THE INFORMATION SPACE

Ein etwas anderer Blick auf unsere Wirklichkeit ..


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Syrien — aus der Sicht eines Augenzeugen

Jatscheslaw Krasjko, Reisender und unabhängiger Journalist, der unlängst aus Syrien zurückgekehrt war, erzählte in einem Exklusivinterview für die „Stimme Russlands“ vom Leben des Landes, das die angespannte Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich lenkt. Drei Wochen lang konnte er die Ereignisse von innen her verfolgen — bemüht zu begreifen, was sich in Syrien wirklich abspielt.

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Nach Damaskus begab sich Wjatscheslaw Krasjko am 29. April. An jenem Tag gaben die Regierungstruppen und die Oppositionellen in Übereinstimmung mit dem Plan des Sondergesandten der UNO und der LAS, Kofi Annan, die Feuereinstellung bekannt. In Syrien reiste er über Libyen ein. In den drei Wochen hielt er sich im Süden dieses Landes, in der Stadt Dera, auf, in der die Unruhen im März 2011 ausbrachen, besuchte Bosra, das einstige Touristikzentrum, das heute von Aufständischen praktisch vollständig blockiert worden ist, Tartous, in dem sich der russischen Stützpunkt befindet, und die größte syrische Hafenstadt Latakia. Wjatscheslaw Krasjko hatte vor, die wichtigste Sehenswürdigkeit Syriens, Palmira, sowie Homs zu besichtigen. Aber die dortigen Einwohner rieten ihm das nachdrücklich ab, weil es dort zu gefährlich sei:

„Als ich mich in Damaskus aufhielt, gab es dort mehrere Dutzend Personen aus Homs. Das waren Flüchtlinge. Unter ihnen waren Frauen, Kinder, Männer und Greise. Und alle, selbst die kräftigen Männer rieten mir nachdrücklich ab, mich nach Homs zu begeben, denn es sei zu gefährlich. Das heißt, die Menschen verlassen die Territorien, in denen es Aufständische gibt, weil es gefährlich ist, und fahren nach Damaskus, das von Regierungstruppen kontrolliert wird.

Ich hatte Gelegenheit, auch kritische Einschätzungen, an die bestehende Macht adressiert, zu hören. Insbesondere wurde meine Aufmerksamkeit auf das große Problem der Korruption gelenkt. Es gibt Fälle von Einmischung der Vertreter der herrschenden Klasse in das Business. Doch nicht das ist die Ursache für die Ereignisse, die sich jetzt im Lande abspielen. Denn die Situation, die durch die Terroristen herbeigeführt wird, ist für die Menschen bedeutend gefährlicher. In dieser Situation ziehen die meisten Menschen die legitime Macht vor.“

Im Großen und Ganzen spiele sich in den größeren Städten Syriens, die von der bestehenden Macht kontrolliert werden, ein absolut normales Leben ab, fährt Wjatscheslaw Krasjko fort:

„Militärs sieht man in den Straßen keine. Selbst im benachbarten Libanon bekommt man Militärs viel häufiger zu sehen. Das Problem besteht gerade nicht in den Städten, sondern über deren Grenzen hinaus. Das heißt, dass alle Unruhen sich in den Vororten und in kleineren Ortschaften abspielen, in denen sich vorwiegend Sunniten befinden, der Konflikt entwickelt sich auf dem zwischenkonfessionellen Boden. Dort wo Sunniten sind, veranstalten fundamentale Islamisten Unruhen, eben dort besteht das Problem. Dort, wo die Macht ist, ist alles absolut ruhig, spielt sich das gleichmäßige Leben ab, gehen Menschen zur Arbeit, sitzen in Gaststätten, trinken Kaffe, entspannen sich die Jugendlichen.“

Einst ist Syrien eines der Touristikzentren im Nahen Osten gewesen. Die Geschichte der syrischen Zivilisation reicht in das vierte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück. Die dortigen Sehenswürdigkeiten wurden von Hunderttausenden Touristen besucht. Leider seien jetzt die schönsten Gegenden unzugänglich, sagt Wjatscheslaw Krasjko:

„Zum Beispiel das weltberühmte Palmira. Dorthin zu fahren, ist gefährlich, denn die Straße wird von den Rebellen kontrolliert. Das bekannte Denkmal, Krak de Chevaliers, eine von Kreuzrittern erbaute Festung in der Nähe des nunmehr unrühmlichen Homs, ist heute ein Terroristennest. Das heißt sie kontrollieren die Burg und schießen aus Scharfschützengewähren durch die Schießscharten auf vorbeifahrende Fahrzeuge.“

Wjatscheslaw Krasjko verweist darauf, dass er sich während seiner ganzen Reise in Sicherheit gefühlt habe. Die Haltung der Syrier den Bürgern Russlands gegenüber sei sehr positiv, wenn die Militärs an den Kontrollposten den russischen Pass sahen, grüßten sie freundlich und sagten „Welcome to Syria“. Aber es habe auch eine sehr unangenehme Episode gegeben, erzählt Wjatscheslaw Krasjko:

„Bei der Einfahrt nach Bosra wurde ich von bärtigen Männern in Zivilkleidern mit Maschinenpistolen angehalten. In diesem Augenblick empfand ich das Gefühl einer Gefahr, denn es war nicht klar, ob es die Regierungskräfte oder die Aufständischen waren. Aber sie ließen mich weiter fahren, und so erreichte ich Basra, das Amphitheater aus der Römerzeit, die wichtigste dortige Sehenswürdigkeit. Alles blieb ohne irgendwelche reale Bedrohung. Erst als ich im Amphitheater war, fiel zunächst ei Schuss, Menschen liefen davon, und ich wurde festgenommen.“

Diejenigen, die Wjatscheslaw Krasjko festgenommen hatten, erwiesen sich als Vertreter der regierungstreuen Geheimdienste. Sie erklärten dem russischen Reisenden, dass er von Aufständischen beinahe entführt worden sei. Wenn das geschehen wäre, so könnte der Ausgang auch dramatisch ausfallen: man könnte ihn als Geisel nehmen, aber man könnte ihn auch töten. Das beweise ein weiteres Mal mehr, dass in den Reihen der Oppositionellen regelrechte Banditen tätig seien. Überhaupt dienten die politischen Losungen gegen den bestehenden Präsidenten, Bashar al Assad, die von den Oppositionellen herausgegeben werden, den Worten von Wjatscheslaw Krasjko zufolge lediglich als Deckmantel:

„Ich bin mir dessen sicher, dass die Konfrontation einen religiösen Charakter aufzuweisen hat. Es geht um Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten, Sunniten und Alawiten oder Christen. Eben hier verläuft die Frontlinie, nicht aber in den politischen Aufrufen oder Verletzungen von Rechten und Freiheiten. Ich sage Ihnen sogar mehr: Einfache Menschen meinen, Bashar al Assads Problem sei, dass er nicht hart genug sei.

Er sei außerstande, die Macht so zu halten, wie das sein Vater getan hat. Eben deshalb habe er zu viel Demokratie zugelassen, und die Situation sei jetzt ins Wanken geraten. Das Volk unterstützt ihn nicht einfach, sondern vertritt den Standpunkt, dass die einzig mögliche Macht im Nahen Osten nur die harte Macht sein könne, und dass der Weg zur Demokratie evolutionär sein müsse. Deshalb weist das Problem kein politisches Motiv auf, das ist kein Kampf um Freiheit und Demokratie. Das Problem besteht im Schüren des zwischenkonfessionellen Haders.“

Nach Zeugnissen der dortigen Einwohner sind die Aufständischen nicht dazu geneigt, sich auf Verhandlungen einzulassen. So haben Vertreter der so genannten Opposition an der Parlamentswahl, die Mitte Mai stattgefunden hat, nicht teilgenommen. Denn sie sind sich dessen sehr wohl bewusst, dass sie keine Unterstützung der Bevölkerung bekommen werden. Für sie gäbe es nur einen einzigen Weg, an die Macht zu gelangen, der Militärumsturz, stellt Wjatscheslaw Krasjko fest. Wie lange noch der Konflikt, den bereits die offiziellen Behörden als einen Krieg bezeichnen, fortdauern wird, weiß niemand. Aber die Syrier seien verängstigt, und befürchten eine negative Entwicklung der Ereignisse.

