EAT 37

Neues Spiel, neues Glück .. 🙂

 

Accepting yourself ..
„… Leute betrachten mich vielleicht als alte Seele, so wie etwa ein Berg. Auf großartige, uralte Weise habe ich über andere, nähere oder weiter entfernte Anteile hinaus meine eigene Identität. Doch diese Identität setzt sich aus anderen Identitäten zusammen; jede davon ist unabhängig, so wie sich der Berg aus seinen Felsen zusammensetzt und ohne sie nicht existieren könnte.

Mein Verständnis beruht auf dem was ich bin, so wie die Höhe des Berges darauf beruht, was er ist. Ich fühle mich nicht von den Selbsts oder Identitäten, aus denen ich bestehe überfallen oder angegriffen und auch sie fühlen sich nicht von mir okkupiert – wie auch die Bäume, die Felsen und das Gras, die GESTALT des Berges nicht ablehnen, zu der sie gewachsen sind.“

(Aus „Seth und die Wirklichkeit der Psyche“)

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111 Kommentare

  • Teal Swan – the castration dynamic ..

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    • Aus „Gespräche mit Seth“

      Der Krieg der Idiotenblumen

      „Du brauchst dir keine so große Mühe zu geben. Wenn du deinem inneren Selbst vertraust, dann wächst du so, wie eine Blume wächst. Die
      Blume wächst richtig, und sie gibt sich keine Mühe zu wachsen, und sie sagt sich nicht: ‚Ich muß um
      Himmels Willen bis morgen nacht in der Dämmerung zwei Zentimeter wachsen!‘ Eine Blume ist, und sie
      erlaubt sich zu wachsen, und sie ist sich ihres Ist und des Geistes von Allem-Was-Ist in sich sicher.

      Nun, Gutsein ist so natürlich wie eine Blume, die wächst. Wenn aber eine Blume innehalten würde, wenn
      die Sonne auf sie schiene, und wenn sie anfinge nachzudenken und zu sagen: ‚Warte mal! Sollte ich nach
      links wachsen, oder sollte ich nach rechts wachsen? Ist es gut, daß die Sonne auf mich scheint, oder ist es
      zu leicht für mich, im Licht der Sonne zu wachsen, und sollte ich deshalb nicht lieber versuchen, in der
      Dunkelheit zu wachsen? Sollte ich zwei Zentimeter nach rechts wachsen oder zwei Zentimeter nach links?
      Ich muß mir Mühe geben zu wachsen! Ich muß ein Ego und einen Intellekt entwickeln, und ich muß
      versuchen, diese Sonne zu erreichen, die Gott ist, und ich muß hart arbeiten, denn wenn ich mir keine
      Mühe gebe, werde ich auch nichts erreichen – und ich muß es erreichen

      Aber neben unserer intellektuellen, gewissenhaften Blume ist da ein Idiot von einer Blume! Und der Idiot
      von einer Blume steht da und fühlt die Sonne in ihrem Gesicht und öffnet ihre Blütenblätter und sagt, „Dies
      ist die Sonne, und sie ist gut in mir; es ist der Geist des Wachstums, und ich werde ihm folgen und ihm
      Freiheit geben; und es ist mir egal, ob ich nach rechts oder nach links wachse, denn in völligem Vertrauen
      auf den Geist in mir weiß ich, daß ich richtig wachsen werde.‘

      Und so wächst sie, unsere Idiotenblume, und sie wächst von innen heraus. Und sie ist vollkommen, und
      sie ist stark, aber neben ihr ist da unsere intellektuelle und spirituelle Blume. Und diese Blume sagt, ‚Schon
      wieder! Drei Uhr nachmittags, die Schatten kommen, und die Schatten sind böse, und diese Sonne wird schwächer, und die Nacht kommt, und die Nacht ist böse; und ich muß mir überlegen, wie ich diese Gegner
      am besten vernichten kann … und es ist leicht zu versagen und meine Fähigkeiten nicht zu nutzen und nicht
      zu wachsen!‘

      Und siehe da, am Morgen geht die Sonne auf, und was finden wir vor? Unsere Idiotenblume in voller
      Blüte in der Morgensonne, und unsere andere Blume mit einem Blatt so [Seth ließ seine Hand über die
      Stuhllehne hängen] und einem Blatt so [sein anderer Arm war in die Luft gereckt], und mit gesenktem Kopf,
      und sie denkt immer noch über die Natur von Gut und Böse nach und traut dem Geist der Lebenskraft, der
      in ihr ist, immer noch nicht; und deshalb hört sie nicht auf die innere Stimme … sondern fragt an jedem
      Punkt und zu jeder Stunde: ‚Welchen Weg soll ich bloß einschlagen? Soll ich das Sonnenlicht annehmen
      oder den Regen? Oder sind das böse Kräfte?‘ Und sie sagt sich immer wieder, daß es schwer ist zu
      wachsen und leicht zu sterben. Sie sagt sich immer und immer und immer wieder – jetzt in metaphysischem
      Sinn – daß es schwer ist, gut zu sein, und leicht, böse zu sein.
      Und das ist ein Selbstbetrug!“

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      • „Gut“ und „böse“ sind Filter unserer Wahrnehmung. Das innerhalb der vielen Polaritäten gespannte Lebensnetz wird so oft durch unsere dualistische Wahrnehmung beschädigt. Auch hier …

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        • Nicht beschädigt, bereichert, mein Freund. Unterschiedliche Wahrnehmungen und Ansichten bereichern ..

          lg,

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          • Zwischen den verschiedenen Polen gibt es alle nur erdenklichen Unterschiede – das ist Reichtum und pulsierendes Leben, ja. Dieses Reichtums entledigen wir uns in dem Maße wir durch die Gut-Böse-Brille schauen und dann das Als-böse-Wahrgenommene entsprechend abwertend / zensierend usw. behandeln.

            Ein schönes Wochenende

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          • Your Definition of Love is Wrong – Teal Swan

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          • Flat Earth»-Anhänger muss Flug mit selbstgebastelter Rakete verschieben
            Die Erde ist eine Scheibe: Das will ein amerikanischer Tüftler mit einem Flug in seiner selbstgebauten Rakete beweisen. Doch Mike Hughes hat Probleme mit der Startgenehmigung – und der Technik.
            26.11.2017, 08:55 Uhr

            (dpa) Der Amerikaner Mike Hughes hat seinen für dieses Wochenende geplanten Flug in einer selbstgebauten Rakete auf kommende Woche verschieben müssen. Er habe von der zuständigen Behörde keine Genehmigung für den Start auf einem staatlichen Grundstück in der Mojave-Wüste bekommen, zitierte die «Washington Post» am Freitag den 61-Jährigen. Zudem gebe es technische Schwierigkeiten. Hughes will mit seinem Flug über die Wüste nachweisen, dass die Erde eine Scheibe ist, wie er auf seiner Facebook-Seite schreibt.

            Nun will der Tüftler sein Experiment auf einem Privatgelände knapp fünf Kilometer entfernt vom ursprünglich geplanten Startpunkt im kalifornischen Amboy an der historischen Überlandstrasse Route 66 angehen. Wahrscheinlich werde dies aber nicht vor Dienstag geschehen, sagte er laut der Zeitung.

            Hughes geht laut dem Zeitungsbericht davon aus, dass er den Flug in der aus Altteilen zusammengebauten und mit Dampf betriebenen Rakete überleben wird. Das rote Flugobjekt wird nach seinen Worten auf eine Höhe von bis zu 600 Metern steigen und eine Geschwindigkeit von fast 800 Kilometer pro Stunde erreichen. Bei seinem letzten Experiment ähnlicher Art in Arizona hatte der Tüftler derart schwere Verletzungen erlitten, dass er mehrere Wochen lang nur mit Gehhilfen unterwegs sein konnte.

            Sein Ziel sei, kilometerhoch über der Erde zu schweben, um Fotobeweise zu erhalten, dass die Erde keine Kugel sei. Die Anhängerschaft der grotesk anmutenden Theorie, die Erde sei flach und werde an ihren Enden von Meereis begrenzt, hatte zuletzt in den USA wieder Zulauf bekommen. Unterschiedlichste Gruppen kommen einmal im Jahr bei einer Generalversammlung zusammen, die kürzlich in North Carolina stattgefunden hatte.

            Nach Hughes‘ Worten hatte die amerikanische Behörde Bureau of Land Management, die für staatseigene Ländereien zuständig ist, ihm vor mehr als einem Jahr mündlich die Starterlaubnis erteilt – sofern auch die Luftfahrtbehörde FAA zustimme. Von beiden Behörden konnte die Zeitung zunächst keinen Kommentar bekommen.

            Quelle: https://www.nzz.ch/panorama/flat-earth-anhaenger-muss-flug-mit-selbstgebastelter-rakete-verschieben-ld.1332603

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            • Wikipedia über Ballonfahren:

              „Theoretisch sind der Höhe von normalen Sportballonen Grenzen bei ca. 9.000 Metern gesetzt. Personenfahrten finden normalerweise zwischen 300 und 3000 Metern statt.“

              Aber der Mann will mit einer Rakete .. .. da hat man ja auch so schön Zeit zum Fotografieren .. .. und 600 m ist gleich kilometerhoch .. .. :mrgreen:

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      • Sehr schöne Geschichte.
        Dank Dir!

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      • Seth verschweigt die Blumen, die nicht intellektuell sind, nicht grübeln, und trotzdem die Sonne nicht genießen und nicht gesund wachsen .. ..

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        • Hi Veron,

          Seth verschweigt die Blumen, die nicht intellektuell sind, nicht grübeln, und trotzdem die Sonne nicht genießen und nicht gesund wachsen .. ..

          Ich glaube nicht, dass er das tut. Im Grunde schildert er mit der „Idiotenblume“ ein Ideal, dass auf diese Weise ziemlich selten in unserer Welt existiert – aber möglich ist. Die andere „Blume“ ist, wie wir meistens eben sind, der entgegengesetzte Pol dieses Ideals, unzufrieden, mit uns und unseren Teilen im Konflikt, etc. Was Seth hier machte, kann man als ein „gemaltes Bild“ sehen, wo er versucht zu sagen, wie einfach es doch sein könnte. Die Realität ist, es scheint für uns eben nicht so einfach zu sein. Diese „Idiotenblume“ akzeptiert sich selbst, so wie sie ist. Punkt. Für uns gehört es zur schwierigsten Herausforderung, wirklich alles an uns zu akzeptieren – weil dann ist man eine „Idiotenblume“ ..

          Durchhalten .. 🙂

          lg,

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          • Hej Steven!

            Ich weiß, ich reagiere überempfindlich .. .. Seth spricht zu Menschen mit ganz anderen Voraussetzungen. Wie schön wäre es, ich könnte aufhören zu denken, auf DIE innere Stimme (statt 2, 3, 4 .. .. ) hören, und alles wäre gut.

            „Diese „Idiotenblume“ akzeptiert sich selbst, so wie sie ist.“

            Ich glaube, solche „Blumen“ wissen gar nicht, dass sie „Idiotenblumen“ sind. Das Leben ist einfach o.k., keine besondere Kunst, sich so zu akzeptieren.

            „Für uns gehört es zur schwierigsten Herausforderung, wirklich alles an uns zu akzeptieren“

            Akzeptieren .. ..
            Ja, ich akzeptiere, dass da ein Teil ist, der ein gewisses Problem hat und macht, ich versuche ihm und gleichzeitig mir insgesamt zu helfen. Nur akzeptieren und ihn machen lassen, wie er meint, halte ich für keine gute Idee, und ich kann das auch nicht.

            Liebe Grüße
            Veron

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            • Hallo Veron 🙂
              Ich denke, mit der „Idiotenblume“ ist jemand gemeint, der von inneren Anteilen keine Ahnung hat und das Leben einfach laufen lässt um das was da ist ohne nach dem Warum zu fragen zu genießen.
              Mit intellektuell wird hier wohl die östliche Auffassung gemeint sein, die den westlichen Menschen als verkopft und durch die ständige Fragerei nach dem Warum als sich-im-kreisdrehend betrachtet. Wir verbinden mit dem Begriff intellektuell etwas anderes, und zwar den fortdauernden Versuch, die Welt durch das Denken zu durchdringen.

              „Ja, ich akzeptiere, dass da ein Teil ist, der ein gewisses Problem hat und macht, ich versuche ihm und gleichzeitig mir insgesamt zu helfen.“
              Für die „Idiotenblume“ ist da kein Problem. Sondern es ist wie es ist. Für die Idiotenblume gibt es auch da keinen „Teil“, sondern nur sie selbst. Und sie selbst gibt sich einfach dem Leben hin ohne danach zu fragen ob das richtig oder falsch ist.
              Siehe den Spruch „Seelig die armen im Geiste denn ihrer ist das Himmelreich.“ oder „Sehet die Vögel, haben diese Arbeit?… …und Gott ernährt sie doch.“
              In dem Augenblick in dem wir „erkennen“ dass da ein Problem ist, nehmen wir an dass mit uns etwas nicht stimmt. Und damit beginnt der ganze Tanz um ein abstraktes „Heilwerden“, wobei wir garnicht wissen wie wir wären wenns anders wäre. Und plötzlich denken wir, wir können nicht glücklich werden, weil da dieses Problem ist. Noch sicherer kann man sich garnicht unglücklich machen. 😉
              Denn wenn wir glauben, dass wir unglücklich sind wegen XY, rückt XY als groß und übermächtig in unser Bewusstsein. Für Glück ist dann kein Platz mehr. Aber wir sollten Glück empfinden, denn Glück ist wie eine Straße. Entweder, wir haben das Glück im Auge und fahren auf dieser Straße, oder wir haben den Graben im Auge und fahren in den Graben.

              Liebe Grüße,
              Andi

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              • Hej, lieber Andi!

                „Ich denke, mit der „Idiotenblume“ ist jemand gemeint, der von inneren Anteilen keine Ahnung hat und das Leben einfach laufen lässt .. ..“

                Das meinte ich auch in etwa mit „wissen gar nicht .. ..“
                Ist nun aber eben nicht so, und es wird seine Gründe haben, dass ich zu Erkenntnissen darüber gekommen bin.

                „In dem Augenblick in dem wir „erkennen“ dass da ein Problem ist, nehmen wir an, dass mit uns etwas nicht stimmt. Und damit beginnt der ganze Tanz um ein abstraktes „Heilwerden“, wobei wir gar nicht wissen wie wir wären, wenns anders wäre.“

                Ich weiß nicht, ob Du meine letzte Nachricht an Dich gelesen hast, wo ich erklärte, womit ich es zu tun habe. Nein, ich weiß nicht, wie es anders wäre, aber so ist es die Hölle.

                „Aber wir sollten Glück empfinden, denn Glück ist wie eine Straße.“

                Genau das ist der sogenannte springende Punkt dabei. Ich soll mich nicht glücklich fühlen, ich DARF das nicht, das ist der Elternauftrag. Ich darf mich nicht wohlfühlen, nicht gesund sein, keinen Erfolg haben womit auch immer, aber ich muss mich immer darum bemühen. Es gab eine Zeit, da war ich so unbewusst wie die Idiotenblume, ich habe das Programm erfüllt, Hoffnungen aufrecht erhalten, die sich nie erfüllen durften, meine Kräfte verbraucht. Alles, was Glücksgefühle hervorrief, wurde im Lauf der Zeit sabotiert, und alles ist nur mehr Sch.. .. und ich weiß warum.

                Kürzlich habe ich es wieder deutlich bemerkt, nach einem Tag, an dem ich etwas entspannter war und manches leicht ging, wachte ich in der Nacht auf und fühlte mich so schwer, dass ich schon das Liegen als anstrengend empfand. Und ich erinnerte mich an einen Traum, der mir erzählte, dass Entspannung schlimme Folgen hätte. Immerhin gab es diesmal diesen Traum, früher „tappte ich immer nur im Dunklen“.

                Sicher gibt es auch gute Gründe von seiten Deiner Seele, warum Du vieles erkennst,
                liebe Grüße
                Veron

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                • Hallo Veron!
                  Lass alle Hoffnung fahren, gib alle Träume auf… so oder so ähnlich heissts…
                  Es hat doch alles seinen Sinn, will alles in eine Richtung. Schmerz sprengt alles das von uns ab was nicht zu uns gehört… heissts…
                  Es ist ein Graus, ich weiß.
                  Dummerweise kommen wir erst weiter, wenn wir bereit dafür sind. Wie der Braten im Ofen, der schmeckt auch erst wenn er gar ist. Ich fürchte es gibt keine Abkürzung. Ich dachte auch, ich könnte Dinge lösen indem ich Bücher lese, mir Seminare anschaue oder Vorträge anhöre. Es hat mich aber letztenendes immer nur abgelenkt. Das wusste ich aber auch erst hinterher. Ich dachte, wenn ich mich darauf konzentriere immer in meiner Mitte zu bleiben, dann schaffe ich… irgendwas. Dabei weiß man in dem Augenblick ja garnicht wo die eigene Mitte ist. War also auch Quatsch. Das was wirklich in mir vorging wärend ich gelitten habe konnte ich erst hinterher erkennen. Die wirkliche Veränderung passiert stetig, kaum merklich. Und manchmal, wärend man mit etwas beschäftigt ist, löst sich im Hintergrund etwas ganz anderes, fast wie von selbst. Die Zeit heilt die Wunden, nicht der Arzt.
                  Hoffnungen tun weh wenn sie sich nicht erfüllen. Enttäuschung schneidet ins Fleisch wie eine Klinge. Unbewusst hegen wir Hoffnungen weil wir uns dadurch von Moment zu Moment hangeln können, aber durch die Enttäuschung zahlen wir alles wieder zurück.
                  Auch heute leide ich noch. Aber es ist anders geworden. Das Leiden macht mir nicht mehr soviel aus, ich kann trotzdem glücklich sein. Ich habe die Hoffnung aufgegeben und einfach den Mut gefunden ins Ungewisse zu gehen, ohne mir ein Bild davon zu machen wie es sein soll. Hoffnung ist ab einem bestimmten Punkt ein echter Glückskiller…;-)
                  Je weniger Ablenkungen noch funktionieren, je weniger du noch in der Lage bist, irgendeinen Schein aufrecht zu erhalten, desto näher bist Du dem Ziel. Und wenn Du da bist, wirst Du wissen warum das so ist. Und auch, warum es keine Abkürzung geben kann.
                  Durchhalten. Mehr kann ich Dir dazu nicht sagen.

                  Gaaaaanz liebe Grüsse,

                  Andi

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                  • Danke, lieber Andi, für beide Antworten!

                    Ich tu natürlich trotzdem weiter mit dem, was ich tu, und irgendwann werde ich vielleicht erkennen, was sich währenddessen getan hat, so wie Du. Und vielleicht werde ich auch meinen, dass unnötig war, was ich getan habe, aber vorher weiß ich es eben nicht.

                    Vielleicht gehört es dazu, dass man tut, was man meint tun zu müssen, vielleicht auch die Hoffnung und die Enttäuschung, wer weiß, ob es ohne das alles ein Hintnach, wo man zurückblicken kann, gibt.

                    Ich merke auch, dass sich Hoffnung nicht einfach abschalten lässt. Gerade noch war sie weg, schon schleicht sie sich wieder ein, zeitweise, um auch wieder zu verschwinden für ein Weilchen.

                    Liebe Grüße
                    Veron

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                    • Man kann eben nix einfach so abschalten. Deswegen habe ich ja auch geschrieben dass es halt dauert. Was aber hilft ist Vertrauen. Vertrauen in sich selbst, dass man genau das richtige tut. Und in den eigenen Weg, dass er einem immer gibt was man braucht und wegnimmt, was einem schadet. Vertrauen und Hoffnung sind ähnlich, aber Vertrauen wirkt im Hier & Jetzt, Hoffnung ist auf die Zukunft gerichtet. Hoffnung ist vielleicht sogar so etwas wie verzerrtes Vertrauen.

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                    • Hi Andi,

                      Hoffnung ist vielleicht sogar so etwas wie verzerrtes Vertrauen.

                      Ja, möglicherweise. Aber wie du weiter unten schon sagtest, Hoffnung lässt einen von Moment zu Moment hangeln. Wenn man beispielsweise wirkliches Vertrauen noch nicht hat, dürfte Hoffnung notwendig sein. In diesem Zusammenhang ist Hoffnung nichts falsches – gibt’s überhaupt etwas falsches? 🙂

                      lg,

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                    • Lieber Andi!

                      „Vertrauen in sich selbst, dass man genau das richtige tut.“

                      Manchmal ist es nicht mal das, ich nehme gelegentlich eine Stimme wahr, die mir sagt, ich würde was falsch machen, es würde nichts bringen etc. . Ich wüsste aber nicht, was ich sonst tun könnte, auch Nichts-tun ist keine Alternative, und die Stimme .. .. tja, ich schätze mal, die gehört zu einem Teil, der sich fürchtet, was dann sein könnte, wenn das Wirkung hat.

                      Liebe Grüße
                      Veron

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                    • Hallo Steven,
                      Nö. gibt nix wirklich falsches. Gibt nur unpassendes.
                      Hängt von der Situation ab.
                      Beispiel:
                      1. Die Hoffnung auf eine bessere Welt hindert Einen daran, seine Einstellung der Welt gegenüber zu korrigieren.
                      2. Die Hoffnung, die Umstände in der Familie werden sich eines Tages bessern hält eine ungesunde Situation aufrecht – dadurch wird der notwendige Schritt weg von der Familie hinein in ein selbstbestimmtes Leben nicht getan.
                      3. Die Hoffnung auf die grosse Liebe kann einen daran hindern, echte Selbstliebe und Selbstwertgefühl zu entwickeln.
                      4. Die Hoffnung darauf dass die eigene Leistung in der Arbeit doch noch irgendwann erkannt und gewürdigt wird sorgt dafür, dass man weiter im Schatten seiner Mitarbeiter dahinvegetiert.

                      Ich möchte diese Beispiele nicht im Detail ausarbeiten weil ich denke dass Dir die Zusammenhänge bewusst sind.
                      Hoffnung ist nichts schlechtes, aber wenn ein Mensch an seine eigenen, selbstauferlegten Grenzen herangeht um diese zu überschreiten, dann kann die Hoffnung zu einem ziemlichen Hemmschuh werden. Zumal man selbst immer wieder dafür sorgt, dass die Hoffnung enttäuscht wird, eben um den Blick wieder auf den Schmerz in der Gegenwart zu lenken, dort wo die Grenze überschritten werden muss. In den Beispielen wird die Notwendigkeit, die Grenzen zu überwinden erst dann erkannt werden, wenn die Hoffnung weg ist. Bis dahin verbleibt man in der jeweiligen Situation in der Hoffnung „das wird schon irgendwann“:

                      1. Die Welt ist gut so wie sie ist. Ich muss nur den Mut finden, mich voll und ganz auf sie einzulassen.
                      2. Die Familie hat sich in 20 Jahren nicht geändert, sie wird das auch in den nächsten 20 Jahren nicht tun. Ich muss entscheiden ob ich mich der Situation weiter aussetzen will.
                      3. Selbst der großartigste Mensch auf der Welt kann mir nicht geben, was ich als Basis meines Lebens brauche. Nur was ich für mich selbst entwickelt habe, kann ich mit anderen Teilen.
                      4. Wenn ich mir kein Gehör verschaffe, wird niemand mir zuhören. Niemals wird der Tag kommen, an dem die Anderen meine Leistungen erkennen. Es sei denn, ich stehe für mich selbst ein und verlange die Anerkennung die ich verdiene.

