Unfucking myself

geschrieben von Steven Black:

Die menschliche Erfahrung besteht aus einem Reverifikationskreislauf. Er klingt simpel, wirkt allerdings sehr effektiv, wie man am persönlichen Erleben sehen kann. Dieser Kreislauf besteht aus unseren Glaubenssätzen über die Welt und uns selbst, unsere Vorstellungen, die gekoppelt sind an diverse Emotionen, sowie Erwartungen und wie diese sich im Körper auswirken, was wiederum zu der persönlichen Erfahrung und zu Glaubenssätzen über die Erfahrung führt. Damit wird das, was wir glauben verifiziert, wieder und wieder. Dieser Kreislauf von Selbstbestätigung der eigenen Realität läuft ziemlich unbewusst in uns ab, bis wir an einen Punkt in unserer Entwicklung kommen, wo uns das halbwegs bewusst wird.

imageMeine Überzeugungen und Glaubensmuster haben eine bestimmte Frequenz, sind quasi eine Art Ton. Meine Vorstellungen und Erwartungen, die mit den Überzeugungen einhergehen, haben eine bestimmte Art und Weise, wie ich mich in meinem Körper fühle. Diesen emotionalen Ton strahle ich aus. Es ist ein Klang, den andere Menschen empfangen können, wodurch ich bestimmte Erfahrungen anziehen und erleben werde, die im Kontext meiner Vorstellungen und Glaubenssätze begründet sind. Nachdem ich diese Erfahrung hatte, wird das automatisch zu einer Bestätigung meines Glaubensmusters über diese spezielle Erfahrung führen. Im besten Fall kann dies zu einem atemberaubenden Höhenflug führen, schlimmstenfalls zu einem totalen Crashdown. Meistens jedoch führt dieser Kreislauf zu ein bisschen hiervon und davon, zu etwas Höhenflug, ein bisschen Crash – Freude, Liebe, Leid, Verlust.

Diese Erkenntnis über den Reverifikationskreislauf ist grundsätzlich nichts neues. Sie ist eigentlich uralt und gehört zum Basiswissen der Bewusstseinsentfaltung, man nennt es auch “Gesetz der Anziehung”. Die Erkenntnis ist nicht so schwierig, die Umsetzung dieser Erkenntnis ist jedoch ungleich schwerer. Den Kreislauf zu kennen heißt nicht, ihn auch zu beherrschen.

Als ich nach 25 Jahren schwerem Drogenmissbrauch endlich genug davon hatte, mich ständig von der Polizei verfolgt zu fühlen (ungerechterweise natürlich Smiley ) und mich endlich zu einem radikalen Kurswechsel in meinem Leben durchringen konnte, war ich 40 Jahre alt. Ich kann keine erhebende Erkenntnis dafür anführen, ich war einfach nur fertig damit, total erschöpft und erlebte einen persönlichen Breakdown. Und nein, ich fühlte mich damals keineswegs traumatisiert oder als Opfer. Die Wahrheit ist, ich fühlte damals sehr wenig. Aber ich wusste ich kann nicht mehr so weiterzumachen, wie bisher. Mir stand alles bis zum Hals und weder die Drogen, das Nachtleben oder sonst welche Dinge, die ich damals machte – nichts davon war mehr in der Lage mich nur annähernd zufrieden zu machen.

Meine Lebensflamme hat für 25 Jahre lichterloh gebrannt. Ich habe in dieser Zeit mehr erlebt, als viele Menschen ihr ganzes Leben lang nicht erfahren. Es war voller Abenteuer, Drama und Stress. Und ich würde lügen, wenn ich jetzt behaupten würde, das hätte mir keinen Spaß gemacht. Doch, ich habe es genossen – zumindest größtenteils. Aber dieser Lebensstil hat meine Flamme auch abgefackelt, man kann getrost Burnout dazu sagen. Und ich bin damals in ein dunkles Loch gefallen, woraus es äusserst schwierig war, wieder herauszukommen.

Während ich alle “normalen Leute” als Deppen sah, an denen das Leben nur vorüber zieht, redete ich mir selbst ein, den vollen Durchblick zu haben. Es hat lange gedauert, bis mir dämmerte, dass die Rennstrecke, auf der ich mich im steilen Überholungsmodus wähnte, nichts anderes als eine konstante Selbstverleugnung war. Es war ein ständiges Leben im Wächterbewusstsein. Wächter sind ein wichtiger Teil unseres Bewusstseins, solange wir noch nicht in der Lage sind selbstverantwortlich, bewusst und authentisch auf das Leben zu reagieren. Die Wächter in uns sind unentwegt besorgt über das eigene Erleben und sie wachen darüber. Wächter sind Beschützer, die das verletzte oder traumatisierte Teile (wie das Innere Kind) in uns, durch vielfältige Vermeidungsmuster, Gefühlsabsperrung und einem enormen Aufgebot an mentalem Fokus, vor weiterem Schmerz und Trauma beschützen wollen. Sobald das Überleben bedroht wird, übernehmen Wächter den Fokus unseres Bewusstseins, was aber nicht unbedingt etwas mit der aktuellen Lebens Situation zu tun haben muss.

Es gibt Persönlichkeitsanteile in uns, welche diverse Überlebensstrategien anwenden, um unserem Leben einen gewissen Grad an Sicherheit zu bieten. Mein Wächterbewusstsein entdeckte, das Heroin und andere schwere Drogen einem diese innere Sicherheit geben. Du fühlst dich damit sicher, bildest eine Form von Einheit mit dir selbst, wovon andere Menschen nur träumen können. Aber dafür bezahlst du einen heftigen Preis, der nicht nur deine physische Gesundheit betrifft, sondern dich auch in deinem emotionalen Erleben erstarren lässt. Du wirst kalt und lebst in einem mentalen Luftschloss, welches zur Beibehaltung des Status Quo eine Unmenge an Kompensierungsverhalten benötigt, um die innere Leere zu füllen. Für die Wächter ist das allerdings ein akzeptabler Preis, um einerseits das verletzte Kind zu schützen, andererseits das restliche Gesamtsystem der psychischen Struktur vor einer Überflutung der emotionalen Realität (Trauma) dieses Kindes in uns zu schützen. 

Während immer noch viele Menschen der Idee anhängen, es wäre der Verstand, welcher im Vordergrund unserer Wahrnehmungen stünde, ist es tatsächlich das emotionale Erleben. Je nachdem, wie sicher oder unsicher unsere emotionale Realität ist, wird der mentale Fokus vom Wächterbewusstsein benutzt, um diese Realität zu rationalisieren, zu verdrängen oder auch ganz zu leugnen.