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Quelle: http://german.ruvr.ru/2012_06_29/79764201/


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Der Medien-Krieg gegen Syrien

 

Voltaire Netzwerk

Eine Gruppe bewaffneter Oppositioneller hat am 27. Juni 2012 drei syrische Journalisten sowie vier Wächter bei einem Angriff auf die Gebäude eines lokalen Fernsehens getötet.

Unsere Kollegen Sami Abu Amin, Zeid Kohl und Mohammad Chammah arbeiteten für den Al-Ikhbariya TV-Satelliten Kanal.

Das Voltaire-Netzwerk teilt voll und ganz den Schmerz der Angehörigen der Opfer dieses Angriffs.

Am 12. Juni wurden bereits zwei Journalisten dieses Senders in Al-Haffah, in der Provinz von Latakia, bei einem Angriff gegen ihr Fahrzeug verletzt.

Laut der syrischen Nachrichtenagentur SANA haben die Angreifer die Gebäude, die Studios, die Redaktionsräume vermint, und die technische Ausrüstung gestohlen. Die Gewalt der Explosion hat ein ganzes Gebäude zerstört, aber den Kanal nicht gehindert weiter zu senden.

Omrane al – Zou’bi, Minister für Information der neuen syrischen Regierung, verurteilte nachdrücklich den Angriff, den er als eine Erweiterung der am Vortag durch die EU-Sanktionen gegen syrische Fernseh-und Radiosender verhängten Entscheidungen betrachtet.

Im März hatten die Vereinigten Staaten die Organisation der syrischen öffentlichen Radio-und Fernsehsender auf ihre schwarze Liste von natürlichen und juristischen Personen für finanzielle Sanktionen eingetragen.

Die Arabische Liga hat ihrerseits die Aussetzung der Sendungen der syrischen Stationen durch die Nilesat und Arabsat Satelliten angefordert.

Um das Bild der freien syrischen Armee (FSA) zu bewahren, haben die westlichen Medien den öffentlichen Sender als „regimetreu" und auch als einen „offiziellen" oder „pro-Regierung" Sender bezeichnet.

Der öffentliche Kanal France 24 zaudert nicht zu behaupten, dass kein "unabhängiges" Medien nach Syrien kommen kann, obwohl, trotz der auf der militärischen Situation begründeten Schwierigkeiten, Journalisten von über 200 internationalen Medien rechtlich seit Beginn der Krise einreisen konnten.

Auf ihrer Website hat die Organisation Reporters sans frontières (RSF, Reporter ohne Grenzen) zu der Zeit, wo wir diese Zeilen schreiben, den Anschlag noch nicht verurteilt. Während sie darauf hinweist, dass „die Medien von den am Konflikt teilnehmenden Parteien nicht als Zielscheibe genommen werden dürfen", sagt RSF jedoch über den Al-Ikhbariya-TV Sender: "Wir verurteilen mit größter Entschlossenheit die Verbreitung durch die Medien von Nachrichten, die zur Anstiftung von Hass und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung aufrufen". RSF übernimmt somit Elemente der Programmiersprache, die als Rechtfertigung für das Sperren von syrischen Sendern gedacht ist, ohne jedoch den Nachweis dieser Anschuldigungen zu liefern.

Für RSF, eine NRO, die durch das US-Außenministerium finanziert wird [1],„dürfen die Medien keine Propaganda machen, welch immer sie sei", aber sie qualifiziert den Kampf der FSA als „pro-demokratischen Aufstand“.

Auf ihrer Syrien gewidmeten Seite ist RSF ganz stumm über die willkürlichen Schließungen von syrischen TV-Kanälen. Sie verschweigt auch die von der FSA gestellten Falle an unseren Kollegen aus dem britischen Channel 4, um die Regierung und die syrische Armee zu diskreditieren [2]. Reporters sans frontières verschweigt die Tatsache, dass die Milizionäre der FSA angehalten werden, um jegliche Beziehung mit Journalisten abzuweisen, die rechtlich in das syrische Gebiet eingereist wären.

Der kriegerische Medien-Blitzkrieg verliert jeden Tag ein wenig mehr an Wirksamkeit, den westlichen und Golf-Regimen bleibt nur mehr Journalisten zu töten und zu zensieren, um das Ausmaß ihrer Verantwortung für die Verbrechen, die Syrien derzeit treffen, zu vertuschen.

Quellennachweise:

[1] «Le financement de Reporters sans frontières par la NED/CIA», par Diana Barahona, Jeb Sprague, Réseau Voltaire, 7 août 2006.

[2] «Channel 4 journalist Alex Thomson says Syria rebels led me into death trap», The Telegraph, 9 juin 2012

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Das Phantom der Tarnkappenflotte

Wissenswertes, liebe Leute .. 

 

Hurriyet Daily News schrieb am 26. Juni:

„Momentan befinden sich zwei russische Kriegsschiffe und eine russische Fregatte im Hafen von Latakia“, sagte Masum Türker, der Führer der Demokratischen Linkspartei (DSP) heute in einem Interview mit TV8. „Eines davon, die „Admiral Tschabanenko”, ist mit der notwendigen Technologie ausgestattet, auch nur die geringste Bewegung im Luftraum zu detektieren.“

Türker sagte, dass das am 22. Juni abgeschossene türkische Jagdflugzeug von der „Admiral Tschabanenko“ getroffen wurde.

Masum Türker

Türker sagt also, nicht die Syrer, sondern die Russen hätten die Phantom abgeschossen. Sie sei also nicht vom Ufer mit einer FlaK, sondern von Bord eines Schiffs aus heruntergeholt worden.

Türker seinerseits bezieht sich auf ihm bekannte Diplomaten und Mitarbeiter des Auslandsgeheimdienstes.

Das wird immer interessanter.

Käme diese Nachricht von irgendeiner Witzfigur aus der syrischen „Opposition“, einschließlich Ghalioun oder Sieda, wäre sie keinen Pfifferling wert. Türker ist jedoch eine etwas andere Größe. Er gilt als Schüler und Erbe des Bülant Ecevit. Vor dem Hintergrund von mehreren Wahlniederlagen der CHP (also der Kemalisten), in deren Folge diese Partei in einer Art Starre verharrt, beansprucht die DSP des Masum Türker inzwischen die Rolle einer Plattform für alle politischen Kräfte der Türkei, die sich gegen einen „Neo-Osmanismus“ positionieren.

Im Gegensatz zu dem hartlebigen proamerikanischen Tandem  Erdoğan-Gül hat Masum Türker zu den Amerikanern ein recht laues Verhältnis, orientiert sich dafür umso mehr Richtung Europäische Union. Und im Gegensatz zu den neo-osmanischen Kräften könnte er, sollte seine Partei irgendwann maßgeblich an der Regierung beteiligt sein, dieses Ziel auch eher erreichen als diese.

Mit anderen Worten, die Quelle ist schon einigermaßen seriös, es handelt sich um keinen Skandalmann und keinen extremistischen Spinner, sondern um einen Politiker, der gewisse Ambitionen hat und mit seiner Reputation normalerweise behutsam umgeht. Wenn er etwas verlauten lässt, guckt er sich vorher Richtung Brüssel um.

Aus dem, was er sagt, würde also folgen:

  • Russland hat sich bereits in den Konflikt eingebracht und eine „unfreundliche“, wenn nicht feindliche Aktion gegen die Türkei unternommen
  • … folglich also die NATO angekratzt
  • Erdoğan aber, damit auch das offizielle Washington, verbergen diesen Umstand vor der Öffentlichkeit, und das nach dem Treffen zwischen Putin und Obama
  • Syrien kaschiert die russische „Sünde“
  • die USA leisten mit ihrem stillschweigenden Einverständnis ihren Teil der Unterstützung.

Ob diese Information den Tatsachen entspricht, ist in der jetzigen Situation in und um Syrien gar nicht einmal vordergründig. Wichtiger ist, dass es sie gibt.

Wie kann man also die Aggressivität des türkischen Premiers, Recep Tayyip Erdoğan, gegen Syrien bewerten?

