Back to Basics

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geschrieben von Renate Hechenberger:

Der emotionale Tsunami geht weiter und weiter. Zuerst Griechenland, dann Flüchtlinge, dann Wahlen in Österreich, Brexit, Anschlag in Nizza, Putschversuch in der Türkei, Pro- und Anti EU Hetze – jetzt im Herbst wiederholte Bundespräsidenten Wahlen in Österreich – mit einem eventuellen Öexit als Wahlthema- man kann in Österreich anscheinend so lange wählen, bis die FPÖ das ersehnte Resultat erlangt hat .. es hört nicht auf.

Aber der Sommer ist endlich da, Schulen sind aus, die Urlaubszeit beginnt bei vielen. Es ist also eine wunderbare Zeit, sich wieder auf sich selbst zu besinnen, Innenschau halten und das innere Kraftzentrum zu stärken. Bevor du weiterliest, einfach ein paar mal tief ein- und ausatmen, bring dich so gut du kannst in deine Mitte.

Wenn es dir im Moment in etwa so geht wie mir, dann hast du mein vollstes Mitgefühl. Der Emotionalkörper ist seit langem im Höchsteinsatz und vieles aus dem Unterbewussten wird mit Nachdruck nach oben befördert. Auch ich bin immer wieder erschöpft und müde und muss sehr achtsam mit mir und meinen Energien umgehen. Die Felder sind extrem unruhig, viele schlafen sicher sehr schlecht, sind unruhig, nervös und ausgelaugt, angsterfüllt oder zumindest sehr beunruhigt.

Viele dieser Emotionen sind in Bezug auf all die Menschen, die jetzt zu Abertausenden in unsere Länder geströmt sind, dem Austritt der Briten aus der EU und der allgemeinen Hass- und Hetzkampagnen der diversen Lager. Emotionalkörper werden zu einem kollektiven aktiven Vulkan, der Tonnen von Angst, Elend, Misstrauen, Neid, Hass, Zorn, Hilflosigkeit usw. mit viel Wucht in die Atmosphäre schleudert. Dazu kommen astrologische und andere energetische Einflüsse. Der ganze Cocktail ist sehr explosiv und anstrengend.

It’s the time of testing

Hat man uns ja auch vorausgesagt .. Zwinkerndes Smiley

Wie gehen wir also um mit all dem emotionalen Zeugs, welches uns jetzt vor die Nase geknallt wird?
Jetzt hilft auch kein Davonrennen mehr zum indischen Guru oder was auch immer. Man kann natürlich auch sagen, dass alles eine Illusion ist und mich nicht betrifft .. Tja, schön wäre es, denn die Probleme vor deiner Nase sind meist schon manifestiert und werden sich nicht „puff“ einfach in Wohlgefallen auflösen.

Es ist wirklich an der Zeit, sich zu besinnen, wieder zu meditieren und ruhig zu werden. Jeder für sich. All das hysterische Geschrei hilft niemandem und macht extrem müde. Vielen Menschen leisten seit Monaten großartiges für all die Menschen, die in unsere Länder strömen, helfen und tun und machen was und wo sie nur können. Das ist Love in Action. Und die meisten dieser Menschen würden sich nicht als „spirituell“ bezeichnen, sondern sind einfach Menschen mit Herz und Mitgefühl. Ja, wir werden bis auf Innerste getestet, ob wir Mitgefühl, Liebe und Oneness auch wirklich LEBEN können. In einem schönen Meditationsraum, warm, sicher und harmonisch – von all dem Elend der Welt weit entfernt, ist das natürlich keine Kunst.

Wir tragen nicht zu einer Lösung zum Wohle ALLER bei, wenn wir jetzt durchdrehen vor Angst und geschürter Hysterie und so zuerst unsere Herzen, dann unsere Türen und letztendlich unsere Grenzen schließen. Hat das nicht fast jeder in der spirituellen Gemeinschaft schon einmal gesagt „Wir sind Eins“? Aber nicht mit den Menschen aus den arabischen Ländern, Afrikanern usw. oder? Ach ja, das ist ja alles geplant worden von Frau Merkel & C0. Tja, auch wenn es „geplant“ war, es ändert nichts an der Tatsache, dass wir vor sehr großen Problemen stehen und Lösungen finden müssen – im Kollektiv, nicht nur einzelne Politiker.

