Es weihnachtet mal wieder

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geschrieben von Steven Black:

Weihnachtszeit – alle Jahre wieder, da wird die angebliche Geburt von Jesus gefeiert, die vermutlich eher zu einem anderem Zeitpunkt erfolgte. Die katholische Amtskirche begann erst im Jahre 336, den 25. Dezember als den Tag der Geburt von Jesus Christus anzumelden. Es war Kaiser Aurelian, der nachweislich als erster, den 25. Dezember im Jahr 274, als reichsweiten Festtag für die sogenannte “Sol Invictus” festlegte – die unbesiegbare Sonne. Der römische Sonnenkult stand damals grade in höchster Blüte.

imageDie frühen Christen begannen Parallelen hierzu zu ziehen und betrachteten “Christus als die wahre Sonne”. Das schien naheliegend, weil Christus ja als “das Licht der Welt” und “Lichtbringer” angesehen wurde. Und schon hatte Jesus eine “Geburtsurkunde” – so einfach kann’s gehen. Unser sogenanntes Weihnachtsfest mit gegenseitigem Beschenk Brauch gründet auf Martin Luther, der 1536 diese Idee als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagierte, um so das Interesse der Kinder auf Christus, anstelle der Heiligenverehrung zu lenken.

Wie bekannt sein dürfte ist der Sonnenkult keine spezielle römische Erfindung. Sonnenverehrungen gibt es seit sehr langer Zeit, die bis ins alte Ägypten, Babylon und Sumer zurückreichen und sich quer über die Welt verbreiteten. Diese Christianisierung alter Bräuche setzt sich munter durch alle möglichen kirchlichen Feste fort. Während die Winter Sonnenwende von Jesus besetzt wurde, bekam den Platz der Sommer Sonnwende Johannes der Täufer (Johannisfeuer). Bei der Wintersonnenwende erreicht die Sonne die geringste Mittagshöhe über dem Horizont, während sie bei der Sommersonnenwende ihren mittäglichen Höchststand über dem Horizont erreicht.

Mythologische Hintergründe der Sommer Sonnwende: 

Laut Storl und anderen Kulturantropologen ist es ein spezielles Sonnenfest, wo der Sonnengott oder auch sein Stellvertreter, bei den Kelten z.B. der sogenannte „Eichenkönig“ Belenos oder Baldur, einen rituellen blutigen Tod erleidet. Vielfach Enthauptung oder auch Zerfleischung. Im ganzen vorderen Orient werden die dortigen Sonnenkönige unter diesen Umständen rituell ermordet. Beispiele sind Dionysos, Mithras, Tamuzi oder Dumuzi, Nimrod, Enkidu, usw. Einer der ältesten Namen von Tammuz oder Nimrod war, als er gemäß der Mysterien zurückkehrte, nachdem er erschlagen wurde, interessanterweise „OANNES“.

Klingt ja wirklich ähnlich wie „JOHANNES“. In alten Schriften wird Nimrod mit Bacchus und damit mit Dionysos gleichgesetzt. Oannes wird auch „Fischgott“ genannt und Bacchus wird eben auch „Ichtys, „der Fisch“ genannt. Alles interessante Zusammenhänge, wo das heutige Fest ja von der katholischen Kirche mit Johannes dem Täufer verbunden wird, dem Vorläufer Christi. Johannes taufte mit Wasser. Jesus wurde mit dem Fisch assoziiert, der Menschenfischer…

Und auch Johannes der Täufer, wurde ja letztendlich enthauptet, wie seine vielen mythologischen Vorgänger. Die Tochter des Herodes verlangt nach einem überaus erotisch-ekstatischen Tanz als Belohnung den Kopf des Johannes auf einem goldenen Tablett – beides Sonnensymbole.

Während bei der Tagundnachtgleiche jene beiden Tage im Jahr gemeint sind, an denen der helle Tag und die Nacht gleich lange dauern, bezeichnen die Sonnenwende Tage jene maximale Deklination, welche die Sonne jedes Jahr zweimal erreicht: einmal nördlich und einmal südlich des Himmelsäquators. Der sozusagen hellste und dunkelste Tag eines Jahres.

Das Osterfest geht auf die Frühlings Tagundnachtgleiche, auf das “Fest der Morgenröte” zurück und nicht auf die “Auferstehung von Jesus Christus”. Die Personifizierung “der Morgenröte” wird im althochdeutschen Ostara genannt. Die Phönizier nannten sie Astarte (Ashtoreth). Altindisch Usra, Altgriechisch Eos, römisch Aurora.  

Das Wort Ostern geht auf die indoeuropäische Sprachwurzel aus- zurück, welche „scheinen, glänzen, leuchten“ bedeutet. Daraus entwickelte sich das germanische *aust-, altengl. ēast , althochdeutsch ōstan, mit der Bedeutung „Osten“, die Richtung des Sonnenaufgangs, also dort, wo das Leuchten der Sonne beginnt, das Morgenlicht. Die Osterzeit ist folglich die ‚Morgenröte des Jahres‘. Das Licht, das zur Wintersonnenwende (der ‚Mitternacht des Jahres‘) geboren wird, wenn die Tage wieder länger werden, erfährt seine Auferstehung im Frühling, wenn am ‚Morgen des Jahres‘, die Natur zu neuem Leben erwacht.

Weihnachtsmann und Tannenbäume

imageDer Weihnachtsmann in rot und weiß geht übrigens, trotz hartnäckiger Gerüchte NICHT auf die Coca Cola Company zurück. Die Figur wurde bereits 1863, durch den Karikaturisten Thomas Nast, für das Wochenmagazin Harper’s Weekly so gezeichnet. Er porträtierte Santa Claus mollig, lustig, mit langem Rauschebart zusammen mit dem Rentierschlitten auf einem Dach und legte sein heutiges Erscheinungsbild fest. Die genannten Beschreibungen und Darstellungen wurden von dem aus Schweden stammenden Grafiker und Cartoonisten Haddon Sundblom aufgegriffen.

Diesem wurde 1931 von der Coca-Cola Company der Auftrag zugesprochen, für eine Werbekampagne der Firma, den Weihnachtsmann zu zeichnen. Wirklich schade, ich habe diese Idee auch mal geglaubt und weiter verbreitet. Offensichtlich kann man Coca Cola viel vorwerfen, aber die Erfindung des Weihnachtsmanns geht nicht auf deren Kappe.

Alljährlich ziehen die Menschen aus und kaufen Tannenbäume, um sie zu schmücken und ihre Geschenke an Weihnachten drunter zu legen. Alleine für den deutschen Markt sollen 29 Millionen Tannen jährlich für den Weihnachtsbetrieb gefällt werden. Man stelle sich vor – wir bezahlen Menschen, die in den Wald gehen und lebende Bäume umhauen. Wir schmücken sie und singen “Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter”, während dieser einst lebendige Baum vor unseren Augen dahinsiecht und den wir dann auf den Müll werfen. Ja, ich weiß, ist unangenehm, dass so zu betrachten. Ist ja nicht so, als hätte ich selber nie welche gekauft. image

Mal abgesehen davon, dass Tannenbäume keine Blätter, sondern Nadeln haben. Das ist ein, wie ich meinen würde, durchaus überdenkenswerter Brauch. Ein Baum aus Plastik täte es doch auch. Im alten Rom sammelte man nur Zweige von Nadelbäumen und flocht Kränze daraus, weil sie als Schutz – und Glückssymbole galten, welche Unheil abhalten sollten. Grundsätzlich galten Bäume damals als ein Symbol des Lebens. Aber speziell Nadelbäume wurden als etwas besonderes angesehen, denn auch wenn keine Pflanze mehr blüht, sind die Nadeln dieser Bäume immer noch grün.

Als sich das Christentum immer mehr ausbreitete, wurden Bäume immer mehr mit dem Baum des Lebens an sich in Verbindung gebracht. Bäume galten als ein Zeichen des ewigen Lebens. Und so kam es dann, etwa um 1400 herum zu der Sitte, ganze Bäume zu schlagen und sie in die gute Stube zu zerren. Noch etwas später kam es zum schmücken der Bäume, um dem ganzen einen feierlichen Ausdruck zu verleihen.

