EAT 35

180 Kommentare

  • Der Unterschied zwischen Aufklärung und Fanatismus

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  • Hallo Steven,

    während ich mir Mike Hellwig anhörte, kam der Satz, den ich mal hörte, in meine Erinnerung: „Grübeln ist/sind nicht erlaubte Gefühle…“

    Gruß von Stefan

    ps: in meiner Fantaisewelt erlaube ich mir nahezu alles, was mir Freude macht und mich mich irgendwie erregend be-geistert….
    …und dennoch bleibt ein Zweifel, darf das denn, bzw ist das gut?

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    • pps:

      ich denke, um unsere Welt zum besten Wohle für alle und alles zu gestalten, brauchen wir „Mike Hellwigs radikale Erlaubnis“, „Holofeeling“ :https://youtu.be/pazN1NyuJaU, kurz gesagt Selbstgespräche, und dürfen dabei uns selbst, unseren Körper mit seinen ureigenen Bedürfnissen und Gefühlen nicht vergessen,
      und da muss jeder zunächst einmal für allein sich selbst allein anfangen, egal wo…
      ….erkennst du die Richtung, ergibt sich der Weg, auch wenn er mehr oder weniger schlangenförmig oder zackig verläuft – oder, nicht wahr???

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      • ….eine wichtige Zutat habe ich noch vergessen, wohl weil sie so offensichtlich ist, und zwar die KRAFT der Präsenz oder anders gesagt: die KRAFT als Geschenk…..
        „Indem man das Offensichtliche sucht, übersieht man das Offensichtliche.“ (Zitat von jemanden mir Unbekannten)

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        • Bullshizam – Der Instant Fact Checker 🙂 🙂 🙂

          lg,

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          • Kein Fake: Petry (AfD) verklagt „Compact“

            lg,

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              • I know it’s hard
                In a world gone mad
                To find the truth
                To Understand
                And I know it’s hard
                To turn the page
                To walk the line
                To have the faith
                But sometimes when it’s light
                And you can’t see
                Sometimes when this world
                Just seems to be so cold
                Sometimes when you’re lost at sea
                Drowning in your pain
                Sometimes the sun shines through the rain
                I know it’s hard
                In a world so cold
                To feel the love
                I know it’s hard
                And I know it’s true
                That in the end
                We all find our way
                And that’s life my friend
                But sometimes when it’s light
                And you can’t see
                Sometimes when this world
                Just seems to be so cold
                Sometimes when you’re lost at sea
                Drowning in your pain
                Sometimes the sun shines
                Through the rain
                World keeps turning
                Nothing changes
                Hope this time
                We can rearrange the stars
                I can’t be that hard no
                Sometimes when it’s light
                And you can’t see
                Sometimes when this world
                Just seems to be so cold
                Sometimes when you’re lost at sea
                Drowning in your pain
                Sometimes the sun shines
                Through the rain
                Sometimes when it’s light
                And you can’t see
                Sometimes when this world
                Just seems to be so cold
                Sometimes when you’re lost at sea
                Drowning in your pain
                Sometimes the sun shines
                Through the rain
                Ooh let it shine
                Shine through the rain
                Ooo let it shine
                Shine through the rain
                Sometimes the sun shines through the rain
                Don’t you know it’s gonna shine yea
                Shining down on you
                Sometimes the sun shines through the rain

                lg,

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                • Alex Jones, Performence Künstler ..

                  „Der Anwalt von Alex Jones bekundete, Jones sei ein Performance-Künstler und privat ganz anders. Der Alex Jones von Infowars sei nur ein Charakter, er würde nicht wirklich an all die Verschwörungstheorien glauben, die er über Infowars verbreitet. Man könne für eine Bewertung von Jack Nicholson auch nicht seine Leistung als Darsteller des Jokers in den Batman-Filmen heranziehen, so argumentierte der Anwalt vor Gericht.“

                  Quelle und lesen: -> http://www.independent.co.uk/news/infowars-alex-jones-performance-artist-playing-character-lawyer-conspiracy-theory-donald-trump-a7687571.html

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                  • Interessant, die Tochter von Freeman schreibt über ihren Vater

                    Mein Vater, der bekannte Verschwörungstheoretiker
                    von Anonymous *

                    Unter dem Pseudonym „Freeman“ stieg ein Schweizer mit seinem Blog „Alles Schall und Rauch“ schnell zu einer Instanz unter deutschsprachigen Truthern auf. Seine Tochter hat hinter die Kulissen der Szene geblickt.

                    Mein Vater betreibt seit zehn Jahren einen der größten Verschwörungstheorie-Blogs im deutschsprachigen Raum. Mit durchschnittlich fünfzigtausend Zugriffen jeden Tag (gemäß Klickstatistik auf ASR über hundertachtzig Millionen Zugriffe seit 2007) ist „Alles Schall und Rauch“ eine einflussreiche Plattform und gilt als Einsteigerforum in die Truther-Szene. Es erscheinen täglich Artikel zu verschiedenen aktuellen Ereignissen wie den Absturz des EgyptAir Flugzeugs und der Verdacht, dass das Israelische Militär die Maschine abgeschossen hat. Für Neulinge gibt es eine eigene Seite, wo sie sich zuerst das Truther-ABC (False Flag Operation um 9/11, Klimalüge, NWO, Chemtrails usw.) aneignen können; sich also quasi erleuchten lassen, bevor sie im Forum mitdiskutieren können.

                    Als „Freeman“ hat sich mein Vater zum Ziel gesetzt, die nichtwissenden Schlafschafe unserer, von einer angeblich geheimen Elite unterjochten Gesellschaft ins Licht zu führen und füttert seine hörigen Wahrheitsjünger täglich mit seinem Allwissen. Dabei könnte man ihn schlicht als verrückten „Aluhut“ abstempeln, doch so einfach ist es nicht. Ich halte meinen Vater für einen der intelligentesten Menschen, die ich kenne. Er ist sehr belesen und weiß auf jede Frage eine Antwort. Das hat mich vor allem als Kind beeindruckt und ich konnte ihm stundenlang zuhören. Oft hat er mir und meinen zwei Brüdern beim Essen die Relativitätstheorie, oder die schwer zu fassende Unendlichkeit des Universums mit einer Leichtigkeit erklärt, wie ich es noch nie bei einer anderen Person erlebt habe. Dabei hielt er uns stets an, unseren Verstand zu benutzten und alles zu hinterfragen. Auch Freunde und Bekannte konnte er mit seiner charmanten und bildhaften Art zu Reden leicht in seinen Bann ziehen. So wurden ihm seine häufig spontanen, cholerischen Anfälle gerne verziehen.

                    Mehr lesen: Von Chemtrails zu Morddrohungen—eine Verschwörungstheorieaussteigerin erzählt

                    Meinen Vater als etwas „schwierig“ zu bezeichnen, wäre ziemlich untertrieben. Schon als ich noch klein war, ging er bereits wegen Lappalien an die Decke. Sei es nur ein verschüttetes Glas oder ein Streit zwischen mir und meinen Geschwistern. Mit hochrotem Gesicht baute er sich dann vor uns auf und drohte uns mit gepfefferten „Watschen“, bis wir flennend Besserung gelobten. Als Teenager checkte ich beim Heimkommen immer zuerst die Lage ab. War er gut drauf, konnte ich mich frei bewegen. Ansonsten war es ratsam das Zimmer nicht zu verlassen, wenn ich keine Prügel riskieren wollte. Selbst hatte er wohl keine einfache Kindheit. Geboren in Buenos Aires und aufgewachsen in Australien, schleppte ihn mein Großvater durch die halbe Welt. Von der Stiefmutter ungeliebt und von der eigenen Mutter ignoriert, kam er alleine mit 19 Jahren per Schiff nach Europa, wo er dann in der Schweiz meine Mutter kennenlernte und ein kleines, aber erfolgreiches Software-Unternehmen aufbaute. Dass er irgendwann zu einer Führungsfigur der Verschwörungstheoretikerszene aufsteigen würde, hätte er damals wahrscheinlich selbst nicht geahnt.

                    Üblicherweise fanden Truther-Treffen auf abgelegenen Bauernhöfen statt. Es gab Wurst vom Grill und Bier.

                    Meine erste Erinnerung daran, wie er sich total in einem Thema verloren hatte, ist der 11. September 2001. Der heimische Fernseher war rund um die Uhr eingeschaltet und mein Vater zappte sich im Morgenmantel manisch durch die News-Kanäle. So wie ich mich erinnern kann, fand er die offiziellen Erklärungen der US-Regierung widersprüchlich. Von einem Inside-Job konnte zwar noch nicht die Rede sein, dafür war es auch noch viel zu früh. Trotzdem war 9/11 ein Wendepunkt für ihn—wie für viele Verschwörungstheoretiker. Er hat angefangen, Informationen zu sammeln, zu vergleichen und nach Spuren von Ungereimtheiten zu suchen. Damals war ich zwölf Jahre alt und die Ehe meiner Eltern lag bereits in den Brüchen.

                    Zwei Jahre später hatte meine Mutter genug von seinen Wutanfällen. In einer Nacht-und-Nebelaktion flüchtete sie und ließ ihn mit uns Kindern zurück. Zwar bemühte sie sich, uns zu sich zu holen, mein Vater verhinderte das allerdings mit aller Kraft; auch dadurch, dass er uns gegen sie ausspielte. Rückblickend erscheint es mir logisch, die Anfänge seines Blogs mit der Trennung von meiner Mutter in Zusammenhang zu bringen. Obwohl er es nicht zugab, ging es ihm damals sichtlich schlecht. Er zog sich oft bis nach Mitternacht in sein Büro zurück und ließ sich körperlich gehen. Mit tiefschwarzen Augenringen und zerzaustem, merklich dünnerem Haar, versuchte er für uns trotzdem einen einigermaßen normalen Tagesablauf zu gestalten. Was er aber jenseits der Mahlzeiten so trieb, wussten wir nicht. Denn mit seiner Software-Firma lief es schon länger nicht mehr gut und die offenen Rechnungen stapelten sich auf dem Küchentisch, die er dann schwerfällig vor sich hin ignorierte. Erst etwa drei Jahre später hat er mir erzählt, dass er seit längerer Zeit mit einem Projekt beschäftigt sei. Mich interessierte das damals nicht wirklich, deshalb habe ich auch nicht groß nachgefragt. Später, während meiner Lehre, fing ich allerdings an, mich für Politik und gesellschaftliche Themen zu interessieren. Gelegentlich tauschte ich mich mit ihm aus, wobei er mir schrittweise seine Sicht der Dinge eröffnete.

                    Als ich mit 19 aus der Lehre kam, hatte sich mein Vater als „Freeman“ in der Truther-Szene einen Namen gemacht. Er hockte mich neben sich an seinen Computer und ging mit mir die Artikel auf seinem Blog durch. Dabei referierte er wild gestikulierend über Chemtrails, die New World Order und die „Klimahysterie“. Er eröffnete mir eine ganz neue Welt und ich sog alles dankbar auf. Ich habe zwar die Hälfte davon nicht wirklich kapiert, aber durch seine einnehmende Art wurde ich so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich bald selbst nächtelang im Internet die abstrusesten Theorien recherchierte.

                    Bald darauf bat mich mein Vater, ihm bei diversen Veranstaltungen zu helfen. Üblicherweise fanden Truther-Treffen auf abgelegenen Bauernhöfen statt. Es gab Wurst vom Grill und Bier und alles machte den Anschein einer gemütlichen Familienfeier. Solche Veranstaltungen brachten ungefähr zwei bis dreihundert Personen zusammen. Es waren Leute, Arbeiter oder Sozialhilfeempfänger, und die Mehrheit davon waren Männer. Frauen wurden meistens nur als Anhängsel mitgeschleppt, die dann schweigend daneben standen und ab und zu zustimmend nickten.

                    Sie hingen Freeman an den Lippen und mir ebenso. Wahrscheinlich auch, weil ich als Frau eine Ausnahme in der lokalen Szene war.

                    Damals ging es vor allem um Autarkie und wie man sich vom System unabhängig machen konnte. Bei den Podiumsdiskussionen konzipierte man Lebensentwürfe für selbstversorgende Kommunen und mein Vater ging als scheinbar leuchtendes Beispiel voran, denn er hatte sich eine Vorratskammer für den Notfall im Keller eingerichtet. „Tabak und Rasierklingen“, meinte er großspurig „das sind die wichtigsten Tauschgüter, wenn euch die da draußen den Saft abdrehen“. Ehrfürchtiges Raunen ging durch die Menge. Die Leute, die nicht daran glaubten, dass man irgendetwas verändern könne, bezeichnete er abfällig als dumm und feige. Man müsse halt Opfer bringen und sich selber einschränken, wenn man nicht länger Sklave der NWO sein wolle. Die NWO (New World Order) ist für die Truther ein Plan, den elitäre Kräfte wie zum Beispiel die Rothschild-Familie umsetzen, um die Erdbevölkerung auszubeuten, dumm zu halten und schlussendlich zu dezimieren (in dem sie Menschen homosexuell machen oder über vermeintliche Impfstoffe Krankheiten verbreiten). Ich verstand irgendwie nie, warum jetzt ausgerechnet die Rothschilds einen so miesen Plan aushecken sollten, aber wahrscheinlich war ich auch einfach zu faul, die entsprechende Literatur zu wälzen. Schließlich befand ich mich in der „privilegierten“ Situation, die Tochter von Freeman zu sein und konnte mit meinem lächerlichen Halbwissen gestandene Truther beeindrucken.

                    Überhaupt fühlte es sich gut an, die Tochter von „jemandem“ zu sein. Man schenkte mir Aufmerksamkeit und beneidete mich, „so einen tollen Vater“ zu haben. Sie hingen Freeman an den Lippen und mir ebenso. Wahrscheinlich auch, weil ich als Frau eine Ausnahme in der lokalen Szene war. Ich teilte mit diesen Leuten die Arroganz, etwas zu wissen, was all die Zombies in der Mainstream-Welt nicht wussten. Gemeinsam hatten wir ebenso den Hass auf alle Feindbilder der Wahrheitsbewegung. Das waren die Massenmedien, die Zionisten, die Banken und natürlich die USA. Ich war ständig wütend, wenn ich Leute im Zug Gratiszeitungen lesen sah. Am liebsten hätte ich ihnen die Zeitung aus der Hand gerissen und sie aufgeklärt, was sie sich da für einen Müll reinziehen.

                    Antisemitismus wird in der Szene halboffen praktiziert. Es gibt die Hardliner, welche nicht davor zurückschrecken, den Holocaust zu leugnen. Und dann welche, die nur hinter hervorgehaltener Hand über die bösen Zionisten und das verbrecherische Israel (USrael) wettern. Ein Erlebnis hat sich da besonders in mein Hirn eingebrannt. Ich war wütend auf meinen Vater, weil er mir kein Geld für den Besuch eines Musikfestivals geben wollte. Einer seiner Freunde aus der Szene war gerade zu Besuch, dem ich dann mein „Leid“ klagte. Dieser meinte völlig zusammenhangslos, dass ich lieber wütend auf das wahre Übel dieser Welt sein solle: die Juden. Mein Vater selbst ist sehr vorsichtig mit solchen Aussagen. Da er nicht dumm ist, weiß er ganz genau, was für Konsequenzen er dadurch befürchten müsste. Allerdings erwähnte er mal in einem Nebensatz, dass er uns Kindern ganz bewusst keine jüdischen Namen gegeben hätte.

                    Wie viele subversive Gruppen aus dem rechten Lager, holen sich die Truther meistens Leute aus schwierigen sozialen Verhältnissen ins Boot.

                    Zum Bruch mit meinem Vater kam es ein paar Jahre später, als ich von zu Hause auszog—ein Schritt, nachdem ich mich plötzlich enorm befreit und selbstständig fühlte. Damals war ich bereits seit einem Jahr wegen einer Angststörung in Therapie und als sich mein Zustand nach meinem Auszug merklich besserte, blockte ich für eine Zeit lang jeden Kontaktversuch seitens meines Vaters ab. Ich fing an, mein Leben neu zu ordnen, hatte einen passablen Job und machte viele Bekanntschaften abseits der Truther-Szene. Als Weihnachten vor der Tür stand, fühlte ich mich allerdings doch etwas schuldig und lud meinen Vater zu mir nach Hause ein. Ich merkte, dass es für ihn keine anderen Themen mehr als „Alles Schall und Rauch“ gab und mir war das ziemlich zuwider. Mittlerweile konnte ich nämlich mit Verschwörungstheorien überhaupt nichts mehr anfangen und bildete mir lieber meine eigene Meinung. Als ich ihn mit gewissen Dingen konfrontierte, brach er einen Streit vom Zaun und versuchte, mich davon zu überzeugen, dass mein Gehirn vom Mainstream gewaschen worden war. Ich wusste, dass eine Diskussion mit ihm ins Endlose laufen würde, daher hielt ich die Klappe und hoffte, dass er bald verschwinden würde.

                    Auf Anraten meines Therapeuten traf ich mich mit meinem Vater nur noch zu meinen Bedingungen: Wir verabredeten uns stets an einem neutralen Ort, den ich jederzeit wieder verlassen konnte. Außerdem bestimmte ich, wie und über was gesprochen wurde und nur ich legte den Rahmen für ein nächstes Treffen fest. Für einige Zeit lief das auch ganz gut und er riss sich echt zusammen. Wahrscheinlich merkte er, dass ich ihm allmählich entglitt.

                    Das ist ungefähr vier Jahre her. Heute beschränkt sich der Kontakt mit meinem Vater auf das Nötigste. Jüngste Vorfälle, wie ein aufreibendes Skype Gespräch, bei dem er gegen Flüchtlinge hetzte, veranlassten mich, auf Abstand zu gehen. Er hat sich ein Domizil im unsouveränen Staat Abchasien am Schwarzen Meer aufgebaut und hetzt von dort gegen den „teufelsanbetenden Westen“. Ab und zu besuche ich „Alles Schall und Rauch“ noch und lese vor allem die Kommentare. Da finden sich teilweise haarsträubende Aussagen von Lesern, die „Mischehen“ widerlich finden oder am liebsten „alles Dreckspack an die Wand stellen“ würden. Als ich meinem Vater mal ein, zwei Zitate seiner Leser gemailt habe, löschte er diese umgehend und bezeichnete mich als Islamhasserin. Warum auch immer.

                    Mehr lesen: Meine Eltern haben versucht, mir meine homosexuellen Dämonen auszutreiben

                    Rekapitulierend kann ich sagen, dass ich mich heute für mein Verhalten von damals schäme. Mir ist es peinlich, dass ich mich von paranoiden Spinnern habe einlullen lassen, weil ich selbst total neben mir stand. Mir ist es unangenehm, dass ich so einen Müll wie Die Bandbreite gehört und versucht habe, Freunde von meinen abstrusen Theorien zu überzeugen. Ich möchte nicht alles auf meinen jugendlichen Leichtsinn schieben, jedoch fühlte ich mich meinem Vater gegenüber stets moralisch verpflichtet und es war für mich praktisch unmöglich, sich seinem Einfluss zu entziehen. Das können wahrscheinlich auch viele seiner Leser bestätigen, denn obwohl er sich in den Kommentarspalten seines Blogs vielfach beleidigend, persönlich angreifend und aggressiv verhält, wird er von ihnen als Wahrheitsmessias und Heilsbringer vergöttert.

                    Gerade weil Verschwörungstheoretiker immun gegen jedes noch so vernünftige Argument aus der „Mainstream-Welt“ sind, sehe ich diese Bewegung als äußerst gefährlich an. Wie viele subversive Gruppen aus dem rechten Lager, holen sich die Truther meistens Leute aus schwierigen sozialen Verhältnissen ins Boot. Menschen, die froh über Sündenböcke sind und in eloquenten Persönlichkeiten Führung suchen. Die Truther bestreiten eine Zugehörigkeit zum rechten Lager zwar vehement, jedoch sprechen meine persönlichen Erfahrungen für sich. Sexismus, Homophobie und Rassismus sind genauso verbreitet, wie eine fehlgeleitete Vorstellung von Kultur und Heimatliebe.

                    Einen Rat meines Vaters habe ich mir jedoch zu Herzen genommen: Heute versuche ich wirklich, immer meinen Verstand zu benutzen.

                    * Aufgrund der Tatsache, dass die Verschwörungsszene dafür bekannt ist, zum Teil auch vor Morddrohungen gegenüber Aussteigern oder Kritikern nicht zurückzuschrecken, erscheint dieser Artikel unter „Anonym“. Die Identität der Autorin ist der Redaktion bekannt.

                    Quelle: https://broadly.vice.com/de/article/mein-vater-der-bekannte-verschwoerungstheoretiker

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                    • AFD – Alternative für ewiggestrige Deppen

                      Hans Mohrmann, OB-Kandidat der AfD in Darmstadt, macht mit verbalen Entgleisungen von sich reden. Er fordert auf Facebook die Abschaffung des Frauenwahlrechts, rudert dann aber wieder zurück.

                      Er gefällt sich offenbar in der Rolle des Donald Trump von Darmstadt: Hans Mohrmann, Oberbürgermeisterkandidat der AfD hat auch den Slogan des neuen US-Präsidenten bereits für sich adaptiert und wirbt mit: „Make Darmstadt great again.“ Ausgerechnet das feministische Online-Magazin Fem* hat ihm diesen Titel aufgrund der „Parallelen“ verliehen: Genau wie Trump mache Mohrmann nicht mit inhaltlichen Vorschlägen von sich reden, sondern durch verbale Entgleisungen.

                      So forderte der Rechtsanwalt aus Ober-Ramstadt vor einigen Wochen auf seinem Facebook-Account die Abschaffung des Wahlrechts für Frauen, da sie Heulsusen seien, die kein Blut sehen können. Später ruderte er zurück und löschte den Beitrag: Der sei satirisch gemeint gewesen.

                      Doch seine jüngsten Aussagen, in denen er emanzipierte Frauen als „dümmste Frauengeneration, die jemals auf dem Erdenrund wandelte“ bezeichnete, veranlasste auch die Darmstädter Jusos dazu, Stellung zu beziehen: „Mohrmanns Pöbeleien gegen Frauen machen deutlich, dass er ein narzisstischer und sexistischer Verfassungsfeind ist.“ Sie fordern die AfD Darmstadt dazu auf, sich von ihrem OB-Kandidaten zu distanzieren. „Wenn die AfD Mohrmann ungestraft davonkommen lässt, ist sie als menschenverachtende Partei endgültig offenbart.“
                      „Mohrmann ist unwählbar“

                      Dass sich die AfD von ihrem Kandidaten distanziert, ist nicht zu erwarten. Denn laut dem vom AfD-Bundesvorstand beschlossenen Strategiepapier müsse die Partei, „ganz bewusst und ganz gezielt immer wieder politisch inkorrekt sein“ und dürfe „vor sorgfältig geplanten Provokationen nicht zurückschrecken“. Später werden beleidigende, diffamierende oder rassistische Aussagen relativiert. Der Effekt ist, dass man sich den Namen Hans Mohrmann merkt.

                      Katharina Grabietz, Politologin und Fem*-Bloggerin, hält es dennoch für nötig, über derartige Äußerungen zu berichten: „Dass mediale Aufmerksamkeit in diesem Fall Werbung gleichkommt, bezweifeln wir. Es gibt immer noch Leute, die nicht glauben, dass die AfD im politischen Spektrum ganz rechts zu verorten ist“, meint sie. „Unser Artikel informiert potenzielle Wählerinnen und Wähler über das fanatische Weltbild Mohrmanns, indem wir dessen populistische Texte logisch und argumentativ auseinandernehmen.“ Man zeige so, dass er „unwählbar“ sei.

                      Auf die Anfrage der Frankfurter Rundschau zu den frauenfeindlichen Äußerungen und der Kritik daran, reagiert Mohrmann widersprüchlich. Zuerst teilte er per E-Mail mit, er sei derzeit „wegen eines Arzttermins nicht handlungsfähig“. Fünf Minuten später ließ er mit dem Betreff „Der Frauenfeind aus Darmstadt“ wissen: „Meine Ehefrau hat mir inzwischen jegliche Äußerung zu frauenpolitischen Themen untersagt. Daran halte ich mich selbstverständlich. Schreiben Sie also, was Sie wollen.“ Etwa zweieinhalb Stunden später eine neue Ansage: „Meine offizielle Facebook-Adresse ist unter meinem Klarnamen Hans Hartmut Mohrmann zu finden. Alles andere wird nunmehr von mir nicht mehr autorisiert.“ Trotz des neuen – neutral gehaltenen – Accounts besteht weiterhin sein bisheriger unter Hans Mohrmann. Dieser wird auch weiter von ihm gepflegt. Aktuell hat er dort ein Foto seiner „First-Lady“ gepostet.

                      Viel interessanter ist aber: Dort bekennt sich Mohrmann öffentlich zur rechten Organisation „Identitäre Bewegung“, indem er sie unter der Rubrik „Gefällt mir“ verlinkt. Die Bewegung wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. „Wir sehen Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung“, sagte Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. Aus der AfD-Führungsriege sei Mohrmann bereits vor Wochen geraten worden, seinen Facebook-Account abzusichern, wie ein ehemaliges Parteimitglied der FR sagte.

                      Grabietz rät derweil, Mohrmann solle man wie Donald Trump, „Twitter-, respektive Facebook-Passwort zum Wohle der Allgemeinheit wegnehmen“.

                      Quelle: http://www.fr.de/rhein-main/ob-wahl-in-darmstadt-afd-trump-gibt-den-frauenfeind-a-743928#link_time=1485934576

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                    • kEINer nieMANd jeMANd

                      Also Steven,
                      ich meine, das kann man auch von der SPD sagen: für ewiggestrige sozialdemokratische Deppen
                      CDU: für ewiggestrige christliche Deppen
                      FDP: für ewiggestrige liberale Deppen
                      Grüne: für ewigestrige was weis ich wofür Deppen
                      AFD: Alternative für deutsche Deppen, für ewigestrige deutsche Deppen
                      etc.
                      hG°

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                  • „Jones sei ein Performance-Künstler“

                    Kopf aus der Schlinge zieh?

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                    • Ja, worst case scenario .. 🙂

                      lg,

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                    • Polizeiaktion gegen die Anführer des „Staatenbundes“, auch Präsidentin wurde festgenommen.

                      Dominik Schreiber
                      Elisabeth Holzer

                      20.04.2017, 10:16

                      26 Staatsverweigerer wurden in den Morgenstunden bei einer Großaktion gegen den „Staatenbund Österreich“ festgenommen, vier weitere zur sofortigen Einvernahme mitgenommen. Es soll sich laut Staatsanwaltschaft Graz um führende Mitgliede handeln, gegen die seit Monaten ermittelt wird. Unterstützt wurde die Justiz am Donnerstag von der „Cobra“, die offenbar befürchteten Zwischenfälle gab es aber offenbar nicht.

                      „Es wurden an 37 Standorten Hausdurchsuchungen durchgeführt. Betroffen waren alle Bundesländer außer Vorarlberg“, hieß es im Büro von Innenminister Wolfgang Sobotka gegenüber dem KURIER. 454 Beamte waren im Einsatz, Zwischenfälle gab es nicht. Unter den Festgenommen ist auch die Präsidentin des „Staatenbundes“, Monika Unger, wie der KURIER erfuhr. Über die Verhängung der U-Haft muss bis Samstag Vormittag entschieden werden.
                      Betrugsverdacht

                      Laut Justiz legen die bisherigen Ermittlungen den Schluss nahe, dass hinter dem Konstrukt des „Staatenbundes Österreich“ außerdem ein großangelegter Betrug steht. So gaben die Führungspersonen im Rahmen einer Vielzahl österreichweit durchgeführter „Informationsveranstaltungen“ unter anderem vor, mit der Mitgliedschaft zum Staatenbund Österreich sowie mit dem Erwerb diverser Urkunden würde die österreichische Rechtsordnung ihre Geltung verlieren und in Österreich würden keine Steuern, Abgaben und Strafmandate mehr zu bezahlen sein. Kassiert wurde etwa 100 Euro für ein Kfz-Kennzeichen, diverse Dokumente sollen 50 bis 100 Euro gekostet haben.

                      Mit den auf diese Art lukrierten Geldern bestritten führende Mitglieder ihren Lebensunterhalt, sogar eigene Verwaltungsstrafen wurden offenbar damit bezahlt. Im Zuge der Hausdurchsuchungen wurde neben Bargeld auch Urkunden sichergestellt, die den Betrugsverdacht erhärten sollen.
                      Drohung, Erpressung, Nötigung

                      Der Tatvorwurf gegen die führenden Mitglieder des „Staatenbundes Österreich“ lautet laut Staatsanwaltschaft unter anderem auf Beteiligung an einer staatsfeindlichen Verbindung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Nötigung, gefährliche Drohung, Erpressung und gewerbsmäßig schweren Betrug.

                      Staatenbund… Foto: /Screenshot: oesterreich-rundschau.at Für den morgigen Freitag war eine „Verhandlung“ der Staatsverweigerer vor dem Gerichtsgebäude angesetzt. Ob diese nun stattfindet, ist noch unklar. Immerhin sind aber noch 1000 Mitglieder auf freiem Fuß. Unter den „Vorgeladenen“ sind Richter und Staatsanwälte aus Graz, aber auch steirische Bürgermeister.

                      „Es kann nicht toleriert werden, dass Menschen in Österreich Gesetze ignorieren und die Behörden terrorisieren. Ein konsequentes Vorgehen der Sicherheitsbehörden ist daher eine absolute Voraussetzung, um den Rechtsstaat zu schützen. Ich bedanke mich bei allen Ermittlern und den Beamten des Einsatzkommandos Cobra für ihren Einsatz“, sagte Innenminister Wolfgang Sobotka in einer ersten Reaktion.

                      Quelle: https://kurier.at/chronik/oesterreich/grossrazzia-26-staatsverweigerer-festgenommen/259.437.102

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                    • Das Problem mit der Generation Social Media kurz erklärt.
                      http://embed.genfb.com/1749135965405991

                      lg,

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                    • Was kommt als nächstes? Bücher verbrennen?
                      Guy Verhofstadts wütender Appell an Ungarns Premier Viktor Orban:

                      http://www.downvids.net/guy-verhofstadts-wutender-appell-an-ungarns-premier-viktor-orbn-1097068.html

                      lg,

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                    • Das Heilig Maskuline – irgendwas zwischen Jesus und James Bond?

                      Wenn ich „heilig“ höre, denke ich an Jesus oder so. Wenn ich „maskulin“ höre, kommen mir Bilder
                      von Muskelprotzen, James Bond und Cowboys. Wie geht
                      das bitte zusammen??!?

                      Klar, dass ich das nicht überein kriege, liegt an meinem Split. Dem Split zwischen meinem zweiten und vierten Chakra. Zwischen dem Aspekt von mir, der begehrt und erobern will, der Frauen verführen
                      und sexuell beglücken möchte; der heiß und unwiderstehlich gefunden werden will (Der 007-Aspekt). Und dem Aspekt in mir, der liebt, der verletzlich ist, der sich öffnet und in bedeutungsvollen Kontakt
                      treten will. Männer splitten das auf, habe ich erfahren. Es stimmt. Dazwischen steht der Wille, letztendlich unverletzlich zu bleiben und die „Sache“ in der Hand zu haben. Die Kontrolle zu behalten. Am
                      längeren Hebel zu sitzen. Sich nicht auszuliefern. Sich auf keinen Fall als Depp oder Schwächling zu empfinden. Nur weil mir das jahrzehntelang nicht bewusst war, heißt es nicht, dass es nicht stimmt.
                      Heute kann ich fühlen, dass es stimmt.

                      Stimmte. Denn es hat sich etwas bewegt.
                      Um diesen Split zu beheben, muss mann seine Mutter aus dem Herzen räumen. Heilen, ja, ich weiß! Die ganzen Verklebungen, die in der Beziehung zur Mutter hängen. Das innere Verpflichtungsgefühl,
                      Mutter zu gefallen, ihr Leben zu erfüllen, ein toller Kerl für sie zu sein, ihr zu genügen. In ihren Augen gut zu sein. Mein Gott, was ist da für ein Hunger, in Mutters Augen gut zu sein! Schrecklich! Demütigend.
                      Was habe ich mich dafür verbogen und verleugnet. War nicht der Mann, der ich eigentlich bin. Das ins Bewusstsein zu bekommen und zu bewegen, ist schwer. Schmerzlich. Peinlich. Wirklich zu fühlen, wie sehr mich Mutter bei den Eiern hatte, war streckenweise schier vernichtend. Mir meine Eier zurückzuerobern und sie mehr zu bewohnen als je zuvor, habe ich mit Hilfe einer HD-Facilitatorin geschafft, die mir jahrelang vor allem ein Vater war (ohne, dass ich das in der Zeit geschnallt hätte). Warum ein Vater? Weil ich weibliche Energie in meiner Nähe gar nicht wirklich ausgehalten hätte.

                      So hat sie mir als „Vater“ beigeistanden, meine Mutter aus meinem Herzen zu schälen. Zu heilen, ja, ich weiß. Als ein „männliches“, erwachsenes Vorbild, das warm und verlässlich ist. Dieser „Vater“ hatte einige
                      coole Eigenschaften: Sie war als Vater immer gutmütig und klar, solide und nüchtern, stark und empfindsam. Auch wirklich konfliktfähig, wenn ́s sein muss und ja, es musste manchmal sein. Nur, dass
                      sie eine Frau ist. Naja, was soll ́s?!

                      Unter anderem dieser Kontakt hat mir geholfen, nach und nach meine eigene Femininität in meine Maskulinität zu integrieren. Zu lernen (durch Erfahrung!), dass ich kein Weichei werde, wenn ich verletzlich bin. Im Gegenteil: Wie viel (männliche) Stärke da letztendlich drin liegt, wahrlich und ohne Schutzvorrichtungen und Trick17 im Ärmel zu zeigen, was in mir lebt und was ich fühle. Alles von Innen nach Außen zu bringen und das Außen wirklich in mich reinzulassen. Erst als dass mit meiner Mutter halbwegs durch war, ist meine Facilitatorin mir erstmals wirklich als weibliches Wesen begegnet. Wow. Da hab ich erst bemerkt, was sie vorher aus dem Kontakt
                      rausgehalten hat. Weil sie gefühlt hat, dass ich randvoll mit ungesunder weiblicher Energie war. Dass das erstmal aus meinem System raus musste. Mit Hilfe eines Vaters.

                      Nun wurde sie meine Mama. Eine ganz andere und neue Mama. Eine, in deren Herzen ich mich ausbreiten durfte. Mich richtig breitmachen als Mann. Eine, die MIR Raum gegeben hat, statt meinen Raum mit ihren Bedürfnissen und Macken zu penetrieren. Diese Ersatz-Mama hat mich in ihr Herz gelassen. Ich konnte sie voll-blubbern mit meinem ICH-sein. Sie hat mich darin gefühlt und gesehen und sich auf mich bezogen und dadurch konnte ich mein Wesen-sein und mein MANN-sein erfahren. Ich habe Liebe zu mir gefunden. Ich mag mich. Manchmal finde ich mich richtig geil. Also,… toll. 😉 Immer öfter kann ich fühlen, dass ich finde, ich bin ein toller Mann. Einer, den frau begehren und lieben kann. Einer,
                      der was zu geben hat.