Einfach unmenschlich und sehr hässlich, was da so hervor kommt, auch aus der spirituellen Szene. Und nein, wir können nicht die ganze Welt bei uns aufnehmen. Wir können aber sehr wohl aufwachen und endlich unsere Köpfe aus dem Sand nehmen. Jeder trägt dazu bei, dass Politik und Business so sind, wie sie sind. Wie eine Frau auf Facebook so schön schrieb: „Die EU ist kein Büro in Brüssel, sondern wir alle!“

Bitte hier weiterlesen: – > https://coreonnewenergy.wordpress.com/2016/07/18/the-basics/

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@Steven Black

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23 Kommentare

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  • Schön zu lesen, dass es Menschen gibt, die wirklich an ihrer Heilung und damit natürlich auch an der Gesamtheilung auf diesem Planeten arbeiten.
    Danke für diesen wichtigen und richtigen Beitrag!

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  • „.. .. Schaut dass ihr eine gute Freundin/Freund habt mit der/dem ihr euch austauschen könnt. Jemand dem ihr eure Ängste mitteilen könnt, die aber auch klar genug ist und einfach nur Raum bietet, damit sich der Teil in euch einfach ausdrücken kann, etwas Luft bekommt..“

    Hach ja, so eine Freundin wünsche ich mir schon lange .. .. eine ganz auf meiner Wellenlänge, die womöglich das gleiche macht und weiß, wovon die Rede ist, und wie man richtig damit umgeht.

    So wie Mike Hellwig fragt: Wann hat zuletzt jemand wirklich zugehört? (Es geht natürlich darum, wenn man darüber spricht, wie man sich fühlt.)
    Ohne etwas verändern zu wollen, ohne mit Ratschlägen um sich zu werfen oder etwas „klein“ zu machen, mit Interesse, nicht nur auf ein Stichwort wartend, wo man mit seinem eigenen Befinden einhaken kann oder mit der lapidaren Antwort, daran sei sicher das Wetter schuld .. ..
    Einfach nur – ah, so ist das bei dir, aha .. ..

    Liebe Grüße
    Veron

    P.S. Danke, liebe Renate, für den Text, das Daran-erinnern, was wichtig ist

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    • Hallo Veron!

      Und – bist DU bereit, das alles für einen anderen Menschen zu tun ?

      LG von Angela

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      • Liebe Angela!
        Das klingt jetzt von Dir, als wäre es eine anstrengende Sache .. ..

        Natürlich ist es ein Lernprozess, so zu reagieren, und es setzt auch voraus, dass das Gegenüber davon spricht, wie es sich fühlt .. .. ganz gewiss geht es hierbei nicht darum, sich endlose Geschichten über Erlebnisse der Person anzuhören oder Fachwissen, nur weil jemand gerne erklärt.

        Grundsätzlich ist man selbst derjenige, der den inneren Anteilen zuhört, diese Verantwortung wird auf keinen Fall auf jemand anderen übertragen. Dann aber kann man z.B. sagen, dass man sich heute ganz elend fühlt, und die Antwort wird in etwa sein: „aha, so fühlst du dich heute, ganz elend .. ..“ Eine Steigerung wäre noch eine Focusing-Partnerschaft, wo genauer definiert wird, wie sich etwas anfühlt, und der Partner spiegelt das zurück, damit der Focusierende noch mal in sich überprüft, ob es passt. Man kann das bis zu einem gewissen Grad aber auch in so einem Gespräch machen, indem der Sich-elend-fühlende nun ermuntert ist, das genauer zu erklären und sich schließlich verstanden fühlt – und mehr wollte er vielleicht gar nicht.

        Ich habe bemerkt, dass ich schon oft keinen Rat gab, vom Wetter sprach etc., nur sagte ich meist lediglich „mhm“ .. .. was möglicherweise als Desinteresse ausgelegt wurde. Es ist auch so, dass das nicht einfach so bei jedem anzuwenden ist, manche fühlen sich vielleicht verarscht, meinen, man plappert einfach nur nach. Deswegen sollte es ja auch eine Freundschaft sein, bei der beide wissen, worum es geht, und dies auch wollen.