Es ist ja nicht so, als ob alle Drogenabhängigen minderbemittelt oder einfach nur willensschwach wären. Das Problem sind auch nicht die physischen Entzüge, sondern die unsichere, emotionale Realität, in der man sich befindet, sobald die Entzugssymptome abklingen und die Droge nicht mehr zur Verfügung steht, um das Unterbewusstsein abzusperren. Dann dringt diese innere Realität zurück an die Oberfläche des Bewusstseins. Resultat: Du wirst dir umgehend wieder die Droge besorgen, denn diese Unsicherheit ist kaum auszuhalten. 

Mich sicher zu fühlen ist ein emotionaler Ton, den ich ohne Drogen nie erfahren hatte. Ich gehöre zu den sogenannten “unsicher gebundenen Kindern”, da ich die ersten 3 Monate keinen Kontakt mit meiner Mutter hatte, weil aufgrund eines Typhusausbruchs im Krankenhaus alle Kinder in der Säuglingsstation von ihren Müttern getrennt wurden. Bis zu meinem 5. Lebensjahr wurde ich weiterhin von meiner Mutter und der häuslichen Umgebung mehrmals getrennt, aufgrund wirtschaftlicher Erfordernisse. Diese frühe Mutter-Kind Bindung hat einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Sozialisierungsprozess, den wir vom Kind zum Erwachsenen durchlaufen und definiert im wesentlichen die Art von Beziehungsfähigkeit, die wir später im Leben mit uns selbst, anderen Menschen und der Welt im allgemeinen haben. Ein sicher gebundenes Kind und ein unsicher gebundenes Kind, erleben ihre Realität daher völlig anders. Wie die Bindungsforschung heute weiß, kann das ziemlich gravierende Folgen für die spätere Persönlichkeitsentwicklung bedeuten.  

imageMein Glaubenssatz war: “Ich kann mich ohne Drogen nicht sicher fühlen und deswegen kann ich ohne Drogen nicht leben.”

Das begrenzte mein Vorstellungsvermögen enorm, wie ich mich selbst sah und wie mein Leben sein könnte. Und es zwang mich in den TeufelsKreislauf von Geld-und Drogenbeschaffung, führte zur täglichen Bestätigung dieses Glaubenssatzes und addierte viele andere Glaubenssätze hinzu, die im wesentlichen auf Selbstwertlosigkeit und Ohnmacht ausgerichtet waren. Dies schlug sich in der körperlichen Wahrnehmung unbewusst nieder, die ich ausstrahlte, wodurch ich Erfahrungen anzog, die mir diese Glaubenssätze bestätigten. Meine innere Vorstellungswelt war ein Krieg, der im Inneren wütete und den ich auf die äussere Welt projizierte. Und es inszenierte das Kindheitstrauma immer wieder, wobei ich mehrmals von Frauen verlassen wurde – manchmal physisch, emotional oder geistig. Das “wie” spielt keine Rolle, es geht ums Gefühl des “Verlassenwerdens” – die emotionale Realität, die ich als Kind erlebte. Mehr noch, ich selbst verließ mich täglich ..

Aus solch einem Strudel wieder rauszukommen, das ist ehrlich schwierig und ging nur Schrittchen für Schrittchen. Dieser Breakdown, den ich damals erlebte war wirklich keine lustige Sache, aber vermutlich die beste, notwendigste Erfahrung, die ich durchleben musste, denn das ermöglichte mir einen Neuanfang. Für Härtefälle wie mich ist das ein absolut notwendiger Prozess. Yes, sometimes you need a breakdown!

So was mögen wir zwar nicht, aber meistens kapieren wir erst hinterher den Wert solcher Prozesse und Erfahrungen. Ich las dann alle möglichen schlauen Bücher, eignete mir psychologisches Wissen an und verwendete diverse Selbsthilfetechniken, welche ich wild durcheinander mixte, miteinander kombinierte und im “do it yourself” Verfahren experimentierte. Das war wirklich eher ein Durchwursteln als zielgerichtete Anwendung – aber es hat irgendwie funktioniert. Langsam nur, aber das war immerhin ein Anfang. So fucking what? Smiley 

Projektionen

Meine Muster waren längst noch nicht alle erkannt, diese suchten sich nur ein neues Ventil. Wir erinnern uns – Reverifikation.

Während ich damit beschäftigt war, irgendwas zu finden, was mir Freude bereiten würde und so das Schreiben für mich entdeckte, machte ich Bekanntschaft mit vielen der ach so beliebten Verschwörungstheorien, die durch das Internet Einzug in mein Leben fanden. Und ich reagierte nicht anders, als alle anderen Leute, die naiv und neugierig in diese Theorien und Themen stolpern. Von 2007 bis 2011 hab ich wahrscheinlich jede nur erdenkliche V-Theorie gelesen und oft auch für wahr gehalten. Und hab natürlich einiges davon in meinem Blog verwurstet, unter dem hehren Banner von “Aufklärung”. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass es das nicht ist. Das Verschwörungstheorien auch niemandem helfen “mehr zu verstehen”, sondern eine Reflektion des menschlichen Geistes sind, der einfache Antworten auf komplexe Sachverhalte sucht und liefert. Aber so funktioniert unsere Welt nicht.

Doch das habe ich erst bemerkt, nachdem all die vielen Informationen über eine angeblich omnipotente Elite, welche die Menschheit anscheinend versklaven und gefangen halten, niemandem – keinem meiner LeserInnen oder mir selbst, irgendeine Form von Freiheit gaben – weil ja angeblich “die Wahrheit” einen frei machen würde. Im Gegenteil, das Opferdenken verstärkt sich und das Gefühl einer persönlichen Ohnmacht nimmt dabei zu. Plötzlich tauchten dann alle möglichen Ideen auf, um “das System zu bekämpfen”, “Krieger des Lichts” zu sein und diesem nebulösen Licht zum Sieg zu verhelfen. Jau, “wir” gegen den Rest der Welt. Im nachhinein betrachtet, eine herrliche Komödie .. aber eine, die zu mir passte, denn ich war ja Subkulturen gewohnt.