Von den NATO-Alliierten unterstützt, warnte Premierminister Recep Tayyip Erdoğan die syrischen Streitkräfte am Dienstag davor, das Grenzgebiet zur Türkei zu besetzen, da sie ansonsten mit einer militärischen Antwort der Türkei auf jede erkennbare Bedrohung zu rechnen hätten.

Wie zu erwarten war, ist die obige Äußerung des Masum Türker – unabhängig davon, wie exakt die ihm mitgeteilte Information war – eine Nachricht von den anonym gebliebenen, aber mit Nachdruck erwähnten „hochrangigen Militärs“ an den Premier.

Das heißt, eine Botschaft der Armee, die bislang mit Ächzen und Stöhnen auf dem Rücken ihrer harten Kasten- und Clanethik die führermäßigen Eskapaden des Herrn Erdoğan ertragen musste, bis hin zur Abschaffung der noch von Atatürk stammenden Verfassungsklausel über die „besondere Rolle der Streitkräfte im Leben der Gesellschaft“ – in Erwartung dessen, dass Erdoğan der Türkei endlich Gelegenheit gibt, einen besonderen Einfluss in der gesamten Region vom Südkaukasus bis nach Ägypten auszuüben, ganz wie einstmals die Hohe Pforte. Den plötzlich angriffslustigen Äußerungen des Recep-Bei nach zu urteilen, hat er diese Botschaft verstanden.

Faktisch fordert er Syrien auf, die Kontrolle über die Grenze aufzugeben und damit den massenhaften Einfall von Ankara ausgebildeter Paramilitärs in eine „Pufferzone“ zuzulassen. Ansonsten… „Erzittert vor dem Zorn der Türken!“ (Zitat)

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Quelle des Artikels: http://apxwn.blogspot.co.at/2012/06/das-phantom-der-tarnkappenflotte.html#more


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Wachsende Spannungen für Energie

Dies ist der interessante und mit Spannung von mir erwartete 2. Teil von Engdahls geopolitischer Analyse, bezüglich Syrien. Falls jemand den Autor nicht kennt, dann wird’s aber höchste Zeit. Engdahl ist nicht nur ein heller Kopf, er ist auch ein ausgewiesener Gegner der NWO und der US Hegemonie. Ob “Saat der Zerstörung”, oder “Mit der Ölwaffe zur Weltmacht”, “Apokalypse Jetzt”, er zeigt auch für den Laien, stets nachvollziehbar und glaubhaft die typischen “Verschwörungstheoretischen Szenarien” auf, er schreibt seriös mit viel Hintergrundwissen.

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Wachsende Spannungen für Energie in der Ägäis

von F. William Engdahl

Frankfurt am Main (Deutschland)
Nach dem Studium des östlichen Mittelmeers konzentriert sich William Enghdal auf vor kurzem in der Ägäis entdeckte Ressourcen, die tief greifende Umwälzungen in der geopolitischen Landschaft ankündigen. Im Falle Griechenlands, dessen Reserven und ihre Ausbeutung die Landesschulden tilgen könnten, haben die ausländischen Herren dieses Staates, der seine Souveränität verloren hat, ganz andere Pläne. So kam Hillary Clinton persönlich nach Athen, um die Interessen der Vereinigten Staaten und die ihres Ehemanns Bill in der Region zu verteidigen, wodurch sie den Spannungen mit Russland nicht wenig neue Nahrung gab.

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Die Entdeckung Ende 2010 erheblicher Reserven von Erdgas in israelischen Gewässern im Mittelmeer hat die Nachbarn angespornt, ihre eigenen Gewässer genauer zu überprüfen. Die Ergebnisse zeigen, dass das ganze östliche Mittelmeer immense unerschlossene Öl und Gas Reserven enthält. Dies hat enorme politische, geopolitische, wirtschaftliche Folgen und könnte auch militärische Auswirkungen haben.

Die ersten Erkundungen haben bestätigt, dass die Öl-und Gasreserven in den Gewässern vor der Küste von Griechenland, der Türkei, Zypern und vor Syrien ganz beeindruckend sind.

Der griechische Energie-Sirtaki

Mit der verheerenden finanziellen Krise des Landes ist es nicht verwunderlich, dass die griechische Regierung sich ernsthaft an die Suche von Öl und Gas gemacht hat. Seitdem sie die Reserven gefunden hat, begann das Land ein eigenartiges Ballett mit dem IWF und den Regierungen der Europäischen Union zu tanzen, eine Art „Energie Sirtaki“, um herauszufinden, wer diese großen Entdeckungen kontrollieren wird und damit, wem sie zuletzt zugutekommen werden.

Dezember 2010, als es noch möglich schien, die griechische Krise ohne Pläne für gigantische Rettung oder durch Privatisierung zu lösen, bildete das griechische Ministerium für Energie eine Gruppe von Experten, die die Aussichten für Öl und Gas in ihren Gewässern studieren sollten. Die Öl und Gas Industrie des Landes begann nach einer ersten kleinen Entdeckung von Erdöl im Jahr 2009 ihre Investitionen zu erhöhen. Dann wurden größere geologische Untersuchungen durchgeführt. Die ersten Schätzungen ergaben, dass die Ölmenge vor der griechischen Küste im Ionischen Meer, im Westen, 22 Milliarden Barrel und rund 4 Milliarden Barrel im Norden der Ägäis, im Osten, übertreffen würde.  [1]

Die südlichen Teile des Ägäischen Meeres und des Meeres von Kreta sind noch nicht erforscht und die Zahlen könnten sich letztlich als viel höher erweisen. Ein vorheriger Bericht des nationalen griechischen Rates für Energiepolitik kündigte an: " Griechenland ist eines der am wenigsten erforschten Länder Europas für potenzielle Ölreserven." [2]. Laut des Analysten Aristoteles Vassilakis „die Erdgas Menge messenden Erhebungen bewerten die Reserven auf $ 9 Billionen“ [3].Auch wenn nur ein kleiner Teil davon verfügbar wäre, würde er ausreichen, die Finanzen Griechenlands und der gesamten Region radikal zu verändern.

David Hynes, der Öl-Ressourcen Experte der Tulane-Universität (New Orleans) verriet vor kurzem einem Publikum in Athen, dass Griechenland möglicherweise seine Krise und die Rückzahlung der Schulden durch die Ausbeutung der neuen Erdöl- und Erdgaslagerstätten überwinden könnte. Er schätzte, dass diese dem Land mehr als 300 Milliarden Euro in 25 Jahren einbringen könnte. Aber stattdessen muss die griechische Regierung derzeit Gehälter-Kürzungen und Renten Aussetzungen akzeptieren, um ein zweites Darlehen von der EU und dem IWF zu bekommen, was das Land nur noch tiefer auf den Weg des wirtschaftlichen Niedergangs bringen wird.  [4]

Es ist bekannt, dass die Führer des IWF und der EU und auch jene von Deutschland erfordern, dass Griechenland seine Häfen und öffentliche Unternehmen, darunter natürlich die Ölgesellschaften des Staates verkaufe, um seine Schulden zu reduzieren. Im besten Fall würde der Verkauf der Anteile des Landes 50 Milliarden Euros bringen [5].Die Pläne sehen vor, dass die öffentliche Erdgas-Firma DEPA, 65 % ihrer Aktien für die Rückzahlung der Schulden privatisiere [6]. Käufer kämen wahrscheinlich vom Ausland, wie es auch für andere griechische Unternehmen in ähnlicher Situation der Fall war.

Das Problem, über die Anforderung des IWF hinaus, dass Griechenland seine Erdölvorkommen verschleudere, liegt in der Tatsache, dass Griechenland keine Ausschließliche Wirtschafts-Zone (AWZ) beantragt hat, wie es die meisten anderen Länder, die auf Öl bohren, gemacht haben. Es gab bis jetzt nur wenig Bedürfnis dazu. Eine AWZ verleiht dem Staat bestimmte Rechte auf die Bodenschätze in seinen Gewässern nach dem, im November 1994 in Kraft getretenen Dritten UNO-Übereinkommen über das Gesetz des Meeres. Kraft dieses kann eine Nation eine Exklusivität (AWZ) bis auf 200 Seemeilen vor der Küste behaupten  [7].