                      Und interessanter Weise verändert sich seitdem meine Beziehung zu Frauen. Zu meiner Frau. Jetzt erst verstehe ich, was mit diesem Split überhaupt gemeint ist. Jetzt kann ich fühlen, wie ich zuvor immer
                      wirkliche Nähe vermieden habe. Verletzlichkeit vermieden habe. Es vermieden habe, zu riskieren, dass sie mir wehtut. Dass sie mir zu viel bedeutet. Vermieden habe, ihr zu zeigen, wie viel es mir bedeutet,
                      dass sie mich will. Also, sexuell will. Dass ich will, dass sie mich heiß und unwiderstehlich findet. Geil. Begehrenswert. Dass sie wilde Fantasien mit mir haben soll. Dass ich will, dass sie sich mir öffnet und
                      hingibt. Sich nach mir verzehrt. Hemmungslos. Dass sie mir zeigt, dass nur ich sie so „erfüllen kann“, wie meine Facilitatorin das in Worte fassen würde, aber in mir lebt es eher so: Dass nur ICH es meiner Frau
                      so besorgen kann (und wehe, das wird zensiert!).

                      Ich hätte früher einen Teufel getan, mich meiner Partnerin damit zu zeigen. Niemals! Denn -und da wird’s ein bisschen schizo- gerade wenn sie mir den Wunsch tatsächlich erfüllt hätte (und ich ahnte
                      immer, dass das in ihr lebt…), hätte ich richtig in der Scheiße gesessen. Meine schärfsten Jugendwünsche wären wahr geworden: Das Mädel, in das ich verknallt bin, ist tatsächlich heiß auf mich.
                      Sie will, dass ich sie …! OMFG!

                      Die Erfüllung dieses Wunsches (und ich hatte bis vor kurzem keine Ahnung, dass dies ein verletzlicher, männlicher Wunsch ist!!! Ich dachte, das ist eher Porno-Niveau, sich sowas auszumalen…)
                      fühlt sich soooo riskant an. Er bedeutet mir als Mann so immens viel, dass ich fürchte, mich ihr als Frau komplett auszuliefern. Sie wird dadurch zur Erfüllung meiner (feuchten) Träume. Dann hat sie mich
                      wirklich bei den Eiern. In der Hand, wenn ihr versteht, was ich meine. Dann werde ich Tag und Nacht an nichts anderes mehr denken können, als dass sie heiß auf mich ist. Ich werde von ihr besessen sein. Ihr verfallen!! Das kann mann doch nicht zulassen! Hallo?!!? Da verliert mann doch jegliche Würde und Souveränität!

                      Oder?

                      Das Ding ist, ich liebe meine Frau. Sie bedeutet mir wirklich viel. Es geht nicht einfach nur um Sex. Ich fühle mit ihr (immer mehr) verletzlichen und tiefen Herzkontakt und wenn es sowas wie Soul Mates
                      gibt, dann ist sie einer für mich. „Heimat in den Augen“ und so. Das allein ist schon angsteinflößend! So viel Bedeutung für einen Menschen! Und jetzt kommt diese neue Verletzlichkeit noch hinzu: Ich fühle
                      diesen sexuellen bitte-sei-verrückt-nach-mir-Wunsch wie ein wildes Flehen meines 2. Chakras. Das erscheint meinen Schutzteilen komplett irre!! Bisher habe ich meine sexuelle Lust nicht als
                      flehend erlebt.

                      Eher als eine Art sportlichen Ehrgeiz. Wie kriege ich sie rum? Dazu kann mann reichlich erfinderisch sein: Charmant, witzig, ein Tänzer, ein Tür-Aufhalter, ein Gesprächspartner, ein Flirter… aber mir
                      einzugestehen, dass es in mir tatsächlich ein FLEHEN danach gibt, begehrt zu werden? Urghs! Das fühlt sich erstmal nicht so sexy an. Vor allem fühlt es sich schrecklich abhängig und ausgeliefert an.
                      Aber TaDaaaa!! genau da hört der Split auf und fängt die Verbindung an. Mich damit zu zeigen, schafft einen Bedeutungskanal zwischen meiner Lust und meiner Liebe. Und da mein Herz jetzt endlich zunehmend frei von Mutter-Klebstoff ist, ist da so viel mehr Raum für meine eigene Bedeutung. Für meine Beziehung zu MIR. Dafür, mich selber ehrlich zu fragen „Hey, wie geht’s ́n dir gerade? Also,
                      wirklich!? Was fühlst du? Was willst du? Was wünschst du dir? Was geht dir nahe?“

                      Diese Beziehung mit MIR ist toll! Nährend. Ich komme damit in Kontakt, die alten Kampfmusteraufzugeben. Nicht mehr kontrollieren. Nicht mehr den coolen, durchsetzungsfähigen Kerl mimen. Nicht
                      mehr um jeden Preis Durchblick haben. Nicht mehr alles in der Hand haben müssen und über den Dingen stehen. Nicht mehr „bloß kein Waschlappen“ sein. Da ist Raum für meine Verletzlichkeit. Da ist Raum
                      dafür, als Mann yin-ig zu sein, wie es in HD so schön heißt: Die Welt, die Realität, die Menschen in mich hinein zu lassen. In mein Herz. In meine Seele. Sie aufzunehmen. Sie sich in mir bewegen zu lassen.
                      Auch wenn ́s schmerzt oder angsteinflößend ist. Und mehr noch: Alles, was ICH fühle, wirklich IN mich hinein zu lassen. Es nicht abzuwehren oder zu kontrollieren. Keine Wand zwischen mich und mich oder
                      zwischen mich und die Welt zu meißeln. Offen zu sein. Mich zu beziehen, statt zu dominieren. Und da mein Herz groß ist, ist darüber hinaus sogar noch Raum dafür, wirklich sehnend zu fühlen,
                      dass ich mich als Mann hier auf der Welt irgendwie sinnvoll und bedeutungsvoll ausdrücken will. Ja, ich will meine ganz persönliche BeRUFung finden! Ich will damit mein Geld verdienen, was mich wirklich
                      erfüllt. Nicht damit, was meine Vernunft irgendwann mal angebracht und sinnvoll fand im Namen von Sicherheit und Ansehen.

                      Keine Arbeit, die vor allem deshalb anstrengend ist, weil man ständig irgendeine Leistungs-, Performance und ImageNorm erreichen bzw. aufrechterhalten muss. Ich bin gerne bereit,
                      mein ganzes Herz zu investieren, aber es soll nicht mehr an erster Stelle um Leistung und Anstrengung gehen. Ich möchte mein Herz investieren, weil das, was ich da tue, MIR entspricht, mir viel bedeutet,
                      mich ausdrückt – weil ich darin meine Liebe, meine Begeisterung und meine Kompetenz vereinen kann. Es soll mein HERZ erfüllen. Wenn es dann zusätzlich noch andere erfüllt, wär ́ das der Hammer!
                      Und da ist immer noch Platz in meinem Herzen. Vielleicht für meine Beziehung zum Göttlichen? Oh Mann, jetzt kommen wir dem Jesus-Aspekt aber doch verdammt nah…

                      Also, auf dem Prozessweg davon, wie Jesus & 007 in mir zusammenfinden. Weiter geht’s!

                      Arno Nymos ;), März 2017

                      Quelle: http://www.heart-dialogue-zentrum.de/sites/default/files/Heilig%20Maskulin%20-%20irgendwas%20zwischen%20Jesus%20und%20James%20Bond_0.pdf

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                    • Ich will wieder in die Schule .. ^^

                      lg,

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                    • Die BRILLENTRÄGER sind Schuld!!

                      „Papa, in der Schule nehmen wir grad den Hitler durch. Wie konnten die Leute so dumm sein und den wählen?

                      „Weil er einfache Lösungen versprach!“

                      „Was heißt das, Papa?“

                      „Pass auf, das funktioniert so:
                      Sagen wir, du willst an die Macht. Als erstes brauchst du dazu Wähler. Die müssen einen Grund haben, dich zu wählen. Der einfachste Grund ist: Du machst ihnen Angst vor etwas.“

                      „Wie funktioniert das, Papa?“

                      „Du musst ihnen einen Feind geben, den sie hassen und vor dem sie sich fürchten. Sagen wir: Brillenträger.“

                      „Warum Brillenträger?“

                      „Wusstest du, dass 65% aller Verbrechen von Brillenträgern begangen werden? Und die Polizei tut nichts dagegen. Im Gegenteil, man fördert die noch!“

                      „Wahnsinn! Was kann man da dagegen tun, Papa?“

                      „Und schon bist du reingefallen. Du hast nicht bezweifelt, dass meine Zahlen stimmen. Obwohl ich sie gerade erfunden habe.“

                      „Äh – wie kann man das auch überprüfen?“

                      „Damals beim Hitler war das schwer. Heute brauchst du nur ein wenig zu googeln. Oder ein wenig nachdenken. Ganz schlimm sind übrigens die Brillenträger zwischen 20 und 30. Letztens hat einer ein kleines Mädchen ermordet, der hat nur eine Therapie bekommen und die Eltern des Mädchens wurden eingesperrt, weil sie nicht auf sie aufgepasst haben!“

                      „Das stimmt jetzt wieder nicht, Papa, oder?“

                      „Nein, das stimmt ganz sicher. Schau mal auf Facebook, da wird das gerade überall geteilt. Glaubst du echt, tausend Leute würden das teilen, wenn es erfunden wäre?“

                      „Puhhhh. Und was tun wir dagegen?“

                      „Weiterteilen, demonstrieren, auf die Straße gehen. Diese Brillenträger muss man einsperren, damit wir wieder sicher sind!“

                      „Darf man das bei uns?“

                      „Was ist wichtiger? Dass man die Rechte solcher Verbrecher schützt oder dass man das ganze Volk vor ihnen schützt? Wo gehobelt wird, fallen eben Späne“

                      „Das Volk, oder?“

                      „Dazu müssen wir dann eben einige Gesetze ändern. Die Polizei muss mehr Macht bekommen, dann sind wir wieder sicher. Wir brauchen eine starke Hand, die uns und unsere Freiheit schützt, verstehst?“

                      „Ja, das klingt logisch.“

                      „Siehst du? So funktioniert das. Zuerst einen Sündenbock suchen. Die Gruppe darf nicht zu klein sein, aber auch nicht zu groß. Dann sucht man sich Verbrechen, die Leute aus dieser Gruppe begehen. In jeder Gruppe gibt es immer auch Verbrecher. Wenn man keine findet, erfindet man eben welche und behauptet das so lange, bis alle es glauben. Dann kommt der „Volkszorn“, dem lässt man freien Lauf. Dann gewinnt man eine Wahl und ändert Gesetze. irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das Gesetz dich nicht mehr schützt, sondern unterdrückt, aber das hast du jetzt übersehen. Das nennt man dann autoritäre Regierung. Schau dir an, wie das in Deutschland bei den Nazis lief, in der Sowjetunion, in China, etc.“

                      „Und wie kann man das verhindern?“

                      „Nachdenken, mein Sohn. Keine Angst davor haben, nicht alles zu glauben. Alles hinterfragen und nachprüfen. Und einfach bei der Hetze nicht mitmachen. Dann sind die Brillenträger auf einmal gar keine Bedrohung mehr.“

                      „Papa, warum hast du deine Brille nicht auf?“

                      Quelle: facebook

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                    • Fake News einfach erklärt

                      (Gilt für alle Seiten!)

                      lg,

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                    • Wie wir in jedem Gespräch die Wahrheit erkennen // Prof. Dr. Jack Nasher

                      lg,

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                    • Entlarvt .. ..
                      Interessant – Angst also.
                      Dann bin ich vielleicht nur deswegen meistens ehrlich, weil ich die Angst nicht aushalte .. .. hebt jetzt gerade nicht mein Selbstwertgefühl

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                    • Hi Veron 🙂
                      Welcome back ..

                      lg,

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                    • Es verhält sich schon interessant mit dem Wort und zugleich der Information „Lüge“, es gibt sie und somit ist sie auch eine Wahrheit, welche ja gelesen, gehört und gesehen werden kann, wahr-genommen werden kann. „Nitya“ hat in seinem Blog https://satyamnitya.wordpress.com eine ganz radikale Meinung: „Sobald ich den Mund aufmache und was sage, lüge ich!“
                      Gehe ich mal davon aus, es ist so, wie Nitya es meint, bleibt mir für meinen Teil nichts anderes übrig, den Geschichten, die erzählt werden, Glauben zu schenken oder halt nicht. Schenke ich ihnen meinen Glauben, ist es für mich in meiner Welt die Wahrheit, glaube ich den Geschichten nicht, ist es für mich eine Lüge. Den Geschichten („Lügen“???), die hier nicht nur Mr. StevenBlack über sich erzählt, schenke ich meinen Glauben, denn sie zu überprüfen, ist mir kaum möglich.

                      Apropo Lügen Hitlers gegenüber auch „seinem Volk“, als auch der Bewertung der Kriegsschuld der Deutschen am Weltkrieg hier ein höchst interessantes Interview mit einer ich glaube Österreicherin, welche in einem Buch historisch wissenschaftlich untersucht und recherchiert herausgearbeitet hat, das die beurteilte Kriegsschuld nicht nur doch insbesondere der Deutschen eine Lügenpropaganda ist, das quasi mehr oder weniger damit alle Nationen veräppelt werden, doch seht und hört das Interview selbst und bildet Euch selbst eine Meinung zu der Geschichte zu Hitlers Zeiten und der Vorgeschichte:

                      :https://youtu.be/XApMoRbnEAk

                      Dieses Video ist unterschrieben mit: Monika Donner Krieg, Terror, Weltherrschaft Warum Deutschland sterben soll

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                    • „Monika“ Donner – alles klar .. 🙂

                      lg,

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                    • AFD – Mut zur Lüge

                      Nein. Nicht der Antrag der AfD, sondern der schon im März gestellte Antrag der Bundesregierung wird geprüft.

                      Auf den ersten Blick wirkt es wie der Hilferuf einer alleingelassenen Partei. Die AfD bittet die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) um die Entsendung von Wahlbeobachtern bei der Bundestagswahl im September. Der Grund: Es gebe „Anlass zur Sorge, dass uns eine Teilnahme am Wahlkampf nicht in uneingeschränkt fairer Weise gewährleistet wird“.

                      Das haben die AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und Frauke Petry mit Datum 28. April an die für Wahlbeobachtungen zuständige OSZE-Stelle in Warschau geschrieben, an das Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR). Der Brief wurde vom AfD-Bundesvorstand am 2. Mai veröffentlicht.

                      Aber bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass eine solche Bitte schon längst aus Deutschland an die OSZE ergangen ist. Absender: die Bundesregierung. Das Auswärtige Amt teilte der „Welt“ auf Anfrage mit, die Bundesregierung habe „bereits im März 2017 die entsprechenden Einladungen zur Beobachtung der anstehenden Bundestagswahl an die OSZE übermittelt“.

                      Das heißt: Die AfD formuliert öffentlichkeitswirksam eine Bitte, die von der Bundesregierung längst an die OSZE gerichtet wurde. Was übrigens nicht zum ersten Mal geschah. Schon bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 hatte das Auswärtige Amt die OSZE zur Wahlbeobachtung eingeladen. In beiden Fällen wurde der Einladung entsprochen, und bei beiden Wahlen – auch 2013 mit der bereits teilnehmenden AfD – wurde Deutschland ein positives Zeugnis ausgestellt.

                      Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article164182930/Bundesregierung-bat-OSZE-lange-vor-AfD-um-Wahlbeobachter.html

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                    • 2013 mit der bereits teilnehmenden AfD – wurde Deutschland ein positives Zeugnis ausgestellt

                      In Ratzeburg wurden Wahlbriefe nach der Wahl zugestellt.

                      In diversen Städten kamen Briefwahlunterlagen nicht an.

                      In Köln gab`s doppelte Briefwahlunterlagen.

                      In Oberhausen gab`s Wahlzettel von 2009.

                      In Hamburg verschwanden Briefwähler-Stimmen.
                      in Essen Säckeweise.

                      In Oberhausen gab`s Wahlzettel von 2009.

                      Bremen stellte ein fiktives Zwischenergebnis ins Netz.

                      Im Wahlkreis 239 gab`s mehr Wähler als Wahlberechtigte.

                      In Detmold hat die SPD bei der Veröffentlichung der Ergebnisse mehr Stimmen als bei der Auszählung.

                      In Waltrop gingen AfD-Stimmen an die Republikaner.

                      In Meppen wurde bei einer Stichproben-Kontrolle entdeckt, dass 50% der AfD-Stimmen nicht berücksichtigt wurden.

                      In Bochum waren 70% der Zweitstimmen ungültig.

                      Zu jedem Punkt kann ich gerne, falls gewünscht, Quellen nachreichen.

                      Gruß
                      Andreas

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                    • Ich nenne das typische Pannen, die immer wieder passieren. Nichts davon wurde vertuscht, sondern floß in die offizielle Berichterstatung.

                      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-09/pannen-bundestagswahl-briefwahl

                      https://www.derwesten.de/staedte/bochum/bochumer-wahllokal-meldet-71-prozent-ungueltige-zweitstimmen-id8483790.html

                      lg,

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    • „in meiner Fantaisewelt erlaube ich mir nahezu alles, was mir Freude macht und mich mich irgendwie erregend be-geistert….
      …und dennoch bleibt ein Zweifel, darf das denn, bzw ist das gut?“

      Hej Stefan!

      Ich hatte auch mal so eine Zeit (sehr lange), wo ich intensiv in Fantasien abtauchte.
      Heute weiß ich: das war/ist ein Teil des Überlebensprogramms.
      Es gibt aber auch einen anderen Teil, der das nicht gut findet, und daher kommt sicher Dein Zweifel.

      Diese „schönen Gedanken“ oder was auch immer es ist, das den Körper reagieren lässt, mit Glückshormonen oder sonst was, was den Eindruck vermittelt, dass man sich wohl fühlt damit, das ist sicherlich auch messbar, und so mancher Arzt oder Therapeut wird es als „gut“ einstufen, naja, vermutlich fast alle.

      Doch der Teil, der die Traumata, die Verletzungen, Schmerz, Trauer, Zorn, etc. „trägt“, der wird damit überdeckt .. .. und es kann so weit kommen, dass er sich das nicht mehr gefallen lässt. Er kann Krankheit und diverse Leiden bewirken, und er kann auch depressiv machen, und dass die Fantasien nicht mehr „funktionieren“. Ist meine eigene Erfahrung.

      Bei manchen kommt es vielleicht nie so weit, die können bis an ihr Lebensende weitermachen mit Freude und Ablenkung. Kommt sicher darauf an, was die Lebensaufgabe ist, und wie der Körper funktioniert, den die Seele gewählt hat dafür.

      Liebe Grüße
      Veron

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      • Ja, an meinen Verletzungen, bzw. Traumata hab‘ ich noch ’ne Menge zu tun, bis ich sie wohl, bzw. zum Wohle loslassen kann….

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        • Tja, das Loslassen .. ..

          Wenn Du Mike Hellwig genau liest oder hörst, wirst Du ab und zu lesen oder hören, dass den inneren Kindern versprochen wird, dass sie für immer so sein dürfen. Und er sagt auch, dass es Teile gibt, die das vielleicht wirklich für immer brauchen.

          Wenn der Hintergedanke dabei ist, dass Du Dich um diese Teile nur kümmerst, damit Du sie dann loslassen kannst, kann es sein, dass Du Heilung/Integration verhinderst.

          Ich höre allerdings natürlich auch einen Teil in mir, der gerne hätte, dass es bald vorbei ist. So ist das eben .. .. nicht einfach.

          Liebe Grüße
          Veron

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  • Yup,
    endlich mal ein Grund zum Feiern. Da wird wohl endlich Einhalt geboten, diesen Falschmeldern und Haßpredigern.
    Nun sind wir bald wieder soweit – in den 33igern des letzten Jahrhunderts.
    https://netzpolitik.org/wp-upload/2017/03/1703014_NetzwerkDurchsetzungsG.pdf
    Laß die Korken knallen 😉
    Und obendrein Österreicher, da muß es doch nach deinem Geschmäckel sein?

    Diese nutzlosen Juristen sollten sich besser raushalten, nich wahr? Von wegen Bedenken ..

    Ich sehe hier aber ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Es muß also auch für andere gelten, für wordpress!
    Dann machst du die Zensur an meinen Kommentaren und ich an deinem Blog.
    Hahahaaa

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    • Bedank dich bei den Leuten, die es so toll und „aufklärerisch“ finden, in FB und anderen Netzwerken Kommentare zu posten – wie etwa: „Hängt sie alle auf“, „die Gaskammern müssen wieder her“, „Merkel muss in Blut waten“, und anderes Geschmeiss. Dieses sogenannte Gesetz wird das im übrigen kaum verhindern ..

      You can’t fix being stupid – not even with duct tape.

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      • Hi Steven 🙂

        ….“ Dieses sogenannte Gesetz wird das im übrigen kaum verhindern …“

        Die Regierenden (wer auch immer das sein soll) leben in einem absoluten Regulierungswahn, weil alles immer mehr aus den Fugen gerät. Quasi der Bumerang von falsch verstandener Toleranz, Aussitzen und Schönreden. Irgendwann klopfen die Dinge nicht mehr an die Tür, sondern sie wird lärmend eingetreten. Aber nicht mal das lässt die Herrschaften eben diese Dinge klar und nüchtern betrachten, um langfristig eine Lösung zu finden – nein, das Kleinholz der Tür wird hektisch in den windschiefenTürrahmen genagelt, dann stellt man sich noch vor die zugigen Löcher und plärrt lauthals, dass man jetzt alles im Griff hat.
        Wer jetzt aber glaubt, diejenigen wären beschäftigt, der irrt – es gibt bestimmt noch irgendein paar Länder, denen man eine Völkermord-Resolution reinwürgen kann. Das entspannt dann ungemein.

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  • Aber Hallo, ich fühle mich recht gesehen, doch nicht rechts, sondern frontal gegenüber, Aug‘ in Aug‘, face to face

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  • Guten Abend

    ich lade euch ein, mit mir ohne mich
    bei passender Gelegenheit folgende Videovorträge
    anzu-sehen und-hören.
    http://pioneersofchange-summit.org/speaker/kosha-jouber-x5z1/

    herzliche Grüße

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  • Hi Steven

    kurz noch eine Antwort auf EAT34.

    Du sprachst über die Vernünftigen….
    Was wieder Normativ und dessen Dynamik offenbart.

    Und davon, dass man sich für eine Seite entscheiden muss.
    Dies setzt eine duale Sichtweise voraussetzt.

    Bin aber mehr als bloss schwarz und weiss.
    So ist mir auch für eines, doch das, worin alles gebettet…..
    …ohne Abstraktion, doch vielen Aspekten.

    Durfte durch meine Erscheinung viele Erfahrungen sammeln, rassistische gab es kaum.

    Klar trifft man auf allerlei Erklärungs/HandhabungsVersuche der noch unverstandenen Offensichtlichkeit.
    Frauen kennen dies ebenso….aber alle anderen auch irgendwie…

    Der Äusserste Rand des jeweilig möglichen, dort wo der Eiertanz beginnt….
    Unsicherheit, Ohnmacht, Illusion, Angst….

    GottseiDank wurd mir früh gewahr, das es eigentlich um Xenophopie (Angst vor dem Fremden) geht.
    So ist es heute sehr offensichtlich.

    Fremd ist, worauf wir nicht zugehen.
    Was wir nicht in Betrachtung ziehen.
    Wovor wir uns abwenden.

    Gehen wir hin, wird’s wesentlich und verliert jede Maske.

    Reicht es aus, irgendwo stehend, zu verstehen.

    Beispiel:
    Ich könnt jetzt denken, Rassismus gibts, ich nehme ihn als diesen wahr,
    ich fühle mich bedroht, er muss bekämpft werden.
    Damit „kämpfe“ ich nun nur noch für Rassen.
    Welch Spiel…..
    Siehe „Black live matters“, „White live matters“, „my live matters“, „the life of my cat…..“

    Für welche Rasse denn.
    Eine, zwei, vieleicht drei….., die eigene….?!
    Kurz DNA-Getestet könnten es schnell mehr sein…

    …isolierte Minderheiten…
    Welch WortKatastrophe.

    Statt mich auf eine Rasse erniedrigen zu lassen, sei wunderlich, aber auch notwendig Anlass
    gegeben, die Geschichte der geeinten Ursprünge/Verhältnisse wieder zu eröffnen.

    In diesen uns einenden tieferen Wahrheiten erfahre ich mehr Kraft und Losung, als im dualen Model.
    Gegen etwas zu sein offenbart da zu tiefst.
    Doch wir sitzen alle im gleichen Boot und könnten so das grösst mögliche sein, würden wir darauf vertrauen.

    Es Würde wie wä(h)re….

    lg

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  • Guten Morgen, liebe Leser,

    ich erlaube mir, Euch zu einem Konzert der
    Musikgruppe „King Crimson“ live in Bonn 2006
    einzuladen, und zwar mit mir ohne mich bei Ihnen
    passender Gelegenheit und Interesse an Ihrem
    Computer mit einem guten KopfHörer und Monitor.

    King Crimson entwickelt und spielt keine gefällige
    Musik sondern irgend wie spannend, magische, weniger
    gefällige, aber wie ich finde höchst interessante Musik,
    welche meines Erachtens mit hilft, das BewußtSein
    zu weben, stricken und knüpfen.

    Und Bewusstsein haben wir nicht, sondern sind wir und ist deshalb
    nicht untersuchbar und erforschbar, das besagt u.a. die
    „Heisenberg’sche Unschärferelation – oder, nicht wahr?

    Doch genug mit dem Gequatsche!
    Hier findest Ihr Zugang zum Konzert:

    :https://youtu.be/q-qfW1UL-vQ

    Mit herzlichen Grüßen
    von Stefan

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  • Über die sogenannten „Wutbürger“ mit einer HassWut im Bauch äußert sich jemand folgend

    hier: :https://youtu.be/eOk61QiuN4w

    +hier: :https://youtu.be/eJ_zDxjglZw

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  • Hier noch ein wunderbar ironischer Abgesang auf die Psychoanalyse, ein Manifest für die Macht der Phantasie, die ebenso grenzenlos wie unbeherrschbar ist, und nicht zuletzt ein modernes Gleichnis über das unausweichliche Scheitern von Weltverbesserern aller Art, auch wenn ihre Absichten und Motive durchaus edel sein mögen.
    https://www.amazon.de/Die-Gei%C3%9Fel-Himmels-Ursula-Guin/dp/393789716X

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  • Was mein Leben wirklich besser macht ! ! ! :

    Danke ich + ich: :https://youtu.be/gahBloN4hPc

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    • ps: Nitya schreibt zu den Weltverbessern, von denen ich auch immer wieder mal einer bin:

      „Diese Welt kümmert nämlich nur aus einem einzigen Grund so vor sich hin, weil jede Menge menschlicher Idioten glaubt, diese Welt von ihrer ursprünglichen Natur entfremden zu müssen. Nicht einmal die Kinder dürfen noch so spielen, wie es ihnen entspricht. Ich kann mich selbst ja nur beglückwünschen zu der Gnade meiner frühen Geburt. In den Ruinen, die uns der Krieg hinterlassen hatte, hatten wir die aufregendsten Abenteuerspielplätze der Welt, so mit Bombentrichtern, rumliegender Munition und finsteren Gestalten in dunklen Kellern. Wenn ich heute die „Kinderspielplätze“ und die ständige Beaufsichtigung und Beschulung der Kleinen angucke, kann ich nur noch das heulende Elend kriegen.

      Na ja, auch die komischen Brahmanen und ihre komische Ideologie entspricht einfach Brahmans kreativ-spielerischem Schaffensdrang. Und so hat Brahman ja nicht nur die Brahmanen erschaffen, sondern auch mich, der mal wieder was zum Rummeckern gefunden hat. Aber ich will ja nicht nur meckern. Dass der Swami meint, dass das Ganze ohne Grund und Absicht existiert, löst bei mir jedenfalls ein freundlich-grummelndes Nicken aus.

      Also wenn der Swami auch den Armen und den Frauen und den Kühen und überhaupt jedem Wesen großzügig erlaubt, ihrer eigenen Natur gemäß auf dieser schönen Erde herumzutollen, bin ich ganz bei ihm.“

      siehe auch: https://satyamnitya.wordpress.com/2017/03/21/swami-sivananda-brahmans-freizeitvergnuegen/

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  • Zur Zeit spüre ich, dass zu unrecht Erlittenes als Ausgewachsener zu vergeben, ein Kraftakt, dem ich gegenüber meinem Vater (noch?) zu schwach bin.
    Dazu seht auch hier:
    https://ethik-heute.org/rache-ist-bitter/

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  • Wird das „Die“ neue „SuperMacht“ die sich aus dem Untergrund, bzw. aus dem dunklem Meer des Bewußtseins erhebt???

    :https://youtu.be/V6b61mVahlo

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  • Hier habe ich ein interessantes Interview mit dem Hirnforscher Gerth Hüther gefunden, der weitere Impulse zur Erkenntnis von Stevens propagierte und praktizierte „Fühlarbeit“ liefert, leider nur bis heute 18:00Uhr abrufbar:
    :http://pioneersofchange-summit.org/speaker/gerhald-huether-p0t7/

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    • Wunderbarer Gedankenaustausch.
      Danke.

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      • BITCHCRAFT

        The art of pissing people off by telling them the truth. 🙂

        lg,

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        • Hab gestern die Wohnung sauberst geputzt! 🙂

          lg,

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          • Hey Steven,

            was hast Du denn für Probleme mit dem Putzen?
            Schau Du Dir doch mal an, was heutzutage die Wirklich wahren Probleme sind:
            :https://youtu.be/WyS-JbfikwI

            😎

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          • Das Böse, das heilt ..

            lg,

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            • Sind ja voll harmlos, diese Reichsbürger – die lieben einfach nur ihre Waffen. Alles ganz harmlos ..

              Mit einer internationalen Razzia ist die Polizei am Mittwoch gegen Anhänger der sogenannten „Reichsbürger“-Bewegung vorgegangen. Ziel waren Anhänger eines sogenannten „Zweiten Deutschen Reiches“.

              Die Ermittler durchsuchten 14 Objekte in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, außerdem auch in Rumänien, wie die in dem Verfahren federführende Staatsanwaltschaft Augsburg und das Polizeipräsidium Schwaben Nord mitteilten. In Bayern wurden nach Angaben des bayerischen Innenministeriums außer in der Stadt Augsburg (ein Objekt), im Landkreis Augsburg (ein Objekt) auch noch drei Objekte in Buttenwiesen (Kreis Dillingen) und zwei in Oberfranken durchsucht. Der Schwerpunkt bei den Durchsuchungen habe auf Schwaben gelegen.

              Ermittler stellen in Buttenwiesen Gewehr sicher

              Es seien Waffen und zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden, berichtete das Augsburger Polizeipräsidium. Bislang ermittelt die Augsburger Staatsanwaltschaft gegen fünf Beschuldigte zwischen 48 und 69 Jahren. Ihnen werde gewerbs- und bandenmäßiger Betrug sowie gewerbs- und bandenmäßige Urkundenfälschung vorgeworfen. Ein Mann wurde in Buttenwiesen (Kreis Dillingen) verhaftet. Im Rahmen der Wohnungsdurchsuchung stellten Einsatzkräfte ein Gewehr der Marke „Winchester“ bei dem Mann sicher. Der Verhaftete aus dem Landkreis Dillingen a.d. Donau wurde zwischenzeitlich dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg vorgeführt, der den Haftbefehl eröffnete und in Vollzug setzte.

              Außerdem wurde zwei Männer in Rumänien wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs und der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung verhaftet. Die beiden Männer befinden sich dort auf Grund dieser Haftbefehle in Auslieferungshaft.

              Den Ermittlern zufolge stellten die Beschuldigten falsche Urkunden in Form von „Reichskarten“, „Reichsführerscheinen“ und Diplomatenpässen des „Deutschen Reichs“ her und vertrieben diese. Außerdem sollen sie Immobilienbesitzer betrogen und von diesen Gebühren kassiert haben.

              Dazu sollen sie den Betrogenen dargestellt haben, dass nach dem Alliiertengesetz kein Bundesbürger Eigentum an Immobilien erwerben könne. Durch eine Eintragung bei der russischen Militärregierung oder den Alliierten sei dies jedoch möglich. Für diese Eintragung verlangten die Verdächtigen den Ermittlern zufolge teils erhebliche Gebühren.

              „Diese Leute sind potenziell gefährlich“, begründete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die erneute Razzia. „Daher gehen wir gegen diese Staatsverweigerer mit allen Mitteln des Rechtsstaats konsequent vor.“ Die Augsburger Polizei und Staatsanwaltschaft wollten auf Anfrage keine konkreteren Angaben zum Einsatz machen.

              Polizei setzt bei Razzia gegen „Reichsbürger“ Spezialkräfte ein

              In Nordrhein-Westfalen beschlagnahmte die Polizei bei vier mutmaßlichen „Reichsbürgern“ am Niederrhein 36 Schusswaffen und fast 20.000 Schuss Munition. Ein 47-Jähriger, der von Spezialkräften zunächst festgenommen worden war, wurde am Mittwoch vom Haftrichter in Kempen wieder auf freien Fuß gesetzt, teilte die Polizei in Krefeld mit. Der Mann müsse sich dennoch wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz vor Gericht verantworten.

              Wegen einer möglichen Bewaffnung setzte die Polizei bei der bundesweiten Razzia in zwei Fällen Spezialkräfte ein. Im Oktober hatte bei einer ähnlichen Aktion im mittelfränkischen Georgensgmünd ein „Reichsbürger“ auf vier Polizisten geschossen und einen 32-jährigen Beamten getötet. Seitdem gab es bereits mehrere Razzien gegen „Reichsbürger“. Diese lehnen die Bundesrepublik als Staat ab und ignorieren oftmals Gesetze und behördliche Anordnungen.

              Zuletzt hatte es in der vergangenen Woche in Bayern und Rheinland-Pfalz eine Razzia gegen 45 „Reichsbürger“ des selbst ernannten „Bundesstaats Bayern“ gegeben. Anfang Februar gingen die Ermittler gegen „Reichsbürger“ ebenfalls in Bayern und Rheinland-Pfalz sowie in Baden-Württemberg vor. dpa/AFP/AZ/mol

              Quelle:

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              • Das (Böse?) ist nicht leicht zu verstehen, sondern auch leicht miss zu verstehen…
                …Feuer kann wärmen und helfen, kann aber auch verbrennen und verletzen….
                Wirklich gefährlich wird es, wenn man den aggressiven und verzehrenden Charakter des Feuers ignoriert oder unterschätzt…
                Weiß man den Charakter des Feuers zu schätzen, weiß man den richtigen Abstand, Schutz zum Feuer einzunehmen, so dass es einem nutzt und hilft.
                Den Charakter des Feuers kann man nur schätzen lernen, indem man möglichst vorsichtig Grenzen überschreitet, meine ich.