Es war nichts anderes als ein neuer Durchgang durch den Kreislauf von Selbstbestätigung der eigenen, inneren Realität, die ich auf äußere Gegebenheiten projizierte (clever nicht? ). Die Wahrheit war, ich habe damals erst an den ersten Schichten meiner inneren Themen gekratzt. Die Realität war: Teile in mir fühlten sich gefangen, fühlten sich ohnmächtig und die Theorie einer omnipotenten Elite, nun, die erklärte natürlich hervorragend, warum das so war. Die Glaubenssätze von Selbstwertlosigkeit und Ohnmacht hatten sich nicht geändert, mein Wächterbewusstsein fand nur eine neue Möglichkeit, um die Wahrheit von mir fernzuhalten, indem angeblich äußere Faktoren, auf die ich überhaupt keinen Einfluss hätte, dafür verantwortlich gemacht wurden. Doch auch das funktionierte nur für eine gewisse Zeit. Wir leben heute in einer Epoche, in der die Vermeidung von Schmerz und inneren Konflikten nicht mehr so richtig funktioniert.

imageAber das verletzte Kind in mir, das wirklich böse wurde aufgrund seiner Verletzungen, bekam eine Verschnaufpause und durfte sich ne Zeitlang so richtig austoben. Durfte seinen Hass, seine Empörung und seine Wut auf eine ominöse, nicht wirklich greifbare Elite ausdrücken, die es für seinen Zustand verantwortlich machen durfte. Doch die emotionale Verletzung wird dadurch ja nicht besser, sondern bricht immer mehr auf und beginnt – sozusagen, zu eitern. Also würde ich sagen, dass meine Beschäftigung mit diversen V-Theorien durchaus wertvoll gewesen ist. Immerhin triggerte es meine Wunden, stach in meine Verletzungen – denn nur so konnte ich damals wahrnehmen, was in mir war.

Um 2012 herum habe ich einen alten Artikel von mir von 2009 nochmal gelesen und nüchtern analysiert. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die sich jetzt eher “unangenehm” anfühlten. Im Beitrag ging es um Rockefeller und Rothschild, welche ich in einigen Artikeln für alles Ungemach auf dieser Welt verantwortlich machte. Was ich da alles an Emotionen von mir wahrnehmen konnte – massive Ablehnung, Empörung, Hass, Wut, Ohnmacht – und ja, Neid. Alles schön unter der Maske von “Aufklärung” versteckt und kräftig in “die Welt” gespuckt.

Der Neid auf die Mächtigen – auf deren finanziellen und geistigen Einfluss und damit die Fähigkeit, etwas MACHEN zu können. Die eigene Welt gestalten zu können. Die Mächtigen sind eine konstante Erinnerung an das Gefühl der eigenen Ohnmacht (ohne-Macht). Dass es da Leute gibt, die sich eigenen Handlungsspielraum freigeschaufelt haben, erinnert uns unbewusst daran, wie wenig Möglichkeiten wir selbst haben. Aber das ist nicht die Schuld der Mächtigen, da kann man sich nur an die eigene Nase fassen.

Tatsächlich sehe ich heute die Idee einer allmächtigen Elite als eine Projektion des inneren Zustandes, mit dem das Gefühl von innerer Gefangenschaft, Ohnmacht und Selbstverleugnung oder diverse Umstände des eigenen Lebens, auf mächtige und wirtschaftlich erfolgreiche Menschen übertragen wird. Ich wäre wahrscheinlich nie auf diese Idee gekommen, wenn ich mir nicht eine gute Portion Selbstreflektion angeeignet hätte. Selbstreflektion ist eins der wertvollsten Hilfsmittel, um mir selbst auf die Schliche zu kommen. Irgendwann habe ich gelernt, alles und jedes erst einmal zu hinterfragen – vor allem, mich selbst dabei ernsthaft zu hinterfragen und immer zu schauen – was läuft dabei in mir ab?

Und es war das Buch von Daniel S. Barron “Es gibt keine negativen Emotionen” das mir Renate in 2013 “empfohlen” hat zu lesen, welches mir die komplexen Hintergründe dazu lieferte, mir der ich die Vorgänge in meiner Psyche besser/tiefer verstehen konnte. Nach wie vor zählt es zu einer der wertvollsten Lektüren, die man für die inneren Zustände heutzutage finden kann. Der Mann haut dir die Wahrheiten nur so um die Ohren, dass du es pfeifen hörst. Das muss man allerdings auch aushalten und annehmen können. 

Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Pläne von Interessensgruppen gibt, die Wirtschaft, Politik oder andere Dinge in ihrem Sinn beeinflussen, manipulieren und kontrollieren. Das ist knallharte Realität, aber es ist nicht die gesamte Realität. Menschen machen Pläne, Gruppen machen größere Pläne und mächtige und finanziell einflussreiche Gruppen – die machen sehr große Pläne. Dummerweise spielt sich die Dynamik solcher Pläne niemals zu deren vollen Zufriedenheit aus. Es gibt niemanden auf der Erde, der den vollen Plan und Durchblick hat oder auch nur die Möglichkeit hätte, alle Dynamiken im Spiel zu kontrollieren. Es sind alles Menschen und als solche habe sie auch Probleme, wie alle Menschen. Es gibt Gegner mit anderen Absichten, Streitigkeiten, Herausforderungen und Drama. Wir leben in der Polarität, alles wird ausbalanciert – so oder so.

imageWas aber viele Menschen nicht wahrhaben wollen ist, dass diese Leute so erfolgreich sind, weil sie die Fähigkeit entwickelt haben, sich voll und ganz auf ein Ziel zu fokussieren. Weil sie das, was sie tun, gerne tun und all ihre Energie da reinstecken. Sie ziehen Befriedigung aus ihren Handlungen. Und was habe ich getan? Mein ganzer Fokus war auf diverse Verschwörungstheorien gerichtet, an all die negativen Auswüchse und Zusammenhänge, die damit einhergehen.

Ich habe meine Energie verschwendet mit Dingen, die ich in diesem Moment sowieso nicht ändern konnte, anstatt meinen Fokus und meine Kraft dorthin zu bündeln, wo sie eigentlich sein sollten – bei mir und meinen Zielen und Absichten. Ich habe also meine ganze Aufmerksamkeit auf alle die Dinge gerichtet, die ich in dieser Welt eigentlich nicht haben wollte, also ganz weit weg von mir. Ich wusste nicht wirklich, wie ich meine persönlichen Umstände im Leben verbessern könnte. Meine Befriedigung erschöpfte sich in Empörung über diverse Zustände, in Wut und Zorn über andere.

Ich jammerte über die Manipulation der Massenmedien, aber bin blind dafür gewesen, wie sehr ich mich selbst manipulierte, um die Wahrheit über mich selbst zu verschleiern und zu vermeiden. Ich klagte über die Kriege, die vom US Imperium geführt wurden, aber negierte den Krieg in meinem Inneren. Ich schwadronierte über den vielfältigen Missbrauch, der an Menschen verübt wird, sah aber nicht den Missbrauch, den ich an mir selbst verübte.   