        Liebe Grüße
        Veron

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  • Fühlen .. .. kein Thema zum Diskutieren – entweder man tut es oder nicht.

    Mit oder ohne verbundenem Atem (siehe Präsenzprozess) durch den Körper wandern, hinfühlend, Hallo sagend .. .. bis man im Bauch angelangt ist, dort besonders aufmerksam hinfühlt / hinhört, auch noch eine Einladung ausspricht an das, was jetzt gerade Aufmerksamkeit braucht, und während dieser Übung auch jeden „störenden“ Gedanken begrüßt (meine Hauptbeschäftigung dabei). Natürlich auch im Alltag „auf seinen Bauch hören“ .. .. ich kann das (noch) nicht so wie beschrieben, aber es ist dennoch deutlich, dass Teile von mir „unwillig“ auf Menschen reagieren, aus denen ihre Wächter sprechen.

    Fühlübungen .. .. Das ist, was ich tun kann, für mich .. .. und für die Welt? Ich habe kein Gefühl dafür, dass ich es für mehr tue als für mich.

    Lustig ist: so viele reden und schreiben vom Herzen. Dessen Weisheit, die Liebe .. .. Mike Hellwig spricht / schreibt vom Bauch. Dort ist auch das Solarplexus-Chakra, von dem Renate sagt, es hätte üblicherweise das meiste „abbekommen“.

    Ich mag kaum noch jemandem was erzählen, fürchte die üblichen Reaktionen, selbst wenn mich was ärgert, scheint dieser Ärger ganz anders zu sein als bei anderen .. .. gut, die Freundinnen haben sich ohnehin zurückgezogen, die Mutter sagt, sie habe jetzt auch noch ihr letztes Kind verloren (meine Schwester starb durch einen Unfall, mein Bruder, indem er sich vor einen Zug warf), und ja, sie hat recht, die brave Veron, die sich um sie kümmerte, sie anrief oder besuchte, ihre immer gleiche, sich wiederholende „Schallplatte“ über sich ergehen ließ, Fragen beantwortete, obwohl die nur dazu dienten die Gesprächszeit zu verlängern .. .. die gibt es nicht mehr. Der innere Protest führte zu immer größeren Abständen, musste jedes Mal mühsam überwunden werden, und jetzt ist er zu groß geworden. Keine Ahnung, wie das weitergeht, aber es kann nur weiter gehen, ein Zurück kommt nicht in Frage, scheint mir gar nicht möglich.

    Ich kann aber auch gut verstehen, warum manche sich erst gar nicht darauf einlassen, solange ihr Leben noch einigermaßen „funktioniert“, sie selbst einigermaßen „funktionieren“, in einer Gesellschaft, in der Funktionieren, die Jagd nach Wohlgefühl bringenden Aktionen und diverse aus all dem resultierende Krankheiten / Leiden normal sind .. ..

    Liebe Grüße
    Veron

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    • >> obwohl die nur dazu dienten die Gesprächszeit zu verlängern <<

      Aufmerksamkeit, sprich Liebe zu schenken, ist wohl das, worum es geht.
      Oder Veron, ist es nicht dies, was du auch möchtest/ brauchst?

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      • Hej Bernd!

        Ich bin mir jetzt nicht im Klaren, was Du damit genau meinst:
        Aufmerksamkeit, sprich Liebe zu schenken, ist wohl das, worum es geht.
        An wem ist es, Liebe zu schenken?

        Meine Mutter kann das nicht, konnte das noch nie.
        Ich kann das auch nicht, woher sollte es kommen .. .. ja, Aufmerksamkeit bringe ich schon auf, aber Liebe?

        Bei Gesprächen mit meiner Mutter fühle ich mich, als würde mir Energie abgesaugt, indem Aufmerksamkeit und Mitgefühl von mir gefordert wird, aber selbst keines aufgebracht (das war immer schon so, solange ich mich zurückerinnern kann). Wenn ich etwas sage, was irgendeine Art Gefühl hervorrufen könnte, wird sofort das Thema gewechselt, d.h. sie spricht wieder von sich selbst, wiederholt, was sie vorher schon sagte, wie eine Endlosschleife .. .. und dann kommen so Sätze wie „es muss ja immer etwas sein, dass es einem nicht zu gut geht / man nicht übermütig wird“
        Ich nehme meine inneren Anteile wahr, die sich diesen Sch.. einfach nicht mehr anhören wollen, manche mögen nur mehr schreien .. ..

