Der Diesel Gau ..

vw

geschrieben von Steven Black:

Gerade beherrschten die Asylflüchtlinge noch die mediale Landschaft, schon kommt das nächste Drama hinterher. Und natürlich völlig überraschend – viele Ohs und Ahs wurde die Woche über verströmt. Die Nation hat ein neues Thema – nur nicht für diejenigen, die schon länger wussten, dass bei VW mit “unorthodoxen Methoden” gearbeitet wurde. Während die US-Umweltbehörde EPA, die mit dem Skandal nach vorne gegangen ist und ihn öffentlich machte, noch meinte, dass VW die zur Abgaswerte Manipulation eingesetzte Software selbst programmiert hat, wurde diese Software jedoch von Bosch geliefert, einem Multinationalen Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Bosch ist einer der weltweit größten Zulieferer der Automobilindustrie, in Sachen Elektronik, informationstechnischer und mechanischer Elemente, sowie Mechatronik.

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Bosch hat sich jedoch weise vorausschauend aus der Schusslinie gezogen, indem der Konzern schon vor 2007, VW bezüglich einer illegalen Verwendung der Technik zur Abgasnachbehandlung warnte. Ihre Software sei nur für Testzwecke und nicht für den regulären Betrieb gedacht – teilte Bosch den Wolfsburgern per Schriftstück mit. Das erinnert mich irgendwie an –

“Hey Alter, kannst du mir mal einen Gefallen tun? Kannst du mir irgendetwas bauen, womit ich mein Bankkonto so einstellen kann, dass es immer im Plus ist?”

“Öhm, können schon, aber das ist verboten. Man nennt das Betrug und Manipulation.”

“Netter Versuch, aber wen kümmerts? Die Frage war, kannst du mir so ne Applikation basteln?”

“Natürlich, aber wenn du das verwendest, bin ich der Blöde, also mach dir deinen Scheixx gefälligst alleine.”

“Weisst du was, wir machen es so: Du entwickelst mir das und schickst mir hinterher eine Warnung, dass es sich dabei nur um eine experimentelle Testversion handeln würde, die nicht für den legalen Betrieb gedacht sei – na, wie klingt das?”

“Das klingt viel besser. Gut, okay, wenn du so blöde bist und damit alle Verantwortung quasi auf dich nimmst – kein Problem für mich.”

“Glaub mir, bei dem Reibach, der damit rum kommt, ist mir das komplett egal .. “

Jetzt vermutlich nicht mehr, die VW Aktien sind fast zur Hälfte in den Keller gefallen. Alle Medien überschlagen sich derzeit und versuchen alles mögliche und unmögliche über VW auszubuddeln. Als wenn es der größte Skandal der Nachkriegsgeschichte wäre, was er bei weitem nicht ist.  

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Man tut jetzt so, als wäre diese Abgas Manipulation das schlimmste “Pfui” was vorstellbar ist. Wenn man da ehrlich wäre, würde man zugeben müssen, dass wir die letzten Jahre weitaus schlimmere und folgenschwerere Dramen erlebt haben, mit proportional größeren Dimensionen als der VW Skandal. Was ist mit der Banken- und Hypothekenkrise von 2007-2008? Was ist mit Griechenland? Was ist mit der Kriegstreiberei in der Ukraine? Was ist mit der US Außenpolitik im mittleren Osten? Und vieles andere mehr ..

Ja, VW hat ca. 11.000.000 Diesel Fahrzeuge weltweit manipuliert und die Käufer getäuscht. Es wurde Autos verkauft, die weder die angepriesenen Werte, noch die behauptete Leistung hatten, aber wofür Leute extra bezahlten. Klar, das ist Betrug und zwar auf einer Systemimmanenten und fortgesetzten Basis. Aber dasselbe kann man auch von jeder, bisher als “Alternativlos” verkauften Kriegshandlung behaupten, wo Menschen grausame Tode sterben. An manipulierten Abgaswerten sind wie viele Menschen gleich nochmal gestorben?

Seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 sind ca. 30 Millionen Menschen in den USA, aus ihren Häusern zwangsexekutiert worden. Das ist fast die Hälfte, der Einwohner Deutschlands. Viele dieser Menschen sind Obdachlos und leben in Zeltstätten oder improvisierten Camps, alleine 2,5 Millionen davon sind Kinder. Aber ausgerechnet die US Behörden wedeln hier wegen Abgaswerten mit dem moralischen Zeigefinger? 

Mehrere tausend Tonnen (!!) Uranmunition wurde bei indisch-pakistanischen Grenzkonflikten, in Tschetschenien, während der sowjetischen Intervention in Afghanistan, im Bosnien-Krieg, im Kosovo-Krieg, im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg eingesetzt. Alleine während des dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003, wurden von der „Koalition der Willigen“ zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt und ein “strahlendes Vermächtnis” hinterlassen. Die Spätfolgen des abgereicherten Urans, einem Alphastrahler, kommen nicht so sehr von seiner äußerer Strahlung, dessen physikalische Strahlung Kleidung und Haut nicht durchdringt, sondern durch Atemwege und Nahrungsmittelaufnahme. Vor allem seine chemische Wirkung schädigt Zellprozesse und innere Organe – vor allem die Nieren.