Die Türkei hat schon gesagt, dass sie es für einen „ Kriegsakt" halten würde, falls Griechenland weiter weg in der Ägäis bohren würde [8]. Bisher hatte dies noch keine Folgen, weil keine Öl- oder Gasreserve bekannt war. Jetzt ist es jedoch eine ganz andere Frage.

Evangelos Kouloumbis, ehemaliger Minister der Industrie sagte kürzlich, dass das Land „50% seines Bedarfs mit dem im Offshore-Bereich in der Ägäis entdeckten Öl abdecken könnte und dass das einzige Hindernis der türkische Widerstand gegenüber einer möglichen griechischen Förderung sei"  [9].

Auch Hillary kann tanzen
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Epikaira Magazin Bericht: „Hillary kam nach Griechenland um Öl-Exploration-Verträge abzuschließen" 21. Juli 2011.

Im Juli 2011 trat Washington dem griechischen „Energie-Sirtaki“ bei. Außenministerin Hillary Clinton besuchte Athen mit Energiefragen im Auge. Sie wurde von seinem Sonderbeauftragten für Euroasiatische Energie, Richard Morningstar begleitet. Morningstar war als Berater von Präsident Bill Clinton für Energie-Diplomatie im kaspischen Becken zuständig, und einer der besonderen strategischen Agenten Washingtons in den geopolitischen Kämpfen, um die ehemalige Sowjetunion zu zerstückeln und Russland einzukreisen, als es in das Chaos durch ehemalige UdSSR-, nun pro-NATO Staaten stürzte.

Morningstar und der sehr umstrittene Matthew Bryza waren die wichtigsten Architekten in Washington von US-Projekten von Öl und Erdgas-Pipelines, die Russland und seine Lieferung von Gas zur Europäischen Union verhindern sollten. Bryza ist ein Gegner der russischen South Stream-Pipeline, die durch die Länder des Mittelmeers geht [10]. Es ist klar, dass die Obama-Verwaltung nicht neutral zu den neuen Entdeckungen von Öl und Gas steht. Drei Tage nach Hillarys Abfahrt von Athen hat die griechische Regierung die Errichtung einer neuen staatlichen Agentur vorgeschlagen, die Anrufe für Ausschreibungen auf Prospektion und Bohren verwaltet.

Morningstar ist der amerikanische Wirtschafts-Guerilla Spezialist gegen die russische Energie-Politik. Er war entscheidend für die Wahrung der umstrittenen BTC-Pipeline, welche von Baku ausgeht, über Tbilissi in Georgien und bis zum türkischen Ceyhan Hafen geht – ein kostspieliges Unternehmen, nur um einen Transit über Russland zu vermeiden. Er hat offen vorgeschlagen, dass Griechenland und die Türkei ihre historischen Auseinandersetzungen über Zypern aufgäben, sowie viele andere Fragen und zustimmten, ihre Reserven von Öl und Gas in der Ägäis gemeinsam zu verwalten. Er sagte auch der griechischen Regierung, dass sie die Zusammenarbeit mit Moskau für die South Stream-Pipeline und das Burgas-Alexandropolis-Pipeline-Projekt vergessen sollten  [11].

Laut einem im Juli 2011 veröffentlichten Bericht des Politologen Aristoteles Vassilakis, sei das Ziel von Washington, das Griechenland und die Türkei zur Vereinigung ihrer Kräfte auffordert, die Erträge des Öls und Gas zu teilen. Nach seinem Bericht schlägt Washington vor, Griechenland 20 % vom Umsatz zuzuschreiben, 20 % der Türkei und dass die US-Firma Noble Energy, die bereits vor der Küste in israelischen und griechischen Gewässern bohrt, den Löwenanteil, nämlich 60 % bekommen würde [12].

Bill, der Ehemann von Außenministerin Hillary, ist Lobbymann in Washington im Namen der Noble Energy Firma [13]

Zypriotische Komplikationen
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Der Zypriotische Präsident Demetris Christofias und der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu auf Zypern im Februar 2012.

Als ob diese geopolitischen Komplikationen nicht genügten, hat Noble Energy auch große Mengen von Gas vor der Küste der Republik Zypern entdeckt. Dezember 2011 verkündete das Unternehmen, dass Bohrungen in einem Gebiet gelungen wären, die mindestens 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas versprechen. Charles Davidson, der Generaldirektor von Noble Energy, wies gegenüber der Presse hin, dass „diese neueste Entdeckung zeigt, dass dieses Becken von primärer Wichtigkeit auf globaler Ebene, in Bezug auf Quantität und Qualität ist“. [14].

Zypern ist eine komplizierte Schachfigur. Vor kurzem freigegebene Regierungsdokumente aus den 70er Jahren zeigen, dass Henry Kissinger, der damalige Außenminister, die Bewaffnung des Regimes seines ehemaligen Schülers in Harvard und Premierminister Bulent Ecevit aktiv gefördert und erleichtert habe, um in Zypern eine türkische Invasion 1974 zu organisieren, wodurch die ethnische Teilung der Insel in einen türkischen Teil im Norden und einem anderen griechischen und zypriotischen im Süden erfolgte; eine Teilung, die auch heute noch erhalten bleibt. Die Kissinger-Strategie, von den Briten unterstützt, wurde entwickelt, um einen Vorwand für eine permanente militärische US- und britische Präsenz zu schaffen, um eine militärische Abhörstation im östlichen Mittelmeer während des Kalten Krieges zu erstellen. [15]

Der griechische Teil des Südens, wo Noble Energy große Vorkommen von Gas entdeckt hat, ist heute Mitglied der EU. Sein Präsident, Demetris Christofias, ist der einzige kommunistische Führer der Europäischen Union. Er ist auch ein enger Freund von Israel und Russland. Darüber hinaus ist er sehr kritisch gegenüber der US-Außenpolitik sowie jener der Türkei [16].

Im Moment plant Israel eine Unterwasser Gasleitung vom israelischen Feld der Levante durch die Hoheits-Gewässer von Zypern bis zum griechischen Festland, zur Versorgung des EU-Marktes. Die Regierungen von Zypern und Israel einigten sich auf die Abgrenzung von ihren jeweiligen Wirtschaftszonen, und ignorierten dabei die Türkei. Letztere bedrohte Zypern offen aufgrund seiner Vereinbarung mit Noble Energy. Russland reagierte, indem es erklärte, dass es die türkischen Drohungen gegen Zypern nicht dulden würde, was die russisch-türkischen Beziehungen noch ein bisschen mehr kompliziert macht [17].

Die türkisch-israelischen Beziehungen andererseits, einst freundschaftliche Beziehungen, werden in den letzten Jahren unter Erdogans Außenpolitik zunehmend angespannt. Ankara äußerte seine Besorgnis über die jüngsten Zusammenhänge zwischen Israel und seinen historischen Gegnern, Griechenland und dem griechischen Teil Zyperns. Die türkische Nordzypern Republik, Verbündete der Republik Türkei, fürchtet, nicht mit Recht in der gemeinsamen Nutzung von Gas behandelt zu werden, nachdem Israel und Nicosia eine Vereinbarung trafen, welche die 250 Kilometer des Meeres zwischen den beiden Partnern aufteilt. [18]

Es wird deutlich, vor allem wenn wir gleichzeitig auf die Karte des östlichen Mittelmeers schauen, dass der wilde Appetit für Öl und Gas und deren Betrieb den Grundstein eines groß angelegten Konflikts in der Gegend legt, welcher die strategischen Interessen der Vereinigten Staaten, Russlands, der Europäischen Union, Israels, der Türkei, Syriens und des Libanon betrifft.

F. William Engdahl

Übersetzung
Horst Frohlich

Quellennachweise:

[1] «Greek Companies Step Up Offshore Oil Exploration-Large Reserves Possible», par Ioannis Michaletos, balkanalysis.com, 8 décembre 2010.

[2] Ibid.

[3] «Hillary came to Greece to seal oil exploration deals!», par Hellas Frappe, hellasfrappe.blogspot.com, 21 juillet 2011.