Alles in Allem, nichts neues unter der Sonne. Andere Namen, dieselben Feste. Na schön, und? Bedeutet das jetzt, Weihnachten sollte man abschaffen, oder nicht mehr feiern? Manche Leute favorisieren das und nennen Gründe dafür, die von der Ansicht ausgehen, dass Weihnachten ein reiner Konsumterror geworden ist und Jesus komplett vergessen würde, bis hin zu der Idee, man könnte dadurch mehr CO 2 sparen. Crazy people .. O_o

Meiner Auffassung nach, wäre eine Abschaffung von Weihnachten überhaupt nicht hilfreich. Und mal abgesehen davon, dass mich eh keiner fragt, würden die Leute es sich auch nicht wegnehmen lassen. Weihnachten ist doch inzwischen mehr ein kulturelles Ereignis als ein religiöses geworden. Man zelebriert ein geselliges Zusammensein mit der Familie und den Menschen, die einem nahe stehen. Tauscht Geschenke aus, singt vielleicht, man lacht. Was soll daran falsch sein? Ja, klar ist es extrem kommerzialisiert, no na net, wir leben in einer kommerzialisierten Gesellschaft. So what?

Soll ich jetzt Firmen dafür verurteilen, weil sie mir Angebote unterbreiten? Ich kann die doch ablehnen. Wir sind erwachsen und wir selbst haben die Wahl, ob wir uns kommerzialisieren lassen, oder ob wir untereinander ausmachen, nichts zu schenken, oder vielleicht nur Kleinigkeiten austauschen. Ich habe mit meinen Leuten schon seit Jahren ausgemacht, wir schenken uns gegenseitig nichts. Tja, das ist ne nette Idee, aber funktioniert bei uns jedenfalls nicht wirklich. Jedes Jahr versichern wir uns ernsthaft, keine Geschenke mitzubringen, wenn wir uns sehen. Und jedes Jahr besorgt sich jeder irgendwelche Kleinigkeiten, die dann den anderen doch Freude machen. ^^

Aber was ist mit Jesus, sein Andenken geht doch dabei total unter?

imageWas soll mit ihm sein? Sollte dem Mann nicht endlich Ruhe in seinem Grab vergönnt sein, nach 2000 Jahren falsch verstandener Frömmelei? Ich würde es vielmehr für sehr gesund halten, wenn wir aufhören würden, an Ostern oder Weihnachten ständig Jesus hochzuhalten und einfach ein Zusammensein mit Familie und Freunden zu genießen. Ja, Jesus war ein großer Mann und all das. Aber ich bin mir sicher, er wäre mehr als happy, wenn wir endlich aufhören würden, ihn auf einen Sockel zu stellen, ganz zu schweigen davon, einen gefolterten und gekreuzigten Mann als Idol anzubeten und wenn wir uns endlich von unseren Knien erheben würden. Da können wir gleich alle aufgestiegenen Meister, Engel und den/die/das Schöpfer dazu zählen. Denen würde das bestimmt auch gefallen.

Es ist nichts falsches an Engeln, aufgestiegenen Meistern, Jesus oder dem/die/das Schöpfer. Aber solange wir hergehen und von denen verlangen, hoffen, betteln und anflehen, sie sollen uns doch bitte, bitte, bitte, unser Joch abnehmen und am besten alles Böse ultimativ vernichten, solange sitzen wir auf unserem Arsch und denken uns klein. DAS ist die Quelle der Macht ÜBER andere, die Opferhaltung. Nicht nur die organisierte Religion, Politik und sogar Wirtschaft nützt das weidlich aus.

Wir selbst und unsere tiefsitzende, innere Wertlosigkeit und die daran angeschlossenen Gedankenmuster, machen uns auch zu Spielbällen von astralen Wesen, die mächtig darüber erfreut sind. Diese innere Wertlosigkeit gründet sich auf der Angst, dass wir vielleicht nicht wert wären, geliebt zu werden. Was logisch betrachtet natürlich Unsinn ist, aber es gibt tiefe, alte, frühkindliche Prägungen in uns und Erlebnisse, die zu dieser Angst führten.

Wie wäre es, wenn man aufhören würde über Jesus zu reden, oder ein Mordsbrimborium draus zu machen, was er angeblich alles gemacht hat und selber zu versuchen, diesen Weg zu gehen? Man muss sich ja nicht gleich an ein Kreuz nageln lassen, aber jeder kann lernen seine Lehre zu beherzigen, die vor allem lautete, Liebe dich selbst.

Denn vorher kann niemand “seinen Nächsten” lieben. Und da haben wir wohl alle noch einiges dran zu knabbern. Sich selbst wirklich zu lieben, vollumfänglich anzunehmen, mit all dem Scheixx den man vielleicht erlebte, gehört zu einer der schwierigsten Aufgaben, zu der man sich auf der Erde verpflichten kann. Ich rede nicht davon, sich das vorzustellen oder einzureden, das beginnt man ganz konkret zu spüren, in seinem Körper. Und dafür muss man sich bewusst auf sich selbst einlassen.

Arbeit und Disziplin

Das sind die zwei Wörter, die in der spirituellen – oder Bewusstseinsszene nur wenige Menschen  erreichen. Sobald diese auftauchen schalten viele Leute ihr Bewusstsein einfach weg und einige fühlen sich unangenehm berührt. Ich habe die letzten Jahre mit aktiver Transformationsarbeit zugebracht und habe daraus gelernt, dass niemand ohne Disziplin und ohne persönliche Arbeit weiterkommt. Wer sich Selbst und seinem Innersten wirklich näherkommen möchte, der muss persönliche Anstrengungen in diese Richtung unternehmen. Dadurch tritt man in eine Phase ein, die Beziehung, die man mit sich selbst hat, in eine neue und höhere Ebene zu tragen. Klar, das ist innere Arbeit, das kriegt keiner einfach so geschenkt.

imageWenn man das nicht macht, dann wird man ewig nur weiter darüber reden, sich in Wunschphantasien flüchten und es bleibt alles beim alten. Man tut als ob, aber darunter fühlt man sich hilflos, ohnmächtig und klein. Die Mehrheit der Menschen, die zu Gott, Jesus, den Engeln, oder sonst jemanden beten, befinden sich in einer Opferhaltung. Dort der große Papa, der alles richten soll und angeblich allmächtig ist, und der kleine, ach so arme Mensch. Aber wie gut, dass man darüber reden kann, dann braucht man nichts tun.

Der Dalai Lama hat das kürzlich ähnlich adressiert, anlässlich dem Paris Attentat:

Im Interview mit der Deutschen Welle äußerte sich der Dalai Lama zu den Terroranschlägen in Paris. Und äußerte die Überzeugung, dass wir nicht Gott um Hilfe bitten sollten, sondern selbst für Frieden sorgen müssten – im Kleinen, in der Familie, im Alltag.

“Wenn wir Gewaltlosigkeit und Harmonie stärker betonen, können wir einen neuen Beginn einläuten. Ohne echte Anstrengungen, Frieden zu erlangen, werden wir weiterhin eine Wiederaufführung des Chaos‘ sehen, das die Menschheit im 20. Jahrhundert erlebt hat. […]

Wir können das Problem nicht nur mit Gebeten lösen. Ich bin Buddhist und ich glaube an Gebete. Aber Menschen haben das Problem gemacht und jetzt bitten wir Gott, es zu lösen. Das ist unlogisch. Gott würde sagen, löst es selbst, denn ihr habt es geschaffen.”

Wir selbst sind für unsere Probleme verantwortlich

Das ist eine Nachricht, die verständlicherweise kaum jemanden schmeckt. Und sie gilt für das persönliche, wie globale Spielfeld. Das ist schwierig zu akzeptieren. Die Mehrheit der Menschen ist daran gewöhnt, die Schuld gerne bei anderen zu suchen und nicht bei sich selbst. Aber solange wir das nicht akzeptieren können, können wir auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen. Doch erst dann, kann man sich von den alten Mustern oder Überzeugungen lösen und neue Strukturen kreieren. image

Akzeptanz für das, was in uns ist, was um uns ist und sogar dafür, was wir (noch) nicht ändern können, ist ein wichtiger Schlüssel zur Selbstermächtigung. Dann können wir die nächsten Schritte machen. Wenn wir’s nicht akzeptieren, verharren wir in Jammerei, in kleingeistiger Haltung und beklagen die Schwere des Lebens. Aber wir schaffen es nicht, uns davon zu lösen. Wenn wir nicht jede gottverdammte Schwäche (oder was wir dafür halten) in uns selbst akzeptieren, können wir uns nicht wohlfühlen.

Politische Probleme müssen durch politische Prozesse angegangen werden. Wirtschaftliche Probleme adressieren die Industrie und Produktionswirtschaft. Dort sind sie entstanden, nur dort sind sie zu lösen. Das bedeutet nicht, dass du persönlich dafür nichts tun kannst.