Am 20. April 2010 explodierte die Ölplattform Deepwater Horizon und hinterließ massive Umweltschäden, verursachte Delphin Sterben, Austern sind komplett verschwunden und heute, nach 5 Jahren, werden immer noch Ölklumpen gefunden, die freiwillige Aktivisten entfernen. Der Halliburton Konzern, der den Bohrarbeiten auf der Plattform beteiligt war, hat laut Pressemitteilung des US-Justizministeriums vom 25. Juli 2013 eingestanden, nach der Katastrophe auf der Ölplattform „Deepwater Horizon“ 2010 Beweise vernichtet zu haben.

Halliburton bot an, 200.000 Dollar Geldstrafe sowie eine dreijährige Bewährungszeit zu akzeptieren und weiterhin mit den Ermittlern zusammenarbeiten (bla, bla). Zusätzlich zahlten sie 55 Millionen Dollar an die National Fish and Wildlife Foundation. Das vorübergehende Verbot, im Meer nach Öl zu bohren, ist aber schon lange wieder aufgehoben. Inzwischen gibt es am Golf von Mexiko mehr Ölplattformen als vor dem Deepwater-Horizon-Unglück.

Seit März 2011 fließen in Fukushima täglich, etwa an die 300 Tonnen (!) radioaktiv belastetes Wasser in den Pazifik. Man könnte noch einige Stunden lang, solcher und ähnlicher Beispiele aufführen. Das sind alles keine wirklichen Relationen zu einer Manipulation von Abgaswerten! Halloooo? Hey, was ist los mit den Leuten, was stimmt nicht mit denen?

Die Menschen sind enttäuscht, dass sie von VW, einer solch sauberen, deutschen Qualitätsmarke geblendet und verarscht wurden. Ja, können wir denn jetzt nicht mal mehr “Made in Germany” vertrauen? Nein, das kannst du nicht. Willkommen in der Realität, sie sitzen in der ersten Reihe – also entspannen Sie sich bitte und genießen sie das große Drama. Während die mediale Suppenküche in bewährter Manier, das ganze Theater auspresst und in ihren Töpfen hochkocht, beginnt das ganze größere Kreise zu ziehen:

Inzwischen ist auch Audi betroffen und auch die Japanischen Autohersteller Toyota, Nissan, Mazda und Mitsubishi müssen nun offenlegen, ob ihre Dieselfahrzeuge die nationalen Emissionsvorgaben einhalten. Weitere Automarken werden vermutlich folgen.

“Wolfsburg/Ingolstadt – Von der Abgasaffäre bei Volkswagen sind weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge der Marke Audi betroffen. In der Region Westeuropa gehe es um 1,42 Millionen Autos, sagte ein Audi-Sprecher am Montag. In Deutschland sind demnach 577.000, in Österreich 62.000 Audi-Fahrzeuge betroffen.

Rund 10.000 Autos betreffen den 1,6-Liter-Motor der Typenbezeichnung EA189, 52.000 Audis die größere 2-Liter-Variante, so der Audi-Sprecher. Wie viele der insgesamt elf Millionen betroffenen Autos des VW-Konzerns in Österreich unterwegs sind, ist nach wie vor nicht bekannt. In den USA betreffe die Manipulation der Abgastechnik rund 13.000 Fahrzeuge, sagte der Sprecher. VW hatte zugegeben, Abgaswerte in den USA mit einer verbotenen Software manipuliert zu haben.”

Die US-Umweltbehörde EPA ist nicht die amerikanische Regierung, aber man kann sich wohl an einer Hand ausrechnen, dass die Verantwortlichen in der EPA, in der US Regierung vorher um Erlaubnis anfragten, bevor sie mit diesem Coup nach außen gingen und VW vom Sockel stießen. Die Tragweite dieses Dramas reicht viel zu weit, um der Environmental Protection Agency einen Alleingang zu erlauben. Meine Phantasie ist ausreichend entwickelt, um mir vorzustellen, dass für gewisse Interessensgruppen, eine Umweltbehörde auch zur Nutzung “asymmetrischer Kriegsführung” taugt und zur Ausschaltung übermächtiger Konkurrenten.

Was war eigentlich der Nutzen bei dem Betrug?

Fahrzeuge mit eingehaltenen Abgaswerten sind ganz einfach Leistungsschwächer. Die Software diente ja zur Umgehung von Emissionskontrollsystemen, wobei das Programm erkannte, ob ein Fahrzeug nun auf einem Teststand oder dem herkömmlichen Normalbetrieb lief. Sie regulierte den Motor dann so, dass die Grenzwerte im grünen Bereich lagen. Aber im normalen Fahrbetrieb kam es bis zu 40 Mal höheren Werten als vorgegeben. Was VW getan hat ist ein versuchter Spagat zwischen Umweltvorgaben und den Wünschen von Autofahrern – und alles zusammen unter einem Hut zu bringen. Wer mag schon ein lahmes Dieselauto, selbst wenn’s noch so umweltgerecht ist? Also verkauft man dem Verbraucher ein emotionales Surrogat, indem man ihn glauben macht, er täte etwas für die Umwelt und gleichzeitig hätte er ein tolles und schnelles Fahrzeug.

Money talks bullshit walks ..