                      Das können z.B. die notwendigen Schritte aus den obrigen Beispielen sein, die allerdings erstmal dem Schmerz der Erkenntniss abgerungen werden wollen.
                      Ja, Hoffnung an sich ist durchaus etwas positives. Sie kann aber an der falschen Stelle zur falschen Zeit ne Bremse sein. Solange man die Situation nicht lösen KANN, wird Hoffnung ihren Zweck erfüllen. Treten wir aber der Situation entgegen um sie zu lösen, muss die Hoffnung weg, damit der Fokus wieder ins Hier & Jetzt wandert, dort wo die Situation gelöst werden muss.
                      Die Zahlen 4 und 5 stehen für die Planung und die Ausführung…^^

                      LG,
                      Andi

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                    • Hi Andi,
                      Sehr schön auseinandergezupft – gefällt mir. 🙂

                      Außer – Nö. gibt nix wirklich falsches. Gibt nur unpassendes.

                      Das war ne unpassende Bemerkung – lol.

                      Es gibt im Grunde auch nichts unpassendes und du weißt das auch. Als unpassend deklarieren wir ja meist etwas, wenn wir eine Erfahrung dazu gemacht haben – dann wissen wir. Manchmal brauchts halt mehr Anläufe ..
                      Ich stimme dir grundsätzlich in allen Punkten zu, aber du kannst das nur sagen, weil du diese Erkenntnisebene für dich erreicht hast. Ich bin sicher, du musstest viel „unpassendes“ tun, um das zu realisieren.

                      Was wir rückblickend als unpassend beschreiben, ist in einer gegebenen Situation passend, weil man vielleicht nicht anders kann – sonst würde mans ja anders machen. Man wird so viel unpassendes machen, bis man kapiert hat, so funktioniert es einfach nicht. Das braucht einige blaue Flecken und Beulen, zumindest ist das meine Erfahrung. Keiner fällt erleuchtet vom Himmel, für unsere Seelenentwicklung durchschreiten wir alle die persönliche Hölle – sozusagen.

                      Hoffnung kann man als unleugbaren Teil des Weges betrachten, bis der Moment kommt, wo das stirbt. Ich persönlich bin verdammt froh, dass Hoffnung bei mir nicht sehr lange anwesend gewesen ist. Deswegen bin ich ja ein Fan von Mike Hellwig, der dir sofort diesen Glückskeks wegnimmt und sagt: „Akzeptiere dass dies da ist und erlaube es dasein zu lassen und hör auf dir zu wünschen, es wäre nicht da.“ (Na ja, ziemlich freie Übersetzung)

                      Das rennt bei mir offene Türen ein, weil es sehr ähnlich ist, wie Renate arbeitet. Sie bringt das nur anders rüber .. aber die Quintessenz ist, Widerstand oder Hoffnung auf Besserung, hält die Dinge aufrecht, wie sie sind. Der Konflikt dreht sich im Kreis, aber die Hoffnung auf Besserung stellt sicher, dass man weiter macht und dran bleibt.

                      Aber wie gesagt, manchmal muss man sich einfach n paar Runden im Kreis drehen. Die Erkenntnis wird dann irgendwann schon zuschlagen – meistens hart.
                      Es braucht einfach Zeit, bis wir die Dinge für uns selbst auseinanderzupfen und dann neue Entscheidungen dazu treffen können.

                      Als ein persönliches Beispiel, weil die Diskussion über innere Anteile begann: Wenn da ein Konflikt zwischen unterschiedlichen Teilen und Emotionen in mir ist, dann werde ich ne Zeitlang jeweils in den einen und dann wieder in den anderen Teil reinkugeln – das gehört dazu, bis ich einen Weg gefunden habe, beide Zustände gleichzeitig und neutral beobachtend anwesend sein zu lassen, während ich mir bewusst bin, dass dies keine permanenten ZUstände sind und dass es quasi sinnlos ist, damit diskutieren zu wollen. Es geht ums aushalten dieser Emotionen und bewusst werden, warum, wieso, weshalb, was wiederum eine Reifeprozess in Gang setzt. Aber es hat gedauert bis ich das gelernt habe ..

                      lg,

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                    • „Ich bin sicher, du musstest viel „unpassendes“ tun, um das zu realisieren.“

                      Dazu fällt mir etwas ein, das ich schon vor Jahren gelesen habe, habe es mal rausgesucht:

                      „Ein Mann trifft seinen Freund, als der gerade auf dem Weg zum Flughafen ist. Er erzählt ihm, dass er dabei sei, nach Indien zu fliegen um Gott zu suchen. Der Freund rät ihm dringend davon ab und sagt „Aber dazu brauchst du doch nicht nach Indien zu fahren. Gott ist doch in dir.“ „Woher weißt du das so genau?“ fragt der Mann erstaunt. Darauf sein Freund: „Weißt du, das habe ich letztes Jahr in Indien erfahren.“ “

                      Liebe Grüße
                      Veron

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                    • Hahaha! Sehr passend .. ^^

                      lg,

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                    • Hoffnung .. ..

                      Gemeinerweise passiert mir ab und zu (also alle „heiligen Zeiten“, heuer war es ein Tag im August und einer im November), dass die Blockade aufgehoben oder zumindest gemildert ist, dann bin ich einen Tag nicht total verspannt und alles geht leichter, ich weiß also, wie es mir eigentlich gehen könnte.
                      Und ich weiß auch, was ich sonst noch könnte, konnte Erfahrungen machen .. .. bevor es blockiert wurde.

                      Natürlich wünsche ich mir, das alles würde wiederkommen und auch bleiben. Es ist schon schwer genug so dahinzuvegetieren, aber mit dem Wissen, dass es so nicht sein müsste .. .. und da die Hoffnung ganz aufgeben .. ..

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                    • Liebe Veron,

                      Natürlich wünsche ich mir, das alles würde wiederkommen und auch bleiben. Es ist schon schwer genug so dahinzuvegetieren, aber mit dem Wissen, dass es so nicht sein müsste .. .. und da die Hoffnung ganz aufgeben .. ..

                      Ja, ich weiß. Ist n hartes, trockenes Stück Brot zu schlucken, die Hoffnung auf Verbesserung aufzugeben. Es scheint, als würde sich dann nie etwas ändern können. Der Witz ist, der Teil der hofft, der blockiert die Veränderung. Tatsächlich tritt Veränderung ein, weil Akzeptanz anstatt Hoffnung auftritt. Die Akzeptanz, dass manches einfach so ist, weil es Erfahrungen dazu gibt, realisiert einen Reifeprozess. Die Hoffnung auf Verbesserung signalisiert ja irgendwie, dass was da ist, sollte nicht da sein – wird also abgelehnt. Und solange wir ablehnen, bleibt das aufrecht .. die Dinge zu akzeptieren, während man sich bewusst macht, dass da die Vergangenheit ruft und sich ständig wiederholt, braucht mehrere Anläufe. Einfach dranbleiben ..

                      PS: Bin auch eingeschneit .. ^^

                      lg,

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                    • Dieses Lied muss man sich eigentlich bekifft anhören .. ^^ hab viele angenehme Erinnerungen dazu.

                      ch bin jetzt raus, jetzt steh ich hier,
                      das Wasser riecht nach Gift
                      und ’n toter Vogel kommt vorbei und stirbt –
                      der Kellner spielt Klavier.
                      Wir sind die letzten von hundertzehn –
                      wir warten bis die Zeit vergeht.

                      Tausend Tage und Nächte auf See,
                      das Land kommt nie zurück.
                      ’ne Menge Mädchen war’n dabei und lachen,
                      viel zu schön um zu gehn.
                      Wir war’n so hungrig, wir war’n so kalt,
                      wir wollten nie zurück,
                      und jetzt treiben wir rum auf dem toten Schiff
                      und warten bis die Zeit vergeht.

                      Déjà Vu – Déjà Vu – Déjà Vu

                      Der Rote Hugo hängt tot im Seil,
                      die Leiche stinkt nach Shit.

                      Wie’n weisser Engel, schön wie Schnee hängt er da
                      – eh, du tust ihm doch weh!
                      War’n wilder Kerl mit feuchtem Blick,
                      doch der kommt nie zurück.
                      So schreib dein Leben auf ein Stück Papier
                      und warte bis die Zeit vergeht.

                      Déjà Vu – Déjà Vu – Déjà Vu>

                      lg,

                      Gefällt mir

                    • Guten Morgen, Steven!
                      Schön, dass ich Dich erheitern konnte 🙂
                      Liebe Grüße
                      Veron (heute ein bisschen eingeschneit)

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      • Hier mal meine Gedanken zum „Krieg der Idiotenblume“:
        Die Idiotenblume verstehe ich weniger als ein Wesen, welches sich bewusst selbst akzeptiert, sondern eher als ein Wesen das dieses unbewusst tut. Die Aufgabe des Menschen ist es aber, dieses Bewusstsein BEWUSST zu erkunden, und zwar mit all seinen Facetten von Akzeptanz bis Ablehnung. Gerade das ist das besondere an einer Inkarnation als Mensch und dadurch unterscheidet er sich zum Beispiel von den Tiere und Pflanzen.
        Aus einem der Bücher zur Seelenlehre von Varda Hasselmann und Frank Schmolke geht hervor, dass das Wesen „Seth“ als Seelenfamilie seine irdischen Erfahrungen bereits vor seeehr langer Zeit abgeschlossen hat. Nach den dortigen Aussagen ganz grob geschätzt vor mehr als 8000-10000(?) Jahren. Zu dieser Zeit waren die Anforderungen und die Erfahrungen an einen inkarnierten Menschen anders gelagert als heute, wo die erfahrbare Dualität weiter fortgeschritten ist.
        Ich schätze Seth bzw. das was durch Jane Roberts gechannelt wurde sehr. Allerdings erlaube ich mir auch vor dem Hintergrund der Individualität jeder Wesenheit das Vermittelte zu betrachten.

        Ich möchte den folgenden Satz von Andi, den ich als treffendes Bild empfinde, aufgreifen und weiterführen:

        “Aber wir sollten Glück empfinden, denn Glück ist wie eine Straße. Entweder, wir haben das Glück im Auge und fahren auf dieser Straße, oder wir haben den Graben im Auge und fahren in den Graben.“

        Wir sollten den Graben auflösen, ohne das Bewusstsein um das Potenzial des Grabens zu löschen.
        LG

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        • Hi Monika,
          Good points – gefällt mir! 🙂

          lg,

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        • Hallo Monika,

          „Wir sollten den Graben auflösen, ohne das Bewusstsein um das Potenzial des Grabens zu löschen.“
          Der Graben ist real, der Graben ist alles was wir nicht wollen, aber immer wieder mal unbewusst ansteuern. Den kann man nicht auflösen. Wenn ich Harmonie möchte, ist Streit der Graben. Wenn aber Streit nötig ist, um z.B. ein Hinderniss zu überwinden oder eine Situation zu klären, ist Harmonie der Graben. Wir bewegen uns frei durch die Welt, ohne Netz, ohne doppelten Boden. Die Möglichkeit auf die Schnauze zu fliegen ist der Preis der Freiheit. Es kommt darauf an den Graben als solches zu erkennen und trotzdem mit dem Blick auf der Straße zu bleiben und sich nicht von seinem Weg abbringen zu lassen. Dann sind wir authentisch. Und die Straße ist nicht immer Friede Freude Eierkuchen. Manchmal gehts durch Schlamm und Matsch, mal bergauf, mal bergab. Und trotzdem ist es unser Weg. Will man den Hindernissen auf dem Weg entgehen kanns leicht passieren dass wir auch im Graben landen, obwohl wir es „gut gemeint“ haben. Aber auf der Straße kommen wir vorwärts, und das Vorwärtskommen macht uns glücklich. Wenn wir glauben die Straße selbst sollte uns glücklich machen, weil sie so schön geteert ist, zweifeln wir an unserem Weg sobald ein Hinderniss auftaucht und wir erreichen unser Ziel nicht, nämlich uns zu entwickeln und unser Potential zu entfalten wärend wir auf dieser Straße unterwegs sind.
          So sehe ich das. 🙂

          LG,
          Andi

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          • „Wenn ich Harmonie möchte, ist Streit der Graben. Wenn aber Streit nötig ist, um z.B. ein Hinderniss zu überwinden oder eine Situation zu klären, ist Harmonie der Graben.“

            Interessante Erklärung, lieber Andi!
            Dann interessiert mich, was Du in meinem Fall als Graben betrachtest,
            liebe Grüße
            Veron

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            • Ganz ehrlich? Hoffnung.
              Denn sie trennt Dich von Dir selbst ab. Hoffnung ist die Idee irgendwo anzukommen, eine Vorstellung, wie es sein soll. Sie ist aber nicht im Hier und Jetzt begründet, sie ist nicht real, nicht wirklich Du. Deshalb kannst Du nicht zu Dir selbst finden wenn Du Hoffnung hast. Selbst die Hoffnung, irgendwann zu Dir selbst zu finden ist trügerisch. Denn sie wurzelt in der Vorstellung dass jetzt etwas anderes besser sein könnte als das was jetzt gerade ist. Auch das ist also keine Wahrheit. Wenn nur noch das da ist, was jetzt gerade wirklich, wahrhaftig da ist, dann bist Du bei Dir. Ganz egal ob das im Schmerz oder im Glück ist.
              Aber im Glück wärs ja zu einfach. Ganz im Ernst, es geht nur durch Schmerz. Du selbst bist quasi das Geschenk Deines Schmerzes. 😉

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          • Lieber Andi,
            ich hatte mich lediglich auf dein Bild bezogen, bei dem ein unglücklich machendes XY der Graben und Glück die Straße war.
            Was du beschreibst, fasse ich mit dem Bewusstsein um das Potenzial zusammen.
            Übrigens im Stadium der Dualität ist Hoffnung ein wichtiger Motor, der uns auf dieser Straße in Bewegung hält. Insofern hat sie Berechtigung im Hier und Jetzt.
            LG

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        • „Wir sollten den Graben auflösen, ohne das Bewusstsein um das Potenzial des Grabens zu löschen.“

          Danke, liebe Monika!

          „Nach den dortigen Aussagen ganz grob geschätzt vor mehr als 8000-10000(?) Jahren.“

          Interessant, dass Seth über sich selbst was anderes sagt:

          „Wir haben zwei getrennte Zeitperioden für dich. Eine davon sehr kurze, 1611 bis 1635. Das ist Dänemark. Dann 1638 bis 1674. Für eine von diesen gilt die Information, die ich (vor einigen Jahren) gegeben habe. Ich war ein Gewürzhändler und weitgereist. Ich handelte auch mit Künstlerfarben oder so etwas Ähnlichem. “

          Sicher waren auch damals die Anforderungen anders als heute. Und manches, was uns als Mensch zu schaffen macht, wird aus dem „Jenseits“ vielleicht anders betrachtet, quasi fast vergessen, so kommt es mir vor.

          Liebe Grüße
          Veron

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          • Liebe Veron,
            danke für den Hinweis, ich hatte es damals auch in „Gespräche mit Seth“ gelesen aber wieder vergessen. 😦
            Ist es dir möglich mir die Seitenzahl oder die Position mitzuteilen, damit ich es nochmals nachlesen kann?
            Liebe Grüße

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            • Liebe Monika!

              „Ist es dir möglich mir die Seitenzahl oder die Position mitzuteilen, damit ich es nochmals nachlesen kann?“

              Ich habe es als pdf, da gibt es einen Hinweis auf Seite 159 (Kapitel 11, Jenseitige Alternativen, Sitzung 541) und die zitierte Stelle auf Seite 163.

              Liebe Grüße
              Veron

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  • Oh, vielen Dank liebe Veron, so präzise, das werde ich finden… 😉 🙂
    Grüße

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    • Ich bin gerne präzise, besonders wenn es nicht schwierig ist 😉

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      • Der Baum des Bewusstseins

        Von Jörg Starkmuth

        Immer wieder wird mir die Frage gestellt, wie es denn sein kann, dass – laut dem inzwischen sehr verbreiteten Weltbild, das auch ich vertrete – jeder Mensch kraft seines Bewusstseins seine eigene Realität erschafft, da wir doch in einer gemeinsamen Realität leben, die ein einzelner Mensch offensichtlich nicht „mal eben so“ verändern kann. Schnell stellt sich dann auch die Frage, ob bzw. inwieweit man mit dieser schöpferischen Macht das Leben eines anderen Menschen beeinflussen kann. Müsste es nicht ständig zu Widersprüchen zwischen den selbst geschaffenen Realitäten der Beteiligten kommen?

        Dieses Verständnisproblem beruht auf der unzutreffenden Vorstellung, dass wir voneinander getrennte Wesen seien. Tatsächlich sind wir alle auf der Bewusstseinsebene auf eine komplexe Weise miteinander verbunden. Ich erkläre das gerne mit einem Gleichnis, das übrigens auch meinem Buch Das Blatt, das vom Himmel erzählte zugrunde liegt:

        Stell dir vor, du bist ein Blatt an einem Baum. Du empfindest dich als ein weitgehend eigenständiges Wesen, ein Individuum. Die anderen Blätter nimmst du als separat von dir existierende Individuen wahr. Die Verbindung zwischen dir und deinem Zweig (dein Blattstiel) ist so dünn, dass du seine elementare Bedeutung für deine Existenz nicht erkennst. In deiner Wahrnehmung stellt er nur eine Einschränkung deiner Bewegungsfreiheit dar, eine Art Naturgesetz, dem du leider ausgeliefert bist.

        Dein Zweig verbindet dich mit deinen Nachbarblättern. Zusammen bildet ihr eine Einheit, eine Art Gruppenwesen, was den Blättern aber aufgrund ihrer Trennungsillusion nicht (oder kaum) bewusst ist. Der Zweig als Gruppenwesen existiert sozusagen eine Ebene höher in der Bewusstseinshierarchie. Möglicherweise empfindet auch er sich als eine Art eigenständiges Wesen, aber nicht so stark wie die einzelnen Blätter.

        Der Zweig wiederum wächst mit anderen Zweigen an einem Ast des Baumes. Dies ist die nächsthöhere Ebene. Jeder Ast „betreut“ seine eigene Gruppe von Zweigen und kann wiederum als eine Art Über-Gruppenwesen interpretiert werden. Vielleicht gibt es auch noch weitere Ebenen, wenn die Äste sich zu dickeren Ästen vereinigen usw.

        Blatt und BaumDie höchste Ebene dieser Baum-Hierarchie bildet der Baum selbst, der in seinem Stamm alle Äste vereinigt. Er ist sozusagen das Kollektivbewusstsein oder die „Überseele“ aller seiner Teile. Auch er ist ein Wesen, allerdings ein weitaus komplexeres als ein Ast, Zweig oder Blatt. Dennoch sind sich alle diese Ebenen untereinander ähnlich. Ein Ast sieht wie ein kleiner Baum aus. Und selbst wenn du dir ein Blatt anschaust, findest du in seinen Blattadern wiederum eine baumähnliche Struktur.

        Eine solche Struktur, die sich in sich selbst im Großen wie im Kleinen wiederholt und immer weiter verzweigt, nennt man ein Fraktal. Mathematisch kann man Fraktale mittels erstaunlich einfacher Formeln berechnen und vom Computer grafisch darstellen lassen. Solche mathematischen Fraktale sind sogar endlos, das heißt, du kannst sie beliebig stark vergrößern und findest immer neue Verzweigungen und ähnliche (aber nicht identische) Strukturen.

        Ebenso wie die Blätter sind auch wir Menschen keine getrennten Individuen, sondern Aspekte einer kollektiven Bewusstseinsstruktur, deren Komplexität die eines Baumes bei Weitem übertrifft, aber im Grunde ähnlich, also fraktal aufgebaut ist. Jede zusammengehörige Gruppe von Menschen (Paar, Freundeskreis, soziale Gruppe, Glaubensgemeinschaft, nationale Gesellschaft, Kulturkreis, Menschheit) hat bzw. ist ein Gruppenbewusstsein, das wiederum Teil eines umfassenderen Gruppenbewusstseins ist usw.

        Und auch über die Menschheit hinaus geht das Spiel weiter, denn letztlich existiert nichts außer Bewusstsein, das sich auf zahllosen Ebenen selbst erfährt, indem es aus sich selbst heraus wahrnehmbare Realitäten erschafft und sich in Form mehr oder weniger individueller Aspekte seiner selbst darin „bewegt“. Auch „die Natur“ ist also ein kollektives Bewusstsein, das so groß ist, dass es das gesamte Universum mit seinen „Naturgesetzen“ erschafft und aufrechterhält.

        Wenn wir nun sagen, dass „jeder seine eigene Realität gestaltet“, dann umfasst dieses „jeder“ nicht nur Individuen, sondern auch all die übergeordneten Bewusstseinsebenen. Jedes Paar, jede Gruppe und sogar der Planet, die Galaxie und das ganze Universum (sowie jede Menge nichtphysischer Intelligenzen, über die du z. B. bei Michael Roads und William Buhlman mehr lesen kannst) erschaffen jeweils einen eigenen Realitätsrahmen.

        Die untergeordneten Realitäten der Teilaspekte einer jeden Instanz müssen dabei immer in deren übergeordneten Realitätsrahmen passen. Daher hat ein einzelner Bewusstseinsaspekt (etwa ein Mensch) zunächst einmal keine unbegrenzte Freiheit bei der Gestaltung seiner Realität. Oder, um beim Baum-Gleichnis zu bleiben: Jedes Blatt kann seine Realität nur im Rahmen dessen gestalten, was ihm sein Zweig vorgibt. Dieser wiederum ist an den Realitätsrahmen seines Astes gebunden usw.