Wir alle sind in politische Prozesse miteingebunden, wer beispielsweise nicht mehr wählen geht, weil geglaubt wird, wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten, der bedient wissentlich, oder unwissentlich, Kräfte, die an einem schwachen Staat mit wenig Rückhalt in der Bevölkerung interessiert sind, und stärkt damit die Hintergrundmächte. Diese Idee – wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten – ist ein Etikett, eine Schublade, ein reiner Mythos. Es entspricht nicht den Tatsachen, außer, man glaubt es. Und das unterstützt eine Opferhaltung, wo du denkst, du kannst eh nix ändern.

image.pngWir alle sind auch Konsumenten, wir geben wirtschaftlichen Kräften Einfluss und Macht, über die Dinge, die wir kaufen und konsumieren. Solange die Menschen jeden Ramsch kaufen, warum sollten diese Leute sich auch ändern? Da sind wir alle mitschuldig, ich selbst inklusive.

Gott, Jesus, die Engel, aufgestiegene Meister, whatsoever – keiner von denen wird unsere Probleme lösen. Das ist nicht deren, sondern unsere persönliche Aufgabe. Wir kriegen Unterstützung von diesen Ebenen, wenn wir es wünschen, aber bewegen müssen wir uns schon selbst. Wenn ich mich selbst verändern will, aber es ablehne, meinen Anteil daran zu sehen, dann kann ich nichts daran ändern.

Ich kann nur ändern, was auch zu mir gehört. Wenn ich aber anerkenne und akzeptiere, okay, das ist in mir, jenes und dieses Problem schleppe ich auch noch mit mir herum, all das gehört zu MIR, dann bin ich soweit, die Verantwortung darüber in meine Hände zurückzunehmen und kann aufhören mit dem beschuldigen von anderen Menschen, oder diversen Umständen.

Das ist ein Unterschied, ob ich mir ständig selber vorjammere, oje, ich habe so viele Probleme, ich bin ja so traumatisiert, ich bin ja so wertlos, oder ob ich das anerkenne und von dort aus dann Schritte übernehme, um dies zu ändern. Das eine demonstriert Opferhaltung und Ziellosigkeit, dass andere impliziert Kraft und Verantwortungsbereitschaft. Das eine lässt mich wie ein Fähnlein im Wind flattern, dass andere gibt mir die Energie, wieder in meine eigene Spur zurückzufinden und in Richtung meines persönlichen Nordens zu gehen. Doch zuerst muss ich mich so anzunehmen, wie ich nun einmal bin. Mit meinen Schwächen und Problemen, mit dem ganzen Rattenschwanz an Erfahrungen und Erlebnissen.

Niemand kann die Vergangenheit ändern, sie ist passiert, scheixx drauf! Aber ich kann die Gegenwart verändern und muss die Vergangenheit nicht ewig mit mir rumschleppen. Deswegen macht man Transformations – bzw. Integrationsarbeit.

Das bedeutet zwar nicht, dass die persönlichen Probleme keine Herausforderung sind, aber man kann dann beginnen, aktiv etwas dagegen zu tun. Wirkliche und tiefgreifende Bewusstseinsveränderungen sind nie einfach und man bekommt sie auch nicht geschenkt, man muss sie sich verdienen. Alles andere ist eine Illusion. Nein, ich mag das auch nicht besonders, ich musste so einige Ideen über Bewusstseinsveränderung und wie sie geschieht, auf den Müll werfen. Immer wieder erlebt man dabei Sterbeprozesse, wenn altes und unausgegorenes sich ablöst. Das ist Hardcore Arbeit und fühlt sich echt nicht so flauschig an.

Weihnachtszeit und Neujahr

Nun sind wir also in den letzten Tagen zum neuen Jahr. Grundsätzlich eine Zeit, in der man sich Gedanken darüber machen kann, ob man im neuen Jahr, weiter wie bisher machen will, oder ob man sich vornimmt, einiges zu ändern. Wie sieht das bei dir aus? Oder nerven dich diese Neujahrs Vorsätze, weil du sie bisher spätestens an Dreikönig wieder zum Fenster rausgeworfen hast? Am Anfang steht die Absicht und eine Vision, immer. Ein Wunsch, oder eine Vorstellung, wohin man sich entwickeln möchte. Nur keinen Stress aufkommen lassen, man könnte es ganz einfach beginnen. Etwa, indem man sich gegenüber Dankbarkeit öffnet. Ein Dankbarkeitstagebuch ist beispielsweise ne prima Idee.

Wofür können wir dankbar sein? Im Grunde genommen für fast alles. Jeder von uns besitzt unendlich viel Materielles und Immaterielles, über das er sich freuen könnte – wenn er so vieles nicht für selbstverständlich hielte, wie z.B. die Luft, die wir atmen, die Sonne, die unseren Planeten wärmt, ein Dach über dem Kopf, das Wunder am Leben zu sein. Dankbarkeit ist letztendlich eine anerkennende Aufmerksamkeit, die wir auf einen bestimmten Aspekt der Realität lenken und somit seine Existenz wohlwollend bestätigen.

Ein Grundprinzip im Leben lautet: das, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, wächst! Wir haben es also in unserer Hand. Wir können unsere Aufmerksamkeit auf die Schattenseiten des Lebens richten oder wir können unseren Blick für das Gute schulen, das wir tagtäglich ohnehin erleben. Wer dankt, erlebt die Welt anders, sieht sie mit ganz anderen Augen und erschafft dadurch ganz nebenbei auch noch eine andere Realität.

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.” (Sir Francis von Verulam Bacon)

Man kann auch für alle schwierigen und herausfordernden Erfahrungen dankbar sein. Immerhin haben sie einen soweit gebracht, wo man jetzt ist. Es sind die Schwierigkeiten, die ich bewältigt habe, an denen ich gewachsen bin. Für alles im Leben gibt es mindestens zwei Perspektiven, wie man auf die Dinge schauen kann. Auf eine Weise, die mich schwächt, oder eine Art, die mich stärkt. Dankbarkeit gehört da definitiv zu letzterem.

2016 wird vermutlich auch ein anspruchsvolles Jahr werden, wie 2015 eines gewesen ist. Wir sind mittendrin in der Neuordnung der Dinge, wodurch alles mögliche herumgeschmissen wird. Wir alle werden immer mehr dazu gezwungen, uns zu dem zu bekennen, was in uns ist. Und werden dazu angetrieben, wir selbst zu sein und zu uns zu stehen. Wie gehabt, wird es chaotische, politische und wirtschaftliche, aber auch anstrengende, persönliche Situationen geben.

imageUnsere Gedanken, Emotionen und Gefühle werden einige Gelegenheiten bekommen, um Amok zu laufen und Achterbahnfahrten zu erleben. Um das anzunehmen, braucht man keine Rakete von Hellseher zu sein, ein Blick auf die alltäglichen Realitäten genügt dafür. Da sind noch ne Menge Dinge auszusortieren. Unser inneres Kind wird vielleicht Angst bekommen, deswegen ist es vielleicht das wichtigste im kommenden Jahr, uns gut um das Kind in uns zu kümmern.  

Das ist deswegen wichtig, weil eine gute Verbindung zu unserem inneren Kind, die Lebendigkeit in uns stärkt. Und weil dort die Quelle unserer Verletzlichkeit liegt. Aber auch das spontane, sensible, leichte und spielerische in uns, auch unsere Begeisterungsfähigkeit und Neugier sind damit verbunden. Wenn der Erwachsene in uns und das innere Kind in Kontakt sind, dann be-eltern wir uns selbst und fühlen nicht mehr so stark den Drang nach Bestätigung und Anerkennung von außen und können besser mit unserer Verletzlichkeit umgehen.

Natürlich möchte niemand verletzlich erscheinen, das ist ja so uncool. Wir versuchen das zu vermeiden, da geht’s mir nicht anders wie allen anderen. Wir fragen ungerne um Hilfe, wir tun so, als ob uns die Dinge nichts ausmachen – und dadurch verhärten wir und frieren immer mehr ein. Doch Tatsache ist, wir sind verletzlich – immer wieder, weil wir in einer Welt voller Verletzlichkeiten leben. Nur wenige Leute scheinen auf die Idee zu kommen, dass in der Verletzlichkeit auch große Kraft liegt, weil es uns mit anderen Menschen verbinden und unsere Herzen öffnen kann.