Die amerikanische Umweltbehörde EPA und die amerikanischen Mainstream Leitmedien prügeln kräftig auf VW ein und stilisieren die Situation hoch, als wäre das Ganze schlimmer als der Fall von Enron. Zur Erinnerung – der Energiekonzern Enron gehörte zu den größten Konzernen der USA, beschäftigte etwa 22.000 Mitarbeiter bis Enron im Jahr 2001, aufgrund fortgesetzter Bilanzfälschungen, einen der größten Unternehmensskandale produzierte, die die US-Wirtschaft bislang erlebte. Davon kann bei VW keine Rede sein. Der VW Skandal hat wahrlich keine Enron Dimensionen, sie haben keine Bilanzen gefälscht oder Anleger geprellt, indem sie Phantomgewinne suggerierten. Damals wurden Anleger immerhin um 60 Milliarden Dollar geprellt.  

Das VW beim Einschlag des “VW Gate” grade in New York weilte und das neue 2016er Modell des Passat Diesel, mit Rockstar Lenny Kravitz präsentierte und dieser dabei “I want to get away, I wanna fly away” flötete, wird eine “weniger lustige Erfahrung”, für die VW Präsentatoren gewesen sein. Damit dürfte für den Konzern der US Markt, in den VW ziemlich stark expandierte, zumindest für einige Zeit erledigt sein.

VW ist inzwischen der weltweit größte Autohersteller, ja, sein Image ist ramponiert, ein wahres PR Desaster. Sein Aktienkurs ist um 40 % eingebrochen und der Konzern darf sich auf horrende Geldstrafen und Klagen einrichten, was das Unternehmen heftig belasten wird. Auf der Grundlage, das 482.000 Autos in Amerika verkauft wurden, wobei unter dem US “Clean Air Act” mit einer maximalen Geldstrafe von 37.500 $ pro Fahrzeug gerechnet werden kann, könnte das US Justizministerium  – zumindest theoretisch, 18 Milliarden $ von VW einheimsen.  Zum Vergleich – Honda und Ford manipulierten bereits 1998  Abgassysteme und kamen mit Strafen von 267 Millionen bzw. 7,8 Millionen Dollar davon.

Und es wird vielleicht noch dicker für VW kommen:

Schaut man sich mal an, welche Länder umgehend staatliche Untersuchungen gegen VW angekündigt haben – als da wären, Italien, Südkorea, Frankreich, Großbritannien, Indien – mit einem Wort: Das sind alles Nationen mit einer eigenen Autoindustrie. Da wird jetzt mit harten Bandagen gekämpft und der “VW Gau” dürfte wohl als ein willkommener Anlass betrachtet werden, um Stimmung gegen die deutsche Konkurrenz zu machen. Und noch so’ n “komischer Zufall: Brasilien erhebt jetzt Klage gegen VW, weil der Konzern in den Jahren 1964-1985,  mit der damaligen Diktatur zusammengearbeitet haben soll. Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass hier eine gemeinsame Front der Willigen gebildet wurde, um die mächtige deutsche Autoindustrie zurechtzustutzen.   

VW selbst schätzte die Schadenskosten auf 6, 5 Milliarden Euro, welche bereits in der Bilanz zurückgestellt wurden und rechneten zuerst mit der sogenannten D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung), der Manager-Haftpflichtversicherung. Aber damit werden sie nur sehr wenig Gelder hereinholen können. Die Versicherung soll Manager bei Verfehlungen und Versäumnissen gegen Schadenersatzforderungen ihres Arbeitgebers absichern, aber wissentlich verursachte Verstöße decken diese Versicherungen nicht ab.  Aber so oder so, liegt die Deckungssumme bei Dax-Konzernen häufig sogar nur bei 350 bis 400 Millionen Euro.  

Börsenreaktionen auf andere, in der Vergangenheit vorgefallene Unternehmensskandale:

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Perspektiven

Es gibt viele Perspektiven, um auf den VW Skandal zu schauen, wirtschaftliche, politische, soziale, usw. Der äußere Schein kann trügen, oder zumindest nicht das ganze Bild sichtbar machen. Auch wenn man getrost annehmen kann, dass hier eine bewusste und gezielte Lenkung der Katastrophe vorliegt. So gibt es dennoch einen weiteren Punkt, wie man darauf schauen kann. Auch wenn VW derzeit noch der große Buhmann ist, wird dieser Fall für alle Autohersteller großen Schaden und Folgeauswirkungen haben. Es handelt sich auch hier, zumindest aus der “höheren Perspektive” betrachtet, um eine Erzwingung von Prozessen, welche diese Industrie von selbst nie machen würde.

Das wirkliche Problem, bei solch einem Konzern wie VW, ist die alte Unternehmenskultur. Da waren nicht nur ein “paar Leute” involviert, das war sicher eine bewusste Managemententscheidung, alle Verantwortlichen wussten Bescheid, aber keiner wagte zu sagen, “hey, das ist vielleicht keine gute Idee”. Und wenn es jemand sagte, wurde er überstimmt und hatte die Entscheidung mitzutragen, oder er konnte gehen. Dies wurde “von oben” angeordnet und jeder hatte gefälligst den Mund zu halten.

In den letzten Jahren redeten viele Unternehmen von Transparenz, aber bei der Umsetzung tun sie sich noch schwer. Der Wert der Wahrheit – tatsächlich zu kommunizieren, wofür und was ein Unternehmen steht, das wird künftig immer wichtiger werden. Wir werden in den nächsten Jahren weitere Unternehmen fallen sehen, welche diese Transparenz nicht glaubwürdig nach außen tragen und kommunizieren können. Wer den Menschen nicht mehr glaubwürdig vermitteln kann, dass seine Produkte einen wirklichen Wert haben, das gewisse Standards eingehalten werden – der wird sich immer schwerer tun zu überleben.