        Das Baum-Gleichnis hat aber auch seine Grenzen. Menschen haben nämlich zum Glück sehr viel mehr Freiheiten als Blätter. Die Menschen früherer Jahrtausende, die zumeist ihr ganzes Leben in derselben Stammes- oder Dorfgemeinschaft verbrachten und deren Regeln und Glaubenskonzepte für universelle Wahrheiten hielten, waren in ihrer Realitätsgestaltung noch fast so eingeschränkt wie Blätter, die (zumindest innerhalb eines einzelnen Lebens) niemals ihren Zweig verlassen können. Je mehr Kommunikation und Austausch sich aber zwischen den verschiedenen „Zweigen“ des „Baumes“ entwickelt, desto eher stellen einzelne „Blätter“ ihre Realitätskonzepte infrage. Das kann dann dazu führen, dass sich ein „Blatt“ plötzlich an einem anderen „Zweig“ wiederfindet, der besser zu seinem neuen Weltbild passt.

        Echte Blätter können das wie gesagt nicht, wir Menschen aber sehr wohl. Vielleicht hast du es schon erlebt: Menschen wenden sich von dir ab, weil deine Überzeugungen sich verändert haben, und andere Menschen und Lebensumstände, die besser zu dir passen, treten stattdessen in dein Leben. Das passiert zwangsläufig, denn deine „Außenwelt“ ist stets ein perfekter Spiegel deiner Innenwelt. Mehr noch: In Wirklichkeit gibt es gar keine Außenwelt, denn dein Bewusstsein hat keine „Außengrenze“, sondern lediglich von dir selbst geschaffene Wahrnehmungsfilter, die dein gefühltes Ich vom universellen Bewusstsein abschirmen.

        Deine persönliche schöpferische Macht – deine Bewegungsfreiheit innerhalb des „Baumes“ – wird also umso größer, je weniger du dich von den Glaubenskonzepten eines Kollektivs abhängig machst. Einige wenige Menschen können sogar scheinbare „Naturgesetze“ überwinden und sogenannte Wunder vollbringen – was uns zeigt, dass diese „Gesetze“ zwar von einem sehr umfassenden Bewusstseinskollektiv geschaffen wurden (darum erscheinen sie so universell, stabil und scheinbar unverrückbar), aber dennoch nur die selbst gewählte Wahrheit eines „Astes“ und nicht die des gesamten „Baumes“ sind.

        Kannst du als einzelner Mensch nun also die Realität eines anderen Menschen direkt durch dein Bewusstsein beeinflussen oder nicht? Ja und nein. Jeder Mensch, mit dem du zu tun hast, bildet zusammen mit dir ein Kollektivbewusstsein. Ihr könnt gemeinsam nur eine Realität erschaffen, die eurem gemeinsamen, kollektiven Realitätsrahmen entspricht. Würden eure individuellen Realitätsrahmen sich zu stark widersprechen, wärt ihr euch gar nicht begegnet (ihr würdet „an verschiedenen Zweigen wachsen“).

        Das Zusammenwirken eurer Realitätsrahmen kann allerdings sehr unterschiedlich aussehen. Wenn ihr dank ähnlicher Überzeugungen und Bestrebungen und dank einer liebevollen Verbindung zwischen euch energetisch „an einem Strang zieht“, dann erschafft ihr gemeinsam eine Realität, die euren Wünschen entspricht. Hier multiplizieren sich eure schöpferischen Fähigkeiten gegenseitig.

        Anders sieht es aus, wenn beispielsweise einer von euch sich als sehr mächtig und der andere sich (vielleicht auch nur unbewusst) als machtloses „Opfer der Umstände“ empfindet. Auch dann passen eure Realitätsrahmen zusammen, nur dass diesmal die Rollen sehr ungleich verteilt sind. Diktatoren oder auch Schwarzmagier sind Beispiele für Menschen, die solche Konstellationen bewusst oder unbewusst anstreben und ausnutzen, um andere zu beeinflussen. Eine solche Rollenverteilung ist allerdings niemals auf Dauer stabil, denn nur wer innerlich von Angst getrieben ist, sucht nach Menschen, die er unterdrücken kann. Und diese Angst wird sich früher oder später in der Realität des „Machthabers“ manifestieren, z. B. durch eine Revolution der Unterdrückten (siehe auch meinen Beitrag Chaos und Ordnung).

        Kurzum: Realitätsgestaltung ist weitaus komplexer, als einige Autoren von „Wünsch dir was“-Büchern es darstellen. Wenn du deine Realität nach deinen Wünschen verändern möchtest, dann musst du in erster Linie deine Wahrnehmungsfilter, bestehend aus Glaubenssätzen, Überzeugungen, emotionalen Konditionierungen und kollektiven „Wahrheiten“, verändern und so dafür sorgen, dass du dich in denjenigen „Zweig“ des Bewusstseinsbaums bewegst, in dem der kollektive Realitätsrahmen deinen Wünschen entspricht bzw. ihre Erfüllung fördert. Denn „äußere“ (also kollektive) Realitäten erschaffst du (als Individuum) niemals allein. Aber du hast die Wahl, in welchem Team du spielen willst.

        Quelle: http://thinkdeeper.de/2017/11/30/der-baum-des-bewusstseins/

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        • Wann immer wir etwas unangenehmes nicht fühlen wollen, es abdrängen, von uns abspalten oder schlicht nicht wahrhaben wollen – passiert folgendes:

          Wir sperren es ein, kapseln es ab und es bleibt in uns. Es wird zum Dauergast.

          Wenn wir es gewohnt sind, so mit unseren Emotionen umzugehen, kommen mit der Zeit eine Menge Dauergäste zusammen. Im bestreben, Schmerz, Trauer, Angst, etc., von uns fernzuhalten, bauen wir riesige Mauern auf.

          Es ist diese Mauer, die dann zuverlässig dafür sorgt, dass uns vieles nicht mehr so stark erreicht oder berührt, aber eben auch den bereits erlebten Schmerz in uns einsperrt und festhaltet.

          Da der meiste Schmerz auf der Herzebene liegt, kann dies dazu führen, dass wir die Fähigkeit verlieren, andere zu berühren und selbst nicht mehr berührt werden können. Wir werden “cool” ..

          Um unsere elementaren Bedürfnisse zu stillen, gehen wir dann Deals ein. Wir wünschen uns berührt zu werden, aber bitte nur ein bisschen – das kann dann dazu führen, dass Männer ihr Verständnis von Liebe anbieten, um Sex zu bekommen. Frauen wiederum bieten dann Sex an, um etwas Liebe zu bekommen.

          Aber es ist letztlich ein Geschäft, wo der eine etwas gibt, um etwas anderes zu bekommen. Das ist, was festgehaltener Schmerz in uns verursacht – wir werden unfähig berührt zu werden. Auf dieser Ebene entsteht dann Sprachlosigkeit.

          Es ist nicht der erlebte Schmerz selbst oder das erfahrene Leid in der Vergangenheit, sondern unsere Reaktion darauf, die es einkapselte und seitdem festhielt. Die Vermeidung das zu fühlen, verursacht eine Menge Mindfuck.

          Die Fähigkeit berührt zu werden oder zu berühren, die kann wiederkommen, wenn wir uns dem Schmerz in uns stellen und bereit sind zu fühlen. Die Bereitschaft zu fühlen, ganz egal, was in uns drinnen ist, entlässt und integriert die Vergangenheit. Erst dann kann sie gehen.

          Coolness ist out. Fühle Radikal, du wirst feststellen, dass es dich wieder öffnet.

          DEAL?

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          • Hey, das ist cool!

            Mit seiner Hotline für besorgte Bürger erreichte Ali Can europaweite Aufmerksamkeit. Die Hotline für Menschen, die über Integration, Flüchtlinge oder Muslime reden wollen, ohne gleich als Rechte abgestempelt zu werden, für Menschen, die sich einfach interessieren oder Ängste, Sorgen oder Zweifel haben. Heute fördert Ali zusätzlich mit seiner Plattform unter dem Label Interkulturell-Leben eine bessere Verständigung zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und macht mit friedlichen Großdemonstrationen gegen Rassismus darauf aufmerksam, dass ein rassismusfreies Deutschland keine sinnlose Träumerei ist. Sein Ziel: Eine friedliebende deutsche Gesellschaft, in der einander mit Wertschätzung begegnet wird. Sein Motto: Wertschätzendes Zuhören ist der einzige Weg, um langfristig Andersdenkende zusammenzubringen. Freu dich auf ein spannendes Interview.

            lg,

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            • Neid, Moneten und die Kultur der Entrüstung

              Achtung! Dieser Artikel wird etwas länger. Um deine Zeit zu respektieren: Er lohnt sich für dich, wenn du die Themen Erfolg, Geld, Neid noch nicht 100% auf der Reihe hast.

              Wer gibt das schon gern zu?

              Um fair zu sein: Das Opfer in dir wird mich hassen.

              Wenn du es eh nicht loslassen willst, lies einfach nur schnell quer, komm zum Schluss, dass dies alles ungerecht und der Typ, der hier schreibt, bescheuert ist und meckere weiter. Das Opfer in dir ist jene Stimme, die genau weiß, wo die Ursache für dein Problem liegt – auf jeden Fall nicht in dir. Das Opfer in dir hat dich nie weitergebracht, dich nie vom Leid befreit und keine Lösung geliefert. Dennoch übt es eine faszinierende Macht auf uns aus. Es verspricht kurzfristige Ablenkung vom eigentlichen Problem und maximale Erregung unseres Gehirns bei minimalen Denkaufwand. Es gibt so viele wunderbare Baustellen, auf denen sich das Opfer austoben kann. Beziehungen, Politik, Glück oder – davon soll dieser Artikel handeln – Finanzen.

              Falls du mich noch nicht kennst: Ich schreibe gern provokant, aber nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger.

              Ich habe auch ein Opfer in mir und ich kenne Zeiten, in denen ich materiell wenig besaß und genau wusste, wer daran schuld war – auf jeden Fall nicht ich. Ich weiß, wie es sich anfühlt, Recht zu haben und sich gleichzeitig so besch… ohnmächtig zu fühlen. Doch so verlockend es ist: In diesem Sumpf auszuharren bringt dich nicht weiter.

              Als Person der Öffentlichkeit muss und will ich damit leben, dass viele Menschen eine Meinung über mich haben – meist ohne mich zu kennen. Normalerweise kümmere ich mich nicht darum, doch manchmal stolpere ich über Diskussionen, die muss ich einfach aufgreifen. Da wittert der Coach in mir die Möglichkeit, ein eventuell für viele Menschen spannendes Thema bewusster zu beleuchten. Vor ein paar Tagen fand ich einen Dialog im Netz, in dem sich einige Stimmen heftigst über den Preis unseres Silvester- Workshops entrüsteten: 280 €. Von „Ausbeutung, Gier, Geldmacherei,…“ war die Rede.

              Das nehme ich als Anlass, einige Gedanken niederzuschreiben, die ich schon lange einmal teilen wollte. Ich verstehe sehr gut, dass ein erfolgreiches Unternehmen wie unseres auch hervorragend Anlass für Projektionen gibt. Viele freuen sich mit uns. Es ruft Neider auf dem Plan und manche glauben, wir baden wie Dagobert in unserem Gold.

              Traum und Wirklichkeit

              Da Andrea und ich auf Transparenz stehen und ich Erfolg lehre, teile ich heute einige Überlegungen und Fakten aus unternehmerischer Sicht mit dir, die hoffentlich die Perspektive des Neides etwas auflockert und den Ball wieder mehr ins Spielfeld der eigenen Träume lenkt. Wenn wir Menschen für etwas bewundern oder beneiden, vergessen wir schnell, dass wir immer nur einen begrenzten Ausschnitt sehen. Den Moment im Rampenlicht und den meistens noch durch den eigenen Glauben verzehrt. Unternehmertum hat sehr viele Aspekte, Licht und Schatten, Gipfel und Täler.

              Andrea und ich arbeiten zum Beispiel 12 – 16 Stunden täglich und das sieben Tage in der Woche. Darauf sind wir weder stolz, noch beklagen wir uns darüber. Das haben wir – bis hierher – bewusst gewählt. Wir lieben, was wir tun und wir arbeiten sehr gern. Der Erfolg unseres Unternehmens ist nicht über Nacht entstanden. Wir haben in den letzten 25 Jahren hart dafür gearbeitet und durften oft einen langen Atem beweisen. Vor dem Erfolg haben wir harte ökonomische Durststrecken durchwandert, auf denen wir zum Teil nicht wussten, wie wir die nächste Miete zahlen sollen. Wir haben das Risiko immer selbst und allein getragen. Letztendlich stehen wir für jede Fehlentscheidung und jeden Misserfolg gerade.

              Im letzten Jahr haben wir das erste Mal seit 15 Jahren Urlaub gemacht. Den Urlaub, den wir in einigen Tagen antreten, haben wir vier Mal verschoben, weil immer irgendetwas im Geschäft dazwischenkam. Lass uns noch etwas genauer das irre viele Geld betrachten, welches ein Unternehmer doch offensichtlich einnimmt: „Die Lindaus haben ein Seminar gegeben, an dem haben 200 Menschen für 150 € teilgenommen. Wow! D.h. ja, sie haben 30.000 € verdient. Stimmt’s? Oder nimm mal sein neues Buch. Kostet 10 €. Hat sich in den ersten vierzehn Tagen 10.000 Mal verkauft. Dann hat er ja 100.000 € verdient.“ Das wäre schön.

              Bildquelle: https://www.micky-maus.de

              So sieht es wirklich aus: Vieles von dem, was reinkommt, landet gar nicht bei dem Unternehmer. Er gibt das Geld weiter, an Menschen und Posten, die du nicht siehst. Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel 80% unserer gesamten Einnahmen in technologische Weiter-Entwicklung reinvestiert. Wir tragen die Verantwortung für die Gehälter von zwölf Festangestellten und mindestens noch einmal so viel Freelancern. Wir sprechen hier von monatlichen Fix-Kosten im höheren sechsstelligen Bereich.

              An einem Buch arbeitet ein Autor lange Zeit unentgeltlich. Wenn er, wie in meinem Fall mit drei Fingern schreibt (selber schuld!), besonders lange. Von dem Erlös eines Buches erhalte ich 7 %, also 0,70 € von 10 €.

              Doch wenn alle diese Kosten abgezogen sind, geht es erst richtig los.

              Von jedem Euro, den du zum Beispiel für eines unserer Seminare bezahlst und der nach Abzug aller Kosten noch bei uns bleibt, darfst du nun abziehen:

              19 % für die Mehrwertsteuer.
              45 % für die Einkommenssteuer.
              Und nochmal einen fetten Betrag X für die Gewerbesteuer.

              Ob es intelligent ist, mit einem Unternehmen wie dem unsrigen von Deutschland aus zu agieren, kann man in Frage stellen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden. Wir sind dankbar für die Möglichkeiten, die uns dieses Land bietet und geben sehr gern viel an die Gesellschaft zurück. Für alle, die staatliche Förderungen genießen, über Autobahnen fahren oder ihre Kinder auf kostenlose Schulen gehen lassen: Das Geld dafür kommt irgendwoher. Vielleicht von den Menschen, auf die du neidisch bist.

              Ich liebe mein Leben und ich fühle mich auf allen Ebenen sehr beschenkt. Dies ist kein Klagen, sondern eine Einladung zum Augenöffnen. Denn Erfolg kommt nicht durch Bewunderung und erst recht nicht durch Neid zu dir, sondern nur, wenn du den Weg gehst und bereit bist, den Preis zu zahlen. Bevor du das nächste Mal die Finger ausstreckst, atme tief durch und frag dich, ob du je versucht hast vorzustellen, wie es sich in den Schuhen des Anderen läuft.

              Vielleicht beruhigt der Text ja ein wenig auch die, die sich Sorgen machen, ob Andrea und Veit im Reichtum ertrinken. Wir haben weder die Zeit, noch das Interesse an der Anhäufung von Luxusgütern. Wir sind extrem passionsgetriebene Menschen. Geld ist es nicht. Doch es ist cool, es zu haben. Uns geht es sehr gut. Wir wohnen in einem wunderschönen Haus (gemietet), fahren ein großes Auto (Q7, geleast) und gehen oft essen, weil keiner von uns beiden gern kocht. Zu mehr Luxus ist gar nicht die Zeit.

              Noch kurz eine Rechnung zu den 280 € für den Silvester-Workshop, die ja der Anlass der Diskussion waren.

              Ich verstehe, dass dies für Menschen, die hart kalkulieren müssen, viel Geld ist. Dennoch bereichern wir uns nicht. Das Haus (wir haben für Silvester bewusst etwas sehr besonderes gewählt), kostet uns mit Miete, Technik, Sicherheitskräfte, Essen,… 85.000 € (plus Mwst.). Es ist, was das Anmieten einer Location betrifft, nunmal die teuerste Nacht des Jahres. Wir reisen mit einem zehnköpfigen Team an, das auch bezahlt werden möchte. Die Künstler bekommen 5000 € für ihre Performance. Wenn wir den Break-Even schaffen, sind wir froh. Wir machen dies dennoch sehr gern, denn wir wollen dieses wilde Jahr mit vielen Menschen, die mit uns verbunden sind, würdevoll und großzügig vollenden.

              Der Mythos der Gutmenschen

              Ich höre immer wieder, nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Coaches und Therapeuten die Erwartungshaltung mancher Klienten, wenn es hier doch um Liebe gehe, sollte die Arbeit wenig oder am besten nichts kosten. Das führt so weit, dass manche meiner Kollegen mit Absicht tiefstapeln, was ihren Erfolg betrifft. Ich halte dies für eine bedauerliche Werteverschiebung einer materialisierten Gesellschaft, in der wir völlig selbstverständlich für alles bezahlen, was wir konsumieren und anfassen können. Egal, ob es uns guttut oder nicht. Alle Kollegen und Kolleginnen, die ich kenne, sind hart und fleißig arbeitende Menschen. Der Inhalt ihrer Arbeit ist wertvoll und wichtig. Das darf kosten und ich persönlich wünsche mir, dass alle Menschen in helfenden, therapeutischen und transformierenden Berufen stark anerkannt und auch finanziell honoriert werden.

              Geld darf kein Hindernis sein

              Natürlich sollte Geld niemals zwischen dir und der Liebe, zwischen dir und einer bedeutsamen Information stehen. Da gebe ich dir völlig Recht. Andrea und ich haben selbst Jahre erlebt, in denen wir extrem knapp bei Kasse waren und wir haben uns damals geschworen: Geld wird nie der Hindernisgrund sein, in den Genuss unserer Arbeit zu kommen. Das ist einer der Gründe, warum ich begonnen habe, Bücher zu schreiben, die sich jeder leisten kann (in der Bibliothek findest du sie kostenlos) und sehr viele Materialien und Videos gratis ins Netz zu stellen. Deshalb haben wir unsere Life Coaching Plattform humantrust gegründet. Hier können Menschen für einen 1 € am Tag unser gesamtes Wissen in hochwertigen Kursen und Live Videos abrufen.

              Für manche Menschen in Extrem-Situationen ist selbst das noch zu viel. Wir finden dafür immer eine Lösung. Meine Frau treibt unsere Buchhaltung mit ihren nicht vorgesehenen Extraregelungen manchmal in den Wahnsinn. 😉 An unseren Seminaren nehmen manchmal Studenten oder Alleinerziehende für einen Bruchteil des Preises oder sogar frei teil. Voraussetzung ist, sie kommunizieren selbstverantwortlich und nicht jammernd oder gar vorwurfsvoll mit uns.

              Also für das nächste Mal, wenn es dir nicht primär ums Meckern, sondern ums Mitspielen geht und du glaubst, den Eintritt für irgendetwas, was dir wirklich wichtig ist, nicht bezahlen zu können: Der Knoten liegt zu 99% in unserem Kopf. Vielleicht fragst du einfach, was du tun kannst, anstatt dich von deinem inneren Opfer kleinreden zu lassen. Dein Geist folgt deinem Fokus. Und deinem Fokus folgt dein ganzes Leben. Wenn du dich darauf konzentrierst, was du im Augenblick nicht haben kannst, wirst du es auch morgen noch nicht genießen. Es ist so essentiell, dich nicht auf das zu konzentrieren, was du nicht willst, sondern auf das, was du willst.

              Was ist dein Wunsch?

              Was ist dein Ziel?

              Es gibt tausend Wege dahin, die du heute noch nicht kennst.

              Die Frage ist, ob du sie entdecken willst.

              Quelle: http://veitlindau.com/2017/12/neid-moneten-und-die-kultur-der-entruestung/

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            • Akzeptiere dich!

              Was machen wir meistens, als spirituell angehauchte Leute, wenn ein Schmerz auftaucht? Wenn es uns eng wird ums Herz? Wenn es im Solarplexus zu rotieren beginnt oder unsere kleine Spaßbremse von Gedankenkarussel mit allen möglichen Niederträchtigkeiten auf uns einschlägt?

              Es gibt dann eine breite Palette von Möglichkeiten, Techniken und Werkzeugen, derer man sich nur zu bedienen braucht. Da wäre eine feine Herzmeditation oder ein Kristallklangerlebnis, um unser Herz wieder auszudehnen, so richtig angesagt. Das ist der normale, menschlich verständliche Versuch, drüber wegzugehen. Weil wir insgeheim glauben, so wie sich das anfühlt, sollte es nicht sein. Also unternehmen wir Anstrengungen, um uns wieder besser zu fühlen.

              Aber hier ist der Punkt: Das wird nur dafür sorgen, dass dieses Feeling vorhanden bleibt. Weil wir dadurch in der Vermeidung sind. Wir weigern uns die Realität, wie es sich grade in uns anfühlt, zu akzeptieren. Das es nicht so sein sollte ist ein extremer Mindfuck, dem wir ziemlich oft verfallen. Ich auch, immer wieder. Dadurch versperren wir uns sehr effektiv die Möglichkeit, dass wir uns aus dieser Verstrickung mit einem Konflikt lösen können.

              Indem wir in der Vermeidung sind (wenn wir glauben, dass sollte sich besser anfühlen), haben wir einen Konflikt von mindestens zwei Teilen in uns – was das Problem saftig verstärkt. Der Teil, der im Schmerz ist und der, der glaubt, so darf das nicht sein.

              Wenn du das schon mal gemacht hast und diese Dynamik erkennst, dann weißt du auch, dass der Versuch, dein Herzchakra auszudehnen, obwohl es “zickt”, noch mehr Schmerz verursacht und wo du dabei eine deutliche Verstärkung der Kontraktion wahrnehmen kannst.

              Ich habe eine gute Lösung gefunden, die immer für mich funktioniert:

              Und zwar, nichts drüber streuen, nicht heilen oder reparieren wollen, sondern direkt auf den Grund deines Herzens fokussieren, wo der Schmerz ist – dort, wo es kontrahiert. Fühle die Kontraktion und erlaube ihr, da zu sein.

              Das ist, was ich “accepting yourself business” nenne. Aber das ist schwierig und das kann auch nicht jeder sofort.