Die Sozialwissenschaftlerin Brené Brown ist so jemand. Ihre Ergebnissen aus 10 Jahren Forschung zu den Themen Scham und Verletzlichkeit haben erstaunliches hierzu zu Tage gefördert. Sie erforschte zwischenmenschliche Verbindungen – unsere Fähigkeit für Empathie, Zugehörigkeit, Liebe. In einem früheren Beitrag habe ich ihre Arbeit bereits vorgestellt. Ich denke, die guten Dinge sind wiederholenswert, grade an dieser Stelle und vielleicht guckst du dir ihr Video nochmal an, dass ich am Ende des Artikels einbinden werde, auch, wenn du es vielleicht schon kennst.

Liebe Leserin, lieber Leser – damit soll es nun genug sein. Ich wünsche euch allen ein fröhliches, leichtes Weihnachten. Ein erholsames, freundliches Zusammensein mit euren Familien und Freunden.

Until next time same station ..

 

Quellennachweise:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten

http://www.jahreskreis.info/files/sommersonnenwende.html

http://matriarchat.info/uebergaenge/ostern-fest-der-morgenroete.html

http://www.lohas-pr.de/denkfabrik/182-das-fest-der-liebe-so-leider-noch-kein-fest-fuer-die-zukunft

http://www.markenlexikon.com/coca-cola-weihnachtsmann.html

http://www.dw.com/de/dalai-lama-nach-den-attentaten-nicht-auf-hilfe-von-gott-oder-den-regierungen-warten/a-18853649

http://www.sueddeutsche.de/leben/weihnachtsmann-coca-cola-ach-was-1.281759

https://catherineburggraf.wordpress.com/2015/01/12/dankbarkeit/comment-page-1/

http://www.aphorismen.de/zitat/108653

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@Steven Black

Alle Artikel auf meiner Website dürfen bei Nennung des Autors und Linksetzung der Website, gerne und jederzeit kopiert und weiterverteilt werden. Ausgenommen davon sind Gewerbliche Interessen, wie etwa einen dieser Artikel in diversen Medienpublikationen zu veröffentlichen, dies bedarf der Genehmigung des Autors.

14 Kommentare

  • Pingback: Es weihnachtet mal wieder | BEWUSSTscout - Wege zu Deinem neuen BEWUSSTsein

  • Sehr schön geschrieben, lieber Steven, volle Zustimmung!

    All dieser Weihnachtsbrimborium , – und dass sich kaum jemand dem entziehen kann, zeugt davon, dass das Ganze ein ungeheures Gedankenkonstrukt geworden ist, voll verankert im kollektiven Bewusstsein. Und da sieht man wieder, wie mächtig solche kollektiven Bewusstseinsströmungen sein können und ich muss an den „hundertsten Affen“ oder die „kritische Masse“ denken…
    Das gibt Hoffnung für eine bewusstere Zukunft.

    Zitat: „… Niemand kann die Vergangenheit ändern, sie ist passiert, scheixx drauf! Aber ich kann die Gegenwart verändern und muss die Vergangenheit nicht ewig mit mir rumschleppen. „….

    Ein wunderbarer Satz, genau das denke ich auch. Nur in der Gegenwart kann man handeln und wenn der Schmerz der Vergangenheit im Jetzt hochkommt, – was unweigerlich geschieht, solange noch keine Transformation stattgefunden hat – , darf man ihn nicht unterdrücken oder wegschieben, sondern muss voll in ihn hineingehen. Und das tut weh. Die Wunde muss geöffnet werden, dann kann sie verheilen. Wenn man die Zustände vermeidet, in denen man Schmerz empfindet, werden sie bleiben und man wird immer wieder neu darauf stoßen. Bewusstsein ist einfach alles, – und das kann nur in der Gegenwart entstehen.

    Ein „Dankbarkeitstagebuch“ ist eine tolle Idee!
    Ich schreibe gleich mal hinein: „Danke für diesen Blog“ !

    Dir, Steven und allen anderen wünsche auch ich ein wunderschönes Fest voller Freude und Harmonie .

    Alles Liebe von A n g e l a

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    • „und wenn der Schmerz der Vergangenheit im Jetzt hochkommt, .. .. darf man ihn nicht unterdrücken oder wegschieben, sondern muss voll in ihn hineingehen.“

      Liebe Angela!
      Ist es das, was Du gemacht hast? Irgendwann, vor langer Zeit .. .. denn was ich zumeist von Dir lese, läuft darauf hinaus, dass Du es Dir mit einer Tolle-CD gemütlich machst und Dich entspannst.
      Ich habe es jedenfalls so gehört bzw. gelesen, dass man von altem Schmerz nicht überschwemmt werden darf, weil es dann zu Retraumatisierung kommt bzw. kommen kann.

      Liebe Grüße
      Veron
      P.S.
      „Und das tut weh.“
      Irgendwie erinnert mich das an den Psychotherapeuten, den ich zwei Jahre lang dafür bezahlte, dass wir um das vermutete Trauma herumredeten und ich schließlich geradezu Panik vor der Aufdeckung hatte.

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      • Liebe Veron!

        Zitat: „…denn was ich zumeist von Dir lese, läuft darauf hinaus, dass Du es Dir mit einer Tolle-CD gemütlich machst und Dich entspannst“…

        Haha … darüber musste ich wirklich herzlich lachen…. 😀 Vielleicht hast Du nur das gelesen , was Du lesen WOLLTEST….

        Zitat: „…Ich habe es jedenfalls so gehört bzw. gelesen, dass man von altem Schmerz nicht überschwemmt werden darf, weil es dann zu Retraumatisierung kommt bzw. kommen kann…“

        Der „alte Schmerz“ ist ja durch einen „neuen Schmerz“, einen neuen Anlass,- wieder ERWECKT worden und meiner Ansicht nach genügt es, diesem neuen Schmerz, der sich in der Jetzt-Situation zeigt, mal auf den Grund zu gehen, ihn von allen Seiten zu beleuchten, auch die Ego-Anteile zu erkennen, einfach Bewusstsein hineinzubringen.

        Wie willst Du ihn denn sonst auflösen? Ich fand meine Methode : „Verantwortung übernehmen, Werturteile ausgleichen und Gefühl fühlen… “ immer sehr erfolgreich.

        Merkst Du, wir kommen wieder auf das gleiche Thema zurück ….

        Ich wünsche Dir auch ganz persönlich ein schönes, harmonisches Weihnachtsfest ohne alten oder neuen Schmerz , stattdessen mit innerer Freude und der Wahrnehmung der wundervollen Möglichkeiten und Zustände, die überall präsent sind.

        Alles Liebe von Angela

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        • „diesem neuen Schmerz, der sich in der Jetzt-Situation zeigt, mal auf den Grund zu gehen, ihn von allen Seiten zu beleuchten, auch die Ego-Anteile zu erkennen, einfach Bewusstsein hineinzubringen.“

          Ja, liebe Angela, das klingt wunderbar .. .. nur ich glaube, das funktioniert nur in leichten „Fällen“, wo man noch so nebenbei, während man die Situation meistert, auch noch all das durchführen kann, das Beleuchten u.s.w.

          Nun ja, Du schreibst ja auch selbst öfters, dass Du eine schöne Kindheit hattest, Dir Trauma eigentlich fremd ist .. ..
          .. .. und so plädiere ich neben dem Präsenz-Prozess und eventueller energetischer Hilfe für Aufstellungsarbeit, die auch aufzeigt, worauf man selbst nicht kommt.

          Ja, natürlich kommen wir immer wieder auf das Gleiche zurück, kann ja auch gar nicht anders sein .. .. ich bin wohl so was wie ein „Gegengewicht“, auch mit Gedanken an andere, die da so mitlesen .. ..

          Wünsche Dir auch schöne Feiertage, und ich lege nichts fest, wie und was sein soll,
          liebe Grüße
          Veron

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    • Montag, 4. Januar 2016

      Die Nullzone (das Jahr Null) und das Weihnachtsfest des Papstes – „Jubiläum der Barmherzigkeit“

      Wir kommen von einer langen Reise, die für unser Sonnensystem immer umgerechnet etwa 26.000 Jahre dauert. Da man die Erdenbewohner im letzten Zyklus aus ganz bestimmten Gründen darüber im Dunklen gelassen hat, konnte man die Zählung soweit verändern, dass sie heute glauben, es käme nun das Jahr 2016. Aus einer bestimmten Sichtweise heraus kommt es auch… doch in Wahrheit hat gerade das Jahr Null begonnen. Es geht dabei nicht um ein ganz bestimmtes Jahr, sondern um den Zeitraum des Überganges vom alten Zyklus in einen ganz neuen… Und der wird auch ein ganz besonderer werden, denn die Erde bewegt sich damit in eine völlig neue Qualitätszone hinein und zwar deswegen, weil sie gerade eine lange Entwicklung abschliesst. Sie erreicht damit einen neuen Reifegrad.