Wirklich, es ist völlig egal, was die äußeren Ursachen gewesen sind, für diese “kleine Kernschmelze” bei VW. Es ist die herrschende Zeitqualität, welche diese alten Sesselpupser und Alleinherrscher Strategen dazu zwingen wird zu erkennen, dass sie so nicht mehr weitermachen können –  oder es wird sie zu “Staub im Wind” degradieren. Wahrheit und Offenheit wird über kurz oder lang auch im Business einziehen müssen, die Fähigkeit, emotionale und soziale Prozesse ihrer Mitarbeiter angemessen zu beachten, wird Überlebenswichtig sein.

Es beinhaltet auch einen Lern – und Aufwachprozess für die “normalen Menschen”, die auf diese Weise begreifen, dass sie abgezockt wurden. Dass das nicht nur Verschwörungstheorien sind, sondern dass der Alltag das inzwischen ständig zu bestätigen scheint. Lügen fliegen immer schneller auf, ob das Lebensmittel, medizinische Phantasieprodukte, oder sonst eine Branche betrifimageft.

Es ist eigentlich längst überfällig, dass die komplette Autoindustrie sich verändern muss. Viele tausende Neu Autos stehen weltweit auf Halden herum, die Überproduktion an Autos geht völlig am realen Bedarf vorbei, inklusive der sinnlosen Umweltschäden, welche dabei produziert werden. Diese zwei Bilder sind Google Maps Scans von einer Neuwagen Autohalde  in der Nähe von Sherness auf der Insel Sheppey, in der Grafschaft Kent, England. Man findet den Ort auf Maps leicht, wenn man “Sherness” in die Suchmaske eingibt, das Bild nach unten links verschiebt, etwas unterhalb der Themse, in der Nähe des Flusses Medway. Und es gibt Weltweit solcher Abstellflächen, sie werden immer mehr und die Autos stehen einfach “blöd herum”.

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Die Automobilindustrie ist die sich am langsamsten entwickelnde Technologiebranche. Während die Computer sich immer rasanter weiterentwickeln, Fortschritte in allen möglichen wissenschaftlichen Bereichen gemacht wurden, scheint die Autoindustrie mit ihrem Verbrennungsmotor, hauptsächlich noch im letzten Jahrhundert stehen bleiben zu wollen. Informierte Leute wissen längst darüber Bescheid, dass die Automobilindustrie Jahrzehntelang Patente und Pläne aufkaufte, welche einschneidende Veränderungen des Status Quo bedeutet hätten, aber wo die Verantwortlichen dieser Branche, in ihrer “Weisheit” es für angeraten hielten, diese in Schubladen verschwinden zu lassen.

imageDie engverzahnte Interessensgemeinschaft zwischen Öl – und Autogeschäft verhinderte stetig eine Weiterentwicklung. Man hätte längst Autos mit Umweltschonenderen Antrieben, Serien – und Massentauglich, auf die Straße schicken können. Bereits  1996 wurde das erste Serien-Elektroauto, der EV1 (Electric Vehicle 1), von General Motors in den USA produziert. Der EV1 wurde von der GM Marke Saturn vermarktet. Insgesamt wurden 1117 EV1 gebaut, von denen ca. 800 an ausgewählte Kunden weitergegeben wurden. Darunter waren auch Prominente wie Tom Hanks oder Mel Gibson. Aktuell besitzt GM noch drei fahrbereite EV1.

Keine durch Verbrennungsemmission verursachte Umweltverschmutzung, in 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, leicht aufladbar. Was natürlich nicht bedeutet, das bei der Herstellung keine Emmissionen anfallen würden. Bei nahezu alllem was der Mensch herstellt, werden diverse Prozesse in Gang gesetzt. Aber man konnte diese Autos nicht kaufen, sondern nur mieten – Jahre später fuhren keine mehr davon herum, die Mietverträge wurden einfach nicht mehr verlängert. GM schloss Verträge mit den EV1-Kunden, die es dem Unternehmen ermöglichten, nach Ablauf von drei Jahren die Fahrzeuge zurückzurufen und zu verschrotten. Die Verschrottung aller gebauten EV1 war angeblich notwendig.

Im Jahr 2006 erschien der Dokumentarfilm Who killed the electric car? von Chris Paine, welcher die Begründung GMs zur Einstellung der Produktion als unglaubwürdig darstellt. Auch die Werbemaßnahmen für den EV1 werden kritisiert, da diese nicht dem Zweck der Vermarktung dienlich gewesen seien. Nach dem Erscheinen des Filmes, der vor allem die Praktiken von GM kritisiert und sowohl national als auch international ein großes Medieninteresse auslöste, wurden sogar EV1-Exponate aus einem von GM unterstützten Museum entfernt.