              Sei MIT dem Schmerz! Sei mit der Kontraktion und versuche nicht, sie loszuwerden – sondern akzeptiere es als zu dir gehörend.

              Es gibt gute Gründe, warum das Herz “zickt” oder krampft. Da ist niemals etwas falsch daran. Etwas in uns hat zugemacht, vertraut nicht mehr und hat Angst.

              Unser Herz kann aus vielen Gründen verschlossen sein. Unser Solarplexus kann auch vielen Gründen “unwuchtig” sein und das Gedankenkarussell, nun ja, da braucht es nicht viel. Das sind jedoch alles keine Ursachen, sondern nur die Folge, aufgrund des emotionalen Konfliktes, der darunter liegt.

              Es ist nicht einmal die jeweilige Situation, die uns Schmerz erleben ließ, sondern was wir daraufhin mit dem Schmerz gemacht haben. Wie wir es beurteilten. Das erzeugt den Konflikt.

              Vielleicht war es einfach zu viel, was wir aushalten konnten. Vielleicht konnten wir damit einfach nicht umgehen, fühlten uns überfordert – welche Gründe auch immer vorhanden waren, wir schoben es von uns weg, so gut wir konnten.

              Es kann die gegenwärtige Situation oder die Vergangenheit betreffen. Dahinter, bzw., drunter, liegt immer ein Teil unseres Wesens, das im Schmerz ist. Indem wir versuchen darüber wegzugehen, sagen wir quasi zu diesem Teil, du darfst dich nicht so fühlen.

              Aber der kann sich nur so fühlen, weil eine bestimmte Situation noch nicht verdaut werden konnte. Und es wird nie verdaut werden, wenn wir uns dem Schmerz nicht nähern und ihn als zu uns gehörig anerkennen.

              Dieser Teil ist nicht etwas fremdes, nichts außerhalb von dir, sondern ist letztlich DU selbst. Du, als du Schmerz erlebt hast, schwierige Erfahrungen gemacht hast, aber damals unfähig warst, diesen anzunehmen und ihn somit abgelehnt und von dir abgespalten hast.

              Was wir ablehnen, leugnen oder vermeiden zu fühlen, verschwindet nicht, sondern wird einfach nur außerhalb der bewussten Wahrnehmung geschoben und bleibt im “Unterbewusstsein” gespeichert. Und dort bleibt es. Es wird immer wieder bei entsprechenden Situationen getriggert und dich in den Hintern beißen.

              Der erste und wichtigste Schritt ist – fühle den Schmerz, lerne ihn kennen. Diskutiere nicht damit, belehre den Teil nicht, sondern gibt ihm deine Akzeptanz. Ergib dich und erkenne an: Ja, es hat weh getan. Genauso hat es sich angefühlt.

              Geh so entspannt, so offen und neutral, wie es dir jeweils möglich ist, mit deinem ganzen Bewusstsein dorthin, wo es weh tut. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Man beginnt meistens mit einer mentalen Form von Akzeptanz, die jedoch den Teil eher kalt lässt.

              Es ist kein mentales, sondern ein emotionales Problem, daher muss eine emotionale, wirklich zu fühlende Akzeptanz geschaffen werden. Deshalb bleibt man einfach so gut man kann, mit dem Schmerz, der Kontraktion und dem unangenehmen.

              Mit der Zeit erwächst eine bestimmte Form von Intimität und je öfter du es machst, desto mehr wird der Schmerz dir eine Geschichte erzählen, wie es sich angefühlt hat, als es passierte. Das wird sich manchmal wie ein echter Strudel anfühlen, aber bleib einfach dort anwesend.

              BLEIB bei der Herzkontraktion, bleib beim rotierenden Solarplexus und lass den Güterzug voller Gedanken dahinsausen, aber versuche es NICHT zu bewerten. Es braucht deine Akzeptanz, um wieder zu dir, in dein Bewusstsein zurückzukommen – das wird Integration genannt.

              Mach ein Langzeit Commitment. Je nachdem, wie schwierig diese Emotionen für dich sind, braucht es Zeit. Ich brauchte zwei Jahre Fühlarbeit, auf täglicher Basis, als es dann passierte. Als ich die volle, fühlbare Akzeptanz erreichte und das ist der Moment, wo sich der abgespaltene Teil öffnet und dich hereinlässt. Du fällst quasi voll mit deinem Ganzen Bewusstsein hinein.

              Plötzlich ist die Kontraktion weg, verschwunden ist das rotierende Solarplexus Zeug, die Gedanken stoppen, im Angesicht der Kraft ihrer Akzeptanz. Sie kommen zurück nach Hause, zurück ins Bewusstsein und sind nun einfach Teil der Erfahrung.

              Selbstliebe ist nur ein anderer Begriff für Selbstakzeptanz!
              Akzeptiere radikal alles an dir!

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              • Hej Steven!

                7. Dez. Veit Lindau, 10. Dez. Du .. ..
                Ich wünsche mir manchmal, Du würdest schon in der Überschrift einen Hinweis anbringen, wenn Du was von wem anderen bringst. Natürlich, wenn unten der Link ist, ist es klar. Ich fang bloß manchmal zu lesen an und wundere mich .. .. 😉

                Aber vielleicht magst Du es ja so, dass ich erst mal ein bisschen verwirrt bin,
                liebe Grüße
                Veron

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  • https://www.gmx.at/magazine/politik/abdel-hakim-ourghi-40-thesen-reform-islams-32701352

    Ein Interview von Fabian Busch
    Aktualisiert am 15. Dezember 2017, 22:00 Uhr

    Eine Religion des Friedens statt Vorwand für Abkapselung und Terror: Der Deutsch-Algerier Abdel-Hakim Ourghi will den Islam mit westlichen Werten zusammenbringen und ihn neu reformieren.

    Er möchte, dass seine Religion „den Anschluss an die heutige Zeit nicht verliert“: Der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi hat in einem Buch 40 Thesen zur Reform des Islam aufgestellt.

    Frauen sollen sich demnach gegen die Herrschaft der Männer erheben. Die Moscheen will er von „Import-Imamen“ befreien. Im Interview erklärt Ourghi, warum es nötig ist, der mächtigen konservativen Strömung einen liberalen Islam entgegenzusetzen.

    Herr Ourghi, Sie haben in Ihrem Buch 40 Thesen zu einer Reform des Islam aufgestellt. Gab es einen Auslöser, der Sie dazu gebracht hat?

    Abdel-Hakim Ourghi: Der Auslöser ist die Sinnkrise, in der sich der Islam befindet. Sie äußert sich in Gewalttaten, die von Muslimen verübt werden, in der Unterdrückung von Frauen, im theologisch begründeten Antisemitismus. Da wir in einem westlichen Kontext leben, halte ich es für nötig, den Koran und die Tradition des Propheten gemäß der jetzigen Situation neu zu interpretieren.

    Durch die Macht der sogenannten Dachverbände hat sich in Deutschland ein konservativer Islam etabliert. Es ist Zeit, den Islam auf der Grundlage der reflektierenden Vernunft zu reformieren. Diese Reform richtet sich gegen die Macht des poli­tischen Islam und der konservativen Gelehrten, deren veraltete Sichtweisen nicht mehr der Lebenswelt der hiesigen Muslime entsprechen.

    Warum ist diese konservative Strömung so mächtig?

    Die Moderne hat den Menschen von Grund auf verändert. Die Glaubensvorstellungen und -praktiken des Islam allerdings sind weitgehend dieselben geblieben. Bei uns im Westen gilt die Religion für viele Muslime als letzter Anker in einem unruhigen Umfeld. Seit Jahrhunderten wird der Islam von einer konservativen Theologie beherrscht, was immer wieder in Gewalttaten mündet.

    Sie sind der Überzeugung, dass der Islam eine Religion des Friedens sein kann.

    Allerdings. Ich unterscheide in meinem Buch zwei Teile des Korans. Der zeitlos-ethische Koran ist mit unseren westlichen Werten vereinbar. Er vertritt die Freiheit des Menschen, den Frieden und den Respekt vor dem anderen.

    Daneben haben wir aber noch den sogenannten politisch-juristischen Koran, der im 7. Jahrhundert entstanden ist. Wenn man sich heute noch an diesem Koran orientiert, führt das nur zu Problemen mit anderen Menschen. Dieser Koran ist historisch zeitbedingt und sollte nur in seinem Entstehungskontext verstanden werden.

    Eine Ihrer Thesen lautet: Der Islam hat sehr wohl mit Islamismus zu tun. Das bestreiten viele Muslime.

    Der Islam hat auch eine unheimliche Seite, die in seiner Um­gebung Unbehagen auslöst. Diese dunkle Seite ist immer dort erkennbar, wo die Religion von der Politik nicht zu trennen ist, wie etwa im gewalttätigen Fanatismus der Islamisten.

    Fest steht, dass nicht alle Muslime Terroristen sind. Fest steht jedoch auch, dass die Terroristen Muslime sind. Sie halten sich sogar für die besseren Muslime und be­anspruchen für sich, nach dem Koran und der Tradition des Propheten zu leben. Sie berufen sich auf den politisch-juristischen Koran, der in den Jahren 622 bis 632 in Medina offenbart wurde – und auf das Handeln des Propheten selbst als Staatsmann.

    Hat auch das Kopftuch seine Wurzeln in diesem politisch-juristischen Islam?

    Über das Kopftuch heißt es immer wieder, es sei im Islam begründet – was aber nicht stimmt. Das Kopftuch ist ein historisches Produkt der männlichen Herrschaft zur Kontrolle der Frauen. Das heißt nicht, dass ich etwas gegen Frauen habe, die aus freien Stücken ein Kopftuch tragen. Doch der kollektive Druck sollte nicht dazu führen, dass Frauen es tragen, um in der eigenen Gemeinde akzeptiert zu werden.

    Sie setzen sich sehr kritisch mit dem Islam auseinander. Sehen Sie auch Stärken der Religion?

    Natürlich. Wir lesen im ethischen Koran zum Beispiel, dass die Freiheit der Menschen ein hohes Gut ist. Und wir lesen dort, dass keine Religion die absolute Wahrheit besitzt und in der Religion kein Zwang besteht. Außerdem heißt es, dass man keine Angst zu haben braucht, wenn man seinen Glauben verändert.

    Sie haben mit Ihren 40 Thesen möglicherweise ein Fundament für Reformen gelegt. Wie müsste es jetzt weitergehen?

    Die Muslime müssen zunächst den Mut haben, miteinander zu reden und zu diskutieren – und zwar friedlich. Man kann voneinander lernen, unterschiedliche Meinungen können sich ergänzen. Inzwischen haben einige Muslime angefangen, über meine Thesen zu sprechen. Das ist ein toller Beginn. Viele Menschen schreiben mir, dass sie dankbar sind, dass ich dieses Buch geschrieben habe.

    In Berlin hat die Rechtsanwältin Seyran Ates eine eigene liberale Moschee gegründet …

    Ich bin Mitbegründer dieser Moschee, wir sind insgesamt sechs Personen. Wir haben gelernt, dass Reformen des Islam immer von einzelnen Stimmen eingeleitet wurden. Letztendlich war diese Diskussion über eine Reform des Islam aber immer eine Sache von Intellektuellen. Deswegen haben wir entschieden, ganz unten anzufangen: mit eigenen Moscheen und mit islamischem Religionsunterricht.

    Bekommen Sie auch negative Reaktionen auf Ihr Buch?

    Selbstverständlich. Nicht jeder ist mit den Reformvorschlägen einverstanden. Ich glaube, dass das ein historischer Prozess ist, der Zeit benötigt. Und ich bin sicher, dass wir Erfolge erzielen werden.

    Der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi wurde 1968 in Algerien geboren. Er leitet den Fachbereich Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, wo er Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht an Schulen ausbildet. In diesem Jahr erschien sein Buch „Reform des Islam: 40 Thesen“.

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    • Woanders habe ich gelesen, dass Abdel-Hakim Ourghi sagt, er könne nicht anders. Ich empfinde ihn trotzdem als sehr mutig.

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      • Westler werden z.B. durch false flag – Attentate gegen Muslime aufgehetzt und Muslime werden z. B. durch Drohnen gegen Westler radikalisiert. -> Wem das im Hintergrund nutzt? …

        So schätze ich sehr die Brückenbauer. Danke Veron, dass Du uns einen vorgestellt hast 🙂

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        • Danke Dir auch, lieber Andreas, für Deine Rückmeldung.

          Es gibt sicher einige Gründe für falsche „Berichterstattung“, manche können vielleicht auch nicht anders, ich will darüber nicht viel nachdenken.

          Für mich ist an dem Bericht auch wichtig, dass mein Wissen über den Koran korrigiert wurde. Ich wusste, dass er früher mal nicht so starr war, aber nicht, dass er auch heute nicht so sein muss. Es ist ein Lichtblick, dass es einen moderaten Weg gibt, eine Entwicklung möglich ist.

          Liebe Grüße
          Veron

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          • Im Moment leite ich einen Alphabetisierungskurs mit wie ich finde konservativen Muslimen. Neben dem Erlernen des Lesens und Schreibens ist das „Entstarren“ eines meiner Ziele. So bringe ich Ihnen jetzt Weihnachten näher. Oder am Freitag haben wir ein Spiel gemacht, bei dem sich sich an den Händen hielten.

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            • Hallo Andreas,

              Und wie kommt das an?
              Also ich würde den Ansatz für grundsätzlich richtig halten, besser etwas von uns geben als von denen Integration zu verlangen. Indem wir sie „beschenken“ statt zu erwarten wird jeder bleiben wer er ist, und trotzdem findet man zusammen. Das halte ich für sehr weiße.

              LG,
              Andi

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              • Und wie kommt das an?

                Danke für Dein Nachfragen, Andi.

                Mit den Lernfortschritten bin ich außerordentlich zufrieden. Der Kurs begann Anfang November und jetzt schon können fast alle das Alphabet. Mit der Beziehungsebene bin ich ebenso rundum zufrieden. Die Starken helfen den Schwachen und wir lachen viel.

                besser etwas von uns geben als von denen Integration zu verlangen

                Zum Zusammenspiel von Geben und Nehmen kann ich aus meiner langjährigen Erfahrung mit arabischen Teilnehmern sagen, dass gerade bei diesem kulturellen Hintergrund das Einfordern wichtig ist. Es braucht eine Arbeitsbasis. Hab doch einige zu nette Lehrer/Dozenten erlebt, die schließlich aufgegeben haben – so meine Perspektive von der „Front“.

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                • Hallo Andreas,

                  Ich kann mir auch gut vorstellen, wenn man es trotz Verständigungsproblemen schafft, Momente gemeinsamer Heiterkeit oder Andacht zu erzeugen, daß dies zwischenmenschlich für alle als verbindend wahrnehmbar ist. Kommunikation ohne Sprache, da es ein Alphabetisierungskurs ist.

                  Es würde interessieren, welches Gefühl Du hast, überhaupt Zugang zu bekommen. Abgesehehen vom Alphabet.
                  Wenn es konservative Moslems sind, wären da ja noch viel dickere Bretter zu bohren, als „Weihnachten näherbringen“. Gleichberechtigung der Frau, Akzeptanz anderer Religionen, Koran-Indoktrination der Kinder, Beschneidung etc. Wie lange würde das dauern?

                  Interessant finde ich auch, daß Europa, im Besonderen Deutschland als Battleground auserkoren wurde, um die Frage zu entscheiden, ob der Islam reformfähig ist oder doch in seiner mittelalterlichen politischen Diktion die westliche Welt erobern wird.
                  Ist dies jetzt die neue deutsche Aufgabe, Moslems auf den aufgeklärten, westlichen Weg zu führen?
                  (Aufgabe kommt offenbar von Aufgeben? Das ist mir beim Schreiben so aufgefallen, nur so btw.)

                  Sind diese konservative Moslems Menschen, die eine säkularisierte Gesellschaft akzeptieren?
                  Ich habe vor kurzem eine Reportage gesehen, die war schon älter, es ging um Migranten muslismischen Glaubens, deutsche Kinder in der Minderzahl an Schulen etc.
                  Da sagte ein Iman, daß Deutschland das islamistische Land von allen sei. Nur hier könne man seine Glauben ungehindert ausleben (sic!) und gleichzeitig immer mehr Forderungen erheben, den politischen Islam in die Gesellschaft zu tragen. Z.B. kein Schweinefleisch mehr in Schulkantinen, Gebetsräume im Theater, ja sogar generelle Schächtung, etc. All diesen moslemischen religiösen Animositäten wird hier hofiert und diese nutzen das aus. Ich sage nur Schuldkult etc. So lange wir in dieser Falle stecken, kann es keinen Ausweg geben.

                  Ich habe lange Zeit in einer Multi-Kulti Stadt gelebt und habe sehr viele ausländische Freunde, die sehen unser „Verständnis“ nur als Schwäche. Das sind viele Türken, aber auch Polen etc. Und wenn man da als Sozialpädagoge ankommt, und den üblichen, „Wir verstehen und mögen uns alle“ Sermon ablässt, wird man hinterm Rücken dafür ausgelacht. Die durchschauen das und verarschen Dich. Das ist die Realität, die ich erlebe.

                  LG, Dee Dee

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                  • „Aufgabe kommt offenbar von Aufgeben ..“

                    Come on, Dee. Du solltest eigentlich wissen, dass die Bedeutung von Wörtern durch Kontext zustande kommt und nicht alleine vom Wort selbst.
                    Man kann ein Paket oder einen Brief aufgeben, man kann aber auch seinen Widerstand geben etwas aufgeben. Das eine ist etwas auf den Weg bringen, das andere ne Sache der Nicht fortführung oder Kapitulation. Eine Aufgabe kann als Verpflichtung betrachtet werden, die diverse Handlungen erfordert. Eine Aufgabe kann eine Problemstellung sein, die man lösen möchte. Einer Aufgabe kann man beispielsweise „gerecht werden“, usw., usw., usw.

                    lg,

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                    • Come on Steven 😉
                      Ich frag mich, wieso Du Dich an diesem beiläufigem Satz in Klammern so aufhängst.
                      Habe viele wichtige Punkte angesprochen, und gerade Du hast ja damals mit dem „Hammer Gottes“ ein klares Statement abgegeben. Wie sieht es denn jetzt damit aus?

                      Und was ich echt nicht gut fand, als Du zu Bernd wegen seiner kritischen Kommentare dazu sagtest: (sinngemäß)
                      Wenn sich in der Zukunft herausstellen würde, daß er recht hatte, könnte er ja kommen und Dir das „unter die Nase reiben“ bzw vorwerfen. Ehem, wtf? Als ob es darum gehen würde, jemandem etwas vorzuwerfen. Es geht um Sachthemen, da haben persönliche Animositäten wenig mit zu tun. Check.

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                    • Hi Dee Dee
                      Ich hab mich nicht dran „aufgehängt“, sondern eine unlogische Verallgemeinerung aufgegriffen – mag sein, Korinthenkackerei, aber ich mag Verallgemeinerungen nicht.

                      Du hast ja damals mit dem „Hammer Gottes“ ein klares Statement abgegeben. Wie sieht es denn jetzt damit aus?

                      Hat sich nicht geändert, Probleme waren und sind nach wie vor zu erwarten.

                      PS.: Ich hab n Vorschlag – you come on and I come on, so we both get on straight ahead. 😉

                      lg,

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                    • „Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon.“

                      Zitat von Oscar Wilde

                      lg,

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                • Liebe Dee Dee

                  Mein großes Glück ist, dass ich einen Teilnehmer habe, der Englisch kann und mir oft dolmetscht. Das hilft ungemein.

                  Welchen Zugang, welches Gefühl ich habe?
                  Ich find es so erfüllend, einen Raum zu kreieren, in dem das Teile-und-herrsche-Spiel weniger Macht hat und in dem ich den Fortschritten quasi zuschauen kann. Ich sehe es als einen Dienst an den Menschen und auch an Deutschland. In meinem kltizekleinen Rahmen halt.

                  Deinen Abschluss-Absatz kann ich nur unterschreiben.

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            • Hi Andreas,
              Coole Sache das!

              lg,

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  • Ausgelöst durch die #MeToo-Debatte hat die schwedische Regierung ein neues Gesetz ausgearbeitet. Dabei geht es – kurz gesagt – um die ausdrückliche Zustimmung beider Partner zum Geschlechtsverkehr. Fast alle deutschen Medien berichteten darüber. Wie sie das taten findet der Postillon-Macher Stefan Sichermann jedoch alles andere als lustig und vor allem falsch. Seit über einem Tag versucht er nun die vermeintlichen Qualitätsmedien via Twitter auf ihre Fehler aufmerksam zu machen.

    Von Alexander Becker

    Doch lange regten sich beispielsweise weder das ZDF noch die Augsburger Allgemeine, der mit ihrer Story “Schweden: Männer müssen Sex-Genehmigung bei Frauen einholen” ein echter Social-Media-Hit gelang.

    Im Gespräch mit MEEDIA erklärt der Postillon-Macher, wo der Teufel im Detail steckt und warum er sich so über die Darstellung vieler Medien ärgerte.

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    Kein Witz: Seit einem Tag versuchen Sie, also der Postillon, einige Medien auf einen Fehler aufmerksam zu machen. Um was geht es?

    Stefan Sichermann: Es geht darum, dass in Schweden ein neues Gesetz eingeführt wird, das neu regelt, ab wann eine Vergewaltigung vorliegt. Vor allem wird da jetzt genauer differenziert zwischen verschiedenen Formen der Vergewaltigung. Und ein wichtiger Punkt: Eine Vergewaltigung liegt nicht mehr nur noch dann vor, wenn das Opfer vorher „nein“ gesagt hat. Das soll vor allem wohl verhindern, dass die Behörden bislang wenig machen können, wenn jemand eingeschüchtert wird und deshalb aus Angst zustimmt.

    Gibt es dazu eine Quelle?
    Die schwedische Quelle in Englisch dazu: „If a person has not agreed in words or by their clear actions that they are willing to engage in sexual activity, then forcing or coercing them into a sexual act will be illegal.“ Das bedeutet relativ simpel, dass beide Beteiligten, den Sex wollen müssen. Wie genau das signalisiert werden muss, steht da wiederum nicht. Es muss halt klar sein. Dem kann man eigentlich kaum widersprechen. Und dem widerspricht auch in Schweden so gut wie niemand. Alle Parteien stimmen dafür. Auch die rechte Partei der Schwedendemokraten, die alles andere als glühende Feministen sind. Daran kann man schon erkennen, dass das Gesetz nicht so dramatisch ist, wie in Deutschland dargestellt. Wenn es Kritik gibt, dann, dass das Gesetz nicht viel ändern dürfte, also alles fast gleich bleibt. Kritiker nennen das Symbolpolitik, Verteidiger des Gesetzes sagen, es könnte helfen, die Mentalität zu ändern.
    Welchen Hauptfehler haben die deutschen Medien jetzt gemacht?
    In deutschen Medien wird es allerdings so dargestellt, als müssten Männer (obwohl das Gesetz für alle gilt, nicht nur für Männer) jetzt immer vor dem Sex selbst ihre Ehefrau fragen, sonst wäre es automatisch eine Vergewaltigung. Oft heißt es sogar, man muss am besten schriftlich zustimmen. Und das wird geliket und geteilt, weil alle denken, dass die Schweden spinnen. Ich wurde überhaupt erst darauf aufmerksam, weil mich viele anschrieben und fragten, ob das eine Postillon-Nachricht ist.