      Die vergangenen drei Jahre waren geprägt von diesem Stillstand, der Nullzone – die notwendig waren, um uns aus der alten Geschwindigkeit heraus zu holen. Das war mitunter auch immer wieder recht unangenehm… weil wir gewohnt sind, vorwärts zu preschen und immer mehr und besseres zu erreichen – entsprechend unserer Gehirnprogrammierung während des vergangenen 26.000 Jahr Zyklus. Der zentrale Teil dieser Programmierung war die Angst – nämlich die Angst davor, auch nur irgendwie abzuweichen vom Vorgegebenen, auch nur irgendwie selber zu denken und zu fühlen… denn dann hätte das neue Erdenprogramm einer Einheitsdiktatur nicht mehr funktioniert.
      Da diese Programmierung immer vorwärtsgerichtet und an irgend etwas in der Zukunft geheftet war, sind wir beim Stillstand, der den alten Zyklus beendet hat, ziemlich herausgeschleudert worden. Hätten wir die Stille bereits in uns gehabt, wären wir synchron mit der Erde stehen geblieben.Wie dressierte Affen aber sind wir weiter gelaufen und wollten weitermachen, aus Panik zum Teil vor der plötzlichen Orientierungs- und Ziellosigkeit. Immer und immer wieder wurden wir deshalb an unsere jeweils zentralen Probleme herangeführt, welche die alte Programmierung weiterhin aufrecht erhalten wollten. Und es hat viele zur Weissglut gebracht, wenn sie sich ständig denselben Herausforderungen gegenüber sahen.Das alte Herrschaftssystem auf unserem Planeten will dieses Rad auch unbedingt weiter am Laufen halten, denn nur so kann es sein Endziel erreichen. Und was es geplant hat, dürfte uns in den letzten Wochen und Monaten wohl mehr als deutlich geworden sein.

      Es geht dabei vor allem um Kriege, solche von denen wir sehen und hören und solche, die uns verheimlicht werden. Und es sind immer Kriege gegen die Menschheit generell. Die Schwerpunkte verschieben sich und am tiefsten gehen sie dort, wo die Menschen glauben, im Frieden zu leben und deshalb weiter schlafen.
      Mit Strömen von Flüchtlingen versucht man nun die letzten Kulturen zu zerstören, die noch ein wenig Eigenständigkeit bewahrt haben. Und man weiss auch ganz genau, dass es sich dabei nicht nur um irdische Kulturen und Völker handelt, sondern vor allem um Sternenvölker mit einer ganz bestimmten Herkunft und Aufgabe. Weicht man sie von innen her auf, verlieren sie ihre Wurzeln und ihre Richtung. Ihren Seelenauftrag aber werden sie nie vergessen, selbst wenn er für lange Zeit schlummern sollte. Und das ist das, was die künstlichen Machthaber am meisten fürchten. Dass man nun sozusagen nach dem „Endsieg“ greift, ist in den letzten Wochen auf allen Ebenen sichtbar geworden:
      * So haben sowohl der Papst als auch die Queen von sich gegeben, dass wir noch einmal gut Weihnachten feiern sollten, denn im nächsten Jahr würde es das nicht mehr geben. Freilich wurden diese Aussagen nur am Rande erwähnt… und freilich haben sie vergessen zu sagen, dass es mitunter bereits ein „Weihnachten“ ohne sie werden wird. Das aber wird die Menschheit dann bestimmt in das grösste Fest seit Äonen verwandeln… und sie wird die natürlichen Feste der Erde ohne „deren Gnade“ dann plötzlich ganz anders gestalten.
      * Nach dem Geschehen in Paris war der Papst im Vatikan einer der ersten, der vom dritten Weltkrieg gesprochen hatte, welcher nun entbrannt sei… und es war klar und deutlich, wie er gemeinsam mit seinen Elite-Freunden den dunklen Plan im Hintergrund gezielt und mit schnellen Schritten dem Finale entgegen zu steuern begann…
      * Genau während der Konferenz zur Etablierung der neuen Klimareligion in Paris (30.11.-13.12. – sie wurde auch noch verlängert) öffnete er dann am 8.Dezember (der in unseren Breiten ein Marien-Feiertag ist) die „heilige Pforte“ zum „heiligen Jahr“ unter dem Titel “ „Jubiläum der Barmherzigkeit[1] … und dieses Mal ganz gezielt im Vatikan (es gibt auch noch andere solcher Pforten in Rom, die für ein heiliges Jahr geöffnet werden können).
      Ich habe mir die Mühe gemacht, mir diese Eröffnungsfeier in den vergangenen Tagen näher anzuschauen, und sie hat – neben den ganz gezielt inszenierten (und rein männer-dominierten) Freimaurer- und Illuminatenritualen in einem ganz genau dafür aufbereiteten Ritualplatz – vor allem eins gezeigt: dass diese Macht nun gewaltig am Wanken ist. Beide Päpste (der eine ist trotz seines Rücktrittes noch immer hoch-aktiv an allem beteiligt) mussten gestützt werden und ihre Gesichter konnten den dunklen Schatten nicht mehr verbergen, den sie in sich tragen… weil sie einem anderen Auftraggeber gehorchen, als jenen, von dem sie ihren Schäfchen tagaus und tagein erzählen.
      Das Ritual der Toröffnung selber war so ernüchternd, wie eben alle diese Rituale sind. Hinter dem Tor nämlich war es finster und die Logenbrüder, die dort standen, taten eben, was sie zu tun hatten. Man erwartete dann eher auch die Hölle zu sehen, denn irgend etwas Befreiendes und Erfreuliches. Freilich musste es so auch sein, damit die Gläubigen nun durch die Barmherzigkeit der Kirche die Vergebung ihrer Sünden erfahren können.
      Das Sünderspiel wird damit munter weiter getrieben und es umfasst sowieso längst alle Gesellschaftsschichten, egal ob jemand Mitglied einer Religion oder einer Kirche ist: da gibt es Verkehrssünder, Umweltsünder, Steuersünder, … Die Bestrafungsstrategien unterscheiden sich dabei nur wenig. Je mehr wir uns in der Diktatur dieser Macht nun wieder finden, desto intensiver und unbarmherziger werden sie auch. Um abzulenken braucht man dann freilich ein solches Barmherzigkeitsjahr.
      Diese Weihnachten boten dann auch die perfekte Voraussetzung, um dem Spiel einen besonderen magisch-rituellen Nachdruck zu verleihen – denn diese Mächte nutzen solche Vollmonde immer für die nächste Stufe zur Umsetzung ihrer Pläne, wobei wir uns die genaueren Details davon ersparen können. Sie werden mit ihrem Abgang in die Bedeutungslosigkeit versinken.
      In der zu diesem Vollmond stattfindenden Papstmette geisselte er, so wird berichtet, die Konsumgesellschaft. Von der nämlich hat jeder nun mehr als genug und damit wird einer der Schachzüge dieser Mächtigen nun durch etwas anderes ersetzt werden müssen. Krieg, Einschränkung und Entbehrung stehen bereits vor der Tür – oder vielleicht auch hinter diesem ominösen Tor, das da gerade geöffnet wurde, so wie man es eben gerade braucht.
      Man hat dann noch ein Schäuflein nachgelegt, indem man kurz nach den Weihnachtsfeiertagen den Terror für Silvester ausgerufen hat – dieses Mal wieder ganz zentral von Österreich aus. Österreich habe Hinweise, also bewaffnet man nun überall auf der ganzen Welt die Polizei bis an die Zähne und zeigt so, wie bedrohlich die Lage ist… während man gleichzeitig die Erdatmosphäre mit Energien auflädt, die für viele nur schwer zu bewältigen sind und man so auch das Wetter auf unheimliche Weise weiter-manipuliert.
      Momentan hält all das die Gläubigen (und das sind alle, die nicht wirklich wissen, wer sie sind und woher sie kommen) auf Trab. Es hält sie besetzt und besessen, d.h. es besitzt sie im wahrsten Sinne des Wortes und es umfasst ihre ganze Existenz. Es ist für sie wie eine Droge, die sie sich unter Einsatz all ihrer Kräfte und Ressourcen immer wieder sicher-stellen. Dieses „Tor zur Hölle“ aber, so vernahm ich später, ist nun zum letzten Mal aufgegangen. Der endgültige Abgesang der atlantischen Elite ist unüberhörbar geworden.Denn jetzt, nach drei Jahren des zum Stillstand gekommenen alten Zyklus von 26.000 Jahren, ist der Rohschnitt gemacht… und wir können langsam wahrnehmen, worauf es ankommen wird. Das Erwachen von vielen Menschen und ihr Wissen um ihre wahre Kraft bringt das Alte nun zunehmend ins Wanken, denn es lebt rein von Verschleierung, von Verdrehung und von Verboten – alles, um ständige Angst und Chaos zu erzeugen.
      Im kommenden Jahr (dieser Zeitzählung) wird neue Bewegung in das Ganze kommen… und wir werden sehen, wie sich die Schleier immer mehr lichten. Noch immer kann es schmerzhaft sein zu entdecken, wiesehr wir uns in die Falle locken liessen. Aber wir dürfen nachsichtig mit uns selber sein, denn die Bedingungen waren an Herausforderungen kaum mehr zu überbieten… und unsere Seelen haben immer schon gewusst, worauf sie sich da einlassen.Diese Tage, von der Wintersonnenwende bis hinein in den Jänner, sind deshalb nun sehr wichtig, weil sie uns den Zugang in die neue Qualität des Lebens offenhalten und uns damit berühren lassen, was für uns von grosser Bedeutung werden wird: das Einssein mit uns selber und damit mit allem, was ist. Wer da angekommen ist, IST bereits auf der neuen Ebene angekommen. Wer angekommen ist, braucht keine Droge mehr… denn er hat die Quelle in sich selbst zur Verfügung, die ewig überfliesst. Damit aber öffnet sich die wahre „heilige Pforte“ in uns, in der das Feuer brennt, welches uns zum Schöpfer unserer Wirklichkeit macht.
      Es gab vor etwa 2.000 Jahren eine weltweite Bewegung, die die Menschheit daran zu erinnern versuchte, dass ihre Zellen in Wahrheit wie Kristalle sind, in denen das Licht gesammelt ist, um es auszustrahlen. Es war eine wichtige Erinnerung, bevor die Erde dann in die dunkelste Dichte schlitterte, die sie je erlebt hatte… und statt kristallines Leuchten gab es dann kohlenstoff-schwere Finsternis. Auch das aber waren für uns wertvolle Erfahrungen… und je dunkler die Dinge werden, desto heller wird danach das Licht strahlen.
      Diese kristalline oder Christos-Bewegung aber wurde – nachdem gewisse Mächte erkannten, was sie da zu verbreiten versuchte – auf verschiedenen Ebenen „in Geiselhaft“ genommen und sie wurde mit einem genialen Schachzug in eine Religion verwandelt, in der sie sich nicht wieder erkennen sollte. Damit war sie gebändigt, und die Schöpferkraft der Menschen war so über lange Zeit in dunkle und tot-bringende Rituale hineingezwungen worden.Diese Christos-Bewegung aber war eine Herzensbewegung und sie sollte uns auf jene Qualtiäten einstimmen, welche jetzt notwendig sind, damit wir gemeinsam mit unserem Planeten und dem Sonnensystem in die neue Ebene aufsteigen…In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen guten Neubeginn in dieser Null-Jahr-Zone!
      [1] dabei stellt sich wohl die Frage, wozu die Barmherzigkeit (was auch immer man darunter verstehen mag) wohl ein Jubiläum braucht? Es kommt aus einer ganz bestimmten hebräischen Tradition… das alle 49 Jahre gefeiert wird (7 x 7 Jahre) – und 7 ist die Zahl, welche von den Illuminaten immer für ihre Zwecke gebraucht worden ist… Es ist also alles ganz genau geplant!
      http://martynachrichten.blogspot.de/2016/01/die-nullzone-das-jahr-null.html#more