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  • Zur Autorität der Regierung schrieb erzählend heute Nitya folgendes, was mich höchst nachdenklich machte:

    Die Autorität der Regierung, selbst jener Regierung, der ich mich bereitwillig unterwerfen würde – denn ich werde freudig denen gehorchen, die besser als ich wissen und handeln, und in vielen Dingen selbst denen, die weder so gut wissen noch handeln können – ist noch immer eine unvollkommene. Um wahrhaft gerecht zu sein muss sie die Zustimmung und das Einverständnis aller Regierten haben. Sie kann kein anderes Recht über meine Person und mein Eigentum haben als das, welches ich ihr gewähre. Der Fortschritt von einer absoluten zu einer eingeschränkten Monarchie und weiter zur Demokratie ist ein Fortschritt hin zu einem wahren Respekt vor dem Individuum. Selbst der chinesische Philosoph [Konfuzius] war weise genug, das Individuum als die Grundlage des Reiches zu betrachten. Ist eine Demokratie, so wie wir sie kennen, die letztmögliche Verbesserung? Ist es nicht möglich, einen Schritt weiter zur Anerkennung und Regelung der Rechte der Menschen zu gehen? Es wird nie einen wahrhaft freien und aufgeklärten Staat geben, bis der Staat den Einzelnen als höhere und unabhängige Kraft anerkennt, von dem aus sich seine eigene Kraft und Autorität ableitet, und ihn entsprechend behandelt. Ich erfreue mich daran, mir einen Staat vorzustellen, der es sich leisten kann, allen Menschen gegenüber gerecht zu sein und der den Einzelnen mit Respekt als einen Nachbarn behandelt; der es nicht einmal für unvereinbar mit seinem inneren Frieden hält, wenn Einige außerhalb von ihm leben wollen, ohne seine Einmischung und Umarmung, jedoch alle Pflichten eines Nachbarn und Mitmenschen erfüllen. Ein Staat, der diese Frucht hervorbringt und sie endlich auch abwirft, sobald sie reif ist, würde den Grund für einen noch weiter perfekten und ruhmreichen Staat bereiten, den ich mir ebenfalls vorgestellt, aber noch nirgendwo gesehen habe.

    aus: Henry David Thoreau, „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“

    Nityas Meinung dazu hier: https://satyamnitya.wordpress.com/2017/03/26/henry-david-thoreau-respekt-vor-dem-individuum/

    „…Henry David Thoreau schreibt also „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“. Und ich antworte ihm mit Stirner: „Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache Meines Volkes, Meines Fürsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein. ‚Pfui über den Egoisten, der nur an sich denkt!'“ Und nun soll also auch noch Thoreaus Sache Meine Sache sein? Nun soll ich mir von ihm auch noch eine Pflicht zum Ungehorsam aufschwatzen lassen? …“

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  • Der frühe vor-laute Vogel heute morgen bei mir zu Hause

    Heute morgen bin ich früh mit lautem Vogelgezwitscher aufgewacht, bzw. erwacht. Eine Vogelstimme stellte sich doch recht penetrant in mein Gehör, so dass die anderen in den Hinter-Grund traten….

    :https://youtu.be/JMLxtyiLGx8

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    • kEINer nieMANd jeMANd

      Ich erwachte in einem Spiegelkabinett
      Meine Haut war mit rasierten Igeln bedeckt
      Sie fielen ab und griffen meine Reflexion an
      Mir fehlten alle Zähne und ich hatte keine Hosen an
      Ich gebar ein goldenes Ei
      Aus dem nochmal ein Ich entsprang und plötzlich war ich zwei, hi
      Mein zweites Ich war stärker als das erste
      Ich fraß mich und multiplizierte meine Stärke
      Ich verdaute mich und fand den inneren Ort
      Und wuchs zu einem Werwolfvampirzombiecyborg
      Zerboxte alle Spiegel im Raum
      Sie haben mich komisch angesehen, ich konnt ihnen einfach nicht vertrauen
      Und so lief ich los und ich kam zu einer Kante
      Ich fiel hinab, weil ich die Kante nicht erkannte
      Ich gelangte in eine Situation
      Eine Stimme sprach zu mir: ,,Aha, da bist du ja, mein Sohn
      Hier, trinke Tipp-Ex und finde zur Weisheit
      Ich mal dich weiß, damit du endlich Bescheid weißt
      Denn du musst deinen Geist entleeren
      Denn in der Leerheit spiegelt sich dein wahres Wesen
      Vergiss das Formenspiel von Planeten und Worten
      Und tauche hinab zum Urgrund allen Lebens
      Und werde zur Leinwand für die tanzenden Farben des Universumalen (?)“

      Ich weiß nicht, wie es begann, es weckte mich ein Traum
      Ich wurde darin eine Tür und mich betrat ein Raum
      Er weiß ni-i-icht, wie ihm gescha-a-ah, es weckte ihn ein Traum
      Er wurde da-ari-in eine Tü-ü-ür und ihn betrat ein Raum
      Ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie, du, wir, ich, sie, es

      Und so suchte ich nach Leerheit und fing an mich zu übergeben
      Entleerte mich komplett, ich kotzte um mein Leben
      Ein Strahl aus Ziffern und ein Meer aus Alphabeten
      Familienalben, Körperteile von Propheten
      Ein Bündel gelber Rosen und drei Fernsehapparate
      Meinem Mund entwichen Fliegen mit ’nem Gürtel in Karate
      Ich kotzte einen Clown, zwei Schlangen und ein Schaf
      Welches wiederum ein zweiköpfiges Einhorn erbrach
      Ich hörte nicht mehr auf, alles kam aus meinem Bauch
      Kotzte tausend Jahre Christentum und Disney aus mir raus
      Aus mir kamen Folterbänke, Scheiterhaufen, Stacheldraht
      Sogar ein schönes Paar in dessen Hand ein Apfel lag
      So übergab ich mich, bis nichts mehr von mir übrig war
      Ich ließ los, bis auch die allerletzte Lüge starb
      Sie lautet-, ich legte sie ins Grab
      Als plötzlich in der Stille wieder diese leise Stimme sprach
      ,,Es ist genug, jetzt bist du vielleicht bereit
      Probier dich aus, dein erster Gegner ist die Zeit
      Und willst du das Wesen des Daseins kapieren
      Musst du vorher deine Wahrnehmung von Zeit transzendieren“
      Und so grübelte er darüber nach, was die Stimme ihm sagen wollte
      Denn Zeit wie er sie kannte war eine vollkommen statische, stabile Linie auf einer sehr-

      Ich weiß nicht, wie es begann, es weckte mich ein Traum
      Ich wurde darin eine Tür und mich betrat ein Raum
      Er weiß ni-i-icht, wie ihm gescha-a-ah, es weckte ihn ein Traum
      Er wurde da-ari-in eine Tü-ü-ür und ihn betrat ein Raum
      Ich, du, er, sie, es, wir, ihr sind doch alle nur es

      Und so hat mir diese Stimme eine gescheuert
      Und mich dabei durchs Raumzeitkontinuum geschleudert
      Das Gestern wurde flüssig und vom Heute getrunken
      Von der Vergangenheit entkoppelt und mit Morgen verbunden
      Bis jetzt war kein Punkt auf einem Strahl von Zeit
      Sondern ein multipermeabler symplektischer Kreis
      Das war zu viel für mich, ich fiel in meine Angst hinein
      Und wollte wieder ein Werwolfvampirzombiecyborg sein
      Die Stimme sagte: ,,Nö, jetzt ist es zu spät
      In dir ist dein Keim, der Samen ist gesät
      Wohin du auch gehst, steht die Wahrheit dir im Weg
      Und fordert dich heraus, bis du sie endlich verstehst
      Du kannst die verleugnen und sie tausendmal zerreden
      Kannst sie tausendmal widerlegen und sie tausendmal zerlegen
      Doch am Ende wird sie sich all deiner Regeln entheben
      Jegliche Knebel entknoten und die Barrieren enthebeln
      Denn Leben ist nicht nur das, was du siehst sondern auch das, was sieht, ja
      Du denkst, du wärst nur der MC, doch in Wahrheit bist du der Beat“
      Und so nahm ich diese Stimme und beraubte ihr den Klang
      Ich löschte alle Worte und ich wurde ein Gesang
      Den niemand mehr versteht, und so bleibe ich alleine
      Zwischen Spiegelscherben zieh ich leise meine Kreise
      Und singe, eins minus Pi mal null hoch unendlich
      Ich kenn die Wahrheit nicht, aber die Wahrheit kennt mich

      Er weiß nicht, wie ihm geschah, es weckte ihn ein Traum
      Er wurde darin eine Tür und ihn betrat ein Raum
      Er weiß ni-i-icht, wie ihm gescha-a-ah, es weckte ihn ein Traum
      Er wurde da-ari-in eine Tü-ü-ür und ihn betrat ein Raum
      Er weiß nicht, wie ihm geschah, es weckte ihn ein Traum
      Er wurde darin eine Tür und ihn betrat ein Raum
      Ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie, du, wir, ich, sie, es

      :https://youtu.be/QZfVzhGdoaY

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      • Hallo kEINer nieMANd jeMANd,

        wem erzählst Du DAS? Davon weiss ich auch so manches leid- als auch freud-volle und schreckliche Lied zu singen und erzählen – ich meine vom Spiegelkabinett.
        Doch ich hab` „Neue Freunde“ gefunden und mir gehts damit und dem Spiegelkabinett mehr oder weniger gerade so:

        Okidigidigidoke, ja, ich kam, sah und schmiegte Mich in eure desensibilisierten Gebiete
        Ich verbiete der Tombola die Niete Denn das Universum ist meine Geliebte, die kam Um
        meine Behauptung zu enthaupten Ich wär blind, Quatsch, mir wachsen Augen auf den
        Augen Kaum zu glauben, dass ich glaubte, dass mein Glaube eine Wahrheit wäre Widerlege
        ihn, wie Isaac Newton Goethes Farbenlehre Und beschwere mich bei Dingen, die mich
        schwerer machen Als guter Schüler muss ich über meine Lehrer lachen Wissen essen und
        beflissen jeden Fehler machen Ihr macht Stress ohne Grund, ja, Stress kann jeder machen
        Ihr macht ein Gesicht, als würdet ihr grade im Stehen kacken Deutschland lieben, aber
        eigentlich das Leben hassen Und euch Parolen in Frakturschrift in die Venen hacken Ich
        näh euch ein rosanes Einhorn auf eure Lederjacken, ah Glaubt mir, sowas steht euch Rosa
        ist die Farbe der Gefühle, sowas fehlt euch Denn ihr müsst eine Lüge leben Sie füttern,
        pflegen und ihr eine schöne Bühne geben Zugegeben, ich will euch die Beine von den
        Stühlen sägen Mit euch auf dem Boden liegen und über Gefühle reden, yeah Endlich haben
        wir zusammengefunden Liegen bleiben, ich hab eure Schnürsenkel zusammengebunden Ihr
        seid Möbel, wir sind Räume Ihr seid Vögel und wir sind Bäume Wir sind Türen und ihr seid
        Zäune Doch wir sind ab heute eure neuen besten Freunde Ihr seid Möbel, wir sind Räume
        Ihr seid Vögel und wir sind Bäume Wir sind Türen und ihr seid Zäune Doch wir sind ab heute
        eure neuen besten Freunde Vier, drei, zwei, eins, uns hält kein Held auf Wir kommen in deine
        Küche und dort stellen wir ein Zelt auf Du behauptest, dass du ein krasser Räuber bist Ich
        entkoppel den unter dir installierten Schleudersitz Damit du fliegen lernst, yeah, ich bau dir
        eine Rampe Denn ich bin eine Pflanze, ich denke nicht, ich tanze Zu den Rhythmen mit sieben
        Jahreszeiten Ich will keinen neuen Text, sondern eine neue Sprache schreiben Um in ihr zu
        schweigen, denn ich hab nichts zu sagen Und so werden die nächsten Zeilen telepathisch
        übertragen Oh, okidoke, hätten wir das auch geklärt Der Mensch ist nicht gefangen, nein,
        er hat sich ausgesperrt Aus sich selbst, schade, das wär nett geworden Hunderttausend
        Silben sind heut Nacht in meinem Bett gestorben So gesehen ist das Leben relativ Denn
        ich erkenne mich wieder als der Geist, der mich rief Und der Geist, der mich rief, wird mich
        jetzt nicht mehr los Hab ich nicht mal gesagt, ich wär der Fluss, nicht das Floß Das ist ja
        vollkommen logisch Ihr seid Möbel, wir sind Räume Ihr seid Vögel und wir sind Bäume Wir
        sind Türen und ihr seid Zäune Doch wir sind ab heute eure neuen besten Freunde Ihr seid
        Möbel, wir sind Räume Ihr seid Vögel und wir sind Bäume Wir sind Türen und ihr seid Zäune
        Doch wir sind ab heute eure neuen besten Freunde Ihr seid Hipster dissende Hipster, die Hipster
        dissen Doch Hipster dissen ist nicht hip, seit alle Hipster Hipster dissen Hip sein ist unhip,
        sogar deine Geschwister wissen Dissen ist wie nackt auf einem Turm in ein Gewitter pissen
        Am Anfang witzig, doch danach wird dich der Blitz erwischen Karma ist ein Bumerang, ich hab
        doch nur ’nen Witz gerissen Aber der Witz ist alt und die Pointe ist beschissen Du hast keinen
        Witz, sondern deine Verbindung abgerissen Zu der Außenwelt und den Gefühlen anderer Lebewesen
        Oh da steht ein brauner Klotz, nein, das ist ein Reh gewesen Ihr seid zwar kalt, aber könnt keine
        Kritik vertragen Über Nagelbretter laufen, aber heimlich Stiefel tragen Wie soll denn da ein guter
        Fakir aus euch werden In eurem nächsten Leben werdet ihr einsam als ein Tapir sterben Ihr könnt
        mit Starkbier werfen, ein debiler Dealer werden Ihr könnt euch auch prima einen lila Vokuhila färben
        Aber das bringt euch nix, denn euer Witz ist eine List Da über euch selber lachen zwischen euren
        Hemisphären sitzt Und nach Verbindung strebt, während ihr in Erblindung lebt Vor dem Licht,
        das in euch wie ein Baby nach Entbindung strebt Also gebäre es, Leben ist doch ein Gesetz Du
        willst noch was sagen, doch die Wehen haben eingesetzt Bevor du dich verletzt, solltest du dich
        besser setzen Lass es pressen und hör auf, dich zu widersetzen Es ist ein Kind der Liebe, es möchte
        leben Es ist gekommen, denn es möchte mit dir reden Über deinen Werdegang, denn es wird
        deine Erde erben Du kannst mit Katzen schmeißen und du kannst mit Pferden werfen Es kommt
        trotzdem, es möchte sprechen Dein Brustkorb liegt in Ketten und das Kind wird sie brechen
        Dein Brustkorb liegt in Ketten und das Kind wird sie brechen La la la la La la la la la la

        :https://youtu.be/g3oQxIxaJIU

        mit her<3lichen Grüssen
        von Stefan

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  • Hier :https://youtu.be/X9AgqnvWZvc gebe ich euch eine Kündigung der besonderen ART in Augen und Ohren:

    Zitat:
    „Ich bin gekommen um zu kündigen alle meine autoritäten zu entmündigen euch meinen austritt anzukündigen. lange genug wart ihr in meinem leben die vordergründigen. also aufräumen, zusammenfassen, koffer packen, alles nochmal fest umarmen und dann fallen lassen und dann weg, zu fuß und alleine. queerfeldein über stöcker, über steine. über hundert hügel in das vom nebel verdeckte, ins unbekannte ins unsichtbar versteckte. so gehe ich mit verbundenen augen, schenk euch meine karte, ich will sie nich, nehmt sie –ach, und warte – hier der kompass, den ihr mir geschenkt habt, nehmt ihn zurück, er war gut gemeint, doch er lenkt ab! denn nie wieder werde ich mich auf euren wegen bewegen. werde nie wieder nach fremder wesen regeln leben um nicht selber fühlen zu müssen wo links und wo rechts ist, wo oben und unten ist, was gut und was schlecht ist. ab jetzt ist autopilot deaktiviert. viel zu lange wurden wege kopiert! ab jetzt wird wieder manuell manövriert und nicht nach der routenplanung sogenannter normen navigiert. mein ganzes schiff wird wieder neu kalibriert, alle bordfestplatten werden defragmentiert. ich fühle freude und freiheit und frieden und furcht, denn heute nacht schneide ich meine nabelschnur durch.“

    lg stefan

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    • Was passierte in Arnsdorf?

      Vier Männer prügeln einen Flüchtling aus einem Supermarkt. Sie nennen es Zivilcourage, andere sprechen von Gewalt. Der Prozess wird eingestellt. Und in Arnsdorf ist danach nichts mehr, wie es war.

      Reportage von Antonie Rietzschel, Arnsdorf

      „Wenn du nicht folgst, kommst du nach Arnsdorf.“ Sächsische Kinder mehrerer Generationen mussten sich diese Drohung anhören. In der 5000-Seelen-Gemeinde steht das Sächsische Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie. Die Klinik ist einer der größten Arbeitgeber in der Region – und der Grund für viel Spott, dem der Ort ausgesetzt ist. Seit dem Sommer 2016 muss Arnsdorf mehr als Spott ertragen. Da lernte ganz Deutschland den Ort kennen. Als irre Nazi-Gemeinde.

      Im Mai 2016 prügelten vier Männer einen irakischen Flüchtling aus dem Netto-Markt und fesselten ihn an einen Baum. Im Internet verbreitete sich ein Video, das das brutale Vorgehen der Männer zeigt. Die Männer nennen das Zivilcourage. Andere im Ort sprechen von Gewalt, die sich nicht rechtfertigen lässt. Wer hat Recht? Ein Gericht sollte Klarheit schaffen. Doch der Prozess wegen Freiheitsberaubung wurde Ende April eingestellt.
      Die Bürgermeisterin war beliebt

      Martina Angermann ist seit 16 Jahren Bürgermeisterin in Arnsdorf. Eine kleine robuste Frau, die lächelt wenn sie daran denkt, was sich alles in ihrer Gemeinde getan hat: Die Schule wurde saniert, die Feuerwehr bekam ein neues Gerätehaus. Vor zwei Jahren ließ die Gemeinde einen Imagefilm drehen: „Arnsdorf – einfach irre.“ Die Bürgermeisterin war beliebt. Bei ihrer Wiederwahl 2015 erhielt Angermann 75 Prozent der Stimmen.

      Jetzt grüßen sie einige Arnsdorfer nicht mehr. Beim Fleischer schauen andere Kunden demonstrativ weg. Auf Angermanns Schreibtisch liegt ein Aufkleber in Deutschlandfarben, darauf der Spruch: „Tu was für dein Land.“ Die 59-Jährige hat den Sticker von einer Laterne gekratzt. Genau dort wo sie immer parkt. Angermann glaubt nicht an einen Zufall.

      Die Bürgermeisterin hat den Übergriff im Netto wiederholt verurteilt. Und ist deshalb zum Feindbild geworden. Es gibt Menschen, die sie hassen, ihr Drohmails schreiben. Martina Angermann hatte gehofft, dass der Prozess dem Hass Grenzen setzt. „Ich wollte, dass die Wahrheit raus kommt und dann wieder Ruhe einkehrt.“ Doch schließlich gab es weder eine Zeugenanhörung noch ein Urteil. Wenn die Bürgermeisterin davon erzählt, wird ihre Stimme brüchig.
      Eine Facebook-Seite macht Stimmung gegen Flüchtlinge

      Wer sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit macht, stößt auf eine verworrene Geschichte, die sich – ganz ohne Ironie – als „einfach irre“ beschreiben lässt. Beteiligte: der örtliche Rockerclub, Rechtsextreme, Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) und Pegida.

      Es beginnt im Jahr 2015, als klar ist, dass Flüchtlinge nach Arnsdorf kommen sollen. Die Bürgermeisterin berät sich schon im Frühjahr mit Vereinen und Unternehmen darüber, wie sich die neuen Bewohner in den Ort integrieren lassen. „Ich wollte gut vorbereitet sein“, sagt sie heute. Nicht vorbereitet war sie auf die Anfeindungen bei Facebook. Auf der Seite eines angeblichen Bürgerforums häufen sich Vorwürfe. Sie habe ihre Verwaltung nicht im Griff, treibe die Gemeinde in den Ruin, belüge die Bevölkerung. Zentraler Punkt ist der Zuzug von Flüchtlingen. Angermann habe dem zugestimmt, ohne die Bevölkerung zu befragen. Dabei ist die Gemeinde schlicht verpflichtet, den Landkreis bei der Unterbringung von Geflüchteten zu unterstützen.

      Hinter der Facebook-Seite steckt unter anderem Arvid Samtleben, ehemaliger Kreisvorsitzender der AfD. Er gibt das am Telefon auch zu. Samtleben trägt bereits seit Jahren eine persönliche Fehde mit der Bürgermeisterin aus, weil sie angeblich seine Investitionspläne in der Gemeinde verhindert. Samtleben besitzt in Arnsdorf mehrere Häuser. Eines steht in der Nähe des Gemeindehauses. Er hat darauf einen Spruch anbringen lassen: „Der beste Platz für einen Bürgermeister ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos, erfolgreich und leicht zu entfernen.“

      Samtleben legt 2015 selbst ein Konzept zur Unterbringung von 38 geflohenen Frauen und Kindern vor. Keine Männer. „Ein wildes Asylbewerberheim in Arnsdorf, das hätte die Gemeinde aus meiner Sicht belastet“, sagt er. Das Konzept ist eine Provokation. Keine Gemeinde kann entscheiden, wer kommt – und wer nicht. Samtleben bekommt eine Absage, für die er Angermann persönlich verantwortlich macht.

      Bald ist es nicht mehr nur Samtleben allein, der im Ort die Stimmung gegen Flüchtlinge und die Bürgermeisterin aufheizt. In Gemeinderatssitzungen tauchen Mitglieder des Arnsdorfer Rockerclub „Road Eagle MC“ auf. Teilnehmer der Einwohnerversammlung im Herbst 2015 berichten von einer feindlichen Stimmung. „Wenn mir ein Ausländer auf der Straße begegnet, wechselt der besser die Seite“, wird einer der Rocker zitiert. Die Fragen in der Einwohnerversammlung drehten sich hauptsächlich um die Sicherheit: Wie schnell die Polizei da sein könne? Was sei mit dem Schutz der Kindergärten?
      CDU-Gemeinderat auf Abwegen

      Die Gemeinde ist gespalten. Hoffnungslos. Zwischen die verhärteten Fronten gerät schließlich Schabas Saleh, ein junger Flüchtling aus dem Irak. Er ist zur Behandlung in Arnsdorf. Am 21. Mai betritt er abends den Netto-Markt, offenbar weil er Probleme mit der Telefonkarte hat. In einem Video ist zu sehen, wie er mit zwei Flaschen im Kassenbereich steht. Eine Mitarbeiterin redet laut auf ihn ein, er solle die Flaschen hinstellen und gehen. Der junge Mann antwortet in seiner Landessprache. Vier Männer laufen in den Laden, zerren ihn nach draußen. Als er sich wehrt, ziehen sie den Mann auf einen Tisch, schlagen auf ihn ein. Einer der Angreifer beschimpft den Iraker als „Schwein“. Was nicht auf dem Video zu sehen ist: Draußen binden die Männer den Geflüchteten mit Kabelbindern an einen Baum. So findet ihn die herbeigerufene Polizei.

      Die vier Männer sind im Ort bekannt. Zwei gehören zum Rockerclub „Road Eagle MC“. Einer von beiden teilt bei Facebook regelmäßig Beiträge der rechtsextremen Identitären Bewegung. Über den Dritten ist bekannt, dass er aus dem Ort Fischbach stammt. Außerdem gehört zur Gruppe der CDU-Gemeinderat Detlef Oelsner. Dessen Tischlerei befindet sich direkt gegenüber vom Netto-Markt. Seine Frau betreibt direkt auf dem Parkplatz einen Imbiss. Oelsner behauptet damals, er habe sich gerade mit den drei anderen Bekannten unterhalten, als sie jemand wegen des Irakers um Hilfe bat. Das sei reiner Zufall gewesen. Heute will er sich nicht mehr dazu äußern. „Es muss auch mal vorbei sein“, sagt er am Telefon. Ein beteiligter Rocker will „die Scheiße nicht mehr aufwühlen“.

      Bekannt ist, dass der Iraker an dem Tag schon zweimal im Netto war. Doch weil er kein deutsch versteht, ließ sich das Problem mit seiner Telefonkarte bereits da nicht klären. Beide Male brachte die Polizei den jungen Mann zurück in die Klinik. Die Frau von AfD-Politiker Samtleben beobachtete die Szenerie im Supermarkt, berichtete ihrem Mann davon. Am Nachmittag erschien auf der Facebook-Seite des Bürgerforums ein Beitrag, in dem mit der Gründung einer Bürgerwehr gedroht wird. Am Abend kommt es schließlich zu dem Übergriff. Zufällig ist jemand vor Ort, um alles zu filmen. Am Ende des Videos ist eine Frauenstimme zu hören: „Ist schon schade, dass man ’ne Bürgerwehr braucht.“
      Angebliche Zivilcourage

      Martina Angermann kommentiert das Vorgehen damals als „unangemessen und brutal“. Der Fraktionsvorsitzende der CDU in Arnsdorf fordert von Oelsner eine öffentliche Entschuldigung, ansonsten drohe der Parteiausschluss. Doch Oelsner entschuldigt sich nicht. Stattdessen verschickt er eine Stellungnahme: „Wir sind Bürger, keine Untertanen. Die Staatsgewalt geht von uns aus.“ Und weiter: „Der Streit ist kräftezehrend – er ist es wert, geführt zu werden; nicht für uns, sondern für unser Land. Und jeder ist willkommen, der ihn mit uns führen will.“

      Einen wichtigen Mitstreiter finden die Männer in Maximilian Krah, früherer CDU-Politiker, höchst umstritten und mittlerweile in der AfD. Krah ist Anwalt in Dresden. Als die vier Männer wegen Freiheitsberaubung angeklagt werden, organisiert er deren Verteidigung. „Das habe ich aus Überzeugung gemacht“, sagt er. Krah sitzt in seiner Kanzlei nahe der Dresdner Frauenkirche. Er hat eine beruhigende Stimme, als Zuhörer zuckt man zusammen, wenn er plötzlich Worte sagt wie „Bodenvergifter“. Als solche hätten er und sein Team Bürgermeisterin Angermann und zwei weitere Gemeinderäte „identifiziert“.

      Er lässt die Angeklagten eine Facebook-Seite aufsetzen, um Spenden zu sammeln. Der Verein „Ein Prozent“ schaltet sich ein. Zu dessen Gründungsmitgliedern gehört Götz Kubitschek, ein Vordenker der Neuen Rechten. Ein Prozent dreht ein Video, in dem Krah und drei der vier Angeklagten ihre Version der Geschichte erzählen: Der Iraker soll die Kassiererin bedroht haben, mit zwei Weinflaschen. Die wollte er angeblich klauen. Das Video ist unterlegt mit sanfter Klaviermusik.
      „Ihr lacht nicht mehr lange“

      Weder für die angebliche Bedrohungen, noch für einen geplanten Diebstahl gab es Anhaltspunkte. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Und dennoch ist die Botschaft: Die vier Männer haben Zivilcourage bewiesen. Maximilian Krah sagt bewundernd, es sei beachtlich, dass die Männer zusammenhalten. „Und ganz klar sagen: Wenn wir kriminalisiert werden, liebe Bürger da draußen, wird euren Mädchen und euren Töchtern im Schwimmbad keiner mehr helfen.“

      Die Kampagne funktioniert. Bei der Spendenaktion sollen Krah zufolge 20 000 Euro zusammengekommen sein. Der CDU-Politiker Oelsner und die drei anderen Mitangeklagten werden zu Helden der rechten Szene. Am Tag des Prozesses stehen ungefähr 100 Menschen vor dem Gerichtsgebäude in Kamenz, darunter NPD-Politiker, Politiker der AfD, Anhänger von Pegida. Einige halten vorgedruckte Plakate von Ein Prozent in der Hand mit der Aufschrift: „Zivilcourage ist kein Verbrechen.“

      Auch Mitglieder des Rockerclubs sind wieder da. Bürgermeisterin Martina Angermann und eine weitere Gemeinderätin müssen sich zwischen ihnen durchquetschen, um in das Gebäude zu gelangen. Der irakische Flüchtling ist nicht da. Er ist vermutlich Ende Januar gestorben, erfroren im Wald. Ein Jäger fand die Leiche kurz vor Prozessbeginn.
      Die erhoffte Ruhe kehrt nicht ein

      Als der Richter nach wenigen Stunden erklärt, das Verfahren werde eingestellt, ist sogar Anwalt Maximilian Krah überrascht. Zehn Verhandlungstage waren ursprünglich angesetzt. „Das heißt eigentlich, das Gericht will ganz sichergehen.“ Der Richter begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass die Angeklagten im Falle einer Verurteilung nur mit einem geringen Strafmaß zu rechnen hätten. Außerdem sei das öffentliche Interesse nicht allzu groß. Schließlich kommt heraus, dass die Staatsanwaltschaft bedroht wurde. Der MDR berichtet, mehrere Männer hätten einem der Staatsanwälte aufgelauert. Damit steht der Vorwurf im Raum, das Gericht sei eingeknickt.

      Die Angeklagten lassen sich feiern. Sie rücken mit ihren Unterstützern zur Gemeinderatssitzung an, fordern die Bürgermeisterin auf, sich zu entschuldigen und zurückzutreten. Einige der Gemeinderäte lachen demonstrativ. „Ihr lacht nicht mehr lange“, kommt es zurück.

      Die erhoffte Ruhe, sie ist nicht wieder eingekehrt in Arnsdorf. Den Kampf um die Wahrheit hat Bürgermeisterin Martina Angermann verloren. Vier Männer haben einen Asylbewerber aus einem Supermarkt geprügelt und sind straffrei geblieben. Detlef Oelsner sitzt immer noch für die CDU im Gemeinderat. Das geplante Asylbewerberheim wurde doch nicht gebraucht, weil kein Bedarf bestand. „Die Wahrheit ist“, sagt Martina Angermann: „Wir haben jetzt hier keine Flüchtlinge, aber dafür eine rechtsextreme Szene, mit der ich nicht gerechnet hätte.“

      Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextreme-in-sachsen-eine-gemeinde-hoffnungslos-gespalten-1.3508278

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      • Interessante Geschichte und Drama.

        Es er-scheint mir, dass Volldeppen jedweder Coleur, seien es Nazis, Linke, Christen, Demokraten, Kommunisten, Sozialisten etc, in Gruppen feige gegen einzelne Menschen auftreten, um diktatorisch, rechthaberisch und mit feiger Gewalt ihre Wahrheit durchzusetzen, weil sie der Illusion aufgesessen sind, sie seien was besseres und verdienten Privilegien (heißt soviel wie beraubende Sonderrechte). 😦

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  • war nur mal kurz auf deiner Seite, las nur den Artikel über Arnsdorf und bin gleich wieder weg. Echt traurig, du glaubst (und veröffentlichst das) wirklich, was in der Mainstreampresse (gerade die Süddeutsche gehört ja zur echten „Qualitätspresse“!!) geschrieben wird. ich bin mir sicher, dass die Wahrheit in diesem Artikel mindestens 3x verdreht wurde. Und dann auf die „Schlafschafe“ schimpfen, wie sollen sie es wissen, wenn sie in Presse und Fernsehen ständig belogen werden. Keine Ahnung, was mit dir passiert ist (zu viel Channelings mit den dämonischen Erzengeln, die sich schon gut verstellen können?) aber deine Seite gehört für mich definitiv nicht mehr zur Aufklärung sondern eher für mehr Verwirrung. Schade! Viel Glück noch für dich.

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    • Alles Gute auch für dich, Michaela.

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      • Eine interessante Reportage über Reichsbürger: (Der Fall Adrian Ursache und Birgit Fatzekas)

        lg,

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      • super cool, laß dich nicht beirren .. 😦

        PS:
        Gleich am Anfang räumt die Bundesbank mit einem Irrglauben auf, wenn sie schreibt „die Fähigkeit der Banken, Kredite zu vergeben und Geld zu schaffen, [hängt] nicht davon ab, ob sie bereits über freie Zentralbankguthaben oder Einlagen verfügen“ (S.15).[ 1 ]

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        • Normalerweise bremst für die einzelne Bank die Notwendigkeit, genug Zentralbankgeld (Guthaben bei der Zentralbank) zu haben, die Ausweitung ihrer Kreditvergabe und damit ihre Geldschöpfung. Denn die Kreditkundin nimmt den Kredit auf, um jemand zu bezahlen, der meist ein Konto bei einer anderen Bank hat. Das Geld „fließt“ also sofort ab.

          Abfließen heißt im derzeitigen System: Die Bank muss eine andere Bank beauftragen, dem Überweisungsempfänger das Geld zu deren eigenen Lasten gutzuschreiben. Banken vergüten sich dafür untereinander mit Zentralbankgeld. Ein Kredit führt also zu einer Überweisung und um eine Überweisung zu einer anderen Bank zu tätigen, braucht ein Bank Zentralbankgeld, mit der sie die Empfängerbank dafür bezahlt, dass diese gegenüber dem Empfänger der Überweisung eine Verbindlichkeit eingeht (erhöhtes Giroguthaben).

          Die Mindestreserve, die oft als Geldschöpfungsbremse bezeichnet wird, hat in diesem ersten Schritt noch keine Bedeutung. Der Zentralbankgeldbedarf der kreditgebenden Bank beruht auf der Notwendigkeit das geschaffene Geld überweisen oder bar auszahlen zu müssen.

          Es wird kein Giralgeld auf ein Konto von Häuslebauern „überwiesen“. „Überwiesen“ impliziert, dass es von einem anderen Konto übertragen wird. Es wird aber einfach aus dem Nichts in das Konto des Kreditnehmers eingetragen und so geschaffen.
          Die Banken brauchen auch nicht einen Euro Zentralbankgeld, um 100 Euro Kredit zu geben. Sie brauchen dafür 100 Euro Zentralbankgeld, um nämlich den Kreditbetrag im Auftrag des Kunden an dessen Handwerker oder Notarin überweisen zu können. Allerdings brauchen sie das Zentralbankgeld erst am Ende des Monats, wenn die EZB zusammenrechnet, wie hoch die Einlagen der Banken im Monatsdurchschnitt (Mindestreserveerfüllungsperiode) waren, und wie hoch ihre gehaltene Mindestreserve demgegenüber im Monatsdurchschnitt war.

          Die Bank gibt also erst mal Kredit und kümmert sich später darum, das nötige Zentralbankgeld zu bekommen.

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          • Manipulation – soziales Experiment

            In dem Social-Factual-Format veranschaulicht der Blogger Sascha Lobo die Komplexität des Internets. Sein Ziel: Wie können sich die Zuschauer besser gegen Manipulation im Netz wappnen?

            Acht Personen, die alle die sozialen Medien unterschiedlich intensiv nutzen, werden gebeten, an mehreren Experimenten teilzunehmen. Unterstützt durch Experten, erklärt Sascha Lobo, wie jeder an einer menschenwürdigen, digitalen Gesellschaft mitarbeiten kann.

            Die 60-minütige Sendung ist in vier Teile gegliedert.

            1. „Like“ und die Folgen
            Je mehr man über Menschengruppen herausfindet, desto besser kann man sie beeinflussen. Die sozialen Netzwerke sind genau deshalb sehr erfolgreiche Plattformen, um maßgeschneiderte Botschaften zu senden. Wie genau das funktioniert, findet Sascha Lobo mit Hilfe einer international bekannten Professorin heraus.

            2. Macht und Mehrheit
            Jeder Mensch hat eine eigene Meinung – aber kaum jemand macht sich bewusst, wie abhängig sie von psychischen und sozialen Bedingungen ist. Man lässt sich von Verzerrungen der eigenen Wahrnehmung ebenso leiten wie von vermeintlichen Mehrheitsmeinungen. Das hat im Netz ganz konkrete politische Auswirkungen – dadurch können gefühlte Mehrheiten ebenso wie gefühlte Fakten entstehen.