Diese Erkenntnisse waren sehr unangenehm. Aber sie führten dazu, dass ich meine Perspektive verändern und weitergehen konnte. Ich entschloss mich dazu, meine Fokus auf mich, meine Schatten und ungelösten emotionalen Themen zu lenken. Das führte mich natürlich immer tiefer in den “Kaninchenbau”, in mein Innerstes. 2013 lernte ich Renate kennen und wurde Teil ihrer “Coreon Gruppen”. Die letzten 4 Jahre sind ein regelrechtes Bewusstseins-Bootcamp, mit viel energetischer Heilung und totalem Umbau und Regenerierung meiner feinstofflichen Körper und Zentren (die sehr mitgenommen und teilweise sehr verletzt waren durch 25 Jahre Drogenkonsum) von Renate, endloser Clearings, regelmäßige Meditationen, sehr viel emotionaler Fühlarbeit (Focusing, Präsenzprozess), sowie physische Körperarbeit (TRE – neurogenes Zittern) und Aufstellungen. Der Rest ist sozusagen Geschichte ..

Persönlichkeitsanteile

Wenn also die Glaubenssätze dazu führen, wie sich mein Erleben gestaltet, dann bräuchte man ja eigentlich nur seine Glaubensätze verändern, dachte ich. Und dafür gibt es viele unterschiedliche Techniken und Ansätze, die – zumindest ein bisschen funktionieren. WENN man das lange Zeit und regelmässig durchführt. Aber ich habe herausgefunden, dass es trotzdem nur ein übertünchen ist – ein Versuch, die alten Emotionen zu “überschreiben” die zu jenen Glaubensmustern führten. Unser Wächterbewusstsein liebt alle mentalen Glaubensmuster-Veränderungsmethoden, weil damit die Konfrontation mit den unerfreulichen Gefühlen und den dazu abgespalteten Persönlichkeitsanteilen vermieden wird. Und es ist ein Versuch, das Resonanzgesetz auszutricksen, weil dieser Kreislauf von Selbstbestätigung der eigenen Realität darauf beruht. Der Punkt ist – es lässt sich nicht wirklich austricksen.

Das Resonanzgesetz wird gerne mit dem Beispiel eines Radiosender illustriert, der eben auf eine bestimmte Frequenz eingestellt ist. Quasi, was du aussendest, das empfängst du auch. Soweit so gut – das Problem mit dieser Art Analogie ist, dass ich als Mensch keine spezifische, für mich alleine stehende Frequenz habe, sondern vielmehr eine Mischung verschiedenster Klangfrequenzen bin. Diese Mischung setzt sich zusammen aus meinen Glaubenssätzen, emotionalen Tonlagen und den Ansichten und Meinungen all meiner unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen in mir. Das alles zusammen ergibt meinen ganz eigenen Ton, meine Klangmischung und das wiederum definiert, wie sich mein Erleben in Hinsicht auf Beziehungen, Beruf, Geld, Selbstsicherheit und andere Belange der menschlichen Existenz gestaltet. Dabei kann ich vielleicht sehr erfolgreich im Beruf sein, aber irgendwie rinnt mir das Geld immer durch die Hände. Vielleicht bin ich sehr gut darin, Geld anzuziehen und zu vermehren, aber habe Schwierigkeiten in Partnerbeziehungen. 

imageBewusstsein hat die Fähigkeit sich zu teilen, wie etwa ein Fluss sich in mehrere Arme teilen kann. Verschiedene innere Anteile haben verschiedene Bewusstseinsfrequenzen. Wir entwickeln im Zusammenhang des Sozialisierungsprozesses, den wir vom Kind bis zum Erwachsenen durchlaufen, diverse innere Persönlichkeitsanteile. Das ist nicht das Problem, das ist Teil der natürlichen Entwicklung. Das Problem besteht nicht darin, dass wir verschiedene Anteile haben, sondern dass in uns Persönlichkeitsanteile existieren, die wir verdrängt, abgespalten und verbannt haben. Anteile, die traumatisiert sind, die in ihrem Erleben festgefroren sind und die wir bislang nicht integrieren konnten.

Man spricht dabei auch von Dissoziation. Wenn ein Mensch traumatische Erfahrungen macht, dann dissoziiert er und trennt damit den Teil von sich ab, der es nicht schafft, diese Erfahrung zu durchleben und zu verarbeiten. Während andere Teile das weitere Überleben gewährleisten und weitergehen können, steckt dieser abgespaltene Teil in seinem Erleben fest und bleibt sozusagen in der Zeit hängen. Er verschwindet allerdings nicht, sondern wird lediglich in das sogenannte Unterbewusstsein verschoben, wobei gleichzeitig ein Wächter erschaffen wird, der möglichst dafür sorgen soll, dass diese Erfahrung nicht nochmals passiert und dass die überlebenden Teile möglichst keinen Kontakt mit dem abgespaltenen, festgefrorenen Anteil haben. 

Aber Wächter können nicht verhindern, das eine Neuinszenierung früherer Erlebnisse und alter Wunden in abgewandelter Form passieren. Ihr Modus besteht aus Vermeidungsstrategien, um den erlebten Gefühlen fernzubleiben und indem sie alles mögliche unternehmen, um unseren Emotionalkörper zu betäuben oder abzusperren. Um den emotionalen Hunger in uns zu betäuben, verwenden sie alle möglichen Methoden, wie Drogen, Alkohol, Spielsucht, Sexsucht, Mediensucht, Kaufsucht und vielerlei Ablenkungen.

Unsere Gesellschaft leidet an emotionaler Unterversorgung. Die Mehrheit der Menschen betäuben sich, weil der Mangel an emotionaler Zuwendung und Sättigung den Missbrauch von jedweder Form von Drogen und Dingen überhaupt erst herbeiführt. Abhängigkeiten beginnen immer durch einen unbewussten Impuls oder inneren Drang, zu einem entweder physischen, mentalen, oder spirituellen Füllstoff, mit dessen Hilfe die inneren, brüchigen Fundamente des persönlichen Innenlebens und seine Vermeidungstendenzen aufrecht erhalten werden. Das jeweilige Suchtmuster dient als Ersatz für Liebe und emotionale Nahrung, die wir in unserer abhängigsten Entwicklungsphase, unserer Kindheit, nicht bekommen haben.

Machtabgabe

Um diesen ewigen Kreislauf von Selbstbestätigung der eigenen Realität zu verändern, nützt es nichts, nur an den Glaubenssätzen mental herumzubasteln. Um einen Glaubenssatz zu entwickeln, braucht es mehrmalige, sich wiederholende Erfahrungen, welche sich letztendlich zu einem Glaubenssatz verdichten. Glaubenssätze bilden sich nach mehrmaliger Bestätigung einer spezifischen Realitätswahrnehmung.