      lg

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  • Vielen Dank, lieber Steven, für wieder mal ein paar neue Informationen!

    Schon seit Jahren denke ich mir zur Wintersonnwende „wie schön, jetzt werden die Tage wieder länger“ .. .. und heuer habe ich mal nachgeschaut:
    20.12. – 7:39 – 16:04 (in Wien)
    22.12. – 7:40 – 16:05
    24.12. – 7:41 – 16:06
    25.12. – 7:42 – 16:07
    27.12. – 7:42 – 16:08
    28.12. – 7:42 – 16:09
    29.12. – 7:43 – 16:10
    30.12. – 7:43 – 16:10
    31.12. – 7:43 – 16:11
    01.01. – 7:43 – 16:12 – da geht es dann erst so richtig deutlich los .. ..
    und somit wünsche ich allen ein gutes Jahr 2016!

    Veron
    die nicht bis zum Jahreswechsel wartet, um sich da etwas vorzunehmen😉

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  • Hallo ihr Lieben

    auch ich wünsche euch eine friedvolle, reichhaltige und freudige Zeit im Kreis euer Lieben.
    Auf das die Energie des Wohklangs heilend die Welt umreicht und wunderbringend GEist erlebt.

    Stefan, danke dir für all deine Arbeit, die uns immer wieder inspiriert, abstrahiert, subtrahiert, dividiert,
    addiert und so beweglich hält.

    :)Möge die Kraft mit euch sein.

    ****** merry christmas******

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  • DU ME IN ME DE;
    est ..

    Worte sind ausgesprochene Gedanken,
    So danke ich DIR, STEVEN BLACK a In Karn`e
    In ha am Dia LULLA 😉
    der Gewissheit, , dass Ich der Gedanke bin…

    Freilich können meine Gedanken, ceine Sein … statisch wieder gegeben werden in
    PRO ZEN TH A U al EN, wieder einer Geweissenheit… … … ..

    SA UD I A RA B ICH

    apis

    „Es sind da viele Wohnungen im Hause des Alleinen“

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  • Lieber Steven,
    vielen Dank für deine Ausführungen, die ich immer wieder gerne lese.
    Das der Brauch, sich am Heilig Abend etwas zu schenken, auf Luther zurückgeht, wusste ich beispielsweise nicht. Dem übertriebenen Geschenkewahn muss man sich jedoch nicht aussetzen…
    Bei uns sind Weihnachten und Geburtstage in erster Linie ein willkommener Anlass um sich mal wieder zu treffen.

    „Gott, Jesus, die Engel, aufgestiegene Meister, whatsoever – keiner von denen wird unsere Probleme lösen.“

    Ja, und wir selbst werden es nur können, wenn wir uns der energetischen und Bewusstseinshintergründe gewahr werden. Du schreibst:

    „Ich kann nur ändern, was auch zu mir gehört. Wenn ich aber anerkenne und akzeptiere, okay, das ist in mir, jenes und dieses Problem schleppe ich auch noch mit mir herum, all das gehört zu MIR, dann bin ich soweit, die Verantwortung darüber in meine Hände zurückzunehmen und kann aufhören mit dem beschuldigen von anderen Menschen, oder diversen Umständen.“

    Und jetzt beginnt die eigentliche und ganz konkrete Arbeit…😦 😉

    Allen ein schönes Weihnachtsfest und eine erholsame und friedvolle Zeit.
    Liebe Grüße

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  • Dieser Artikel von David Rotter in Sein.de passst- wie ich finde, zur eigentlichen Idee von WEIHNACHTEN und beleuchtet die Möglichkeiten unserer Wahrnehmung und unseres Handelns im Neuen Jahr.

    Eine spirituelle Antwort auf den Terror finden

    Der Terror als Spiegel: Angst und Hass oder Liebe und Vergebung? Gewaltlosigkeit als Lösung oder Angriff als Verteidigung? Was ist wahr?

    Mehr Krieg?
    Die Anschläge von Paris sind nun fast eine Woche her. Die Medien-Maschine hat die Angst über Paris ausgerollt, die Politik nutzt sie für einen weiteren Schritt in Richtung Polizeistaat. Die Kriegsmächte auf allen Seiten ergehen sich in Rache und die Antwort auf Paris lautet weltweit vor allem: mehr Krieg!

    Es ist schwer, eine eigene Antwort auf die aktuellen Ereignisse zu finden, sie zu durchdringen und wirklich zu fragen: Was ist hier meine höchste Wahrheit?

    Meinen Hass bekommt ihr nicht
    Nicht alle antworten mit Gewalt. Ausgerechnet der Mann eines der Opfer von Paris zeigte, dass es auch andere Optionen gibt. Der Journalist Antoine Leiris verlor durch die Attentate in Paris seine Frau, die Mutter seines nur 17 Monate alten Sohnes. In einem offenen Brief wandte er sich an die Mörder seiner Frau:

    „Am Freitagabend habt Ihr mir das Leben eines außergewöhnlichen Menschen geraubt, die Liebe meines Lebens, die Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass, den bekommt Ihr nicht. Ich weiß nicht, wer Ihr seid, und ich will es auch gar nicht wissen, denn Ihr seid tote Seelen. Wenn dieser Gott, für den Ihr so blind mordet, Euch nach seinem Ebenbild erschaffen hat, dann hat jede Kugel im Leib meiner Frau auch sein Herz verletzt.