            3. Hass und Hetze
            Hemmungsloser Hass und rücksichtslose Hetze haben Teile des Netzes und damit der digitalen Gesellschaft regelrecht vergiftet. Was genau steckt dahinter? Wie groß ist der Anteil der Manipulation an solchen Hassstürmen? Und warum ist man – unabhängig von der politischen Überzeugung – selbst schneller Teil eines solchen Sturms, als man es für möglich gehalten hätte?

            4. Fake und Fakten
            Lügen, falsche Fakten und Propaganda gibt es natürlich nicht erst seit Kurzem. Allerdings haben „Fake News“ und Verschwörungstheorien im Internet eine neue Wirkungsmacht erreicht. Welche Auswirkungen kann das haben, und wie kann man diesen Manipulationen entgehen?

            Was folgt aus diesen Erkenntnissen? Wie kann man die Vorteile des Netzes nutzen und sich gleichzeitig gegen Manipulationsversuche wehren? In der Dokumentation sucht Sascha Lobo nach Antworten und Wegen, die Nutzung der sozialen Medien für jedermann transparent zu gestalten.

            lg,

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            • CALM THE FUCK DOWN!

              Tigermütter, Helikoptereltern, bedürfnisorientierte Erziehung. Schreien lassen, trösten oder zurückschreien? Grenzenlos loben oder doch lieber wutentbrannt toben, wenn’s nur eine 1- ist? Fördern, fordern, Geigenunterricht oder Fußballtraining, oder beides gleichzeitig?

              Alle wollen das Beste für ihre Kinder, und viele von uns suchen nach der neuesten, perfekten Erziehungsmethode. Die den Nachwuchs aufblühen und zu einem besonders prächtigen Exemplar werden lässt. Zum schönsten Strauß aus Intelligenz, Charme, Cleverness und Menschlichkeit, den die Welt je erblicken durfte.

              David Vienna schreibt auf seinem Blog TheDaddyComplex über eine Methode, die den Kindern vielleicht die beste Entwicklung gewährt. Ihre Botschaft richtet sich an die Eltern, nicht an die Kinder.

              CTFD heißt sie.

              Die Abkürzung für „Calm The Fuck Down“.

              Also auf Deutsch in etwa: Mach Dich mal locker.

              CTFD soll dafür sorgen, dass es dem Kind gut geht, egal, was genau Mama und Papa tun (solange sie es nicht misshandeln).

              Ein paar typische Anwendungsfälle für CTFD:

              Besorgt darüber, dass der Nachbarsjunge das Alphabet ein bisschen schneller drauf hat als Dein Kind? Calm the fuck down.

              Verunsichert, ob Du gut genug als Elternteil bist? Calm the fuck down.

              Ängstlich, ob Du Deinem Kind alles Wissen mitgegeben hast, damit es in der Schule und in der Arbeitswelt überlebt? Calm the fuck down.

              Verärgert, dass Dein Kind nicht so viel Bock auf Ballett hat, wie Du es Dir wünschst („Du wolltest es doch auch, Ronny!“). Calm the fuck down.

              Gestresst, weil sich Dein Kind in der Öffentlichkeit nicht verhält wie ein dressierter Adelssprössling? Calm the fuck down.

              Mit CTFD kann eine Menge Druck entweichen. Und Platz frei werden für das Wichtigste, das Entscheidendste, für das, was Kinder wirklich brauchen: Liebe. Sein dürfen, wie sie sind. Aufmerksamkeit bekommen.

              (Siehe Forschung: DAS macht Liebe mit dem Gehirn eines Kindes.)

              Eltern müssen nicht plötzlich zu Übermenschen werden, damit ihren Söhnen und Töchtern ein gutes Leben bevorsteht. Und Kinder werden ihre Eltern immer für die besten der Welt halten, solange diese grundsätzlich für sie da sind (zumindest bis zur Pubertät …).

              Zwei Schritte sind es, an die man sich laut Vienna bei der Erziehung halten kann:

              1. Calm the fuck down.
              2. Es gibt keinen zweiten Schritt.

              Alle anderen Methoden soll man getrost ignorieren. Und sowohl die Eltern als auch die Kinder werden glücklich sein, das getan zu haben, so der Autor.

              Quelle: http://mymonk.de/ctfd/

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    • Schweden setzt Ermittlungen gegen Assange aus

      Am 19. Juni ist er fünf Jahre in der ecuadorianischen Botschaft. Julian Assange floh im Juni 2012 aus britischem Hausarrest dorthin, um einer möglichen Auslieferung nach Schweden wegen angeblicher sexueller Übergriffe zu entgehen. Diese Sorge ist er seit Freitag los.

      Die Nachricht über die Aussetzung der schwedischen Ermittlungen interessierte in Deutschland viele nur am Rande. Aber das ist ein Fehler. Denn Assanges Organisation Wikileaks hat mit Deutschland vor der Bundestagswahl womöglich Großes vor.

      Zugleich verstrickt sich das Whistleblower-Lager um Assange in Grabenkämpfe, die Regierung Trump nimmt Wikileaks ins Visier, und ein ungeklärter Mordfall in Washington könnte auch noch eine Rolle spielen.

      Über Julian Assange schwebt weiterhin ein britischer Haftbefehl wegen Missachtung der Kautionsbedingungen. Wikileaks wird von vielen Seiten bedrängt. Weshalb es umso interessanter ist zu wissen, ob die Gruppe ihre verhüllte Drohung gegen Merkel wahr macht.

      Assange redet gern und viel

      Und eine solche Drohung gibt es. Am 13. März twitterte Wikileaks: „Panische Flurgespräche in US-Sicherheitskreisen darüber, dass Wikileaks heute Nacht oder morgen viele CIA- oder NSA-Abhörprotokolle zu Merkel veröffentlicht.“ Das war kein Konjunktiv.

      Der Tweet erschien 48 Stunden vor dem beabsichtigten Besuch Angela Merkels bei Donald Trump. Der Besuch wurde dann auf Wunsch Trumps um zwei Tage verschoben, und Wikileaks hielt still. Aber am 20. März, drei Tage nach Merkels Besuch, tweetete Wikileaks, man habe „öffentlich und wiederholt die kommenden Publikationen mit großem zeitlichen Vorlauf angekündigt, bevor Butter bei die Fische kam“.

      Der zweite Tweet galt nicht Merkel, doch das ist keineswegs eine Entwarnung. Mit ihm reagierte Wikileaks noch am selben Tag auf den scharfen Vorwurf eines Kongressabgeordneten der Demokraten, die Gruppe habe im Herbst 2016 interne Dokumente Hillary Clintons erst kurz nach einer entsprechenden Andeutung aus Donald Trumps Wahlkampfstab ins Internet gestellt. Das stimmt nicht, ließ Wikileaks mit dem zweiten Tweet wissen.

      In der Tat hatte Assange schon weit früher geraunt, Clinton werde sich im Wahlkampf noch wundern. Assange redet gern und viel. Aber seine Organisation hat bisher keine leeren Drohungen gemacht. Deshalb verheißen die beiden Tweets für Merkel nicht unbedingt Gutes. Anlass, mit einem neuen, weltweit beachteten Leck Aufmerksamkeit zu erzielen, hat Julian Assange genug.

      Die schwedische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt. Scotland Yard würde ihn bei Verlassen der ecuadorianischen Botschaft trotzdem verhaften.

      Denn erstens hat Schweden zwar die Ermittlungen wegen behaupteter sexueller Übergriffe ausgesetzt, aber nicht eingestellt. Die schwedische Justiz ist keineswegs von Assanges Unschuld überzeugt.

      Sie ist nur überzeugt davon, dass eine Aufklärung der Vorwürfe unmöglich ist, solange der Wikileaks-Mitgründer in der Botschaft Ecuadors abgeschottet ist. Seit Assanges Flucht sind drei der vier sexuellen Vorwürfe verjährt. Die Verjährung des vierten Falls tritt 2020 ein.

      Die schwedische Staatsanwaltschaft behält sich vor, die Ermittlungen wieder aufzunehmen, sobald Assange verfügbar sei. Assange bestreitet alle Vorwürfe. Er glaubt, dass sie nur ein Vorwand seien, um ihn an die USA auszuliefern. Am Samstag machte er das in einem 120 Punkte umfassenden offenen Brief noch einmal hinreichend klar.

      Das glauben, zweitens, auch seine Anwältinnen in den USA und mit ihnen etliche weitere Anhänger – aber nicht mehr alle. Die Dokumentarfilmerin Laura Poitras zum Beispiel wandelt sich gerade von einer Assange-Bewunderin zu einer Skeptikerin.

      Von einer Assange-Bewunderin zur Skeptikerin: Die Dokumentarfilmerin Laura Poitras

      Poitras war 2013 Edward Snowdens erste Ansprechpartnerin und flog mit dem Journalisten Glenn Greenwald zu ihm nach Hongkong, um die entwendeten NSA-Dateien zu verwahren. Damals war Poitras auch Assanges Vertraute. Schon ab 2011 drehte sie mit exklusivem Zugang in Assanges innerem Kreis einen Porträtfilm über ihn. Der Film ist gerade in den USA angelaufen und entzweit nun die linksliberale Gemeinde.

      Denn der fertige Film hat mit der Vorabfassung, die Poitras vergangenes Jahr auf dem Cannes-Festival und auch Assange persönlich in der Botschaft Ecuadors präsentierte, nicht mehr viel zu tun. In der Kinofassung stellt die Autorin Fragen nach Assanges Umgang mit Frauen und nach seinem Verhältnis zu Russland.

      Sie tut das auf eine Art, die sie selbst im Film mit den Sätzen umreißt: „Dies ist nicht der Film, den ich eigentlich hatte machen wollen. Ich dachte, ich könne die Widersprüche ignorieren. Ich dachte, sie gehörten nicht zum Thema. Ich habe mich geirrt. Sie werden jetzt das Thema.“

      Die Widersprüche zwischen Assanges Selbstbild und dem Bild, das die Öffentlichkeit mehr und mehr von ihm gewinnt, haben Poitras zum Umdenken gezwungen – besonders der Anschein, es habe eine von Russland geförderte Wikileaks-Kampagne gegen Hillary Clinton gegeben.

      Wikileaks hat in den USA vier Anwältinnen. Sie brauchten fast zwei Wochen, um nach dem Kinostart die Sprache wiederzufinden. Am vergangenen Mittwoch, dem Tag, an dem die von Barack Obama begnadigte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning freikam, traten die Anwältinnen an die Öffentlichkeit.

      Der Film von Laura Poitras, sagten sie, „untergräbt Wikileaks genau zu dem Moment, in dem Trump ankündigt, die Journalisten, Redakteure und Helfer (von Wikileaks, d. Red.) vor Gericht zu bringen“. Poitras habe den Film in New York fertiggestellt, „wo das Rohmaterial leichter von der US-Regierung beschlagnahmt werden kann“.

      Die Autorin habe schriftliche Abmachungen gebrochen, das Material nicht nach Amerika zu bringen. Sieben Mitwirkende hätten Einspruch erhoben. Poitras habe das ignoriert und den ganzen Charakter des Films verändert. „Aus einem überwiegend sympathisierenden Porträt der Arbeit von Wikileaks und einer Kritik der Angriffe der US-Regierung gegen seine Mitarbeiter ist eine abwegige Anklage gegen eine ,Kultur des Sexismus‘ geworden.“

      Hätte Wikileaks das alles vorher gewusst, es hätte die Drehgenehmigung verweigert.

      Ein ungeklärter Mordfall in Washington

      Unter Trump ist die Pressefreiheit in Gefahr, sagen viele – besonders wenn die US-Regierung auch die Medienhäuser anklagen will, die über Assanges Enthüllungen berichtet haben. Poitras gibt nun denen eine Stimme, die glauben, Wikileaks habe Trump überhaupt erst an die Macht gebracht.

      Assange und Wikileaks, in die Ecke gedrängt durch eine ihrer prominentesten bisherigen Fürsprecherinnen – daraus kann schnell der Wille erwachsen, durch einen spektakulären Gegenangriff von solcher Kritik abzulenken.

      Zumal es drittens noch den ungeklärten Mordfall in Washington gibt. Vor bald einem Jahr, am 10. Juli 2016, wurde der 27 Jahre alte Seth Rich frühmorgens auf offener Straße hinterrücks niedergeschossen.

      Gestohlen wurde ihm nichts. Rich starb kurze Zeit später in der Notaufnahme, hieß es im Polizeibericht. Die Umstände sahen aus wie ein abgebrochener Raubüberfall. Rich war ein Mitarbeiter des Wahlkampfstabes der Demokratischen Partei.
      War der Tote ein Informant?

      Verschwörungsliebhaber waren sich nicht zu schade, sofort zu behaupten, er sei von Clinton ermordet worden. Zwölf Tage nach Richs Tod publizierte Wikileaks Mails aus dem Demokraten-Hauptquartier, die Hillary Clintons Strategie gegenüber ihrem linken Mitbewerber um die Spitzenkandidatur Bernie Sanders offenlegten. Die Parteichefin Debbie Wasserman-Schultz trat zurück. Kaum jemand brachte Rich damit in Verbindung.

      Zwei Wochen nach Wassermans Rücktritt aber lobte Wikileaks urplötzlich 20.000 Dollar für Informationen aus, die zur Aufklärung des Mordes an Rich beitragen könnten. Assange begründete das so: Wenn Dritte zu glauben anfingen, Rich sei ein Informant gewesen und deswegen umgebracht worden, gerate Wikileaks in Gefahr.

      Assange ließ offen, ob Rich selbst ein Informant war. Washingtons Polizeichef sagte, bis ungefähr Ende August werde es einen Bericht zum Tathergang geben.

      Es gibt ihn bis heute nicht. Stattdessen gibt es nun Belohnungsversprechen über insgesamt 185.000 Dollar – 20.000 von Wikileaks, 25.000 von der Washingtoner Polizei und 130.000 Dollar von einem Lobbyisten der Republikanischen Partei.

      Immer wieder hat die Enthüllungsplattform WikiLeaks mit belastenden Dokumenten den Wahlkampf von Hillary Clinton erschwert. Die versuchte, sich aus der E-Mail-Affäre herauszuwitzeln.

      Es entsteht allmählich der Eindruck, der Fall Seth Rich könnte Bedeutung bekommen. Das zieht Wichtigtuer an. Am vergangenen Montag sprach ein Detektiv, den Seth Richs Eltern engagiert haben, ohne deren Einwilligung mit dem Sender Fox News.

      Der Detektiv sagte, es gebe Hinweise auf mögliche Verbindungen zwischen Rich und Wikileaks. Das habe ihm ein Bundesermittler bestätigt.

      Am Dienstag sagte der Sender, er habe mit diesem Bundesermittler gesprochen. Das FBI habe auf Richs Computer Tausende Mails identifiziert, die von dort an Assanges Umfeld gegangen seien. Das FBI dementierte. Am Mittwoch drohte Richs Familie mit rechtlichen Schritten. Der Detektiv widerrief.

      Am Mittwochabend goss ein Anonymus neues Öl ins Feuer. Auf einem Chatforum, das alle Einträge nach 24 Stunden wieder löscht, meldete er sich mit detaillierten Informationen zu Richs Tod. Er habe den Patienten am 10. Juli in der Notaufnahme betreut „und noch nie einen solchen Fall erlebt“. Rich sei nach der Einlieferung stabil gewesen, „es war ziemliche Routine“.
      „Wikileaks wird immer der böse Junge sein“

      Der Anonymus machte dazu genaue medizinische Angaben. Plötzlich sei Polizei erschienen, habe über die Notaufnahme eine Besuchersperre verhängt und beim Schichtwechsel dem neuen Ärzteteam verboten, sich um Rich zu kümmern. Der sei dann gestorben. Sofort kamen Verschwörungsliebhaber wieder auf Touren.

      Was das alles mit Deutschlands Wahlkampf und Merkel zu tun haben könnte? Die Paranoia der Trump- und Clinton-Feinde, der Geheimdienst-Enthüller und der Regierung Trump schaukelt sich gegenseitig hoch. Das ist gefährlich.

      Ein Vertrauter von Laura Poitras, der 2013 für sie eine Festplatte mit Edward Snowdens Daten im Wipfel einer Fichte am Pazifik versteckte und darüber in der Mai-Ausgabe des Magazins „Harper’s“ erst mal schrieb, sinniert in dem Text, manchmal werde die Welt „nur durch Kaugummi und Tesafilm zusammengehalten“.

      Julian Assange twitterte nach dem Stockholmer Aussetzungsbeschluss, er vergebe nicht und vergesse nicht. Dem „Spiegel“ sagte er: „Wikileaks wird immer der böse Junge sein.“ So jemand nutzt eine Chance, wenn er sie kommen sieht. Auch in Deutschland.

      Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article164768849/Die-unheimliche-Drohung-des-Julian-Assange.html

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  • Das was einen gefangen und befangen hält, scheint mir das „Ich will (was auch immer)“ zu sein.

    Rammstein Ich will Lyrics
    :https://youtu.be/EOnSh3QlpbQ

    Ich will

    Ich will dass ihr mir vertraut
    Ich will dass ihr mir glaubt
    Ich will eure Blicke spüren
    Ich will jeden Herzschlag kontrollieren

    Ich will eure Stimmen hören
    Ich will die Ruhe stören
    Ich will dass ihr mich gut seht
    Ich will dass ihr mich versteht

    Ich will eure Phantasie
    Ich will eure Energie
    Ich will eure Hände sehen
    Ich will in Beifall untergehen

    Seht ihr mich?
    Versteht ihr mich?
    Fehlt ihr mich?
    Hört ihr mich?
    Könnt ihr mich hören?
    Wir hören dich
    Könnt ihr mich sehen?
    Wir sehen dich
    Könnt ihr mich fehlen?
    Wir fehlen dich
    Ich verstehe euch nicht

    Ich will

    Wir wollen dass ihr uns vertraut
    Wir wollen dass ihr uns alles glaubt
    Wir wollen eure Hände sehen
    Wir wollen in Beifall untergehen, ja

    Könnt ihr mich hören?
    Wir hören dich
    Könnt ihr mich sehen?
    Wir sehen dich
    Könnt ihr mich fehlen?
    Wir fehlen dich
    Ich verstehe euch nicht

    Könnt ihr uns hören?
    Wir hören euch
    Könnt ihr uns sehen?
    Wir sehen euch
    Könnt ihr uns fehlen?
    Wir fehlen euch

    Wir verstehen euch nicht
    Ich will

    Und jetzt frage ich mich, Mr. StevenBlack und Euch Leser: Wer will das nicht???

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  • kEINer nieMANd jeMANd

    Korrektur: Im Liedtext ist ein Rechtschreibefehler, es heißt:

    Könnt ihr mich fühlen? (Und nicht: fehlen)
    Wir fühlen Dich!

    Das Fühlen ist ja wohl nicht nur Mr StevenBlacks Sucht?, Leidenschaft und Steckenpferd ist, erlaube ich mir zu bemerken. Jedenfalls propagiert er es und scheint es ohne Zufuhr von Drogen im Gegensatz zu alten Zeiten zu praktizieren und , bzw. meistert soweit sein Vermögen reicht es durch Fokusierung jegliche Art von Gefühlen wahr-zu-nehmen und es – das Gefühl, die Qualität und Quantität dessen – auszuhalten und standzuhalten, ohne darauf zu re-agieren und oder zu agieren. Das muss nicht sein, es scheint mir doch von Vorteil zu sein, es sein lassen zu können und dürfen. (So höre ich es von ihm für meinen Teil)

    Denn je mehr man diese sein lassen und un-getrieben sein kann, je flexibeler und variantenreicher kann man auf die Anfragen des Lebens – seines eigenen und Euer Leben reagieren und/oder agitieren ( im Sinne von beeinflussen, einwirken), meine ich für mich als wahr-haftig erkannt zu haben.

    Das was hier zu beschreiben versuche, gehört alles meines Wissens nach mit zur TaiJiQuan-Kampfkunst, was meines Wissens auch mit „Das höchste Letzte mit leerer Faust“ übersetzt wurde.

    Das „falsche“ Wort im Liedtext im Sinne von „verfehlen“ ist allerdings auch eine interessante merk-würdige Variante ist – nicht wahr?

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  • Heute ist Vatertag und passend, bzw. nicht passend habe ich folgende Geschichte über einen Vater gefunden,die mich an meinen Vater erinnert und meine Kon.flikte, Probleme, besser gesagt Schwierigkeiten mit ihm und seinen Ansprüchen an mich. Doch wer weiß kein Lied davon zu singen?

    Doch mag die Geschichte von Nityas Vater bei Gelegenheit und Interesse hier: https://satyamnitya.wordpress.com/2017/05/25/mein-vater/
    oder hier zu lesen (essen) anbieten:

    Mein Vater
    Veröffentlicht am 25. Mai 2017 von Nitya

    Ich hab nicht „Papa“ geschrieben oder „Papi“ oder so was und schon gar nicht „mein Papi“ oder so. Wir mussten ihn immer „Vati“ nennen, das klang besser für die Leute und gab ihm das Gefühl, ein geliebtes Familienoberhaupt zu sein. Aber für uns war er immer der Vater, sowas wie der Pate, ein absolutistischer Herrscher eben.

    Vater war Jg. 1889, hatte seinen Treueeid noch auf den Kaiser geschworen und war für ihn als Kavallerist in der Krieg gezogen. Er hatte Jura studiert und ich habe seitdem von wenigen Ausnahmen abgesehen ein sehr gebrochenes Verhältnis zu Juristen. Er brachte mir so wichtige Lebensregel bei wie: „Wenn die Eltern reden, haben die Kinder zu schweigen.“ Oder: „Du isst auf, was auf deinem Teller ist.“ Wenn es Fleisch zum Essen gab, teilten sich mein Vater und meine Mutter ein Stück Fleisch. Mein Vater behielt ganz selbstverständlich seinen Teil für sich, schließlich war er der Alleinverdiener, der die siebenköpfige Familie ernähren musste, meine Mutter teilte ihre Hälfte zwischen sich und ihren drei Jungs auf, während meine beiden Halbschwestern aus der ersten Ehe meines Vaters leer ausgingen. Bei uns hatte eben alles seine Ordnung streng, aber „gerecht“. Eine der hervorstechendsten Eigenschaften meines Vaters war sein absoluter Geiz. Ein Mitschüler meiner Brüder hatte mitbekommen, wie das bei uns zu Hause ablief und dies seinem Vater, einem Rechtsanwalt, erzählt. Dieser schrieb daraufhin an meinen Vater einen Brief, dass sie sich demnächst vor Gericht wiedersehen würden, wenn er nicht seiner Ehefrau ein Haushaltsbudget zur Verfügung stellen würde, über das sie nach eigenem Ermessen verfügen könne, ferner ein angemessenes Taschengeld zur freien Verfügung. Weiterhin dürfe er seiner Ehefrau nicht untersagen, sich Zeitschriften und Zeitungen ihrer Wahl zu besorgen und sich ein Radiogerät anzuschaffen. Unser Vater hatte nämlich die geniale Idee, seine Familie vor allen „schädlichen“ Informationen aus der Welt zu bewahren. Besuch gab es so gut wie nie bei uns und an der Wohnungstür befanden sich Riegel, Ketten, Sicherheitsschlösser in doppelter und dreifacher Ausfertigung; mein Vater ging nie ins Bett, bevor er sie nicht alle kontrolliert hatte. Wir hatten wohl so eine Art nordkoreanische Verhältnisse mit unserem geliebten Führer zu genießen. Ich könnte jetzt endlos weitererzählen, aber ich lass das mal. Natürlich haben wir ihn alle gehasst, aber er war einfach ein armer Hund. Und sein Vater, ein Chefarzt, soll noch um ein Vielfaches schlimmer gewesen sein.

    Warum ich das erzähle? Nun mein Vater hat mich, ob ich wollte oder nicht, in irgendeiner Weise geprägt. Sein Geiz z.B. brachte in mir hervor, dass ich geradezu einen körperlichen Ekel vor Geld habe. Sein Karrierestreben äußerte sich bei mir so, dass ich alles Erreichte möglichst bald wieder auf’s Spiel setzte oder hinschmiss. Sein Bildungsbürgertum erreichte bei mir eine heftige Abwehr bürgerlicher Bildung usw. usw. Aber gleichgültig, ob bestimmte väterliche Eigenschaften übernommen oder abgelehnt werden, die Themen bekommt man mit auf den Weg.

    Als auch meine zweite Ehe den Bach runtergegangen war, dachte ich, dass es jetzt Zeit wird, Therapie zu machen, und ich entschied mich für die Primärtherapie von Arthur Janov. Interessant, dass ich mich für eine Gefühlstherapie entschied, wie ich im Nachhinein feststellte. Mein Vater hatte (angeblich) keine Gefühle. Er war immer für die (angebliche) Vernunft. Gehört sich ja scheinbar für einen Juristen. Und im Verlauf meiner Therapie merkte ich, wieviel Widerstand da in mir auftauchte gegen all die Heulsusen um mich herum. Aber irgendwann brachen die Schleusen und ein Meer von ziemlich verdrängten Gefühlen überschwemmte mich geradezu. Ich ermordete meinen Vater mehrfach und schrie meine ganze Wut und Verzweiflung aus mir heraus. Und irgendwann war genug Platz dafür entstanden, meinen Vater wieder lieben zu können, mein Mutter lieben zu können, und damit überhaupt wieder lieben zu können.

    Das alles geschah NACH der Frage von Heinz Butz. Nichts wurde mir dadurch erspart oder geschenkt, ganz wie das auch Fredoo gestern berichtete. In einem widerspreche ich dir jedoch, werter Herr Fredoo: Du schriebst: „… wohl auch, weil ich nicht zu ‚Emotionellem‘ neige, hielt sich die ‚Verliebtheitsphase‘ danach bei mir in Grenzen.“ Und weiter: “ Dieses erstmalige Staunen ob der friedvollen Klarheit in diesem AHA, ist genau so, völlig unverändert, und halt nicht be’zwei’felbar bis zum heutigen Tage erhalten geblieben …“ Mit dem zweiten Teil bin ich völlig einverstanden. Zum ersten Teil würde ich sagen, wenn das Emotionelle, das, auch wenn du dich eher als jemand bezeichnest, der nicht zu ‚Emotionellem‘ neigt, bezeichnest, wenn du das Emotionelle als einen wesentlichen und unverzichtbaren Teil deiner Grundausstattung anerkennen UND zulassen kannst, wirst du sehen, dass es sich nicht um eine ‚Verliebtheitsphase danach‘ handelt, sondern um etwas absolut Unauslöschbares.

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  • Sehr geehrter Mr. Black & hallo Steven,

    erst kürzlich ist mir bewusst geworden, dass Ihr hier in diesem InterNetReich (Raum,Gebiet) der absolutistische Herrscher seid und es mein Glück ist, dass es der Zu-Fall gewollt hat, dass ihr ein freundlicher und wohl-wollender zu sein scheint.

    Es haben zwar einige meiner Äußerungen Euch veranlasst, mich tödlich zu treffen (zu bestrafen), doch ich bin weitgehend unversehrt mit einem Schrecken davongekommen.

    So bin ich froh, hier in Ihrem Reich gelandet zu sein und trotz meiner Verfehlungen weitgehend so wie halt bin hier sein zu dürfen, obwohl ich schmerzhaft lernen musste, mich an einige der ungeschriebenen Gesetze, welche hier gelten, frey-willig zu halten, um nicht rauszufliegen.

    So freue ich mich, immer wieder eine Zeit-lang in Eurem Reich verweilen zu dürfen und meinen bescheidenen Beitrag zu Wohle seiner Mitbewohner und Euch leisten zu dürfen und können, soweit ich es recht verstehe und vermag.

    Mit herzlichen Grüßen
    Euer sich mit seinem Leben achtsam anvertrauender
    Stefan Schnepf

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    • Ich grüß dich auch, Stefan. 🙂

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      • kEINer nieMANd jeMANd

        „Ich bin nie das, was benannt werden könnte“ ,schreibt jemand auf Nityas Blog, und doch bist Du das, was ich benenne, was ich von dir und über dich denke, z.Bsp. über Mr. StevenBlack. Er ist eine Lügengestalt, ein Geist (Pseudonym), von der Wortbedeutung her: „der schwarze Kaiser“, Fürst der Finsternis, meint der Stefan, wie ich über ihn denke und ihn wahr-nehme,für sich erkannt zu haben.

        „Ich kenne die Wahrheit nicht, doch die Wahrheit kennt mich“ sagt Herr Gwisdek als Kaptn Peng in seinem neuen Lied „Spiegelkabinett“

        „Wozu schreibe ich gerade DAS?“ fragt sich der Stefan…
        „Genau dazu!“ sage ich, das nicht benannt werden kann……..

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  • Wie „muss“ man den Prediger benennen, der während der Schweigeminute das Wort ergreift??? „Nazi“ oder „nur“ islamophob?
    :https://www.youtube.com/watch?v=XpJHZ7HdDZg

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    • kEINer nieMANd jeMANd

      Wie man einen Prediger benennen, der in der Schweigeminute das Wort ergreift muss weiß ich nicht. Wie konstaranix einen solchen Prediger Prediger nennt, verrät er hier nicht. Ich nenne einen was-auch-immer, der das Wort ergreift, einen Sprecher, der in der Stille rhytmischen Tone von sich gibt, was jedes Individuum hören kann, sollte sein Gehör in Ordnung sein.
      Was jedes Individuum mit der Information anfängt oder sein lässt, bleibt ihm überlassen

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    • Die Wertschätzung Nityas, mit dem ich übereinstimme, zu dem Geschehnis des Videos als Hin-weis von konstaranix, lautet:

      „….Und dann guck dir die Leute auf dem Kirchentag an: Lauter Vorschriftenmacher, die sich selbst allen Vorschriften unterwerfen. Die reinsten Vampire mit ihrem Contredanse (?) wie in Polanskis „Tanz der Vampire“, nur noch ein Haufen Untoter. Damals im Internat in Windsbach, jeden Sonntag in der Kirche: Die Untoten sterben nicht aus. Mich fröstelts.“

      Den ganzen Kontext zu dieser Aussage ist hier zu lesen: https://satyamnitya.wordpress.com/2017/05/27/osho-das-ist-doch-ihre-sache/

      „Ich kenne die Wahrheit (Gott?) nicht, doch die Wahrheit (Gott?) kennt mich“ ist ein Zitat von Robert Gwisdek als Kaptn Peng in diesem Video in ganzen Kontext sicht-bar zu hören: :https://youtu.be/QZfVzhGdoaY

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      • Also wirklich, Sachen gibt es – unglaublich! Nun wissen wir’s endlich – der Penis war’s. 🙂

        Der Penis als Klimakiller

        Ein wissenschaftliches Fachjournal ist auf eine sinnfreie Studie zum „sozial konstruierten Penis“ hereingefallen. Darin brandmarken zwei Autoren das männliche Glied als Verursacher allen Übels.

        Von Sebastian Herrmann

        Um den Ruf des Mannes und seines Geschlechtsteils steht es schlecht. Ein jüngst im Fachjournal Cogent Social Sciences publizierter Aufsatz fügt sich da passend ins Bild: „Penisse sind problematisch“, schreiben die Autoren und verweben in ihren Ausführungen diverse Argumente zu der These, dass das männliche Geschlechtsorgan so etwas wie die Hauptursache für den anthropogenen Klimawandel sei.

        Zudem könne der Penis kaum als anatomische Gegebenheit verstanden werden, behaupten die Forscher weiter, sondern sei vielmehr als soziales Konstrukt zu begreifen. Verpackt sind die Thesen in der hermetischen Sprache des Postmodernismus, die beim Lesen oft Zweifel weckt, ob man zu doof für den Text ist oder ob es sich schlicht um verstiegenen Unsinn handelt.
        Prä-post-patriarchalische Gesellschaft? Nicht einmal dieser Begriff weckte Misstrauen

        Bei dem Aufsatz über den sozial konstruierten Pimmel, der den Klimawandel irgendwie erst ermöglicht, handelt es sich zweifelsfrei um Unfug – der jedoch in einem echten Fachjournal veröffentlich wurde. Die beiden Autoren Jamie Lindsay und Peter Boghossian haben dem Open-Access-Journal Cogent Social Sciences ein Nonsense-Paper untergejubelt, das aus weitgehend sinnfreiem Geschwafel besteht, sich aber des Jargons bedient, der viele gendertheoretische Texte auszeichnet.

        Wie sie auf der Webseite skeptic.com schreiben, verfolgten die Autoren damit zwei Ziele. Zum einen wollten sie demonstrieren, dass Open-Access-Journale, die für wissenschaftliche Veröffentlichungen, anders als klassische Fachzeitschriften, Geld von den publizierenden Forschern verlangen, leicht mal Unsinn veröffentlichen, ohne diesen kritisch zu prüfen; schließlich bekommen sie es bezahlt.

        Zum anderen, so Lindsay und Boghossian, wollten sie zeigen, dass sich in manchen akademischen Feldern der gröbste Unfug publizieren lässt, wenn er nur zu den dort vorherrschenden Überzeugungen passt. Im Fall der Gendertheorie bedeute das, so die Überlegungen der beiden, dass ein Aufsatz die Redaktion schneller überzeugt, wenn Männlichkeit darin als grundsätzlich problematisch und toxisch dargestellt werde.

        In den luziden Passagen leistet der Text das auf eindrückliche Weise. Wenn Männer mit breiten Beinen sitzen, entspreche dies der Vergewaltigung des leeren Raumes um sie herum, erläutern die vermeintlichen Experten und streuen weitere Anwürfe in sperriger Sprache in den Aufsatz. Der Beitrag sei ganz im Stil der poststrukturalistischen, diskursiven Gendertheorie verfasst, schreiben die Autoren in ihrer Enthüllung auf skeptic.com und bekennen, selbst keine Ahnung zu haben, was das eigentlich genau sei. Macht aber nichts, die Gutachter des noch recht jungen Journals beanstandeten selbst bizarre Begriffe wie „prä-post-patriarchalische Gesellschaft“ nicht. Sie fragten lediglich weitere Literaturbelege an, um die These abzusichern. Diese lieferten Lindsay und Boghossian, in dem sie einen Textgenerator im Internet verwendeten, der postmoderne, sinnfreie Aufsätze erstellt. Das stellte die Gutachter zufrieden, der Beitrag über den sozial konstruierten Penis wurde veröffentlicht.
        Von der Notwendigkeit feministischer Gletscherkunde

        Die Aktion gleicht jener des Physikers Alan Sokal, der in den 1990er-Jahren einer sozialwissenschaftlichen Fachzeitschrift eine sinnfreie Parodie als echten Beitrag unterjubelte. Auch jener Text bediente sich des sperrigen postmodernistischen, poststrukturalistischen Jargons, um Quantengravitation als vermeintlich sozial und linguistisch konstruiertes Phänomen darzustellen. Tatsächlich handelte es sich um blanken Unsinn, mit dem Sokal die zweifelhaften Usancen einer ganzen akademischen Disziplin bloßstellen wollte.

        Den Urhebern des aktuellen Hoaxes wurde auf Twitter und anderswo unter anderem vorgeworfen, transphob zu sein. Zahlreiche Kommentatoren vertraten auch den Standpunkt, dass die Aktion das Geschäftsmodell der Open-Access-Journal bloßstelle, aber keinesfalls die Methodik der akademischen Genderforschung. Wie gut der fabrizierte Unfug allerdings zu den Publikationen dieses Faches passt, demonstrieren die Beiträge des Twitter-Feeds von New Real Peer Review. Dieser veröffentlicht Fachbeiträge aus sozialwissenschaftlichen Journalen, die, nun ja, zumindest sehr seltsam klingen, aber so tatsächlich veröffentlicht wurden. Etwa der Beitrag über die Notwendigkeit einer feministischen Gletscherkunde; oder der darüber, dass Zoobesuche mit Kindern Geschlechterstereotypen verfestigen; oder der Aufsatz mit der These, dass es ein Zeichen maskulinen Hegemoniestrebens sei, wenn Männer zu Hause kochen. In diesem Stil listet der Twitter-Feed sehr viele Publikationen auf. Alle werfen sie die Frage auf: Wovon sprechen die da genau? Und meinen die das wirklich ernst, oder ist auch das ein Scherz?

        Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/wissenschafts-hoax-der-penis-als-klimakiller-1.3518463

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        • kEINer nieMANd jeMANd

          Ja,ja, der Penis wars und die Vagina hatś erlaubt. Wer trägt jetzt mehr „Schuld“, bzw. Verantwortung? Dies ausgiebig zu er-örtern und diskutieren erlaube ich mir ohne mich Dich und Deine Leser hier einzuladen. 😉

          Bin gespannt zu welchem Ergebnis ihr kommt.

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          • Das nullte Kapitel

            Das Peng gebar sich selbst im Dichterdarm des Wörterwals. Es wuchs über Tage und Jahre bis es Finger an den Augen und Ohren an den Füßen trug. Es tanzte durch die Blutbahn des Tieres, bis es den Rand seines mächtig pumpenden Herzens erreichte. Dort erblickte es das leise singende Bing, das den Wal am Leben erhielt. Es kroch voran zum Auge des Tieres, nahm allen Mut zusammen ( vor dem „Sprung ins Ungewisse“) und sonderte sich als Träne ab, um mit dem Ozean (das dunklle Meer des Bewusstseins der Bewusstheit) zu verschmelzen. Der Ozean war eine rauhe Seele und schleuderte ihn durch haushohe Wellen und reisende Strudel hinab in die Tiefen seiner unermesslichen Weite. Und dort im schwärzesten Schwarz, erwartete ihn das Monster. Es griff mit Saugnapfbestzten Krakenarmen nach ihm und zog ihn sanft in seinen Schoß. Seit diesem Tage suchen sie gemeinsam nach dem Verfasser des nullten Kapitels.

            aus den Erinnerungen von Käptn Peng mit Ergänzungen (in Klammern) von jemanden

            hier mag er (Kaptn Peng) Dich unbewertbarkeitsloser Mr. StevenBlack und die Leser/Innen hier begrüßen:

            :https://www.youtube.com/watch?v=vqRWMDv0r78

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        • kEINer nieMANd jeMANd

          Wovon sprechen die da genau? Und meinen die das wirklich ernst, oder ist auch das ein Scherz?

          Freiheitsliebende Menschen wissen auch etwas mit sinn-!freiem! Geschwafel anzufangen. Für mich hat es eine Qualität, zielfrei (ziellos) umher zu wandern oder sinnlos (sinnfrei) herum zu stehen oder sitzen oder liegen, auch (gegenstandslose [ZEN]) Meditation genannt.Wohin ich mich auch immer bewege, es bleibt immer ziellos zielgerichtet zielgenau treffend.

          Dabei kann man meiner Erfahrung die fünf Blüten vom SINN, welcher sich spaltet in SINNvoll und SINNlos hörend empfindend erblicken:

          1. unSINN

          2.blödSINN

          3.schwachSINN

          4.irrSINN

          5.wahnSINN

          meine ich zu wissen.

          Was wisst ihr Leser vom SINN?

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        • Nofapping. Hände weg vom Schwanz bis zur Erleuchtung!

          NoFapper wollen nicht mehr masturbieren, sie verweigern sich dem eigenen Penis. Ein weiteres Symptom der von Zahnpasta, Brötchen und Feminazis bedrohten Männlichkeit.

          Der Mann ist bedroht und packt das Problem da an, wo es entsteht: am Schwanz. Die Anhänger der sogenannten NoFap-Bewegung verbieten sich Pornos und Masturbation. Denn Pornos führen zu Impotenz, Abhängigkeit und sozialem Versagen, glauben sie. Und wer nicht mehr wichst, wird männlicher: „Become an Alpha Male“, versprechen die sich rasch vergrößernden Fangemeinden auf Reddit (inklusive NoFap-T-Shirts). Ganze Monate erklären sie zu wichsfreien Zeiträumen, 90 Tage gelten als vollständiger Reinigungszyklus. Das Mindset clearen, danach Beutefang. Und weil Pimmel immer zieht, wird natürlich auch berichtet.

          Der junge Mann ist bedroht – und verweigert sich

          Dabei ist das Phänomen gar nicht überraschend, sondern reiht sich prima ein in das Zeitalter prekärer Männlichkeit. Denn der moderne junge Mann ist umstellt von Gefahren: freilaufende Feminazis, Dinkelflocken und Male bashing – „Es hat in Deutschland die feministische Aufschrei-Debatte gegeben. Der Aufschrei der Männer ist wohl anders: Verweigerung“, stand neulich sogar im Aufklärungsmedium FAZ. Jetzt wird eben der eigene Körper verweigert.

          Und das geht so: Die Geschichte, die sich die NoFapper online tausendfach gegenseitig immer wieder erzählen: unscheinbarer Junge wird geschlechtsreif, masturbiert, beginnt, Pornos zu schauen. Soziale Anerkennung bleibt aus, Pornokonsum wird zum Ersatz, die Pornos immer härter, das Runterholen immer öfter. Aus einmal am Tag für zehn Minuten werden bei manchen zehn Stunden masturbieren am Tag.

          Wer NoFap macht, braucht kein Koks mehr.

          Dann der Turning Point: Der Süchtige entdeckt, dass es nicht nur ihm so geht. Es gibt andere, mit ihnen kann er sich austauschen. Er beginnt mit NoFap, wird „Fapstronaut“. Um das bloße Fasten wird ein zeichenreicher Seelenkult errichtet, der die Leute bei der Stange (sorry, natürlich: von ihr weg) halten soll: Die Reddit-Foren muten demnach auch eher wie virtuelle Beichtstühle oder Gesprächskreise zur „Kritik und Selbstkritik“ an. Der Rausch des Sektenkollektivs führt in bisher ungeahnte Höhen. Glaubt man den Jüngern, gilt: Wer NoFap macht, braucht kein Koks mehr. Geplagten in der „Flatline“, eine nach einigen Wochen eintretende Lustlosigkeitsphase, werden ermutigt, nicht rückfällig zu werden. Die Gefängnispfarrer passen auf die Herde auf. Bloß nicht wichsen, bis zur Erleuchtung. Hallelujah!

          Tatsächlich wird das Pornoproblem aber nicht überwunden, sondern nur ersetzt: Kraft durch Sperma, mehr Testosteron, Muskeln, tiefere Stimme, coolerer Auftritt, mehr Glück bei den Frauen – die Prophezeiungen der Bleigürtelfraktion funktionieren ähnlich wie die Geilheitsgelüste der Pornoplattformen. In beiden Fällen geht es um die Erlangung einer Männlichkeit, die als roh-körperliche inszeniert wird. Statt Taschentücher zu befruchten, trainieren die jungen Burschen nun im Wald den Body und Mind, werden zäh wie Zukunft. Wie ein Pick-up-Seminar, nur spiritueller, härter, krasser. Julia Engelmann in schwanzgesteuert: Endlich fang ich an zu leben. Die Männer beherrschen nun sogar das Unbeherrschbare, Unbewusste – das Begehren. Totale Kontrolle.

          Bedroht von Susi, Karotten, und, jetzt neu: dem eigenen Penis

          Und die brauchen sie auch, denn diese Alpha Males, sie sind ja wirklich bedroht, von, naja, einfach allem: Frauen mit Kopftuch, Frauen ohne Kopftuch, Männern mit Schnäuzer, Männern ohne Schnäuzer, Russland, den USA, Israel, dem Islam, Hackfleisch, Veganismus, „Gendermenschen“, Homosexuellen, homophoben Migranten, Frauen, Juden, antisemitischen Migranten, Frauen, ihren Müttern, ihren Töchtern, den Freunden ihrer Töchter, prüden Frauen, promisken Frauen, der Angst um ihre Töchter, herabfallenden Wassermelonen, Asylbewerbern, Frauen, Fernsehen, viel Bildung, wenig Bildung, Susi, dem Fön aus der Badewanne, Frauen, Karotten, Karotten, Brötchen, dem Ölpreis, Helga Beimer, dem Alter, der Jugend, Umverteilung, Arbeitslosigkeit, Zahnpasta, Stiefmütterchen, der großen Pause, Paternostern, Frauen, Harnkrebs, Spargel, RTL und jetzt neu: ihrem Penis.

          Opfer sein kommt immer gut. Wusste schon Hitler. Hand an die Hose: Männer, wir sind wieder wer. Und jetzt Schwanzvergleich.

          Quelle: http://www.zeit.de/campus/2017-05/nofap-bewegung-masturbieren-pornos-maenner-verzicht-maennlichtkeit

          lg,

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          • Das Thema Penis, „Schwanz“… scheint Dich in letzter Zeit ziemlich zu beschäftigen. How comes? Dass „zölibatäres“ Leben nicht das Goldene vom Ei sein kann, sind wir uns wahrscheinlich einig – Dass man durch täglichen Orgasmus, in welcher Form auch immer, sich in spiritueller Hinsicht Weiterentwicklung praktisch verbaut, ist mir allerdings auch schon laaange klar. 13. Kapitel in „Napoleon Hill“´s „Think and grow rich“, deutscher Titel natürlich, wie könnte es anders sein, falsch übersetzt „Denke NACH und werde (statt wachse) reich“: DAS GEHEIMNIS DER UMWANDLUNG DER GESCHLECHTSKRAFT. Gewissermaßen Tabu-Thema, und wie es der Zufall so will, kam mir mal eine Schreibe von JvH unter, wo von „alle sieben Tage“ die Rede war. Damit kann ich viel anfangen, wie bei allem, was ich vom Jan Udo bisher so gelesen habe. Am besten gefällt mir das „Gleichnis“, der Sexualtrieb ist ein TREIBSTOFF – Man kann ferne Planeten bereisen, oder sich HIER „verbrennen“… Jetzt geh i wieda „Sterndalschaun“… Hammer, was sich – in den sternenklaren Nächten – do „oben“ so abspielt!!!

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          • „Männer, wir sind wieder wer. Und jetzt Schwanzvergleich.“

            Ja.ja, Steven,

            das kannst Du hier so leichtfertig posten, wo Du doch hier in diesem Gebiet, den größten, schönsten, potentesten hast.
            Besuch mich doch mal in der Welt vor Deinem Monitor, dann können wir unter gleichen Bedingungen den homosexuellen HahnenkampfPlatzhirschTanz tanzen, falls Du und ich mit mir & dir ihn gemaeinsam tanzen wollen, um zu erkennen, wie es mit unser beider Potenz bestellt ist.
            Nun, traust Du Dich nach Kassel zu kommen?
            Wenn ja, gib mir bitte Bescheid, so dass ich mich darauf vorbereiten kann.

            Dir einen schönen Tag in deiner „realen“ Welt vor dem Monitor Deines PCS wünschend sendet ich Dir freundschaftlich feindliche Grüße als Stefan

            ps:
            ich bin sowohl homo- als auch hetero-sexuell und ich bin weder homo- noch hetero- sexuell. Ich bin einfach ein sexuelles Wesen und das 24Stunden am Tag, mehr oder weniger bewusst und latent. Und damit habe wohl nicht nur ich so meine „Probleme“

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              • Mann, Mensch, Steven!!!

                Das nenne ich unhöflich: Eine Frage mit 1000+1 Gegenfragen zu beantworten!!!

                Ich erlaube mir mal, Dich zu erinnern, dass die Zeit erfunden wurde, damit nicht alles gleichzeitig passiert.

                Auf Deine vielen Fragen hier kann ich Dir leider aus politischen Gründen nicht antworten, da ich einem Geheimbund angehöre, was mir verbietet, darüber öffentlich zu reden.

                Soweit für jetzt,
                bis auf weiteres
                in a while crocodile

                hG°

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                • Wir werden alle in die Hölle kommen! 🙂

                  So, weisste Bescheid, ne?

                  Nein, dieses Bild ist nicht – wie man vermuten könnte, auf dem Kirchentag in Berlin, sondern beim DFB-Pokalfinale entstanden, genauer vor dem Stadion. Es stammt von Mathias Richel, der den schrägen Kerl da fotografiert hat.

                  lg,

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                  • Tracking: Forscher finden Ultraschall-Spyware in 234 Android-Apps
                    heise online

                    Sicherheitsexperten der TU Braunschweig haben in über 200 Apps für Android Lauschsoftware von Silverpush entdeckt, mit der sich Nutzer über verschiedene Geräte hinweg verfolgen und recht einfach deanonymisieren lassen.

                    Immer mehr Mobiltelefonierer haben unwissentlich Ultraschall-Beacons auf ihren Smartphones. Allein die für die Werbeindustrie entwickelte einschlägige Lauschtechnik des Anbieters Silverpush ist mittlerweile in mindestens 234 Android-Apps versteckt, die auf Millionen von Handys weltweit installiert sind. Dies haben Sicherheitsforscher der TU Braunschweig herausgefunden, die ein entsprechendes Studienpapier jüngst auf einer Datenschutzkonferenz in Paris präsentierten. Die Wissenschaftler haben für die Untersuchung über 1,3 Millionen Mobilanwendungen nach Hinweisen auf die Silverpush-Software durchforstet.
                    Huckepack

                    Bei einem vergleichbaren Test im April 2015 fanden die Experten erst sechs Apps mit „uBeacons“ des ursprünglich indischen Entwicklerteams, im Dezember desselben Jahres waren es 39. Die Anwendungen fürs Handy, mit denen die Silverpush-Technik Huckepack kommt, stamme teils von bekannten Konzernen wie McDonald’s oder Krispy Kreme beziehungsweise deren Filialen in südostasiatischen Ländern. Die Apps seien teils bis zu fünf Millionen Mal heruntergeladen worden.

                    Mit dem „Ultraschall-Leuchtfeuer“ wird eine kleine Datensequenz in eine sehr hohe, von Menschen nicht hörbare Frequenz im Bereich zwischen 18 und 20 kHz enkodiert, über gängige Lautsprecher von Computern oder Smart-TVs ausgesandt und von Mikrofonen in Smartphones eingefangen. Bei einer die Technik nutzenden Werbekampagne erstellt der Anbieter ein uBeacon für seinen Kunden und schickt dieses an Medienpartner, die den Audiocode in ihre Inhalte einbetten. Schaut der Nutzer sich diese im Fernsehen an oder stößt er auf einer Webseite darauf, wird der Soundschnipsel über einige Meter Entfernung hin ausgesandt.

                    Grafiken zeigen, wie eingebettete Ultraschallsignale die Privatsphäre verletzen oder Nutzer verraten könnten.

                    Bild: Studie, TU Braunschweig

                    Das Mobiltelefon des Betroffenen nimmt das Beacon auf sendet es mit Zusatzinformationen über den Nutzer in Form verschiedenster Kennungen und Metadaten an den Provider zurück. Dieser kann damit das zugehörige Profil verfeinern und angepasste Werbung ausliefern. Gleichzeitig lässt sich der Nutzer und sein Standort über verschiedene Geräte hinweg verfolgen und vergleichsweise einfach identifizieren. Das Verfahren funktioniert auch beim Location-Based-Marketing, wo beteiligte Händler potenzielle Käufer in der Nähe direkt etwa mit Coupons und Rabatten ansprechen sowie ihr Verhalten im Laden verfolgen.
                    Malware

                    Bürgerrechtler haben bereits vor der Silverpush-Software gewarnt, Anti-Viren-Dienstleister sie als Malware eingestuft. Das Entwickler-Kit wird inzwischen von San Francisco aus weiter verbreitet. Die Forscher haben zudem vergleichbar funktionierende, auf den Handelsbereich ausgerichtete uBeacons von Anbietern wie Lisnr oder Shopkick ausfindig gemacht, aber in deutlich geringerer Anzahl. Ultraschall-Signale von Shopkick konnten sie etwa in vier von 35 untersuchten Läden in zwei europäischen Städten aufzeichnen. Der Unterschied zu Silverpush sei, dass der Nutzer die einschlägige Anwendung absichtlich starte, um sich etwa Einkaufsvorteile vor Ort zu verschaffen.

                    Gegenlauschangriff: Mobiltelefone vorm TV abgehört.
                    Die Forscher haben unter anderem ermittelt, welche Ultraschallsignale bei verschiedenen Mobilgeräten ankommen, wenn ein zwei Meter entferntes TV-Gerät sie abstrahlt.

                    Vorerst Entwarnung geben die Forscher, was den aktiven Einsatz der Schnüffeltechnik bei Fernsehwerbung angeht. Laut dem Papier haben sie TV-Streams übers Internet aus sieben verschiedenen Ländern einschließlich Deutschland, Großbritannien, Indien, den Philippinen und den USA viele Stunden lang aufgezeichnet und ausgewertet. Hinweise auf Signale von uBeacons konnten sie dabei aber nicht aufspüren. Dies könne aber auch daran liegen, dass die Streams speziell komprimiert, die Ultraschall-Zusätze dabei herausgenommen worden seien und diese nur in den direkten Rundfunkübertragungen erhalten blieben. Keine Treffer hätten sich auch bei Audio-Elementen vielbesuchter indischer und philippinischer Webseiten ergeben.

                    Die Wissenschaftler bezeichnen ihre vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Projekts Vamos geförderte Studie als einen ersten größeren Schritt, um Gefahren für die Privatsphäre durch „Ultraschall-Tracking“ abzustecken. Weitere Untersuchungen in diesem Bereich seien dringend nötig, da etwa auch Angriffe auf Nutzer von Bitcoin oder des Anonymisierungsdiensts Tor möglich seien. Andere Sicherheitsforscher hatten entsprechende Attacken jüngst bereits skizziert.

                    (Ursprünglich war in der Meldung von 243 Apps die Rede. Wir bitten für den Zahlendreher um Entschuldigung.)

                    Lesen Sie dazu bei c’t:
                    Security-Checkliste Android: -> https://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-1-Security-Checkliste-Android-3047877.html

                    Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Tracking-Forscher-finden-Ultraschall-Spyware-in-234-Android-Apps-3704642.html

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                    • Von Never 2 much – hierher verschoben:

                      Was ich jedem ans Herz legen will.

                      Verbreitet Eure Meinung, denn erst dann nimmt dieser Irrsinn ein Ende.

                      MACH ES!

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                    • Was regt er sich so auf? frage ich mich gerade.

                      Im Gegensatz zu ihm denke ich:

                      „Haltet Eure Meinung im Zaum, denn mir erscheinen die endlos zahlreichen Meinungen, die ja überall im Netz umher- als auch herum-schwirren, sind ja gerade der irrSINN, wahnSINN, unSINN, blödSINN, schwachSINN, welche insgeheim einen geheimen SINN ergeben oder nicht – nicht wahr?“

                      Gefällt mir

                    • Of course, Meinungen gibt es wie Sand am Meer. Sie haben noch nie etwas verändert. Wenn man etwas ändern will, muss ma sich selbst verändern.

                      lg,

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                    • kEINer nieMANd jeMANd

                      Ach, Steven,

                      das ist so leicht gesagt als auch geschrieben…

                      Wie ändert man(n/weib) sein/(ihr) Leben?

                      Wie meistert man(n/weib) sein/(ihr) Leben?

                      Wie glaubt man(n/weib) an sich selbst?

                      Das scheinen mir zur Zeit für meinen Teil die zentralsten Fragen zu sein. Danke für Deine und Eure Hilfen, sie mir optimal zu beantworten… Bei jeder neuen Antwort, taucht alsbald wieder mindestens eine neue Frage auf…

                      hG°

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                    • kEINer nieMANd jeMANd

                      Wichtig bei den meines Erachtens drei wichtigsten Fragen im und des Leben-s scheint mir zu sein, das alle Begriffe, alle Worte nur Notbehlfe sind, nähere Erläuterungen dazu hier:

                      https://satyamnitya.wordpress.com/2017/06/01/ramesh-balsekar-alle-begriffe-im-zen-sind-reine-notbehelfe/

                      Gefällt mir

  • Und was haben wir alle bis heute, jeder und jede für sich,

    „GELERNT“

    :https://youtu.be/JtULNuoS3jg

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  • kEINer nieMANd jeMANd

    Der Soldat folgt Befehlen, der Krieger folgt seinem Herzen, habe ich eben gelesen. Da ist mir doch das alte Lied „Krieger“ von der Musikgruppe „Wünschknochen Asche“ ein gefallen:

    Warrior Songtext
    von Wishbone Ash

    :https://youtu.be/U5X_Dd_6Czk

    I’m leaving to search for something new,
    Leaving everything I ever knew.
    A hundred years in the sunshine
    Hasn’t taught me all there is to know.

    In the valley, we will gather there,
    Helpless in our surrender.
    Tomorrow the plow becomes the sword –
    Make us stronger in our danger.

    Time will pass away,
    Time will guard our secret.
    I’ll return again
    To fight another day.

    I’d have to be a warrior –
    A slave I couldn’t be –
    A soldier and a conqueror,
    Fighting to be free.
    (Repeat three times)

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  • kEINer nieMANd jeMANd

    Hallo steven und Ihr Leser,

    gerade eben ist es mir gelungen, Bewusstheit nebst Bewusstsein verantwortlich so wie es verstehe anhand eines Anschreibens zu veranschaulichen:

    Sehr geehrter Herr xxx1,,

    als zu>fälliger Kunde des BürobedarfsGeschäfts
    Pfannkuch in xxx2 unter Ihrer Verantwortung
    und Leitung bedanke ich mich recht herzlich für
    die kompetente freundliche und ehrliche
    Beratung Ihres Personals und Ihre mich gut ansprechenden Angebote.

    Da ich kürzlich ein DienstleistungsBüro aus dem Nichts
    gegründet habe, wo ich Geschäftsführer und einziger
    Mitarbeiter bin, welcher zur Zeit jetzt immer wieder ein Zeitlang
    für 60 Sekunden pro Minute arbeitet und zur Zeit mit einen
    Budget in Höhe von Grundsicherung zu wirtschaften hat,
    muß ich auf höchst preisgünstiges und preiswertes qualitativ
    hochwertiges Arbeitsmaterial achten, welches ich
    in Form eines Faber Castell Schreibgeraete-Sets mit einem mich sehr
    ansprechenden Design bei Ihnen entdeckt habe.
    Ein super Schnäppchen, für das ich sehr danbar bin
    und worüber ich mich sehr freue, da ich einen Fevel fürs
    Texten, Formulieren und Fabulieren habe
    und wieder Freude am Handschriftlichen
    gefunden habe.

    Soweit für jetzt mit den ungebetenen Informationen
    über mich und von mir
    verabschiedet sich
    mit freundlichem Gruß
    der MenschenJunge xxx3 xxx4
    und der
    Menschenmann zzz1 zzz0
    in einer multidimensional definierten persönlichen
    Erscheinung in städtischer Wohnhaft

    Ist das nicht ziemlich ge-sponnen und ver-rückt normal?

    Die deutschen Rechtschreibungsgesetze habe ich hoffentlich richtig angewendet.

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    • Der heilige Kampf oder Die Arroganz der Gesättigten
      von Veit Lindau

      Wohlwissend, dass ich selbst im geschützten Glashaus sitze, möchte ich heute einen Stein des Nachdenkens in unsere wohlbehütete psychospirituelle Szene werfen.

      Was mich leise unangenehm berührt und manchmal auch eine Mischung aus Empörung und Scham in mir auslöst, sind Floskeln, über die ich leider häufig stolpere, wie…

      „Anstrengung ist eine Illusion. Wer noch kämpft, ist von gestern. Wahrheit kämpft nicht. Folge der Liebe und alles geschieht ganz leicht. Gib dich einfach nur hin. Vertrau dem Fluss des Lebens. Nur wenn es sich einfach ergibt, ist es richtig. Blablabla…“

      Glaub mir, ich wünsche mir Weltfrieden. Ich genieße auch die Flow-Phasen, in denen alles ganz easy-peacy geschieht. Ich kann auch den Wunsch verstehen, dass es doch bitte immer so geschmeidig laufen sollte. Ich finde es ebenfalls wichtig, uns dauergestresste Leistungsgesellschafter immer wieder ans Durchatmen zu erinnern. Doch daraus ein allgemein gültiges Lebenskonzept zu stricken und milde-herablassend alle auszulächeln, die noch nicht dauergrinsen – auf die Idee kann nur jemand kommen, der in einer arschbequemen-wohlbehüteten Komfortzone lebt, ein relativ kleines, nach außen abgeschottetes soziales Umfeld hat und keine Nachrichten schaut.

      Diese „Alles ist mit Liebe und Licht zu lösen“-Einlullphrasen sind Stilblüten einer privilegierten Oberklasse der Menschheit, die seit langem im Frieden lebt und schon so viel liberalen Humanismus inhalierte, dass sie vergessen hat, wie es den restlichen 95% der Menschheit geht.

      Vor kurzem verwendete meine Frau in einem Post die Formulierung „heiliger Kampf“. Auch da gab es prompt mahnend-belehrende Erinnerungen, dass es heute nicht mehr darum gehen könne zu kämpfen. Ich verstehe, dass die Kombination heilig + Kampf in Zeiten des weltweiten Terrorismus auch negative Assoziationen auslösen kann. Doch nur weil Menschen das Wort heilig für einen Kampf missbrauchen, der zerstört, ist es per se nicht schlecht.

      Von seiner Herkunft bedeutet heil = ganz. Ein guter Kampf ist nicht gegen etwas gerichtet, sondern wird für etwas Heiliges geführt. Er dient der Heilung, der Ganzwerdung eines Einzelnen oder eines Systems. Ich weiß nicht, in welcher Welt die leben, die behaupten, wir bräuchten keinen Kampf mehr. In jener, in der ich unterwegs bin, kämpfen Menschen noch.

      Zurecht.

      Viele meiner Klienten und Leser*innen der Bücher kämpfen einen heiligen Kampf. Der eine mit seiner Alkoholsucht, die andere mit ihrer Depression und der damit verbundenen Dunkelheit. Diese Herausforderungen lassen sich nicht mit netten Affirmationen in den Griff bekommen.

      Die Frau, die ihre gesamte materielle Existenz aufs Spiel setzt, um sich und ihre drei Kinder aus dem Einfluss ihres gewalttätigen Ehemannes zu befreien, kämpft einen heiligen Kampf.

      Eine gute Bekannte kämpft seit vielen Jahren einen mutigen heiligen Kampf gegen ihre Psychosen und ihr Anrecht auf ein normales Leben.

      Bei uns gehen tagtäglich Nachrichten solcher Einzelschicksale ein. Oft in einer Dimension, dass es sich absolut verbietet, auch nur einen klugen Spruch zu bringen.

      Lynne Twist, die ich gerade interviewen durfte, kämpft seit über 30 Jahren gegen den Hunger auf der Welt.

      Die Indianerstämme im Amazonas kämpfen seit vielen Jahren im Dschungel an vorderster Front, mit allen friedfertigen Mitteln gegen die Ölfirmen. Ein heiliger Kampf für die grüne Lunge dieser Erde, der nicht nur mit stillen Meditationen zu lösen ist.

      Meine Frau hatte gerade die Ehre, einige Tage mit fünf Nobelpreisträgerinnen und ca. 40 weltweit aktiven Aktivistinnen zu verbringen. Ihre Berichte haben mich sehr, sehr nachdenklich und ehrfürchtig still werden lassen, angesichts dessen, was Menschen in anderen Regionen dieser Erde auf sich nehmen, um sich einen Bruchteil der Freiheit zu erkämpfen, die für uns so selbstverständlich ist.

      Von vielen dieser Frauen wirst du bei uns selten etwas hören. Dabei wäre es so wichtig. Nur ein Beispiel: MAJD CHOURBAJI, Syrierin, leistet gewaltlosen Widerstand in ihrem Land und ist die Gründerin von BASAMAT. 2012 wurde sie dafür verhaftet und sieben Monate lang inhaftiert. Diese Zeit verbrachte sie mit 20 weiteren Frauen in einer Zelle von wenigen Quadratmetern. Sie konnten nicht alle gleichzeitig liegen. Also standen die meisten, während die anderen schliefen. Sie durfte in der gesamten Zeit zweimal duschen. Ihr Mann wurde vor ihren Augen gefoltert, um herauszufinden, wo die drei kleinen Kinder (2, 4, 7) versteckt waren. Als sie es den Folterern verriet, wurde ihr Mann vor ihren Augen getötet und die Kinder inhaftiert. Sie spricht ruhig, ganz ohne Hass von dem, was sie erlebt hat. Sie kämpft für das, was ihr heilig ist. Ohne Gewalt. Jeden Tag. Heute lebt sie im Libanon, ihre Kinder in Schweden. Sie sieht sie einmal im halben Jahr.

      Meinst du nicht auch, es wäre Hohn, einem solchen Menschen vorzuschlagen, das ließe sich alles auch ohne Kampf lösen?

      Für mich ist dies keine moralische Diskussion, sondern eine Überlegung des einfachen Anstands. Wir können nichts für unseren Wohlstand, unsere Sicherheit, unsere momentane Gesundheit. Wir dürfen diese Gaben genießen. Doch sollten wir sie nicht auch als eine Verpflichtung ansehen?

      Wenn die durchaus wertvollen Einsichten und Erfahrungen unserer psychospirituellen Szene nicht auch positive Wellen in die dunklen Ecken unseres Planeten tragen, bekommen sie für mich einen lächerlich-tragischen Geschmack.

      So lange Angst und Liebe, Gier und Großzügigkeit in den meisten von uns ringen,

      so lange Männer Frauen unterdrücken (und manchmal auch umgekehrt),

      so lange es Süchte und Krankheiten gibt, die unsere komplette Existenz vernichten können,

      so lange so viele Menschen existentielle Not erleiden,

      solange sich einige verirrte Geister auf Kosten vieler bereichern und dabei unvorstellbares Leid anrichten,

      so lange wird und muss es auch einen heiligen Kampf geben.

      Nicht gegen.

      Für.

      Für das Leben. Für Würde. Für Freiheit.

      Selbst wenn wir – verweichlicht durch (zu viel?) Komfort – vielleicht gar nicht mehr wissen, wie es sich anfühlt, für etwas Heiliges zu kämpfen, sollten wir jene, die es tun, achten. Das Mindeste, was wir ihnen schulden, ist, auf platte Phrasen zu verzichten, hin und wieder still zu werden und uns zu fragen:

      Wie können wir den heiligen Kampf für das Leben – dort, wo wir stehen – am besten unterstützen?

      Ich habe darauf nicht immer eine gute Antwort parat. Aber die Frage hält mich wach. Sie treibt mich um. Ich möchte in dem Frieden, den wir hier genießen, nicht einschlafen.

      Ich möchte und muss ihn so wach wie möglich nutzen.

      Und du?

      Mit nachdenklichem Gruß,

      Veit

      PS: Und das Wunder ist das gelebte Paradox. Tief in dir immer mehr im Frieden anzukommen, die Vollkommenheit im Schlamm zu entdecken und dich gleichzeitig im Außen vom Druck und Drängen der Evolution berühren und bewegen zu lassen.

      Quelle: http://veitlindau.com/2017/06/der-heilige-kampf-oder-die-arroganz-der-gesaettigten/

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      • „PS: Und das Wunder ist das gelebte Paradox. Tief in dir immer mehr im Frieden anzukommen, die Vollkommenheit im Schlamm zu entdecken und dich gleichzeitig im Außen vom Druck und Drängen der Evolution berühren und bewegen zu lassen.“

        Guten Morgen Mr. StevenBlacks stefan und ihr Leser,

        schon in Euren persönlichen TiefTiefSchlafTraum erwacht? Ich für meinen Teil schon und wünsche uns einen zauberhaften wunderschönen Tag, dem ich folgende sinnfreye inFORMation beigeben möchte mit der Überschrift:

        VORWÄRTS

        Yes – Onward Lyrics

        Artist: Yes

        Album: Tormato

        Genre: Rock

        Listen & see while you read! :https://youtu.be/huDWAc61Lx4

        Contained in everything I do
        There’s a love, I feel for you
        Proclaimed in everything I write
        You’re the light burning brightly

        Onward through the night
        Onward through the night
        Onward through the night of my life

        Displayed in all the things I see
        There’s a love you show to me
        Portrayed in all the things you say
        You’re the day, leading the way

        Onward through the night
        Onward through the night
        Onward through the night of my life

        Onward through the night
        Onward through the night
        Onward through the night of my life

        Mit besten Wünschen
        und her3lichen Grüßen
        von Herrn Renyisanshou Arupadhatus
        stefan schnepf

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        • kEINer nieMANd jeMANd

          Folgendes gebe ich nicht nur für den heutigen Tag dazu:

          Wer Schmetterlinge lachen hört

          This song is by Novalis and appears on the album Novalis (1975) and on the album Konzerte (1977).

          Wer Schmetterlinge lachen hört
          Der weiß, wie Wolken schmecken
          Der wird im Mondschein, ungestört
          Von Furcht die Nacht entdecken

          Der wird zur Pflanze, wenn er will
          Zum Tier, zum Narr, zum Weisen
          Und kann in einer Stunde
          Durchs ganze Weltall reisen

          Der weiß, dass er nichts weiß
          Wie alle anderen auch nichts wissen
          Nur weiß er, was die anderen
          Und auch er noch lernen müssen

          Wer in sich fremde Ufer spürt
          Und Mut hat sich zu recken
          Der wird allmählich ungestört
          Von Furcht sich selbst entdecken

          Abwärts zu den Gipfeln
          Seiner selbst blickt er hinauf
          Den Kampf mit seiner Unterwelt
          Nimmt er gelassen auf

          Wer Schmetterlinge lachen hört
          Der weiß wie Wolken schmecken
          Der wird im Mondschein, ungestört
          Von Furcht die Nacht entdecken

          Wer mit sich selbst in Frieden lebt
          Der wird genauso sterben
          Und ist selbst dann lebendiger
          Als alle seine Erben

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  • Und für heute zum Abschluss meine Einladung zum

    ErnteDankFest

    :https://youtu.be/sdueeQagDl4

    Das ErnteDankFest
    Artist: Brighteye Brison
    Album: Believers & Deceivers

    Looking back on yesteryears it seems like all have disappeared in distant past, they could not last
    Now those faded memories are blown away on the morning breeze and withered to dust
    My mind’s a maze of secrets lost, reluctant still to face the cost, no doubt you will send me the bill
    Like standing on a mountaintop, I’m so afraid to make the drop and not turn away

    We will start with the treatment if you’ll stay
    Casting all your fears aside, for sure your ego will collide with demons and ghosts, greeting their host
    I’m sure as soon the work is done it’s time to make another run
    We’re digging down deep no matter if ‚m awake or fast asleep

    Lay down on the bed, rest your weary head
    Watch the spinning wheel, how tired it makes you feel
    So how’s our patient, then? Let’s see the file
    I sense depression setting in, can’t force a smile
    Let’s up the medicine dosage for a while

    And spring is all about. The sun is coming out from the clouds,
    and he will show, as he melts away the snow, to reveal what all should know
    Clearly, dearly.