Ich muss mich den Anteilen in mir zuwenden, die in Emotionen feststecken, die ich vermeide zu fühlen und ablehne. Denn das zugrunde liegende Erlebnis, welches zur Dissoziation führte und mit spezifischen Emotionen zusammenhängt, definiert den jeweiligen Glaubenssatz. Und das kann ich nur integrieren, indem ich mich den emotionalen Inhalten aus der Vergangenheit widme und bewusst fühle. Emotionen und nicht Gedanken sind die primären Wahrnehmungen in uns. Über die mentale Ebene interpretieren wir die diese Emotionen. Dies führt zu bestimmten Vorstellungen über die persönliche Realität, was wiederum zu einem bestimmten Frequenzmuster, einer “Gestalt” im Emotionalkörper führt, der mit dem ganzen Sammelsurium an Neurotransmittern und dem physiologischen Chemiehaushalt im Körper verbunden ist – dieses Frequenzmuster (Gestalt), diese Schwingungen strahlen wir aus, wodurch wir dementsprechende Erfahrungen anziehen, welche unsere bewussten und unbewussten Vorstellungen immer wieder bestätigen.

Unsere persönlichen Erfahrungen haben immer ganz persönlich mit uns zu tun. Wenn wir einfach unbewusst vor uns hin wursteln und uns treiben lassen, werden wir immer wieder ähnliche Begegnungen mit unseren alten Verletzungen haben. Wenn da “niemand in uns zu Hause” ist, der sich um das eigene Erleben kümmert und Verantwortung dafür übernimmt – well, you are fucked. Dann ist das wie eine permanente Selbsthypnose – eine selbstinduzierte Trance, wobei wir dann irgendwelchen äußeren Faktoren oder Umständen (Haarp, Chemtrails, NWO, dem System, der Kabale, whatever) die Schuld dafür geben. Und damit geben wir sehr effektiv die Macht über unser Leben ab.

Der Trick ist ja, wir finden immer, was unsere Vorstellungen und Glaubensinhalte bestätigt.

Nun könnte jemand behaupten, das mit dem Erlösen von Emotionen wäre doch auch nur ein Glaubenssatz. Schön, selbst wenn dem so wäre, ist es es ein Glaubenssatz der Selbstermächtigung und der die Verantwortung für meine Erfahrungen in meine Hände legt. Unimaged es funktioniert, die praktische Erfahrung bestätigt es. Für mich haben sich die Erfahrungskreisläufe komplett verändert, die ich in meinem Leben hatte und wie mein Erleben sich nun darstellt. Natürlich brauchte und bekam ich viel Hilfe und Unterstützung, die mich überhaupt dazu in die Lage versetzten, damit ich mich den Dingen in mir selbst stellen konnte. Aber der emotionale Fühlprozess, der damit zusammen hängt, der kann nicht umgangen werden.

Die alten Geschichten und die dazugehörigen Emotionen müssen bewusst gefühlt werden, was zu einer Integration der inneren Anteile und einer Neubewertung der Erlebnisse führt. Dann treten auch keine Wiederholungen der alten Überzeugungsmuster auf, weil die Ursache dazu gelöst wurde. Das vereint die geteilten Flussverläufe wieder zu einem ganzen Strom. Das hat mich dahin gebracht, dass mein inneres Kind heute Heimat in mir gefunden hat und sich nicht mehr fürchten muss. Dies hat meine Sicht auf mich selbst und die Welt grundlegend verändert. Das bedeutet nicht, es gäbe keine Herausforderungen mehr, oder dass “die Sonne ewig scheint” – so funktioniert das Leben nicht. Aber damit kann ich umgehen.

Unfuck yourself 

Heute gehen mir V- Theorien so gründlich am Arsch vorbei, wie nur irgendetwas. Wir haben immer die Wahl, ob wir an irgendwelche Dunkelkräfte glauben, die uns in Geiselhaft halten, indem sie ein Kontrollsystem benutzen um uns zu knechten und auf freundliche Aliens zu hoffen, die uns befreien würden, oder ob wir unser Schicksal und wie wir unser Leben erfahren, selbst in die Hand nehmen. Das eine ist eine Überzeugung der Ohnmacht, das andere eine der Selbstermächtigung und Fusionierung mit deiner inneren Kraft. Das eine sättigt den Glauben an die Übermächtigen “da Oben” und mich, dem Hilflosen “da unten” und verführt mich dazu, mit dem Finger auf andere zu zeigen, während das andere die Realität anspricht, wo die Macht wirklich liegt – nämlich bei mir. 

Es gibt viele Möglichkeiten und auch berechtigte Gründe, um Umstände und Situationen innerhalb des Systems zu kritisieren, in dem wir leben. Wer wirklich und ernsthaft daran interessiert ist, der kann sich auch engagieren, da etwas zu verändern – und zwar innerhalb des Systems, aber das ist es ja nicht, was passiert. Es wird doch meistens nur gejammert und gekotzt. Das verändert natürlich ungemein viel …

imageIn any case – es gibt keine allmächtigen Herrscher der Welt. Niemand ist das, keine Politiker, keine Illuminati, kein Luzifer, kein Satan – whatsoever. Die sogenannten Mächtigen profitieren und beziehen ihre Macht und Einfluss durch die (freiwillige) Machtabgabe des Menschen. Dies ist ein engmaschiges Beziehungsgeflecht, welches auf Gegenseitigkeit beruht. Der Mensch mag sich gewöhnlich davon getrennt sehen, aber dem ist nicht so. Indem der Mensch es für möglich hält, dass äußere Kräfte sein Leben dermaßen beeinflussen, das er selbst darin nichts zu melden hätte – nun, so sei es.

Je weiter weg von ihm, je einflussreicher, mächtiger und negativer, desto besser. Damit kann man sich dann prima alles erklären, was irgendwie schräg läuft und warum manche Menschen erfolgreich sind. Natürlich, sie sind mit Satan im Bunde – wasauchimmer. Und damit ist das schön weit entfernt von dir selbst. Dadurch brauchst du dich nicht um dich und dein Innenleben zu kümmern. Es darf dann eine endlos spannende Suche im Außen sein, um all die Bösewichter und Dämonen zu identifizieren, die daran Schuld sind, dass dein Leben nicht so läuft, wie du eigentlich möchtest.

Grundlegend gilt, all der ganze Scheixx, den wir hier als Menschheit produzieren, den wir uns gegenseitig antun und uns selbst, beruht auf verdrängtem Schmerz und Retraumatisierung. Eine unendliche Wiederholung der alten Muster, weil wir in einer Kultur der Verleugnung, der neurotischen Vermeidung, in permanenter Angst und innerer Unsicherheit leben, wodurch unsere Reaktionen auf das Leben sich in reaktiven Handlungen niederschlagen. Das lässt sich nur stoppen, indem der einzelne Mensch beginnt innezuhalten und sich den unerledigten Geschichten in sich selbst zuwendet. Alles andere ist Projektion und Problemverlagerung, aber adressiert nie die Ursache.

