Die sexuelle Gewalt

bully

geschrieben von Steven Black:

Eine “neue Dimension der sexuellen Gewalt” ist aufgetaucht. In der Silvesternacht sind zwar nicht nur Frauen, aber hauptsächlich Frauen ausgeraubt, bedroht und sexuell attackiert worden. Die Täter werden dem arabischen, bzw. nordafrikanischen Sprachraum zugeordnet. Die Polizei von Nordrhein Westfalen hat weitere Hinweise auf 23, namentlich bekannte Personen ermittelt, die für Straftaten am und im Hauptbahnhof verantwortlich sein könnten. Die Bundespolizei hat zusätzlich weitere 32 Verdächtige ermittelt, wie BMI-Sprecher Tobias Platte in Berlin erklärte. 29 davon sind Ausländer und unter ihnen 18 Asylsuchende. Genauer handelt es sich um 9 Algerier, 8 Marokkaner, 4 Syrer, 5 Iraner, 1 Iraker, 1 Serbe, 1 US-Amerikaner und 2 Deutsche.

Um was geht es hier eigentlich? Um die Frauen? Um die Bedrohung durch Asylanten? Um Kriminalität? Um was genau??

Schaut man sich in den diversen Foren, Facebook und andere Seiten von “Klein Babylon” um, dann hat man eher den Eindruck, dass vor allem ein Asylanten –, Flüchtlings – und/oder Muslimen bashing vor sich geht. “Die armen Frauen” wird oft als Vorwand dafür genutzt, um zu sagen: “Seht ihr, ich habe Recht gehabt mit diesem Asylantenpack, ihr wolltet es einfach nicht wahrhaben.” Sexuelle Gewalt von Männern gegenüber Frauen ist ein großes Thema und betrifft ganz sicher nicht nur Nordafrikaner, oder andere Ausländer. Was in Köln passierte, das ist furchtbar, da gibt es gar nichts zum relativieren. Aber es bringt ein Thema in den Fokus der Öffentlichkeit, welches bislang eher ein “Nischendasein” führte. Und ja, was da in Köln vor sich ging, hat ganz neue Dimensionen erreicht. Eigentlich sind es zwei Themen und sie sind derart sichtbar geworden, dass niemand mehr wegschauen, oder es leugnen kann.

Zwei Themen

Das eine Thema betrifft die Gewaltbereitschaft des Mannes an der Frau. Das zweite Thema lautet – nicht alle Flüchtlinge sind nette Leute und wir müssen jetzt etwas Tun. Es müssen Strategien und Gesetze geschaffen werden, damit das Thema erstens beherrschbar wird und jede weitere solche Tat, harte Konsequenzen für die Täter bedeutet. Indien und Großbritannien haben es vorgemacht. Aber Strafverschärfung für sexuelle Gewalt alleine wird nicht ausreichen. Es müssen auch soziale Projekte zur geistigen Umerziehung in Gang gebracht werden, wie dies etwa in Dänemark praktiziert wird.

Das ist Kriminalität, das ist nicht “islamische – oder FlüchtlingsKultur”. Diese Individuen sind derselbe asoziale Bodensatz, wie es unsere Leute sind, die so etwas tun. Auch in deren Gesellschaft will die eigentlich keiner haben. Ich meine, wenn einer unserer Landsleute so etwas macht, dann sagt doch auch keiner “Scheiss Deutscher-Österreicher” und keiner steckt alle Europäer in Sippenhaft. Man schnappt sich denjenigen, der die Tat persönlich begangen hat und steckt ihn in den Knast. ER wird dafür verurteilt und nicht seine Religion oder Nationalität.

Wo bleibt eigentlich der massive Aufschrei, wenn es wieder mal heisst, Waffen werden nach Saudi Arabien geliefert? Wo ist der nationale Protest gegen das Bankensystem? Wo wird gegen die hohen Steuersätze demonstriert? Gegen Uran Munition und gegen Kriege überhaupt? Aber gegen Flüchtlinge geht man auf die Straße! Die sind ja so bedrohlich – dass unser ganzes System bedrohlich ist, das drückt irgendwie nicht so auf den Schuh. Solange immer nur dieselben Parteien gewählt werden, werden wir eine Arschtritt nach dem anderen kassieren. Flüchtlinge sind wahrlich unsere geringsten Probleme.

Leider zeigt der bisherige Umgang mit kriminellen Ausländern mehr Hilflosigkeit und furchtbare Inkompetenz, als zielgerichtete Gegenbewegungen.

Die SPD-Regierungschefin von Nordrhein-Westfalen in der Talk-Sendung von Frank Plasberg. „Selbst wenn die jetzt was begehen, und sie werden verurteilt, und wir könnten sie theoretisch abschieben, dann haben wir das Problem, dass die gar nicht aufgenommen werden von den Ländern.“ Denn: „Wir kriegen überhaupt keine Ersatzpapiere, das heißt, wir können die gar nicht abschieben. Das sind alles Dinge, die müssen wir verändern.“

imageJa, wir werden ne Menge Dinge verändern müssen, um hier einigermaßen Balance herzustellen und mit dieser speziellen Form von krimineller Energie umzugehen. Es steht auch der Verdacht im Raum, dass diese Vorgänge geplant gewesen sind. Mittlerweile sind 653 Anzeigen eingegangen und viele Leute sind der Ansicht, dass hier irgendwelche gezielten Pläne umgesetzt würden, die der Spaltung der europäischen Bevölkerung dienen. Also WENN das so sein sollte, dann ist deren Plan voll aufgegangen. Die Menschen schauen derzeit nur mehr in eine Richtung –> böse Moslems, böse Flüchtlinge, böse Asylanten. Die europäische Gesellschaft ist vollkommen gespalten in dieser Frage.

Ich kann mir sehr viel vorstellen, aber ein derartiges asoziales Verhalten muss nicht unbedingt geplant sein. Es kann viel einfacher sein. Wahrscheinlich haben diese Typen in ihren Heimatländern genau das gelernt und auch gemacht. Und sind damit vermutlich ohne große Probleme durchgekommen. Das ist eine Art Erfolgserlebnis, so was wiederholt man. In einer großen Menge ist man fast anonym und wird kaum dabei erwischt. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass im Karnevalsgewühl ähnliche Dinge passieren könnten. Diese kriminellen Leute müssen schnell aus dem Verkehr gezogen werden und die Konsequenzen für ihre Handlungen zu spüren bekommen.

Nun weiß man allerdings, dass diese Art von Verhalten schon länger bekannt ist.  Man nennt es “El-Taharrush” (Belästigung), eine kollektiv begangene sexuelle Belästigung von Frauen, die aus arabischen Ländern seit mindestens dem Jahre 2000 bekannt ist. Am bekanntesten wurden die teils wohl auch organisierte Gewalt bis hin zu Vergewaltigungen gegen demonstrierende Frauen auf dem Tahrir-Platz während des arabischen Frühlings. Der “Antanztrick” von mehreren Angreifern auf ein Opfer wurde in Deutschland bislang vorwiegend gegen Männer gerichtet, um Taschen- und Trickdiebstähle zu verüben, bei denen Bargeld, Smartphones und andere Wertgegenstände gestohlen werden.

Interessant ist die Erkenntnis, dass diese sexuelle Gewalt weniger durch die islamische Kultur, sondern politisch zunächst vom westlich gestützten Mubarak-Regime geprägt wurde, um die demokratische Opposition einzuschüchtern und die Gewalt den Muslimbrüdern zuzuschieben. Aber nicht jeder Algerier, nicht jeder Marokkaner, nicht jeder Syrer, nicht jeder Iraner, nicht jeder Iraker, nicht jeder Serbe, nicht alle US-Amerikaner oder Deutsche tun derartige Dinge! 

Ich lese ständig von diesen unterentwickelten Muslimen, die ihre armen Frauen zwingen in Kopftüchern herumzulaufen und ansonsten brutal mit ihnen umgehen, sowie über deren barbarische Kultur. Wollen wir uns einmal über die barbarischen Verhältnisse in UNSERER, ach so freien, demokratischen und fortschrittlichen Kultur unterhalten? Wie der Großteil UNSERER Leute mit ihren Frauen umgeht?

Auf die gesamte EU bezogen,  mussten laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2014, insgesamt 62 Millionen Frauen, ein Drittel aller Frauen der EU, körperliche und sexuelle Gewalt erleiden!

“Männliche Gewalt scheint demnach vor allem im europäischen Norden ausgeprägt zu sein. Besonders Dänemark, wo 52% der Frauen Gewalterfahrungen angaben, Finnland (47%), Schweden (46%), Holland (45%), Frankreich und Großbritannien (44%) fallen mit hohen Werten auf. Dort sind die Zahlen sogar etwa doppelt so hoch wie für Kroatien (21%) Spanien, Slowenien, Zypern und Malta (22%), Portugal (24%), Griechenland (25%) und Italien (27%). Deutschland liegt unrühmlich mit 35% über dem Durchschnitt und Österreich (20%) und Polen (19%) wären damit die Musterknaben.”

“Die Untersuchung legt nicht nur weit verbreitete Gewalt gegen Frauen offen, „sondern schildert auch die körperliche und sexuelle Gewalt, die Frauen in der Kindheit erfahren haben“. Neben den schon dargelegten Ergebnissen, lieferte die Studie noch viele weitere Resultate. Darunter findet sich zum Beispiel, dass 22 % der Frauen körperliche und/oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerschaft erlebt haben. Dazu gehörten Schläge oder Angriffe mit harten Gegenständen.

Nur 15% der Vorfälle wurden tatsächlich bei der Polizei gemeldet. 67% der Opfer gaben an, dass schwerwiegende Gewaltvorfälle in der Partnerschaft weder der Polizei, noch einem Frauennotruf, Frauenhaus oder einer anderen Organisation gemeldet wurden. Das ist ein Grund, dass Gewalt gegen Frauen bisher „unterschätzt“ worden sei, weil die Mehrheit der Vorfälle in keiner Statistik berücksichtigt wurden.”

imageTja, wer hätte das gedacht? 33 % aller Frauen in Europa! Und da reden wir noch nicht über Dunkelziffern! Außerdem wurde von mehreren Seiten angemerkt, dass die höheren Zahlen in Dänemark, Schweden oder Norwegen nicht unbedingt davon kommen, weil dort mehr passiert als vielleicht in Deutschland oder Österreich, sondern das die hohe Zahl an Anzeigen unter anderem auf die höhere Bereitschaft zurückgeführt wird, sexuelle Übergriffe zu melden, weil die Stigmatisierung von Betroffenen weniger ausgeprägt sei als anderswo. 

Ich relativiere die Sylvester Vorfälle ganz sicher nicht, aber ich hüte mich davor, mit irgendwelchen selbstgerechten und überzogenen Beschuldigungen um mich zu schmeißen und alle Flüchtlinge einem Generalverdacht zu unterwerfen. Aber Tatsache ist, wir haben einen eklatanten Mangel an Bewusstsein, wie Männer mit Frauen umgehen und wie sie diese betrachten – und zwar in einem globalen Ausmaß. Es gibt da noch so viele Probleme zu lösen und Bewusstsein in diese Felder zu bringen, da wird einem nur schwindlig.

Wenn ihr Wissen wollt, wie Frauen sich wegen der Männer fühlen,  –  dann empfehle ich diesen, zwar in Englisch verfassten, aber exzellenten Beitrag darüber. Was tut es wohl mit Frauen, wenn ihnen bereits mit dem zarten Alter von 13 Jahren, von männlichen Erwachsenen auf die Brüste geglotzt wird? Wenn Erwachsene Männer, die ihre Väter sein könnten, sie anzumachen versuchen? Frauen haben schon als kleine Mädchen gelernt, ihre Umgebung und alle Männer darauf abzuchecken, ob irgendwelche Gefahren vorliegen. Sie haben gelernt, über sexuell anzügliche Witze von Blondinen, oder andere Frauenwitze zu lachen und eventuell gefährliche Situationen zu minimieren. Manchmal funktioniert das besser, manchmal schlechter. Und hey, sie nehmen das ausgesprochen deutlich wahr. Jede Frau ist Tagtäglich damit konfrontiert. Es ist die Norm, nicht die Ausnahme.

Jeden. Einzelnen. Tag.

imageFrauen haben gelernt, umgehend eine geistige Checkliste durchzugehen: Ist der Typ Gewalttätig, ist er oberflächlich, spricht er verächtlich? Gibt es andere Leute ringsherum? Scheint er vernünftig oder versucht er gerade komisch zu sein? Sagt er etwas, was mich, meinen Beruf oder sonst etwas herabsetzt? Es ist eine Sache von Sekunden, die bestimmt, ob Frauen etwas deutlich dazu sagen, de-eskalierend reagieren oder es einfach ignorieren. Ob sie gegen eine Herabsetzung angehen, oder den anderen Weg einschlagen – entweder sich höflich, mit knirschenden Zähnen lächelnd umdrehen oder ob sie so tun, als ob sie es nicht sahen, hörten oder fühlten.

Sie müssen lernen mit einem Chef umzugehen, der etwas Unpassendes sagt oder tut. Mit Kunden, die sie versuchen linkisch anzubaggern. Mit männlichen Freunden, die zu viel getrunken haben und dann versuchen mit ihnen anzubändeln, obgleich sie deutlich verständlich gemacht haben, dass sie kein bisschen Interesse daran haben. Oder mit Kerlen, die böse werden, weil sie ihnen eine Abfuhr erteilten. Einen Tanz verweigern, oder ein Getränk ablehnen. Whatever .. – eine Menge Männer haben kein bisschen Bewusstsein für einen angemessenen Umgang mit dem anderen Geschlecht. Was wir haben sind menschliche und kulturelle Konditionierungen, mehr oder weniger akzeptierte “Normen”, wo die halbwegs anerkannten Hemmschwellen liegen – aber Bewusstsein?

Nein, Frau sein ist sicher nicht einfach, schon gar nicht in der heutigen Zeit. Aber das betrifft ebenfalls das Mann sein. Alles was irgendwann einmal gültig war, was als angemessen und akzeptabel angesehen wurde, geht seit Jahren immer mehr den Bach runter. Die gute alte Steinzeit ist vorbei, Jäger und Krieger sind auch nicht mehr so beliebt. Ja, blöd. Bewusstsein will sich ausdehnen und das zwingt Männer UND Frauen, ihre geschlechtliche Identität neu zu bewerten. 

Doch was bringt Männer dazu, sich Frauen gegenüber Gewalttätig zu verhalten? Schlichte Frage, schlichte Antwort:

Viele Männer haben Angst vor Frauenimage

“Aber das stimmt doch gar nicht. Sind es nicht die Männer, die an den Schalthebeln der Macht sitzen? Sollten also nicht die Frauen Angst vor den Männern haben?” Oh, das haben sie sicher auch, nur aus anderen Gründen, wie die Männer.

Männer werden durch die Frauen in die Welt gesetzt. Es ist das Weibliche, das Leben spendet. Der Mann wird dafür zwar benötigt, aber danach ist es eine reine Frauensache. Da kann kein Mann mithalten. Die Hauptquelle des männlichen Kindes für körperliche, emotionale und geistige Zuwendung und Versorgung, ist hauptsächlich die Mutter und andere, weibliche Bezugspersonen. Die Väter sind meistens nicht da und wenn sie physisch anwesend sind, bedeutet das nicht zwangsläufig, sie wären auch emotional oder geistig anwesend. Der Mann ist von klein auf vollkommen abhängig vom Weiblichen. Und das tut etwas mit uns.