    Welcome to the other side. Stop and wait, don’t try to hide facing your fear, breakthrough is near
    We’re the same you and me, all like farmers you will see
    Reap what you sow, everyone knows. Don’t be so blind, we’re healing your mind

    Down in the hole, feeling so cold. So young, too old
    Think about a better life. Let us take away your knife
    Padded walls, nowhere to run
    Go on like this, you’ll never see the sun

    Darkness in my room, shackles in my bed
    I guess it will be soon, I hear those voices in my head

    Here, here comes the harvest, the harvest, here it comes
    There, there come the farmers, the farmers, each and everyone
    Here, here come the believers, the wonderful receivers stand in line
    There, there come the deceivers, the wicked, the retrievers
    Stand aside!

    Here comes the harvest
    Harvest time is here

    Tchüss

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  • @Black
    Endlich und lange ersehnt, die Gesinnungsprüfung beim Berufsabschluß. Das sollte dir doch runtergehen, wie Öl.
    Und genau betrachtet ist es die Bestätigung, daß die Demokratie bestens funktioniert, zum Wohle der Mehrheit.
    Super, endlich geht was!
    http://www.journalistenwatch.com/2017/05/30/afd-bashing-gesellenpruefung-wird-zur-gesinnungspruefung/

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    • Ah, das aufgeregte Jammern über AFD Bashing von AFD Gesinnungsaposteln. Please give me a break. Jouwatch ist ziemlich weit rechts angesiedelt, das Lieblingsblatt vom Honigmann, Eva Herrman und ‚türlich, AFD Wählern. Jouwatch wurde von Thomas Böhm gegründet, heute ist er Chefredaktuer dort und schreibt zusammen mit Michael Mannheimer – was ein Pseudonym ist, richtiger Name – Karl-Michael Merkle, Michael Stürzenberger und anderen „politischen Koniferen“ und Aufhetzern, deren Beiträge den rassistischen Mob ansprechen, der auch von Politically Incorrect und zahlreichen anderen Hetzpropagandisten bedient wird. Das sind alles ganz dolle doitsche Patrioten, aufrecht besorgte Bürger, deren Intelligenz weit übern universitären Niveau ragt. Diese Typen Rassisten zu nennen dürfte vermutlich die Untreibung des Jahres sein. Aber interessant zu sehen, was du so liest ..

      Und was diese Fragen im Gemeinschaftskunde Test der Lackierer und Maler betrifft – schlimm, schlimm. Man sieht, das Sommerloch ist bereits da. Gibts sonst nichts aufregenderes?

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      • Warum arbeitest du nicht bei der ARD?
        Den Beitrag über den Wirt hast du geflissentlich unterschlagen. Ist dir zu diesem Verfasser nichts eingefallen?
        https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165100046/Gastwirt-muss-nach-AfD-Wahlparty-schliessen.html
        Welt.de – ist es nicht mehr deine Lektüre?
        Ist es nicht Schnuppe, wer etwas schreibt, wenn der Inhalt die Aufmerksamkeit wecken sollte?

        Deine aktuell gewählte oder vorgegebene Aufgabe würde ich gern mal kennenlernen ..

        PS: Vielleicht versuchst du es doch nochmal mit Denken?
        http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/170523-Vortrag-Heidelberg-Villigster-Gruppe-Korrig-und-k.pdf

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        • Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, ich hab gar nichts unterschlagen. Dieser Beitrag über den Gastwirt ist nicht aufgeschienen, vielleicht hast ihn ja vergessen abzuschicken. Abgesehen davon – ja, es gibt auch auf der „anderen Seite“ Verhalten, was nicht grade demokratisch zu nennen ist.

          Nein, mir ist nicht schnuppe wer was schreibt – mir ist zwar bewusst, dass auch blinde Hühner mal ein Korn finden können, aber Seiten wie Jouwatch, Politically incorrect, philosophia perennis und andere Kreuzritter des schlechten Geschmacks, würd ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen. Es gibt genügend Kritik überall zu finden, man kann die auch intelligent und ohne triefenden Menschenhass äussern.

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          • Was ist „triefender Menschenhass“?

            Und darf ich Dich drauf hinweisen, daß Du Dich am Homo-Bashing beteiligst… Tsts und das als „Guter“.

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            • Und darf ich Dich drauf hinweisen, daß Du Dich am Homo-Bashing beteiligst… Tsts und das als „Guter“.

              Ach? Darf ich auch wissen, wo du das gesehen hast? Oh warte, weil ich den Wiki Beitrag über Böhm reinstellte, wo stand, dass er sein „erstes Geld als Striptease-Tänzer in einer Schwulenbar am Nollendorfplatz verdient“ hat? Please give me a break ..

              Das waren Böhms eigene Worte hierzu, mir persönlich ist das so schnuppe wie nur irgendwas. Mir gings nur darum, dass bekannt ist, wer hinter Jouwatch steht.
              Ich finde es schwer verdaulich, dass ihr nicht mal kapiert, wessen geistiges Kind diese Brandstifter sind.

              lg,

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        • „Ist es nicht Schnuppe, wer etwas schreibt, wenn der Inhalt die Aufmerksamkeit wecken sollte?“

          Ja, das wäre sogar der wissenschaftliche Ansatz. Aber das wäre ja faktisch und nicht postfaktisch ^^

          Und entstehen denn nicht genauso Filterbubbles.. Wichtig ist nicht primär der rationale Inhalt sondern der emotionale Überbau: Wer hats gesagt/geschrieben. Hat er die „richtige Gesinnung“.

          Vor allem Eva Hermann, OMG was hat diese Frau verbrochen.. Strafe mediale Steinigung, oder so…

          Lass es Dir gut gehen Stinkstiefel

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          • Ist es nicht Schnuppe, wer etwas schreibt, wenn der Inhalt die Aufmerksamkeit wecken sollte?“

            Ja, das wäre sogar der wissenschaftliche Ansatz. Aber das wäre ja faktisch und nicht postfaktisch ^^

            Und entstehen denn nicht genauso Filterbubbles.. Wichtig ist nicht primär der rationale Inhalt sondern der emotionale Überbau: Wer hats gesagt/geschrieben. Hat er die „richtige Gesinnung“.

            Du findest dort keinen „rationalen Inhalt“, sondern primär emoional und mit Hass aufgeladene Propaganda, die sich allerdings sehr gut hinter der Maske der politischen Kritik versteckt. Ansonsten üben sie sich im Opferdenken, die Welt ist schlecht und zum Untergang verurteilt. Die Energie, die man von der Seite rüberbekommt ist derart abstossend und feindselig, das musst erst einmal finden.

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            • „Die Energie, die man von der Seite rüberbekommt ist derart abstossend und feindselig, das musst erst einmal finden“

              Mann, Mönsch, Steven,

              die Energie scheinst Du ja gut zu kennen. Mir ist das gar nicht so aufgefallen, anscheinend, weil mich dererlei Energie
              nicht wirklich interessiert, nur unter dem Aspekt der TaiJi-KampfKunst, sie zu absobieren und umzuwandeln.

              teuflisch herzlicher Gruß
              vom MistKerl Stefan seinERselbst

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              • Oh ja, die kenne ich sogar sehr gut. Ich hab lange ihn so einer Subkultur gelebt. By the way, Stefan – ich denke, ich sagte es bereits – könntest du bitte mit einem Avatar kommentieren? Danke für dein Verständnis.

                wünsch dir nen sonnigen Tag

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                • I ‚m not so sorry, steven. Ich kann machmal einfach nicht die kindlichen Spielereien lassen, weil sie mir gerade so wunderschön tierisch Freude bringen. Ich sehe zu, dass ich mich zügele. Brauche noch eine Weile um mich für einen zu entscheiden.

                  hG°

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                  • WOW!
                    Der größte Steuerraub in der deutschen Geschichte
                    Über Jahrzehnte plünderten Banker, Berater und Anwälte den deutschen Staat aus. Niemand verhinderte den Raubzug. Doch dann kam ihnen eine Frau auf die Spur.
                    Von Lutz Ackermann, Benedikt Becker, Manuel Daubenberger, Philip Faigle, Karsten Polke-Majewski, Felix Rohrbeck, Christian Salewski und Oliver Schröm

                    Am 22. Juni 2011 geht im Bonner Bundeszentralamt für Steuern ein Sammelantrag ein. Er bekommt die Nummern 1100000001 bis 1100000025 zugeteilt. Dann landet er auf dem Schreibtisch von Anna Schablonski, im Erdgeschoss eines grauen, fünfstöckigen Zweckbaus mit Regalen voller Leitz-Ordner, auf deren Rücken der Bundesadler prangt.

                    Schablonski ist damals 30 Jahre alt, groß und schlank, hat braune Augen und einen kinnlangen Bob-Haarschnitt. Gerade einmal ein halbes Jahr macht sie ihren Job. Von komplizierten Börsengeschäften hat sie keine Ahnung. Aber wenn Schablonski etwas seltsam vorkommt, so wie dieser Antrag, dann geht sie der Sache auf den Grund.

                    Zunächst sind da die ungewöhnlich hohen Summen. In nur zwei Monaten hat der Antragsteller, ein Pensionsfonds aus den USA, für 6,4 Milliarden Euro deutsche Aktien gekauft, nur um sie kurz darauf wieder zu verkaufen. Nun verlangt er exakt 53.882.080 Euro und 94 Cent an Steuern vom deutschen Staat zurück, also fast 54 Millionen Euro. Seltsamerweise, das macht Schablonski besonders stutzig, hat der Fonds nur einen einzigen Begünstigten. Wozu, fragt sie sich, spekuliert ein Ein-Mann-Pensionsfonds mit so vielen Milliarden?

                    Als Schablonski dem Fonds anstatt des Geldes eine lange Liste von Fragen schickt, bricht überall auf der Welt Panik aus: in New York, London und Basel, in München, Frankfurt und im oberpfälzischen Neumarkt, bei Bankern, Brokern, Beratern und Investoren. Es werden Anwälte eingeschaltet und Gutachter gegen Schablonski in Stellung gebracht, ihre Fragen aber nur ausweichend beantwortet. Das macht Schablonski erst recht misstrauisch. „Okay“, so erzählt sie später, was sie damals dachte, „da müssen wir dranbleiben, da stimmt irgendetwas nicht.“

                    So ist es kein Staatsanwalt, kein Richter und auch kein Finanzminister, der dem größten Steuerraub aller Zeiten auf die Spur kommt. Es ist die Sachbearbeiterin Anna Schablonski.

                    Was sie aufdeckt, hält bis heute Politik und Justiz in Atem. Der Bundestag hat einen Untersuchungsausschuss eingerichtet, Staatsanwaltschaften in Köln, Frankfurt und München ermitteln. Und doch sind viele Fragen noch ungeklärt: Wie kann es sein, dass sich eine globale Finanzelite über Jahre auf Kosten des deutschen Steuerzahlers bereichert – und niemand verhindert es? Wie groß ist der Schaden, der dadurch entstanden ist? Und welche Lehren sind aus dem beispiellosen Versagen des deutschen Staates zu ziehen?

                    Ein Team von Redakteuren von ZEIT und ZEIT ONLINE hat zusammen mit dem ARD-Magazin Panorama geheime Ermittlungsakten, Tabellen mit Käufen und Verkäufen, E-Mails, Kontoauszüge, Zeichnungsscheine, Durchsuchungsprotokolle und Aufzeichnungen von abgehörten Telefonaten ausgewertet. Reporter sind an die Orte des Geschehens gereist, nach Amerika, Großbritannien und in die Schweiz, haben mit Staatsanwälten, Beschuldigten, Bankern, Insidern, Wissenschaftlern und einem früheren Finanzminister gesprochen. Es ist der Versuch, ein mutmaßliches Wirtschaftsverbrechen zu rekonstruieren, dessen Ausmaß und Komplexität nahezu unfassbar ist.

                    Insgesamt ist dem deutschen Staat ein Schaden von mindestens 31,8 Milliarden Euro entstanden. Das ergeben exklusive Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Christoph Spengel von der Universität Mannheim. „Es ist der größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Spengel.

                    Und Anna Schablonski soll ihn aufklären.

                    Der amerikanische Pensionsfonds, der sie so stutzig macht, hat als Kontakt eine Adresse an der New Yorker Wall Street angegeben, im 20. Stock eines 164 Meter hohen Wolkenkratzers. Wer sich am Empfang nach dem Fonds erkundigt, erhält die Auskunft: „Noch nie gehört.“ Ein Blick ins Internet verrät, woran das liegen könnte. Im 20. Stock des Gebäudes werden „virtuelle Büros“ angeboten. Mit Briefkasten und Telefonservice kosten sie 20,04 Dollar im Monat.

                    Offiziell gemeldet ist der Fonds bei einer zweiten Adresse in einer vornehmen Villengegend in New Jersey, etwa eine Autostunde von der Wall Street entfernt. Auf einem Hügel am Ende einer ruhigen Straße thront ein herrschaftliches Anwesen. Ein Privatweg schwingt sich die letzten Meter zum mit Säulen gesäumten Eingang empor.

                    Die Adresse: 6 Noble Lane.

                    Ein schwarzer Mercedes rollt die Auffahrt hinab, die Scheibe des Beifahrers fährt herunter. Man sieht einen beleibten, grauhaarigen Mann. Es ist Gregory Summers, der einzige Begünstigte des Pensionsfonds. Gerne würde man ihn fragen, woher er die Milliarden hatte, mit denen sein Fonds die Aktien kaufte. Ob die Steuern, die er vom deutschen Staat zurückforderte, jemals bezahlt wurden. Doch als unser Reporter sich als Journalist zu erkennen gibt, drückt seine Frau auf dem Fahrersitz aufs Gas. „Ich kann nicht mit Ihnen sprechen“, sagt Summers noch, bevor seine Limousine verschwindet.

                    Es gibt noch einen zweiten Pensionsfonds, der ebenfalls an der 6 Noble Lane gemeldet ist. Auch er fordert knapp 54 Millionen Euro zurück. Auch er hat nur einen Begünstigten: Gregory Summers.
                    Die Ein-Frau-Einheit

                    Insgesamt stößt Anna Schablonski auf ein halbes Dutzend amerikanische Pensionsfonds. Bei allen ist unklar, wer wirklich dahintersteckt. Zusammen verlangen sie vom deutschen Staat knapp 315 Millionen Euro zurück. „Ich wusste am Anfang gar nicht, wonach ich suchen soll“, sagt Schablonski. Mehr als 20.000 Anträge bearbeitet das Bundeszentralamt für Steuern im Jahr 2011. Zehn verdächtige Fälle fischt Schablonski heraus. Später werden Kollegen sie unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt aber ist sie noch auf sich gestellt. Eine Ein-Frau-Einheit.

                    Anna Schablonski heißt eigentlich anders. Sie möchte nicht, dass ihr richtiger Name in der Zeitung steht. Sie will keine Heldin sein, weil sie findet, sie habe bloß ihren Job erledigt.

                    Ihre Arbeit wird sie rückblickend als „Puzzlespiel“ beschreiben. Je mehr Teile sie zusammensetzt, desto stärker verdichtet sich das Bild einer genialen Geldvermehrungsmaschine. Wirft man oben eine Million Euro rein, kommt unten deutlich mehr Geld raus. Als Multiplikator dient der deutsche Staat. Er zahlt eine Steuer, die er nur einmal eingenommen hat, mehrfach zurück. So wird er über Jahre geschickt ausgeplündert und bemerkt es nicht.

                    Nun aber hakt Schablonski bei den Pensionsfonds in Amerika nach. Es antwortet eine deutsche Anwaltskanzlei. Die rechtliche Relevanz ihrer Fragen, schreibt sie, sei „schlicht nicht erkennbar“. Die Kanzlei droht mit einer Amtshaftungsklage und reicht sie später auch ein. Gerichtet ist das Drohschreiben an Anna Schablonski „PERSÖNLICH“, so steht es in Großbuchstaben in der Adresszeile. Schablonski könne „straf-, disziplinar- und haftungsrechtlich zur Verantwortung gezogen“ werden, wenn sie das Geld nicht endlich auszahle. Gespickt ist das Schreiben mit Verweisen auf Gutachten von Professoren. Auch sie behaupten: alles legal.

                    Selbst die sonst so souveräne Schablonski hat nun schlaflose Nächte. Kann das Ausplündern des deutschen Staates rechtens sein?

                    Es ist eine Frage, die nun die Gerichte entscheiden müssen. Mittlerweile halten die meisten Juristen, die sich mit dem Thema beschäftigen, zumindest einen Teil der Deals für illegal. Längst geht es nicht mehr bloß um einige amerikanische Pensionsfonds. Es geht um einen milliardenschweren Akt der Selbstbedienung, an dem sich Dutzende deutscher Banken beteiligt haben, darunter die Commerzbank, die Deutsche Bank, die HypoVereinsbank, die DZ Bank, die HSH Nordbank und die Landesbank Baden-Württemberg.

                    Die Beteiligung so vieler Banken verleiht dem Fall Brisanz. Und sie macht die Aufarbeitung heikel. Wenn die Banken das Geld zurückzahlen müssen, könnten einige von ihnen in Schwierigkeiten geraten. Die Frankfurter Maple Bank ist schon bankrott. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schließt weitere Fälle nicht aus. „Müsste all das Geld zurückgezahlt werden, das dem Staat geklaut wurde, könnte das bei einigen Banken eine Kernschmelze auslösen“, sagt Steuerprofessor Spengel.
                    Es gibt einen geheimen Bericht

                    Aber nicht nur Banken, auch Anwälte, Berater und Professoren haben mitgemischt. Michael Sell, Abteilungsleiter für Steuern im Finanzministerium, wird 2016 im Untersuchungsausschuss des Bundestages von „organisierter Kriminalität“ sprechen.

                    Für die Geschäfte auf Kosten des Staates haben sich die sperrigen Begriffe Cum-Ex und Cum-Cum durchgesetzt. Bei beiden Geschäften geht es darum, Steuererstattungen zu bekommen, die einem eigentlich nicht zustehen. Selbst Beamte aus dem Finanzministerium geben zu, dass sie nicht ganz durchdrungen haben, was sich hinter einzelnen komplizierten Varianten dieser Geschäfte verbirgt. Es ist wie mit Einsteins Relativitätstheorie: Wenn man sich viel Mühe gibt, glaubt man für einen Moment, sie nun endlich begriffen zu haben. Soll man sie ein paar Minuten später jemand erklären, scheitert man.

                    Insgesamt ist dem deutschen Staat ein Schaden von mindestens 31,8 Milliarden Euro entstanden. Das ergeben Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Christoph Spengel von der Universität Mannheim.

                    Anruf bei dem Mann, von dem Schablonski damals noch nicht ahnt, dass er ihr wahrer Gegenspieler ist, der Spiritus Rector hinter den Cum-Ex-Geschäften: Hanno Berger. Der Anwalt hat sich nach einer Durchsuchung seiner Frankfurter Kanzlei Ende 2012 in die Schweiz abgesetzt. Dort lebt er heute in einem mondänen Bergdorf und zunehmend wohl auch in seiner eigenen Welt. Leicht nuschelnd spult er einen steuerrechtlichen Vortrag für Fortgeschrittene ab. Es fallen Begriffe wie „Girosammelverwahrung“ oder „Dividendenkompensationszahlung“. Berger, so viel wird im Telefonat klar, ist sich keiner Schuld bewusst. Im Gegenteil: Er sieht sich als Opfer.

                    In von der Staatsanwaltschaft abgehörten Telefonaten behauptet er sogar, es werde ein „Vernichtungsfeldzug“ gegen ihn geführt. Den deutschen Staat bezeichnet er da wahlweise als „totalitär“ oder „links-faschistoid“. Die Durchsuchungsbeschlüsse gegen ihn und seine Komplizen seien von „Schweinerichtern“ unterzeichnet worden.
                    Der Drahtzieher arbeitete einst im Finanzamt

                    Zunächst sagt Berger ein ausführliches Gespräch zu, später will er davon nichts mehr wissen. Auch einen Katalog schriftlicher Fragen beantwortet er nicht. Stattdessen schickt er eine umfangreiche Sammlung steuerrechtlicher Fachliteratur, wegen der Dateigrößen angehängt an insgesamt elf E-Mails, um „das bestehende Informationsdefizit zu beheben“ und „Ihnen ein objektives Bild zu den Cum-/Ex-Geschäften zu vermitteln“, wie er schreibt.

                    Was Berger nicht erwähnt: Mehrere der Autoren auf seiner fünfseitigen Literaturliste hat er für Cum-Ex-Gutachten bezahlt.

                    Um zu verstehen, worum es überhaupt geht, unternimmt man am besten eine Reise ins Frankfurt der 1990er Jahre. Hier hat Berger, Sohn eines Pfarrers, zu Beginn seiner Karriere gearbeitet: im Finanzamt Frankfurt am Main-Börse. Es gilt damals als Elite-Finanzamt, weil es für die großen Banken zuständig ist. Berger, ein junger Jurist, den Kollegen als extrem intelligent beschreiben, soll sie beaufsichtigen. In nur sechs Dienstjahren wird er es bis zum Regierungsdirektor bringen. Er ist damals ein Mann, der dem Staat dient.

                    Nicht weit entfernt, im hessischen Wirtschaftsministerium, arbeitet zur selben Zeit August Schäfer. Er ist der Mann, der zum ersten Mal vor Cum-Ex warnt. 1992 ist das. Vor einem Vierteljahrhundert. Damals, sagt Schäfer, sei er der „meistgehasste Mann an der Frankfurter Börse“ gewesen. Ihm fällt auf, dass viele Makler dort vom Staat gewaltige Summen an Kapitalertragsteuer zurückbekommen, zum Teil zweistellige Millionenbeträge. Zuvor haben die Makler riesige Aktienpakete von Unternehmen wie Bayer gekauft, nur um sie einen Tag später an den Voreigentümer zurückzuverkaufen. „Die Schlitzohren“, erkennt Schäfer, „haben den Staat reingelegt.“

                    Es gibt einen geheimen Bericht. Er wurde nie veröffentlicht. Der ZEIT, ZEIT ONLINE und dem ARD-Magazin Panorama liegt er in Auszügen vor. Darin beschreibt Schäfer im Jahr 1992, wie die Geschäfte auf Kosten des Staates funktionieren. In dem Bericht geht es um Cum-Cum-Geschäfte, aber auch Cum-Ex spielt eine Rolle. In beiden Fällen handelt es sich um Deals auf Kosten des Staates. Aber es gibt einen beachtlichen Unterschied. Auch ihn beschreibt Schäfer.
                    Steuerraub hoch zwei

                    Es ist damals so, dass deutsche und ausländische Aktionäre deutscher Unternehmen auf ihre Dividenden eine Steuer an den Staat abführen müssen. Deutsche Aktionäre können sie sich aber später zurückholen, weil sie schon Einkommen- oder, als Firma, Körperschaftsteuer zahlen. Ausländische Aktionäre können das nicht. Aus dieser Regel haben Banken ein Geschäft gemacht: Sie verkaufen die Aktien ausländischer Kunden kurz vor Auszahlung der Dividende an die deutschen Börsenmakler. Nun können diese vom Staat eine Steuer zurückfordern, die den ausländischen Aktionären nicht zugestanden hätte. Nach der Ausschüttung gehen die Aktien an die ausländischen Aktionäre zurück. Die zurückgezahlte Steuer wird unter den Beteiligten aufgeteilt. Der Staat wird ärmer.

                    Cum-Cum-Geschäfte dienen also dazu, eine Steuererstattung zu ergattern, die einem eigentlich nicht zusteht. In seinem Bericht warnt Schäfer auch davor, dass die Aktiengeschäfte so angepasst werden können, dass es zur „Produktion von doppelten Steuerbescheinigungen“ komme. Dieses Modell und seine Varianten bezeichnet man heute als Cum-Ex. Es ist der Steuerraub hoch zwei. Jetzt geht es darum, sich Steuern erstatten zu lassen, die nie bezahlt wurden.

                    Das Geniale an Cum-Ex: Es lässt sich unbegrenzt Geld scheffeln. Die Steuerbescheinigungen, so formuliert es später das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen, werden schlicht „aus dem Nichts geschaffen“. Eine Steuer, die einmal bezahlt wurde, wird doppelt, manchmal sogar fünf- oder zehnfach zurückerstattet.

                    Über seinen Bericht, sagt Schäfer, sei auch der damalige hessische Ministerpräsident Hans Eichel informiert worden. Sechs Jahre später, 1998, wird er unter Bundeskanzler Gerhard Schröder Finanzminister. Was also wusste Hans Eichel? Und was unternahm sein Ministerium?

                    In die alte Bundesrepublik geht es durch ein Gartentor aus Maschendraht. Neben dem gelb getünchten Mehrfamilienhaus blüht ein gestutzter Apfelbaum. Hans Eichel, die weißen Haare kurz geschoren, das Gesicht leicht gebräunt, bittet in die erste Etage. Dort nimmt er auf einem weinroten Jugendstil-Sofa Platz. Er hat ein bisschen zugenommen. Ansonsten aber sieht er noch so aus, wie man ihn aus seiner Zeit als Finanzminister in Erinnerung hat.

                    Für Eichel ist die Sache klar: „Bei Cum-Ex ist der Betrug so offenkundig, da reichen die Zehn Gebote, und eins davon sagt: Du sollst nicht stehlen.“ Es müsse doch jedem Banker, jedem Finanzanwalt und jedem Börsenmakler klar gewesen sein, dass man sich nur Steuern erstatten lassen könne, die man zuvor auch bezahlt habe. Schäfers Bericht aber sagt Eichel nichts. Auch als Bundesfinanzminister habe er von Cum-Cum oder Cum-Ex nichts erfahren. „Ich kann mich nicht erinnern, dass das je in irgendeiner Besprechung Thema gewesen ist.“
                    Als Banken noch als seriös galten

                    Trotzdem ist das, was Eichel erzählt, aufschlussreich. In seiner Zeit als hessischer Ministerpräsident habe er sich eng mit Hilmar Kopper ausgetauscht, dem damaligen Chef der Deutschen Bank. Später sei Josef Ackermann von der Deutschen Bank im Kanzleramt ein und aus gegangen. Vertreter der Finanzwirtschaft, das ist Eichels Botschaft, galten als seriöse Gesprächspartner, als Stütze des deutschen Staates.

                    Nur so lässt sich erklären, wie Eichels Beamte im Bundesfinanzministerium erst zehn Jahre nach Schäfers Bericht einen ersten Versuch machen, das Cum-Ex-Problem zu lösen: mit Unterstützung des Bundesverbands deutscher Banken.

                    Im Dezember 2002 schreibt der Bankenverband an das Finanzministerium. Es könne geschehen, dass eine Aktie zwei Eigentümer habe: einen wirtschaftlichen und einen juristischen. Die Kapitalertragsteuer werde dann vom Staat doppelt zurückerstattet. Kurz darauf schickt der Verband einen „steuergesetzlichen Formulierungsvorschlag“. Es sind vier Seiten voller Paragrafen. Der Verband weist das Finanzministerium also nicht nur selbst auf das Cum-Ex-Problem hin. Er liefert die Lösung scheinbar gleich mit.

                    Dann passiert lange: nichts. Erst im Dezember 2003 trifft Michael Gierlich, der zuständige Referatsleiter, sich mit Vertretern vom Bankenverband. „Es war nicht ganz so eilig“, sagt er später im Untersuchungsausschuss des Bundestags. „Ich war beschäftigt mit der Erstellung eines Gesetzentwurfs zur kleinen Abgeltungsteuer.“ Zudem habe das Referat, nachdem sein Vorgänger in Pension gegangen sei, komplett neu aufgebaut werden müssen. „Alles Wissen war weg.“

                    Erst 2005 verschickt das Bundesfinanzministerium den Vorschlag des Bankenverbands an die Behörden der Länder. Das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen schreibt daraufhin sinngemäß zurück, dass es den Vorschlag für totalen Irrsinn halte, weil eine Aktie grundsätzlich keine zwei Eigentümer haben könne. Den Brief formuliert eine junge Beamtin. Die entscheidende Stelle lautet: „Mit den komplizierten Regelungen soll offenbar lediglich die bisherige Bankenpraxis, die m. E. ohne zivilrechtliche Rechtsgrundlage ist, legalisiert werden.“

                    Der Bankenverband, so glaubt die Beamtin, wolle die Geschäfte auf Kosten des Staats nicht unterbinden, sondern im Gesetz verankern. Ihre Warnung bleibt ohne Folgen. Der Vorschlag des Bankenverbands wird mit dem Jahressteuergesetz 2007 umgesetzt. Die Cum-Ex-Party geht jetzt erst richtig los.
                    Anstatt Steuern zu zahlen, will man dem Staat Geld wegnehmen. 40 deutsche Banken haben bei den Geschäften auf Kosten des Staates mitgemacht.

                    Auf dieser Party entdeckt man Privatbankiers in maßgeschneidertem Zwirn, die bei Lachs und Hummer miteinander tuscheln. Man sieht junge Finanzhändler aus London mit aufreizenden Frauen an ihrer Seite, die sich auf der Toilette schnell noch etwas Koks reinziehen. Es sind aber auch ein paar deutsche Mittelständler gekommen. Sie stehen etwas dumm herum in ihren Anzügen von der Stange und verstehen nicht so richtig, was da vor sich geht. Mitfeiern aber wollen sie. In diesem Bild ist Hanno Berger der Gastgeber, der Mann, der alle eingeladen hat. Der weiß, wie man gute Partys feiert.

                    1996 verlässt Berger das Finanzamt. Von nun an berät er Konzerne und Milliardäre. Seinen Ex-Kollegen aus der Finanzverwaltung präsentiert er bei deren Jahrestreffen stolz seinen neuen Mercedes der S-Klasse. Zu Bergers Kunden gehören Prominente wie die Quandts, die Eigentümerfamilie hinter BMW, aber auch Unternehmen wie Adidas und Karstadt. Berger wird zum bekanntesten Steuertrickser der Republik. Mit seiner Kanzlei thront er im 32. Stock eines Hochhauses im Frankfurter Bankenviertel. Für seine Kunden dehnt er das Steuerrecht bis an die Grenzen des Erlaubten. Für ihn ist das ein Spiel. Eines, das er perfekt beherrscht. „Berger hat sich allen anderen überlegen gefühlt“, sagt einer, der ihn aus jener Zeit gut kennt.

                    Zunächst geht es darum, die Steuern der reichen Kunden möglichst auf null zu drücken. Dann reicht auch das nicht mehr. Anstatt Steuern zu zahlen, will man dem Staat Geld wegnehmen. Spätestens 2006 steigt Berger ins Cum-Ex-Geschäft ein. Er wird es perfektionieren und salonfähig machen, die Türen zu Banken und Milliardären öffnen, für die Gutachten sorgen, die behaupten: alles legal. Bei Meetings mit Bankern fallen Sprüche wie: „Wer sich nicht damit identifizieren kann, dass in Deutschland weniger Kindergärten gebaut werden, weil wir solche Geschäfte machen, der ist hier falsch.“
                    Ein Restaurant in London

                    Seit dem Jahressteuergesetz 2007 ist es zwar auf Vorschlag des Bankenverbands so, dass die Cum-Ex-Geschäfte nicht mehr funktionieren, wenn der Verkäufer der Aktien eine inländische Bank ist. Das macht aber nichts. Es gibt genug ausländische Banker. So verlagert sich der Handel nach London. Der wichtigste Finanzplatz der Welt steigt groß ins deutsche Cum-Ex-Geschäft ein.

                    Von Westminster Abbey, einer der berühmtesten Kirchen Londons, sind es nur 100 Meter zum Cinnamon Club. Früher befand sich in dem viktorianischen Häuschen die Bibliothek von Westminster. Heute dienen die Werke von Shakespeare, Machiavelli und Tolkien nur noch als Kulisse für eines der edelsten indischen Restaurants der Stadt. Auf den Tischen stehen Schälchen mit Rosenblütenwasser, daneben Kübel für den Champagner. Männer in Anzügen plaudern über Aktien. Die High Heels der Damen klackern auf dem Fischgrätparkett.

                    Im Cinnamon Club wurden die Cum-Ex-Deals eingefädelt und später begossen. Ein paar Jahre hat er einigen der Londoner Händler, die die Deals abwickelten, sogar gehört. Ein Insider spricht von ihrer „Cum-Ex-Loge“. Das ist auch deshalb heikel, weil es für diese Deals mehrere Partner braucht. Kann man ihnen nachweisen, dass sie sich abgesprochen haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Gefängnis landen. Unter den Bankern galt deshalb die Regel: Für jeden Deal ein neues Prepaid-Handy.

                    Im britischen Handelsregister findet man die Adresse eines Mannes, der bis 2015 „Director“ des Cinnamon Club war und für den sich die deutschen Staatsanwälte heute besonders interessieren: Paul Mora, ein 1,90 Meter großer und 120 Kilo schwerer Banker, der umsetzt, was Berger sich ausgedacht hat. Mora führt junge Händler in die Cum-Ex-Loge ein und bringt die Aktien-Transaktionen auf den Weg. In der Händlerszene nennt man ihn den „Mann in kurzen Hosen“, weil er gerne in Bermudas und Hawaiihemd durch London läuft.
                    „Gentleman“ und „Autist“

                    Auch die anderen Cum-Ex-Händler haben Spitznamen. Da gibt es den „Gentleman“, den „Verrückten“ und den „Autisten“, der wirklich Autist ist und seiner Jacht den Namen Cum-Ex gegeben hat. Es ist ein kleiner Zirkel von Finanzhändlern, der Milliarden bewegt.

                    Mora, ein gebürtiger Neuseeländer, war zunächst Investmentbanker bei der HypoVereinsbank in London. Als Berger 2006 mit einem Kunden bei der Bank auftaucht, lernen die beiden sich kennen. Von nun an besorgt Berger die Kunden und die Gutachten. Mora, der sich später mit seiner Firma Ballance Capital selbstständig macht, fädelt die Deals ein. Er plant, welcher der beteiligten Partner zu welchem Zeitpunkt wie viele Aktien kaufen soll.

                    Wo Mora heute steckt, wissen auch die Staatsanwälte nicht, die gegen ihn ermitteln. Fährt man zu der Adresse, die im britischen Handelsregister angegeben ist, landet man in einem Londoner Vorort. Es geht über sanfte Hügel, vorbei an Pferdekoppeln und Villen. Dann steht man vor einem umzäunten Anwesen. Ein Privatweg führt zu einer Gegensprechanlage. Es meldet sich eine tiefe Männerstimme. Aber es ist nicht Mora. Der ist ausgezogen. Ein älteres Pärchen, das direkt nebenan wohnt, hat noch eine Handynummer von ihm. Ruft man dort an, meldet sich allerdings nur seine Mailbox. Zurückrufen wird Mora nicht.

                    Aus geheimen Dokumenten und Erinnerungen eines Insiders lässt sich rekonstruieren, wie Berger und Mora die Profitsucht von Banken und Investoren nutzen, um den Staat zu plündern.
                    Streng vertraulich

                    Ein Beispiel ist die vornehme Hamburger Warburg-Bank (ZEIT Nr. 48/16). Mit ihrem Miteigentümer Christian Olearius trifft Berger sich zum ersten Mal im Januar 2006. „Deutschlands wichtigster Privatbankier“ hat ihn die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung einmal genannt. Nun macht er mit Berger gemeinsame Sache. Aus dem ersten Kontakt ergibt sich eine „langjährige Zusammenarbeit“. So steht es in einem internen, mit „streng vertraulich“ gekennzeichneten Untersuchungsbericht der Warburg-Bank aus dem Sommer 2016. Die gemeinsamen Projekte tragen Namen wie „Quellberg“, „Luxtrust“ und „Nildelta“.