Wenn wir uns nicht aktiv mit uns selbst auseinandersetzen, dann bleiben uns lediglich diverse Kompensierungsstrategien, welche die alten Muster einfach nur wiederholen. Das bedeutet, in Wahrheit sind wir unsere eigenen Gefängniswärter und niemand sonst. Der einzige, der dich aus diesem Schlamassel wieder rausbringen kann, nun, das bist DU selbst. Niemand wird kommen, um dich zu retten. Nichts wird sich ändern, wenn du dich nicht darum bemühst. Deine Droge heisst vielleicht nicht Heroin, aber sie ist sicher genauso wirksam und zerstörerisch.

Until next time same station ..

Artikel über den Fühlprozess:

https://stevenblack.wordpress.com/2015/05/26/der-prsenz-prozess/

https://stevenblack.wordpress.com/2015/06/13/der-bunte-elefant/

https://stevenblack.wordpress.com/2015/07/18/und-ewig-erklingt-der-ruf/

https://stevenblack.wordpress.com/2015/08/26/das-gebrochene-innere-kind/

https://stevenblack.wordpress.com/2015/10/25/der-emotionale-fhlprozess/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/01/05/sich-selbst-begegnen/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/02/09/der-wert-von-wertlosigkeit/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/04/08/wenn-dir-der-arsch-auf-grundeis-geht/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/05/06/du-bist-verletzlich-gewhne-dich-daran/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/05/26/der-ninja-und-das-kind/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/06/24/du-selbst-bist-der-mittelpunkt-deines-universums/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/10/18/der-krieg-im-inneren/

https://stevenblack.wordpress.com/2016/11/11/persnlichkeitsanteile-und-schreibprozesse/

https://stevenblack.wordpress.com/2017/01/du-fühlst-bevor-du-denkst

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©Steven Black

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19 Kommentare

  • Hallo Stefan,
    du bist ein Mann der Extreme… von einem Spiel zum Nächsten.
    Aber ich glaube fest daran, daß du deine Mitte finden wirst.
    Alles Liebe, Flo

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    • Hi Flo,
      Meine Mitte habe ich bereits gefunden. Ich habe meine Vergangenheit und die Rückschlüsse absichtlich als Beispiele verwendet, um die Situation zu beschreiben, wo viele heute noch drinstecken. In dem ich persönliche Beispiele verwende, braucht sich nicht jeder gehaut fühlen. Aber ein Extremist bin ich eindeutig ..

      Schönes Wochenende 🙂

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  • Das Geschehen in der Welt, die Steuerung gab es schon, bevor das Internet und Buchdruck erfunden waren. Obwohl die Menschheit noch weniger im Bilde war, das Sie manipuliert wurde. Wenn man darum weiß, kann man sich ein wenig wappnen und ich habe die Theorie, könnte die Mehrheit ein größeres Bild des Ganzen erfassen, könnte das Global Game vorbei sein.
    NUR mit Selbstbeschäftigung aber wird es das Kommende nicht aufhalten und leider ist die Mehrheit im Netz auch von dem Bild entfernt, daß zum Beispiel immer nur Marionetten an hohe Posten kommen und z.b zu GROSSEM Reichtum kommen und mit Geld lässt sich wiederum steuern, Menschen einkaufen und Aktionen tätigen, die Ihnen schadden. Ob nun ein Bill Gates mit seinen Impfprogrammen oder… Ob man Demonstranten und Revolutionen oder die Asylantenflutung finanziert und mit Propaganda fördert usw.
    Also ich kenne Vieles durch das Netz und auf diverse Gleise wo User geführt werden und da fehlt oft gesundes Misstrauen und allzu oft, trotz mehr an Erfahrung lässt man sich wieder steuern.
    Bei „bestimmten“ Deos z.B. wurde es nicht aufklärender über die Zeit (nur ein Beispiel), sondern immer mehr mit Zensur von Inhalten und der Blick von den großen Verursacher oder was Augenöffner für Leute gewesen wäre. Na, wie sich öfter herausstellte, sind und waren Demos gesteuert und kontrollierte Opposition.
    Wie die Politiker und Parteieninszenierung. Wenn man das als Kasperletheater erkannt hat, dann fällt man nicht immer erneut auf installierte Figuren und neue Parteien herein und wird immer mehr immun dagegen.
    Solange die Welt von Wenigen gesteuert wird ist ein echtes Entkommen und keiner Manipulation und Beeinträchtigungen zu erliegen eine Illusion, auch das ist mir klar, aber man muß nicht mehr hereinfallen, als nötig.
    Würde mal die Elite sich mit ihrem Inneren beschäftigen und nicht nur der Durchschnitt. Ich könnte theoretisch und praktisch nicht vielen Menschen schaden, Sie aber können und tun es, seid langer Zeit.
    Und Sie werden auch nicht mit aufhören, was Sie seit langer Zeit verfolgen. Auch nicht, wenn nun 10& der Menschen zu Heiligen mutieren würden.
    Also Erkenntnis ist wichtig.
    Ok, mir wäre es im Prinzip auch egal, auf welchem Wege die Welt besser würde. Aus welchen Gründen die Soldaten nicht mehr in Kriege gingen, aber wenn sie wüssten, was WIRKLICH die Gründe sind usw, wäre dies ein Argument und je mehr Wissen, um so eher würden sich verweigern. Leider würden Andere sich finden lassen, die Solche dann sanktionieren würden. Genauso wenn Polizei, SEK auf Systemverweigerer losgelassen werden und der gemeine MSM-Konsument dazu desinformiert.
    Immer eine Frage der Masse und durch das sehr manipulierte Internetz leider… laufen Viele der NWO geradezu in die Arme.
    Egal wie es in meinem Inneren aussieht oder wenn ich in Frieden mit „Gott und der Welt“. Was nicht der Fall ist, die Realität aber bliebe gleich, auch wenn sie rosiger wahrnehmen würde oder „entspannter“.´
    Auch ist so, das Optimisten die Realtiät schlechter einschätzen können, als eher pessimistisch Veranlagte, was mich nicht erstaunt. Sicher muß es nicht so extrem sein, wie bei mir oder wenn es ins krankhaft Depressive geht, man dabei auch nicht mehr handlungsfähig. Energie fehlt.
    War ein kleiner Exkurs. Ich denke, es sollte nicht der Weg für Alle werden, den Du eingeschlagen hast.
    Die Frage wäre auch, was ist evt.Gehirnwäsche und was man selbst.
    Wenn da an manche Channeling-Seiten denke und auch Anderes…
    Es wurdenn User allein dadurch hirngewaschen. Ok, damit lebten besser, aber konnten vielfach was geschieht nicht mehr richtig einordnen, waren innerlich schon in einer anderen Welt und auch mit positiven Versprechungen, was bald geschehen sollte wurde Menschen geködert, Die sich aber immer wieder als Blödsinn herausstellten, aber ma will ja glauben und fällt mehr darauf herein, als man im „realen“ Leben es würde. sogar bei engen Freunden würde man solche Dauerlügner längst abgeschossen haben, zum Teufel gejagt. Also auch hier versagt das Innehalten und die Ratio wieder mehr einzuschalten. Das Gefühl allein schützt nicht, im Gegenteil. Bur da ich mich gut dabei fühle, muß es nicht richtig sein
    Auch in Sekten können sich Leute erstmal wohl fühlen und da fast Alle…oder Alle Defizite haben, ich auch nicht zu knapp…. Oder man redet es Ihnen ein, mehr als da sind und… Falle zugeschnappt.
    Warum gibt es so erfolgreiche Heiratsschwindler?
    Da sie genau wissen, wie man Gefühle weckt, Vertrauen, es vertieft und das auch bei klugen Karrierefrauen. Warum klappt es? Da ihr Verstand teils lahmgelegt ist und etwaige Warnsignale ignoriert werden.
    Ich interpretiere es als Laie, möge man mir nachsehen.