[4] «Drilling for oil in the Aegean may help ease Greece’s debt crisis», par Chris Blake, hellenext.org, 7 juillet 2011.

[5] Ibid.

[6] «Greece Considering Plugging Aegean Islands into Turkish Energy Grid», par John Daly, businessinsider.com, 22 novembre 2011.

[7] Convention des Nations Unies sur le Droit de la mer, 6ème partie, article 76, Définition du plateau continental.

[8] Chris Blake, op. cit.

[9] Ioannis Michaletos, op. cit.

[10] Hellas Frappe, op. cit.

[11] Ibid.

[12] Ibid.

[13] «Vast gas fields found off Israel’s shores cause trouble at home and abroad», par Hugh Naylor, thenational.ae, 34 janvier 2011.

[14] «Significant Natural Gas Discovery Offshore Republic of Cyprus», Communiqué de presse de Noble Energy, maritime-executive.com, 28 décembre 2011.

[15] «New documents link Kissinger to two 1970s coups», par Larisa Alexandrovna et Muriel Kane, rawstory.com, 26 juin 2007. The Cyprus Conspiracy, America Espionnage and the Turkish invasion, par Brendan O’Malley et Ian Craig, I.B. Tauris éditeur, 1999.

[16] «http://turkeymacedonia.wordpress.co…, par Yilan, turkeymacedonia.wordpress.com, 30 mai 2011.

[17] «Turkey and Cyprus Gas: More Troubles Ahead in 2012», par Stephen Blank, silkroadstudies.org, 9 janvier 2011.

[18] Hugh Naylor, op. cit.

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Quelle des Artikels: http://www.voltairenet.org/Wachsende-Spannungen-fur-Energie


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Die “Kacke” wieder mal am Dampfen …

Persönlich fühle ich mich ziemlich deprimiert und verstört, was diese ganze leidige Angelegenheit um Syrien betrifft, die inzwischen leicht, wenn nicht die “Vernunft” die Oberhand bekommt, zum Weltkrieg mutieren kann. Alle Weichen dazu sind gestellt und dazu kommt noch, daß vom astrologischen Rahmen her, der 24. Juni ein sehr sensibles Datum ist.

Vielen von uns mag jetzt, durch die höheren Lichtfrequenzen, ein “LICHTLEIN aufgegangen” sein, bezüglich einiger Dinge, welches sich von unserem Kronenchakra hinab, mitten in unser Herz senkt, aber leider ist dies nicht bei allen Menschen der Fall ..

image                                                                                       Quelle:- >

Zudem kommt: 

2011 bis 2019 stehen Uranus im Widder und Pluto im Steinbock, durch die Elemente im Quadrat zueinander. Die genauen Quadrate zwischen Uranus im Widder und Pluto im Steinbock ereignen sich am

24. Juni 2012,
19. September 2012,
20. Mai 2013,
1. November 2013,
21. April 2014,
15. Dezember 2014
17. März 2015.

Wir haben heute den 21. Juni 2012, es kann sicher nicht Schaden, sich mit den dazu in Zusammenhang stehenden Themen zu beschäftigen. WAS ist bei diesen Quadraten angesagt?

“Im Potenzial bringt Uranus die Befreiung und den neuen Zeitgeist; Pluto setzt regenerative Kräfte frei, um Bestehendes zu transformieren. Im schwierigeren Erleben muss mit einer explosiven Gewaltwelle und mit destruktiver Machtausübung gerechnet werden.” 

So formuliert es Ruth Siegenthaler, die Autorin von Jahresthemen 2012 – “im schwierigem Erleben” .. tja, das kann man schon so sagen, im betreffenden Fall aber leider ein unzulänglicher Ausdruck.

Nachdem, wie uns Thierry Meyssan davon in Kenntnis setzte, daß türkische Oppositionsparlamentarier beim Besuch eines Lagers, indem angeblich syrische Flüchtlinge leben sollten, sie jedoch zu ihrem Erstaunen die ABWESENHEIT von mindestens 1000 (TAUSEND) dieser “Flüchtlinge”, die ALLE bei der UNO registriert sind, konstatieren mussten und wo sie dann stattdessen ein WAFFENLAGER vorfanden,  ist eindeutig klargeworden daß die Türkei und ihr Premierminister Recep Tayyip Erdogan, einen heimtückische, hinterhältige Taktik gemeinsam mit den USA schmiedet, um “Schützenhilfe” für geheime, illegale Militärmanöver zu geben.

image<- Quelle: Al Kaida Flagge

Manöver, bei denen das “CIA Waisenkind Al Kaida”eine Quasi-Hauptrolle spielen darf, die sie wieder einmal in den Vordergrund rückt, wie nun die ganzen Medienlumpen scheinheilig heucheln, die nun davon sprechen, es könne nicht angehen, daß Al Kaida nun in Syrien einsickere, und damit die “Weltmächte angreife.

Und wieder, schon wieder wird das “altersschwache Karnickel” aus dem Hut gezaubert, wonach angeblich gaaanz, gaaanz gefährliche “Massenvernichtungswaffen” in Syrien, diesmal ABC Waffen, den “Al Kaida” in die Hände fallen könnten – und DAS geht ja mal gar nicht, wie?  

So auch SPON, der in einem Schlussabsatz einer solchen Desinformationsarbeit“analysiert”:

“Nach einem möglichen Sturz des Assad-Regimes – so die Befürchtung in den USA – könnten diese hochgefährlichen Kampfstoffe in die falschen Hände geraten. Al-Qaida und andere Terrororganisationen werden seit längerem im Land vermutet. Die USA wollen um jeden Preis verhindern, dass solche Gruppen Zugriff auf Massenvernichtungswaffen erhalten.”

Oh, ach so, ich vergaß – verbunden mit der “Offerte” an Baschar al Assad, eines Gnadenerlasses, der, wenn er diesen annähme, zu einem sofortigen Ende der Situation führe ..

Typisch für die verlogene Bande, wie jeder, der sich – spätestens- seit dem Libyen Angriff informiert weiß, daß diese von der CIA bezahlten und ausgebildeten Al Kaida Söldner von Libyen weiter nach Syrien geschickt wurden und daher von BEGINN an der Gewalteskalier-ung NICHT nur beteiligt waren, sondern ursächlich dafür verantwortlich gewesen sind.

In einem heutigen Artikel der New York Times wird sogar ganz offen ausgesprochen, daß CIA Truppen auch in der TÜRKEI unterwegs sind, wo sie den Waffentransfer über die syrische Grenze koordinieren. Natürlich, die armen, armen Al Kaida Leute, sicher brauchen sie Boden-Luft-Raketen zum Abschuss der seit kurzem eingesetzten Hubschrauber, inzwischen haben sie die auch erhalten – und mehr.

Wir werden gewiss die nächste Zeit viel davon hören, wie aggressiv Russland und wie unvernünftig Putin wäre. Wir werden auch mehr solcher “lustigen Karikaturen” erleben. Angeblich sollte auf dieser “Karikatur” des dänischen Künstlers Jan Egesborg,“erschießt Putin Journalisten" stehen, ist leider, leider nicht leserlich .. damit sollte Putins Umgang mit Journalisten “diskutiert” werden .. Ich nenne es nicht Kunst und sicher nicht Karikatur, das sind handfeste Beleidigungen. Wer das nicht erkennt, sorry, da fehlt dann etwas ..

image<-Quelle: <- lustige Karikatur? Oder doch eher asoziales Verhalten?

Es wird vermutlich ganze Wagenladungen DRECK über Putin abgeworfen und ausgeschüttet, um auch jeden davon zu überzeugen, daß Putin ein Kindermörder ist, Pädophil sei und mindestens schon eigenhändig Frauen umbringt.

Da möchte ich dann gerne daran appellieren, sein Gehirn einzuschalten und sich einige Tatsachen in Erinnerung zu rufen, die Putin betreffen. Der meiner Ansicht nach, so kongruent wie möglich Politik macht und im bestreben, die Dinge für die Russen besser zu machen.

