmaka „abzuhelfen“ ..

            Wieauchimmer, wir sind alle selbst gefordert!

            lg,

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            • Lieber Steven!

              Vielen Dank für den Text, das macht Sinn. Super, dass Du so viel liest und Dir auch merkst😉

              Das meiste, was ich über Indigokinder gelesen habe, läuft tatsächlich darauf hinaus, dass sie empfindlich und gleichzeitig für ihre Umwelt unbequem sind. Kann das gut nachvollziehen, wie es ihnen geht, wenn sie mit Chemie ruhiggestellt werden bzw. sonstwie dazu gebracht, in dieser Welt zu funktionieren.

              Liebe Grüße
              Veron

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            • Lieber Steven!

              Nochmals vielen Dank, auch für den Link zu dem Buch. Das ist etwas, was ich offenbar gerade brauche, sei es um mich etwas abzulenken .. .. oder zu erinnern?

              Liebe Grüße
              Veron

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    • Liebe Monika, danke wieder für Deine lieben Worte. Ich finde es toll, dass Du in Dich hinein gehört hast, um heraus zu finden, was Du unter Mut verstehst und wir so sogar feststellen konnten, dass wir es ähnliche sehen.🙂
      Auch gebe ich Dir aus Errfahrung recht, dass es gerade in der heutigen Zeit sehr oft Mut erfordert, seine Wahrheit zu leben und dazu zu stehen!😉
      Danke und lG

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  • Hej Harmonie!

    Meine Interpretation Deiner Geschichte mit dem Stier hat mit mehr als Mut und Angst zu tun. Du hattest die Wahrnehmung, dass Dir das Tier nichts tun würde, und Du hast das auch ausgestrahlt. Deine Eltern haben Dir mit ihrem Verhalten deutlich gemacht, dass Deine Wahrnehmung falsch sei und Dich verunsichert, und dann konntest Du das auch nicht mehr ausstrahlen. Immerhin blieb Deine Wahrnehmung so weit in Ordnung, dass Du fähig warst Deinen Weg (auf´s Land) zu gehen, weil du spürtest, dass dies für Dich richtig ist.

    Liebe Grüße und danke für diese Geschichte
    Veron

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    • Vielen Dank liebe Veron, ja, der Weg auf`s Land war allemal richtig für mich.😉 Unsere Tierschar wird immer größer und das macht mich sehr glücklich!🙂
      LG