        Liebe Grüße
        Veron

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  • Ich glaube die große Herausforderung für uns Menschen ist

    – eine klare Position zu vertreten ohne Dogmen aufzustellen
    – für etwas einzustehen ohne in ein Märtyrerverhalten zu gleiten
    – friedfertig und offen zu sein aber nicht blauäugig und naiv
    – hilfsbereit zu sein ohne sich selbst zu vergessen
    – hinzusehen ohne zu verurteilen
    – anzunehmen aber nicht hinzunehmen
    – zu lieben nicht mit Erwartungserfüllung zu verwechseln
    – innere Kraft und Stärke statt wilden Aktionismus wirken zu lassen
    …usw.

    Lebe ich das alles? Leute, ich kann euch gar nicht sagen, wie weit ich davon meist entfernt bin.
    Aber wenigstens beginne ich langsam ein wenig zu verstehen und auch wenn es mir oft schier endlos schwer fällt diese Grundsätze in meinem Leben umzusetzen, so sehe ich sie als Beginn eines Weges in eine heilende Richtung.

    Zitat:…“Emotionalkörper werden zu einem kollektiven aktiven Vulkan, der Tonnen von Angst, Elend, Misstrauen, Neid, Hass, Zorn, Hilflosigkeit usw. mit viel Wucht in die Atmosphäre schleudert. Dazu kommen astrologische und andere energetische Einflüsse. Der ganze Cocktail ist sehr explosiv und anstrengend.“…

    Anstrengend – das fasst es gut zusammen. Seit etwa einem Jahr habe ich das Gefühl vor Erschöpfung jederzeit zusammenzuklappen. Als würde permanent jedes Quentchen Freude und Ruhe unter einem Berg von Schutt und Asche begraben werden und es ist so kräftezehrend sich da wieder rauszuwühlen.
    Angesichts meiner eigenen Gefühle diesbezüglich, kann ich gut verstehen, dass sich nicht wenige Menschen von reinigenden Armageddon-Szenarien angezogen fühlen. Man hat die Erschöpfung ob der Dinge so endlos satt, dass man die kurze und heftige Untergangskröte gerne schluckt, nur um dieser mittlerweile kompletten Verzerrung unseres irdischen Daseins endlich ein Ende gesetzt zu sehen. Nur ist das leider ein Trugbild, denn den Karren, den die Menschheit mit Anlauf in den tiefsten Dreck geschoben hat, wird sie auch höchstselbst dort wieder herausziehen müssen, und das wird Jahrhunderte dauern.

    Das ist übrigens etwas, was unsere bösen Eliten uns ganz klar voraushaben – die planen nicht nur innerhalb einer Generation sondern über viele Generationen hinweg. können mit Rückschlägen wesentlich besser umgehen als wird, haben Ausdauer und Biss und verlieren vor allen Dingen nicht das Ziel aus den Augen. Der Rest der Menschheit denkt viel zu kurz und mit kindlichen Erklärungen auf Fragen, wie die Dinge zusammenhängen.

    Wir müssen den Spieß umdrehen – und zwar nicht mit dem Ziel von Gewalt und Vernichtung der „bösen Eliten“ sondern dahingehend, dass wir lernen, dass durch das Ausbleiben unserer stillen und meist unbewussten Zustimmung und folglichen Unterstützung übler Machenschaften, diesen Herrschaften/Wesen/Energien komplett der Saft abgedreht wird.
    WIR müssen die Pflege und Heilung all dessen was uns umgibt und was wir sind selbst wieder in die Hände nehmen, denn das ist definitiv nicht die Aufgabe von Frau Merkel, Jesus oder wem auch immer.

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    • Wow, Ignifer, was für eine Liste .. .. !

      Ich wäre glatt überfordert, würde ich versuchen, das alles mit Absicht zu leben, d.h. also meine Gedanken dahingehend zu programmieren.
      Aber ich bin mir sicher, ich muss das gar nicht, es steckt schon das Richtige in mir / uns drinnen, und es kommt hervor, wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt.