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    • Hi solist,

      Egal wie es in meinem Inneren aussieht oder wenn ich in Frieden mit „Gott und der Welt“. Was nicht der Fall ist, die Realität aber bliebe gleich, auch wenn sie rosiger wahrnehmen würde oder „entspannter“.´

      Ich nehme sie nicht rosiger wahr und darum geht es auch nicht. Die Welt ist, wie sie ist, weil die Menschen so sind, wie sie nunmal sind. Aber wenn ich im Frieden mit mir selbst bin, meine eigene Klarheit gefunden habe, dann bin ich okay mit meiner PERSÖNLICHEN Realität. Die kann ich verändern, die größere Realität da draußen ist nicht meine Verantwortung und die kann ich auch nicht verändern. Und das hab ich gelernt zu akzeptieren.

      lg,

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      • Ok, da ist was dran. Und letzlich Jedem seine Entscheidung.
        Direkt und Einzelne oder Gruppen können die Welt nicht ändern, aber nur als Beispiel: Einer klärt 4 Leute auf. Von diesen Vier klären 2 je wieder vier Leute auf usw. Eben auch wie ein Schneeballsystem und irgendwann könnten es genug Leute sein und da müsste man VIELEICHT gar nicht groß mehr machen und aktiv werden, aber allein das Wissen darum…
        Gut, auch nur die Theorie und wie erwähnt, trägt die Manipulation im Netz nicht dazu bei, das es so vermittelt wird um gefeit zu sein. Da reichen auch nicht paar Sätze, die Aufklärung müsste schon breiter angelegt sein, Diverses Umfassen und es muß im Gehirn auch dann wirklich „klick“ machen, was ebenfalls nicht in paar Stunden oder Tage so wäre, sicherlich.

        Es ist auch ein Unterschied, ob man die „Elite“ fast schon als belanglos darstellt oder man klar sagt, was da Sache ist, aber nicht mehr Seines sein kann, Dies zu vermitteln, sich damit weiter abzugeben. . Ich hatte deinen Text nur schnell erstmal überflogen, aber die Formulierungen, die Du gewählt hattest, fand ich echt nicht ideal.

        Wenn man von „Macht abgeben“ und Etlichem mehr spricht, finde es etwas irritierend.
        Man wächst in diese Welt hinein, ohne zu wissen, in was für einer Matrix wir leben und wenn Du versuchst Macht über dich zurückzubekommen, kriegst Du Probleme, ganz praktisch.
        Wenn du im Knast sitzt, kannst Dir lange sagen, ich habe die Macht da wieder herauszukommen und damit meine nicht nach Ablauf der Haftstrafe (Beispiel)
        Es liegt eben nicht in deiner Hand. Ich würde mir wünschen, es würde so werden. Wo die Menschen in den Völkern das Zepter in der Hand hätten.

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    • moin,moin ihr lieben,
      an ihren taten werdet ihr sie erkennen,nicht an ihren worten

      schön das es uns alle gibt

      uwe

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  • Hallo Steven,
    gibt es deiner E.n. sowas wie ein Grund-Glaubenssatz? Der eine, der zuerst da war und vlt. den Grund deiner (letzten) Individualisation bildete? Und der, wenn gefunden, den ganzen Pullover aufribbelt, aller darauf aufbauenden Glaubenssätze?
    Das würd mich interessieren und ansonsten: danke daß du immer mit Beispielen agierst, das erdet deine Beiträge beträchtlich und macht sie mir plausibel.
    Alles Liebe, Hilke

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    • Danke für deine Anerkennung, hilke. Ich denke, mein sogenannter Grund glaubenssatz ist „ich bin allein und werde immer verlassen.“ Aber das ist „nur“ , wie sich die darunter liegende hauptangst, die ich vor der inkarnation mitgenommen habe ausgespielt hat. Diese lautet „die Angst vor dem unbekannten „. Diese Angst definiert die Grundpfeiler der Dynamik, die sich bei mir so entwickelt hat.

      Grüß dich

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  • Hallo Stefan, eine ganz tolle Analyse,bringt vieles auf den Punkt.
    Ein Beitrag der in Klarheit und Bestimmtheit nichts zu wünschen übrig lässt.
    Ich bin allem,auch mir gegenüber sehr zweifelnd und suche den „versteckten“ Fehler im Bild.NIX gefunden in deinem Betrag!:-)
    Dein Beitrag hat mir einiges auch über mich selbst klarer gemacht-die Arbeit ist noch lange nicht zuende

    vielen Dank ,Stefan und pass auf dich auf. Meine „Indianernase“ eher Kartoffel sagt mir „es ist was im Busch“.

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  • „Die Erkenntnis ist nicht so schwierig, die Umsetzung dieser Erkenntnis ist jedoch ungleich schwerer.“

    Du sagst es, lieber Steven!

    Es ist schon viele Jahre her, dass mir klar wurde, dass ich mich sicherer fühle, wenn ich ein bisschen krank bin, und so war es dann auch immer, aus mehreren Gründen. In den letzten 3 Jahren habe ich erfahren, welch komplexe Hintergründe das hat. Und ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen: das funktionierte wirklich nicht, wenn ich mir nur im Kopf ausmalte, wie schön es wäre, wenn es mir gut ginge, und was ich dann alles machen würde (können).