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  • Liebe Harmonie,
    da gehts mir sehr ähnlich wie dir, mir begegnete im Sinai ein Skorpion. Ich stand einfach nur da und staunte wie schön er war. Ich ging nah ran und er stellte seinen Stachel auf (wie ich, wenn man mir ungefragt zu nah kommt) und ich ging sofort etwas zurück und sagte ihm, ich wolle ihn nur anschauen. So blieben wir eine Weile miteinander. Meine Mitreisenden warnten mich, doch ich sagte nur: Vor Menschen hab ich mehr Angst, Tiere tun nur etwas, wenn sie bedrängt werden.
    Ich war genau aus diesem Grund in die Wüste gegangen, aus Angst vor Menschen, ich war damals gestalkt worden und wollte nur Ruhe Ruhe Ruhe. Ich war soweit gewesen, daß ich nur noch im Hellen auf die Straße ging, Verfolgungsängste hatten sich gesteigert. Ich wußte, jetzt war die Angst vor der Angst dazugekommen und das war nicht mehr erträglich gewesen.
    Die nächtlichen Schreie der Wildesel, das Schnauben der Kamele, das Wissen um Skorpione taten mir dagegen sogar gut. Ich legte mich weit weg von den anderen zum Schlafen, um die Dunkelheit ganz für mich zu haben. Ich sah viele Sternschnuppen und genoß die Tage, wie wenn es meine letzten wären, auch die Ängste die hochkamen, genoß ich.
    Danach hatte ich keine Angst mehr vor der Dunkelheit und alles andere war auch verflogen.
    Ich denke, der Skorpion hatte mir gezeigt, wie ich mit dem Stalker verfahren solle und das tat ich dann später auch: Ich drehte den Spieß um und „stellte meinen Stachel auf“. Seitdem hab ich Ruhe.
    Ähnlich verfuhr ich mit meiner Angst vor tiefem Wasser. Ich machte einen Tauchkurs auf Kuba und überwand dank der Schönheiten dort unter Wasser, diese Ängste. Überwinden ist nicht das passende Wort, mitten reingehen ist eher zutreffend. Das ist heilend.
    Mehr Mut, viel mehr Mut hatte es mich gekostet gehabt, eine 10 minütige Rede vor 40 Menschen zu halten, ohne vorher zu wissen, wovon um alles in der Welt ich reden sollte.
    Was in diesen naßgeschwitzten 10 Minuten geschah, war mir unfassbar, ich sah mir zu wie ich mit mir selbst redete, so könnte man es wohl sagen. 40 mal ich selbst. Und was da sprach, war nicht das, was ich bis dahin als „mich“ betrachtet hatte.
    Daher würde ich aus meiner Erfahrung sagen: Mut ist, wenn man`s trotzdem macht und die Liebe zu dem was zu tun ist, größer sein läßt, als die Angst davor.
    Dann ist Spirit da und trägt uns. Wir müssen bloß den ertsen Schritt tun und zu tun anfangen.
    Mut ist ein Ja zum Leben. Zu Spirit. Zu uns selbst.
    Mut ist mein Mann, der einem Leben ohne Denken zugestimmt hatte und ausschließlich aus seinem Mut schöpft, aus dem Vertrauen zu sich-Spirit, daß die Worte einfach aus seinem Mund kommen, wenn sie benötigt werden. Er ist quasi Dauerchanneler, denn da gibst kein Denken, kein Filter, keine Sicherheiten, kein
    Ziel. Nur Sein, pures Sein.
    Mut ist auch, andere zu ent-täuschen, wenn ich mir selbst treu sein will. Das Kollektiv scheint gerad ziemlich zu zergeln und da nein sagen, wo die Gruppe ja sagt, kann zu den ungeliebten Gefühlen führen, ein Außenseiter zu sein.
    Da dann auch mitten reingehen, mitten in die Angst, ausgestoßen zu werden, scheint mir gerad schwieriger, als
    jeder Tauchkurs, Abfahrtsski, oder sonstwas.
    Doch: wo die Angst ist, genau da geht es lang.
    Liebe Harmonie, die Liebe zum Stier ist heute bei dir zur inneren Kraft geworden.
    Wie bei mir der Skorpion mich dazu gebracht hat, mich abgrenzen zu lernen.
    Diese Tiere leben in unseren Herzen weiter, wenn wir es erkennen, umso kraftvoller.
    Wundervoll.
    Alles Liebe dir,
    Hilke

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    • Hallo Hilke,

      Daher würde ich aus meiner Erfahrung sagen: Mut ist, wenn man`s trotzdem macht und die Liebe zu dem was zu tun ist, größer sein läßt, als die Angst davor.
      Dann ist Spirit da und trägt uns. Wir müssen bloß den ersten Schritt tun und zu tun anfangen.
      Mut ist ein Ja zum Leben. Zu Spirit. Zu uns selbst.

      Das find ich sehr schön beschrieben – wie auch deinen restlichen Kommentar.
      Danke!

      lg,

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      • Hallöchen an alle🙂

        mir sagte mal jemand das mein Vorname etwas beinhaltet dem ich mich im Leben noch stellen werde. Na ja, früher war ich sehr ängstlich und schüchtern ( besonders dem weiblichen gegenüber ) , hatte nie den Mut mich durch zu setzen oder meine eigene Meinung zu aüßern, hatte immer wieder Angst “ fertig gemacht zu werden “ (Kindheit) !!!