      Mir fallen gerade die 10 Gebote ein .. .. ich habe mal gelesen, es waren ursprünglich gar keine Gebote, sondern nur Aussagen, woran man einen „rechten“ Menschen erkennt. So ist es, denke ich, mit vielem. Wir empfinden etwas als erstrebenswert und versuchen so zu sein .. .. und dann kleistern wir eventuell ein neues Verhalten über das drüber, was wir aus der Kindheit mitgebracht haben, verbiegen uns nun in die andere Richtung, statt sich mal das anzusehen, was da ist, was uns verbogen hat.

      Aber ich glaube, Du weißt das ohnehin, so mein von Dir gewonnener Eindruck.
      „WIR müssen die Pflege und Heilung all dessen was uns umgibt und was wir sind selbst wieder in die Hände nehmen“
      Absolut!

      Liebe Grüße
      Veron

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    • „und es ist so kräftezehrend sich da wieder rauszuwühlen.“
      Liebe Ignifer!

      Ich würde gerne noch was zu dieser Aussage schreiben, möchte Dir aber Gelegenheit geben, sie näher zu erläutern, falls Du magst. Wie dieses Rauswühlen abläuft, ev. warum Du es machst .. ..

      Liebe Grüße
      Veron

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      • Liebe Veron!

        Ich empfinde dieses Herauswühlen aus diesem Loch so kräftezehrend, weil die Energie dort für mein Empfinden eine ganz eigene Qualität hat.

        Es ist nicht so, dass es sich dabei um ein Ungeheuer handelt, dass dich fauchend gegen deinen Willen festhält, sondern das Gegenteil ist der Fall. Diese Energie lädt dich ein, umarmt dich und verströmt einen lähmenden Duft, der dich irgendwie in deiner Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit jammernd dahindämmern lässt.
        Und das will ich nicht. Es kotzt mich an, weil das eigentlich nicht meine Natur ist, aber diese zuckersüße Säuseln dort unten nimmt mir so schön die Verantwortung ab. Dass das nur einen ganz kurzfristigen Nutzen bringt, der aber keiner ist, kommt in meinem Hirn in diesem Moment dann nicht an, bzw. die Erschöpfung tut seine Arbeit dazu. Ehe ich mich versehe, hocke ich dann wieder mitten in meinem Verzweiflungsflauschibett und denke mir „nicht schon wieder“.
        Das hinterhältige daran ist, dass der Weg dort hin nicht immer derselbe ist, so dass man ihn sofort erkennen könnte um den Prozess zu stoppen. Es ist teilweise sehr subtil und während man sich auf einem sicheren Weg glaubt, steht man plötzlich erneut genau inmitten von dem, was man im grunde nicht mehr wollte.

        Wie ich da rauskomme? Ich versuche mir klar zu machen, was ich in diesem Loch zu erwarten habe, was ich dort für mich tun kann und in wie weit es meine Vision der Welt repräsentiert oder unterstützt. Da ist jedoch nichts, gar nichts, also was soll ich da.
        Es hat gedauert, bis ich das gelernt habe und trotzdem kommt es immer wieder vor, aber ich erkenne die Zustände jetzt schneller und klarer. Trotzdem ist es anstrengend sich da aus eigener Kraft zu erheben, weil man im Zuge des „Lochaufenthaltes“ immense Mengen an Energie abgegeben hat. Völlig energielos ist man dennoch nicht und dieses Quentchen sollte man unbedingt zum Rauswühlen nutzen.
        Was mir persönlich zusätzlich hilft, ist die Vorstellung von Zomies, die völlig abgestumpft durchs Leben latschen und vor sich hinfunktionieren. Nein, danke! Alles, nur das nicht. Ich habe hier eine Aufgabe und ich lasse mich nicht durch die Umstände auf so eine Art ausknipsen.

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        • Das wichtigste, was mir beim Rauswühlen hilft, habe ich gar nicht erwähnt.
          Ich persönlich schöpfe sehr viel Energie durch den Aufenthalt in Wäldern mit alten knorrigen Bäumen. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten in einem riesigen Baum leben und mich von ihm einhüllen lassen. Als ich den Film „Avatar“ gesehen habe, war ich hin und weg von diesem gigantischen Baum, weil er genau so darstellt ist, was ich seit Jahren in meinem Kopf habe.🙂

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        • Liebe Ignifer!