    Lässt sich nachvollziehen, wie der Fehler entstanden ist?

    Die meisten völlig falschen Artikel in Deutschland kommen übrigens von einem Autor. André Anwar. Der ist wohl freier Schwedenkorrespondent und hat seinen inhaltlich völlig schwachsinnigen Artikel in der Braunschweiger Zeitung, in den Stuttgarter Nachrichten, in der Augsburger Allgemeinen und in der NOZ untergebracht. Daraus scheint auch eine dpa-Meldung entstanden zu sein. Focus Online schreibt wiederum von der Augsburger Allgemeinen ab und zitiert das und so geht es munter weiter. Am schlimmsten ist das dann bei der Welt, wo es heißt, Schweden ist jetzt mit Saudi-Arabien und dem Iran das unromantischste Land der Welt. Ulf Poschardt jammert ähnlich. Naja, und noch verrückter wird es dann, wenn auch noch ZDF „heute“ (bei Twitter) und BR24 den gleichen Mist ablassen. Bento hat auch berichtet und sogar einen Link auf thelocal.se gesetzt. Und trotzdem den gleichen falschen Quatsch nachgeplappert.

    Hören die betroffenen Medien Sie denn. Hat schon jemand reagiert?

    Nein. Poschardt hat ’nen schlechten Witz gemacht. Sonst reagiert niemand. Gehört wird das sicher. Aber ignoriert. Die wollen das halt durchstehen. Halt doch! MEEDIA hat sich gemeldet.
    Glauben Sie, die Ignoranz wäre ähnlich, wenn nicht eine Satireseite auf den Fehler aufmerksam machen würde?
    Ich glaube, das ist wurscht. Die hätten das auch bei anderen so ignoriert.

    Ganz grundsätzlich: Haben Sie das Gefühl, dass die vermeintlichen Qualitätsmedien mittlerweile mehr Fehler machen und mehr Quatschmeldungen übernehmen als früher?
    Puh. Schwer zu sagen. Ein Grund könnte aber sein: Der falsche Artikel in der Augsburger Allgemeinen hat bald 10.000 Likes und verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Da haben die sicher nix dagegen.

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    Auf MEEDIA-Anfrage antwortete die Chefredaktion der Augsburger Allgemeinen, dass man die Kritik wahrgenommen habe, derzeit den Fall prüfe und gegebenenfalls transparent korrigieren werde.

    Die NOZ legte bereits an ihrem Artikel zu dem Thema Hand an. Darunter findet sich nun der Hinweis: „Eine vorherige Version dieses Artikels enthielt sachliche Fehler. Wir haben ihn an entscheidenden Stellen geändert.“

    Auch die dpa reagierte auf die Vorwürfe von Sichermann. Gegenüber MEEDIA erklärte ein Sprecher (Anmerkung: am Ende des Textes folgt noch einmal das ganze Statement), dass sich die dpa-Meldung nicht nur mit Schweden, sondern auch mit Dänemark und Norwegen befasst hat und nicht auf einem anderen Artikel beruht. Die dpa zu MEEDIA: „Klar ist aber: Es soll nicht mehr ausreichen, dass der eine Partner irgendwie (passiv) davon ausgeht, dass der andere Partner schon auch will, wenn er/sie einfach nur nicht Nein sagt. Er muss sich vergewissern. Und das hat dpa auch geschrieben. dpa wird das Thema sachgerecht und differenziert auch in den kommenden Tagen noch einmal aufgreifen.“

    Die Reaktionen auf die Korrektur-Versuche von Sichermann könnten empörter kaum sein. So kommentiert beispielsweise Thomas Knüwer in Richtung der Redaktionen: “Hey, Klassikmedien! Eine Satireseite korrigiert euch! Eine SATIRESEITE! Muss man noch mehr über euren Zustand wissen?”. Zuvor twitterte Mario Sixtus bereits: “Seit zwei Tagen müht sich die Satire-Seite Postillon, auf eine sich selbst replizierende Falschmeldung in deutschen Qualitätsmedien hinzuweisen.”

    Update: Hier noch einmal das vollständige Statement der dpa in der Sache:
    „Die dpa-Meldung, die sich im übrigen nicht nur mit Schweden, sondern auch mit Dänemark und Norwegen befasst, ist natürlich nicht aus einem anderen Artikel entstanden. Die Passage zu Schweden lautet: ‚Schweden will per Gesetz festlegen, dass man künftig aktiv um Erlaubnis für Geschlechtsverkehr bitten muss. Sonst droht eine Verurteilung wegen Vergewaltigung, auch ohne erkennbare Auseinandersetzung oder Gewalt. Das neue «Einverständnis-Gesetz» soll im Juli in Kraft treten.‘
    Schwedens Regierungschef Stefan Löfven hatte wörtlich gesagt: ‚Im Grunde ist die Botschaft einfach: Man erkundigt sich (oder „bringt in Erfahrung“), ob der, mit dem man Sex haben will, auch Sex haben will. Ist das unsicher, lass es sein.‘
    Löfven spricht also klar von einem aktiven Handeln. Wie das in der Praxis ernsthaft umgesetzt werden soll, wie genau die einzuholende Zustimmung aussehen soll, diskutieren die Juristen derzeit noch. Das könnte dann ein ausdrückliches ‚Ja, ich will‘ ebenso sein wie eine unmissverständliche Geste o.ä.
    Klar ist aber: Es soll nicht mehr ausreichen, dass der eine Partner irgendwie (passiv) davon ausgeht, dass der andere Partner schon auch will, wenn er/sie einfach nur nicht Nein sagt. Er muss sich vergewissern. Und das hat dpa auch geschrieben. dpa wird das Thema sachgerecht und differenziert auch in den kommenden Tagen noch einmal aufgreifen.“

    Quelle: http://meedia.de/2017/12/20/schweden-sex-der-postillon-und-die-qualitaetsmedien-der-fast-aussichtslose-kampf-der-satire-seite-um-eine-richtige-berichterstattung/

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  • Da Wahheit und nix wie da Wahheit! ^^

    Warum die Erde eindeutig eine Scheibe ist!

    Die Erde ist eine Kugel. Dachte man jedenfalls bisher. Doch „Flacherde-Anhänger“ sind davon überzeugt: Unser Planet ist in Wirklichkeit eine Scheibe. Aufgrund zahlreicher Nachfragen, was denn nun stimmt, haben wir das mal näher untersucht. Dabei sind wir mehr und mehr zu glühenden Verfechtern der Scheiben-Theorie geworden. Denn wir haben herausgefunden: Es gibt tatsächlich zahlreiche unwiderlegbare Beweise für die Scheibenform der Erde! Dazu gehören fehlende Filzstiftspuren am gesamten Äquator, seltsame Stimmen aus dem Navi im Auto und auch mysteriöse Umwege von Flugzeugen! Aber der Reihe nach …

    Das Bild zeigt ganz klar: Bei Tag ist es überall auf der Erde hell, nirgends ist es dunkel. Bild: NASA

    Hier gleich ein erstes schlagendes Argument, das gegen die Kugelform der Erde spricht: Wenn die Erde wirklich eine Kugel wäre, müsste es ja Regionen geben, in denen es Tag ist, während es andernorts noch dunkel wäre. Schließlich kann eine Lichtquelle wie die Sonne nicht die gesamte Kugel gleichzeitig anleuchten. Das kann man mit einer Taschenlampe und einem kleinen Ball selbst leicht überprüfen: Während eine Hälfte des Balls hell angestrahlt wird, liegt die andere im Dunkeln. Jetzt stelle man sich vor, wie sich diese angebliche Erdkugel um ihre eigene Achse dreht: Dadurch müsste die Grenze zwischen der hellen Tag-Seite und der dunklen Nacht-Seite allmählich über den Erdball hinweg wandern. Der Tag würde dann zuerst in Asien, danach in Europa und später auch in Amerika beginnen, weil die Sonne dort zu unterschiedlichen Zeiten aufginge. Man müsste wahrscheinlich sogar verschiedene Zeitzonen einrichten, damit es beispielsweise in den USA nicht wie bei uns in Europa 12 Uhr mittags ist, obwohl es da drüben gerade erst hell wird!

    Aber so ist das alles ja bekanntlich nicht. Vielmehr taucht die Sonne, sobald sie über den Rand der Erdscheibe geklettert ist, unsere gesamte Welt in helles Licht. Überall – ob in Peking, Köln oder Los Angeles – fängt der Tag in derselben Sekunde an, überall ist gleichzeitig Mittag. Und abends geht die Sonne überall im selben Augenblick unter. Schließlich wird ja auch überall auf der Welt im selben Moment Neujahr gefeiert und das Feuerwerk gestartet und nicht erst in Australien und viele Stunden später bei uns – eben weil der erste Tag im neuen Jahr wie alle Tage weltweit gleichzeitig beginnt.

    Auch das kann man leicht selbst ausprobieren, wenn man den Ball gegen eine flache Untertasse oder einen kleinen Teller austauscht: Erst die Taschenlampen-Sonne aus einigem Abstand unter den Teller halten, dann langsam höher nehmen – und bingo: Sobald die Taschenlampe über dem Rand auftaucht, ist es überall auf der Oberseite hell.

    Was hinter dem Horizont ist

    Wer schon mal auf einem Schiff – beispielsweise bei einer Kreuzfahrt – draußen auf hoher See war, der weiß: Weit vom Land entfernt sieht man rundherum nur Wasser! Wenn sich das Schiff dann einem Hafen nähert, taucht am Horizont die Küste auf, die man vorher nicht gesehen hat. Die hinterlistigen Flacherde-Gegner behaupten, das würde die Kugelform der Erde beweisen: Weil man nämlich mit jedem Kilometer, den man in Richtung Horizont unterwegs ist, Dinge sieht, die vorher hinter der Horizontlinie waren und die man wegen der Krümmung der Erdoberfläche erst nicht sehen konnte.

    Die vier Reisen von Kolumbus nach Amerika. Die Karte beweist: Eigentlich hätte Kolumbus nicht lange suchen müssen, denn Amerika ist auf unserer flachen Erdscheibe von Europa aus gut zu sehen. Wahrscheinlich war er kurzsichtig. Bild: Wikipedia

    Krümmung der Erdoberfläche? Pah! Fast wären wir auf dieses Argument hereingefallen! Aber es stimmt natürlich nicht! Auf unserer flachen Scheiben-Erde sieht man bekanntlich immer einfach alles: die ganze Erde bis zum Rand der Scheibe! Außer bei Nebel oder wenn Berge die Sicht versperren oder wenn man die Augen zumacht. Warum man dann auf hoher See weit vom Land entfernt keine Küste sieht, wo doch die Wasseroberfläche ganz flach ist und nichts den Blick behindert? Man muss eben bloß genauer hinschauen! Eigentlich hätte Kolumbus – wäre er nicht so verdammt kurzsichtig gewesen – gar nicht übers Meer segeln und da lange rumsuchen müssen, wo dieses Amerika liegt: Wäre er mal rechtzeitig zum Augenoptiker gegangen oder hätte er sich ein Fernrohr gekauft und ein bisschen besser hingeguckt – tja, dann hätte er Amerika schon von Madrid aus gesehen, bevor er überhaupt losfuhr! Oder war das Mailand? Na egal, Hauptsache Italien.

    Fehlende Navigationssatelliten
    So sollen Navigationssatelliten die Erdkugel umkreisen. Bild: ESA

    Anhänger der Kugel-Theorie behaupten, dass es so etwas wie Satelliten gibt! Ja, unfassbar – aber es kommt noch schlimmer: Diese (räusper) „Satelliten“ würden um die (nochmal räusper) „Erdkugel“ kreisen. 20 bis 30 solcher Satelliten senden angeblich permanent Signale zur Erde, die von sogenannten „Navis“ im Auto empfangen werden. Nur mal zwischendurch der Hinweis: Bei einer Scheibenerde sind viel weniger Satelliten nötig, was einmal mehr die enormen Vorteile gegenüber der angeblichen Kugelform zeigt. Jedenfalls: Aus der Zeit, die diese Satellitensignale bis zur Erde unterwegs sind, ließe sich dann – immer der Kugel-Theorie zufolge – die genaue Position des Autos ermitteln. So wüssten wir, wo wir uns gerade befinden und welchen Weg wir bis zum Ziel nehmen müssten.

    Ein Navigationsgerät im Auto. Bild: DLR

    Das ist natürlich Quatsch, da die Erde eben keine Kugel, sondern eine Scheibe ist! Es gibt weder Satelliten noch Navis! Alles Erfindungen der Kugel-Theoretiker! Ihr fragt euch jetzt vielleicht: Wie kommt es dann, dass uns die Stimme aus dem Navi den Weg weist und uns oft ja auch korrekt zum Zielort führt? Nun, wahrscheinlich befinden sich ortskundige Personen, die vorher mit Laserkanonen oder anderen fiesen Methoden geschrumpft wurden, in den Navis – und sie rufen uns verzweifelt „jetzt bitte rechts abbiegen“ oder „der Hauptstraße folgen“ zu, weil sie bestraft werden, wenn der Schwindel auffliegt. Vielleicht sind sie auch selbst Kugel-Theoretiker, die sich aus Verblendung freiwillig haben schrumpfen lassen! Den Einwand, dass man auf dem Display des Navis Karten sieht, die sich unterwegs – je nachdem wo man sich gerade befindet – immer wieder aktualisieren, lassen wir nicht gelten: Wahrscheinlich malen die kleinen Navi-Insassen dies von innen auf den Bildschirm, der in Wirklichkeit eine simple Glasscheibe ist (oder eine von diesen Zaubertafeln, die es früher mal für Kinder gab, wo so bunte Linien auftauchten, wenn man mit einem Plastikstab drüber strich).

    Winkel: der mathematische Beweis

    Die linke Skizze zeigt eine ebene Fläche: Hier ergeben die Innenwinkel eines Dreiecks zusammen immer 180 Grad. Rechts ein Dreieck auf einer Kugel, wo die Winkelsumme durch die Kugelform größer ist.

    In einem Dreieck ergeben die drei Winkel, an denen sich die Seiten berühren, zusammen immer 180 Grad. Das ist die sogenannte Winkelsumme. Auf einem Blatt Papier kann man das mit einem einfachen Geodreieck leicht nachmessen. Das gilt aber nur für ebene Flächen. Auf einer Kugel ist diese Winkelsumme größer, weil die Linien und Winkel verzerrt sind. Bis hierhin sind sich Flacherde- und Kugeltheoretiker ausnahmsweise mal einig. Das heißt aber auch: Wäre die Erde wirklich eine Kugel, dann müsste ein Dreieck mit drei sehr langen Seiten (auf kurzen Strecken macht das keinen Unterschied) wie etwa dem Äquator, dem Nullmeridian und dem 90. Längengrad eine Winkelsumme von 270 Grad haben. So weit so gut. Die Kugel-Theoretiker könnten daher leicht beweisen, dass sie recht haben: Sie müssten lediglich mit einem etwas dickeren Filzstift diese Linien auf die Erdoberfläche auftragen und dann die Winkel nachmessen.

    Das tut aber niemand! Nirgendwo entlang des Äquators – wir sind die gesamte Strecke mehrfach abgegangen und haben es vor Ort überprüft – findet sich irgendeine Filzstift-Linie! Auch auf der Meeresoberfläche nicht – und dass man dort keine Linie aufs Wasser malen kann, ist eine faule Ausrede, da es bekanntlich wasserfeste Stifte gibt! Also: Warum treten die Kugel-Verschwörer nicht diesen simplen Beweis an? Die Antwort ist offensichtlich: Weil es eben nicht so ist, wie sie behaupten!

    Piloten fliegen absichtlich Umwege!

    Hier ein weiterer Beweis, bei dem es um den kürzesten Weg zwischen zwei Orten wie beispielsweise Frankfurt und New York geht. Nimmt man eine flache Landkarte zur Hand und zeichnet eine schnurgerade Linie – das ist ja die kürzeste Distanz zwischen zwei Punkten – ein, so zeigt sich: Sie führt geradewegs über den mittleren Atlantik. Das Erstaunliche ist aber: In Wirklichkeit nehmen Flugzeuge zwischen beiden Orten eine ganz andere Route, nämlich weit über den nördlichen Atlantik hinweg (manchmal fast schon so weit im Norden, dass man die Spitze von Grönland sehen kann, wenn man einen Fensterplatz erwischt hat und nicht auf so einem doofen Mittelplatz mit den Sitznachbarn um die Armlehne kämpfen muss). Begründet wird das natürlich wieder mal damit, dass die Erde eine Kugel sei.

    Die Fluglinie von Frankfurt nach New York. Links die kürzeste Flugroute auf einer zweidimensionalen Erde, rechts auf einer dreidimensionalen Erdkugel. Die Frage lautet: Warum nehmen nahezu alle Piloten die rechts gezeigte „krumme“ Bahn, obwohl unsere Erde flach ist und die direkte Strecke (links) viel kürzer wäre?

    Tja, auch auf diesen gemeinen Trick könnte man fast hereinfallen: Denn bei einer Kugelform – wie es auf einem Globus gut zu erkennen ist – wäre der kürzeste Weg tatsächlich die nördliche Route. Du kannst das leicht überprüfen, indem du einen Faden zwischen beiden Orten spannst und die verschiedenen Flugrouten vergleichst (dabei genügt der Faden auf dem Globus, du musst ihn nicht über den echten Atlantik spannen, was natürlich noch aussagekräftiger wäre, aber auch die Gefahr beinhalten würde, dass du den Faden verlierst, wie es uns fast bei diesem Satz, der einfach nicht enden will, obwohl er nur in Klammern steht, passiert wäre, wenn wir jetzt nicht doch noch die Kurve gekriegt hätten).

    Da die Erde aber keine Kugel ist – warum fliegen die Piloten dann diese enormen Umwege? Das kostet immerhin sehr viel Sprit und damit Geld. Warum also nehmen sie nicht den kürzeren Weg, der auf unserer geliebten Flacherde natürlich die direkte Linie ist? Wir vermuten, dass sämtliche Piloten der Welt gemeinsame Sache machen und durch ihre absurden Umwege den Glauben an die Erdkugel aufrechterhalten wollen – vielleicht weil sie per Funkverbindung mit Gedankenstrahlen manipuliert werden und sich dagegen selbst mit Aluhüten nicht schützen können, vielleicht weil sie einfach gerne länger fliegen! Und auch sämtliche Globus-Herstellerfirmen stecken bestimmt mit den Piloten unter einer Decke! Vielleicht sogar auch die Schaffner der Transsibirischen Eisenbahn und diverse Skilift-Besitzer – aber das ist eine andere Geschichte …

    Jahreszeiten und Alien-Bratkartoffeln

    Erklärung der Jahreszeiten nach dem Erdkugel-Modell. Der rote Punkt symbolisiert einen Ort in Europa.

    Angeblich kommen die Jahreszeiten dadurch zustande, dass die Erde die Sonne umkreist. Und da die Achse der Erdkugel leicht schräg geneigt ist und immer stur in derselben Richtung zeigt, egal wo sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne befindet, zeigt mal die nördliche und mal die südliche Halbkugel unseres Planeten zur Sonne, sodass in diesen Regionen dann mehr Wärme ankommt. Das alles sagen die Kugel-Wissenschaftler.

    Wie kompliziert ist das denn bitte? Das versteht ja niemand. Viel einfacher ist die Erklärung bei einer Scheiben-Erde: Die Sonne (in Wirklichkeit viel näher an der Erde als immer behauptet wird) kreist wie ein Heizstrahler dicht über der Scheibe und erwärmt so mal diese, mal jene Region. Wo sie gerade über der Scheibe schwebt, ist es wärmer und daher Sommer. Und weil die Sonne dabei nicht nur Wärme, sondern auch Licht auf die Erdscheibe abstrahlt, ist es dann im Sommer auch immer gleichzeitig Tag und im Winter immer Nacht. Oder anders gesagt: Tage gibt es nur im Sommer, Nächte nur im Winter. Daher sind alle Tage immer und überall Sommertage – auch im angeblichen Winter, den es tagsüber ja gar nicht geben kann (weshalb es übrigens auch nicht mehr so richtig tief verschneite Winter gibt wie früher, was ganz nebenbei auch den Klimawandel erklärt). Apropos „nebenbei“:

    Wir bitten den Leser an dieser Stelle herzlich darum, den Widerspruch dieses Erklärungsmodells einer über der Erdscheibe kreisenden Sonne mit der weiter oben erwähnten Vorstellung einer Sonne, die bei Tag die ganze Erdscheibe erleuchtet und nachts unter dem Scheibenrand verschwindet, zu ignorieren. Wir arbeiten daran, diese Details irgendwie noch so hinzubiegen, dass es halbwegs passt.

    Satellitenbild der Sonne. Links sieht man verdächtige Abgase, die durchaus von einem außerirdischen Bratpfannen-Antrieb stammen könnten. Bild: NASA

    Jedenfalls: Damit die Sonne andauernd im Kreis über die Erdscheibe flitzt und es mal hier und mal da Tag werden lässt, braucht sie natürlich irgendeinen Antrieb (da hat es die Erdkugel-Theorie in der Tat viel einfacher, indem sie die Sonne und alle Planeten einfach im Weltraum herumschweben und sich gegenseitig anziehen lässt). Aber es gibt schließlich hitzefeste Materialien, wie man sie von Bratpfannen kennt, die ja auch nicht auf der heißen Herdplatte zerschmelzen.