Das war beileibe kein Einzelfall, dasselbe passierte 1997 mit dem “Nissan Hypermini” und 2003 mit dem Toyota RAV4. Alle Elektrofahrzeuge konnten damals nur gemietet werden und wurden bald darauf “ausgemustert”.

imageInzwischen gibt es jedoch eine neue Generation von Elektroautos, allen voran TESLA, welches 2015 zum weltweit innovativsten Unternehmen ausgezeichnet wurde. Aber es gibt eine weitere Alternative, die Wasserstoff angetriebenen Autos. Die Frage ist, welche Technologie sich in Zukunft durchsetzen wird – Elektrofahrzeuge, Wasserstoff betriebene Autos, oder kombinierte Hybridformen. Mazda beispielsweise setzt aufs Wasserstoffauto, welches, man staune, Mazda seit 18 Jahren im Programm hat – nur, kaufen kann man es bisher noch nicht. Man kann ihn seit ca. 2006 leasen ..

imageToyota, Nissan und Honda haben die Produktionskosten für wasserstoffgetriebene Fahrzeuge inzwischen stark reduziert und planen den Einsatz von Großserien. BMW will lieber bis 2020 warten, um eine Großserie an Wasserstoff Fahrzeugen zu produzieren. Aber in diese Dinge wird mehr Bewegung kommen und es werden sich Möglichkeiten finden lassen, die bisherigen Schwierigkeiten und Kinderkrankheiten dieser Technologie, aus dem Weg zu schaffen.  

Die technischen Probleme bei der Speicherung von Wasserstoff gelten heute als gelöst. Aber ein relativ niederer Benzinpreis sorgt nach wie vor dafür, dass nur wenige Ressourcen in die Weiterentwicklung dieser Technologie gesteckt werden. Als Voraussetzung für die breite Anwendung von Wasserstoffantrieben gilt beispielsweise die Herstellung der Versorgungsinfrastruktur. Die Ölkonzerne sind naturgemäß nicht daran interessiert, an ihren Tankstellen Wasserstoff Ladestationen hinzustellen. Um in Deutschland ein flächendeckendes Netz zu erhalten, sind ca. 1000 Wasserstofftankstellen erforderlich. Bisher ist dieses Netz noch ziemlich kümmerlich:

Im Jahr 2014 wurden in Nordamerika zwei Wasserstoff-Tankstellen neu eröffnet, in Asien waren es drei und in Europa 12. Davon entfielen drei neue Tankstellen auf Deutschland. Unter Berücksichtigung einiger Stilllegungen gibt es in Deutschland damit 29 Wasserstoff-Tankstellen. Nach Kenntnis der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik sind insgesamt 82 Tankstellen in Europa, 63 in Nordamerika, eine in Südamerika sowie 38 in Asien in Betrieb. Davon sind 74 Tankstellen im Prinzip öffentlich nutzbar, 17 davon in Deutschland.

In diesem Zusammenhang stellt sich allerdings noch die Frage. was passiert, wenn wir beginnen Wasserstoff Fahrzeuge als Serien -und Massentauglich herzustellen und anzuwenden? Wenn wir Wasser beginnen zu verbrennen? Was wird das aus unserer planetaren Atmosphäre machen? Wie lange wird es dauern, bis Wasser so selten wird, dass tatsächlich Kriege darum entbrennen werden? Aber möglicherweise kann diese “VW Geschichte” etwas dazu beitragen, den Ausbau der alternativen Antriebe zu unterstützen, wenn den Leuten langsam bewusst wird, dass es so etwas wie schnelle, Leistungsstarke Autos mit Verbrennungsmotoren und geringer Umweltbelastung gar nicht gibt. 

Es ist kein Zufall, wenn eine von der Rockefeller-Familie ins Leben gerufene Stiftung, der berüchtigte “Rockefeller Brothers Fond”, bereits 2014 angekündigt hat, ihre Investitionen in fossile Energie aufzugeben. Wenn diese Leute eine solch tiefgreifende Entscheidung treffen, dann kann man sich drauf einstellen, das sie gründlich durchdacht wurde. Sie wissen genau, was die herrschenden Zukunftstrends sind und wohin die Reise künftig gehen wird. Die Zeit der alten Verbrennungsmotoren geht – langsam – ihrem Ende zu. Wir leben in einem Zeitabschnitt der tiefgreifenden Veränderung, die schwierig, herausfordernd und teilweise Angsteinflößend ist. Ein “Dieselgate” ist da noch eine ziemlich harmlose Variante, wir werden in Zukunft noch viele weitere Skandale, Aufdeckungen, Probleme und Herausforderungen erleben. Niemand von uns mag das, aber offensichtlich ist das notwendig, damit auch der letzte Dauerschläfer etwas kapiert.

Seit nunmehr 25 Jahren läuft das, aber die Leute sind immer wieder aufs neue überrascht, wenn irgendwo eine Illusionsblase platzt. Vielleicht hilft “Dieselgate” auch dabei, dem durchschnittlichen Konsumenten klar zu machen, dass er keinem Produzenten, egal, welches Produkt, blauäugig alles Glauben kann. Das er sich auf seine eigenen Socken machen muss, Vergleiche ziehen, abwägen, sich schlau machen muss – und erst dann eine Kaufentscheidung trifft. Das Konsumverhalten der Menschen ist die “Wahlurne”, womit wir die Mächte und unsere Tyrannen wählen, die den Planeten unter sich aufteilen. Das bedeutet auch, das wir mitverantwortlich sind und uns nicht mit dem “die da sind Schuld” Gehabe rausreden können.