                    Olearius, ein etwas steifer, hanseatischer Banker, versteht nicht immer sofort, was für Steuergeschäfte ihm Berger vorschlägt. Es ist aber auch nicht so, dass die Bank gar nicht gewusst hätte, was sie tat. Als Steuerfahnder ihre Räumlichkeiten 2016 durchsuchen, findet eines der ersten Gespräche mit einer Juristin der Bank statt. Sie berichtet von Warnungen des ehemaligen Leiters der Rechtsabteilung. Der habe Cum-Ex-Geschäfte für Betrug gehalten, weil die Steuer dabei nach seinen Ausführungen „einmal zu viel“ erstattet werde. Über solche Geschäfte werde aber auf der Ebene der Partner entschieden.

                    Mit Paul Mora schließt die Bank 2008 eine Investment-Partnership. Alle Gewinne werden „50 : 50“ geteilt. Die Bank mischt nun auf allen Ebenen mit: Sie macht Cum-Ex-Deals oder Varianten dieser Deals auf eigene Rechnung, und sie fädelt diese mit Bergers Hilfe für ihre Kunden ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass dem Staat allein durch Geschäfte, an denen die Warburg-Bank beteiligt war, ein Schaden von 280 Millionen Euro entstanden ist. Die Warburg-Bank selbst nimmt zu den einzelnen Vorwürfen auf Anfrage keine Stellung. Stattdessen teilt sie allgemein mit, sie habe keine Transaktionen durchgeführt, „die strafrechtlich oder steuerlich zu beanstanden sind“. Daher gebe es auch „keinen durch die Warburg-Gruppe, ihre Gesellschafter oder Mitarbeiter verursachten Schaden“.

                    Die Ermittler sehen das offenbar anders. Und doch ist die Warburg-Bank nur ein Beispiel von vielen. Die BaFin vermutet, dass etwa 40 deutsche Kreditinstitute mitgemacht haben. Viele von ihnen steigen kurz nach der Finanzkrise ein, also in genau jener Zeit, in der der Staat fast alles tut, um sie zu retten. Die HSH Nordbank etwa beantragt 2008 Staatshilfe – und beginnt im selben Jahr mit Cum-Ex-Geschäften. In ihrem Fall geht es laut interner Untersuchung um 112 Millionen Euro an Steuern.

                    Die Regierung wurde gewarnt. Mehrfach

                    Es ist nicht so, dass die Regierung nicht gewarnt worden wäre. Im Mai 2007, da ist Peer Steinbrück Finanzminister, schreibt Georg Fahrenschon, damals Bundestagsabgeordneter für die CSU, einen Brief an das Finanzministerium. Darin heißt es, dass Cum-Ex noch immer nicht unterbunden sei: „Dem Staatshaushalt könnten durch die Einschaltung ausländischer depotführender Stellen erhebliche Steuerausfälle entstehen.“

                    Im April 2008, auf einem Seminar der Deutschen Versicherungsakademie, erläutert ein Referent des hessischen Finanzministeriums das Gesetz von 2007. Daraufhin meldet sich ein Teilnehmer und sagt, die Regelung laufe ins Leere, da man die Verkaufsaufträge über ausländische Institute abwickeln könne. Das werde in der Praxis auch so gehandhabt.

                    Im März 2009 schreibt ein Whistleblower aus dem Umfeld der Cum-Ex-Berater an einen Mitarbeiter des Finanzministeriums: „Ausländische Banken und Hedgefonds nehmen den deutschen Fiskus mit dessen Einverständnis systematisch aus!“ Der Whistleblower schätzt den Schaden damals schon auf bis zu zwölf Milliarden Euro.
                    Game over

                    Im Mai 2009 veröffentlicht das Ministerium einen Erlass, der das Auslandsproblem lösen soll. Wieder formuliert die Bankenlobby mit. Wieder gibt es eine Lücke. Der Reibach geht weiter. Erst im Dezember 2010, als das Ministerium abermals einen Erlass veröffentlicht, wird es eng. „Big problem, game over“, schreibt einer von Bergers Komplizen.

                    Es folgt ein reger E-Mail-Austausch zwischen Berger, Mora und anderen Beteiligten. Gesucht wird ein neues Modell, damit es doch weitergehen kann. Ein Vorschlag: die „Errichtung von US-Pensionsfonds unter Zwischenschaltung von Gibraltar-Gesellschaften“. So steht es in den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft. Es sind jene seltsamen Pensionsfonds, denen Anna Schablonski später mehr als 300 Millionen Euro auszahlen soll.

                    Selbst Berger und seine Komplizen ahnen nun, dass die Party sich dem Ende nähert. Vorher wollen sie es noch einmal krachen lassen. Als Vehikel dienen die Luxemburger Sheridan-Fonds, die das Geld der Kunden an die Fonds in Amerika weiterleiten. Involviert ist auch die Schweizer Sarasin-Bank. Deren früherer Steuerchef hält die Konstruktion für „steuerlich schwierig“ und „ethisch/moralisch verwerflich“, wie er später als Zeuge aussagen wird. Doch seine Bedenken seien „als Geschäftsverhinderung“ angesehen worden. Es war, so drückt er es in seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft Köln aus, als hätte man in der Bank eine „Formel zum Goldproduzieren“ gefunden.

                    Die ZEIT, ZEIT ONLINE und das ARD-Magazin Panorama haben ausgewertet, welche Aktien mit dem Geld der Sheridan-Fonds gekauft wurden. Das Ergebnis offenbart das ganze Ausmaß der Geschäfte. Rund um den Dividendenstichtag handelten die beteiligten Akteure mit Aktien deutscher Dax-Konzerne im Wert von mindestens 47 Milliarden Euro. Zeitweise gehörten ihnen sieben Prozent von Daimler, neun Prozent von Bayer und zwölf Prozent der Lufthansa. Bei Cum-Ex ist es wie beim Goldschürfen: Je größer die umgewälzten Mengen, desto mehr bleibt hängen.
                    Was hat die Politik daraus gelernt?

                    Die Liste derjenigen, deren Millionen in die Sheridan-Fonds fließen, liest sich wie ein Who’s who des deutschen Mittelstands. Der Drogeriekönig Erwin Müller ist mit rund 50 Millionen Euro dabei, der Münchner Immobilienmogul Urs Brunner mit mindestens sechs Millionen, der Fleischunternehmer Clemens Tönnies mit seiner Familie mit einer Million, der Sportbekleidungs-Unternehmer Peter Schöffel, der das Investment heute einen „ärgerlichen Fehler“ nennt, mit fünf Millionen. Sie alle haben Zeichnungsscheine unterschrieben, werden in Bankunterlagen geführt oder haben die Investition gegenüber der Staatsanwaltschaft bestätigt.

                    Zu den Investoren gehört auch Ernst-Herbert Pfleiderer. Bis 2010 ist er Aufsichtsratschef der Pfleiderer AG, eines der weltweit führenden Hersteller von Holzspanplatten, aus der Nähe von Nürnberg. Dann aber scheidet er aus. Sein Cousin Hans Theodor verkauft im selben Jahr Aktien des Unternehmens im Wert von 4,7 Millionen Euro. Nun stecken sie ihr Geld in Cum-Ex.

                    Im November 2010 schickt Ernst-Herbert Pfleiderer eine E-Mail an Hanno Berger, Betreff: „Investment 2011“. Darin bestätigt er, dass er gemeinsam mit seinem Cousin Hans Theodor investieren möchte. „Nach nochmaliger Überprüfung wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns bei Ihren Planungen mit 20 Millionen Euro berücksichtigen könnten.“ Dem Unternehmen, das noch immer ihren Namen trägt, geht es allerdings schlecht, es schreibt rote Zahlen und kämpft nach einer verfehlten Expansionspolitik mit einem milliardenschweren Schuldenberg. Im März 2012 ist die Pfleiderer AG insolvent. In der Folge verlieren 2400 Mitarbeiter ihren Job.
                    Der Mann im schwarzen Porsche Cayenne

                    Die Pfleiderer-Cousins werden später als Zeugen aussagen, es sei ihnen sehr wichtig gewesen, dass „steuerlich alles korrekt“ war. Beiden aber war laut ihren Aussagen bewusst, dass es um Steuerrückerstattungen ging. Berger weihte sie bei einem Treffen im Februar 2011 sogar in den Trick mit den amerikanischen Pensionsfonds ein. Für Ernst-Herbert Pfleiderer war das zwar „eine Komplikationsstufe mehr“, aber Berger habe sämtliche Bedenken ausgeräumt und versichert, dass die Steuern „wie üblich unproblematisch“ erstattet würden. So wie in den Vorjahren, als die Pfleiderers mit Cum-Ex hohe Renditen erzielten.

                    Ernst-Herbert Pfleiderer fährt im schwarzen Porsche Cayenne vor. Die Sonne über dem historischen Reitstadel von Neumarkt in der Oberpfalz senkt sich gerade. Pfleiderer, der einst Musik studierte, hat hier ein Kammerkonzert organisiert. Der hochgewachsene Ex-Unternehmer parkt seinen Wagen direkt vor dem Konzertsaal. Auf Cum-Ex angesprochen, sagt er, Fachleute hätten doch bestätigt, dass „alles im Sinne des Gesetzes“ gelaufen sei. Ob ihm bewusst war, dass es bei seinem Investment um mehrfache Steuererstattungen ging? „Mir war überhaupt nichts bewusst.“ Mehr will er nicht sagen und geht zwei bekannten Tenören zuhören, die an diesem Abend Werke von Beethoven und Schubert vortragen.

                    Als Schablonski auf dem Höhepunkt der Party den Geldhahn zudreht, sind die Gäste zunächst verdutzt. Dann fallen sie übereinander her, verklagen und verpfeifen einander. Mehrere der Beteiligten sagen derzeit bei der Staatsanwaltschaft Köln aus. Dort ist es wieder eine junge Frau, Anne Brorhilker, die hartnäckig Beweise zusammengetragen hat und ein Verfahren gegen Berger und eine Reihe von Händlern und Bankern eröffnet: wegen bandenmäßiger Steuerhinterziehung und Betrugs. Im Jahr 2014 ließ sie Privatwohnungen, Büros und Banken durchsuchen, in Deutschland, Großbritannien und in der Schweiz. Mittlerweile sind die Beweise so erdrückend, dass Beschuldigte kooperieren, um ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. „Sängerknaben“ nennt sie einer der Beschuldigten verächtlich.

                    Und die Politik? 2012, exakt 20 Jahre nach der ersten Warnung von August Schäfer, gelingt es ihr, die Cum-Ex-Geschäfte gesetzlich unmöglich zu machen. Noch einmal vier Jahre später, 2016, werden auch die Cum-Cum-Geschäfte unterbunden.
                    Die Abrechnung

                    Den Schaden durch Cum-Ex schätzt der Finanzwissenschaftler Christoph Spengel von der Universität Mannheim allein für die Geschäfte seit 2005 auf 7,2 Milliarden Euro. Bei den Cum-Cum-Geschäften setzt seine Schätzung im Jahr 2001 an. Dem Staat sind demnach mindestens 24,6 Milliarden Euro entgangen. Rechnet man beides zusammen, ergibt sich ein Gesamtschaden von insgesamt 31,8 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr, als die Bundesregierung im vergangenen Jahr für die Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgegeben hat. Theoretisch hätte der Staat mit dem Geld eine knapp 1.200 Kilometer lange Autobahn oder 36 Elbphilharmonien bauen können.

                    Was hat die Politik daraus gelernt? Besuch im Finanzministerium. Mit dem Paternoster geht es nach oben. Ein Staatssekretär und ein Steuerexperte empfangen. Die Beamten finden, es sei immer leicht, rückblickend Kritik zu üben. In der jeweiligen Situation aber sei das Handeln ihres Hauses nachvollziehbar gewesen. „Außergewöhnlich komplex“ sei das Ganze gewesen, hatte auch Finanzminister Wolfgang Schäuble im Untersuchungsausschuss gesagt. Wenn das dazu führt, dass gewiefte Finanzräuber den Staat über Jahre ausplündern können, braucht es dann nicht ein besseres Sicherheitssystem zum Schutz des Steuerzahlers? Oder zumindest eine Kontaktstelle für Whistleblower? Nicht nötig, finden die Beamten. Wer wolle, könne dem Ministerium doch einen Brief schreiben.

                    Im Bundeszentralamt für Steuern arbeitet heute ein Team von rund 30 Mitarbeitern daran, zumindest einen Teil des Geldes zurückzuholen. Anna Schablonski gehört nicht dazu, sie kümmert sich wieder um normale Fälle. Das Vertrauen, sagt sie, sei aber weg. Sie müsse erst wieder lernen, dass nicht hinter jedem Antrag ein Betrüger steckt.

                    Die ARD zeigt den Film „Milliarden aus der Staatskasse – auf der Spur der Steuerräuber“ in der Panorama-Sendung am Donnerstagabend (8. Juni) um 22 Uhr. Danach ist der Film auf http://www.panorama.de abrufbar.

                    Hier finden Sie die Berechnungen von Christoph Spengel zum Steuerschaden aus Cum-Cum- und aus Cum-Ex-Geschäften.

                    Haben Sie Informationen zu diesem Thema? Oder zu anderen Vorgängen in Politik und Wirtschaft, von denen die Öffentlichkeit erfahren sollte? Wir sind dankbar für jeden Hinweis. Dokumente, Daten oder Fotos können Sie hier in unserem anonymen Briefkasten deponieren.

                    Quelle: http://www.zeit.de/2017/24/cum-ex-steuerbetrug-steuererstattungen-ermittlungen/komplettansicht

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                    • WOW!

                      Na, wieder so ein Informationsbeitrag im ;Information space‘. Wohl bewußt ohne eigene Meinung und Beweggrund.
                      Ne alte Geschichte, kurzzeitig interessant, als der Kavallerist und der Verbiesterte bei der Kommission vorsprechen mußten, dazumal. Aber beide kommen wohl aus der selbigen Hasenfamilie ..
                      Nicht die, welche das System ausnutzen sind die großen Verbrecher, sondern jene, welche den Eid geschworen haben und es ganz entspannt zulassen. Aus welchem Grund auch immer.

                      Also, warum stellst du solche Beiträge aus der Zeit hier rein? Die Zeit!!
                      Was ist denn nun deine aktuelle Aufgabe?

                      Wen würdest du denn in der BRD wählen, so du könntest?
                      http://www.politplatschquatsch.com/2017/06/groter-steuerraub-das-marchen-vom-cumex.html

                      Es gäbe genügend Themen, wo die Volkstreter sich abarbeiten könnten. Aber die meisten Parteimitglieder sind Parasitär und so nützlich wie ein Kropf.
                      Es ist eine menschenfeindliche Gesellschaft. Und daran wird sich auch nichts ändern, solange hier diese Parteien (wohl nur öffentlich) das Zepter schwingen. Da kannste wählen so oft du willst.

                      Also, was ist deine Ambition?
                      http://www.egon-w-kreutzer.de/004/pad192017.html

                      PS: Bis vor zwei drei Jahren konnte man hier wirklich diese und jene Information finden. Woran liegt‘s, das dem nicht mehr so ist?

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                    • Eigentlich ist diese Abzockmethode seit 1992 bekannt. Zumindest publizierte 1992 die Landeszentralbank Hessen, also eine damalige Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank, in ihrem „Frankfurter Finanzmarktbericht“ einen Aufsatz mit dem Titel „Dividendenstripping im Zwielicht“. Darin heißt es zur „Produktion von Steuerbescheinigungen“, dass mit entsprechenden Modellen bewusst darauf gezielt werde, „Erstattungsansprüche für Steuern zu erlangen, die überhaupt nicht gezahlt wurden“.

                      Also, warum stellst du solche Beiträge aus der Zeit hier rein? Die Zeit!!

                      Weil es eine unglaublich gut dokumentierte, genau recherchierte Geschichte ist, die zeigt, wie guter Journalismus sein kann. Dass sie die Story an dem Steuersammelantrag, der am 2. Juni 2011 im Bonner Bundeszentralamt für Steuern einging aufhängten, demonstriert ganz einfach einen ganz bestimmten, speziellen Fall – der lediglich die Spitze eines Eisberges darstellt.

                      Die Schwierigkeit, diese Dinge zu stoppen, liegt natürlich darin – dass es einerseits sehr schwierig ist, die Schweigemauer zu durchbrechen, welche die involvierten Banken und Investmentberater errichtet haben und weil Gesetzeslücken bestehen – die einigen dienen.

                      Es ist eine menschenfeindliche Gesellschaft. Und daran wird sich auch nichts ändern, solange hier diese Parteien (wohl nur öffentlich) das Zepter schwingen. Da kannste wählen so oft du willst.

                      Und du meinst, die AFD würde das besser machen? 🙂

                      Nein, es ist keine „menschenfeindliche Gesellschaft“ – es menschelt einfach nur.

                      PS: Bis vor zwei drei Jahren konnte man hier wirklich diese und jene Information finden. Woran liegt‘s, das dem nicht mehr so ist?

                      Warum liest du dann eigentlich hier noch?

                      lg,

                      http://embed.genfb.com/1914419282158849

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                    • Es gibt sehr viele Arten, das Leben zu verpassen

                      Warum mühen sich so viele Menschen das halbe Leben lang in einem langweiligen Job ab? Der Philosoph Frithjof Bergmann, Begründer der «New Work»-Bewegung, arbeitet seit Jahrzehnten an Alternativen zum kapitalistischen Lohnarbeitssystem. Arbeit, sagt der 86-Jährige, müsse keine lästige Pflicht sein, sie könne uns auch lebendig machen.

                      Interview: Mathias Morgenthaler

                      Herr Bergmann, wir treffen uns hier in Berlin am Rande einer Tagung zum Thema «New Work», an der Sie als Redner aufgetreten sind. Staunen Sie manchmal, was heute alles unter dem von Ihnen in den Achtzigerjahren geprägten Begriff «Neue Arbeit» veranstaltet und verkauft wird?

                      FRITHJOF BERGMANN: Ich habe da in der Tat zwiespältige Gefühle. Einerseits geniesse ich es, mit 86 Jahren noch eingeladen und gehört zu werden, ja mehr als das: Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren so berührt von meinem Referat, dass wir lange nach Veranstaltungsende noch im kleineren Kreis weiterdiskutiert haben. Eigentlich sind die Leute ja nicht berührt von mir, sondern von sich selber, von dem Teil in ihnen, der über all die Jahre verkümmert ist. Wir haben uns jedenfalls bis weit in die Nacht hinein ausgetauscht – deshalb empfange ich Sie in etwas unausgeschlafenem Zustand hier auf meinem Hotelzimmer. Aber mit ein wenig Geduld und viel Kaffee sollte es gehen.

                      Sie sprachen von zwiespältigen Gefühlen. Was hat Sie befremdet an der vom Netzwerk Xing organisierten «New Work»-Tagung?

                      Ich habe mir diese «Neue Arbeit» schon anders vorgestellt, als sie heute zelebriert wird. Mir geht es um grundlegende Dinge, darum, dass Menschen sich nicht in Lohnarbeit, zu der sie keinen inneren Bezug haben, erschöpfen und am Lebensende feststellen, dass sie gar nicht richtig gelebt haben. Hier wurde sehr viel über Führungstechniken und Organisationsfragen geredet, also darum, wie Unternehmen ihre Angestellten noch raffinierter domestizieren und ausbeuten können. Bezeichnenderweise waren vor allem gut bezahlte Führungskräfte auf der Bühne, die zu Führungskräften im Plenum darüber sprachen, wie flexibel und kreativ die Arbeit in Zukunft organisiert sein wird. Diese Perspektive hat mich nie interessiert. Ich bin zwar Philosophie-Professor, aber ich habe es immer darauf angelegt, mich nützlich zu machen, etwas Grundlegendes zu bewirken. Und ich arbeitete immer mit den Machtlosen und Bedürftigen.

                      Sie gründeten 1984 in Flint bei Detroit ein erstes «Zentrum für Neue Arbeit». Wie kam es dazu?

                      Flint war das Zentrum der Automobil-Industrie. Ende der 1970er-Jahre waren dort aufgrund der ersten grossen Automatisierungswelle sehr viele Arbeitsplätze bedroht. Wir sagten voraus, dass wegen der absehbaren Massenentlassungen bald die Hälfte der Mitarbeiter ihre Lebensgrundlage verlieren würde und dass danach ein tiefer Graben durch diese Stadt gehen würde. Wir schlugen General Motors deshalb vor, nicht die Hälfte der Leute auf die Strasse zu stellen, sondern die Mitarbeiter nur noch die Hälfte des Jahres bezahlt arbeiten zu lassen und ihnen die andere Hälfte des Jahres Zeit zu geben, sich mit etwas Interessanterem, Aufregenderem zu beschäftigen – mit dem Ziel, dass die Angestellten in dieser Zeit mit unserer Hilfe herausfinden konnten, was sie wirklich, wirklich wollten.

                      Diese Formulierung, für die Sie später berühmt geworden sind, muss ziemlich naiv geklungen haben in den Ohren der Automanager.

                      Tatsächlich erntete ich am Anfang lautes Gelächter. Woher sollten diese Arbeiter nach 20 Jahren am Fliessband wissen, was sie wirklich machen wollten? So naiv konnte nur ein Philosophieprofessor sein, fanden viele. Wir waren aber durch Pilotprojekte in Detroit sehr gut vertraut mit der Industrie und konnten so das Management von GM überzeugen, dass es besser war, in ein «Zentrum für Neue Arbeit» zu investieren als blutige Kämpfe gegen die Gewerkschaften auszufechten und das Image zu ruinieren. Wir spürten bald, wie viel Energie da freigesetzt wurde durch die neuen Perspektiven, die wir den Angestellten geben konnten. Ein Fabrikarbeiter, der nicht am, sondern unter dem Fliessband gearbeitet hatte, eröffnete mit grossem Erfolg ein Yoga-Studio und erwies sich als der perfekte Lehrer. Ein anderer, der sich selber als Fabrikratte bezeichnet hatte, widmete sich ernsthaft seiner Leidenschaft für das Schreiben, zunächst bei einer Lokalzeitung, später schrieb er für das «Wall Street Journal» und schliesslich wurde er Bestseller-Autor.

                      Und was folgern Sie daraus?

                      Nicht nur diese Fabrikarbeiter mussten erst herausfinden, was sie wirklich, wirklich tun wollten, sondern die meisten Menschen wissen es nicht, weil ihnen das dafür notwendige Organ abtrainiert worden ist. Und weil wir es noch immer als ungehörig empfinden, überhaupt danach zu fragen. Wir sind so tief verstrickt in diesem Lohnarbeitssystem, in diesem Lastesel-Dasein, dass wir denken, es sei normal, die meiste Zeit unseres Lebens einer langweiligen Tätigkeit nachzugehen, die uns abstumpft, entmutigt, zu Arbeitskräften und Konsumenten degradiert. Es gibt sehr viele Arten, das Leben nicht zu leben. Die meisten Menschen sind drei Viertel tot, lange bevor sie beerdigt werden. Sie werden schon in der Schule mit Langeweile gequält, lernen alles, nur nichts über sich, und werden auf den Ernst des Lebens vorbereitet, also darauf, ein Rädchen in einem grossen Getriebe zu werden. Später gehen sie zur Arbeit und erleben diese wie eine milde chronische Krankheit, die sie zwar nicht umbringt, aber auslaugt. Und eines Tages müssen sie sich eingestehen, dass sie sich selber verloren oder vielleicht nie gefunden haben. Wir kommen alle ohne ein Ich auf die Welt und sind auf günstige Bedingungen angewiesen, um eines entwickeln zu können.

                      Wie haben Sie herausgefunden, was Sie tun wollen?

                      Ich bin in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Mutter war Jüdin, sie sollte im Zweiten Weltkrieg in ein Konzentrationslager gebracht werden, konnte aber dank glücklichen Zufällen fliehen. Sie hatte einen Abschiedsbrief hinterlassen, alle glaubten, sie habe sich ertränkt, auch ich wuchs in dieser Gewissheit auf. Mein Vater, ein evangelisch-lutherischer Pfarrer, war in den letzten Kriegsjahren im Gefängnis und wurde dort sehr krank. Ich musste deshalb schon als 10-jähriges Kind für mich sorgen, hart arbeiten auf Bauernhöfen und eine schwere Krankheit überwinden. Das hat meinen Kampfgeist geweckt. Und dann durfte ich als 18-jähriger Gymnasiast einen Aufsatz darüber schreiben, welche Schule ich mir wünschen würde. Ich entwarf die Utopie einer Schule, welche die Heranwachsenden stärkt und in ihrer Entwicklung fördert, statt sie mit Wissen abzufüllen und ihnen Disziplin einzuprügeln. Dadurch änderte sich zwar nichts an der Schule, aber alles in meinem Leben. Ich gewann den Hauptpreis, ein einjähriges Stipendium in den USA. Nach der Matura trat ich die Reise an, und statt für ein Jahr blieb ich für den Rest meines Lebens.

                      Fortsetzung im 2. Teil, in einer Woche
                      Quelle:http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/593ab369ab5c374074000001

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                    • Kann jeder Gamer nachvollziehen .. ^^

                      lg,

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                    • Weil es eine unglaublich gut dokumentierte, genau recherchierte Geschichte ist, die zeigt, wie guter Journalismus sein kann.

                      Na super, endlich mal etwas gut recherchiertes und auch noch als spannende Geschichte 😉
                      „Was sich ZEIT-Online mit diesem Artikel geleistet hat, ist – um die Überdrehtheit des dort gewählten Tons zu imitieren – die größte Pressepanne in der deutschen Geschichte. „
                      https://zettelsraum.blogspot.cz/2017/06/meckerecke-ex-und-cum-ein-tiefpunkt-des.html
                      Gut recherchiert hätte bedeutet und dies nicht erst jetzt, daß man schaut, warum die Verantwortlichen zwar zum Gespräch, aber nie zur Rechenschaft gezogen werden. Glaubst du, daß der Steinbeißer so wichtiges zu sagen hat, daß dies 1000 Eu pro Satz wert ist. Oder warum zahlen Banken dem ehemaligen deutschen Finanzminister solche Gagen?

                      Und du meinst, die AFD würde das besser machen?

                      Was bitte schön habe ich mit dieser AFD zu tun? Und wie kommst du dazu mich so zu fragen und mir damit zu unterstellen, daß AFD-Freund sei?
                      Warum biste eigentlich nicht bei Correctiv? Die findest du doch so super! Oder biste?
                      „ „Wir finden, es reicht langsam.“ – Damit begründet das investigative „Recherchezentrum“ Correctiv die Notwendigkeit für ihr „Schwarzbuch AfD“. „Nette Geschichten schreiben können andere. Wir wollen aufklären“, lautet das selbstgesteckte Ziel von Correctiv.“
                      https://www.bnr.de/artikel/hintergrund/tieferer-einblick-fehlanzeige

                      Oder doch besser bei der ARD, da gibt es den Wollvieh der Faktenfinder, der hat auch so ein Schubladendenken , genau wie du.
                      „Selbstverständlich wäre die Frage, ob das Video, das Cernovich verbreitet hat, authentisch ist, auch dann völlig unabhängig von der Person Cernovichs, wenn sich Cernovich als „deutscher Lügner im Auftrag öffentlich rechtlicher Sender“ oder als „geistiger Massenmörder auf der Gehaltsliste von Hamid al-Rashid“ bezeichnen würde. Cernovich bezeichnet sich übrigens als „journalist, documentary filmmaker and best-selling author of Gorilla Mindset“, aber das nur nebenbei.“
                      https://sciencefiles.org/2017/06/06/cnn-ard-faktenfinder-big-piles-of-manure-grosse-misthaufen/

                      Faktenfinder mit Laden’Denken‘ ..
                      :https://www.youtube.com/watch?time_continue=1125&v=ElvlH6lEkiU

                      Seit wann beantwortet man Fragen mit Fragen?
                      Und ja, warum wohl?
                      Aber sei doch froh, daß hier überhaupt noch einer liest und wenn‘s der Stinkstiefel ist.

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                    • Entspann dich, Bernd. Die Sonne scheint ..

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                    • Ach, sie an. So ein aufrechter, rechtsschaffender und echter thoitscher Vertreter von „das Volk“. Prügelt schon mal auf seine Freundin ein und tritt nach, wenn sie am Boden liegt und ist anscheinend sogar mit der Vereinskasse abgehauen.

                      Offenbar aus Versehen hat der abgetauchte Pogida-Gründer Christian Müller seinen aktuellen Aufenthaltsort verraten – durch selbst veröffentlichte Angaben im Internet. Er befindet sich auf den Kanarischen Inseln.

                      So flieht man nicht erfolgreich vor den deutschen Strafverfolgungsbehörden: In einem Live-Video im sozialen Netzwerk Facebook hat der flüchtige Pogida-Gründer Christian Müller am gestrigen Montag seinen aktuellen Aufenthaltsort verraten. Anhand eines Restaurants mit dem Namen „Restaurante La Farola del Mar“ ist zu erkennen, dass sich der Intensivstraftäter derzeit auf Fuerteventura aufhält – Kanaren statt Knast also.

                      Der 33-jährige Pogida-Gründer war Mitte Mai nicht zu einer Berufungsverhandlung vor dem Potsdamer Landgericht erschienen. Selbst sein Verteidiger und der Bewährungshelfer hatten keinen Kontakt zu ihm. Weil Müller den Prozess sausen ließ, wurde die von ihm eingelegte Berufung gegen die im Februar 2016 vom Amtsgericht verhängte einjährige Haftstrafe wegen Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein verworfen. Nicht entschieden wurde dabei aber über die Berufung der Staatsanwaltschaft, die 16 Monate Haft fordert. Die Behörde wollte prüfen, ob sie die von ihr eingelegte Berufung zurücknimmt. Eine Entscheidung soll noch in dieser Woche fallen. Ob sie schon getroffen wurde, konnte ein Behördensprecher am Montag nicht sagen.

                      Fest steht aber: Dass Müller nicht in den Knast muss, ist äußerst unwahrscheinlich. Nimmt die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurück, wird das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts rechtskräftig. Ein Jahr Freiheitsstrafe also. Kommt es indes zum Berufungsprozess, könnte sich das Strafmaß sogar noch erhöhen.
                      Schon zuvor gab es Hinweise auf Fuerteventura

                      Schon zuvor hatte es Hinweise gegeben, dass Müller sich auf den Kanaren verborgen hält. Auch die hatte er selbst gegeben – ebenfalls über ein Facebook-Video. Es war Dienstag, der 7. Februar 2017, kurz nach 6 Uhr morgens, Schönefeld. Müller filmte sich im Flugzeug sitzend. Ein Abgleich mit den zu dieser Zeit startenden Fliegern ergab: Müller befand sich auf Flug FR1101. Ziel: Fuerteventura. Ob Müller seitdem wieder in Deutschland war oder sich seit nunmehr vier Monaten auf den Kanaren versteckt, ist bislang nicht bekannt. Auch in einem anonymen Brief an die PNN-Redaktion hieß es Anfang Juni, Müller sei auf Fuerteventura. Und es gibt eine weitere Spur, die nach Fuerteventura führt: „Oasis Park“, „La Laja“, „Centro Comercial Atlántico“ – das alles sind Orte auf der Kanarischen Insel, die Christian Müller in den vergangenen Wochen öffentlich auf der Plattform Google Maps bewertet hat. Garniert mit Fotos von seinen Besuchen, auf denen er auch selbst zu sehen ist.

                      Fraglich ist, wie sich der Hartz-IV-Empfänger den Aufenthalt finanzieren kann. In der rechten Szene wird Müller vorgeworfen, er sei mit der Pogida-Kasse durchgebrannt. Müller selbst hat dies Ende Mai bestritten. (mit Alexander Fröhlich)

                      +++

                      Update 13. Juni, 17 Uhr: Der Pogida-Gründer Christian Müller muss jetzt ins Gefängnis. Das Hafturteil gegen ihn ist rechtskräftig. Die Justiz arbeitet bereits daran, seine Flucht zu beenden.

                      Quelle: http://www.pnn.de/potsdam/1191076/

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                    • Yeah, nice try. But guess what it’s just a fake!
                      Here is the original one:

                      Stammt von hier: http://spielplatzfragen.de/seiten/spielplatz.html

                      Have a nice day

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      • Dieses Geschwätz über die Parteien geht mir immer mehr am Popo vorbei. Meint ihr etwas, eine Partei kann was bewirken, oder denken, sprechen oder hören. Eine Partei hat nur ein Interesse, und zwar als Organisation zu überleben und deren Wächter, bzw Verteidiger ist jedes Mittel recht, um eigenen Organisation zu schützen und in ein bedauert- und/oder schützen-wertes Licht zu stellen, ob sie nun AFD, linke, FDP, SPD, CDU heißt, dabei schenkt sich keine der Parteien etwas. Und ich sehe intelligente, recht sprechende Menschen in jeder Partei, als auch volldepperte, depperte und teildepperte…. 😎

        Apropopo deppert:

        :https://youtu.be/suWkjBcbbI4

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        • Da finde ich es schon wichtiger, wie ich als jeMANNd und ziemlich mangelhaft gut praktizierender KampfKünstler
          angemessen mit einem Idioten von MitMenschen, mit dem ich mich konfrontiert sehe, umgehe, und habe hier eine mich ansprechende Antwort gefunden:

          :https://youtu.be/4jWIgcdoowM

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          • Rerelease of and break. „The Chains Of The Past“

            Why? Why not!

            ANTHRIEL
            Chains Of The Past Lyrics
            :https://youtu.be/8RcCy_92K_4

            Born in a place I didn’t belong
            Surrounded by faces I never used to know
            Never used to know

            Never learned to trust, never learned to love
            I’ve chained my heart behind cold bars, sealed with
            scars

            An innocent child reaches up to the sky,
            He doesn’t realize the size of his dreams
            Old man always said:
            „You can’t understand the pain that comes up with a
            broken dream“

            I just have to leave to fullfill my dreams
            I just have to see is out there a task for me

            Too long I’ve been inside these walls,
            Too long been trapped behind sealed doors, forevermoore

            There’s nothing left for my soul to see
            I open up the gates and I am finaly free
            Finaly free

            At one ice cold night, I finally saw a distant
            Ship arriving to the shore
            Cold tear in her eye, the mother finds a silent
            Ship sailing to its dawn

            I just have to leave to fullfill my dreams
            I just have to see is out there a task for me
            Is out there a task for me

            Chains of the past are fading behind as my
            Spirit leads me into my dawn
            But how could I leave without a wound in the
            Spirit that carries me on

            I set my sails at night, a doubt in
            Mind as home falls behind.
            My journey’s just begun,
            With head up high I face this life

            I sence a storm drawing near,
            Waves keep rising as fear fills
            The air
            The lightning cracks the sky,
            Can’t fight it back, just hold on
            Tight

            Once again I gaze the sunset without a friend
            For years I’ve sought my task to
            Fill my emptiness
            I’ve been so lost on my journey,
            I’ve felt my loneliness growing
            I can’t go on but I can’t go back
            Alone I am flowing in the sea of
            Desperate dreams
            The clouds of reality rolling
            After me
            Rolling after me

            Chains of the past are fading
            Behind as my spirit leads me into
            My dawn
            But how could I leave without a
            Wound in the spirit that carries
            Me on
            Carries me on
            Carries me on
            Carries me on
            Carries me on

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        • 🙂 🙂 🙂

          lg,

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  • …jeden Tag eine Banane ?!

    Kurz mitgeteilt.

    Eine wirklich wüster Pilzbefall, der am Zeigefinger eine ca. 2x5cm ins Fleisch reichende Zersetzung/Ablösung von ca. 5mm Tiefe auslöste, hat ein naher Freund durch mehrmonatiges, alltäglich auftragen einer Bananenmuspaste tatsächlich fast narbenfrei geheilt.