Die Mutter ist die Quelle unserer geistigen, wie emotionalen Nahrung, also setzen wir alles daran, ihre Anerkennung und Liebe zu erhalten. Wir identifizieren uns mit ihr und mit ihrer Sicht von uns selbst. Da gibt es eine Menge “besprochener Tonbänder in unserem Kopf” und diese prägen Gefühle von Unzulänglichkeit im Mann. Besonders tiefgreifend, wenn es kein männliches Identifikationsbild, oder keine stabile Vaterbindung gibt. Das gilt besonders für die Babyboomer Generation, zu der ich selbst gehöre.

Ein männliches Kind, welches irgendwann bemerken wird, dass es verschieden von der Mutter ist und nicht gleich sein kann, bemüht sich dann meistens darum, dem Bild eines Jungen zu entsprechen, wie die Mutter es gerne hätte. Das erzeugt ein unbewusstes, starkes Gefühl von Abhängigkeit  – und auch Angst, nämlich die Zuneigung seiner Nährquelle zu verlieren. Auch unser männliches Selbstwertgefühl als erwachsener Mann ist abhängig davon, von und durch Frauen wahrgenommen, geachtet und akzeptiert, oder begehrt zu werden. Wir brauchen die geistige, emotionale und körperlich  – sexuelle Zuwendung der Frauen, sind abhängig davon und es existiert eine unbewusste Angst in uns, diese weiblichen Zuwendungen nicht zu bekommen, oder gar zu verlieren. Das ist eine ganz tief sitzende, existenzielle Prägung.

Abhängigkeitsgefühle und Verlustängste produzieren eine Vibration der Angst. Und zwar vollkommen außerhalb des bewussten Wahrnehmungsschirms. Die Mehrheit der Männer sind darauf geeicht, diese Art von unangenehmen Gefühlen erst gar nicht zuzulassen und verdrängen diese “erfolgreich” ins Unterbewusstsein – dort bleiben sie auch, aber kommen immer wieder hoch und suchen ein Ventil. Unbewusste Angst und Unzulänglichkeit können heftige Reaktionen auslösen. Männer lernen meist durch Abwehrreaktionen mit diesen unterschwelligen Gefühlen umzugehen. Meistens laufen wir davon und basteln uns mental gute Erklärungen dafür, warum das jetzt richtig ist.

Die Abwehrreaktionen können sehr verschieden ausfallen:

  • Man wird “der Coole”, der zynisch alles verbal niedermacht, was mit typisch weiblichem Verhalten zusammenhängt. Schöne Gefühle? Geh bloß weg damit. Man redet sich ein, dass Härte wahre Männlichkeit bedeutet und Einzelkämpfertum zum Leben gehört. Immer schön cool bleiben, alles andere könnte vielleicht an der persönlichen Identifikationsschleife zupfen.
  • Man ordnet sich vielleicht unter, oder verschmilzt sozusagen mit dem Männerideal, wie es einem von der Mutter oder anderen Frauen aufs Auge gedrückt wurde. Man versucht diesem Ideal zu entsprechen, egal, wie sehr man sich selbst dafür verbiegen muss. Da hätten wir den Softie und Frauenversteher, den ewigen Geliebten, einen Mann, dessen Konturen von Frauen geprägt wurde.
  • Oder man entscheidet, überhaupt keinen näheren Kontakt mit Frauen zu haben. Man sperrt Frauen aus seinem Leben aus.
  • Eine andere Form von Angstabwehrverhalten zeigt sich in der Abwertung aller Frauen und an allem was als weiblich empfunden wird. Man betrachtet Frauen nur als Objekte zur sexuellen Befriedigung und ist bereit, jede mögliche Form von Gewalt, die nötig erscheint anzuwenden, um so “Zuwendung” zu erzwingen.
  • Und es gibt alle möglichen Mischformen dieser Arten von männlicher Abwehrreaktion und deren Verhalten.

Vergewaltigung ist ein Unterwerfungsverhalten, da geht’s nicht vorrangig um sexuelle Befriedigung, sondern um Machtausübung. Um zu zeigen – “ich habe die Macht und du musst gehorchen.” Das ist nicht auf irgendwelche Muslimen beschränkt, sondern ist ein epidemisches, globales und soziales Problem, das von Männer produziert wird. 

Frauen haben natürlich auch diverse Abwehrreaktionen, aber die zeigen sich anders. Aber das würde für diesen Beitrag zu weit gehen. Hier geht’s um die Probleme, welche durch Männer erzeugt werden.

Was mich persönlich betrifft – ich war immer gerne mit Frauen unterwegs und Frauen mögen mich meistens. Aber ich weiß auch, es gibt einen Teil in mir, der hat tatsächlich eine unterschwellige Angst vor Frauen. Natürlich nicht grundsätzlich vor dem Weiblichen, aber es gibt Frauen, die können das bei mir mühelos triggern. Und ich habe nie verstanden, woher das kommt. Meine persönliche Realität gab mir wirklich keinen stichhaltigen Grund dafür. Trotzdem, um Frauen anzuquatschen, die mir gut gefielen, musste ich immer meinen ganzen Mut zusammennehmen. Da ist etwas in mir, das einen Heidenrespekt vor Frauen hat.

Meine persönliche Abwehrhaltung würde ich als eine komplexe Mischung zwischen Punkt 1 und Punkt 2 einordnen. Zumindest  lange Zeit in meinem Leben. Klingt vielleicht etwas widersprüchlich, aber ich bin sowieso ein widersprüchlicher Kerl. Ich bilde mir nicht ein, ein wirklich emotional reifer, erwachsener Mann zu sein. Das ist etwas, was ich noch lerne. Kein Problem, ich weiß, ich bin damit nicht alleine. Aber inzwischen mag mich, das habe ich mir erarbeitet. Wer mich nicht mag, darf gerne auch Abstand von mir halten.

Der Krieg zwischen Männern und Frauen

imageSo langsam leuchtet mir die Geschichte der Männer und Frauen, wie sie Robert Shapiro in “The Explorer Race” erzählt, immer mehr ein. Die Geschichte geht in etwa so:

„Männer und Frauen sind ZWEI unterschiedliche SPEZIES, deren Ursprung auf ORION/männlich und SIRIUS/weiblich zurückgehen. Der Ursprung der weiblichen und männlichen Wesen wurde auf diesen zwei verschiedenen Planetensystemen kreiert. In jener Zeitlinie des Universums bekamen BEIDE ihre Nachkommen durch sich SELBST –  bei Männern über die Zyklen ihrer Sonne, was man Photosynthese nennen kann. Und Frauen, über die Zyklen ihres Mondes. Trillions of years ago – gab es einen Krieg  zwischen den Männern auf ORION und den Frauen auf SIRIUS. Die Männer von Orion haben immer wieder Invasionen gestartet. Daraufhin beschlossen die Frauen, daß sie allen weiteren Invasionen endgültig ein Ende setzen. Dieser Krieg ging nicht etwa um religiöse, philosophische oder gar politische Themen, sondern basierte grundlegend zwischen Männern und Frauen. Die letzte Entscheidungsschlacht in diesem Krieg wurden von den Sirianischen Frauen GEWONNEN!

Bis zu diesem Punkt der Entwicklung gab es nirgendwo im Universum ein Erfolgreiches planetares Zusammenleben zwischen Mann und Frau. Es hat nie funktioniert, auf keinem Planeten, und so wurde weiter nach Lösungen dafür gesucht. Es wurde entschieden, daß dieses ungelöste Problem im “Experiment Erde” fortgesetzt wird. Dabei wurde auch entschieden, dass die Männer durch die Frauen geboren werden, wenn sie auf die Erde kommen.“

Und stimmt das auch? Ich habe keine Ahnung, woher soll ich das wissen? Doch es leuchtet mir ein, klingt stimmig für mich. Tatsache ist, wir haben Probleme zwischen Männern und Frauen. Das ist nur EIN Erklärungsansatz dafür, es mag viele andere dafür geben. Aber es würde sehr viel Sinn ergeben, dass die Verkörperung von Mann und Frau und die zwischenmenschlichen Probleme die es aufwirft, daher rühren, dass es ursprünglich zwei unterschiedlich kreierte Spezies waren. Aber das darf keine Entschuldigung dafür sein, dass wir diese Probleme immer noch haben. Das ist eigentlich traurig. Gleichberechtigung ist bei uns zumindest im Gesetz verankert, aber wirklich verstanden und angekommen, ist es in vielen Männerköpfen immer noch nicht.   image

Beziehungen sind niemals easy. Ein netter Hintern ist nur der Zuckerguss auf einer Angelegenheit, wo ganz groß ARBEIT drauf steht. In einer Beziehung kriegt man niemals alles, was man möchte, man bekommt was man braucht. Manchmal kann das bedeuten, dass man einen Schlag auf den Hinterkopf braucht, der einen aufweckt. Grundsätzlich ziehen sich immer die gegenseitigen Wunden an, welche durch die kurzzeitige “rosarote Verliebtheitsphase” verdeckt werden. Unweigerlich werden sich mit der Zeit Spannungen und Probleme zeigen, wo die gegenseitigen Unzulänglichkeiten und Verletzungen getriggert und zum Vorschein gebracht werden. Und da laufen wir halt gerne davon und geben dann dem anderen die Schuld. Das gilt selbstverständlich für beide Geschlechter. Wenn man in einer Beziehung ist, dann betritt man ein spannungsgeladenes Spielfeld. Da gibt’s für jede Partei viel zu lernen.

Du möchtest einen anderen, besseren Partner? Dann schau dir deine Wunden an und heile sie. Sonst wird deine nächste Prinzessin, oder nächster Märchenprinz, ganz dieselben Punkte in dir triggern, wie der vorherige Partner. Du magst das nicht? Willkommen im Klub!

Trauriger Weise hat niemand den Männern beigebracht, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen sollen. Und wir haben welche, aber haben nicht den kleinsten Dunst, was wir damit anfangen sollen. Ich glaube, jeder Mann sollte das lernen. Nicht nur zur Verbesserung seiner Beziehungen, sondern hauptsächlich für die Beziehung zu sich selbst. Es würde die Sichtweise und Selbstdefinition ändern, wer man als dieser spezifische Mann ist.  

Okay, lasst uns zu den Ereignissen von Sylvester 2015 zurückkehren:

Mir hat einmal ein Pole erklärt, wie man dort im Gefängnis mit Leuten umgeht, die sexuelle Gewalt an Frauen verübt haben. Sie werden als Aussätzige behandelt. Niemand redet mit ihnen, keiner verkauft ihnen etwas, sie werden geschnitten. Sie existieren einfach für den Rest der Insassen nicht. Gute Idee, würde ich sagen. Leider würde das hierbei nicht funktionieren, weil niemand weiß, wer die Täter gewesen sind – bzw. nur ein kleiner Teil wurde gefasst. Aber man könnte diese Idee in den privaten Bereich umsetzen. Männer könnten jede Frauenfeindliche Äußerung zu ächten beginnen, die mit sexueller Herabwürdigung verbunden ist. Das sollte nicht mehr toleriert oder anerkannt werden. Diese Art von Typen sollten spüren, dass ein solches Verhalten nicht mehr erwünscht ist.

Wir brauchen Frauen nicht als “Göttinnen” ansehen, es würde völlig ausreichen, wenn wir sie als gottverdammt gleichberechtigte Wesen und als Menschen wie du und ich betrachten.

Es ist so einfach, die Ereignisse der Silvesternacht an Flüchtlinge per se aufzuhängen. Fast schon wie ein Reflex wird da reagiert und man läuft Gefahr Ressentiments zu bedienen, die so gar nicht existieren. Klar, da wird man Konsequenzen ziehen müssen, die man bei der undifferenzierten Einwanderungswelle wahrscheinlich gleich hätte bedenken sollen. Aber nun hat dieses Ereignis beide Probleme deutlich an die Wand geworfen. Die männliche, sexuelle Aggression und die grundsätzlichen Probleme mit kriminellen Ausländern. Apropos Männer, wo waren die eigentlich, als gegen über 600 Frauen gegrapscht wurde? Da keiner etwas gesehen oder getan? Über 600 mal? Keiner hat sich das nächstbeste Fahrrad geschnappt und den asozialen Gruppen ins Gesicht geworfen, die Frauen belästigten?

imageWieso eigentlich organisieren sich Pegida und Co. zu Protestmärschen gegen Flüchtlinge, aber keine männliche Sau ist hinterm Ofen hervorzubringen, wenn es einen Marsch gegen sexuelle Gewalt an Frauen gibt? Müssen uns das wirklich die Türken erst vormachen? Dort sind letztes Jahr nämlich türkische Männer in Miniröcken, gegen die Gewalt in ihrem Land auf die Straße gegangen, als nach dem Mord an der 20-jährigen Özgecan Aslan, klerikale Kreise den Vorwurf äußerten, dass Frauen durch das Tragen aufreizender Kleidung für die Gewalttaten mitverantwortlich seien. Damit wollten die türkischen Männer ihre Solidarität mit den Frauen zeigen. Und selbst wenn Frauen nackt herumlaufen würden, hat kein Schwanz das Recht sich etwas herauszunehmen. Ist das wirklich so schwierig zu kapieren?

Ich habe gestern einen Beitrag der Liedermacherin Sarah Lesch gelesen, der einige dieser Dinge sehr gut adressiert. Ich hoffe, das ist okay, wenn ich ihn hier einfüge. Sollte es Bedenken deswegen geben, bitte ich um Nachricht.

imageStatement der Liedermacherin Sarah Lesch:

An alle, die heute auf die Straße rennen, weil „Flüchtlinge“ Gewalt gegen Frauen verübt haben an Silvester. In irgendeiner Stadt. „Ausländer“. „Die Anderen“. Die, denen „wir Sachen gespendet und Obdach gegeben haben“ und „das ist jetzt der Dank“.

Ich habe etwas dazu zu sagen. Ich als Frau. Ich als Mensch. Ich als ich. Als Deutsche. Als Europäerin. Ich als blondes, blauäugiges Mädchen. Ich als arbeitende, selbstständige Mutter, Tochter, Tante, Nachbarin und Reiche unter den Armen. Ich als Arme unter den Reichen.

Ich als Steuern zahlendes, hart arbeitendes Rädchen in der Gesellschaft.
Ich vom Dorf. Ich aus dem Block. Ich aus dem „Assi-Kanaken-Viertel“

Ich als Rebell und schlechter Schüler. Ich als braves Mädchen mit glatt gekämmten Zöpfen.

Ich als „Hure“, „Schlampe“, und „deutsche Fotze“, ich als „hübsches Mädchen, das LEIDER tätowiert ist“.

Ich als Opfer von Sexismus, männlicher Gewalt – körperlich und psychisch.
Ich als Opfer von Sexismus und Diskriminierung von Frauen gegen Frauen. Ich „Babyschlampe“ mit den kurzen T-Shirts.

Ich als aus Verlegenheit Mitlachende an der Bar. Ich als „verklemmte Spielverderberin“:

Ich bin erschüttert über die Vorfälle an diesem Abend und habe großes Mitgefühl mit den Opfern.

Aber ich habe eine Botschaft an alle, die heute ihren fürchterlichen Rassismus und ihre Menschenverachtung unter dem Deckmantel der „Gleichberechtigung“ zu verstecken versuchen:

Ich bin unter Sexisten aufgewachsen. Russen, Deutsche, Kurden, Inder, Albaner und Araber, Polen, Schwaben, Ossis, Alles was ihr euch vorstellen könnt.