    Warum sollte die Sonne also keine Triebwerke aus solchen temperaturbeständigen Werkstoffen besitzen? Vielleicht wurden die Pfannen-Antriebe von irgendwelchen Außerirdischen an die Sonnenoberfläche drangeschraubt (logischerweise mit hitzefesten Schrauben) und die Aliens bereiten sich da leckere Bratkartoffeln zu! Vorher Zwiebelringe in reichlich Butter anrösten, die Kartoffeln in alienfingerdicke Scheiben schneiden und leicht salzen – einfach lecker! Oder die Außerirdischen brutzeln sich da Spiegeleier, die übrigens besonders gut gelingen, wenn man in der letzten Minute nochmal den Deckel auf die Pfanne tut und anschließend etwas Petersilie drüberstreut! In diesem Zusammenhang sei das alte Wortspiel erlaubt: Wenn Sie mit Nachnamen „Silie“ heißen, nennen Sie Ihren Sohn bitte nicht Peter. Okay, das führt jetzt etwas von der Scheibenerde ab – auch wenn die Spiegeleier und der Witz genau so flach sind. Und die Alien-Bratpfannen-Theorie (kurz ABT) ist zugegebenermaßen etwas spekulativ und noch nicht abschließend bestätigt – aber andererseits auch nicht ganz ausgeschlossen!

    Schluss mit dem alten Merksatz!
    Die Planeten unseres Sonnensystems – so wie Wissenschaftler es uns „verkaufen“ wollen. Bild: NASA

    Dass andere Pfannen … äh, Entschuldigung, … Planeten wie die Venus und der Mars dann ebenfalls ihre eigene Sonne brauchen, weil unsere dicht über der Erdscheibe herumflitzt und logischerweise nicht überall gleichzeitig sein kann, versteht sich von selbst. Das Sonnensystem hat demzufolge nicht nur acht Planeten, sondern auch acht Sonnen. Daher weisen wir abschließend darauf hin, dass auch der Merksatz zur Reihenfolge der Planeten dringend geändert werden muss! Er lautet bisher: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“, wobei die Anfangsbuchstaben wie M, V, E usw. für Merkur, Venus, Erde stehen – in der Reihenfolge der Planeten von innen nach außen. Abgesehen davon, dass kein Vater jeden Sonntag den Nachthimmel erklärt und kein Kind das auf Dauer ertragen könnte, ohne seelischen Schaden zu nehmen: Die Reihenfolge ist einfach Unsinn, da es ja wie eben bewiesen nicht nur eine einzige Sonne gibt! Bei vielen Sonnen ist die Reihenfolge aber ganz egal – und der Merksatz könnte dann beliebig umgestellt werden und beispielsweise lauten: „Ja nun! Manche Menschen erzählen völlig stupiden Unsinn.“

    Übrigens: Wir werden diese Serie fortsetzen! Lesen Sie demnächst: „Betrug: Auch Christbaum-Kugeln und Ostereier in Wahrheit nur Scheiben!“ und „Spieler gesteht: Wir mussten Kugelform der Fußballscheiben vortäuschen!“.

    Quelle: http://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-12657/22082_read-50426/

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  • Weihnachten ist eine Gelegenheit, dem Krieg im Inneren und im Außen, weniger Aufmerksamkeit und Energie zu geben.

    Indem wir wirklich anwesend sind, wenn wir mit Familie und Freunden zusammenkommen, verblasst die Macht emotionaler Aufreger und anderer Nichtigkeiten.

    Ich wünsche euch allen entspannte und angenehme Weihnachten!

    Get this feeling. Happy Christmas ❤

    Steven

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  • WOW! He is a real bad ass guitar Hero ..

    1971 trat Sänger und Gitarrist David Gilmour mit seiner Band Pink Floyd zum ersten Mal im römischen Amphitheater in Pompeji für den Konzertfilm „Pink Floyd: Live at Pompeii“ auf, damals ohne Publikum. 45 Jahre später kehrte Gilmour im Rahmen der einjährigen Release-Tournee für sein Hit-Album „Rattle that Lock“ nach Pompeji zurück – ein exklusives Event vor 2.600 Rock-Fans.

    In einem audiovisuellen Spektakel mit Lasershow, Feuerwerk und einer kreisförmigen Riesenleinwand hält Regisseur Gavin Elder in „David Gilmour Live At Pompeii“ Highlights aus zwei Konzerten fest. Der einstündige Film zeigt großartige Musik und die Performance einer Band mit Starbesetzung. Die Konzerte umfassen Titel aus David Gilmours gesamter Laufbahn sowie viele Pink-Floyd-Klassiker, darunter „One of these Days“ – der einzige Titel, den die Band auch schon 1971 in Pompeji spielte.

    Außerdem bekam das Publikum an beiden Abenden eine außergewöhnliche Darbietung von „The Great Gig in the Sky“ („The Dark Side of the Moon“) zu hören, einem Titel, den David Gilmour als Solokünstler nur sehr selten spielt.„David Gilmour Live At Pompeii“ zeigt einen Musiker auf dem Höhepunkt seiner Kunst.

    https://www.arte.tv/de/videos/078889-000-A/david-gilmour-live-at-pompeii/

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  • Hm mache mir schon seit längerer Zeit Gedanken über solche Veröffentlichungen wie diesen hier: „Der Deutsch-Algerier Abdel-Hakim Ourghi will den Islam mit westlichen Werten zusammenbringen und ihn neu reformieren“ in höchster Form Gedanken.

    Was möchte man hiermit eventuell bezwecken? Was ist ein konservativer Moslem?Und geht man demnächst auch an die sogenannten konservativen Christen? Ist ja nett zu lesen, überhaupt wenn so ein Artikel von einem Deutsch-Algerier verfasst wurde.

    Ich habe den hier eingestellten Artikel nur teilweise durchgelesen, da mir das Thema so langsam auf den Geist geht. Vielleicht denke ich auch irgendwie verkehrt, aber mir kommt hierzu in den Kopf, dass man so langsam aber zügig einen Einheitsbrei erschaffen mag. Man erschafft Probleme, präsentiert gleichzeitig Lösungen, um vom Wesentlichen abzulenken

    Hierzu der kopierte Text von DeeDee:
    Wenn es konservative Moslems sind, wären da ja noch viel dickere Bretter zu bohren, als „Weihnachten näherbringen“. Gleichberechtigung der Frau, Akzeptanz anderer Religionen, Koran-Indoktrination der Kinder, Beschneidung etc. Wie lange würde das dauern?

    Was ist denn die Gleichberechtigung der Frau??Kann eine Frau überhaupt gleichberechtigt sein? Und was ist mit den Männern?Bekommen dann die Frauen in naher Zukunft auch keine Kinder mehr, sondern werden diese dann nur noch künstlich, ganz nach Belieben in der Retorte fabriziert? Und somit wären dann auch die Geschlechtsmerkmale überflüssig………obwohl es geht ja eigentlich um Macht, Geld und Sex…….ergo Sexsklaven wären dann auch noch nützlich, lassen wir das vorerst lieber einmal…….darüber kann man ja zu einem späteren Zeitpunkt noch nachdenken.

    Wie wars denn, als man den Ungläubigen und Andersgläubigen das Christentum aufgezwungen hat? Lief das nicht auch irgendwie auf eine gleiche Art und Weise ab, ok damals war es mit körperlicher Gewalt und heute erscheint mir das noch grausamer, da es wohl eine psychologische Kriegsführung ist.

    Wenn es dann soweit ist, haben wir alle Uniformen an, schauen aus wie die Ameisen und sind am malochen für andere, diese Wiederrum heben sich wohl bemerkt, noch mehr aus der Masse heraus, als heutzutage……..schöne neue Welt, Georg Orwell lässt grüßen.

    Ich weiß nicht, ob ich nun zu den Verschwörungstheoretikern gehöre, aber ich mag hiermit auch an das Thema vom 10. Dez. von StevenBlack anknüpfen : Akzeptiere dich!

    Gehört es nicht auch zur Akzeptanz meiner Selbst, dass ich meinen eigenen Raum einnehme und auch hier Grenzen setze. Das haben die Menschen hier in Europa, vor allem die in Deutschland noch nie gelernt. Wurden und werden immer noch durch geschichtliche Untermauerung mit einem Schuldbewusstsein indoktriniert, so dass sie nicht bemerken was hinter der Bühne passiert.

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    • „Ich habe den hier eingestellten Artikel nur teilweise durchgelesen, da mir das Thema so langsam auf den Geist geht.“

      Ich habe gerade das Bild von viel Wut vor meinem inneren Auge, wie eine dicke Wolke oder eine Lawine bei der folgenden Argumentation – wow!

      „Akzeptiere dich!“

      Ja, liebe Heike, das stimmt schon, aber weißt Du auch, was genau in Dir Du akzeptierst bzw. akzeptieren möchtest? Was Dir so auf den Geist geht, dass Du den Artikel gar nicht richtig lesen kannst? Was jetzt nicht heißt, dass Du das können sollst, sondern nur: wer in Dir ist das? Bist Du gewillt, diesen Teil näher zu betrachten?

      „.. .. Wurden und werden immer noch durch geschichtliche Untermauerung mit einem Schuldbewusstsein indoktriniert, so dass sie nicht bemerken was hinter der Bühne passiert.“

      Und was ist mit dem hinter Deiner Bühne, auf der gerade Entrüstung über andere in Vergangenheit und Gegenwart gespielt wird?

      Liebe Grüße
      Veron

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    • Hallo Heike,

      Hm mache mir schon seit längerer Zeit Gedanken über solche Veröffentlichungen wie diesen hier: „Der Deutsch-Algerier Abdel-Hakim Ourghi will den Islam mit westlichen Werten zusammenbringen und ihn neu reformieren“ in höchster Form Gedanken.

      Was möchte man hiermit eventuell bezwecken? Was ist ein konservativer Moslem?Und geht man demnächst auch an die sogenannten konservativen Christen? Ist ja nett zu lesen, überhaupt wenn so ein Artikel von einem Deutsch-Algerier verfasst wurde.

      Diese Bewegung ist höchst notwendig, eine Reformation des Islams ist überfällig, damit er aus den gedanklichen Inhalten eines Mittelalters wieder herauskommt. Und das ist es, was bezweckt wird, aber das wird dauern, sicher. Aber wenn das nie angegangen wird, dann dauert das einfach an. Soll man einfach rumstehen und nihcs tun, weil es so lange dauern wird? Dann würde noch nie etwas passiert sein, nirgends. Weil gesellschaftliche Prozesse einfach andauern.

      Was ist denn die Gleichberechtigung der Frau??Kann eine Frau überhaupt gleichberechtigt sein? Und was ist mit den Männern?Bekommen dann die Frauen in naher Zukunft auch keine Kinder mehr, sondern werden diese dann nur noch künstlich, ganz nach Belieben in der Retorte fabriziert? Und somit wären dann auch die Geschlechtsmerkmale überflüssig………obwohl es geht ja eigentlich um Macht, Geld und Sex…….ergo Sexsklaven wären dann auch noch nützlich, lassen wir das vorerst lieber einmal…….darüber kann man ja zu einem späteren Zeitpunkt noch nachdenken.

      Warum beschäftigt dich das? betrifft es dich persönlich? Ich nehme einmal an, nein. Lass die Menschen ihre komischen, mentalen geschichten abarbeiten, sie sind halt dort, wo sie sind. Es wird nichts so heiss gegessen, wie etwas gekocht wird. Unsere ganze Gesellschaft ist in einem Umbruch, das beste was man da machen kann ist, bei sich selbst zu bleben und vor der eigenen Haustüre zu kehren.

      Gehört es nicht auch zur Akzeptanz meiner Selbst, dass ich meinen eigenen Raum einnehme und auch hier Grenzen setze.

      Ja, durchaus. Aber die Frage ist immer, wer oder was in mir, nimmt welchen Raum ein? Ist es Hass, Abwehr oder eine starke, souveräne Persönlichkeit? Und was ist was?

      lg,

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      • „Ja, durchaus. Aber die Frage ist immer, wer oder was in mir, nimmt welchen Raum ein? Ist es Hass, Abwehr oder eine starke, souveräne Persönlichkeit? Und was ist was?“

        Hej Steven,

        Mit diesen Begriffen kann man es sich auch immer so zurechtlegen, wie es einem passt.
        Die Aktion, Bernd hier rauszuschmeissen würdest Du sicherlich als Auftritt einer souveränen Persönlichkeit bezeichnen. Aber warum ist es nicht Abwehr?
        Du agierst als Souverän und sagst, dies ist mein Raum, ist ok für mich. Und das hier ist ein Blog.

        Gehen wir also raus ins Leben außerhalb des Netzes. Da sehe ich auch jede Menge starke, souveräne Persönlichkeiten, die ihren Raum einnehmen (und nicht aufgeben möchten). (Gemeinsame) Räume, die viel relevanter sind, weil Veränderungen dieser Räume unmittelbare Auswirkungen auf das Leben haben.
        Aber stehen diese Persönlichkeiten für Dich auf der „falschen“ politischen Seite, siehst Du es immer als Abwehr oder Hass.

        LG

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        • Nicht zu vergessen, dass Bernd unter dem Begriff „Stinkstiefel“ schreiben „durfte“ . So kann`s keine echte gemeinsame Räume geben.

          Eine gute Zeit zwischen den Jahren

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          • Hi Andreas,

            Nicht zu vergessen, dass Bernd unter dem Begriff „Stinkstiefel“ schreiben „durfte“. So kann`s keine echte gemeinsame Räume geben.

            Bernd hat den Namen selbst gewählt – er wurde nicht dazu gezwungen. IMHO fand ichs sehr passend. Bernd hat vorher bereits zweimal ne Warnung kassiert und konnte sich eigentlich lange spielen.
            Irgendwann isses genug und das Resultat ist nicht verhandelbar ..

            lg,

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        • Hi Dee Dee,

          Ja, durchaus. Aber die Frage ist immer, wer oder was in mir, nimmt welchen Raum ein? Ist es Hass, Abwehr oder eine starke, souveräne Persönlichkeit? Und was ist was?“

          Hej Steven,

          Mit diesen Begriffen kann man es sich auch immer so zurechtlegen, wie es einem passt.

          Nein, wenn man das Ernst nimmt, kann man das nicht. Ich spreche davon, seine eigenen Wahrnehmungen und Ansichten einer Beobachtung und Analyse zu unterziehen. Wenn man das regelmäßig macht, wird man feststellen, dass es sich oft um ein Mischmasch vieler Absichten und Intentionen in uns handelt. Dabei kann mman sehr viel über sich selbst lernen ..

          lg,

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          • Hej Steven,
            Du weichst imho aus. Ich bezog mich nicht auf die Selbstbetrachtung und -reflexion, da sind wir vollkommen d’accord, sondern auf das Urteilen über Motive bei Anderen. Ich habe da bis jetzt von Dir nichts gelesen, was den AfDlern auch etwas Gesundes in Bezug auf ihre Einstellung attestiert. Nur in der Art wie: Sind kleine Kinder, die sich einen starken Anführer wünschen, hängen in „alten“ Energien (die schlecht sind) fest, Abwehr, Hass, Nazitum etc…
            Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege.
            lg Dee Dee

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            • Hej Dee Dee

              Du weichst imho aus. Ich bezog mich nicht auf die Selbstbetrachtung und -reflexion, da sind wir vollkommen d’accord, sondern auf das Urteilen über Motive bei Anderen.

              Aber ich bezog mich auf Selbstreflexion und wer das ernsthaft macht, der wird entdecken dass die eigenen Motive sehr selten geradlinig sind, sondern ein wilder Mix und Mischmasch, der innere Wunden zum Ausdruck bringt.

              Ich habe da bis jetzt von Dir nichts gelesen, was den AfDlern auch etwas Gesundes in Bezug auf ihre Einstellung attestiert. Nur in der Art wie: Sind kleine Kinder, die sich einen starken Anführer wünschen, hängen in „alten“ Energien (die schlecht sind) fest, Abwehr, Hass, Nazitum etc…

              Ich habe immer wieder erwähnt, dass ich nachvollziehen kann, warum Leute die AFD wählen, weil sie sehr gut darin sind auf den Emotionen der Menschen zu spielen, wie auf einer Fidel. Die Einstellung oder Intention von Wählern der AFD kann durchaus „gesund“ sein. Aber an der AFD gibt es nichts gesundes und sie ist tatsächlich durchsetzt von rückwärtsgewandten, inkompeteten Leuten mit einem IQ von Volksschülern. Wer das nicht erkennen kann – okay. Für mich hat sich das Thema AFD erledigt, ich lass die wo sie sind. Aber erwarte nicht von mir, dass ich sie je gutheiße ..

              lg,

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  • Liebe Verona,

    danke dir für deine Betrachtungsweise.Natürlich habe ich beim Betrachten der Hintergründe eine Wut in mir, ist das denn nicht natürlich? Diese darf doch auch sein. Alleine mit Licht und Liebe und wegschauen ist es nicht getan.

    Ich akzeptiere die Wut in mir, wenn du das meinst, die Traurigkeit über das was im Außen passiert. Was mir hier auf den Geist geht, ist ,dass man immer wieder über die bösen Moslems
    berichten mag, dabei sind die Menschen, welche sich einem so extremen Glaube unterwerfen keine wahren Moslems, ist ja das Gleiche wie bei den sogenannten Katholiken oder Protestanten. Zudem heißt glauben nicht wissen…….und eines weiß ich, ich betrachte Menschen wie sie sich mir gegenüber zeigen. Entweder sie haben Masken auf oder aber, sie sprechen aus dem Herzen. Und ich kenne einige Menschen mit moslemischen Glaube, die mehr Herz haben, als zum Teil manche sogenannten Christen.

    Ist auch bei der Gleichberechtigung der Frau so………unsere Gesellschaft geht von einem Extrem ins andere. Zuerst wurde die Frau unterdrückt und wie schaut es denn im Moment mit den Männern aus, wie die sich wohl bei ner Frauenquotengesellschaft fühlen. Und klar bin ich ein Teil dieser Gesellschaft, aber ich alleine kann auf diese Gesellschaft nur zu einem kleinen Teil einwirken.

    Was hinter meiner Bühne abgeht willst du wissen bzw. hinter meiner Maske……….mag sein, dass ich hier in Resonanz mit manchen Themen bin, aber weil es mich bestürzt.
    Ich für meinen Teil, kann die Welt nicht retten. Ich kann aber versuchen in meiner Mitte zu bleiben und ab und an schüttelt es mich auch noch ganz gewaltig. Wenn du den Weg für dich gefunden hast, jeden Tag ganz in deiner Mitte zu ruhen, so sei dankbar hierfür, ich hab es noch nicht geschafft, dazu bin ich noch zu sehr Mensch.
    Menschen haben nun mal Themen, Emotionen………..und Gefühle. Wenn diese mal nicht mehr sein dürfen, dann sind wir Roboter oder aber im Nirvana.

    Und leider hänge ich noch in einem Job, bei dem es ohne Maske nicht immer geht. Bzw. es ginge schon, aber dann wäre ich ruck zuck arbeitslos, hätte jeden Tag Urlaub, so wie jetzt und würde wohl anderen auf der Tasche liegen.

    Wenn du jedoch für dich die ultimative Lösung gefunden hast, heißt das noch lange nicht, dass diese Lösung die richtige für mich ist. Wir sind ja irgendwie alle gleich und doch so unterschiedlich 😉 Für jede weitere Anregung bin ich jedoch sehr dankbar, da ich manche Kommentare hier sehr gut finde.

    LG
    Heike

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    • Liebe Heike!

      Nein, ich will nicht wissen, was hinter Deiner Bühne abgeht. Und ich vermute, Du weißt es gar nicht oder nicht so wirklich, das ist nicht etwas, wo man schnell mal hinter den Vorhang blickt, sagt „aha, so ist das“, und schon ist was anders .. ..

      Es steht auch nicht zur Debatte, ob Du Emotionen etc. haben darfst, Wut, Hintergründe.. .. Ja, das alles ist ganz natürlich, habe ich den Eindruck gemacht, dass ich das bezweifle?

      Also mal ganz langsam: Um sozusagen hinter seine Bühne schauen zu können, bedarf es eines langen inneren Prozesses. Der erste Schritt könnte sein, für sich mal zu akzeptieren, dass es da mit großer Wahrscheinlichkeit ein inneres Kind gibt, das durch ein Trauma entstanden ist, und ein Wächter, der die Wut, Trauer etc. auf Themen im außen lenkt. Es spielt dafür keine Rolle, wie berechtigt das alles ist, wie schlimm der Zustand der Welt, wie die Menschen etc. Ich sehe das durchaus auch .. .. Dennoch ist es ein Ablenkungsmanöver.

      Ultimative Lösung? Wieso glaubst Du das? So wie es mir geht, kann man wirklich nicht von Lösung sprechen. Aber ich habe einiges verstanden.

      Was den Islam betrifft .. .. ich gehe davon aus, dass mit steigendem Bewusstsein der Menschheit Religionen verschwinden werden. Die Menschen werden zurückblicken und verstehen, dass sie nötig waren, als die Menschen ein anderes Bewusstsein hatten. Und für viele ist es derzeit eben noch so, dass sie die Religion brauchen, egal ob Christentum, Islam, Hinduismus oder was auch immer. Ich gehe auch davon aus, dass viele Moslems gar nicht glücklich sind mit den vielen Vorschriften, von denen sie bislang nicht wussten, dass die gar nicht sein müssen, weil ihnen das so eingeredet wurde. Es ist super, dass sich jemand der Sache annimmt, und es ist mir so was von egal, ob das ein Deutsch-Algerier oder sonst wer ist .. ..

      Liebe Grüße
      Veron

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  • Danke dir Veron für deine Sicht der Dinge 😉

    Wahrscheinlich dauert der innere Prozess je nach Themen und Prägungen und vor allem, je nach Verständnis bzw. Gefühle oder Innenschau (schwer in Worte auszudrücken, zumindest für mich) des jeweiligen Menschen ein Leben lang an. Bei dem einen geht es etwas schneller und beim anderen etwas länger. Manchmal löst sich das eine Thema auf und das nächste klopft an. Aber spielt denn Zeit wirklich eine Rolle 😉

    Wären wir zufrieden mit uns selbst und somit auch mit dem Außen, würden wir das ja gar nicht bemerken.

    Ich für meinen Teil bin dankbar für solche Anstupser, wie ich sie nenne, wenn sie auch herausfordernd sein können, zumindest für mich fühlt es sich so an.

    Wünsche allen hier einen guten Start ins Neue Jahr, s´ist ja bald soweit 😉

    Liebe Grüße, Heike

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  • Silke Schäfer, die 2017 viel von fließenden Energien und wunderbaren Möglichkeiten sprach (und vielleicht haben ja einige was davon bemerkt), schreibt auf https://silkeschaefer.com/veranstaltung/astrologischer-blick-ins-2018-zuerich für 2018 unter anderem:

    „sind .. .. vermehrt Geduld und Beharrlichkeit gefragt.“

    und auch:

    „2018, 2019 und 2020 werden ganz wichtige Vorbereitungsjahre für die nächsten 25 Jahre (bzw. ca. 2000 Jahre)“

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    • Hi Veron,
      Silke Schäfer ist am 17.1. in Graz, ich werde hingehen. Ich finde die Frau interessant .. 🙂

      lg,

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      • Das wird dann sicher auch interessant, was Du, lieber Steven, darüber berichtest .. .. 🙂
        Ich finde sie auch interessant, aber manchmal halte ich sie nicht aus, dann muss ich ein Video schnell wieder abschalten.