Putin ist nicht der typische, korrumpierte Lump von Politiker, er ist in ziemlich vielen Dingen eine Ausnahme, wie mir scheint. Auffällig ist auch, daß er stets die “Rolle der Opposition” übernahm, wenn es um Krieg, Ungerechtigkeiten, Menschenleben, usw. ging. Ich erinnere nur, wie 2008 Israel und den USA die Suppe vermiest wurde, als Putin und Medwedew als eingespieltes Tandem, im Krieg um Südossetien und Abchasien, den ÜBERFALL von georgischen Truppen, die von Präsident Saakaschwili beauftragt waren Zchinwali zu besetzen stoppen ließen und eine Pufferzone einrichteten.

Das war der erste Stellvertreterkrieg, in Syrien steht allerdings sehr viel mehr auf dem Spiel .. mir persönlich hat auch immer gut gefallen, als eine Art “sympathische Note” daß sich Putin demonstrativ und offen mit Baschar Assad zeigte, ihm die Hand gab, wo bereits alle Welt ihn als Despot verteufelte und als Schlächter dämonisierte. Mag sein, Russland hat politische gewichtige Gründe, ihm die Stange zu halten, dennoch, für gewöhnlich verhalten sich Politiker wie winselnde Hunde und kläffen im Takt der Medienberichterstattung.

image<-Quelle:

Außerdem, jeder, der heute noch daran glaubt, Baschar al Assad würde solch bestialische Grausamkeiten,an der eigenen Bevölkerung zulassen, ja gar befehlen,  wie auf den in You Tube angeblich von “Oppositionellen” hochgeladenen Videos gezeigt wird, wonach den Leuten der Hals aufgeschlitzt und einige gefoltert wurden, hat keine einzige, frei umherirrende Neurone im Gehirn.

Wie blöd kann man sein, diese auch noch auf Video zu dokumentieren? Dies liegt doch wohl in einem “anderen Interesse”, oder etwa nicht? Wir kennen doch diese Vorgehensweise, der Aufstachlung von Emotionen und des Wachrufens von Hass, den tatsächlich JEDER empfinden muss, der ein Herz hat und solche Aufnahmen sieht. Während Assad sich ständig verteidigen muss, gegen die westliche Medienhetze, kann er nicht noch so dämlich sein, seinen Feinden die Munition dazu zu verschaffen. Diese Argumentation geht aber leider regelmäßig, wenn ich solche Diskussionen führe, beim dem einen Ohr hinein – und scheint sich dann dort irgendwo zu verirren, denn kapieren will’s scheinbar kaum jemand, der sich FREIWILLIG der tagtäglichen Gehirnwäsche via Fernsehen und Bild Zeitungskultur aussetzt. 

Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich erfahren habe, daß ein Referent, der im Berliner Abgeordnetenhaus für die Fraktion der Piraten arbeitet, namens Stephan Urbach dafür zuständig war, solche Videos auf You Tube hochzuladen und diese auch so bearbeitet hat, damit man hernach nicht mehr feststellen konnte, wer alles dabei war.

In einem Interview von Meike Laaf und Daniel Schulz, die den “Herrn Abgeordneten”, der als Hacker in fremde Systeme eindringt für die taz interviewten, konnte man allerlei “lehrreiches” erfahren – wie etwa:

Diese Bilder haben Sie von anderen Aktivisten bekommen?

Von anderen in Syrien, ja. Ich hatte da einen Fall, dass jemand plötzlich weg war. Und wir haben dann von einem anderen Kontakt das Video bekommen, das zeigt, wie er in einem Folterzentrum getötet worden ist.

Wie konnte jemand das filmen?

Das ist jemand vom Geheimdienst – ein Überläufer. Der hat das heimlich gefilmt. Dann kam der Film, und ich habe den bearbeitet, damit er ins Netz gestellt werden kann – so wie sonst auch.

Was genau haben Sie gemacht?

Wir haben das Video genommen und die Metadaten herausgenommen, anhand deren man Rückschlüsse darauf ziehen kann, wer gefilmt hat. Dann haben wir darauf geguckt, wen wir noch rausschneiden oder verpixeln müssen. Das ist ein ganz automatischer Prozess. Da sieht man auch, da stirbt gerade jemand, erleidet Schmerzen, wird totgeprügelt, das ist aber in dem Augenblick völlig egal. Die Arbeit muss ausgeführt werden.

Wirklich sehr erstaunlich, wer dieses Interview zur Gänze durchliest, versteht auch besser, welcher Preis dafür zu zahlen ist, aber auch, mit welcher Naivität manche Menschen an solche Sachen herangehen. Man begreift aber auch, wie die Struktur derer beschaffen ist, die solche Menschen anwerben, kalt, herzlos und effizient an “Erfolg” ausgerichtet ..

Eine “Arbeit”, welche die SEELE des Menschen auffrisst, im wahrsten Sinne des Zusammenhangs.

Außerdem möchte ich empfehlen, es sollte wirklich jeder Abstand davon nehmen, sich derartig unmenschliche Videos anzusehen, auch mir reichen die Schilderungen, wenn ich in diversen Foren zum lesen bekomme- “GEIL ey, boah, hast du gesehen, schlitz, schlitz und ihn gab’s nicht mehr .. “ und andere “Geistesblitze”. Da wundert es mich gar nicht mehr, warum einige Wissenschaftler den Menschen mit Tieren vergleichen .. was natürlich Blödsinn ist. Tiere erfreuen sich NICHT am Leid und Schmerz ihrer Artgenossen! Sie GEILEN sich NICHT an den letzten Zuckungen ihrer Artgenossen auf,  nachdem sie fertiggemacht wurden.

Dieser Art Gedankenloser Dinge machen NUR schwer Gehirngewaschene Menschen, die glauben sie seien frei und lebten in einer demokratischen Volksherrschaft, Menschen, die völlig den Bezug zur gelebten Wirklichkeit verloren haben.

image                                                                                  Quelle:- >

Mir ist aber wirklich nicht klar gewesen, bevor ich solche Aussagen dazu las, daß man auf “You Tube” tatsächlich, diese “SNUFF VIDEOS” – zumindest einige Zeit – ungehindert ansehen kann.

Vielleicht bin ich da etwas naiv gewesen, aber ich dachte noch vor kurzem, da müsse doch ein Verantwortlicher sein, der zumindest grob die Videos durchleuchtet, bevor man sie Online stellen darf.

Denkste .. seit mir damals dieses demütigende Video, mit der rituellen Folterung Gaddafis unter die Nase gehalten wurde, hab ich da nun etwas “andere Vorstellungen” entwickelt.

Wir ALLE sollten uns auch sehr, sehr klar und bewusst darüber sein, daß diese ESKALATION nun, die immer mehr an die Kubakrise erinnert, unter anderem deswegen angetrieben wird, um die ENERGIEN der ANGST, der FURCHT, die ENTSETZEN, usw. zu generieren – was alles niedrig schwingende EMOTIONEN sind, die vor allem anderen uns LÄHMEN und damit den AUFSTIEG verhindern sollen.

Wer sich dieser Idee verschließt und/oder sie gar als Unsinn “wegrationalisiert”, begreift nicht, was genau deswegen, schon alles an Unsummen und unglaublichen Sauereien initiiert wurden.  Denn die derzeit – und wohl schon immer WICHTIGSTE ANGELEGENHEIT auf unserem Planeten, betrifft die Heilung unserer Herzen. Es kann aber keine Heilung erfolgen, wenn wir in Angst, Hass, Wut, etc. versinken, mal völlig abgesehen davon, daß man dadurch eine löchrige Aura erhält.

image<-Quelle:4000

Und wer da glaubt, daß niemand soweit gehen würde Krieg zu führen, um eine dauerhafte Verschließung unserer Herzen zu erreichen, der irrt sich. Darüber bestimmen außerdem keine Menschen, diese “Ideen” kommen – und vermutlich ausschließlich, von den niederen 4 th dimensionalen Ebenen. Menschen, dumme Menschen, habgierige Menschen führen sie aus!