Ein Albaner hat mir Drogen in meinen Drink getan und ein Deutscher hat mich vergewaltigt. Nicht nur einer. Seelisch. Körperlich. Ein Türke hat mich ins Gebüsch gezogen und ein Neonazi hat mir gesagt dass ich selbst schuld daran sei, weil mein Rock zu kurz war. Frauen waren deshalb schadenfroh und haben gelacht weil sie froh waren, dass ihre Röcke nicht zu kurz, ihre Körper gut genug geschützt waren.

Mit Kopftüchern oder Jeans. Türkinnen und schwäbische Mädchen. Egal. Russen haben mich auf der Straße verfolgt und deutsche Frauen haben mich beschimpft und mir die Augen ausgekratzt dafür, was ich bin. Mich verletzt und fertig gemacht. Mich gequält und erniedrigt. Lehrer und Lehrerinnen haben mich und Mitschüler erniedrigt und für unsere Sexualität und Geschlechtlichkeit ausgelacht oder reglementiert. und sie alle haben das gleiche vermutlich auch erfahren. Jede Art von psychischer oder physischer Gewalt ist schrecklich, grausam und sollte nicht geschehen!

Was machen wir nun mit den ganzen Sexisten in unserem Land und mit den frauenfeindlichen Gewalttätern und Täterinnen? Was mit den männerfeindlichen? Lehrer, Pfarrer, Vorstände, Väter, Mütter, Pädagogen und Pädagoginnen? Politiker und Politikerinnen? Diskothekenbetreiber und Motorradclubs? Kann man die auch „abschieben“ bitte?

Was machen wir mit frauenverachtenden Studentenverbindungen und sexistischen Professoren, Glaubensgemeinschaften, Arbeitgebern oder Stammtischgesellschaften?

Kinofilmen und Kinderprogramm? Überraschungseiern und andere „für Mädchen oder Jungs“ deklarierte Spielsachen?

Was mit den Leuten die unseren Kindern erzählen wie sie zu sein haben? Wenn sie dieses oder jenes Geschlecht haben. Was mache ich als „deutsche Hure “ mit einem Mann, der mich einfach anfasst und nicht meine Sprache spricht. Was mit einem, der mich einfach anfasst und meine Sprache spricht? Was mit einem Mann, der keinen Respekt vor mir hat, obwohl er von meinen Steuergeldern lebt und was mit einem, der keinen Respekt vor mir hat obwohl er meine Musik kauft?

Was mache ich mit einem Mann, der mich sexuell belästigt und dem ich einen Job gegeben habe? Was mit einem, der mir einen Job gegeben hat?

Was machen wir mit den ganzen deutschen und „ausländischen“ Männern und Frauen die sich „lustige“ Videoclips auf ihren Smartphones zuschicken in denen sexuelle Gewalt verherrlicht wird? Die sich darüber kaputtlachen, dass da eine Frau einen Riesenpenis ins Gesicht geklatscht bekommt und dann zu ihrer Frau sagen: „ach Schnuppi, stell dich nicht so an – ist doch nur n Spaß?“

Hm?

Ihr wollt anfangen „unser Land“ aufzuräumen?

Na dann los! ES GIBT VIEL ZU TUN!
Fangt mal bei euch selbst an!

Mit freundlichen Grüßen:

Sarah Lesch

 Da kann ich nur WOW! sagen. Großartige Frau, großartiger Beitrag!

Dieses Thema ist nicht einfach, für niemanden. Und ich habe mich gar nicht einfach damit getan, darüber zu schreiben. Denn wie viel davon kann wirklich rübergebracht und zum Leser transportiert werden, OHNE daß sich jeder verprügelt vorkommt? Ich habe auch keine Lösung für die ganze Geschichte. Aber ich weiß, wo wir anfangen müssen. Bei uns selbst.

Jeden. Einzelnen. Tag.

Until next time same station ..

Quellennachweise:

https://deutsch.rt.com/kurzclips/36242-ubergriffe-in-koln-32-verdachtige/

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_76612468/kraft-ueber-koeln-uebergriffe-wir-koennen-die-gar-nicht-abschieben-.html

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41157/1.html

http://driftingthrough.com/2015/11/20/the-thing-all-women-do-that-you-dont-know-about/

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/koeln-mehr-als-650-anzeigen-wegen-uebergriffen-zu-silvester-a-1071692.html

https://www.facebook.com/Chansonedde/posts/969519476454208:0

https://stevenblack.wordpress.com/2014/01/09/negative-harmonie-und-der-krieg-zwischen-mnnern-und-frauen/

http://www.heute.at/news/welt/art23661,1128396?ref=rss

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@Steven Black

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68 Kommentare

  • Lieber Stefan

    Für mich persönlich stinkt die Story von den muslimisch organisierten sexuellen Übergriffen zu Silvester.

    So viele filmende Handys z.B. in Köln:
    :https://www.youtube.com/watch?v=IzjoNT7-ToE

    Und kein einziges Video, welches die angeblichen Delikte festhält ….

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  • Hallo lieber Steven,
    genialer Text. Danke !!! Und ja, wir dürfen, können, sollen, müssen bei uns selbst beginnen – Frauen, wie auch Männer. Jeden Tag, jeden Augenblick spüren, wahrnehmen, wie wir auf was innerlich tickern.
    Ich kann Dir versichern, dass es eine ganze lange Weile gedauert hat und Arbeit war mein mieses Männerbild zu verändern. Letztendlich verletzte ich durch meine Haltung meine eigenen inneren männlichen Aspekt. Mein Frau-Sein und mein inneres Mann-Sein befindet sich noch weiter in Arbeit, mitlerweile in liebevoller Arbeit :-)). In diesem Sinne noch einmal Danke von Herzen. Maria-Theresia

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  • Hallo Steven & all,

    danke für den Beitrag erstmal🙂 Dennoch kann ich nicht ganz zustimmen.

    Ich finde es nicht sinnvoll, die Kulturen völlig über einen Kamm zu scheren.
    Die Männer in Deutschland wissen, dass sie eine Straftat begehen, wenn sie eine Frau belästigen. Für viele Männer aus muslimischen Ländern ist dieses Bewusstsein noch überhaupt nicht da. Dort haben die Frauen teilweisen viel begrenztere Rechte als der Mann. Da herrschen einfach völlig andere Voraussetzungen.

    Und auch die Mütter geben ihren Kindern ganz andere Dinge weiter. Den – oft eher unbewussten – Frust über die sehr offensichtliche grundlegende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen geben Mütter auf irgendeine Weise an ihre Kinder weiter. Hier entseht ein ewiger Teufelskreis: Die Mutter, die Macht über die Kinder beiderlei Geschlechts hat, gibt ihre unverarbeiteten Traumata etc. weiter und die später erwachsenen Männer haben dann unterschwellig Angst- und Hassgefühle den Frauen gegenüber – überspitzt gesagt. Und umso größer der Frust desto höher die „Rückkopplung“ …

    Die Unterschiede zwischen Mentalitäten und zwischen moderat religiösen und stark religiösen Kulturen darf man nicht unterschätzen. Ich habe Familie im Mittelmeerraum (Sizilien), und als ich dort ein Jahr verbrachte, war ich extremst überrascht, wie schwer mir die „Andersartigkeiten“ in vielen Belangen fielen. Eine Harmonisierung braucht in diesem Bereich sehr viel Zeit – und Bereitschaft. Und durch die Masse entstehen meist stark geschlossene Kreise, die sehr wenig Kontakt nach außen herstellen. Das sind Mechanismen, die sich kaum ausschalten lassen, Gruppen- und Massendynamik … Solche Aspekte sollte man nicht einfach außer Acht lassen. Wenn man sich etwas tiefgehender informiert, kann man dann auch adäquater reagieren.

    Ich bin froh, dass sich in Deutschland bezüglich Gleichheit vieles getan hat. Ich hoffe, dass solche Vorkommnisse wie in Köln das Bewusstsein dafür noch stärken …

    LG
    Ina

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  • Lieber Steven !

    Ich finde Deinen Artikel sehr gut! Diese Pauschalisierung ist kaum zu ertragen. Als ob alle nur auf solch ein Vorkommnis gewartet haben, um ihren Frust und ihre Angst vor „den Fremden“ und eine andere Kultur loszuwerden.

    Du schreibst etwas sehr Einleuchtendes: „…Vergewaltigung ist ein Unterwerfungsverhalten, da geht’s nicht vorrangig um sexuelle Befriedigung, sondern um Machtausübung…. …“ Das ist nicht auf irgendwelche Muslimen beschränkt, sondern ist ein epidemisches, globales und soziales Problem, das von Männern produziert wird. “ …

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese frustrierten Männer, die alles verloren haben, sich vielleicht hier als Menschen zweiter Klasse fühlen, keine sinnvolle Beschäftigung haben und so voller Wut und Hass sind, dass sich diese Wut dann irgendwo entlädt. Und da es sich ja wohl kaum um Menschen mit einer gewissen Bildung handelt, schlugen sie natürlich bei den (in ihren Augen) schwächsten Gliedern der Gesellschaft zu.
    Und Alkohol enthemmt ja bekanntlich noch mehr.

    Natürlich müssen auch in meinen Augen diese Täter abgeschoben,- und alles getan werden, damit so etwas nicht noch einmal passieren kann.

    Also noch mehr Polizei und Überwachung ?

    Was ich am sinnvollsten fände, wäre eine schnellere Registrierung und viel mehr sinnvolle Beschäftigung, Sport, Musik, Hobbys, ehrenamtliche und andere Tätigkeiten und dann endlich die Erlaubnis, eine Arbeit aufzunehmen.

    Es dauert alles viel zu lange und wenn dann so junge Männer monatelang in Notunterkünften herumlungern, können solche Wut- Entladungen einfach geschehen, so schlimm wie das ist.

    LG von Angela

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    • Hey Angela,

      „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese frustrierten Männer, die alles verloren haben, sich vielleicht hier als Menschen zweiter Klasse fühlen, keine sinnvolle Beschäftigung haben und so voller Wut und Hass sind, dass sich diese Wut dann irgendwo entlädt. Und da es sich ja wohl kaum um Menschen mit einer gewissen Bildung handelt, schlugen sie natürlich bei den (in ihren Augen) schwächsten Gliedern der Gesellschaft zu.
      Und Alkohol enthemmt ja bekanntlich noch mehr.“

      Und genau das ist die sozialromantische Verklärung und Relativierung, die viele Menschen und auch mich „auf die Palme“ bringt. Ich gestehe Dir diese verständnisvolle Sichtweise für die Täter durchaus zu, doch hast Du die auch für alle anderen (z.B. deutschen) Täter von Sexualstraftaten?

      Wo bleibt die Sicht auf die Opfer? Was würdest Du denken, wenn Du eines wärest und jemand käme Dir dann mit solchen Argumenten?

      Ja, sie müssten abgeschoben werden, doch das werden sie nicht. Erinnere Dich an den Fall des Asylbewerbers der mit einer Machete eine Kassiererin bedrohte. Es hieß, diese Straftat wird keinen Einfluss auf sein Asylverfahren haben. Warum nicht? Eben wegen solcher Argumentationen, wie die von Dir oben im Text. Die Täter werden zu Opfern (der Gesellschaft) verklärt. Und genau das nutzen z.B. Jugendliche mit Migrationshintergrund, oft sogar 2. (oder 3.) Generation auch weidlich aus, siehe z.B. die Äußerungen von Kirsten Heisig. Das sind Realitäten, je länger wir uns weigern, diese wahrzunehmen, umso schlimmer wird es werden.

      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article151068000/Realitaetsverweigerung-ruiniert-unsere-Demokratie.html

      http://www.welt.de/vermischtes/article150989935/Seid-wuetend-auf-die-muslimischen-Frauen.html

      lg, Dee Dee

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      • Guten Morgen, DeeDee!

        Zitat: „…. Und genau das ist die sozialromantische Verklärung und Relativierung, die viele Menschen und auch mich “auf die Palme” bringt. Ich gestehe Dir diese verständnisvolle Sichtweise für die Täter durchaus zu, doch hast Du die auch für alle anderen (z.B. deutschen) Täter von Sexualstraftaten? „….

        Ich finde, Du vermischst da etwas.

        Die Taten sind verabscheuungswürdig, ohne Frage, aber wohin haben uns Verurteilung, Hass und Rache gebracht? Hat sich dadurch irgendetwas zum Besseren gewendet?

        Ich versuche immer ( auch bei Deutschen Tätern) die Ursachen zu ergründen und vor allem nach Lösungen zu suchen, indem ich vom IST-Zustand ausgehe.
        Der Ist-Zustand bedeutet, die Flüchtlinge sind nun einmal da, keiner konnte ihr Kommen verhindern, so laut der Widerspruch auch war. Den Ist-Zustand anzunehmen bedeutet NICHT, alles widerspruchslos über sich ergehen zu lassen, man kann und MUSS durchaus ein klares NEIN setzen, aber dann nach konstruktiven Lösungen suchen.

        Was wir nun aus der „Flüchtlingskrise“ ( was für ein Wort !! ) machen, WIE wir es sehen wollen, ist unsere eigene Entscheidung. Wir können verurteilen, BEFÜRCHTEN, uns ganze Horror-Szenarien ausdenken, aber ist das wirklich konstruktiv?
        Wie wollen wir solche Exzesse in Zukunft verhindern? Was ist Deine Lösung?

        Das, was ich über Emotionen schrieb, gilt meiner Ansicht nach auch hier: Einen Schritt zurücktreten und das Ganze sehen.

        Es handelt sich auch um MENSCHEN, die in dieser Silvesternacht agierten und Menschen sind fähig, sich zu verändern, dazuzulernen ,etc.
        Warum sehen wir es nicht als Chance, das Frauenbild, von dem Dein Link so drastisch handelte, zu verändern. Warum sollte das nicht möglich sein?
        Vielleicht nicht bei allen, und die müssten dann, das finde ich nach wie vor, zurückgeschickt werden.

        Was die Zukunft bedeutet, denke ich, dass man sich viel mehr drauf konzentrieren sollte, dass nicht NOCH MEHR Flüchtlinge kommen, oder – besser, auf die anderen europäischen Länder verteilt werden . Wir sind schon in der Wohnraumfrage an unsere Grenzen gestoßen und was das Turnhallen-und Lagerleben aus Menschen macht, kann man an vielen Vorkommnissen erkennen.

        Es ist so viel Geld da, warum stellt man nicht Arbeitslose ein, um alles zu beschleunigen.. Aber Waffengeschäfte sind natürlich lukrativer….😦

        LG von Angela

        P.S. Ich finde es toll, DeeDee, dass Du Dir den Spalding bestellt hast, ( Ich habe auch nur Bd. 1-3 ) bin gespannt, was Du dann irgendwann dazu sagst…..

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        • Hey Angela,

          Zum Thema IST-Zustand: ab wann sagen dann wir NEIN? Da hat sicherlich jeder eine andere Toleranzschwelle und es hängt auch davon ab, wie sehr wir persönlich betroffen sind.. (Gedankenspiel: Was, wenn es Deine Tochter an Silvester getroffen hätte?)

          Ja, sicherlich sind auch die Täter der Silvesternacht fähig, dazu zu lernen. Mich störte nur der Fokus auf die Täter, ich finde wir machen zu oft den Fehler, mehr Zeit in das Verständnis für die Beweggründe der Täter zu investieren, als in Aufmerksamkeit und Beistand für die Opfer. Nur meine bescheidene Meinung….