        Aber das hat sich alles geändert. Heute trete ich jedem Menschen “ entgegen „, sage was ich fühle und denke und es ist mir vollkommen egal ob ich hier und da bei irgendwem “ anecke „.
        ICH BIN ICH und habe den Mut wieder gefunden und in meine Leben intregiert.

        Ich lasse mir meinen Mund von keinem Menschen der Welt mehr verbieten (Vater) und stoße auch in mir noch “ unbekannte Gebiete vor “ vor denen ich früher vielleicht Angst hatte.
        Un-voreingenimmenheit und Vor-urteile waren früher auch eine Blockade für mich doch inzw. gehe ich auf alles ersteinmal “ ohne Vorurteil und Voreingenommenheit “ zu und lerne zu unterscheiden, an zu nehmen oder auch nicht.

        Ein sehr sehr interessannte Aussage habe ich im neuen Broers Buch gefunden bezüglich ALLER DUNKELWESEN:

        “ S.147… Eine Sache , das steht fest, hassen diese Wesen noch mehr als die Liebe…und das ist MUT. Sie können nicht gegen Mut, Klarheit und artikulierte Debatten aufstehen weil IHRE EIGENEN POSITIONEN AUF FALSCH-HEIT aufgebaut sind.
        Da Sie Mut hassen: Stellt euch gegen sie. Sie werden versuchen zu zerstören, versuchen euch nieder zu reissen, aber nichts treibt sie mehr in schaudernde Angst als wenn jemand gegen Sie AUFSTEHT (also im innersten beginnt dieser Prozeß, das anschauen ) und sie rea-gieren darauf immer über, weil sie FEIGE SIND UND SICH ERSCHRECKEN „.

        Also mich “ erschreckt im moment nichts mehr “ 🙂

        Lg Helmut

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    • Liebe Hilke,

      Deine Zeilen haben mich besonders berührt, weil ich mich in vielem wiedererkenne.😉 Ich finde es sehr mutig von Dir, Dich Deinen Ängsten gestellt zu haben, denn ich weiß, was das für eine Überwindung kostet.
      Als Kind habe ich, nachdem ich von den Ängsten meiner Mutter – in vielen Dingen – geimpft wurde, angefangen, mich selbst zu zwingen sie an zu gehen. Es klingt jetzt hier sicher sehr lächerlich, aber wenn ich Angst vor etwas hatte, z. B. ein besondes wildes Pony zu reiten, oder über einen breiten Bach zu springen, hab ich immer mit Gott gewettet! *lach* Ich habe gesagt…“Lieber Gott, wenn ich mich bis „3“ nicht getraut habe, dann bekommst Du dies oder das von mir..!“ Dann habe ich los gezählt und bin immer spätestens nach 2,5 „gesprungen“!😉 Gott hat jede Wetter verloren! *lach*
      Genau das Gefühl mit der Menschenmenge und dem Davortreten, oder der Dunkelheit in der Wüste kenne ich auch. Danke, dass Du davon so offen und ehrlich erzählt hast, ich fand das sehr schön und interessant!
      Ja, wir können viel von der Natur lernen, allein durch Betrachten. Das erlebe ich hier immer wieder (zurzeit in meinem Hühnergehege *lach*).

      Ganz liebe Grüße

      PS: Irgendwann hab ich aufgehört mit Gott zu „wetten“! Das wollte ich noch einmal klar sagen!😉

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  • @Steven und Harmonie, ach @All:❤

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  • Guten Morgen Liebe Menschen,