    Deshalb nein, ich werde Euch jetzt nicht das Geschenk machen, Euch zu hassen. Sicher, Ihr habt es genau darauf angelegt – doch auf diesen Hass mit Wut zu antworten, das hieße, sich derselben Ignoranz zu ergeben, die aus Euch das gemacht hat, was Ihr seid. Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit Argwohn betrachte und meine Freiheit für meine Sicherheit opfere. Vergesst es. Ich bin und bleibe der, der ich war.

    Ich habe sie heute Morgen gesehen. Endlich, nach Tagen und Nächten des Wartens. Sie war noch genauso schön wie Freitagabend, als sie losging, genauso schön wie damals, vor über 12 Jahren, als ich mich unsterblich in sie verliebte. Natürlich bin ich vor Kummer fast am Ende, diesen kleinen Sieg gestehe ich Euch zu, aber das wird nicht lange dauern. Ich weiß, sie wird mich jeden Tag begleiten und dass wir uns im Paradies der freien Seelen wiedersehen werden – in eben dem Paradies, zu dem Ihr niemals Zutritt haben werdet.

    Wir sind zu zweit, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Welt. Ich habe auch nicht mehr viel Zeit für Euch, denn ich muss zu Melvil gehen, der gerade aus seinem Nachmittagsschlaf erwacht. Er ist noch nicht einmal 17 Monate alt, er wird jetzt eine Kleinigkeit essen wie jeden Nachmittag, und dann werden wir miteinander spielen, auch wie jeden Tag, und dieser kleine Junge wird für Euch sein Leben lang ein Affront sein, weil er glücklich sein wird und frei. Denn, nein, auch seinen Hass werdet Ihr nie bekommen.“

    Wahr sein
    Dieser Brief von Antoine Leiris traf mich tief. Er erreichte mich, während ich in mehrere Artikel zum Thema IS zu Ende brachte. Verstrickt in Intrigen über Intrigen berührten diese einfachen Worte irgendeinen wahren Platz in mir. Vielleicht, so dachte ich, vielleicht sollte ich all meine Artikel zerreißen, vielleicht ist dieser Brief alles, was man zu diesem Thema überhaupt lesen sollte. Ich träumte kurz, all unsere Medien würden den Terror nicht mehr erwähnen und zum Thema nur diesen einen Brief abdrucken. Kein Wort mehr der Angst, keine Drohungen, nur dies.

    Was wäre, wenn unsere Regierungen so reagiert hätten wie Leiris? Hätte es den IS vielleicht sogar härter getroffen, als all die Bomben? Ihm Rückhalt und Glaubwürdigkeit entzogen?

    Transzendenz
    Aus den Worten dieses kleinen Briefes spricht eine spirituelle Tiefe und Transzendenz, die mich in Ehrfurcht vor der Seele dieses Mannes zurücklässt.

    Ich glaube nicht, dass das Leben einem Menschen einen größeren Test auferlegen kann, um zu beweisen, wie tief man wirklich in der spirituellen Realität verankert ist, als der gewaltsame Tod eines geliebten Menschen. Halten die inneren Wurzeln diesem Ansturm stand?

    Es ist der größte Test, ich scheitere täglich an kleineren. Denn jede kleine Situation des Lebens bedeutet die gleiche Wahl: Folge ich den tiefsten Impulsen meiner eigenen Wahrheit – oder verstricke ich mich in die Geschichte, das Drama und die emotionalen Reaktionen?

    Welche Tiefe muss dieser Mensch erreicht haben, in einer solchen Situation fest in das Licht der eigenen Seele zu blicken, das Herz kaum einen Zentimeter zu verlassen? Sich festzuhalten an einem göttlichen Funken, mitten in den Wogen eines dunklen Meeres von Trauer, Wut und Verzweiflung?

    Weckruf zum Selbst
    Hier war ich also, der spirituelle Redakteur einer spirituellen Zeitschrift, völlig verstrickt in die Analyse der politischen Intrigen, beschämt darüber, dass mir selbst in einer weit distanzierteren Situation nicht anders zu helfen wusste, als in meinen Verstand zu flüchten, in der Story zu wühlen, statt dass zu tun, was wirklich der Ruf dieser Tage ist: Eine Botschaft der Liebe und Transzendenz zu verbreiten.

    Denn ich denke, dies ist die Entscheidung, die sich im Spiegel dieser Welt gerade offenbart: Sind wir bereit, das Spiel zu durchdringen, die Spirale aus Angst, Hass und Gewalt zu verlassen und wirklich in unser Selbst zu blicken?

    Ich weiß, für viele Menschen klingt das wie Hippie-Mist: Solche Briefe werden den IS nicht aufhalten, werden sie sagen. Die Frage ist, ob Gewalt und Hass es tun werden, oder ob dies genau das ist, was sie säen wollten.

    Aber es geht noch tiefer. Denn der IS ist nicht nur nur da draußen, er lebt in uns allen, in unserer Wut, in den Rachegefühlen, der Angst, dem Misstrauen, unserer Gier und Teilnahmslosigkeit. Was wir an ihnen hassen, tragen wir alle in uns selbst. Es zeigt sich, wenn Hollande wenige Stunden nach den Anschlägen von Paris Kampfjets „Vergeltungsschläge“ fliegen lässt, Terror mit Terror bekämpft und dabei versehentlich doch nur zivile Ziele zerstört. So werden wir selbst zu Terroristen.

    Wo wird diese Spirale der Gewalt je ein Ende finden? Auge um Auge, Zahn um Zahn? Sind wir noch immer dort?

    Ein kollektiver Spiegel
    Das globale Spiel kennt keine Gewinner. Dieser Konflikt hat seine Wurzeln tief in unserer kollektiven Seele. So abgedroschen es klingen mag: Er ist die logische Manifestation unserer Abkehr von Liebe und Verbundenheit. Eine Abkehr, die in uns allen stattfindet, jeden einzelnen Tag.

    Der Krieg zwischen Ost und West, zwischen fanatischen Gläubigen und fanatischen Neokolonialisten, zwischen Eliten und Flüchtlingen – all das sind die Früchte unseres kollektiven, globalen Bewusstseins. Die Welt, wie sie sich jetzt gerade zeigt, ist ein Spiegel, der uns fragt: „Das ist, was ihr kreiert – dient euch das?“

    Das so zu sehen, ist weit weniger abgehoben, als es klingen mag: Die Welt, wie sie heute ist, entsteht nicht aus dem Nichts – wir alle haben sie so gestaltet. Mit unseren Kämpfen um Macht, Geld und Ressourcen, unserer Gier und Gleichgültigkeit, mit unserem Bewusstsein der Trennung, das weder unsere Verbundenheit mit der Natur, noch die mit unseren Mitmenschen zu begreifen in der Lage ist.

    Und weil wir aus diesem Bewusstsein handeln, blicken wir nun in genau die Welt, die daraus entsteht: Eine Welt in der die Natur zerstört ist, Elend und Ungerechtigkeit sich ausbreiten und die Menschheit im Krieg liegt. Schon bald wird es keinen Platz mehr auf dieser Welt geben, an dem wir uns diesen Konsequenzen nicht werden stellen müssen. Wir werden es diesmal nicht aussitzen können.

    Eine Wahl
    So stehen wir vor der Wahl. Es gibt einen Sog, der uns alle ergreifen möchte, er zieht uns hinein durch die Medien, kriecht wie ein Virus in unser Bewusstsein: Ein Sog zu mehr Krieg, mehr Soldaten, mehr Waffen, mehr Überwachung, mehr Gesetzen, weniger Freiheit, mehr Angst. Ein Sog zu Rache und Vergeltung, Hass und Zwietracht, Trennung und Misstrauen. Ein Crescendo, das unweigerlich in einem Dritten Weltkrieg zu münden scheint.

    Ist das wirklich unser Weg? Glauben wir wirklich daran? Ist das unsere tiefste Wahrheit, oder ein emotionaler Reflex?

    Liebe ist keine Reaktion, sie ist ein Weg, ein transzendentes Prinzip, jenseits der Geschichte. Am Ende geht es vielleicht so weit, dass wir unser Herz fragen müssen: Was ist für mich wirklich wahr? Bin ich bereit für die Liebe zu sterben? Würde ich aus Angst töten?