          Vielen Dank für Deine lange Antwort, Du kannst das so gut schildern, ganz toll nachvollziehbar. Ja klar, wer will schon ein jammerndes Häufchen Elend sein, das zu nichts nütze ist, nichts tun kann .. ..
          Ich hoffe es ist Dir recht, wenn ich Deine Situation aus meiner Perspektive, also so, wie ich die inneren Anteile verstanden habe, darstelle.

          Da ist also ein Teil, der traurig und hoffnungslos ist, und wenn Du mit dem identifiziert bist, versinkst Du in dieser Energie.
          Dann gibt es einen anderen, der will das nicht, und wenn Du mit dem identifiziert bist, heißt das, Du willst das nicht, dieses Versinken.

          Du schriebst im EAT:
          „Ich bin mit voller Absicht in den tiefsten Abgrund gegangen, haben mir die schlimmsten Szenarien durch den Kopf gehen lassen, habe mir gestattet mir wirklich richtig leid zu tun, aber irgendwann wurde es mir schlichtweg zu blöd dort unten. Ich habe es durchlebt und war irgendwann fertig damit – es war „abgearbeitet“.“
          Das war schon nahe an dem, was Radikale Erlaubnis macht. Bei dieser ist man bewusst „Gastgeber“ und hört sich beide „Parteien“ an. Du hast dem traurigen Teil zugehört, warst aber vermutlich auch teilweise mit ihm identifiziert. Trotzdem war es irgendwann „abgearbeitet“, zumindest so weit, dass der andere Teil sich wieder melden konnte, der, der sagte, es würde jetzt reichen – es ist Dir zu blöd geworden.

          Und jetzt meldet sich dieser Teil, der das nicht will, schon früher, lässt es gar nicht mehr zu, dass Du so lange in dem „Loch“ versinkst. Andererseits findet der traurige Teil nun immer wieder andere Strategien um Dich doch da reinzulotsen ( „Das hinterhältige daran ist, dass der Weg dort hin nicht immer derselbe ist, so dass man ihn sofort erkennen könnte um den Prozess zu stoppen. Es ist teilweise sehr subtil und während man sich auf einem sicheren Weg glaubt, steht man plötzlich erneut genau inmitten von dem, was man im grunde nicht mehr wollte.“ ). Würdest Du nicht auch alle Tricks ergreifen, wenn Du gehört werden willst?

          Wenn Du die Identifikation erkennen kannst, kannst Du anders damit umgehen. Du hörst beiden Teilen zu ohne Partei zu ergreifen. Dann bist Du halt mal traurig, erkennst den traurigen Teil, hörst ihm zu, und mit größter Wahrscheinlichkeit geht es vorbei, ohne dass Du Dich „rauskämpfen“ musst. Allerdings soll es vorkommen können, dass manche Teile den Rest des Lebens gehört werden wollen, dass sie das brauchen. Würde mich nicht wundern, wenn das bei mir der Fall ist, jedenfalls habe ich schon wahrgenommen, dass einer für immer traurig sein möchte, und ein zorniger findet die Idee, dass er „transformiert“ werden soll (wie manche Richtungen fordern) absolut sch.. .. Ja, darf er!

          Mein Vorschlag ist, dass Du Dir die „Absolute Erlaubnis“ oder das Nachfolgebuch mal anschaust, Dir durch den Kopf gehen lässt, wie es damit wäre .. .. und schaust, dass Du entscheidest, wirklich Du, nicht der Kritiker oder sonst wer aus Deinem inneren Team.

          Liebe Grüße
          Veron

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        • Mir ist da noch was aufgefallen, liebe Ignifer!

          Mitten drin wechselst Du von „ich“ zu „man“:
          „Es hat gedauert, bis ich das gelernt habe und trotzdem kommt es immer wieder vor, aber ich erkenne die Zustände jetzt schneller und klarer. Trotzdem ist es anstrengend sich da aus eigener Kraft zu erheben, weil man im Zuge des „Lochaufenthaltes“ immense Mengen an Energie abgegeben hat. Völlig energielos ist man dennoch nicht und dieses Quentchen sollte man unbedingt zum Rauswühlen nutzen. “

          Mike Hellwig schreibt:

          .. .. und nicht selten verraten wir unsere Identifizierung mit dem inneren Kritiker, indem wir von uns in der dritten Person sprechen.