        Liebe Grüße
        Veron

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        • Frau Schäfer ist schon eine interessante Frau, aber weshalb sollte ich mir solche Dinge, die nicht im hier und jetzt passieren anhören? Vorschau auf das Kommende, brauch ich das?? Eigentlich sollten wir doch in die eigene Kraft kommen und uns nichts mehr vorkauen lassen.

          Mit Esoterik und Voraussagen kann man die Menschen sehr gut steuern.

          Aber geht es nicht vielmehr um die eigenen Themen und das eigene Fühlen? Jede Lebensgeschichte schaut etwas anders aus.

          LG
          Heike

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    • Es soll sich in den nächsten Jahren einiges entwickeln .. .. mehr „Herz“, mehr Bewusstsein, sogar Telepathie .. ..

      Erst mal scheint es noch schlimmer werden zu müssen. Im letzten Jahr war es für mich auffällig, dass Leute, deren Beruf es ist, schriftliche Fragen zu beantworten, völlig unpassende Antworten gaben. Wir fragten z.B. nach einem schnurgebundenen Festnetztelefon „an welches man per Kabel ein Headset anschließen kann“ und bekamen ein Mobil-Teil empfohlen .. ..

      Zuletzt ging es mir auch mit der Patientenanwaltschaft so. Die Frage „Darf ich eine Verödung von Hämorrhoiden (oder ähnliches) verlangen, ohne vorher eine Darmspiegelung machen zu lassen, wie vom Arzt gefordert?“ ist doch eigentlich ganz simpel. (Es gibt da seit einigen Jahren eine Richtlinie, wonach der Proktologe sich erst überzeugen muss, dass man nicht irgendwo im Verlauf des Darms Krebs hat, bevor er was am Ende des Darms „repariert“, 2010 war das überhaupt noch kein Thema.) Ja, darf man, nein, darf man nicht, jein, darf man unter gewissen Umständen. Oder vielleicht gar ganz ehrlich: das Thema stellte sich noch nie, wir wissen es nicht.

      Nein, da kommt erst mal Blabla von Regeln der medizinischen Wissenschaft, und der Arzt hat sich doch sicher nur überzeugen wollen, ob der Eingriff nötig ist und ich solle zu einem anderen gehen. Im zweiten Anlauf: ich kann den Arzt zu keiner Behandlung zwingen, aber wenn ich glaube, falsch behandelt zu werden, kann ich mit dem Beschwerdeformular .. .. und allen Unterlagen .. .. aber gerade war doch klar, dass ich nicht behandelt wurde, jedenfalls sah es so aus, und es gibt daher auch keine Unterlagen .. .. ich gebe es auf!

      Mehr Bewusstsein .. .. ?! Wie wäre es für den Anfang damit, dass Leute merken, wenn sie nur abwimmeln .. ..
      Mehr „Herz“ .. .. ?! .. .. und dann mit dem Abwimmeln aufhören

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  • Hi Veron,

    ich denke Menschen mit Herz gibt und gab es schon immer. Genauso Menschen die telepathische
    Fähigkeiten hatten und haben…….das heißt, dass sie mit ihrem Gefühl verbunden sind.
    Herz, Verstand und Bauchgefühl sind im Einklang.

    Was ist schlimm, also hier in Bezug auf deine von dir sogenannten schlimme Zeiten. Eigentlich leben wir doch sehr gut, hier in Deutschland, wenn es auch Missstände gibt, aber gab es die nicht schon immer.

    Wenn ich an meine Omi denke, sie hatte 2 große Kriege mitgemacht. Einmal als Kind und dann als Witwe mit 2 kleinen Kindern, das stelle ich mir schlimm vor. Und was hat sie getan, sie hat gelebt und das Leben so genommen, wie es kam und auf ihre Art und Weise das Beste draus gemacht.

    Bzgl. der Behandlung beim Arzt geht es doch nicht nur um Leitlinien, sondern nach der Beurteilung des Arztes, der den Patienten darüber in Kenntnis setzt, welche Möglichkeiten es gibt und dann letztendlich der Patient entscheidet, was bei ihm getan wird. Hier setze ich natürlich ein Vertrauensverhältnis voraus. Jedem steht es auch frei, eine Zweit- und Drittmeinung einzuholen.

    Der Patient muss für jeden Eingriff unterschreiben, also hat auch er die Verantwortung und entscheide somit, was getan wird oder nicht.

    Ich für meinen Teil, informiere mich immer erst selbst. Heute in Zeiten des Internets ist das ja ganz einfach. Danach gehe ich zum Spezialisten und dieser darf mir dann nochmals alles erklären. Je nach dem, was der mir erzählt, sage ich dem was mir gefällt und was nicht. Was ich selbst darüber in Erfahrung gebracht habe und sehe dann, ob er darauf eingeht und was er wiederum zu sagen hat und entscheide dann für mich, was gemacht wird.

    Lieber Gruß
    Heike

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    • Ja, liebe Heike, es ist schlimm, was andere durchmachen bzw. durchgemacht haben. Aber Vergleichen ist keine gute Sache, wenn es darauf hinaus läuft, eigene Anteile nicht wahrnehmen zu wollen, ihnen nicht erlauben wollen zu sein .. .. Die Oma bewundern, was sie geschafft hat, ist eine andere Sache, und das ist natürlich o.k.

      Vielleicht hast Du aber recht, dass es gar nicht schlimmer wird und es mir nur so vorkommt. Da wir angeblich in einer so besonderen Zeit leben, habe ich blöderweise gewisse Erwartungen .. .. vielleicht dauert es aber 2000 Jahre dafür. Und ich muss mich auch selbst „bei der Nase nehmen“, weil mein Bewusstsein auch noch nachhinkt.

      „ .. Arztes, der den Patienten darüber in Kenntnis setzt, welche Möglichkeiten es gibt und dann letztendlich der Patient entscheidet, was bei ihm getan wird. “

      Tatsächlich ? Hierzulande gehen die Uhren offenbar anders, zumindest in der Spitals-Ambulanz .. ..

      „Ich für meinen Teil, informiere mich immer erst selbst. Heute in Zeiten des Internets ist das ja ganz einfach.“

      Ich auch .. .. hilft dann aber nichts, wenn es nicht so ist wie im Internet. Und ich stellte die Frage aufgrund eigener gemachter Erfahrung: „ja, könnte ich schon, aber es wäre ein ärztlicher Kunstfehler das zu tun, ohne vorher den gesamten Darm zu untersuchen, Sie könnten ja Darmkrebs haben, der das verursacht.“ Ich habe so eine Darmspiegelung mal gemacht, da war ich dreißig, ich habe mir geschworen, das nie wieder zu machen, und inzwischen geht es mir so, dass ich weiß, dass ich das Abführmittel und Hungern auch gar nicht mehr schaffe. Außerdem ging der Schlauch damals an einer Stelle nicht durch, das hatte ich dem Arzt dann gesagt. Prompt wurde daraus „dann machen wir das in Vollnarkose und entfernen auch gleich alle Hämorrhoiden. Gehen Sie zur Aufnahme und machen einen Termin aus“.
      Selbst entscheiden sieht anders aus. Immerhin durfte ich mich wieder anziehen, das Spital verlassen und sehen, wie ich ohne Behandlung zurechtkomme.

      Entschuldige bitte, das wolltest Du vermutlich nicht alles wissen .. ..
      Liebe Grüße
      Veron

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  • Ich bewundere meine Oma in keinem Falle und hätte auch nicht mit ihr tauschen wollen.
    Ich wollte hiermit nur ausdrücken, dass jeder auf seine Art und Weise mit dem Leben umgeht.

    Manchmal sehen wir Dinge sehr schwer, die sich dann in Wirklichkeit ganz anders auswirken. Andere Dinge hingegen erachten wir zuerst als leicht und dann kommt es knüppel dick.

    Was du damit meinst, dass man eigene Anteile nicht wahrhaben mag, versteh ich jetzt ehrlich gesagt nicht.

    Ob wir in besonderen Zeiten leben, weis ich auch nicht. Für mich sind sie manchmal besonders und manchmal erschwerlich und manchmal läuft es eben halt so und dann wieder annersch. Für manche technische Errungenschaften bin ich dankbar und das was mir nicht dienlich ist, von dem lasse ich die Finger.

    Ob Bewusstsein nachhinken kann? Hmmm weiß nicht was du damit sagen willst……Bewusstsein ist für mich ein Wort, wo jeder wohl etwas anderes darunter versteht.

    Ich bin mir meiner bewusst ja und weiß auch was ich möchte. Mehr kann ich hierzu nicht schreiben.
    Und wenn es mal nicht so läuft wie ich es gerne hätte, dann versuche ich dagegenzusteuern. Mal klappt es und mal nicht. Lösungsorientiert nenne ich das.
    Aber das sollte wohl jeder für sich testen.

    Die Erfahrungen mit Darmspiegelungen durfte ich schon des öfteren machen und kann hier mitfühlen. Abführmittel sind heutzutage auch nicht mehr Standart, da die Ärzte den Darminhalt auch absaugen können. Ich musste schon 2007 vor meiner großen Darm Op nicht mehr abführen.
    Aber auch dies hat seine Vor- und Nachteile, weshalb man immer schön nachfragen sollte und sich das auch genau erklären lässt, weshalb ein Arzt dies oder jenes vorschlägt.

    Wenn mich ein Arzt abfertigen, oder über meinen Willen entscheiden mag, sieht er schon mit wem er es zu tun hat. Einen Termin ausmachen ohne dass ich zuvor über alles in Kenntnis gesetzt werde, geht gar nicht, das hätte ich dem werten Herrn Doktor gesagt, je nach dem wie er auf mich wirkt, mit einem Lächeln oder mit einem Hilfesuchenden Gesicht. Es kommt immer auf die jeweilige Situation an.
    Ich bin auch schon bei einem Arzt laut geworden und danach lief es. Man kann auch dem Arzt seine Ängste offenbaren und dann werden manche ganz zugänglich. Ärzte sind ja auch Menschen und stehen in der heutigen Zeit sehr unter Stress, sieh es mal unter dem Aspekt. Versuch von Herz zu Herz zu reden und lasse dich vom Weißkittel nicht blenden.

    Ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Gute.

    Lieber Gruß
    Heike

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    • Habe etwas vergessen, wenn ein Arzt zu mir sagt, er könnte das schon so machen, aber es wäre ein ärztlicher Kunstfehler, würde ich ihn fragen, ob es denn so ginge wenn ich unterschreibe, das ich ausdrücklich nur diese Behandlung mag. Mit Menschen kann man doch reden und auch seine Ängste und Bedenken äußern. Ich würde ihm sagen, dass es um dein Körper geht und du mit den Auswirkungen leben musst und nicht er. Er gibt sein Bestes für dich und du unterschreibst, dass du ausdrücklich nur diese oder jene Behandlung magst.

      LG Heike

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    • „Was du damit meinst, dass man eigene Anteile nicht wahrhaben mag, versteh ich jetzt ehrlich gesagt nicht.“

      Tut mir leid, liebe Heike, ich vergaß, dass Du hier noch nicht lange liest.
      Liebe Grüße
      Veron

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      • Ob es dir leid tut wegen mir, oder wegen dir liebe Veron, das ist hier die Frage.

        Manche Dinge sind hier sehr gut beschrieben, aber manche vergessen hier, dass wir auch ein
        Unterbewusstsein haben, welches bei jedem anders tickt.

        Weshalb sind wir denn hier mit einem Körper, Geist und Seele um alle diese Anteile auch zu benutzen. In Einklang zu bringen.

        Licht und Liebe, was uns schon die Kirche gepredigt hat, ist sehr schön, genauso wird das von einigen esoterischen Lehrern übernommen und wenn man nicht mit dem Ganzen in Übereinstimmung ist, wird man in die Ecke des Unwissenden geschoben. Glauben heißt nicht wissen und was ich noch nicht selbst erfahren habe, kann ich nur glauben. Ergo muss ich testen um es herauszufinden.

        Ansonsten lässt man wieder das Opferbewusstsein zu.

        Klar habe ich Anteile und wenn ich die unterdrücke, wie bei deinem Beispiel mit dem Doc, dann steh ich eben als Opfer da. Die Anteile heißen „Durchsetzungskraft“ und für mich selbst einstehen. Diese Erfahrung durfte ich im Leben machen.

        Ich kann mir noch so viel ausdenken und mit Gedankenkraft da reingehen und im Außen tut sich gar nix, weil ich eben nur begrenzt einen Einfluss darauf habe. Ändere ich mich aber im Denken und somit auch im Tun, sage ganz klar was ich möchte und was nicht, dann bekomme ich entweder eine seichte Aussage und dreh mich um, weil ich die Angst des anderen erkenne, die nicht mehr zu mir passt oder aber ich lasse mich umdrehen, mache das was er möchte oder aber ich bleibe in meiner eigenen Angststarre und plag mich mit meinen Grasfressern am Hintern rum.

        Das Leben ist keine Einbahnstraße.

        Der Körper zeigt einem ja auch was nicht stimmt, so sehe ich inzwischen jede Erkrankung, er ist Signalgeber und manchmal komm ich an einer Op oder einem medizinischen Eingriff nicht herum. Die Op bzw. die Veränderung an meinem Körper bestimme jedoch ich, ich hab hinterher damit zu leben. Der Arzt ist in diesem Falle lediglich Dienstleister und sollte das Beste für den leidenden Patienten tun, da interessieren mich Richtlinien einen feuchten Dreck.

        Aber dann sollte ich danach auch schauen, dass sich hier an meinen Gedanken etwas ändert, da ich sonst in den nächsten Jahren das gleiche Problem wieder habe. Ärzte beheben lediglich Symptome und der Mensch selbst sollte schauen, dass er das Problem in sich selbst findet und beseitigt und das nach seinem Gefühl und nicht nach den Gefühlen der anderen.

        Liebe Grüße
        Heike

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        • Liebe Heike!

          Ich war in Eile vorher .. .. und es ist meist so, dass mir später einfällt, was ich sagen / fragen / schreiben hätte können / sollen.

          Ich hole nach: willst Du eine Eklärung, willst Du lieber hier noch eine Weile lesen was Steven so schrieb über innere Anteile, oder wolltest Du es einfach nur mitteilen?
          Auch Bewusstsein .. .. das kann sein, sich seiner inneren Anteile bewusst zu sein, seine Gefühle bewusst wahrnehmen oder auch sich bewusst zu sein, dass oder wie man ihnen ausweicht, und ja, noch einiges mehr.

          Ich gehe jetzt nicht ein auf Deine vielen Worte, weil ich den Eindruck habe total „daneben zu stehen“. Deine Anteile heißen für Dich „Durchsetzungskraft“ oder „für mich einstehen“, für mich sind es Wächter und innere Kinder (und noch anderes), und ich habe die Erfahrung, dass sich daran nichts ändert, wenn ich nur versuche mein Denken zu ändern, damit bleibe ich zu sehr an der Oberfläche statt in der Tiefe wahrzunehmen .. ..

          Du hast natürlich recht damit, dass der Körper etwas ausdrückt, was auf einer anderen Ebene behoben gehört. Mir ist das auch bewusst, aber ich musste erst mal über was anderes schreiben, um dann auch diese Stimme wahrnehmen zu können .. ..

          Liebe Grüße
          Veron

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          • Korrektur: .. .. und ich habe die Erfahrung, dass sich nichts ändert, wenn ich nur versuche mein Denken zu ändern, .. ..

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          • Hi Veron,

            Deine Anteile heißen für Dich „Durchsetzungskraft“ oder „für mich einstehen“, für mich sind es Wächter und innere Kinder (und noch anderes),

            Na ja, so generalisieren kann man das nicht. Es kann natürlich sein dass das Wächtersystem es für wichtig hält, „für sich selbst einzustehen“ – aber daran ist ja grundsätzlich nichts falsch. Das spricht eigentlich für ein gesundes Wächtersystem – oder zumindest einen Teil des Systems. Wie du ja weißt sind unsere Wächter ein zweischneidiges Schwert – einerseits helfen und sichern sie unser Überleben, andererseits sind sie eine große Hürde und ein Hindernis, wenn es darum geht, in die eigeen Untiefen zu schauen. Für sich selbst einstehen sehe ich nicht als problematisch an, solange es nicht dazu führt, dass man sich selbst isoliert ..

            lg,

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            • „Wie du ja weißt sind unsere Wächter ein zweischneidiges Schwert“

              Ja, lieber Steven, ich weiß das, aber ich weiß nicht, was Heike weiß .. ..

              Gut, dass Du das Thema aufgreifst.

              „Das spricht eigentlich für ein gesundes Wächtersystem – oder zumindest einen Teil des Systems.“

              Sehe ich auch so. Durchsetzungskraft und damit für sich selbst einstehen ist was Wunderbares, hätte ich auch gerne mehr davon 😉
              Ein bisschen Verständnis, wie das System der inneren Teile funktioniert, finde ich aber gut .. .. jedenfalls wenn man miteinander drüber „redet“. Sonst wird daraus eine recht einseitige Sache bzw. redet man aneinander vorbei.

              Ich habe z.B. ein „Problem“ mit der Aussage

              „Ansonsten lässt man wieder das Opferbewusstsein zu.“

              Da könnte also ein Teil sein, der sich als Opfer fühlt oder gar fühlen will, der darf nicht sein, wird weggeschoben, unterdrückt, .. .. und wenn andere sich anscheinend als Opfer fühlen (dürfen), wird er wütend und man reagiert entsprechend, mal abgesehen davon, was er im Untergrund so anstellt .. ..

              was Du ja auch alles weißt, aber ich schreibe es trotzdem her 😉
              Liebe Grüße
              Veron

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              • Liebe Veron,

                dieser Teil den du geschrieben hast, beziehst du wohl auf meinen inneren Wächter, (nennt sich aus deiner Sicht Wut!?) so wie ich das jetzt auslege. Weiß jedoch nicht, ob ich richtig liege. Wenn nein, darfst du mich gerne korrigieren.
                Aber im Moment des Schreibens, fühlte ich keine innere Wut, sondern ich wollte dir lediglich einen Tipp geben.

                Text von Veron:
                Da könnte also ein Teil sein, der sich als Opfer fühlt oder gar fühlen will, der darf nicht sein, wird weggeschoben, unterdrückt, .. .. und wenn andere sich anscheinend als Opfer fühlen (dürfen), wird er wütend und man reagiert entsprechend, mal abgesehen davon, was er im Untergrund so anstellt .. ..

                Ich habe mir übrigens die Seite mit den inneren Wächtern durchgelesen. Jeder nennt dies wohl etwas anders. Ich nenne es innere Widerstände.

                Sorry da ich ziemlich neu hier bin, weiß ich nicht wie man die Texte die man zitieren mag, einstellt.

                Es sollte wirklich nur ein Tipp sein, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie hilflos man sich gegenüber Ärzten fühlen kann.
                In der Vergangenheit, ich war schließlich nach langer, chronischer, schwerer Erkrankung austherapiert, schlug ich einen anderen Weg ein, aber das ist eine andere Geschichte. Ich durfte jedoch erst erleben, wie ein geliebter Mensch an einer Sepsis durch einen Defibrilator gestorben ist, bevor ich aufwachte. Und hier fing bei mir der Aufwachprozess an und dafür bin ich sehr dankbar.

                Ich spürte, dass meine Krankheit ein Teil von mir ist, sie wollte mir etwas sagen. Was ich zwar zuvor schon ahnte, jedoch nicht verinnerlicht hatte.

                Heute weiß ich dass Krankheit „nur“ ein Wegweiser ist, um einiges im eigenen Leben zu korrigieren. Das was die Ärzte tun, ist lediglich eine Unterdrückung der Krankheit mit Tabletten oder aber der Versuch mit einer Op einen lebensbedrohlichen Umstand zu beseitigen. Was wiederum nicht heißen mag, dass sie es böse meinen. Es ist eben ihre Art mit Krankheit umzugehen, da es ihnen so gelehrt wurde. Und diese Art ist für Menschen, die daran glauben auch berechtigt, oder wenn es in diesem Moment wirklich keine andere Möglichkeit aus Sicht des Erkrankten gibt.

                Liebe Veron, ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass man vor Ärzten keine Angst haben muss, auch nicht vor sogenannten Leitlinien mit denen sie sich schützen. Geh mal in die Position eines Arztes, der hat ja heutzutage auch Angst, er könnte verklagt werden.
                Und da wir nunmal alle Menschen mit sogenannten Wächter sind, wie du sie nennst, sollte man das Ganze aus einer anderen Perspektive sehen und versuchen alle Seiten zu beleuchten.

                Und natürlich darf man sich auch als Opfer fühlen. Kommt bei mir auch noch vor, aber dann geh ich ins Fühlen, geh in die Angst und dann plötzlich geh ich ins Handeln. Ich kann dir das nur so erklären, wie ich es fühle und mache. Ist wohl bei jedem auch etwas anders gelagert.

                Ich wünsche dir alles erdenklich Liebe und Gute

                Heike

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                • Danke, liebe Heike!

                  „Und natürlich darf man sich auch als Opfer fühlen. Kommt bei mir auch noch vor, aber dann geh ich ins Fühlen, geh in die Angst und dann plötzlich geh ich ins Handeln. Ich kann dir das nur so erklären, wie ich es fühle und mache. Ist wohl bei jedem auch etwas anders gelagert.“

                  Eine sehr gute Erklärung. Ja, ist bei jedem anders, weil sich das innere System unterschiedlich entwickelt, je nachdem, was man „mitgebracht“ hat und was man erlebt als Kind. Und jeder hat seinen eigenen Lebensweg, in dem vielleicht was sein soll und was anderes nicht.

                  Ein Wächter versucht sein Mögliches, das System zu schützen, ja, das ist oft als innerer Widerstand zu bemerken. Er kann mit Wut reagieren, die Wut kann aber auch aus dem Teil kommen, der unterdrückt wird durch den Wächter. Es kann sehr kompliziert sein, und auch manchmal schwierig es herauszufinden. Ist oft nicht nötig, es genau zu wissen, besonders wenn das Fühlen gut funktioniert und sich dann was löst.

                  „Geh mal in die Position eines Arztes, der hat ja heutzutage auch Angst, er könnte verklagt werden.“

                  Ja, ich weiß .. .. deswegen macht er nur, was den Regeln entspricht, da haftet er nicht, selbst wenn der Patient leidet, geschädigt wird oder gar stirbt. Deswegen habe ich auch bei der Patienten-Anwaltschaft angefragt, aber .. .. nun ja, wer weiß, wovor die Anwältin Angst hat.