    Gewaltlosigkeit
    Es ist eine große Frage. Habe ich eine Antwort? Wenn es soweit ist, wie sieht meine tiefste Wahrheit aus? Bin ich bereit zu sterben für mein tiefes Empfinden, dass Töten und Gewalt falsch sind? Wenn es meine Frau trifft, meine Kinder – werde ich mich von Hass zerfressen lassen oder vergeben? Wenn der Krieg eines Tages an meine Tür klopft, werde ich mich im Lotussitz erschießen lassen, oder werde ich kämpfen?

    Als der Dalai Lama einmal gefragt wurde, weshalb die meisten Buddhisten sich niemals gegen die Gewalt aus China gewehrt hätten, war seine Antwort:

    „Krieg ist veraltet, weiß du. Natürlich kann der Verstand es immer rechtfertigen zurückzuschlagen. Aber das Herz .. das Herz würde das nie verstehen. Und dann wärst du in dir selbst geteilt, das Herz und dein Verstand … und der Krieg ist in dir.“

    Ist das wahr? Ist Gewaltlosigkeit ein transzendentes Prinzip für das es sich sogar zu sterben lohnt? Weil der Preis, sich selbst zu verraten höher ist, als das Leben?

    Der IS als Spiegel
    Der IS übt eine dunkle Faszination aus, vielleicht weil darin ein Spiegel für uns verborgen liegt. Es ist nicht nur Hass, Verblendung und Kälte, die uns da entgegenblicken. Nichts wäre so stark, wenn nicht auch eine – wie auch immer verzerrte – Wahrheit darin stecken würde.

    Vielleicht fasziniert der IS uns darum so sehr, weil diese Menschen für ihren verrückten Glauben, ihre grotesken Werte bis in den Tod gehen – während wir für die Illusion von Sicherheit unsere Seele verkaufen.

    Vielleicht symbolisiert der IS auch die dunkle Seite von etwas, wonach sich wohl alle Menschen sehnen: Er kämpft für ein heiliges Reich, ein goldenes Zeitalter, ein Reich Gottes auf Erden, welches nach den kosmischen Gesetzen funktioniert, eine höhere Ordnung, welche die weltlichen Strukturen ablöst, für eine Erlösung aus einer zerstörten Welt.

    Der IS ist die ins Groteske verzerrte, diabolische Fratze eines unterbewussten Traumes, einer kollektiven Vision. Er hat sich gewaltsam den Weg gebahnt, weil diese Menschen in Verzweiflung und Chaos ertranken. Der der Funke darin, der Wunsch nach Befreiung, Bestimmung, Erlösung, ist ein wahrer Funke.

    Der Traum dahinter ist ein Traum, den wir alle mit diesen Menschen gemeinsam träumen könnten, hätte der Wahnsinn sie nicht hinweggerückt.

    Der Weg hinaus
    Wenn wir uns abwenden vom Angst-Porno, den unsere Medien nun auf allen Kanälen senden und nach innen gehen, uns wirklich auseinandersetzen mit dem was gerade geschieht, wird es wohl für uns alle genug offene Fragen geben. Fragen, für die wir vielleicht tief in uns gehen müssen, um eine ehrliche, angstfreie Antwort zu finden.

    Vor unseren Augen beginnt sich eine Spirale der Gewalt zu drehen und die objektive Prognose ist: Es wird schlimmer werden.

    Die Frage ist, ob wir uns mitdrehen lassen in dieser Spirale, hineingesaugt werden, oder ob es einen anderen Weg gibt, eine andere Botschaft. Wenn es die gibt, dann werden wir es sein müssen, die diese Botschaft verbreiten und sie leben.

    Meine Botschaft ist: Es gibt einen Punkt, der tiefer ist als die Angst, tiefer als der Hass, wichtiger als das Leben. Er ist jenseits der Geschehnisse und Geschichten. Wir sollten ihn jetzt fest umarmen.

    Es gibt einen Traum, den wir alle träumen, während wir die Welt in sein Gegenteil verwandeln, weil wir nicht weit genug in die Tiefe blicken. Wir sollten gerade jetzt wagen, ihn miteinander zu träumen.

    Das ist nicht die Lösung aber ich glaube, es ist die Voraussetzung für eine wirkliche Lösung. Schon bald, schon jetzt sind wir alle in Versuchung, den Krieg in uns aufzunehmen, ein Teil des Krieges zu werden. Und wenn nicht jetzt, dann bald, werden wir alle eine Entscheidung treffen müssen.

    https://www.sein.de/eine-spirituelle-antwort-auf-den-terror-finden/

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  • Die vorweihnachtliche Wünscherei ist vorbei, ich kann mich wieder entspannen.
    Warum manche so sehr das Bedürfnis haben, ganz detailliert jemand anderem das zu wünschen, was sie selbst gerne hätten, oder etwas, wie sie ihn/sie gerne hätten .. ..

    „Sich selbst wirklich zu lieben, vollumfänglich anzunehmen, mit all dem Scheixx den man vielleicht erlebte, .. .. “

    Ganz genau! .. .. und dazu gehört auch der Teil in mir, der (auch) bei vielleicht wirklich gut gemeinten Wünschen mit dem großen „Nein“ auffährt. Nicht, dass „ich“ nicht auch dankbar sein könnte, die schönen Dinge sehen .. .. ein klein wenig gedeiht es, wie zarte Schattenpflänzchen .. .. aber wehe, es kommen Energien (die hinter den Worten stehen) daher, die quasi an diesen Pflänzchen ziehen (damit sie schneller wachsen oder vielleicht auch ein bisschen anders)! Dann tauchen sie ab so wie diese wunderschönen Meerestiere, denen der unschöne Name „Röhrenwurm“ gegeben wurde, es gibt üble Laune und auch schon mal (kontrolliert) „Kleinholz“ .. .. die Folgen der Vergangenheit in der Gegenwart.

    Ich bin recht froh darüber diesen Teil (könnten auch zwei oder noch mehr sein) wahrzunehmen, das ist viel besser als krank zu werden oder einen kleinen Unfall zu haben und sich dann zu fragen, was denn nun schon wieder falsch war. Aber nicht nur deswegen, ich bin froh um jeden Teil, der mir bewusst wird, wahrnehmbar, oft noch nicht so, wie es für „uns alle“ (d.h. alle meine Teile) gut wäre, aber ich übe ja weiter dran.

    Nachdem alles, was von außen kam, eingestampft und hinweggefegt ist, können die zarten Pflänzchen wieder kommen, und dann weiß ich, dass dies wirklich meins ist .. .. Ich habe lange gebraucht um das zu durchschauen. Voraussetzungen waren, die diversen energetischen Verwurschtelungen von ca. 50 Jahren aufzulösen und durch Aufstellungen die beteiligten und tw. gegeneinander agierenden Teile kennenzulernen (bis hin zu einem Teil, der gar nicht zu mir gehörte und entfernt wurde), und jetzt bin ich dran mit meiner Aufmerksamkeit. Ich habe bemerkt, dass Forderungen (im weitesten Sinne), die meinem Ureigenen zu sehr gleichen, am gefährlichsten sind, weil es so schwer fällt dann zu wissen, ob Regungen aus meinem Inneren kommen oder von einem Teil, der ein Ideal zu verwirklichen versucht, vom Vater oder Therapeuten, von einem Guru, einem Erleuchteten oder sonst wem vorgegebenen. Deswegen muss wohl erst alles platt gemacht werden, und in Zeiten, in denen ich das noch nicht wusste und mich auch selbst zu formen versuchte, kam ich aus dem inneren Widerstand überhaupt nie raus. Bis gar nichts mehr ging .. ..

    Ich schreibe das jetzt um ein Beispiel zu geben, wie wichtig es ist (oder zumindest sein kann), sich selbst wirklich kennenzulernen, wie wichtig dabei diverse Hilfen sein können, und als Erklärung, warum ich suggestiven Methoden (z.B. „erkenne, dass dies xxx ist“ oder „fühle, wie Energie xyz dort und dort hin fließt und dies und das bewirkt“) überhaupt nichts abgewinnen kann, ebenso wenig wie manches als „falsches Ego“ zu betrachten und „auflösen“ zu wollen.

    Aber o.k., manche sind ja sehr zufrieden damit, wie sie meinen, dass sie sind, weil sie glauben, alles ganz alleine richtig erkennen können. Die kann ich sowieso nicht überzeugen, und für die steht das hier auch nicht.

    Womit ich mich jetzt wieder meinen „inneren Pflänzchen“ zuwende , die ich nicht so schnell wieder ins Rampenlicht zu zerren gedenke, mit Dank an alle, die hilfreich dabei waren mehr über mich zu erfahren,
    Veron

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