Leute, wisst ihr, was mir richtig Kopfweh macht? Das wir Europäer und allgemein die westlichen Wohlstandsländer, zu den angeblich fortschrittlichsten und bisher am weitesten entwickelten Menschen auf diesem Planeten zählen. Dieser Gedanke ist eine ziemliche Herausforderung für mich. Ehrlich gesagt, macht es mir ne Scheixx Angst. Es zeigt ziemlich deutlich, wo wir wirklich stehen. Ich meine, die Leute regen sich über manipulierte Abgaswerte auf, als wenn das zu den dringendsten Problemen überhaupt zählt. Wären wir wirklich entwickelte und reife Menschen, wir wären ganz woanders. Eigentlich befinden wir uns noch im “Kindergarten”, aus dem wir jetzt langsam, sehr langsam rauskrabbeln.

Jahr um Jahr erlebten wir diverse Skandale, vom BSE Rinder Wahn bis Antibiotikaresistente Keimen, von der Bitcoin Blase bis zum Hypo Desaster, die Sparer-Enteignung auf Zypern, die deutsche Bank und der Libor Skandal, etc., etc., undsoweiter. Wir können uns wirklich nicht beklagen, dass die Dinge nicht ans Licht kommen würden – da wird sogar sehr viel Licht drauf geworfen. Wir werden mehr und mehr mit Problemen konfrontiert werden, bis wir es uns irgendwann gar nicht mehr erlauben können wegzusehen und die Dinge zu ignorieren.

Unehrlichkeit, Manipulation und Betrug wird immer schneller auffliegen, im persönlichen, wirtschaftlich und politisch. Es wird nicht “die Politik” sein, welche dafür sorgt, dass Unternehmen und ihre Führer sauberer, transparenter, ehrlicher werden. Es ist der Einzelne, der mündige Konsument, er wird entscheiden, ob das angebotene Produkt hält was versprochen wurde. Wenn nicht, dann hat er die Freiheit, diese Dinge woanders, oder gar nicht zu kaufen. Wenn die Mehrheit der Menschen mit dem Ramsch zufrieden ist, welche manche Firmen anbieten, warum sollten diese Produzenten ihre Haltung auch ändern? 

Die Möglichkeiten dahinter sind – wenn ein bewusster Konsument sich von irgendeinem Hersteller verarscht fühlt, dann beschwert er sich nicht bei “der Politik”, klagt nicht über “die Elite” – nein, er kann seine Macht demonstrieren, indem er von ihm einfach nichts mehr kauft. Ja, tut vielleicht anfangs etwas weh, aber es würde sich langfristig auszahlen, oder? Man stelle sich vor, jeder würde das tun? Kein Unternehmen das langfristig denkt, kann das ignorieren, will es Wettbewerbsfähig bleiben.  

Wenn ich mich von VW verarscht fühle, könnte ich mir demnächst vielleicht einen TESLA kaufen. Jeder Tesla kommt auf über 200 km/h, das Tesla Model S mit dem „Ludicrous Mode“ kommt sogar in 2,7 sek. auf 100 und schafft satte 250 km/h. Wenn mir der Geldbeutel dafür fehlt, tut es vielleicht auch ein Opel Ampera ..

Until next time same station ..

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Quellennachweise:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mechatronik

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4830307/VW_Hinweise-zu-illegaler-Software-ignoriert

http://derstandard.at/2000022891898/Audi-VW-und-Porsche-beurlauben-Manager

http://kurier.at/politik/weltchronik/2-5-millionen-obdachlose-kinder-in-usa/97.650.123

http://meedia.de/2015/09/22/im-pr-dunst-von-dieselgate-vw-und-die-hohle-phrase-vom-vertrauen/

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/VW-Skandal-Auch-Japan-prueft-nun-seine-Dieselfahrzeuge;art15,1986560

https://de.wikipedia.org/wiki/Enron

http://uk.businessinsider.com/volkswagens-scandal-is-worse-than-enron-and-reports-say-the-company-was-warned-about-cheat-devices-2015-9

http://derstandard.at/2000022946782/Abgas-Skandal-Volkswagen-bleibt-auf-Grossteil-der-Kosten-sitzen

http://www.welt.de/wirtschaft/article146908076/In-Brasilien-droht-VW-noch-mehr-Unheil.html

https://themenmix.wordpress.com/2014/09/10/neufahrzeuge-fur-die-halde/

http://www.tagesschau.de/ausland/deepwater-horizon-101.html

https://de.wikipedia.org/wiki/General_Motors_EV1

https://de.wikipedia.org/wiki/Toyota_RAV4

https://de.wikipedia.org/wiki/Nissan_Hypermini

https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Motors

http://www.tuev-sued.de/tuev-sued-konzern/presse/pressearchiv/weltweit-17-neue-wasserstoff-tankstellen-im-jahr-2014

http://www.focus.de/auto/elektroauto/technische-daten-tesla-model-d-schock-fuer-audi-und-bmw-tesla-faehrt-jetzt-250-km-h-mit-700-ps_id_4235471.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/kehrtwende-die-rockefellers-schwoeren-dem-oel-ab-13169597.html

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@Steven Black

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19 Kommentare

  • >>Keine Umweltverschmutzung, in 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, leicht aufladbar.<<

    Glaubst auch an den Osterhasie?
    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/52725-elektroautos-mehr-co2-und-gar-nicht-klimaneutral

    Dieses „freie Energie für alle“ kann ich schon lange nicht mehr hören .. Siehste, der eine hat dies über und der andere jenes.
    Auch wenn an deinem Text verschiedenes wohl so ist, wie du meinst, das es sei, geht es trotzdem am Thema vorbei. Aber das magst du ja nicht haben. Und in Anbetracht des Stellenwerts der Autoindustrie für die Deutschen .. Na ja.
    http://www.start-trading.de/2015/09/25/volkswagen-nicht-die-einzige-manipulation/
    http://www.barth-engelbart.de/?p=64945
    http://www.rottmeyer.de/volkswagen-und-andere-akzente/

    Wie es auch ge(ver)dreht wird, es ist ein weiterer gezielter Angriff ..