          Zum Thema „Frauenbild ändern“ habe ich weiter unten als Antwort auf Andi etwas geschrieben, das können wir nicht, daß kann nur aus den eigenen Reihen erfolgen. Wir leben es doch schon vor, was soll man sonst noch machen? Umerziehung?

          „Wie wollen wir solche Exzesse in Zukunft verhindern? Was ist Deine Lösung?“
          Ja, Abschiebung der Menschen, die unsere Regeln des Zusammenlebens nicht akzeptieren wollen. Vielleicht von der Schwere des Vergehens ausgehend, gibt es auch eine zweite Chance, aber dann sollte Schluss sein.

          Du sagst, man sollte sich mehr darauf konzentrieren, daß nicht noch mehr Flüchtlinge kommen. Was wären denn die Maßnahmen, mit denen Du das erreichen willst?

          Also ich wäre dafür, die (monetären) Anreize soweit zu senken, daß wirklich nur die Menschen kommen, die um ihr Leben fürchten, die von Krieg bedroht sind oder politisch verfolgt werden. Es klingt hart, aber wir können nun mal nicht ALLE Armutsflüchtlinge der Welt bei uns aufnehmen. Du schreibst ja selber, wir sind bereits an unsere Grenzen gestoßen.. Wenn man jemanden einlädt (was Merkel tat), muss man sich auch um ihn kümmern können, ansonsten sind Enttäuschung und andere negative Entwicklungen vorprogrammiert.
          Und ganz normale Einwanderungsgesetze zu formulieren, mit Bedingungen, zu denen Menschen als Einwanderer nach Deutschland kommen können. Erfüllst Du die Bedingungen, darfst Du bleiben. Solche Gesetze haben nach meinem Kenntnisstand so gut wie alle Länder dieser Welt.

          Zur Verteilung auf die anderen europäischen Länder:
          Was ich mich auch frage, ob das so ein typisch „deutsches Ding“ ist, zu glauben man wisse und könne alles besser, als die anderen. Alle Länder haben ziemlich von Anfang an gesagt, was Deutschland da macht, ist ein Fehler, wir wollen das nicht und machen da nicht mit. Und haben auch ihre Gründe dafür mitgeliefert. Deutschland hat das ignoriert und „sein Ding durchgezogen“.. Dann kann man aber auch nicht auf die Hilfe der anderen hoffen, wenn man so etwas macht. Das ist auf der persönlichen Ebene doch genauso.

          lg, Dee Dee

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          • Hallo, Dee-Dee!

            Zitat: „… ich finde wir machen zu oft den Fehler, mehr Zeit in das Verständnis für die Beweggründe der Täter zu investieren, als in Aufmerksamkeit und Beistand für die Opfer….“

            Abgesehen von einer in meinen Augen umfassenderen Sicht, – die Du vielleicht ablehnen wirst – dass es keine „Opfer“ im landläufigen Sinne gibt, sondern nur Lernerfahrungen, die sich Menschen in der jeweiligen Inkarnation gegenseitig bieten, — ganz abgesehen davon—- finde ich es sinnvoll, gerade die Beweggründe der „Täter“ zu analysieren, um eine Veränderung in ihnen herbeiführen zu können.
            Alles andere wäre Hilflosigkeit, das allein in Wegsperren ( für wie lange ? Und danach ? …) und evtl. sogar Rache mündet.

            Zitat: „…. Wir leben es doch schon vor ( unser Frauenbild) , was soll man sonst noch machen? Umerziehung? „……

            Leben wir es WIRKLICH schon vor? Lies doch noch mal Stevens Statistik über die Gewalt an Frauen in Deutschland. Denk daran, dass Männer immer noch für die gleiche Arbeit besser bezahlt werden, als Frauen… an die fiesen sexistischen Witze und Anzüglichkeiten …..

            Zitat: „…Du sagst, man sollte sich mehr darauf konzentrieren, daß nicht noch mehr Flüchtlinge kommen. Was wären denn die Maßnahmen, mit denen Du das erreichen willst?..“

            Ja, das ist wirklich ein Problem, auf das ich auch keine endgültige Antwort weiß. Deine Idee finde ich ganz gut. Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, wonach Szenarien für den Fall entworfen werden, dass Deutschland ( und Österreich ) die Grenzen schließt. Die Lage ist inzwischen so verfahren, dass sich das Problem nur auf andere Länder, hauptsächlich Griechenland verlagern würde. Das wäre dann das schnelle und totale Ende von Griechenlands Wirtschaft. Aber ist das eine gute Lösung?

            Es gibt ja im Netz so viele Verschwörungstheorien, dass der Flüchtlingsstrom gelenkt wurde, um Deutschland zu destabilisieren , ich glaube eher, dass dieser Flüchtlingsstrom so eine Art (psychologische) Lawine ist, die immer mehr Menschen mitgerissen hat, – und dann natürlich sind es auch die Versprechungen, die viele hierherlocken.
            Deshalb halte ich Deine Idee für gut und umsetzbar.

            Ich weiß nicht, ob das zu naiv ist, aber es müsste doch auch möglich sein, die vielen Gelder, die jetzt ausgegeben werden, dafür zu benutzen, in Syrien (z.B.) in vom Krieg abgelegenen Gebieten solch eine Art Flüchtlingsstädte mit Häusern und Infrastruktur aufzubauen.

            Doch da können wir noch so viele glänzende Ideen haben, letztendlich entscheiden die Politiker und ihre dahinterstehenden Auftraggeber ganz nach ihrem derzeitigen Bewusstseinsstand.
            Manchmal muss vielleicht etwas erst bis ins Extrem gehen und kippen, bevor der Pendelschlag wieder zur anderen Seite gehen kann.

            Liebe Grüße von Angela

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  • Hallo Stefan,
    wir hatten das ja schon bei EAT, dann antworte ich Dir mal hier.
    Du sagst, Du willst Silvester nicht relativieren, ich finde aber doch, das Du das tust. Die langen Ausführungen über die Probleme Mann / Frau im Allgemeinen und in der Welt sind für mich relativierend. Wenn man als Opfer der Silvesternacht hört, es gibt ja überall Gewalt gegen Frauen, schau die Statistik usw… fühlt man sich dann noch wahrgenommen? Es ist eben Silvester passiert, durch ganz bestimmte Menschen, der Blick aufs Große Ganze ist gut und schön, aber die Beschäftigung mit der konkreten Situation ist für die betroffenen Frauen vielleicht hilfreicher.

    „Wollen wir uns einmal über die barbarischen Verhältnisse in UNSERER, ach so freien, demokratischen und fortschrittlichen Kultur unterhalten? Wie der Großteil UNSERER Leute mit ihren Frauen umgeht?“
    Das finde ich harten Tobak: barbarische Verhältnisse, darunter verstehe ich etwas anderes, als das bei uns so abläuft. Frag mal Frauen, die aus „echten“ Rape-Cultures kommen, die wissen unsere Verhältnisse durchaus zu schätzen. Ich behaupte, der Großteil unserer Leute geht sehr gut mit den Frauen um. Seelische Gewalt, ja, die gibt es wohl tatsächlich noch viel zu häufig, aber das trifft mMn auf beide Seiten, Mann und Frau, zu.

    Diese Statistiken würde ich mit Vorsicht genießen, da wird alles in einen Topf geworfen. Wenn ein mißlungener Anmachversuch als sexuelle Belästigung gewertet wird, finde ich das übertrieben. Interessant ist doch auch, daß noch niemand eine Statistik für Männer erstellt hat?

    lg, Dee Dee

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    • Hi Dee Dee,
      Nein, das ist keine Relativierung, wenn dargestellt wird, dass das Problem größer ist als allgemein wahrgenommen. Und ja, es ist Silvester passiert, durch ganz bestimmte Menschen, aber bei uns findet tagtäglich sexuelle Gewalt statt.

      Wenn man als Opfer der Silvesternacht hört, es gibt ja überall Gewalt gegen Frauen, schau die Statistik usw… fühlt man sich dann noch wahrgenommen?

      Ich finde schon, zumal die Täter von Sylvester wahrscheinlich großteils unerkannt davonkommen werden. Der „gesellschaftliche Fokus“ sollte geschärft werden, das Frauen an allen möglichen Orten nicht immer sicher sind. Zu Hause, an der Arbeit, beim Nachhause weg, irgendwo gibts immer ein Arschloch, das glaubt, es kann sich alles herausnehmen.

      Das finde ich harten Tobak: barbarische Verhältnisse, darunter verstehe ich etwas anderes, als das bei uns so abläuft.

      33 % aller Frauen in der EU? Und ja, das ist nur ne Statistik, mit all ihren Mängeln, wo wahrscheinlich die Hälfte aller Delikte gar nicht angezeigt wurden. Bei uns läuft das nur viel verdeckter ab.
      Und ja, der Großteil unserer Leute geht besser mit Frauen um, aber Verbesserungswürdig is noch vieles.
      Ja, auch Männer werden sexuell missbraucht, keine Frage, auch Kinder. Aber das ist n anderes Thema.

      lg,

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      • Hey Stefan,
        ich schätze durchaus deine bedachte Sichtweise. Das Problem ist vielleicht aus männlicher Sicht „größer als allgemein wahrgenommen“. Als Frau begleitet dich das „Problem“ von früher Jugend an, schon immer war das so.. Geh nicht in den Park, fahr nicht alleine U-Bahn usw. Das ist die Realität von Frauen seit Generationen und kein Sturm der Entrüstung hat statt gefunden. Nun passiert ein Ereignis, was sich klar auf eine Tätergruppe eingrenzen lässt und alle interessieren sich auf einmal für sexuelle Gewalt an Frauen im Allgemeinen? Um von der eigentlichen Sache abzulenken? In diesem Kontext ist es für mich eine Relativierung. Auch wenn es gut ist, das Thema auf den Tisch zu bringen, die Argumentation hakt ein wenig…

        Wenn es sich an Sylvester alles zu zugetragen hat, wie berichtet wird, ist das eine massive Erhöhung der Sicherheitsgefährdung für alle Frauen. Zugespitzt: Du musst in Zukunft nicht mehr nur den deutschen Vergewaltiger im Park fürchten, sondern auch zusätzlichen „Nachschub“ aus anderen Ländern. Wobei das in vielen Großstädten bereits Realität ist, nur nicht in dieser Masse, es multipliziert sich halt durch den Faktor X.
        Und zu den 33% in der EU: Ich habe mehr als genug Berichte gelesen, die beschreiben, daß in vielen arabischen und afrikanischen Ländern 99% aller Frauen sexuelle Gewalt erlebt haben. Das heisst doch im Umkehrschluss, wir haben noch viel zu tun, aber wenn wir uns die Probleme importieren, bevor wir Lösungen haben, wird die Zahl bei uns auch wieder steigen.

        lg, Dee Dee

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        • Lieber DeeDee

          vielleicht könnten wir dies um 66% verringert, würden wir das viele tun und es nicht exportieren….

          99%?!
          Dann ist ja nicht nur Afrika tiefbraun…

          Leicht ist gepinselt, die heilige und die Hure gemalt.

          ….verrückte Sache, dieses männl. FrauBeHERRschenDing…..

          lg

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  • Dear Steven

    danke, hat auch dich bewegt, was in Worten so umfänglich und Ausdruck suchend.
    Wunderbarer Querschnitt für verbindliche Tiefen, die zusammenkommen.
    Die Tiefe dieser kriegerischen Manifestationen sind essentiell und vielfälltigst ineinander verknüpft.

    Die höchsten OpferZahlen männlicher Gewalt beklagen; Männer.
    Aus erotischsexueller Kraft (Attraction) ist eine pornöse Subkultur
    salonfähig gemacht worden.

    Ich erfahre diese „NothingBox?!“ als die Gefilde eines Seins.
    Männer sind im Grunde wirklich hochsensibel, im weiblichen gebadet.
    Aber eben, dieses Y.

    Meine These der Unsicherheit hat mit Offensichtlichem zu Tun.
    Sie bringt zur Welt, ist das Tor des Lebens, der „heilige Gral“….
    Dies Kunstwerk vollbringen wir nicht…..und bringen dafür dann sonst alleirlei.

    So wirkt dann Unheil, wo Heil.
    In jedem Krieg.

    Auch von wohlerzogenen westlichen Soldaten, Nato, BlauHelm und weiteren „PeacemakerOrg.
    in Asien, Afrika, Zentr.Amerika, unbeobachtet ihrerer „Gloria“ wird geschändet.

    Über Kindern gar nicht gesprochen.
    Sie sind die Unschuld, das reine, das heile und das zarteste.
    Die stirbt als erstes…..wir denken er-wachsen zu sein.

    Mich eint im Kinde, meine ich zutiefst.

    Für mich ist viel so wie ist. Während ich das weibliche auch als das bewegte/bewegende,
    erlebte/erlebende wahrnehme (Motion,Emotion) ist „NothingBox?!“ auch Quell seiend.
    Beispiel; Klassiker.
    „Schatz, liebst du mich“ fragt sie, während er sich fragt, wieso er sonst jetzt da wäre,
    was für ihn schon fast tiefbeleidiger Natur sein kann::))
    Drum ist bei ihm ja meist vor dem Spiegel alles ok, während sie sich fertig macht;)
    (wobei das auch schon gedreht hat, wie man(n;) hört.
    Loriot zeichnet wunderschöne Szenen.

    Vera Birkenbihl ist ein Schatz:), lustig, geistreich, gewandte Lebenskraft…
    vor ihr hat jeder Angst:::))))
    :https://www.youtube.com/watch?v=PNmumMFx8l4

    …guy’s, we got a some work to do…

    Kinder morden nicht.
    (…wenigstens hier noch nicht….zuoft…:(
    Sie haben noch keine Ideologie.
    Werfen kein ich in eine Zukunft.

    Mach dir kein Bildniss deiner Selbst?

    Als grosses WirWesen spühren wir jedes Leid, wie auch immer geschieht.
    Unser Körper ist ein wundersames Wesen, auch unsere Erscheinung….
    …und ist mehr.

    ….girl’s….

    :)danke nochmal Stefan, dies so mutig, ruhig, offen ausbreitend auszudrücken.
    Grossartig. Wissend der inneren Kosmologie wunderbar gehalten.

    Kurz noch; ich darf in beiden Welten wandeln.
    In der Thematik „Unterdrücker, Frauen der Unterdrücker, Unterdrückte“ gibt es DenkRealitäten,
    in der die Frau, meist die weisse Frau als die „Trophäe“ des weissen Mannes verstanden wird,
    weil er für sie, die er nicht zu l(i)eben (ehren, schützen, achten) vermag, Geister jagt, die dann deswegen und danach entstehen.

    Missverständnisse sind eine lange alte Geschichte….und grad sehr aktuell, wie ich meine.
    Man denkt wieder zu verstehen….

    Es hat für mich keine Farbe, kein Ge-Schlecht….
    ist Zeuge des Einen Geist, dem es sich zu stellen gilt.

    Täglich, praktisch.
    Mit meiner diametralen Erscheinung, die welche;) derzeit sehr gefragt, aber immer schon gut Übungsfeld,
    hat mich das kleinfeine Land gut gelehrt, es nicht bei der Theorie lassen zu können.
    Mir stellt sich meine Realität nicht nach ob oder ob jetzt grad nicht so.
    Mein 190cm Nordafr. (d.h CHäthiopisch, 2.Gen., attrak., junglebendige mitt40,) – Äusseres vermag eigene
    Geschichten zu erzählen. Da kommt vieles einfach auf dich zu und bildet aus.