                  „Sorry da ich ziemlich neu hier bin, weiß ich nicht wie man die Texte die man zitieren mag, einstellt.“

                  Wenn Du das wissen magst, schreibst Du ein mail an Steven und bekommst ein mail mit den Steuerbefehlen. Hier werden sie ja umgewandelt .. .. 😉

                  Liebe Grüße
                  Veron

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                  • Liebe Veron,

                    also so kann das mit den Ärzten und den Leitlinien nicht ganz stimmen.

                    Meine Mutter bekam vor 3 Jahren einen Herzschrittmacher und das, obwohl nachweislich bei
                    Einholen der Zweitmeinung keine Reizleiterstörung vorlag.

                    Problem war, dass es in ihren Akten stand, da der 1. Arzt wohlgemerkt im Krankenhaus, eine Reizleiterstörung festgestellt hatte. So und da war ich leider nicht dabei, als sie sich dann selbst aus dem Krankenhaus entlassen hat, weil sie eben eine Zweitmeinung einholen wollte.

                    Der Arzt der das angeblich festgestellt hatte, war stinkig, der wollte sofort den Eingriff vornehmen und da ihm ja die Einnahme flöten ging, ließ er sie unterschreiben, dass sie bzgl möglicher Unfallschäden beim Autofahren und bei Aussetzen dieses Reizleitungssystems, durch seinen Hinweis auf die Störung, schuld wäre am Unfall.

                    Wie schon geschrieben war ich leider nicht dabei, ansonsten hätte sie gar nichts unterschrieben. Man muss nichts unterschreiben, ich kann jederzeit ohne Unterschrift gehen, außer mich hält die Polizei wegen einer möglichen Straftat fest.
                    Ich hab mich auch schon aus dem Krankenhaus entlassen, da ich mit der Meinung der Ärzte nicht einverstanden war und habe nichts unterschrieben. Zur Unterschrift kann mich niemand zwingen, selbst bei der Einverständniserklrärung vor meiner Darm-Op habe ich vermerkt, dass ich keinen Anus praeter möchte und dass man, sollte dies nötig sein, mein ausdrückliches Einverständnis dazu einholen muss.

                    Aber zurück zu meiner Mutter, der 2. Doktor konnte nichts feststellen, wies sie aber darauf hin, dass immerhin so eine Störung in den Akten festgehalten wurde und er nicht das Gegenteil für diesen Zeitpunkt (beim 1 Arzt) beweisen kann.

                    Nun hatte er aber eine elegante Lösung, anstatt einen Zweikammerschrittmacher, wie nach den Leitlinien vorgesehen war, der auch ein größeres Risiko dargestellt hätte, schlug er ihr lediglich einen Einkammerschrittmacher vor und hat auch in den Akten festgehalten, weshalb er gegen die Leitlinien verstoßen hatte.

                    Und ich sag dir, das war ein ganz netter Mensch, trotz Prof Titel, der sich alles in Ruhe und mit viel Bedacht angehört hat.

                    Wieso sollte bei dir so etwas nicht auch möglich sein? Geh nochmals zu einem anderen Arzt und rede einfach mit dem von Herz zu Herz. Schildere doch einfach deine Nöte und Ängste und wer weiß vielleicht ergibt sich eine ganz andere Möglichkeit. Oder aber, du schaust mal nach nem Naturheilkundler, vielleicht kannst du mit seiner Hilfe dein Problem verkleinern und kommst zum Schluss alleine damit zurecht. Es gibt so viele Methoden den Heilungsprozess anzustoßen und auch dran zu bleiben.

                    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und Liebe

                    Heike

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                    • Liebe Heike!

                      Ich lebe in Österreich, hier ist es vielleicht anders. Mir wird erst so allmählich bewusst, wie wenig ich (und wahrscheinlich auch die meisten anderen) darüber wissen, was man als Patient darf und was nicht. In meinem Elternhaus war es einfach so, dass man gemacht hat, was der Arzt sagte, das anzuzweifeln, vielleicht eine zweite Meinung einzuholen, also nein, das ging gar nicht!

                      Mein inneres System funktioniert auf dieser Basis, es dauert immer lange, bis mir Fragen einfallen oder Protest, und irgendwie sende ich das wohl auch aus und ziehe die entsprechenden Situationen an.
                      Ich erinnere mich, als ich einen Gips verpasst bekam, da hatte ich es gerade mal geschafft zu fragen, warum der Gips (aha, ein Knochensplitter) .. .. und dann hatte ich einen Zettel in der Hand, auf dem stand, ich dürfe auf gar keinen Fall eigenmächtig .. .. das ist einfach so absolut. Mir kommt vor, wir sind da noch im Mittelalter .. .. keine Ahnung, ob sich da was geändert hat inzwischen.

                      Ich finde die Aktion Deiner Mutter ganz super! So was zu unterschreiben, dass man an einem eventuellen Unfall schuld wäre .. .. heftig! Ich dachte schon, jetzt kommt das mit der Sepsis .. .. ging es denn gut mit Deiner Mutter und dem Herzschrittmacher?

                      Mir geht es nicht so, dass ich von Arzt zu Arzt laufen kann, ich muss dazu erst mal viel Energie und Mut sammeln (oder es ganz dringend brauchen). Und es ist auch so, dass es im nächstgelegenen Spital logischerweise nur einen Oberarzt (genau diesen unwilligen) in der Proktologie gibt (man kann da auch nur am Donnerstag hingehen), weitere Spitäler sind weit weg, in Wien gibt es meines Wissens gerade mal einen Proktologen mit eigener Praxis, und wozu haben wir eine Patienten-Anwaltschaft? Da habe ich halt gefragt .. ..

                      Naja, ich versuche jetzt mal, ob meine Selbstheilungskräfte es mit Salbe schaffen .. ..
                      Danke Dir für die Wünsche
                      Veron

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            • BIG TROUBLE

              Prozessorlücken bei Intel und Co gefährden fast alle PCs und Smartphones
              Intel-Systeme sind am stärksten betroffen, eine zweite Bug-Serie trifft auch AMD und ARM. Zum Teil ist neue Hardware nötig

              Mit Superlativen soll man bekanntermaßen lieber sparsam umgehen. Was nun aber Sicherheitsforscher aufgedeckt haben, hat sich das eine oder andere starke Wort aber redlich verdient: Unter den Namen „Meltdown“ und „Spectre“ wurde nun eine Reihe von grundlegenden Fehlern in aktuellen Prozessoren offengelegt, von denen praktisch alle aktuellen Computer sowie Smartphones betroffen sind.
              Meltdown

              Die größte aktuelle Bedrohung geht dabei von Meltdown aus: Dabei handelt es sich um jene Fehler in Intel-Prozessoren, die bereits am Mittwoch vorab die Runde machten. Angreifer können auf diesem Weg grundlegende Speicherschutzmaßnahmen aushebeln und erhalten so Zugriff auf den gesamten Speicher – und damit auch auf Bereiche, die normalen Usern eigentlich nicht zur Einsicht stehen sollten. Das bedeutet auch, dass sie problemlos sensible Daten wie Login-Keys, SSL-Schlüssel oder auch Passwörter auslesen können. Mit solchen Informationen könnte in weiterer Folge dann ein System komplett übernommen werden.

              Was Meltdown besonders unerfreulich macht: Der Bug ist äußerst einfach – und zuverlässig – auszunutzen. So kursieren mittlerweile etwa bereits „Proof of Concept“-Exploits, die den Fehler über Javascript triggern. Besonders hoch ist die Gefahr dabei für Nutzer – und Betreiber – von Cloud-Services. So könnte ein Angreifer einfach eine Instanz auf Services wie Amazon AWS anmieten und dann massenweise Daten von anderen Nutzern auf dem gleichen System abgreifen – und dieses Spiel dann immer neu wiederholen.
              Updates helfen

              Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten: Einerseits betrifft Meltdown nach aktuellem Wissensstand ausschließlich Systeme mit Intel-CPUs (hier dafür fast alle Prozessoren der letzten 20 Jahre), AMD- und ARM-Systeme sollen also nicht gefährdet sein. Vor allem aber lässt sich die Ausnutzung dieses Hardwarefehlers durch Softwaremaßnahmen unterbinden. Und hier haben die großen Betriebssystemhersteller in den letzten Monaten bereits hinter den Kulissen entsprechende Patches entwickelt. So wurde unter Linux mit Kernel 4.14.11 eine neue Sicherheitsmaßnahme namens Kernel Page Table Isolation (KPTI) eingeführt, die den Systemspeicher komplett vor dem User-RAM versteckt. Ähnliche Maßnahmen hat Microsoft in ein seit kurzem ausgeliefertes Notfalls-Update für Windows gepackt. Apple-Rechner haben den notwendigen Schutz bereits mit Mac OS 10.13.2 erhalten, Chrome-OS-Systeme mit der Version 63, die Mitte Dezember an alle ausgeliefert wurde.

              All das hat aber auch eine Schattenseite, die im Vorfeld schon für einige Aufregung sorgte: Die zusätzlichen Schutzmaßnahmen erzeugen nämlich einen gewissen Overhead, der je nach Nutzungsszenario zu merklichen Performance-Verlusten führen kann. Während Intel in einer Pressemitteilung diesen Effekt herunterzuspielen versucht und von vernachlässigbaren Auswirkungen spricht, zeichnen unabhängige Benchmarks ein diffizileres Bild: Gerade bei Aufgaben mit vielen Lese- und Schreibvorgängen sind Einbußen von bis zu 30 Prozent hinzunehmen. Ein Beispiel, bei dem sich die Auswirkungen besonders deutlich zeigen, sind Datenbankanwendungen, andere Aufgabengebiete zeigen hingegen nur wenig Unterschiede.
              Intel spricht von einem vernachlässigbaren Performance Overhead, User von Cloud-Hostern widersprechen hier deutlich.
              Spectre

              Etwas anders gelagert ist die Situation bei Spectre. Dieser Bug ist nämlich nicht nur schwerer auszunutzen, über ihn kann auch „nur“ der Speicherschutz zwischen einzelnen Anwendungen ausgehebelt werden – also etwa das Sandboxing bei modernen Betriebssystemen oder Browsern. Ein Zugriff auf den Systemspeicher ist über diesen Bug hingegen nicht möglich.

              Doch bevor hier allzu schnell Entwarnung gegeben wird: Spectre hat auch eine andere Seite – und die ist deutlich weniger erfreulich. Hier handelt es sich nämlich um einen grundlegenden Fehler in aktuellen Prozessordesigns, der entsprechend auch AMD-Prozessoren und die vor allem bei Smartphones genutzten Cortex-A-Chips von ARM betrifft. Zudem lassen sich solche Attacken durch Softwareanpassungen nicht vollständig unterbinden, die Betriebssystementwickler können es Angreifern zwar schwerer machen, für eine vollständige Bereinigung bedarf es aber neuer Hardwaregenerationen.
              Überblick

              Unterdessen tauchen immer mehr Stellungnahmen von den betroffenen Unternehmen auf. So gibt etwa Google einen Überblick über den Status all seiner Betriebssysteme und Services in Bezug auf Meltdown und Spectre. Daraus lässt sich unter anderem ablesen, dass das gerade erst veröffentlichte Jänner-Update für Android (Patch Level 5.1.2018) zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor solchen Attacken einführt. Google-eigene Dienste wurden hingegen bereits vorab durchgängig geschützt. Im Project-Zero-Blog liefert das Unternehmen zudem jede Menge technische Details zu drei konkreten Angriffswegen. Auch ARM geht in einem Blogeintrag auf die Gefährdungslage ein. Bei AMD bestätigt man, dass man von einem Teil der Attacken betroffen ist, bezeichnet die reale Gefahr dadurch aber als „fast null“.
              Spurensuche

              Beide Lücken wurden parallel von mehreren Gruppen an Sicherheitsforschern entdeckt: Neben Googles Project Zero und dem deutschen Sicherheitsdienstleister Cyberus hatten dabei auch Forscher der TU Graz die Hände im Spiel, die schon in der Vergangenheit mit ihrer Forschung zu den Rowhammer-Angriffen gegen DRAM-Bausteine für Aufsehen gesorgt haben. Auf die Frage, ob die betreffenden Lücken bislang schon aktiv ausgenutzt wurden, können die Forscher übrigens keine Antwort geben. Laut den Grazer Experten ist es einer der schwersten je gefundenen Prozessorenfehler. Die Natur von Meltdown und Spectre als Hardwaredefizite führt nämlich dazu, dass solche Attacken vollkommen unbemerkt erfolgen können, also ohne sich in den üblichen Log-Files niederzuschlagen.
              User-Tipp

              Für die Nutzer bleibt der Ratschlag, die aktuellen Updates umgehend einzuspielen. Angesichts der hohen Gefährdungslage ist dies die einzig empfehlenswerte Vorgehensweise – selbst wenn dies bei manchen Nutzern zu Performance-Einbußen führen könnte. Verstärkt gilt dieser Ratschlag natürlich für alle, die eigene Server oder Cloud-Instanzen betreiben.

              Neben Betriebssystemaktualisierungen stehen dabei zum Teil auch andere Software-Updates an. So müssen etwa Browser angepasst werden, da die Bugs sonst Angriffe gegen diese erheblich erleichtern. Mozilla liefert in einem Blogeintrag Details zu den notwendig gewordenen Maßnahmen im Firefox, aber auch für Microsoft Edge gibt es ein diesbezügliches Update, Chrome soll mit der Version 64 am 23. Jänner zusätzliche Schutzmaßnahmen erhalten. Angesichts dessen, dass sich Spectre nicht so einfach komplett ausräumen lässt, gibt Google auch Tipps für Seitenentwickler, wie sie Angreifern das Leben zumindest schwerer machen können. Auch verspricht das Unternehmen in den kommenden Monaten weitere Sicherheitsmaßnahmen einzuführen, die zum Teil aber Performanceeinbußen zur Folge haben werden.

              Bei den großen Cloud-Anbietern ist derzeit ebenfalls hektische Aktivität zu verzeichnen. So betont etwa Amazon, dass mittlerweile bereits fast alle der auf der eigenen Plattform laufenden EC2-Instanzen abgesichert wurden. Der Rest – angeblich eine Zahl im einstelligen Prozentbereich – soll die Updates in den nächsten Stunden erhalten.
              Keine umfassende Lösung möglich

              Ganz generell gilt es noch einmal zu betonen, dass die aktuelle Update-Runde nur einen Teil der Lücken ausräumen kann. Ein anderer wird die IT-Welt wohl noch länger beschäftigen – und erst mit neuen Hardwaregenerationen beseitigt werden.
              Viele offene Fragen

              Bei all dem bleibt unklar, was die über die aktuellen Software-Updates hinausreichenden Konsequenzen sein werden. Nach den ersten Gerüchten über die Meltdown-Lücken hatte der Intel-Aktienkurs um mehr als fünf Prozent nachgegeben. Manche Beobachter brachten gar Sammelklagen oder riesige Rückrufaktionen ins Spiel. Letzteres dürfte aber allein aufgrund der dafür nötigen Ressourcen unmöglich sein. (Andreas Proschofsky, 4.1.2018)

              Quelle: http://mobil.derstandard.at/2000071445192/Kritische-Prozessorluecken-gefaehrden-fast-alle-Computer-und-Smartphones

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              • Liebe Veron,

                leider kann ich dir unter deinem Post nicht antworten, weshalb auch immer.

                Sorry ich wusste nicht, wie das in Österreich ist. Hier in Deutschland gibt es sehr viele Spezialisten und jeder weiß wohl etwas anderes *zwinker*

                Und ich wurde genauso erzogen wie du. Ein Arzt hat studiert und weiß wohl mehr als du, war der Standardsatz meines Vaters.
                Ich bin da ein klein wenig anders strukturiert, überhaupt ,nachdem ich das alles erleben durfte.
                Zudem weiß ich inzwischen, dass Ärzte nur Symtome behandeln.

                Und auch zuvor, bei meiner Darm Op als mir der künstliche Darmausgang angedroht wurde. Ich kannte aus einer Selbsthilfegruppe einige Menschen mit der gleichen Diagnose, wie mir damals gestellt wurde und daher wusste ich, dass dieser Professor in dem Krankenhaus in das ich notfallmäßig ging, gerne künstliche Ausgänge verpasste. Hat er wohl ordentlich dran verdient.
                Es lief alles so komisch, die wollten an dem Abend, als ich ankam noch operieren, es lief dann aber nach meinem Wille und der Professor verabschiedete sich Gott sei Dank in den Urlaub und dann lief es für mich nur noch gut…….es lief einfach.Ich kann das heute gar nicht mehr erklären. Meine Angst war weg und es lief, nachdem ich den Stationsarzt angebrüllt hatte. Wohlgemerkt, er wurde zuvor unverschämt. Er meinte nämlich, mein Vater hätte zur Op eingewilligt und ich war damals 29!! Da platze mir der Kragen und ich schrie ihn an, dann solle er doch meinen Vater operieren. Ich war bei vollem Bewusstsein und ohne meine Unterschrift oder richterlichen Beschluss geht gar nichts.Danach waren wir fast wie beste Freunde. Gespräche auf Augenhöhe und nicht mehr Weißkittel, Patient.

                Hätte aber auch in die Hose gehen können. Ich habe einfach nach meinem Gefühl gehandelt und diese kindheitlichen Prägungen waren plötzlich weg. Hier ging es für mich um Hemd und Kragen, wenn du verstehst.

                Ich weiß nicht, wie es sich bei dir auswirken würde, du hast vielleicht ähnliche Prägungen und trotzdem bist du ein anderer Mensch mit anderen Gefühlen.

                Ich hatte auch schon heftigste Hämorrhoiden. In meinen Buch von Louise Hay steht: Wut auf die Vergangenheit, Furcht loszulassen. Fühlt sich belastet. Ein neues Gedankenmuster wäre: Ich lasse alles los, was nicht Liebe ist. Für alles was ich tun will, ist Zeit und Raum vorhanden.

                Ich hatte damals auch eine Salbe, die hieß Haenal akut, wird aber von der Krankenkasse in Deutschland nicht bezahlt, musste ich mir selbst kaufen. Dann gibt es noch Globuli, die eventuell helfen könnten. Das sollte aber zuvor von einem Heilpraktiker getestet werden. Sitzbäder wären auch eine Möglichkeit. Sind alles Hilfsmittel um das Ganze etwas zu mildern oder aber sie verschwinden mit der Zeit ganz. Hab mich ja auch im Laufe der Jahre geändert. So war es zumindest bei mir.

                Ändere deine Gedanken, wir sind mündige Patienten. Es ist dein Körper, über den bestimmst nur du und ein Arzt, Heilpraktiker oder sonstiger Therapeut sind lediglich Hilfsmittel und zwar für dich und nicht für seinen Geldbeutel. Aber auch du trägst dann die Verantwortung für das was draus wird!

                Ich wünsche dir alles Liebe und Gute

                Gruß Heike

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                • Liebe Heike!

                  „.. .. weshalb auch immer.“

                  Du hast die letzte Antwort-Ebene erreicht, kannst aber da drin bleiben, indem Du hinauf zum letzten „Antwort“ gehst. Aber wirklich zum letzten, sonst kommt Deine Antwort in einer anderen Ebene.

                  In Ausnahmesituationen wäre ich vielleicht auch anders. Möchte das aber nicht unbedingt ausprobieren .. ..

                  „In meinen Buch von Louise Hay steht: Wut auf die Vergangenheit, Furcht loszulassen. Fühlt sich belastet. Ein neues Gedankenmuster wäre: Ich lasse alles los, was nicht Liebe ist. Für alles was ich tun will, ist Zeit und Raum vorhanden.“

                  Nicht nur bei Louise Hay, ähnliches findet sich an vielen Stellen, und ich versuchte schon vieles, beginnend vor langer Zeit .. .. ich erwähnte schon: nur Gedanken ändern ging nicht.
                  „Uralten“ Text von mir reinkopier: Als ich Autogenes Training lernen wollte, um mich regenerieren zu können, rief die Autosuggestion, dass mein Arm immer schwerer und warm werden würde, Unbehagen und Zorn hervor (was ich mir nicht erklären konnte), aber ich überwand das und übte brav. Doch es klappte nicht, schließlich trat sogar das Gegenteil ein. Am letzten Kursabend war der Lehrer selbst verblüfft und ratlos, als er sich davon überzeugen konnte, dass meine Hände und Füße eiskalt waren.
                  Es ging dann weiter mit diversen anderen Methoden, Psychotherapien, energetischen Heilmethoden .. ..

                  Es ist ganz und gar nicht lustig, so anders zu sein, und auch nicht, immer wieder Menschen, die mit ihren Erfahrungen helfen wollen, zu enttäuschen / frustrieren mit „kenn ich schon, funktioniert nicht“. Wenn Du es lesen magst .. .. ziemlich weit oben in diesem EAT steht etwas, das ich Andi geschrieben habe über den Grund für das alles (28. Nov. 10:10), die letzten beiden Absätze .. .. ich möchte es nicht wiederholen, fühlt sich nicht gut an.

                  „es lief einfach.Ich kann das heute gar nicht mehr erklären“

                  Manchmal mischt da sicher auch die Seele mit .. ..

                  Liebe Grüße
                  Veron

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                  • Liebe Verona, danke dir für deine Erklärung, schau ich mir heute abend mal näher an, also dein Post der schon länger zurück liegt.
                    Ich für mich habe habe gelernt, dass alles lediglich gefehlt werden mag und das ohne Bewertung. In das Gefühl gehen, egal wie weh das tun kann, wenn es Tränen ausliest dann ist das eben so. Und wenn ich das gemacht habe dann geh ich in die Handlung und stehe klar zu mir, bzw es wird dann für mich hier klar.
                    Ist immer etwas schlecht zu erklären, denn wenn etwas Altes noch da ist, das im Moment noch halbwegs nicht gehen will, weil ich hier nicht ans Gefühl komme oder nicht mag, ist es auch ok, es kommt wieder und dann klappt das auch. Ich nehme damit eine Korrektur an mir selbst vor und das Aussen folgt, aber das muss ehrlich von Herzen gewollt sein. Das Universum lässt sich nicht bescheissen
                    😉Ich war oft innerlich zerrissen und deshalb ging manchmal schief, aber wenn es um meine Gesundheit geht, da weiß ich was ich will und verteidigen die, wie eine Löwin ihre Kinder😉
                    Lieber Gruß und fühle dich gedrückt Heike

                    Sei nicht so streng mit dir, wir alle gehen diesen Weg und jeder fällt au hin mal hin, aufstehen schütteln und nochmals versuchen, wie beim Rollschuhlaufen

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