    Wachstum & Mut brauchen Zeit…

    Die meisten Tiere verlassen sich auf ihre Instinkte, um zu überleben. Das menschliche Gehirn verlässt sich zum Teil auf Instinkte und zum Teil auf Schlussfolgerungen, die es aufgrund der ihm vorliegenden Informationen zieht. Es kann auf Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückgreifen und dank Gedächtnis, Vorstellungskraft und der Fähigkeit zum Experimentieren neue, unbekannte Probleme lösen. Es Profitiert dabei nicht nur von eigenen Erfahrungen, sondern kann aufgrund der menschlichen Fähigkeit, zu kommunizieren und Wissen zu speichern, auch auf die Erfahrungen und Ideen anderer Menschen, Generationen und Kulturen zurückgreifen. Unser Verstand hat sich in solchem Maße entwickelt, dass er die ARROGANZ besitzt, unsere INSTINKTE infrage zu stellen.
    Durch den Einsatz unseres Verstandes haben wir es so weit gebracht, dass wir unser Essen nicht mehr jagen und keinen Brennstoff mehr sammeln müssen und vielen Gefahren gebannt sind.
    Wir neigen dazu, unsere Instinkte ein wenig verächtlich zu betrachten, als etwas, das weit hinter unserem Intellekt rangiert. Diese Höherschätzung des Intellekts hat zu beachtlichen Errungenschaften geführt, wie zum beispiel : Literatur, Kunst, Musik und Wissenschaften heben uns von anderen Lebewesen auf der Erde ab.
    Doch hat unser Verstand auch größere Schrecken in die Welt gesetzt, als sich jedes rein instinktiv handelnde Wesen ausdenken könnte.
    Das Problem beginnt mit der Geburt.
    Der Schock der Geburt lässt uns verzweifelt auf der Suche nach Sicherheit zurück.
    Wir finden sie in der Person unserer Mutter.
    Unsere Bedürftigkeit und Verletzlichkeit bleibt unsere gesamte Kindheit hindurch bestehen, und wir werden oft von der harten Wirklichkeit abgeschirmt, indem man uns in die Traumwelt entführt.
    Über kurz oder lang finden wir heraus, dass es weder den Weinachsmann noch die Elfen gibt.
    Wir betrachten unsere Eltern, die bis dahin unsere Felsen in der Brandung waren, und es dämmert uns allmählich, dass sie nicht die unerschütterlichen Stützpfeiler sind, für die wir sie gehalten hatten, sondern die gleichen Schwächen und Ängste haben wie wir.
    Diese Desillusionierung hinterlässt eine ( LEERE ) in uns, die wir mit der Bewunderung für Popstars, Schauspieler, Prominente aus der Fernsehen und Sportler zu füllen versuchen.
    Wir erschaffen uns unsere eigene Fantasiewelt. Wir erheben diese Leute in den Stand von Göttern und schreiben ihnen Eigenschaften zu, die sie in der Realität gar nicht haben.
    Wir möchten uns im Glanz ihres Ruhmes wärmen. Anstatt aus eigener Kraft reife, stärke, selbstsichere und einzigartige Individuen zu werden, werden wir bloße Vasallen, leicht zu beeindruckende Fans, die für alle möglichen Versuchungen anfällig sind.
    Wir müssen die Sicherheit unseres Zuhauses verlassen und zur Schule gehen, wo wir mit neuen Ängsten und Unwägbarkeiten konfrontiert werden. Angesichts dieser Verunsicherung und Instabilität suchen wir ( HALT ), eine kleine Hilfestellung hier und da. Da springt unser Verstand ein mit einer Lösung, die uns seit früher Kindheit einprogrammiert wurde : Was machen Erwachsene wenn Sie kurzfristig Halt brauchen ?
    Sie rauchen eine Zigarette oder genehmigen sich einen Drink, zum Beispiel : Bier.
    Unsere Gesellschaft programmiert die folgenden Generationen auf verschiedene Süchte, wobei im Tieferem Hintergrund die Ursachen fast für immer verdeckt bleiben.
    Unsere Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu kommunizieren, ist ebenso ausgeprägt wie unsere Fähigkeit, Fehlinformation aufzunehmen und weiter zugeben.

    lg,

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