    Es wird äusserlich kühler….
    …dafür fühlt die Wärme gut.
    Denn in den Herzen glüht…

    Dein offener Beitrag hilft da ganz wichtig mit, die Wärme zu halten.

    lg

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    • Hi Remo,
      Ich bin ein Fan von Vera B.
      Ich würde sagen, die „pornöse Kultur“ demonstriert reichlich, dass einiges im argen liegt.

      guy’s, we got a some work to do…

      YES!

      have a nice weekend🙂

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    • Lieber Remo!

      Zitat: „… Mein 190cm Nordafr. (d.h CHäthiopisch, 2.Gen., attrak., junglebendige mitt40,) – Äusseres vermag eigene
      Geschichten zu erzählen. Da kommt vieles einfach auf dich zu und bildet aus.

      Schön, dass Du etwas über Dich geschrieben hast. Du hast solch einen eigenwilligen, interessanten, poetischen Schreibstil, dass ich schon öfter darüber nachgedacht habe, welches wohl Deine Muttersprache sein könnte. Manchmal erinnerte es mich an Shakespeare .. 🙂
      Ich finde den Stil sehr reizvoll, obwohl einiges für mich ein wenig rätselhaft erscheint.

      Liebe Grüße von A n g e l a

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      • Dear Angela

        Rätsel sind gut, lassen denken.
        Vollen Austausch hatte ich oft mit jenen Menschen,
        die mir rätselten und umgekehrt.
        Da schmeisst was an.

        Als Y- vertretter, mag es dieses wenige eine sein, welches diesem wenigen anderen zu grunde liegt,
        wobei dies auf das Ganzen Alphabet anwendbar ist – einzigartig Ausdruck wir sind.

        Du hast recht, der englische Hauptausdruck mütterlich legt vor.
        Shakespeare, wie spannend Austausch…..er müsste sich seinen Tee aber selbst holen….
        Das gäb schon eine Walz:)

        Mütterlich ging es dabei erst so los; Schwarz, emanzipiert, engagiert, 6Sprachen, Gymabschluss, Hostess,
        aus einfachem Hause aber adressiert, eigenständig, bereist, modern…. das in den ’60ern.
        Als junge, schwarze Frau.
        Sie schrieb ihre Anliegen, traf dadurch Menschen wie N.Mandela, D.Tutu, Kofi Anan, B.Obama,
        M.Thatcher, arbeitete später an Uni’s mit Jean Ziegler, vDäniken, Olof Palme, wurde von Diplomaten und Unternehmer gleichwohl ihrer HerzIntelligenz, dem Wissen und einnehmendes Wesen geschätzt.
        Sie scheute nicht Machos, Wissenschaftler, Feministinen, Schulsysteme und gängigem xenophobischen Kleingeist.

        Reiste noch mit 63 alleine nach China und Eritrea und hinterliess eine Spur begeisterten Menschen,
        durch ihre einfache lachende, liebenswert bildende, gleichsam achtsam motivierende Art allem zuteil.
        Ähnlich der Vera.
        Solche Menschen holen dass beste aus einem heraus.

        Will sagen Shakespeare in engl. war Teecandis auf stimmigen Morgentisch.
        Sie würde mich mit diesem Blick anschauen, du weisst schon, mit diesem leicht überlegenen
        „what to say“Blick, fein lächelnd, gerade so, dass das leicht mitschwingendes Mitleid
        als Motivation ernstzunehmen wäre.

        Weiss (noch) nicht, wo ihr den lernt:)

        Nun, Apfel fallen nicht weit….

        Deutsch war nächstes,
        schwedisch zur nachhaltigen NordDenke,
        schweizerdeutsch als Zustand
        französisch die Nebenschmerzen
        italienisch folgeerscheinung.
        In der Südachse fehlt äthiopisch….
        betrachte das Alphabet und du wirst verstehen….resp. wie ich, nix verstehen.
        Das ist…..anders.

        LinksHirnhälftig sah ich oft knapp noch das rote Endlicht des Zuges rauschen…..
        …nicht ganz, es ging, aber holpprig…wie Sohn/Vaterbez. gern zu eigen,
        woraus dann anzunehmenderweise eigenwilligkeiten erwachsen.

        Habe mehr über verschiedene weibl./männl. Aspekte geschrieben.
        Muss sich noch fassen, wurden sehr viele Abschnitte.
        (….drückte er doch durch;)

        Danke für die Stilnoten.
        Mal mehr mal weniger;)

        wünsche schönes Weekend
        lg

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        • Lieber Remo!

          Zu Deiner Lebensgeschichte fällt mir nur ein Wort ein :

          Faszinierend ! 🙂

          Vera Birkenbihl mag ich auch unheimlich gerne…. Geist -Wissen und Humor!!!
          Dir auch ein schönes Wochenende ,

          Alles Liebe von Angela

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        • Hi Remo,
          Ich pflichte Angela bei: faszinierende Lebensumstände!🙂

          schönen Sonntag,

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          • Liebe Angela, Steven, etc.,

            das sind die Leben alle.

            Faszinierende Geschichten, wie sie denn erzählt.
            Magische Wanderungen der vielfältigen Eintracht.

            :)ja, liebe Vera, welch ein drive…

            Mein Vater, ein der Zeit vorausgehender Erfinder/Designer/Architekt war da natürlich gefordert.
            Doch schien es ihn anzutreiben.
            Sein Weg entsprang dem gutbürgerlich rechtschaffenen Kanton Bern, was in etwa einem Bayer gleicht.
            Seine urchig, sympatisch, vertauensvolle, weihnachtsmann-ähnliche Erscheinung sind ruhiger Boden.
            Der brilliante Verstand, die klare Logik und ein sein engagiertes Wesen für alle vermeintlich schwächeren
            leuchteten schnell vor.

            Sei es damals als Jugendtrainer oder in seiner Werk, das sich meist an Kinder, ältere und schwächere, wie auch vorwiegend behinderte Menschen wandte.
            Es wird einige geben, die seine Inkubatoren erlebten, zumal er es schaffte, manchmal auch namhafte Unternehmen für seine Visionen zu begeistern.
            Diese sind seinem Verkaufstalent um Jahre entwichen.

            Die Dorfgem. hatten Achtung vor ihm, aber auch Angst….da er, mit einer schwarzen, attr, gebildeten und engagierten Frau nie ganz einer von ihnen sein könnte aber dennoch eine nicht unerehebliche Einheit bildete.

            Er stand ein für die Dinge….was ihm viele Anhänger, heimlich Bewunderer wie auch Feinde bescherrte……bis es dann eines Tages das Dorf spaltete.

            Was war geschehen. Gutes Lehrstück.
            Ein sadistischer Lehrer (man wusste) schlug seine Schüler regelmässig, warf ihnen Schuhe, Schlüssel etc. nach.
            Wär es unserer (Schwester) gewesen, er hätte es, im Wissen von Dad überrollt zu werden, nie gewagt.
            Aber es war mit Nachbars Sohn, dessen Eltern nicht mehr weiter wussten.
            So schloss man sich zusammen….und plötzlich wussten auch alle andern Eltern der betr. Kinder
            nicht mehr weiter – gross das Ausmass.
            Also schloss man sich zusammen.
            Das Dorf war aus dem Dornröschenschlaf erwacht.
            Ahnt ihr, wo die Geschichte hingeht?

            Was nicht sein darf, darf nicht sein….
            Nicht etwa, der schlagende Lehrer, nein.
            Ein Kesseltreiben wurde nun.

            Alle Eltern der betr. Kinder wurden durch dorfpolilitische/schulbehördl. RudelHyrarchien von der
            Aktionsgruppe gelöst, langsam und perfide, sodass meine Eltern und die Nachbarn zu guter
            Letzt alleine dastanden, mit heftigem rassistischem shitstorm im Briefkasten, natürlich anonym;)

            Sie versuchten es von uns fernzuhalten, was nat. unmöglich.
            Alles gaschah sehr verdeckt und hintenrum.
            Die Enttäuschung war gross, die Unvernunft hatte gesiegt.

            Der Lehrer unterichtete noch jahrelang.

            Sehe heute gelöst, wo die Sollbruchstellen waren und wie sein musste um freizusetzten,
            woraus neu entstehen konnte.
            Damals natürlich kleine und grrosse Dramen/Schocks.

            Nach der Scheidung elterkindlich geeinigt bei einem Vater aufzuwachsen, der sich schon .
            in den 80ern frei für seine Vasektomie entschied, Bär er war, hatte weiterführendes.
            Denn Haushalt, denn auch er uns lehrte und zu schmeissen wusste.
            Das handwerkliche durch den masch.bau seiner Modelle, zu welchem er anleitete.
            Seine Kreativität, zeichnerischen Fähigkeiten, gelebte ehrlichkeit, aufrichtigkeit Denkfähigkeit,
            die Presents seiner Ruhe, das visionäre, die Lebenshaltung, Kraft und Ausstrahlung sind dankbar Fundus.
            Bekam um die 3Backpfeiffen, sonst war körp.Gewalt keine Option.
            Ma‘ hätte ihn in der ersten Runde 4fach niedergestreckt;)
            Sie hingegen versuchte es hie und da mit Teppichklopfer (afrikanisch:)…
            da waren wir aber zu schnell.

            Er war nie besoffenen, ausfälligen und stehts nach vorne gewandter
            kompetenter väterlicher Geist.
            Wohl streng, eigenwillig, auch engstirnig und stur, doch kraftvoll und echt.
            Das waren natürlich hohe Anforderungen, die zumteil eigener Geneologie
            aber auch Abstraktion vorandener Gedankengefängnisse entsprangen.

            Auch er konnte vielen Menschen ein Vorweg sein und bietet heut noch der Zeit einen lebendigen,
            eigenen Geist, obschon er seine Tochter zu früh verlor.

            Die 80er, 90er sind rückschauend geprägt von spannenden PeerGroupStrömungen.
            Familien brachen auseinander (Femminismus), Schulsysteme wurden mächtig, DrogenPopKultur,
            Wirtschaft schaltete hoch, Internet entstand, neue Stereo-,Archetypen wurden geschaffen,
            Vorgaben gezeichnet…..die grossen Welt mit viel Raum begann kleiner zu werden.

            Viele erzählen diese Geschichten der lichtvollen Schatten.
            Es waren die Jahre, in jenen in den Schatten gelegt wurde, die wir heute im Licht befreien.

            herzlichst

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            • Hi Remo,

              Ahnt ihr, wo die Geschichte hingeht?
              Was nicht sein darf, darf nicht sein….

              Ja, diese Art von Geschichten sind leider bekannt ..

              In Tirol, wo ich aufwuchs gabs ähnliche Vorfälle – mit gleichem Ausgang.
              Trotz alledem hattest du eine stabile Vaterbindung genossen. Toll, ich wünschte, mir wäre das vergönnt gewesen.
              Da sind dir einige Umwege erspart worden. Ich musste meinen Weg selbst finden, aber dass muss letztlich sowieso jeder.

              Danke für dein persönliches Einlassen.

              lg,

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              • …uns alle waren, sind von wichtiger Gestalltung woher.
                Alle die Geschichten der Auf- und Niedergänge, der Reflektionen, der Erarbeitung und des Geschehens
                sprechen die Sprache der Zeit.

                Weisst du, das war bis 14 so; danach ging es in den Schatten.
                Schule, System, Heim, Frauen, Auslandflucht, Drogen, Gefängnisse…..ein Chaos.
                Die unterdrückten verletzten Aspekte entluden sich nach dem Dogentod meiner Schwester damals heftigst.
                Mein Rebell kostete mich fast mein Leben und gottseidank keine weiteren….
                Es wurd dunkel, ich wurde dunkel.

                Ich ging den Weg von MalcomX…faszinierte er mich doch früh, weil er selbstdienend, diszipliniert, und provokativ Unterdrückung bekämfte.
                Sein Intellekt schien mir eine Rolle zu eröffnen, seine Kraft bewegte schneidend.
                Ein harter, übungsreicher Weg, dem er letzlich zum Opfer fiel…..aus den eigenen Reihen.

                Doch fand er vorher noch verzückt, vergebenden Frieden über alle Wesen.
                Wie auch Steven Biko…..und mir zuteil.

                Sag euch, 80er, 90er haben mich voll erwischt.
                Meine Erfahrungen lehrten mich, meine eigene Reihe zu sein.
                Und ich griff an, wie Quichote.
                Welch ein Kampf und dessen Spuren…
                War jung und meist auf mich alleine gestellt, da ich überall ausriss.
                Da war viel Ego, (Vor)urteil, unterdrückter Schmerz und Ohnmacht
                kraftvoll ungebändigt……Löwe.

                So griff ich mir immer wieder die Unterdrücker, kämpfte fremde Kämpfe…..
                auch heute noch gerne, doch hat sich Art, Form, Localität, (E)Motion, Intension, Definition, etc.
                geklärt und Bündelung erfahren….ongoing

                Es galt viel anzuschauen und zu (v)erarbeitend zu ordnen, damit gedient sein kann
                und ist reicher lebensfüllender Prozess im altäglichen buena pinta des grossen Buches,
                welches wir jetzt grad alle zusammen mitschreiben.

                herzlichst

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                • Hi Remo again,

                  Weisst du, das war bis 14 so; danach ging es in den Schatten.
                  Schule, System, Heim, Frauen, Auslandflucht, Drogen, Gefängnisse…..ein Chaos.

                  Willkommen im Klub. ^^
                  Jeder Weg ist richtig, das ist meine heutige Erfahrung. Jeder Mensch lotet Tiefen des MenschSeins aus und geht in Felder rein, die Spirit sich vorgenommen hat zu betreten. Reingehen ist eine Sache, durchgehen und heil rauskommen, manchmal viel schwieriger. Glückwunsch dazu.

                  lg,😉

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                  • ….sehe, wir stehen überall und beginnen erst…..
                    Wenn wir einander überall die Hände reichen, egal wo wir denken zu stehen….
                    geben, teilen und achten, finden wir Gewissheit, immer am richtigen Ort und
                    nie alleine gestanden zu sein.

                    oh ja, kein Plätzchen ist unbelegt in allen den Dimensionen, jeder erfüllt in seiner ganzen Tiefe,
                    einzigartig gleichhöchster Güte und uns spült es täglich an unsere Set’s, interagierend als
                    Film, Hauptdarsteller, Kamera, Skript, Location, Bildschirm, Statisten, Ton, Zuschauer, Regisseur, Double und Stunt(wo)man und Ü-wagen…..

                    …buena pinta auch dir

                    :)guten Wochenstart

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              • Das sind die geläufigen Methoden der Politik im kleinen Rahmen. Und im Kleinen wie im Grossen ist der Schaden der dadurch entsteht unermesslich.

                Schöne Grüsse

                Andi

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                • …und genau das sind wir; unermesslich.
                  Wir sind unermesslich und stehen geeint in unermesslichem.
                  Kleinere Rahmen erst, können dies zu Tage fördern.

                  In endlichem erst kann unendlichkeit entstehen.
                  Nassim Haramein

                  Man kann sich die Kindheit eines Mächtigen wie Rockefeller, Soros, Kissinger etc.
                  vorstellen(Hineinversetzen)….wie das gewesen sein muss, dass so zusammen kommt.

                  Wir alle sind Politik, wir bilden, alles, auch „sie“.
                  Bei aller Erkenntniss, die wir glauben zu haben.
                  Jeden Tag, jeden Moment, jeden Atemzug.