    Dies, während er ausgeprägt mit den Händen arbeitet und sie auch zum musizieren überdurchschnittlich einsetzt.

    Meine Hochachtung seinem Mut, Vertrauen und Ausdauer, als auch Mutter Natur mit all ihrem Zauber.

    lg

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  • Hier insbesondere für den Kerl und das Herzchen, dem Mr. StevenBlack innewohnt und allen und allem anderen:

    Lyrics to Haven of Grace
    :https://youtu.be/ca26MjaKkmo

    Give your hand to me before I fade away
    I feel so weak inside
    Heal the scars inside
    I need to hide, then make the curtain fall

    I’m flying higher, so much higher than before
    Reaching the sky above
    Sometimes life hurts ways you never felt before
    Tears pouring from your soul

    How will I carry on if it fade away?
    I’m alone in the dark
    Won’t you take my hand?
    Give some peace for my poor soul,
    guide my way once more

    I’m flying higher, so much higher than before
    Reaching the sky above
    Sometimes life hurts ways you never felt before
    Tears pouring from your soul

    There was a time when I was free within my soul

    I want to see a new dawn rise again
    Haven of grace have passed aside
    I sail towards to the land where dreams awake

    There’s a storm up ahead drawing near
    Full of power and rage, rising fear
    I’m holding on to my life by a thread
    Waves rising so high, the end is near

    I want to see a new dawn rise again
    Haven of grace have passed aside
    A new dawn rise again
    Haven of grace have passed aside
    Haven of grace

    Songwriters:
    Publisher:
    Powered by LyricFind

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  • Seit etwa einem Jahr versuche ich es mit „Selfmade-Mucke“ am Rechner… Eigentlich hatte ich mich bereits für „Ableton“ entschieden, dann kaufte ich mir den neuen „Apple“, und da war das „Garage Band“ bereits drauf, worauf ich mich bisher beschränk(t)e. Habe zwar endlich die Möglichkeit, eigene Musik „zu verewigen“, ohne bisher – leider – ein Instrument gelernt zu haben. Doch bis ich am Programm den Klang finde, der meinem „geistigen Ohr“ möglichst nahe kommt, gehen meist die wichtigsten Aspekte an Inspiration „flöten“. Um mich weiterzuentwickeln halte ich den Umstieg auf eine andere „Methode“ beinahe für ein Muss… Meine beiden letzten YT-Videos hab ich mal mit eigener Musik hochgeladen, und bin für jede konstruktive Kritik dankbar!
    :https://www.youtube.com/watch?v=jOmvV5jU6dk
    :https://www.youtube.com/watch?v=EbgLUVCbUwI&t=12s

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  • Hier ein mich sehr gut ansprechender Vortrag und Recherche über die propagierte sogenannte „Deutsche Leitkultur“ und die Verlogenheit unserer Politker.

    Men Fazit:

    Geht schön Eure Schlachter wählen in nicht geheimen, sondern anpnymen Wahlen. Diese Politiker arbeiten nicht für ihr Volk, sondern gegen

    Doch bildet Euch Eure Meinung über das Video selbst, falls ihr überhaupt noch Zeit findet, es Euch in ganzer Länge anzuschauen:

    :https://youtu.be/NZ2vln0GVzQ

    wie siehts bei Euch in Österreich aus, Mr.stevenblack.

    mir geht es schon lange so, daß mir, wenn ich die Politker sehe oder höre, das großen Er-Brechen kommt und ich vor Zorn gen Himmel fahren könnte, um den lieben Gott in den Popo zu treten, damit er den die Eier und Eierstöcke ab- und herau-sschneidtund ihnen die Grätze schickt! und einen schlimmen Ausschlag ins gesicht!!!!!!!!!!!!!

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    • Ähm, ja, Jasinna. Und?

      lg,

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      • ?:
        Und/oder lasst es bleiben oder nicht!!.

        Wie schnell sich so doch ein Imperativ geschrieben hat, ist man erzürnt und hat damit die Energie zur Zauberwirkung.

        Stop!!!………..Nein!!!!!

        Halt!!!….Nein!!!

        Weiter!!!…..Nein!!!!

        Geh weg!!!…..Komm her!!!!!

        Hör auf!!!……Hör zu!!!!

        Tu das!!!….Mach’s selbst!!!!

        Tu dies!!!!…Nie und nimmer!!!!

        Das ganze ohne Worte im HahnenPlatzHirschKampfTanz, spürend lauschend empfindend oder imPaarTanz lockend (ver-)führend lässt nicht nur dich, Mr.StevenBlack was? erkennen und sagt nicht nur dir was?

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        • Ich weiß ja nicht, was du alles aus diesem „Und“ herausliest. Eine „Befehlsform“ ist da sicher nicht drin enthalten – (imperativ).
          Aber ich sag dir gerne, wie ich das meinte – „und“ meinte nichts anderes als „so what“?
          Was Jasinna sagt beeindruckt mich persönlich einfach nicht, ist mir zu oberflächlich.

          Grüße

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          • Freut mich, daß Du mal etwas Farbe bekennst mit Deiner persönlichen Meinung und damit Dich zeigend an die Oberfläche kommst!!!

            In der Tiefe der Dunkelheit lässt es sich gut geschützt gut und bedacht formuliert und fabuliert schreiben.

            Doch an der Oberfläche zählen nicht die Worte sondern die „wortfreyen Worte“, sprich Handlungen und Taten, meine ich für mich erkannt zu haben.
            (Du scheinst Angst vor „Oberflächlichkeit“ zu haben, denn über die Oberfläche werden den Menschen nicht nur Schmerzen zugefügt, oder habe ich das falsch beobachtet?)

            Und deine Artikel über Angst und Verletzlichkeit und Verletzbarkeit und noch einige andere fand ich wirklich toll und ich hab‘ sie mir kopiert.

            Was wünschst Du Dir dafür von mir, freue ich mich von Dir zu erfahren.

            hG°

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  • Die Geisel der Profitgeilheit von Menschen durch Industrie:

    führt zu Autismus??? – (Aspekt des Themas ist auch Trauma)

    Vortrag über Ursachen und Lösungen Dr. med. Dietrich Klinghardt

    :https://youtu.be/JkNCzZZvyjc

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  • ps:

    Wichtig ist noch!!!

    Vergesst nicht die Basis der Magie und Zauberei!!!

    Glaubt nicht alles, was Ihr selbst denkt, hört oder lest!!!

    Achtet auf Zu-fälle, sie sind Hin-weise, wie teuer es wird, Magie anzuwenden und zu zaubern!!!

    Wenn’s euch zu teuer wird, hört auf!!!

    Wie alle guten Dinge drei (3) sind, hier noch eine letzte Botschaft, derer es endloszahlreich viele gibt, nicht wahr???

    :https://youtu.be/mgVzSxPxVTg

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    • Seventh Wonder – Day By Day

      :https://youtu.be/12vnfxOjr8s?list=PLhb1wEJlsMja3c9jVrMJCvRUXrJQjK3cT

      Lyrics:
      I cannot look back
      memories I lack of my yesterday
      As I serve the shame
      Nothing left to blame tears fill my eyes

      Caught in this pain I’m feeling
      Pouring rain hits my face
      Stay on this course we’ve plotted
      Trust in fate will guide me home

      I live day by day, alone
      still trying to find my way home
      I try to heal these wounds I’ve made
      trying but can’t ‚cause I’m still so afraid

      Lost inside of me
      Drifting in the sea, no beacon no light
      guides me on my way
      so again I stray -why have you lied?

      Thought I was safe from feeling
      weights of stories both past and foretold
      Seasons of manic dreaming
      Lust and hate, these things unfold

      I live day by day, alone
      still trying to find my way home
      I try to heal these wounds I’ve made
      trying but can’t cause I’m still so afraid

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      • Junge, Junge. „Schöpferwissen Tv“? Zombies auf Paranoia ..

        lg,

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        • So wird wirklich was draus!

          lg,

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        • 5 Dinge, auf die wir uns mit der AfD im Bundestag gefasst machen müssen
          Von Volksverpetzer –

          Im September könnte die AfD erstmals in den deutschen Bundestag einziehen. Was für eine politische Mitgestaltung von den Rechtspopulisten zu erwarten sein wird, kann man jetzt schon in den 13 Landtagen sehen, in denen die Partei bereits sitzt. Spoiler: Kompetenz und konstruktive Mitarbeit gehören nicht dazu.

          Sich über die Fails und “Mausrutscher” der AfD lustig zu machen ist leicht (ein bisschen zu leicht), aber die Frage, ob die Partei ihren vollmundigen Ansprüchen gerecht werden kann, bedarf einer genaueren Betrachtung. Die liegt uns jetzt vor. Ein Team aus dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung hat eine empirische Untersuchung der AfD-Arbeit in den 10 Landesparlamenten von Sommer 2014 (Sachsen) bis Mai 2017 veröffentlicht. Ihre Untersuchungen zeigen uns, wie die Parlamentsarbeit der Rechtspopulisten aussieht.

          1. “Heillose Überforderung”: Die AfD weiß nicht, was sie tut

          Die Bewertung der parlamentarischen Arbeit der AfD fällt vernichtend aus: „In den Arbeitsroutinen der AfD-Landtagsfraktionen bestehen nach wie vor große Mängel. Die parlamentarische Professionalisierung verläuft schleppend.” In Baden-Württemberg finden wichtige Fragerunden immer noch ohne die AfD statt, weil sie die Fristen zum Einreichen der Fragen verpassen.

          „Das geht das über Anfängerprobleme hinaus.“

          Oftmals fallen die Abgeordneten durch “schwach ausgebaute Kompetenz” auf, wenn sie zeigen, dass sie zu bestimmten Themen einfach nicht genug wissen. Aus dem Brandenburger Landtag wird berichtet, dass die Änderungsanträge der AfD-Fraktion in den Haushaltsberatungen auch nach zwei Jahren ““qualitativ […] weitgehend oberflächlich verblieben und kaum Lernprozesse zu erkennen seien.“

          Der Landtagsvizepräsident der AfD-Fraktion in Sachsen-Anhalt trat nach nur sechs Wochen zurück – Und zwar an dem Tag, an dem er zum ersten Mal die Sitzungsleitung hätte übernehmen müssen. Den Autoren zufolge war er damit einfach “überfordert”.

          2. Die AfD besteht vor allem aus unerfahrenen Neulingen

          Das ist an sich nicht zwingend verwerflich. Jeder fängt mal neu an und der Anspruch der AfD ist nunmal, frischen Wind in die Parlamente zu bringen. Neulinge sind dabei also unerlässlich.
          Knapp 53% der Abgeordneten werden als unerfahren in der Politik bezeichnet, da sie keine politische Vorerfahrung haben. Das mag zum Teil auch die fehlende Kompetenz erklären. Aber eben auch nur zum Teil.

          Die Autoren der Studie stellen aber fest: “Die Neulinge haben sich nur zögerlich die benötigten Kompetenzen erworben. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die konstruktive Mitarbeit in den Ausschüssen weit hinter dem normalen Partizipationsniveau der anderen Parteien zurückbleibt. Dagegen wird das Plenum als Bühne genutzt, um die Kernanliegen mit Hilfe von Online-Medien an die eigenen Mitglieder, Wähler und Unterstützergruppen zu vermitteln und diese so zu mobilisieren.”

          3. Vielen geht es weniger um eine konstruktive Kontrolle der Regierung, sondern vielfach um Protest und Provokation

          Die Studie stellt fest, dass es zwei Typen von Landtagsfraktionen gibt: “Parlamentsorientiert” vs. „bewegungsorientiert“. Erstere, wie in Sachsen oder Berlin, versuchen, durch Sacharbeit und gute Argumente im Plenum zu überzeugen. Landesverbände wie Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg fallen weniger durch konstruktive Mitarbeit auf, sondern mehr durch Provokationen.

          Diese halten sich nicht für einen Teil des konstruktiven legislativen Prozesses unserer Demokratie und nutzen das Parlament lediglich als Plattform, um Menschen auf der Straße zu mobilisieren. Dazu nutzen sie wie keine andere Partei Social Media, wo sich die “recht blassen Abgeordneten, die wenig zur Gestaltung konkreter Fragen beitragen können” zu den “einzigen Anwälte[n] des Volkes, die vorgeben, unermüdlich darum zu kämpfen, dass sich die etablierten Mächte nicht weiter an den Interessen des Volkes vergehen” inszenieren.

          4. Im Parlament passiv, im Netz pöbelnd

          Statt Mitarbeit suchen die Abgeordneten vor allem Aufmerksamkeit. Redebeiträge richten sich vor allem an ihre Anhänger und werden entsprechend im Netz vermarktet. Dort haben sie es nämlich selbst in der Hand, wie sie sich präsentieren – und sind in ihrer Filterblase vor Kritik geschützt.

          In den nicht-öffentlichen Ausschüssen gibt sich die Partei jedoch extrem passiv und beteiligungsarm. Aus den lauten, wütenden Stimmen im Netz werden im Parlament unsichere und schweigsame Unbeteiligte. Vor dem eigenen Publikum wird gepöbelt, im Parlament hadert man mit der Seriosität.

          5. Fraktionsaustritte – Wegen Rechtsextremismus

          In den Fraktionen der AfD läuft es nicht immer einig ab: Bisher haben 12 Abgeordnete von 153 vertretenen Abgeordneten in den zehn AfD-Landtagsfraktionen ihre Fraktionen verlassen. Sieben davon gaben als Grund an, die AfD sei ihnen zu rechts. Und drei andere wurden wiederum rausgeworfen, weil sie selbst zu rechts waren. Die anderen beiden gingen aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen.

          13 Abgeordnete waren davor Mitglied in einer rechten Partei. Des weiteren gehörten die meisten, die zuvor in einer anderen Partei (40%) waren, der CDU/CSU (46%) und der FDP (12%) an.

          Fazit: In den Parlamenten löst sich die Großspurigkeit in mangelnder Kompetenz und mangelnder Seriosität auf

          Einmal im Parlament angekommen, zeigen sich die Abgeordneten oft weder willens noch fähig, konstruktiv am legislativen Prozess mitzuarbeiten. Die stark männlich dominierte Partei (Nur 15% Frauen) legt mehr als doppelt so viel Aufmerksamkeit auf Themen und Probleme in den Bereichen Asyl, Flüchtlingsfragen, Migration und Integration wie die anderen Landtagsfraktionen. Sie ist unerfahren und größtenteils nicht daran interessiert, mitzuarbeiten, sondern beschäftigt sich vor allem mit der Selbstinszenierung im Netz, wie die Studie feststellt.

          Es ist davon auszugehen, dass dies bei einem möglichen Einzug in den Bundestag ähnlich verlaufen wird. Die Wähler*innen sollten sich fragen: Ist es das, was sie wollen?
          Hier findet man die vollständige Studie.

          Quelle: http://www.mimikama.at/volksverpetzer/afd-btw/

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          • AfD-Leaks Psychogramm einer Partei im Sinkflug
            Eine Kolumne von Sascha Lobo

            Wie reden AfD-Funktionäre und -Anhänger, wenn sie sich unbeobachtet fühlen? Ein an die Öffentlichkeit gelangtes Protokoll einer WhatsApp-Gruppe der Partei ermöglicht seltene Einblicke. Eine Analyse.

            Wenn man 2017 in Deutschland etwas über die Menschen erfahren will, sollte man sich ihre WhatsApp-Kommunikation anschauen. Dort findet der Austausch vergleichsweise unverfälscht statt, begünstigt durch das Gefühl der Nichtöffentlichkeit und die Kontrolle der Gruppen-Admins darüber, wer teilnimmt. Die mobile App verleitet zu spontanen Äußerungen.

            Am 19. Juni 2017 ist auf einer bekannten linken Internetseite ein Leak aufgetaucht: ein anscheinend vollständiges Protokoll der sachsen-anhaltischen WhatsApp-Gruppe der AfD von Februar bis Mai 2017. Der Gründer der Gruppe, der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Mrosek, hat der „Morgenpost“ die strukturelle Echtheit des Leaks bestätigt – was aber ausdrücklich nicht bedeutet, dass nicht Teile verfälscht, hinzugefügt oder gelöscht worden sein könnten. Um einer möglichen, teilweisen Manipulation so wenig Raum wie möglich zu geben, möchte ich mich in dieser Analyse deshalb anhand wiederkehrender Beispiele auf die aussagekräftigen Muster beziehen. Und die gibt es:

            Das Leak der AfD-Gruppe ist nicht weniger als das Psychogramm einer Partei im Sinkflug. Sie taumelt zwischen Endzeitstimmung, Verrat und Verschwörung, aufgelockert durch kurze Strohfeuer der Euphorie.

            800.000 Zeichen, 2298 hochgestreckte Daumen

            Das Leak umfasst 8846 Nachrichten von mehreren Hundert Personen: Meist sind es AfD-Funktionäre, darunter viele Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende. Sie haben zusammen rund 800.000 Zeichen verfasst, was dem Umfang von zwei durchschnittlichen Sachbüchern entspricht.

            Um die Relevanz zu verdeutlichen: Der AfD-Landesvorsitzende und Fraktionsvorstand André Poggenburg hat 176 Wortmeldungen verfasst und der Landesvorsitzende der „Jungen Alternative“, Jan Wenzel Schmidt 67. Laut Mrosek sind die Landesvorstände Administratoren. Es handelt sich also um eine Gruppe, deren Kommunikation als prototypisch für die AfD betrachtet werden kann – zumindest in Sachsen-Anhalt.

            Beim Überfliegen des Leaks fällt zunächst die für Erwachsene intensive Verwendung von Emojis auf. Das mit Abstand häufigste darunter ist der hochgestreckte Daumen, der 2298-mal verwendet wurde und Zustimmung signalisiert. 821-mal kommt das tränenlachende Emoji vor, es wird oft sarkastisch verwendet.

            Ohnehin ist der Humor in der Gruppe sarkastisch bis zynisch. Meist funktionieren die Scherze über ironische Zitate von „Gutmenschen“, Politik und Presse. Sie handeln oft von Ausländern und Flüchtlingen im kriminellen Kontext. Passend zum Wutbürgertum der AfD ist das dritthäufigste Emoji (248-mal verwendet) das rot angelaufene Wutgesicht. Interessanterweise wird es sehr häufig auf die AfD selbst bezogen eingesetzt. Warum das so ist, offenbart sich bei der inhaltlichen Auswertung.

            Fünf Schwerpunkte lassen sich in den Unterhaltungen ausmachen – in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

            1. Streit und Intrigen in der AfD

            2. Diskussionen über die Presse samt Außenwirkung

            3. Kriminalität und die Sorge um „unsere Frauen und Kinder“

            4. Verschwörungen und Opferpose

            5. Untergangs- und Abstiegsfantasien

            1. Streit und Intrigen in der AfD

            Von Februar bis Mai verliert die AfD immer stärker an Zuspruch, über die Gründe wird intensiv spekuliert. Sehr häufig werden dabei Streit und Intrigen genannt und die Tatsache, dass immer wieder Informationen durchgestochen werden. Frauke Petry und Marcus Pretzell werden „P&P“ genannt.

            Im Laufe der Zeit ist eine immer größere Ablehnung der Parteivorsitzenden spürbar, selbst von Leuten, die sich zuvor eher positiv äußerten. Petry wird insbesondere durch ihre gegen Björn Höcke gerichteten Aktionen von der Vorsitzenden zur Gegnerin: „Langsam gewinnt man wirklich den Eindruck das sie mit aller Macht den Einzug in den Bundestag verhindern will. Irgendetwas hat sie vor, aber sicher nichts gutes.“

            Auch die AfD in Sachsen-Anhalt versinkt immer tiefer im Zwist. Es geht um geleakte Chat-Protokolle, Verleumdungsvorwürfe und die Unterstellung, der Gegenseite ginge es nicht um die Sache, sondern nur um Posten und Gelder.

            Dazu kommt der wiederholte Streit, ob man eine Koalition mit der CDU eingehen solle oder nicht. Das scheint die wichtigste innerparteiliche Front zu sein, und Poggenburg macht unter Applaus klar, wo er steht: „Es ist doch ganz einfach: KEINE Koalition mit einer *Merkel-CDU*, selbst in 10 Jahren nicht.“

            Bei dieser Diskussion tritt bei beiden Flügeln eine erstaunliche Grundhaltung hervor: die Auffassung, dass es nur von der Bereitschaft der AfD abhinge, ob eine solche Koalition möglich sei. Die tiefere Analyse beider Seiten zeigt dann auch, dass es sich um einen Stellvertreter-Streit handelt. Eigentlich handelt die Debatte davon, ob die AfD die Parteiendemokratie akzeptiert – oder nicht.

            Wiederholt wird zur „Geschlossenheit“ aufgerufen, so erklärt auch Poggenburg: „diese Gruppe ist kein Austragungsort für irgendwelche innerparteilichen Fehden sondern eine ‚Info-Gruppe‘!“ Mit zunehmend sichtbarem Misserfolg der Partei durch sinkende Umfragewerte verfliegt die Wirkung der Aufrufe, die Streits in der Gruppe selbst werden heftiger, die Reaktionen verstörter:

            „Bin ich hier in der Whatsapp Gruppe AfD Sachsen-Anhalt oder in einer Linken AntiFa Gruppe?“

            „Bin ich hier auf der AfD LSA Seite , oder in der Irrenanstalt?“

            Ende Mai schließlich ist die Diskussion beim Thema (innerparteilicher) Putsch angekommen, das Unversöhnlichkeitsmaximum scheint längst erreicht.

            2. Diskussionen über die Presse samt Außenwirkung

            Die Beziehung der AfD zur Presse ist weniger schlicht, als man vermuten könnte. Zwar wird ständig unterstellt, dass die „Systempresse“ gelenkt, gekauft oder beeinflusst sei: „Böhmermann ist auch nur ein Handlanger der bezahlten staatspresse!“ Begriffe wie Lügenpresse oder Lückenpresse sind ein normaler Bestandteil der Kommunikation.

            Zugleich ist ein ständiges, sogar verzweifeltes Werben um Anerkennung der Presse erkennbar. Ein guter Teil von Poggenburgs 176 Wortmeldungen bezieht sich auf stolze Ankündigungen seiner Presseauftritte. Meist bekommt er dafür Zuspruch. In einem kurzen Dialog im März wird das Verhältnis deutlich:

            Poggenburg: „Ausschluss der Presse ist schlecht!“

            „Warum? Der schaden für uns durch die presse wäre noch schlechter!“

            Poggenburg: „Die weiß eh Bescheid und wir werden den Stempel einer intransparenten Partei aufgedrückt bekommen!“

            Es sagt einiges aus, wenn ein Landesvorsitzender der AfD im Jahr 2017 ernsthaft glaubt, dass der „Stempel einer intransparenten Partei“ durch die Presse für die Partei ein Problem sei.

            Die meisten schlechten Entwicklungen der AfD werden sowohl innerparteilichen Gegnern wie auch der Presse zugeschrieben, meistens in Kombination. Dagegen möchte man Einigkeit demonstrieren: „Zeigt Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Stärke, damit können wir die Presse am meisten Ärgern.“

            Das geht mit der oft formulierten Sorge einher, die Wähler würden eine zerstrittene Partei scheuen. Unmittelbar gefolgt von erbitterten Vorwürfen an die Gegenseite, diesen Streit zu befeuern. Und doch ist allen klar, dass man die Presse braucht. Jedenfalls, solange man noch keine Machtübernahme bewerkstelligen konnte:

            „Ohne die Medien zu kriegen, keine Macht. Das ist einfach so. Das wusste schon der kleine Doktor und selbst die 68er-Arschlöcher haben das erkannt und geschafft. Wir müssen die Medien unterwandern, sonst wird es ganz schwer.“

            „Mit der Machtübernahme muss ein Gremium alle Journalisten und Redakteure überprüfen und sieben. Chefs sofort entlassen, volksfeindliche Medien verbieten.“

            Die Grundhaltung zur Presse ist: Entweder sie schreibt im Sinne der AfD oder sie lügt und verbreitet eigene Ideologien. Die AfD wird als einziger Pol der Vernunft betrachtet, Gegnerschaft beinahe einem Hass auf das Land gleichgesetzt. Die AfD betrachtet sich als das wahre Deutschland, was bloß noch nicht alle Deutschen begriffen hätten.

            Begriffe wie „Lügenpresse“ funktionieren deshalb zur Aufrechterhaltung der eigenen selektiven Wahrnehmung: Was passt, dient als Bestätigung, was nicht passt, muss gelogen sein. Jeder Artikel, der sich auch nur halbwegs in die Haltung der AfD einfügen lässt, dient zur Bestätigung. Manchmal reicht es schon, dass überhaupt über Inhalte der AfD berichtet wird. Poggenburg: „Die Presseberichte, außer die von Wittig waren *nicht* schlecht! Bei einem gabs sogar die Schlagzeile AfD beschäftigt sich mit Rentenpapier oder so ähnlich. Was bitte wollt ihr noch???“

            3. Kriminalität und die Sorge um „unsere Frauen und Kinder“

            Die Gruppe besteht zur überwiegenden Mehrheit aus Männern und äußert eine bisher seltener beschriebene Motivation von Rechten und Rechtsextremen: Sexualität. Nicht nur, dass die meisten nicht-parteipolitischen* verlinkten Artikel von sexueller Gewalt gegen Frauen durch Flüchtlinge und Ausländer handeln. Es schimmert immer durch, dass die Männer glauben, eine Art Anspruch auf „ihre Frauen“ zu haben, den sie entlang der Unterscheidung deutsch/nicht deutsch ziehen.

            Poggenburg selbst sagt sehr typisch: „Aber Horden von ausländischen Kulturbereicherern, die unsere Frauen angrabschen und anpöbeln, dürfen natürlich kriminell durch die Straßen ziehen!“ Die Angst deutscher AfD-Männer, bei einer imaginierten „Frauenverteilung“ zu kurz zu kommen, scheint ein wesentlicher Treiber der Sorge um „unsere Frauen“ zu sein.

            Wenn die Stimmung in der Gruppe zu kippen droht, funktioniert die Verlinkung von Artikeln als eine Art Antidot. So als besinne man sich damit auf den gemeinsamen Feind „nichtdeutscher Mann“, der die „deutsche Frau“ schände. Sexualität erscheint damit als dramatisch unterschätzte Motivation rechter und rechtsextremer Politik.

            „…haben wir mindestens 800.000 junge Männer mit Testosteronüberschuss im Land, die keine Chance haben, auf normalem Wege eine Frau abzubekommen und die vor unserer Rechtsordnung Null Respekt haben. Da stehen schlimme Zeiten für deutsche Frauen und Mädchen ins Haus. Das gilt es zu verhindern!!!“

            Ausgerechnet hier blitzt immer wieder eine fast euphorische Aufbruchsstimmung durch: „Die Angst vor dem Volkszorn scheint zu wachsen.“ Sie hält meist nur kurz an, bevor wieder Sorge, Wut und Abscheu vor dem Zustand des Landes überhandnehmen. Auf diese Weise sind auch Kinder und Zukunft die Motivation vieler Gruppenmitglieder für ihr Engagement in der AfD:

            „Ich bin hier weil ich für meinen acht jährigen Sohn die Zukunft positiv verändern will !!! WARUM SEID IHR HIER ???“

            „Ich auch ,für meine Kinder und Enkelkinder“

            In den Diskussionen sind Kinder allerdings nicht gleich Kinder. Deutsche Kinder werden als benachteiligt dargestellt, ihre Betreuung und Bildung leide darunter, dass die vielen Flüchtlinge so viel Geld bekämen. Nicht deutsche Kinder werden als Last und Teil einer politischen Strategie betrachtet.

            Ein Gruppenteilnehmer wird gelobt: „dass Du vier Kinder hast, alle Achtung“ – die „Zustände, die man an jeder Ecke der westdeutschen Großstädte erleben“ könne, werden mit dieser Formulierung beklagt: „Zwei muslimische Frauen mit 9 Kindern und leider absolut kein Einzelfall. So etwas gilt es in Sachsen-Anhalt unbedingt zu verhindern“. Die Rede ist dann von der „Migrationswaffe“.

            Diese Unterscheidung zwischen deutschen und nicht deutschen, vor allem muslimischen Kindern offenbart am deutlichsten eine rassistische Grundierung, die sich durch den gesamten Chatverlauf zu ziehen scheint. Neben der Parole von Poggenburg selbst: „Deutschland den Deutschen!“, gefolgt von Zwinker-Smiley und Deutschlandflagge.

            4. Verschwörungen und Opferpose

            Die Verschwörung ist die Grundhaltung der Gruppe, sie dient vor allem der Konstruktion der allgegenwärtigen Opfer-Position. Dort draußen regiert die Verschwörung (von Politik, Presse und Gutmenschen) – wir sind die Opfer und müssen uns zur Wehr setzen. Eine angebliche Diskrepanz zwischen Statistiken und der selbst wahrgenommenen Berichterstattung zur Ausländerkriminalität wird so erklärt: „Es sei denn… die Statistiken sind geschönt. Aber so etwas würde doch unsere Regierung nicht tun.“

            Interessanterweise werden in dieser Gruppe seltener echte Verschwörungsseiten verlinkt. Häufiger finden sich Links zu Berichten klassischer redaktioneller Medien, die aber entsprechend anmoderiert werden. Artikel über Verbrechen, in denen keine Herkunft mutmaßlicher Täter genannt wird, werden mit augenzwinkernder Selbstverständlichkeit Ausländern, Muslimen, Flüchtlingen zugeschoben.

            Kern der Verschwörung ist neben den willfährigen Medien die Politik, vertreten durch die „Altparteien“. Der Begriff „Umvolkung“ kommt im Chat nicht vor, aber er scheint konzeptionell durch: „Die Politikdarsteller der Kartellparteien gehören zu den aktuellen Lebensrisiken des deutschen Volkes. Dieses Risiko zu mindern und auszuschalten ist das oberste Ziel unserer politischen Arbeit.“

            Die deutsche Demokratie wird hier als eine Verschwörung zulasten des durch die AfD repräsentierten „deutschen Volkes“ begriffen, mit weltweiter Hilfe: „Die Alliierten schlagen wieder zu und verteilen Deutschland mit Hilfe von Altparteien“.

            Die Opferpose ist dabei so zentral, weil sie der Gruppe ermöglicht, mit voller Härte „zurückzuschlagen“. Notwehr ist der psychologische Mechanismus, mit dem sich Gewalt am einfachsten legitimieren lässt. Dieser Gewaltwunsch quillt immer wieder hervor, etwa in (leicht gekürzten) Dialogen, die sich auf „Widerstand“ beziehen:

            „Ich habe 4 Kinder, die überlasse ich nicht dem Muselmanenglaube (der keiner ist)… Ich bin auch ein guter Schütze, also hohe Trefferquote … Ich beabsichtige privat noch einen Waffenschein zu machen.“

            „Zusammenhalt! … mit Waffen und ohne!“

            „…es schaukelt sich irgenwann alles hoch.“

            „Die politische Spannung ist so groß, dass es nur noch einen großen Knall geben kann.“

            5. Untergangs- und Abstiegsfantasien

            Streckenweise liest sich der AfD-Chat wie eine wohlige Endzeit-Verbrüderung unter Männern, deren Schicksal schon fast besiegelt scheint, wenn sie sich nicht gegenseitig stützen und mit aller Kraft kämpfen:

            „… ich befürchte,dass die anstehenden, massiven und von etablierter politik gemachten fehler nur noch mit ‚ durchladen‘ und nicht so schnell zu lösen sind.“

            „Da muss ich dir zustimmen. Aber es ist machbar. Einer für alle und alle für einen.“

            Ein Mann, der sich als Bundespolizist bezeichnet, schreibt: „Es geht langsam in die richtige Richtung“. Er bezieht das auf ein fürchterliches Verbrechen, bei dem ein eritreischer Flüchtling offenbar einem Somalier Ohren und Augenlider abschnitt. Jemand wirft unvermittelt ein: „Aufwachen!!!“ und möchte für Höcke kämpfen. Später heißt es: „Kopf hoch, wir werden siegen, Politik ist eine hure!!!!!“

            Diese taumelnde Alarmstimmung wirkt als sozialer Kitt. Die Gruppe motiviert sich auf diese Weise mit Untergangsszenarien. Deutschland ist ihrer nach Meinung in unmittelbarer Gefahr, und zwar durch muslimische Einwanderer:

            „…kann ich nur bestätigen, in Duisburg marxloh , war ich erst vor kurzem … dort gibt es facto keine deutschen mehr.“

            „In Marxloh gibt es auch kein deutsches Recht mehr.“

            Deutschland schafft sich in den Augen der Gruppe ständig auf allen, ihnen relevanten Ebenen ab: rassisch, rechtlich, ökonomisch, sozial, auf die Familie bezogen. Und alles hängt mit der „Verschwörung“ der Eliten und der „Migrationswaffe“ zusammen.

            Poggenburg schlägt vor, verschiedene Kurse anzubieten: „Landesverteidigung und Terrorabwehr“ sowie „Erweiterung der Außengrenzen!?“, gefolgt von einem Nachdenklichkeitssmiley.

            Diese Form des Deutschgrößenwahns wechselt sich mit Verbitterung ab: „sollen sie die scheiss Gruenen oder den ganzen anderen Dreck waehlen und lachend Europas Untergang entgegenklatschen“. Gleichzeitig wird eine Explosion herbeigesehnt, dass es viel, viel schlimmer werde. Der Untergang wird als beste Chance für einen möglichen Neubeginn gesehen. Doch paradoxerweise gibt es trotz des Endzeit-Sehnens für die Gruppe eigentlich nur eine letzte Rettung:

            „Die AfD ist die letzte Möglichkeit für unser Volk und unser Heimatland !!!!! Wir haben keine mögliche, weitere Möglichkeit !“

            „Wir sind der Rettungsanker unserer Nation!“…

            „Entweder alle gemeinsam zum Erfolg, oder Deutschland ist verloren.“

            Das AfD-Psychogramm zeigt anhand des Leaks eine höchst zerstrittene, intrigante Partei, die die eigene bunkerhafte Endzeitstimmung mit der des „deutschen Volkes“ verwechselt. Weil sie sich selbst mit dem „deutschen Volk“ verwechseln möchte.

            * dieses präzisierende Wort wurde nachträglich eingefügt

            Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/afd-leaks-psychogramm-einer-partei-im-sinkflug-kolumne-a-1153365.html

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          • Neues Byron Kathie Interview

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            • Es scheint mir von Vorteil zu sein, mir immer jetzt bewusst zu sein, wo ich mich gerade befinde: in Fantasien oder in der Realität – ist manchmal gar nicht so einfach auseinander zu halten, nicht wahr? Denn Fantasien ist auch eine Realität. Und nun muss ich mir noch klar machen, ist das Wesen, daß mich wie auch immer anspricht aus der Fantasien genannten Realität oder aus einer Wirklichkeit genannten Realität…
              …Besteht nicht auch die Wirklichkeit genannte Realität aus Fantasien, aus Er-Scheinungen, aus schein-bar, fühl-bar Wirklichem?
              Klasse, jetzt weiß ich mal wieder nichts, ausser dem, was ich gerade jetzt weiß…

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  • Diesen Artikel über eine „WutRede eines deutschen Polizisten“ hat mich gut angesprochen und mal wieder zum Nachdenken angergt, wo ich denn hier überhaupt lebe und was alles für ein Scheixx geredet und gedacht wird, ohne mich dabei auszuschließen, mich eingeschlossen:

    https://bumibahagia.com/2017/06/18/wutrede-eines-deutschen-polizisten-ein-mensch/

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