          Vielleicht ist es nur dieser Teil, der behauptet, dass Du Energie abgegeben hast? Ich kann mir das nicht wirklich vorstellen .. .. wenn ich traurig bin, gebe ich keine Energie ab, dann bin ich nur traurig. Lediglich wenn ich versuche nicht traurig zu sein, dann wird es anstrengend.

          So war es auch, als ich depressiv war. Ich versuchte die ganze Zeit anders zu sein, kämpfte dagegen an, wollte wenigstens ein klein bisschen was tun können. Nur scheinbar habe ich es akzeptiert, mich zähneknirschend damit abgefunden, aber nie voll und ganz angenommen, so wie Mike Hellwig es schildert.

          Liebe Grüße
          Veron

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          • Liebe Veron,

            meine Antwort auf deinen Kommentar muss in meinem Kopf noch etwas reifen – zur Zeit bin ich dazu nur leidlich fähig, weil mir fast der Schädel platzt.
            Ich wollte dir nur kurz mitteilen, dass ich dich nicht vergeesen habe, aber meine Antwort wird noch ein paar Tage brauchen, weil du bei mir was gedanklich in Gang gebracht hast, was noch nicht ganz fertig ist. :))

            LG

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          • „Ich wollte dir nur kurz mitteilen, dass ich dich nicht vergessen habe “
            lieb von Dir, danke 🙂

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            • Liebe Veron,

              ich muss mir das Buch von Hellwig besorgen – da scheinen recht gute und sinnige Ansätze vorhanden zu sein, soweit ich das aus den zitierten Auszügen hier beurteilen kann.

              Dass ich in meinem Kommentar von „ich“ auf „man“ geschwenkt habe, ist mir selbst gar nicht aufgefallen, bis du es angesprochen hast. Das hat mich wirklich eine ganze Weile ins Grübeln gebracht und je mehr ich das sacken lasse, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass es tatsächlich einen Teil von mir gibt, der wie ein quengelndes Kind immer wieder mal in diesen Kokon aus Aussichtslosigkeit und Kummer zurück möchte und dabei erfolgreich ist. Tja, jetzt sollte ich herausfinden, warum es dort hin will und nach Aufmerksamkeit lechzt. Argh, schon wieder seine verstaubten Ecken betrachten, die man bereits auf Hochglanz poliert gewähnt hatte …

              Hm, und das mit dem Verlust von Energie in meinem „Loch“ macht mich nach deinem vorletzten Beitrag auch nachdenklich. Ich für mich habe schon den Eindruck, dass ich durch dieses Gefühl dort unten Energie verliere, denn ich bin dann nicht nur traurig. Trauer allein ist für mich bereits ein Zustand, wo ich mich mit ganz aktiv mit etwas auseinandersetze, was mir auch keine Karft nimmt. Das was ich meine, ist der Zustand, in dem ich Dinge nicht zuordnen und ihnen ihren Platz zuweisen kann und die mich dann übel runterziehen. Sobald ich im Verlauf wieder etwas mehr Klarheit bekomme, bin ich zwar ziemlich ausgepowert, aber es aktiviert in mir dann auch die nötige Kraft da wieder rauszufinden.

              Was haben wir uns eigentlich dabei gedacht, hier in dieser Daseinsform aufzuschlagen – unser wahres Wesen ist wohl recht experimentierfreudig…
              Manchmal erinnert mich das alles hier an meine früheren RPG-Spiele auf dem PC. Da jagt man einen geschaffenen Charakter in die absurdesten und gefährlichsten Abenteuer, wohl wissend dass man selbst sicher auf der Couch sitzt und im Grunde nichts passieren kann. Als wäre unser Ausdruck hier auf der Erde genau das selbe, nur in etwas kleiner …. wie im Großen, so im Kleinen. Wer weiß, vielleicht „fühlt“ der geschaffene Avatar in einem PC-Spiel auch auf irgendeine Art und Weise, die sich uns entzieht und die für uns als Mensch nicht wichtig ist.
              Faszinierend das alles ist.😉

              Vielen Dank für die wertvollen Denkanstöße, Veron.