                  Unermesslich ist.

                  la vita e bella… – ein wunderbarer Film….
                  frei nach; wenn die Schei**e schon bis zum Hals steht,
                  nur nicht den Kopf hängen lassen….

                  lg

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                  • Hallo remo,

                    „frei nach; wenn die Schei**e schon bis zum Hals steht,
                    nur nicht den Kopf hängen lassen….“

                    Was das angeht finde ich die Lebensgeschichte von Joseph Beuys sehr interessant. Erst durch tiefste Krisen konnte er sein Potential erschliessen.

                    schöne grüsse

                    Gefällt mir

                    • Hi Andi

                      …..mit diesem Blick, verändern „Krisen“ ihr Gesicht,
                      Sie potentionieren, sind Potenzial.

                      lg

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                    • Bedenkt; du hattest eine strenge Kindheit und stehst heute schräg mit Macht und Milliarden da….
                      und alle greifen nach dir.
                      Was wird geschehen?!
                      Verteidigung, durch Angriff.

                      Wir sollten mehr aufgreifen, nicht angreifen.
                      Sind alles Menschen.

                      Schämt euch nicht, seid nicht zu stolz, unterschätzt euch nicht.
                      Begegnet durch die Ängste…
                      …wir pulsen alle im Herz.

                      Steht und bewegt, jeder Augenblick ist Weltenklang.
                      Seid und handelt danach, setzt nicht voraus.

                      Nach all den Geschichten sind wir klarer als zuvor und optimal gestaltet, zu gestalten.
                      Einjeder, wo er auch gerade ist.
                      Drum genau ist man dort, wo richtig, wichtig, notwendig und ergeben.

                      In jedem Gedanken der Weltenlauf, auf der Bühne die Musik.
                      Hoch zum Gesang.
                      Bringt ein, das überlebte, das befreite, gesehnte, erfahrene und liebende.
                      Im Kleinen liegt das Grosse, im Grossen das Kleine.
                      Jedes Jetzt, das Ganze.

                      Es sind wundersame Zeiten, in denen viel geht.
                      Die Möglichkeiten sind gegebener als zuvor.

                      Nicht nur, durch die erweiterten Erkenntnisse des Seins,
                      auch durch die neuen Räume der Anwendungen.

                      Wie wir denken, wird sein.
                      wie wir handeln, ist.

                      lg

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  • Lieber August

    Die München-Story kam von einem Geheimdienstler und präsentierte uns ebenso Muslime als Sündenböcke:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/muenchen-silvester-terrorwarnung-basierte-auf-nur-einer-quelle-a-1071140.html

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  • Lieber August!

    Ich stimme Dir zu, sehr nachdenkenswert , Dein Kommentar!

    Ja,- wem nützt es ? Vielleicht will die Merkel-Regierung einen Aufhänger haben, um ohne allzu großen Gesichtsverlust vom „Wir schaffen das“ in die entgegengesetzte Richtung umzuschwenken, weil ihr das Ganze doch über den Kopf wächst ?

    LG von Angela

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  • Hi August,

    Als Mann fühle ich mich von Teilen des Artikels diskriminiert.

    Ja, ich auch .. ^^

    lg,

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  • „Früher konnte ein Familienvater 10 Kinder ernähren. Heute gibts Kita für alle, beide dürfen arbeiten und es reicht bei sehr vielen gerade mal noch so,,,Ein Hoch auf Feminismus und Gleichberechtigung!“

    Hej August
    Früher .. .. nur 50 Jahre zurück, meine Kindheit .. .. beide Eltern arbeiteten bis spät in die Nacht, drei Kinder in ein Zimmer gepfercht, Nahrung musste billig sein, die Eltern waren schon froh, alle satt zu bekommen. Kleidung war meist gebraucht oder von den Eltern genäht. Auto gab es natürlich keines, TV erst als ich 14 war, ein geschenktes. Telefon auch erst ungefähr ab dieser Zeit, ein „Vierteltelefon“, kann sich heute keiner mehr vorstellen, dass man nur telefonieren konnte, wenn nicht gerade einer der drei Mitbesitzer die Leitung benutzte. Gymnasium kam nicht in Frage, weil man da Bücher kaufen musste, in der Hauptschule wurden sie zur Verfügung gestellt, gebrauchte, vom Klassenzug davor .. .

    Oder meinst Du noch früher? Als viele Kinder hungerten, aber trotzdem aufwuchsen. Als die Frau irgendwie zurecht kommen musste mit dem, was da war, als auf dem Herdfeuer gekocht wurde, mit der Waschrumpel im Fluss gewaschen, und wenn der Mann sie verprügelte, war das normal .. ..

    Ich denke, wir sind drin in einer Entwicklung, nichts ist von heute auf morgen oder in ein bis zwei Generationen perfekt .. ..
    und wieso bin ich nun überhaupt über diesen Absatz gestolpert .. .. ? Eigentlich wollte ich mich da ja raushalten, diese Vorkommnisse, um die es hier geht, sind eins der Themen, die ich lieber anderen überlasse. Aufgewachsen in einer Familie, in der der Vater auch die Meinung vertrat, dass jede Frau, die einen kurzen Rock trägt, selbst schuld ist, wenn .. .. und die Töchter mussten in hässlichen Hosen rumlaufen, durften nicht hübsch sein.

    Liebe Grüße
    Veron

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    • Hm, ja, ich weiß schon .. .. brauchte offenbar einen „Aufhänger“ .. ..

      Also .. .. ich bin „hautnah“ aufgewachsen mit einem Mann, der war intelligent und gebildet, und es lag sicher nicht an der Armut .. .. es war etwas, das ihm „passiert“ war während seiner Kindheit. Er hatte eine klare Vorstellung, was er durfte und was nicht, und vermutlich kostete es ihn unheimliche Kraft, wenn eine Frau zu schön war, oder zu wenig Stoff an sich hatte, oder was auch immer, um etwas zu unterdrücken, was auch immer genau es war. Er benutzte seine Intelligenz um das zu kaschieren und vertrat eben Meinungen, die dabei halfen. Und das ging über alle möglichen Bereiche, nicht nur die Sexualität. Einiges war schon sehr abstrus .. .. aber als Kind glaubte ich natürlich alles.

      Und dann nimmt man auch so einiges auf an Energien als Kind, schon vor der Geburt, vielleicht schon bei der Zeugung, sogar ein Psychologe wie Franz Ruppert hat erkannt, dass Traumata auch vererbt werden. Und wenn man dann aus einer Familie kommt, in der solches Trauma vererbt wird, von Generation zu Generation immer weiter, und von nirgendwo her die Information kommt, dass daran etwas nicht in Ordnung ist .. ..

      Und ich weiß wirklich, wie das ist, wenn man Trauma „in den Knochen“ stecken hat, egal welcher Art, wie schwer es ist, man oft nur Situationen vermeiden kann. Da kann man bewusst versuchen anders zu denken oder glauben, man wäre nur im „Jetzt“, und die Vergangenheit spiele keine Rolle. Die Spannungen im Körper, die Abwehr der Überlebensteile kümmern sich einen Schmarrn darum. In dieser Situation finde ich es schwierig zu einer Meinung zu kommen, und unmöglich eine Lösung zu finden, außer: alle müssten sich wirklich selbst kennenlernen, die traumatisierten Teile finden, integrieren. Das einzige, was ich bewirken kann: mich selbst kennenzulerenen, die traumatisierten Teile finden, integrieren.

      Liebe Grüße
      Veron

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    • Liebe Veron!

      Verallgemeinern kannst Du Deine Lebenssituation als Kind aber auch nicht. 1965 gab es das „Wirtschaftswunder“ in Deutschland, ( ob das auch für Österreich gilt, weiß ich allerdings nicht) so etwas, was Du beschreibst, habe ich in meiner Kindheit nicht beobachtet. Wobei ich natürlich nicht ausschließen möchte, dass auch damals, – ebenso wie heute, Armut bestand.

      Doch dieses Kita-Unwesen für Kinder ab 3 Monaten halte ich für eine wirklich schändliche Entwicklung für die Seele des Kindes. Ich bin damals volle 3 Jahre zuhause geblieben, da gab es noch keinen Ausgleich vom Staat dafür und das Kindergeld betrug 50.–€ im Monat pro Kind, – und finde das nach wie vor am idealsten.

      Aber da widerspricht sich August in meinen Augen etwas, denn diese Entwicklung , die Kinder früh wegzugeben, kann man nicht unbedingt dem Feminismus und der Gleichberechtigung anlasten, wenn sie wirtschaftlich einfach notwendig ist, um zu überleben.

      Physische und psychische Gewalt wird es wohl immer geben, je unglücklicher ein Mensch ist, egal ob Mann oder Frau, desto anfälliger wird er sein zu verletzen, zu schlagen und zu demütigen, ob physisch oder verbal.

      LG von Angela

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      • Hi Angela,

        Physische und psychische Gewalt wird es wohl immer geben, je unglücklicher ein Mensch ist, egal ob Mann oder Frau, desto anfälliger wird er sein zu verletzen, zu schlagen und zu demütigen, ob physisch oder verbal.

        Yep. Verletzte Menschen verletzen andere Menschen ..

        lg,

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      • Liebe Angela!

        Von diesem „Kita-Unwesen“ halte ich auch nichts. Und ja, mit Feminismus und Gleichberechtigung hat das auch in meinen Augen nichts zu tun. Es gibt da einige andere Entwicklungen .. .. was man alles haben muss, wie weit es zur Arbeitsstelle ist etc. (meine Eltern gingen zu Fuß 5 – 10 Minuten in die Werkstatt, und dahin wurde ich auch mitgenommen, ehe ich irgendwann in den Kindergarten der Kirche kam).

        Ob es aus finanzieller Sicht „normal“ war, wie ich aufwuchs, weiß ich natürlich nicht. Die Situation meiner Eltern kann durchaus speziell gewesen sein. Den Kindern von Flüchtlingen war es im Österreich der Nachkriegszeit (lt. meinem Onkel) nicht erlaubt eine höhere Schule zu besuchen, mein Vater wurde Schneider, meine Mutter auch, sie arbeiteten dann in der Werkstatt der Eltern meines Vaters. Da gab es nicht viel zu verdienen, erst recht nicht, als die Kaufhäuser aufkamen, in denen man Kleidung von der Stange kaufen konnte.
        Mein Onkel war kräftiger, wurde Schlosser, verdiente mehr, seine Frau auch, und sie hatten nur ein Kind .. .. und irgendwann mal ein Auto, fuhren in Urlaub. Das immerhin wusste ich „von anderen Menschen“.

        Aber das Grundproblem ist natürlich, wie Du richtig sagst, wenn ein Mensch „unglücklich“ ist .. ..
        Liebe Grüße
        Veron

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    • „Es tut mir sehr leid wenn ich dir mit diesem dahingesagten Satz irgendwie zu Nahe getreten sein sollte, und damit Unrecht getan habe.“

      Lieber August
      Nicht wirklich zu nahe getreten, und von Unrecht kann schon gar keine Rede sein .. .. es war halt gerade etwas, wo ich „hängen“ blieb. Meine Gedanken wenden sich öfters mal der Frage zu, wie Menschen wohl früher gelebt haben mögen .. .. ob es möglich war glücklich zu sein, wie bewusst .. .. oder war man nur eingespannt in Arbeit, Kampf um ´s überleben. Wie sich Leute „früher“ vorstellen, welche Gedanken sie dazu haben, hat, glaube ich, mit der früheren Realität wenig zu tun.

      „Dass wir heute in der besten aller Zeiten leben, kann mir auch noch soviel “Kosmetik” die an vielen Stellen da draussen betrieben wird, nicht einbläuen.“
      Behauptet das tatsächlich irgendwer? Mir ist so was noch nicht aufgefallen. Ich denke, wir leben in einer Zeit, in der eine bestimmte Entwicklung möglich ist, für manche Menschen jedenfalls. Die, die dafür gekommen sind, ihre Erfahrungen gemacht haben, bis die Energien für den Umschwung passten. Wenn es zu einer guten Entwicklung führt, kommen die besten Zeiten noch .. .. und wenn nicht, ja, dann waren es vielleicht die besten. Obwohl es heißt: gut, besser, am besten .. .. manchmal ist das beste noch nicht mal gut .. ..

      Liebe Grüße
      Veron

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      • „Ich denke nicht, dass in früheren Zeiten alles vom Kampf ums Überleben geprägt gewesen ist – Zeugnis dessen sind (z.B) die Werke zahlreicher Universalgelehrter und Künstler , die durchaus auch im sogenannten “finsteren Mittelalter” erblühen und aufgehen konnten.“

        Lieber August!
        Das fasziniert mich auch immer wieder .. ..

        „Sorry, falls es zu Offtopic ist!!“
        Also ich sehe einen gewissen Zusammenhang schon – und Du ja auch:
        „Unsere Vergangenheit bestimmt und prägt uns noch heute und entscheidet so, auch über unsere Zukunft. Abschütteln, verdrängen und ignorieren lässt sie sich nicht.“

        Ja, wir tragen alle Energien der Vergangenheit in uns (und sollten bewusst damit umgehen). Über unsere Vorfahren einerseits und aus früheren Leben unserer Seele andererseits. Dabei spielt dann wohl eher eine Rolle, wie die Ahnen bzw. wir schon mal gelebt haben, und nicht so sehr, wie es anderen in früheren Zeiten ging.
        Es kommt mir auch so vor, dass meine auftauchenden Fragen damit zu tun haben, eher Erinnerungsversuche zu sein scheinen, und ich versuche nicht viel Informationen zu sammeln, die mich dann nur verwirren. Aber interessant, was Du da so zusammengetragen hast.

        Liebe Grüße
        Veron

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        • Liebe Veron,

          „[…], und ich versuche nicht viel Informationen zu sammeln, die mich dann nur verwirren.“

          Ja, das ist manchmal auch wirklich besser so. Bevor man sich ein wirklich schlüssiges Bild über geschichtliche Vorgänge verschafft hat, können schonmal Jahre vergehen und manchmal ist man dann auch blos genau so schlau wie vorher…Wobei die heutigen Möglichkeiten durchs Internet schon eine ganze Menge vereinfacht haben, um Zugriff auf zuverlässige (und alles andere als langweilige) Informationen zu bekommen.

          Ich persönlich bin da z.B garnichmal sooo dicht dran und immer dabei. Ein Grundinteresse ist einfach da, weil die Bedeutung der Vergangenheit nicht klein ist, und so schnappt man mit der Zeit immer mehr auf und ein – mehr oder weniger passendes – Gesamtbild entsteht (manchmal kommt man auch einfach von „Hölzchen auf Stöckschen“ und landet durch Zufall bei den tollsten Perlen an Informationen)

          Durch das Flache-Erde Thema hier auf dieser Seite bin ich neulich z.B (ohne direkten Zusammenhang) bei einem Germanen-Stamm gelandet (Donau-Region) bei dem das „Matriachat“ gelebt wurde. Es soll keine Hierachien gegeben haben, es wurde viel geteilt und jeder war mit dem Nächsten vollkommen auf Augenhöhe….. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie bei dieser Lebensweise, im Falle von Gefahren sehr gut zusammenhielten und daher auch tapfere Krieger gewesen sein müssen.

          So tapfer vielleicht, dass sich die damalige Weltmacht Rom, durchaus in ihrem weltlichen Allmachts Anspruch bedroht gefühlt haben könnte…Sie hätten sich möglicherweise derart bedroht gefühlt, dass sie als Reaktion, auch ein bestimmtes Bild ihrer Feinde gezeichnet hätten: Ein Bild von barbarischen und unzivilisierten Horden, deren Leben & Kultur vollkommen wertlos sind….