    Und noch dies
    https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/autobauer-investieren-milliarden-f%C3%BCr-auto-055300494.html

    schönen Tag wünsch ich

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    • Hi Bernd,
      Es ging um den Emmissionsausstoss, den haben Elektrofahrzeuge nicht. War vielleicht etwas unglücklich formuliert. Aber super, einen Fehlersuch Stinkstiefel wie dich zu haben, der mich drauf aufmerksam macht. Wieso schreibts du nicht mal selber nen Blog, da kannst dann mal sehen, wie schnell das passiert. Aber ja, so etwas wie Autos ohne Schadstoffbelastungen gibts nicht. Was allerdings das CO 2 angeht, da bräuchten wir eh mehr davon – guckst mal, CO 2 Studie der CIA.

      Auch wenn an deinem Text verschiedenes wohl so ist, wie du meinst, das es sei, geht es trotzdem am Thema vorbei.

      Danke, da musste wirklich mal gesagt werden. Ich danke dir für die Erleuchtung und das du dir die Zeit dafür genommen hast. Ich fühle mich jetzt richtig erleuchtet ..o_O

      lg,

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      • Guten Morgen Stefan,

        So du nicht magst, daß ich in deinem Blog lese und kommentiere .. steht es dir frei mich wieder auszuschließen.
        Übrigens und trotzdem versuche ich mich ans Thema zu halten! Da ist nichts persönliches zwischen den Zeilen. Auch wenn das Leben, wie diese Tage, mich zu zerreißen droht.

        lg

        PS: Ich kann mir, und auch ich habe eine recht Gute, bei schönster Phantasie nicht vorstellen, daß es den Menschen seine Aufgabe ist die Atmosphäre zu regeln^^

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        • Morgen Bernd,

          So du nicht magst, daß ich in deinem Blog lese und kommentiere .. steht es dir frei mich wieder auszuschließen.

          Mag sein, dass ich mich bei Gelegenheit daran erinnere. ^^

          Ich kann mir, und auch ich habe eine recht Gute, bei schönster Phantasie nicht vorstellen, daß es den Menschen seine Aufgabe ist die Atmosphäre zu regeln^^

          Hm, manchmal könnte das täuschen. Ich geb dir zwar Recht, der Mensch bildet sich ne Menge Sachen ein, was er Regeln könnte und was nicht. Ich hab die letzten Tag drüber nachgedacht, was wohl passieren würde, wenn die Wasserstofftechnologie zum Massenprodukt würde. Da wurde ich ziemlich nachdenklich – ich meine, wenn wir Wasser zum verbrennen verwenden, wie lange würde es dauern, bis Wasser langsam aber sicher zum Seltenheitsgut wird?

          Auch wenn das Leben, wie diese Tage, mich zu zerreißen droht.

          Ja, das versteh ich, ich glaube, derzeit ist es für viele Leute anstregend. Ich hab auch meine Herausforderungen ..
          In dem Sinne, einen angenehmen Tag!

          lg,

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          • >>.. wie lange würde es dauern, bis Wasser langsam aber sicher zum Seltenheitsgut wird?<<

            Das wird es schon! Diese Überlegung ist übrigens nicht neu ..

            „Mich“ zerreißt ein 16 Jahre alter Bengel. Ich habe ihn aufwachsen sehen und sehe jetzt, wie er sich mit Drogen zugrunde richtet. Nun habe ich mich seiner etwas angenommen, kann ihn aber leider nicht wirklich erreichen. Naja, du kennst ja dieses Thema ..
            Ein toller Junge. Leider hat er eine Menge Arbeit vor sich, nach seinem wohl nicht vermeidbaren Fall.
            lg

            PS:
            „In Sachsen ist eine Debatte über den Umgang mit kriminellen Asylbewerbern entbrannt. Hintergrund ist ein Fall, bei dem zwei Asylbewerber in der sächsischen Universitätsstadt Freiberg in einem Netto-Markt eine Angestellte mit Pfefferspray und einer Machete bedroht haben. Einen der Angreifer, einen 27-jährigen Libyer, konnte die Polizei festnehmen. Der andere Verdächtige ist weiter auf der Flucht.
            Für Aufregung sorgt nun, dass der Vorgang keinen Einfluss auf das Asylverfahren der beteiligten Männer haben soll.“

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            • Mich“ zerreißt ein 16 Jahre alter Bengel. Ich habe ihn aufwachsen sehen und sehe jetzt, wie er sich mit Drogen zugrunde richtet. Nun habe ich mich seiner etwas angenommen, kann ihn aber leider nicht wirklich erreichen. Naja, du kennst ja dieses Thema ..
              Ein toller Junge. Leider hat er eine Menge Arbeit vor sich, nach seinem wohl nicht vermeidbaren Fall.