    „nichts davon war mehr in der Lage mich nur annähernd zufrieden zu machen.“

    Ich glaube, das ist der wesentliche Punkt. Solange es noch irgendetwas gibt, womit man „glücklich“ sein kann oder zumindest die innere Leere irgendwie anfüllen, tun die meisten genau das. Habe ich auch so gemacht, aber ein Teil in mir hat dafür gesorgt, dass es schließlich gar nichts mehr gab, was mich erfüllte (im Sinne von „auf meist positive Art beschäftigen und so Zeit des Lebens ausfüllen“ (aus Wiktionary) – interessantes Wort).
    Und dann war ich wohl „fertig“ für das, was ich jetzt mache. Es ist sehr schwierig und unangenehm, und es zieht sich in die Länge, aber ich weiß, dass was anderes nicht funktionieren würde. Auch die Wächter mussten meines Erachtens erkennen, dass es der einzig mögliche Weg ist. Ich weiß nicht, ob sie nicht andernfalls darauf bestehen würden, dass ich mich „ablenke“ (tun sie immer noch bis zu einem gewissen Grad).

    „Quasi, was du aussendest, das empfängst du auch. Soweit so gut – das Problem mit dieser Art Analogie ist, dass ich als Mensch keine spezifische, für mich alleine stehende Frequenz habe, sondern vielmehr eine Mischung verschiedenster Klangfrequenzen bin.“

    Da kommt dann ein „schöner Mischmasch“ zurück .. .. Mir wurde allmählich klar: das mental erfassen zu wollen bringt nichts. Ich dachte nun lange Zeit, dass ich Menschen anziehe, die mich nicht verstehen .. .. aber eigentlich sind es Menschen, die mich verletzen und wütend „machen“. Verletzung und Wut also, und wenn ich das wieder nur mental begreife und beschließe, ich will nicht verletzt-und-wütend-sein aussenden .. .. so geht es sicher nicht.

    „Die alten Geschichten und die dazugehörigen Emotionen müssen bewusst gefühlt werden, was zu einer Integration der inneren Anteile und einer Neubewertung der Erlebnisse führt. Dann treten auch keine Wiederholungen der alten Überzeugungsmuster auf, weil die Ursache dazu gelöst wurde.“

    Bloß nicht mit „ich mache das jetzt, damit du verschwindest“. Ich bemühe mich dahingehend, nehme natürlich dabei auch den Teil von mir wahr, der gerne schon fertig wäre damit 😉

    Liebe Grüße
    Veron

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    • Hallo Veron,

      Vielen Dank für deine Perspektiven, die immer wieder erfrischend, in ihrer Offenheit und Ehrlichkeit sind.

      Bloß nicht mit „ich mache das jetzt, damit du verschwindest“. Ich bemühe mich dahingehend, nehme natürlich dabei auch den Teil von mir wahr, der gerne schon fertig wäre damit 😉

      🙂 🙂 🙂

      lg,

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      • Lieber Steven!

        Danke Dir auch .. ..
        Mit Meinungen um mich werfen ohne eigene Erfahrungen dazu, wenn ich welche habe, davon halte ich nicht viel. Deswegen schätze ich Deine Texte zu dieser Thematik auch so 🙂

        Liebe Grüße
        Veron

        P.S. Bin ganz fasziniert von dem LOL-Bild .. .. scheint sich zu drehen auf den ersten Blick, aber dann müsste der Schatten immer hinten sein, also kreise ich um eine LOL .. ..

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  • Die Dissoziation bezieht sich bei mir auf Vertrauen,Loslassen,völlige Öffnung,also besonders auf das ganze Erleben von Sexualität.Der Wächter ist stark und kompetent und hat schon alles durchgespielt,Ausweichen,Zusammenbruch,Mentalfick aller Art.Mit alldem kann ich leben,aber es nimmt viel Energie.Ich sehe es bei vielen Menschen,mich selbst zu heilen,würde Vieles überflüssig machen.

    Deine Entwicklung verfolge ich schon lange und freue mich für Dich!

    liebe Grüße von Uwe

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  • Erstmal vielen Dank,Stefan!Ich melde mich mal,wenn ich mich damit befasse.

    liebe Grüße von Uwe

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  • Hallöchen Stefan 🙂

    ist sehr lange her, dass ich aktiv hier mitgeschrieben habe … habe die letzten Jahre so einige -positive- Veränderungen durchlebt. Habe aber zwischendurch immer fleißig mitgelesen hier 😉 Vielleicht erinnerst du dich ja auch noch an mich?! Der Grund warum ich schreibe … entweder hast du einen Doppelgänger oder aber ich habe dich letzte Woche in Schwerte gesehen? ^^ Könntest du mir kurz antworten ob du das warst? Das wäre ja wirklich der Oberhammer!

    LG
    Fabi

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    • Hi fabi
      Klar erinnere ich mich an dich. 😊
      Aber in Schwerte konnte ich unmöglich sein, ich hatte Workshop in Graz. Schwerte kenn ich übrigens n bisschen.

      Ich hoffe, dir geht es gut. Klingt jedenfalls danach..

      Grüsse

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  • Danke für deine schnelle Antwort!

    das freut mich 🙂 ist ja schon etwas her .. Ach schade, ich wollte „dich“ eigentlich ansprechen, konnte aber in dem Moment nicht nachfragen. Wäre ein schöner „Zufall“ gewesen ^^
    Das Leben ist manchmal noch ziemlich anstrengend aber zumindest habe ich ein Ziel vor Augen das mich antreibt. Sonst geht’s mir gut, ich bin gelassener und fokussierter als früher. Ich nehme die schlimmen Dinge noch wahr, lasse mich von der Negativität aber nicht mehr aussaugen … Die Reise geht mehr und mehr ins Innere und oft fällt mir auf, dass ich noch gar nicht allzu viele Traumata und Konditionierungen angehäuft habe. Was nicht heißt, dass ich gänzlich befreit bin davon.

    „Vertraue dem Leben!“ Das hast du mal so passend gesagt. Alles ist richtig so wie es ist, auf eine komische Art und Weise …

    Neben deinem Blog finde ich auch den Blog von Renate total super und sehr hilfreich! Am Anfang des Jahres hatte Sie einen Artikel veröffentlicht „Am liebsten möchte ich sterben ..“ Da hat sich ein Teil von mir wiedererkannt … Es gibt also noch viel zu tun 😉

    Momentan lese ich das Buch „Archetypen der Seele“, ich glaube das hattest du sogar auch mal empfohlen, das hatte ich durch Zufall mal in nem Buchladen gesehen und sofort mitgenommen 🙂
    Fühlt sich größtenteils wirklich stimmig an…

    Vielleicht schreibe ich in Zukunft mal wieder öfter! In letzter Zeit hatte ich einfach immer das Gefühl „Es ist alles gesagt, unnötig, das ich noch etwas hinzufüge.“

    Mach’s erst mal gut du alte Seele und schreib endlich mal dein Buch fertig! 🙂 Damit hilfst du vielen!

    LG

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