          Dies, widederrum, ein Bild, welches auch Eingang in die Geschichtsschreibung gefunden hat und in Teilen, bis zum heutigen Tag besteht und an vielen Stellen der Geschichte so, heute noch, durchschimmert.

          Die Parallelen zur heutigen Zeit dienen als Analogie: Die bösen „Russen“, Die bösen „Taliban“, Iran, etc: Geschichte wird geschrieben. Und diese Schreibung hat und hatte immer auch mit Macht zu tun und unterliegt daher einer entsprechenden Färbung…Ein tiefes Verständnis der menschlichen Natur, ist dabei sehr hilfreich und dient einem besseren Verständnis.Denn diese „Natur“ war in ihrem Kern schon immer gleich, heute wie vor 5000 Jahren. Vieleicht ist das auch der einfache Grund, warum sich sovieles zu widerholen scheint.

          Tja, und so kommt es vielleicht auch nicht ganz von ungefähr, dass wir heute von der Lebensweise unserer Ahnen, regelrecht abgeschnitten sind…Ich kann nur mutmaßen, dass ein zu starkes „sich darauf besinnen“ auch heutige Machtgefüge und den „Status Quo“ gefährden würde. Eine bessere Verbindung und ein tieferes Verständnis darüber, wie das Leben auch gelebt werden kann(weil es schoneinmal funktionierte und unser Ursprung ist), sollte daher wohl im Dunkeln gehalten werden…Was es uns nicht immer leicht macht, ein klares Bild zu erhalten, wie es denn nun ganz genau gewesen ist.

          (Und gerade jetzt wo ich das hier Schreibe, fällt mir auf, dass all diese Menschen die hier herkommen, gennauso entwurzelt und von ihrer eigenen Kultur und Geschichte, abgeschnitten werden….denkt man mal 1-2 Generationen weiter, haben auch sie, möglicherweise, sehr bald keinen Bezug mehr zu ihrer eigenen Vergangenheit und ihrem Ursprung.)

          Unterm Strich denke ich jedoch, nichts geht verloren, manchmal muss man nur eben sehr viel genauer hinschauen und Suchen – dann finden einen die nötigen Antworten schon..

          Liebe Grüße

          August

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          • „Und gerade jetzt wo ich das hier schreibe, fällt mir auf, dass all diese Menschen die hier herkommen, genauso entwurzelt und von ihrer eigenen Kultur und Geschichte, abgeschnitten werden….“

            Wurde ich auch, bzw. meine Eltern .. .. vielleicht Voraussetzung für meinen derzeitigen Weg .. .. who knows .. ..
            Ich glaube nicht, dass es was bringt, zurück zu wollen zu irgendeiner Lebensweise in meiner Ahnenlinie .. .. hab ´ was anderes „zu tun“.

            LG
            Veron

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      • Guten Morgen, August!

        Zitat: „…. Unter Historikern gibt es eine Art Witz, der ungefähr so lautet: Die Aufgabe des Historikers ist es, die menschlichen Fehltritte in der Weltgeschichte zu dokumentieren und ansonsten daneben zu stehen und mit anzusehen, wie andere sie andauernd wiederholen…“

        Ein sehr treffender Witz! Und warum werden sie wiederholt? Weil die Erfahrung nicht abgeschlossen, keine Weisheit daraus gezogen wurde. Im Grunde gibt es gar keine Gesellschaft, sondern nur Individuen. Und da jedes Individuum bei seinem Tod alle Bedürfnisse, alle Anhaftungen und Abneigungen mit in eine neue Inkarnation nimmt, geht das Spiel des Ego natürlich immer weiter. Alles andere ist nur Form, die wechseln kann. Aber es ist das gleiche Spiel.

        Zitat: „…Abschütteln, verdrängen und ignorieren lässt sie sich nicht….“ ( die Vergangenheit)

        Aber sie lässt sich transzendieren in Bewusstsein und Weisheit. Und darin sehe ich die Aufgabe jedes einzelnen Menschen. Ich denke, es ist kaum möglich, die Gesellschaft oder die Welt zu verändern, weil es im Grunde gar keine Gesellschaft gibt. Es gibt ja auch keine Materie, sondern nur Elektronen. Alle Revolutionen sind gescheitert, weil die Menschen immer von einer „Gesellschaft“ ausgingen, die sich verändern müsste.

        Dabei muss sich jeder Einzelne verändern ,- und in diesem Sinne denke ich, dass wir heute im Gegensatz zu vergangenen Zeiten viel größere Chancen haben, unser Bewusstsein zu erweitern und einen Schritt vorwärts zu gehen.

        LG von Angela

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        • Lieber August !

          Tolles Beispiel mit der „Zelle“ ! Sehr anschaulich…

          Zitat: „… : Doch jedes Individuum ist unendlich wichtig, aber eben nicht so, wie das Ego das gerne hätte sondern in einem viel viel größeren und bedeutsameren Zusammenhang…“

          Ja, so meinte ich es auch. ( habe heute leider keine Zeit, ausführlicher zu antworten )

          Deine „ausartenden“ 😀 Texte finde ich immer sehr interessant, weiter so, haha ! 🙂

          Liebe Grüße von Angela

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          • Daaa bin ich beruhigt, danke fürs Kompliment!

            (Mich hat hinterher total geärgert vergessen zu haben, mit einzubauen, dass die Zelle mit ihrem „Cell-Phone“ auch jederzeit ihre großen Brüder (die Killer-Zellen) zur Hilfe ruft, falls es mal Stress mit den bösen Nachbarn gibt😛 )

            Liebe Grüße
            August

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  • Ein interessanter Artikel zu dem Thema von der ehemaligen Femen-Aktivistin Zana Ramadani – selbst nach muslimischem Glauben erzogen – ist hier nachzulesen:

    http://www.welt.de/vermischtes/article150989935/Seid-wuetend-auf-die-muslimischen-Frauen.html

    LG
    Ina

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    • Danke Ina,
      Der ist wirklich sehr gut. Diese Realität existiert leider auch.

      lg,

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    • Hi August,

      Am Ende wird niemand auf unser Niveau in Sachen Lebensqualität hinaufgezogen. Wir alle werden abstürzen, Haben den Zenit überschritten und zu oft versäumt, an möglichen Umkehrpunkten halt zu machen. Von Umkehr ganz zu schweigen. Teile & Herrsche

      Das ist die falsche Einstellung, ich denke, es ist grade die Aufgabe in dieser Zeit, die anderen auf unsere Lebensqualität zu heben – so limitiert auch manches davon sein mag. Es ist weitaus besser, wie in anderen Teilen den Welt.

      lg,

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      • Hi August,

        Zu oft hat die Menschheit bestimmte Ereignisse, im entscheidenden Moment verpennt. Auf dass es sich nicht zum xten Mal widerholt.

        Ja, das stimmt schon. Wir leben grundsätzlich in einer schwierigen Zeit, vieles verändert sich, aber Veränderungen brauchen Zeit. Da ist ein ständiges auf und ab, ich bin ein unverbesserlicher Optimist und ich denke, wir werden die Kurve – auf lange Sicht gesehen -schon kriegen ..
        Auf Wiederholungsdramen hab ich auch keinen Bock ..

        lg,

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        • Servus August,

          Optimusmus, konstruktives- & positives Denken sind meiner Auffassung nach, der natürliche Zustand eines gesunden Geistes, in einem gesunden Körper – unter normalen Umständen,
          Ich halte jedoch eine Überbetonung dieses Prinzips, als einzige, sinnvolle Bewältigungsstrategie, um mit Wirren, Chaos und Problemen zurecht zukommen, für einen Trugschluss. (Wurde für meinen Geschmack, auch übergebühr in den Vordergrund gestellt, durch Werke wie “Murphy´s Law”, “The Secret” etc.= Es verkommt dadurch, teilweise zu reinstem Wunschdenken )
          War da nicht auch etwas, mit dem “Law of Attraction”? Die anderen hermetischen-psycho-Magie Gesetze vergessen? Ausgleich z.B,, alles hat seinen Preis. Und manchmal ist dieser, einfach zu hoch.

          Da kann ich dir nur zustimmen. Das seh ich auch, meine Optimismushaltung ist trotzdem vorhanden – irgendwie grundlos. ^^
          Und ja, das sogenannte „negative“ hat seine Berechtigung. Ist Antrieb für weitere Entwicklung und da sind einfach „Dinge“, die offensichtlich aussortiert und erfahren werden müssen. Nicht so lustig, aber notwendig.

          Hab n schönen Tag,

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    • Hallo August,

      das ist ein Standpunkt, ja. Den kann man haben, ja. Ich halte ihn aber für mindestens so einseitig wie das was du kritisierst. Und deshalb ist diese Diskussion eine Sackgasse.

      LG,
      Andi

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      • Lieber Andi,

        danke für deinen, an mich gerichteten Kommentar.

        Ich habe vor einiger Zeit einem Interview mit einem Amerikanischen Alt-Hippie gelauscht, welcher vor vielen Jahren einen Wolfs-Welpen aufgenommen und großgezogen hatte. Er lebte auf einer Farm, umgeben von Bergen & Wäldern, welche er regelmäßig mit seinem „Kumpanen“ durchlief. Die bedeutendste Erkenntnis fürs Leben, die er durch seinen Wolf gelernt hatte, äußerte er folgendermaßen:

        Wenn ein Wolf auf ein Hindernis stösst, sei es Gestrüpp, ein Fluss, meterhohes Geröll oder umgekippte Bäume, dann setzt er alles drauf und dran, dieses Hindernis zu überwinden, es zu überqueren, und darüberhinaus zu gehen, komme was da wolle – wohingegen der Mensch, viel zu oft versucht, einfach nur darum herum zu gehen und Umwege sucht .- dabei am Ende, häufig einen viel viel längeren Weg einschlägt und manchmal auch garnicht ankommt & sich verliert.

        Was ich damit – mehr oder weniger subtil – zum Ausdruck bringen möchte: Von dem Wort „Sackgasse“, sollten wir uns nicht sofort, unbedingt aufhalten lassen.

        Selbstverständlich ist jede Diskussion von vornherein zum Scheitern verurteilt, wenn ein Diskutant die Diskussion, völlig frei von Substanz, für aussichtslos erklärt: Wobei sich dann allerdings die Frage stellt, weshalb er sich überhaupt darauf eingelassen hat.

        Ich für meinen Teil, mache mir nichts vor – Perfektion ist unerreichbar – man kann sich dieser bestenfalls ein wenig annähern. Und zwar Step-by-Step. In diesem Bestreben und in diesem Sinne bin ich jederzeit gewillt meine diesbezüglichen „Defizite“ zu überwinden und über meine natürlicherweise „einseitigen“ Sichtweisen hinauszuwachsen.

        Bist Du, lieber Andi, das auch?
        (Es kann natürlich nicht nur Wölfe geben….)

        Einen freundlichen Gruß an Dich

        August

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        • Hallo August,

          meine Antwort ist von der Position her ungünstig gelandet und bezieht sich auf einen Kommentar viel weiter oben, weswegen der Inhalt vielleicht nichtmehr zugeordnet werden kann.

          „Ist jedenfalls schon ein ziemliches Pauschalurteil, welches die Dame da gefällt hat…“
          Darauf habe ich mich bezogen. Denn die Frau liegt erstens ziemlich richtig (ich traue ihr durchaus zu die Situation als direkt Betroffene beurteilen zu können), zweitens urteilt sie nicht pauschal sondern beleuchtet Ursachen und Folgen und das gerade ohne jemanden zu Verurteilen.
          Wenn man diese Postition jedoch vom Tisch wischt, ist eine Diskussion nicht mehr möglich, d.h. mit deiner Antwort hast du mich bereits bestätigt.
          Vielleicht ist jetzt etwas klarer worauf ich hinaus wollte.
          Zum Inhalt noch kurz: Es ist nebensächlich was in einem Buch steht, wenn die Auslegung Generation um Generation radikaler wird. Und bei den „grossen religiösen“ Werken Bibel und Koran sollte man nicht übersehen, dass sie nicht zuletzt auch als politische Mittel gebraucht und auch missbraucht werden. Beim Koran geht es bekanntlich bis hin zu „Ehrenmorden“ innerhalb der EIGENEN!! Familie, so sehr diktiert dieses Buch das Leben und nimmt weder auf den Zeitgeist noch auf die grundlegensten menschlichen Bedürfnisse (die sich mit dem Zeitgeist wandeln) rücksicht, weil ein Buch das einfach nicht kann.
          Interessant dazu finde ich folgende Betrachtungen:
          https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/06/12/islam-sippenbindung-und-europaische-geistesentwicklung/
          https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/06/29/islam-und-gewalt-gehort-der-islamismus-zum-islam/
          Und der Fassadenkratzer ist mitnichten in irgendeiner Form radikal, sondern zählt mit zu den erwachsensten Kommentatoren im Netz.
          Dass es Familien innerhalb des islamischen Kulturkreises gibt, für die das nicht gilt ist selbstverständlich. Allerdings sollten wir denen die unter den Auswirkungen tatsächlich leiden, nicht in den Rücken fallen in dem wir ihr Leiden relativieren… weisst schon, Gut-Mensch und so…

          LG,

          Andi

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          • Hey August und Andi,
            den Text mit Zana Ramadani hatte ich auch weiter oben bereits verlinkt, weil darin ein paar wichtige Aspekte angesprochen werden. Zum Beispiel, das mit der Erziehung die durch die Frauen erfolgt, oder auch die indirekten Botschaften, die durch das Verschleierungsgebot vermittelt werden. Beide Geschlechter, Mann und Frau werden unselbstständig (auch unmündig) und in der Trennung gehalten. Der Mann kann fast keinen normalen Umgang mit Frauen erlernen. Siehe auch die strenge Trennung nach Geschlechtern bei Feiern, beim Beten usw. Wenn ich diese Bilder im Schwimmbad z.B. sehe, Mann und Sohn in Badehose und die Frau im Ganzkörperanzug.. das macht mich manchmal so wütend und traurig zu gleich, für mich schwer zu akzeptieren so etwas.
            Zana Ramadani war eine Femen-Aktivistin, das kann einen natürlich mißtrauisch machen, aber sie ist ja nicht die Einzige, die in dieser Art berichtet. Da gibt es viele Bücher, Interviews und Texte von ganz verschiedenen Muslimen / Muslimas, ehemalige und aktive. Die für mich wichtigste Aussage ist die Forderung nach einer Reformation des Islam! Sozusagen eine große und starke Gegenbewegung zu den radikalen Tendenzen, die sich im Salafismus äußern. Wie im Christentum durch das Neue Testament geschehen, welches sich ja durchaus fundamental vom Alten unterscheidet.
            Was mir zB. nach Köln von den Muslimen, zB. dem Sprachrohr in Deutschland, dem Zentralrat der Muslime, gefehlt hat, eine deutliche Distanzierung von den Tätern und Solidarisierung mit den Opfern, ein Bekenntnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, plakativ in Worten oder vielleicht in Form einer Demo. Zum Beispiel wie die ca 200 männlichen Flüchtlinge, Syrer usw. die eine Solidaritätskundgebung am Kölner Bahnhof abhielten. Das einzige was ich vom Zentralrat der Muslime hörte, daß sie eine neue Welle des Hasses beklagten. Ist sicherlich richtig, aber ich hätte mir mehr gewünscht. Islamkritiker leben leider immer noch gefährlich, viele unter falscher Identität oder ständigen Drohungen ausgesetzt.
            Nur wir werden das nicht ändern können, der Impuls muss aus islamischen Kreisen selbst kommen. Alles andere wäre aufgezwungen und mit Zwang und Unterdrückung erreicht man keine nachhaltige Entwicklung. Wir können nur Grenzen setzen und sagen, mit uns bis hier hin und nicht weiter. Schutz für diejenigen bieten, die bei uns Zuflucht vor der religiösen Unterdrückung suchen. Und, genau wie Du schreibst Andi:

            „Allerdings sollten wir denen die unter den Auswirkungen tatsächlich leiden, nicht in den Rücken fallen in dem wir ihr Leiden relativieren“

            Andi: auch gute Analysen bei Fassadenkratzer, danke für den Lesetipp.