              Mhm, beschissen, ich kann das nachvollziehen. Meiner Ansicht nach – die natürlich etwas „gefärbt“ ist, ist das schwerste, aber langfristig betrachtet hilfreichste was man machen kann – ihn abstürzen zu lassen. Richtig mit dem „Kopf in den Boden“ fallen lassen. Sonst hört man nicht zu, sonst beginnt man in der Geschichte nicht nachzudenken – es muss richtig weh tun. Als Elternteil, oder Bekannter, unheimlich schwierig, weil natürlich die Hoffnung da ist, es könnte anders laufen. Ich möchte nicht in der Haut der Eltern, oder nicht mal in deiner (^^) – in dieser Situation stecken. Schwierig, ich kann dir da nur viel Glück wünschen ..

              Für Aufregung sorgt nun, dass der Vorgang keinen Einfluss auf das Asylverfahren der beteiligten Männer haben soll.

              Ich hab viele Strafverfahren beobachtet, auch einige von Asylanten, das kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Das wird „Einfluss“ haben, andererseits weiß man nie, welche Volltrottel am Gericht grade Dienst haben. Eins hab ich gelernt, alles kann passieren ..

              lg,

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              • Der Vater raucht vom Morgenkaffee an. Die Mutter ist Schizophren und Alkoholabhängig. Ja er wird tief fallen, nur werde ich dann nicht mehr hier sein und er wird kein soziales Netzwerk vorfinden, welches ihm aufhelfen kann. Die Uhren ticken hier etwas anders.

                Er war oft bei uns zu Besuch in den Jahren und hat mit Töchterchen gespielt. So er mal etwas Schokolade hatte, wollte er immer mit mir teilen. Es schmecke besser, wenn man zusammen ißt ..

                Fast hätte ich ihn vor dreizehn Jahren bei uns aufgenommen. Sollte wohl aber nicht sein.

                https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/habe-angst-b%C3%BCrger-gegen-uns-065300392.html

                schönes WE wünsch ich

                PS: Ich versuchs mit Öffnen (was mir auch nicht gerade leicht fällt), Verständnis und Liebe, welche er so dringend braucht. Noch denke ich darüber nach, wer hierbei wen therapiert.

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                • Hab grad den Beitrag gelesen und komm aus dem Kopfschütteln nicht raus ..
                  Bei uns ist das anders, die werden so rasch es geht abgeschoben. Sie können das zwar rauszögern, durch Einsprüche und diverse juristische Tricks, aber letztlich heisst es raus.
                  Wie es derzeit ausschaut, weiß ich zwar nicht, aber ich denk das wird eher zunehmen, als abnehmen.

                  Ich versuchs mit Öffnen (was mir auch nicht gerade leicht fällt), Verständnis und Liebe, welche er so dringend braucht. Noch denke ich darüber nach, wer hierbei wen therapiert.

                  Ja, in solchen Dingen lernen meist beide Parteien etwas. Viel Erfolg, Bernd!

                  lg,

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  • In den USA gibts eine Auflage für Dieselfahrzeuge nach der dem Treibstoff zwecks säubrigerer Verbrennung Harnstoff zugesetzt werden muss. Der Harnstoff darf jedoch nicht dem Treibstoff vor der Betankung zugesetzt werden, sondern es müssen dafür gesonderte Tanks im Fahrzeug vorhanden sein. D.h. die Fahrzeuge müssen zusätzlich mit Harnstoff betankt werden. Harnstoff ist sehr aggressiv, kommt der Lack damit in Berührung, löst er sich auf… also der Lack natürlich. Die Tanks befinden sich bei den US Modellen übrigens in der Reserveradmulde.
    Die amerikanischen Autofahrer haben keine Lust Harnstoff zu tanken, viele wissen nicht mal davon. Also wurde der Harnstoffverbrauch vom Hersteller so geregelt, dass das Betanken zu den normalen Serviceterminen ausreichend ist… Nein, ist es nicht, geht garnicht. Deshalb hat man per Software den Harnstoffverbrauch „optimiert“, sodass er eben reicht. Wer viel fährt, fährt mit weniger Harnstoffzusatz und trotzdem reicht der Harnstoff nicht übers Serviceintervall. Werden die Werte über die Elektronik ausgelesen, ist die „Softwareanpassung“ nicht aktiv, es wird soviel Harnstoff zugesetzt dass die Werte der Norm entsprechen. Während der Fahrt wird die vorraussichtliche Laufleistung einberechnet und die Werte stimmen nicht mehr.
    Für unsere Autos ist dies völlig irrelevant weil wir diese Vorgaben garnicht haben. Deswegen bekomme ich bei der Diskussion „wurden die Autofahrer betrogen?“ Schaum vorm Mund. Die Autofahrer wurden nicht betrogen. Die aktuellen europäischen Turbodieselmodelle sind derzeit die sparsamsten auf dem Markt, einen höheren Wirkungsgrad hat aktuell keine andere Art von Verbrennungsmotor.
    Und genau da liegt der Knackpunkt. Die US Hersteller haben dem nichts entgegenzusetzen und verlieren Anteile auf dem heimischen Markt. Darum gehts und NUR darum gehts.
    Das unsere Presse da aufspringt issn Hohn. Unsere Wirtschaft wird fertig gemacht, unsere Automobilhersteller mit Milliardenklagen überzogen wegen nix und wiedernix und die Leute klatschen Beifall.
    Mein Resüme? Die sind nicht ganz dicht. Spätestens wenn die Autobauer wegen diesem Mist Stellen kürzen geht das Gejammere wieder los. Selber schuld. Die Amis hauen uns die Fresse ein und wir jubeln noch dazu… äh… lol?

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