Ohne die Heilung unserer Herzen, ohne die neu Ausrichtung auf Selbstliebe, können wir NUR von einem Aufstieg träumen. Und ich weiß ja, liebe Leute, ich klinge sicher wieder einmal, wie ne Platte mit Sprung. Aber da will ich mich gar nicht für entschuldigen, ich sehe es einfach als meine selbst gestellte Aufgabe an, daß ich stets daran erinnern will, in unsere Mitte zu kommen. Immer, wenn ihr euch selbst dabei ertappt, wie ihr plötzlich von Hoffnungslosigkeit, Zweifeln, undifferenzierten Ängsten geplagt werdet – seid euch dann dessen BEWUSST, daß eure Aura löchrig wird und sich irgendein 4th “dimensionaler Saftsack” die Hände reibt, aus Vorfreude der leckeren Mahlzeit.

Sich dessen bewusst zu werden ist die “halbe Miete”, die nächsten Schritte sind einfach – Zentrierung und Fokus aufs eigene Sein, vielleicht macht ihr eure Lieblingsmeditation und vor allem ERDET euch.

image<-Quelle:

Persönlich habe ich keinerlei Schwierigkeiten mir vorzustellen, daß “gewisse Entitäten” und ihre politischen Handlanger so viele Sklaven und Diener behalten wollen, wie nur irgend möglich. Es sind verschwindend wenige, die etwas derartig KRANKES und PERVERSES wollen, doch diese haben Macht.

Ein gutes hat die ganze “Kacke”, die hier am dampfen ist, dadurch werden – davon bin ich überzeugt, viele Menschen aus der Illusion erwachen, es wird immer schwerer werden, sich etwas vorzumachen, obwohl wir Menschen ja “Weltmeister” in Selbstkonditionierung sind. 

Möglicherweise, ich sage, möglicherweise, treten wir nun in eine “neue Phase” ein. Ich staune immer wieder, wie viele Menschen dies immer noch leugnen, daß wir in einer “besonderen Zeit” leben. Überall sind die “Zeichen an die Wand gemalt”, Bienen sterben, Delphine und Wale beginnen auszusterben, die anderen Fische sind sämtlich Schwermetallvergiftet, der “Regenwald” wird ausverkauft – was muss eigentlich NOCH ALLES passieren?

image<-Quelle:

„Vieles ist töricht an eurer Zivilisation.
Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld
nach,
bis ihr so viel habt,
daß ihr gar nicht lang genug leben könnt,
um es auszugeben.
Ihr plündert die Wälder, den Boden,
ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe,
als käme nach euch keine Generation mehr,
die all dies ebenfalls braucht.
Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt,
während ihr immer größere Bomben baut,
um jene Welt, die ihr jetzt habt,
zu zerstören.‘‘

Tatanga Mani, in: Weisheit der Indianer- Vom Leben im Einklang mit der Natur,

 

Quellennachweise:

https://stevenblack.wordpress.com/2012/03/09/das-jahr-2012/

http://www.astrosoftware.ch/Docs/Jahresvorschau%202012%20RS.pdf

https://stevenblack.wordpress.com/2012/06/20/russische-warnschsse/

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syriens-assad-briten-und-amerikaner-planen-gnadenerlass-fuer-diktator-a-840180.html

http://www.nytimes.com/2012/06/21/world/middleeast/cia-said-to-aid-in-steering-arms-to-syrian-rebels.html?_r=1&hp

https://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2012/06/16/a0021&cHash=8aed8e41b7

http://www.berndsenf.de/pdf/WeisheitDerIndianer.pdf

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Russische Warnschüsse

 

von Thierry Meyssan

Die Syrien-Krise hat sich verändert. Der Destabilisierungsprozess, der den Weg für eine legale militärische Intervention ermöglichen sollte, ist gescheitert. Die USA zeigen nun ihr wahres Gesicht und sprechen öffentlich von der Möglichkeit, Syrien auch ohne die Zustimmung des Sicherheitsrates anzugreifen, so wie sie es im Kosovo taten. Dabei geben sie vor, nicht zu wissen, dass Putins Russland nicht dasjenige von Boris Jelzin ist. Nachdem sie sich der Unterstützung Chinas versichert haben, hat Moskau zwei Warnschüsse in Richtung Washington abgefeuert. Weitere Verletzungen des Völkerrechts durch die Nato und den Golf-Kooperationsrat (GCC) können von jetzt an einen Weltkrieg auslösen

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Anlässlich der Feierlichkeiten vom 9. Juni zum Jahrestag des Sieges über den Nationalsozialismus betonte Präsident Wladimir Putin die Notwendigkeit für Russland, sich für neue Opfer bereitzuhalten.

Angesichts der gegen die Russische Föderation offen geäußerten Drohungen durch die USA und die Nato hat Präsident Wladimir Putin für sein drittes Mandat die Bestätigung der Souveränität seines Landes in den Vordergrund gestellt. Moskau hat schon oft die Ausweitung der Nato, die Einrichtung von Militärbasen an seinen Grenzen, die Aufstellung von Raketenabwehrstellungen, die Zerstörung Libyens und die Destabilisierung Syriens angeprangert.

In den Tagen nach seiner Amtsübernahme hat Wladimir Putin sich ein genaues Bild über den Zustand der russischen Militärindustrie, der Streitkräfte und der Allianzen verschafft. [1].Diese Mobilisierung hat er verstärkt, indem er Syrien zur roten Linie erklärt hat, die nicht überschritten werden darf. Für ihn ist die Invasion Libyens durch die Nato vergleichbar mit derjenigen der Tschechoslowakei durch das Dritte Reich, und diejenige von Syrien – falls sie stattfindet – wäre vergleichbar mit derjenigen von Polen, die den Zweiten Weltkrieg auslöste.

Alle Einschätzungen über die aktuellen Ereignisse im Innern Syriens in Bezug auf Revolution/Repression sind nicht nur falsch, sondern lächerlich angesichts dessen, was wirklich auf dem Spiel steht. Es ist nichts anderes als politische Propaganda. Die syrische Krise ist vor allem ein weiterer Schritt im «Umbau des erweiterten Mittleren Ostens», ein neuer Versuch, die «Achse des Widerstandes» zu zerstören, und es ist der erste Krieg um die «Geopolitik des Erdgases». [2]. Bei dem, was im Moment in Syrien gespielt wird, geht es nicht darum zu wissen, ob es Bachir al-Assad gelingen wird, die Institutionen, die er als Erbe erhalten hat, zu demokratisieren oder ob es den wahhabitischen Golf-Monarchien gelingen wird, das letzte laizistische Regime der Region zu zerstören und ihm ihr Sektierertum aufzuoktroyieren, sondern es geht um die Grenzziehung zwischen den neuen Blöcken, der Nato und der Shanghai Cooperation Organisation (SCO). [3].

Einige unserer Leser werden bei der Lektüre des vorangehenden Satzes wahrscheinlich aufgeschreckt sein. Seit Monaten hämmern uns die westlichen Medien und diejenigen der Golf-Staaten tagein, tagaus ein, dass Präsident al-Assad eine sektiererische Diktatur zugunsten einer alawitischen Minderheit verkörpere, während die bewaffnete Opposition die pluralistische Demokratie vertrete. Ein kurzer Blick auf das Geschehen genügt, um diese lügnerische Darstellung der Dinge zu widerlegen. Bachir al-Assad hat nacheinander lokale Wahlen, eine nationale Volksbefragung und Parlamentswahlen durchführen lassen.

Alle Wahlbeobachter waren sich einig, dass dieser Urnengang korrekt durchgeführt worden ist. Die Wahlbeteiligung erreichte mehr als 60%, obwohl der Westen diese als «Farce» bezeichnet hat und die von ihm unterstützte bewaffnete Opposition die Bürger aus den von ihnen kontrollierten Distrikten daran gehindert hat, an die Urnen zu gehen. Gleichzeitig hat die bewaffnete Opposition ihre Aktionen nicht nur gegen die Sicherheitskräfte, sondern gegen die Zivilbevölkerung und alle Symbole der Kultur und des Multikonfessionalismus verstärkt.