            August: Das schreibst etwas über die 3. Haltung, die neutrale. Ich denke schon, daß es wichtig ist, diese Position einnehmen zu können. Sie spielt ja auch in vielen spirituellen Lehren eine große Rolle. ZB. bei der Karma-Theorie, jeder bekommt was er sich verdient hat. Wenn dann ein Baby stirbt, war das eben sein Karma. Dennoch ist beim Anblick des Leidens Anderer das schon sehr schwierig und kann auch kaltherzig wirken. Wie würdest Du das einordnen?

            LG, Dee Dee

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          • Hi August,
            Wenn du Videolinks einstellst, mach bitte einen Doppelpunkt vor dem Link. Das verbraucht sonst zuviel Speicherplatz.
            Danke.

            lg,

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          • Hallo August,

            weil ich mich nicht angesprochen fühle werde ich auch nicht antworten.
            Aber davon abgesehen frage ich mich, wieso du jetzt auf Dee Dee losgehst…

            LG

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            • „Ehrlich gesagt machts mich am meisten traurig mich mit sovielen logischen Fehlschlüssen auseinandersetzen zu müssen wie ihr beide, Du liebe Dee Dee und Andi, es hier in diesem Zusammenhang vortragt….“
              Woher nimmst du das? Weil wir eine andere Perspektive haben? Die Dinge von einem anderen Standpunkt her betrachten? Du denkst unser Standpunkt wäre „falsch“? Genau das ist die Sackgasse.

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          • Lieber August !

            Wir haben uns eben die erste Hälfte des Islam-Videos von Vera Birkenbihl angesehen und ich kann Dich jetzt sehr gut verstehen! Danke für die Anregung, eine großartige Frau, – da steckt was dahinter! Bin gespannt, was noch kommt…

            :https://youtu.be/3Y3RHztJAhQ

            Dieses Video sollte zur Pflichtlektüre an Gymnasien und in Blogs mit diesem Thema gemacht werden, dann würden diese haltlosen Beschuldigungen und emotionalen Aufwallungen vielleicht eines Tages weniger werden.

            All diese sogenannten „Heiligen Bücher“ sind oft nur aus der Zeitgeschichte heraus zu verstehen und erfahren, wenn man sie auf das Jetzt anwendet eine völlige Verdrehung.
            So findet man z.B. im Koran kein einziges Verschleierungsgebot, es ging nur um einen Vorhang, hinter dem sich die Frauen in Mohammeds Haus vor den vielen Gästen sicher fühlen konnten.

            Auch die Hasstiraden ( Tötet die Ungläubigen, wo ihr sie immer findet….. Sure 9) bezog sich auf die Ungläubigen in Mekka, die infolge von Stammeskriegen angegriffen wurden, – und nicht auf die ganze Welt.

            Bei Minute 54.18 ( etwa) spricht sie auch über Deutschland…

            Mir sind bei dem Interview : http://www.welt.de/vermischtes/article150989935/Seid-wuetend-auf-die-muslimischen-Frauen.html

            Zitat von August : „… und NEIN auch nicht die 25 Jährige Dame mit Slowenischem Hintergrund aus dem obigen Springer-Presse-Käseblatt Artikel ist da eine Authorität…“ Genau !

            auch sehr große Zweifel gekommen. Eine einseitige Stellungnahme aus ihrer eigenen Angst heraus. Das zeigt sich spätestens in folgendem Schlusssatz:

            „Wir müssen aufhören mit der falschen Toleranz gegenüber dem Islam. Der Islam macht unsere Werte kaputt, und das müssen wir verhindern…..“

            Liebe Grüße von Angela

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            • Lieber August !

              Zitat: „…Die Ironie an dem Thema für mich persönlich liegt darin, dass ich selbst “Dem Islam” alles andere als positiv zugetan bin. Ganz Im Gegenteil!…“

              Ich kann Dich verstehen. Auch ich habe im Grunde nichts für organisierte Religionen gleich welcher Art übrig, sie sind seit jeher ein Instrument zur Versklavung der Menschheit gewesen, mal mit gröberen , mal mit subtileren Mitteln.
              Es ist diese unerträgliche Polemik gegen die „Gefahr“, die mit dem Islam über uns hereinbrechen KÖNNTE , die allenthalben zu hören ist, in der Presse, im Fernsehen und auch im Internet, die mich abstößt. Im politischen Geschehen ist es ja nicht anders. Aufbauschen von Halbwissen, Meinungen und Emotionen. Und überhaupt dieses „ES KÖNNTE“, das Vorwegnehmen infolge eigener Vorstellungen. Und wenn sie sich dann verwirklichen infolge der Anziehung , kann man sagen, man hätte es ja ohnehin gewusst!

              Du hast in meinen Augen etwas sehr Kluges gesagt:

              Zitat: „… Ja, werden mit Problemen konfrontiert, derer wir uns annehmen müssen, sobald sie uns direkt und persönlich betreffen….Wenns im Fernsehen kommt oder in einer Zeitung steht ist dies jedoch nicht immer der Fall (man nennt es dann oft auch Politik oder Public Relations) ….Sobald diese Probleme uns direkt betreffen, müssen wir eine konkrete Vorstellung davon haben, womit wir es zu tun haben auf unterschiedlichsten Ebenen –“….

              Ich kenne hier in unserer mittelgroßen norddeutschen Stadt Menschen, die in Flüchtlingslagern arbeiten, sie erzählen ganz andere Erlebnisse,- und ich sehe bei uns öfter Gruppen von jungen Männern in der Fußgängerzone, die sich unterhalten. Ich habe mir ihre Gesichter angesehen und habe dort nichts „Gemeines oder Sexistisches “ entdecken können. Natürlich gibt es auch andere, genauso wie bei uns. Und der unbewusste Mensch, egal welcher Herkunft ,- wird sich in einer Gruppe , in der er sich stark fühlt, immer anders verhalten, als als Einzelner. Dieses Thema hatten wir ja schon…

              Gedanken ( der Angst, der Ablehnung, der Verurteilung) sind Schwingungen und werden auch empfangen und dementsprechend „beantwortet“. Wie sagt man: „Wie es in den Wald reinschallt , so schallt es wieder raus“…

              Was ich als sinnvoll empfände, wäre, den Menschen beizubringen, wie sie kreativ sein – , etwas erschaffen können. Gott nennt man doch den „Schöpfer“ . Und immer wenn man etwas Kreatives (egal welcher Art) tut, kann man nicht gewalttätig sein, denn die Energie bewegt sich auf das Göttliche zu und Destruktivität ist ausgeschlossen.
              Und genau das wird bei uns in kleinem Rahmen versucht, mit Kindern ohnehin, aber auch mit jungen ausländischen Männern, die in Behindertenwerkstätten, z.B. in der Tischlerei, zeitweilig arbeiten. Das empfinde ich als einen guten Weg.

              Liebe Grüße von A n g e l a

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            • Hallo August,
              alles gut, Du bist mir nicht zu nahe getreten. Habe keine Probleme damit, wenn jemand mal etwas feuriger schreibt, ganz im Gegenteil, bin selbst ein Sternzeichen des Feuers🙂

              Und du hast natürlich recht, „den“ Islam gibt es nicht, es sind verschiedene Ausprägungen davon. Daß ich das so verallgemeinere, liegt eventuell auch an der Selbstdarstellung der Muslime in der westlichen Welt. Es gibt eben so viele Vereine, Verbände etc. die immer von sich als „den“ Muslimen sprechen. Gibt ja auch andere, z.B. speziell schiitische, die treten jedoch nicht so öffentllich auf, das ist eher Insider-Wissen. Und andersherum gesehen, kennen wahrscheinlich die meisten Muslime auch nicht unbedingt die Unterschiede im Christentum: Katholik, Protestant, Neu-Apostolisch oder Mormone oder…

              Soweit ich weiß, ist in Bezug auf die Stellung der Frau und zB. Verschleierung die sunnitische Richtung am strengsten. Die schiitische unterscheidet sich nur geringfügig davon, darin daß beispielsweise Frauen den gleichen Teil wie Männer erben (bei den Sunniten ist es die Hälfte dessen, was ein Mann erbt). Die Alewiten sind die moderatesten Muslime, unverschleierte Frauen sind kein Problem und es herrscht auch keine Geschlechtertrennung.

              Und ja, ich bin da eben geprägt in der Weise, daß ich es als ungerecht empfinde, wenn die Frauen Kleiderregeln erfüllen müssen und Männer nicht. Es gibt natürlich auch extreme Auslegungen wo Männer ebenfalls sich bedecken müssen. Ich finde das alles nicht gut. Es sind ja auch sinnliche Erfahrungen, Sonne oder Wasser auf nackter Haut, diese werden durch religiöse Regeln den Menschen vorenthalten. Teilung und Trennung von den Urkräften…
              Aber ich will mich gar nicht als Richter aufspielen, ich hab halt meine Empfindungen und wen interessierts? Die Welt dreht sich so oder so weiter.

              Nur. was machen wir, wenn uns ein tief gläubiger Muslim begegnet und Tränen in den Augen hat, wenn er hier im Westen mit ansehen muss, wie all die kostbaren Töchter Allahs, sich hergeben, für die Blicke & Gelüste all dieser Männer? […] Der sieht das echt so….und mit der Zeit wird aus der Traurigkeit, Ablehnung & Zorn und irgendwann vielleicht blanker Hass.

              Wir müssen uns auch den Sitten und Gebräuchen in strengen islamischen Gesellschaften anpassen, wenn wir uns dort aufhalten. Da werden dir Tränen in den Augen auch nichts nützen, das ist eines der wenigen Gesetze des menschlichen Zusammenlebens, das auf der ganzen Welt gilt: Wenn wir irgendwo fremd sind, Gast sind, dann passt man sich eben an. (Es sei denn, man ist ein Invasor) Wenn ich in einem Land bin, wo das Kopftuchtragen von der Frau verlangt wird, renne ich auch nicht rum und versuche die Frauen davon ab zu bringen, auch wenn ich das überhaupt nicht gut finde, nein ich lege selbst eines an.
              Und die selbstbewusste Muslima mit Kopftuch? So what, soll sie es tragen, wenn sie es glücklich macht. Mein Punkt waren die Frauen, die darunter leiden und unser Gehör für ihre Probleme erbitten.

              Und zum Koran, ich habe den nicht erwähnt, denn der spielt eine geringe Rolle für die Ausprägungen des Islam, es sind die Auslegungen der Verse, die in alle Richtungen sehr viel Spielraum lassen.
              Man(n) kann auch Muslim sein und nicht alle geschminkten, unverschleierten Frauen im Minirock als Freiwild ansehen. Stichwort Erziehung…

              Aber jetzt reichts mir auch mit dem Islam usw… das ist eigentlich überhaupt nicht mein Thema. Es führt doch viel zu weit von den wirklich wichtigen Aspekten weg, was Du auch in Deinem Kommentar an Andi schreibst:

              „Es geht um Macht, Geld, Kontrolle, Geopolitik, Social Engineering…“

              Dem kann ich nur zustimmen und ich danke Dir, daß Du diesen Punkt wieder mehr in den Vordergrund gerückt hast. Das ist das eigentliche Thema, was ich auch leider etwas aus den Augen verloren habe in den letzten Tagen.

              lg, Dee Dee

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  • Hi August!

    „und ansonsten daneben zu stehen und mit anzusehen, wie andere sie andauernd wiederholen.“

    Habe mich ganzer Zeit gefragt,woher ich die Situation jetzt kenne…fühle mich in einer Endlosschleife..

    „Viele Entwicklungen verlaufen auch im Verborgenen und es gibt immer, auch ganz andere Ebenen, die einer Betrachtung bedürfen, um ein besseres Verständnis zu erhalten.“

    Das merkwürdige ist, dass die Gewalt in Köln auf einer Ebene garnicht mit Frauen zu tun hat, es ist eine Retourkutsche für ein Experiment. Es ist selbstverständlich meine Erinnerung und Gefühl, keine Wahrheit.

    LG

    Roxana

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  • Lieber August !

    Zitat: „… „Wer oder Was“ profitiert davon, dass wir uns andauernd entzweien lassen, wegen Belanglosigkeiten? „…..

    Ich würde sagen, letzten Endes DAS EGO in jedem unbewussten Menschen , es wächst und dehnt sich aus. Und der Mensch wird noch unbewusster.

    Wobei das kollektive Ego – genauso wie das persönliche Ego das Bedürfnis nach Gegnern und Konflikten besitzt und den Wunsch hat, andere ins Unrecht zu setzen und selbst recht zu behalten. Und immer mehr und mehr will… Es braucht die Opposition.

    Ein Streit entsteht doch immer, wenn mehrere Menschen unterschiedlicher Ansicht sind. Jeder Einzelne identifiziert sich meist so sehr mit seinen Gedanken, dass daraus ein Ich-Gefühl entsteht. Er fühlt sich also identisch mit seinem Denken. Und wenn er dann seine Meinung vertritt, ist es so, als ob er nicht einen Gedanken oder eine Ansicht verteidigt, sondern sich selbst, manchmal so, als ginge es ums Überleben. Daraus entstehen dann die Emotionen, er ist aufgebracht, verärgert, abwehrend oder aggressiv. Das Ergebnis ist klar.

    Also beginnt alles mit der Identifikation mit irgendwelchen Gedanken, die niemals das sind, was wir wirklich sind ohne diese Egoverzerrung in uns. Und wie beim Einzelnen, so ist es auch im Großen, bei Völkern und Nationen. ( „Wir gegen sie“…… )

    Zitat: „…Ganz provokativ gefragt. Könnte es sein, dass hier zielgerichtet solche Dinge in den Vordergrund gerückt werden, um unsere Aufmerksamkeit zu bannen, um uns beschäftigt zu halten, damit wir von anderen Dingen abgelenkt werden? „…

    Genau- auch da kann sich ein Mensch, der abgelenkt, – und sich seiner wirklichen Kraft und Macht nicht bewusst ist , viel leichter beherrschen lassen….

    Liebe Grüße von Angela

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    • Hallo AngelaWeib+Frau, du Kind Deiner selbst,

      meine Erfahrung ist es, dass ich mich mit sensationellen Geschichten, stehen sie nun aufḿ Papier oder kommen aus dem Mund meines Gegenübers, immer wieder mehr oder weniger gern von mir ablenken lasse….

      Mit mehr oder weniger herz-lic(ht)en oder herz-losen Grüßen
      von
      StefanMann+Herr, Kind seiner selbst

      ps:

      (Weib+Frau) (Mann+Herr) sind dia-bolisch, weil
      Ein Ding/Leib zweigeteilt,
      wobei das Weib/der Mann ein Geist mit Schatten ist…
      Die Frau/derHerr ein Geist ohne Schatten … oder,nicht wahr?????

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