              LG

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              • Hallo Ignifer,
                Ich habe dir das neue Buch von hellwig als PDF geschickt. Schon vor einer Woche .. ^^
                Vielleicht isses im Spam gelandet. Ich schicks dir nochmal.

                wünsch dir nen schönen Tag

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                • Hallo Steven,

                  Ich habe die PDF gerade im Spamordner entdeckt – vielen Lieben Dank dafür!🙂
                  Das von letzter Woche ist wohl automatisch gelöscht worden, denn ich habe in den Einstellungen eine Löschung alle 24 Stunden des gesamten Ordnerinhaltes angegeben, sonst ersticke ich in Spams.
                  So, dann mal sehen, was der Autor so zu sagen hat.

                  LG

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              • Liebe Ignifer!

                Ich bin ganz begeistert, finde es total „toll“, dass bei Dir nicht gleich ein Wächter auf die Barrikaden ging, sondern Du in Dich hineinfühlen konntest. Ein gutes Zeichen🙂

                „Tja, jetzt sollte ich herausfinden, warum es dort hin will und nach Aufmerksamkeit lechzt“
                Du wirst es dann ja im Buch lesen .. .. das Herausfinden ist nicht der Punkt, sondern das Mitfühlen. Vielleicht bekommst Du dann auch irgendwann eine Erklärung, aber das innere Kind braucht nicht die Bestätigung, dass es aufgrund eines bestimmten Grundes so fühlen darf. Selbst wenn der Grund nie gefunden wird, ist es wichtig, ihm „zuzuhören“.

                Ich merke schon lange einen sehr traurigen Teil bei mir, gelegentlich kam es zu fragmentarischen Aussagen .. .. ich weiß nicht mal, ob es ein Teil ist oder mehrere, aber es ist egal, ich bestätige nur immer, dass ich für ihn da bin und er so sein darf .. ..

                „Das was ich meine, ist der Zustand, in dem ich Dinge nicht zuordnen und ihnen ihren Platz zuweisen kann und die mich dann übel runterziehen.“
                Ein unangenehmer Zustand, kann ich verstehen. Das muss man mal aushalten können .. .. deswegen will wohl ein Teil von Dir unbedingt einen Platz zuweisen.

                „Manchmal erinnert mich das alles hier an meine früheren RPG-Spiele auf dem PC. Da jagt man einen geschaffenen Charakter in die absurdesten und gefährlichsten Abenteuer, wohl wissend dass man selbst sicher auf der Couch sitzt und im Grunde nichts passieren kann..“
                Ein interessanter Vergleich .. .. und so könnte es durchaus sein mit dem großen Bewusstsein, von dem wir hier ein Teil sind um Erfahrungen zu machen, die anders nicht möglich sind.

                Freu ´ mich, wenn ich wieder mal was von Dir „höre“, z.B. wenn Du reingeschnuppert hast ins Buch.

                Liebe Grüße
                Veron

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                • Liebe Veron,

                  da Steven so lieb war, mir dieses Werk zukommen zu lassen, werde ich mich im Laufe der Woche darauf stürzen. Vielleicht wird mir dann manches gefühlsmäßig wieder ein wenig klarer.

                  ….“…deswegen will wohl ein Teil von Dir unbedingt einen Platz zuweisen.“…
                  Jaja, da kommt recht deutlich hervor, dass ich (und vielleicht auch andere) Dinge recht gerne zu- und einordnen möchte, um diesen Eindruck von Kontrolle zu haben. Vertrautes ist einfacher zu verarbeiten als schlecht Greifbares. Das erlebe ich zum Beispiel auch gerade mit meinem Sohn (knapp 14 Jahre) – da komme ich bzgl. Kontrolle mittlerweile an meine Grenzen (was ja auch gut und wichtig ist) und das muss ich erst einmal verdauen. *lol* Manchmal ist das Verhältnis zwischen mir und meinem Sohn, dem Verhältnis zwischen mir und dem was mich manchmal gefühlsmäßig überrennt, ziemlich ähnlich – totales Chaos, Verunsicherung und Verzweiflung, bis ich immer wieder zu der Erkenntnis komme, dass alles genau so in Ordnung ist, wie es ist. Vielleicht muss es einfach so sein.

                  LG🙂

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