Sie haben die sunnitischen Progressisten umgebracht, dann nach dem Zufallsprinzip Alawiten und Christen, um ihre Familien zur Flucht zu zwingen. Sie haben mehr als 1500 Schulen und Kirchen abgebrannt. Sie haben das sehr kurzlebige «Unabhängige islamische Emirat Baba Amr» ausgerufen, wo sie ein Revolutionsgericht eingerichtet haben, das 150 Ungläubige zum Tode verurteilt hat, worauf ihre Schlächter einem nach dem anderen in aller Öffentlichkeit die Kehle durchgeschnitten haben. Das jämmerliche Bild von einigen verwahrlosten Politikern, die zu einem syrischen Nationalrat im Exil vereint wurden und die ein demokratisches Projekt, ohne jeglichen Bezug zu den wirklichen Verbrechen der «Freien ‹syrischen› Armee» vortäuschen, wird die Wahrheit nicht noch länger vertuschen können.

Wer glaubt im übrigen, dass das laizistische syrische Regime, dessen Beispiel noch vor kurzem gefeiert wurde, zu einer konfessionellen Diktatur verkommen ist, während die «Freie ‹syrische› Armee», unterstützt durch die wahhabitischen Golfdiktaturen und den Anweisungen der takfirischen Prediger gehorchend, nun ein Ausbund an pluralistischer Demokratie geworden ist?

Die Erwähnung einer möglichen internationalen Intervention ohne Uno-Mandat durch amerikanische Entscheidungsträger – so wie die Nato Jugoslawien zerstückelt hat – hat in Moskau Beunruhigung und Wut hervorgerufen. Die russische Föderation, die bis anhin eine defensive Position eingenommen hatte, entschied sich zu handeln. Dieser Strategiewechsel ist auf die Dringlichkeit der Situation aus russischer Sicht und auf die positive Entwicklung der Lage in Syrien selbst zurückzuführen [4].

Moskau hat vorgeschlagen, eine Kontaktgruppe zu Syrien zu gründen, die alle betroffenen Staaten vereinen würde, das heisst die Nachbarstaaten und die regionalen und internationalen Mächte. Es geht darum, ein Gesprächsforum zu schaffen, welches das aktuelle kriegerische Dispositiv ersetzen soll, das durch die Westmächte unter der Orwellschen Worthülse «Konferenz der Freunde Syriens» eingerichtet worden ist.

Russland unterstützt weiterhin den Annan-Plan – der eigentlich die kaum veränderte Kopie des Plans von Sergej Lawrow ist, den er der Arabischen Liga unterbreitet hatte. Es bedauert, dass dieser Plan nicht umgesetzt werde, weist aber die Schuld dafür der Opposition zu, die zu den Waffen gegriffen hat. Gemäß A. K. Lukashevich, einem der Pressesprecher des Außenministeriums, ist die «Freie ‹syrische› Armee» völkerrechtlich gesehen eine illegale Organisation. Obwohl sie jeden Tag 20 bis 30 syrische Soldaten tötet, wird sie, unter Missachtung des Annan-Plans, von den Nato-Staaten und dem «Golf-Kooperationsrat» öffentlich unterstützt. [5]

Sich als «Friedensmacher» gegenüber dem «Kriegsmacher» Nato positionierend, hat Wladimir Putin die «Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit» (OVKS) gebeten, sich auf die Entsendung von «Blauen Chapkas» [russisches Pendant zu den Blauhelmen] nach Syrien vorzubereiten, um die syrischen Kriegsparteien zu trennen und die ausländischen Truppen zu bekämpfen. Nicolai Bordyuzha, Generalsekretär der OVKS, hat bestätigt, dass er 20’000 für diese Art Einsatz geschulte Soldaten ohne Verzug zur Verfügung stellen könnte. [6]

Es wäre das erste Mal, dass die OVKS ihre Friedenstruppen außerhalb des Territoriums der ehemaligen Sowjetunion einsetzen würde. Persönlich betroffen, versuchte der Generalsekretär der Uno, Ban Ki-moon, diese Initiative zu sabotieren, indem er plötzlich vorschlug, selbst auch eine Kontaktgruppe zu organisieren.

US-Staatssekretärin Hillary Clinton, die in Washington die Arbeitsgruppe zu den Sanktionen der «Konferenz der Freunde Syriens» zusammengerufen hatte, setzte sich über den russischen Vorschlag hinweg und verlangte einen Regierungswechsel. [7].

In der Türkei haben Parlamentarier der Opposition die Lager syrischer Flüchtlinge besucht. Sie haben im Hauptlager die Abwesenheit von mehr als tausend von den Vereinten Nationen registrierten Flüchtlingen festgestellt, dort jedoch ein Waffenlager gefunden. Daraufhin haben sie im Parlament Premierminister Recep Tayyip Erdogan dazu befragt und Auskunft über die Beträge an humanitärer Hilfe verlangt, die den nicht existierenden Flüchtlingen zugesprochen worden waren.

Die Abgeordneten sind der Meinung, dass das Flüchtlingslager ein Deckmantel für eine geheime Militäroperation ist. Es beherbergt in Wirklichkeit Kampftruppen, hauptsächlich libysche, die es als rückwärtiges Lager benutzen. Die Parlamentarier äußerten die Hypothese, dass diese Kämpfer diejenigen sein könnten, die sich im Distrikt von Hula eingeschlichen hatten, als die Massaker verübt worden waren.

Diese Informationen bestätigen die Anschuldigungen des russischen Botschafters, Vitaly Churkin, im Sicherheitsrat, dass der Sondervertreter von Ban Ki-moon in Libyen, Ian Marin, für Flüchtlinge vorgesehene Uno-Mittel dafür verwendet hat, al-Kaida-Kämpfer in die Türkei überzuführen. [8]

In Saudi-Arabien wurde der Bruch zwischen König Abdallah und dem Sudeiri-Clan erneut manifest. Auf Einladung von Abdallah I. hat der Rat der Ulama eine Fatwa veröffentlicht, die ausdrücklich sagt, dass Syrien kein Dschihad-Gebiet sei. Gleichzeitig hat aber der Aussenminister, Prinz al-Faisal, dazu aufgerufen, die Opposition gegen den «alawitischen Usurpator» aufzurüsten.

Donnerstag, der 7. Juni, war ein ereignisreicher Tag. Während Generalsekretär Ban Ki-moon und die Hohe Kommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, vor der Generalversammlung der Uno ihre Anklage gegen Syrien erhoben, feuerte Moskau zwei Interkontinentalraketen ab.

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Die Bulawa-Rakete hat ihren Namen von einem antiken, slawischen Morgenstern, der als Marschallstab der kosakischen Armeen diente.

Oberst Vadim Koval, Sprecher der russischen strategisch-ballistischen Truppen (RSVN) hat den Test einer Topol – gestartet aus einem Raketensilo nahe des Kaspischen Meeres – zugegeben, denjenigen einer Bulawa, aus einem Unterseeboot im Mittelmeer jedoch nicht bestätigt. Der Abschuss ist jedoch im ganzen Nahen Osten, von Israel bis nach Armenien beobachtet worden, und es gibt keine andere bekannte Waffe, die solche Spuren am Himmel hinterlassen würde. [9]

Die Botschaft ist klar: Moskau ist bereit zum Weltkrieg, wenn die Nato und der Golf-Kooperationsrat sich den internationalen Verpflichtungen, wie sie im Annan-Plan definiert sind, nicht beugen und fortfahren, den Terrorismus zu nähren.

Gemäss unseren Informationen ist dieser Warnschuss in Absprache mit den syrischen Behörden erfolgt. Genauso hat Moskau Damaskus ermutigt, das islamische Emirat von Baba Amr zu beseitigen, sobald Präsident al-Assad durch das Verfassungsreferendum bestätigt sei. Moskau habe den Präsidenten zudem ermutigt, die Söldnertruppen im Land zu liquidieren, sobald das neue Parlament und der neue Premierminister installiert seien.

Der Befehl, von einer defensiven zu einer offensiven Strategie überzugehen, ist erteilt worden, um die Bevölkerung vor Terrorismus zu schützen. Die nationale Armee ist also dazu übergegangen, die Stellungen der «Freien ‹syrischen› Armee» anzugreifen. Für die nächsten Tage zeichnen sich schwere Kämpfe ab, dies um so mehr, als die Söldner über Granatwerfer, Panzerabwehrraketen und nun auch über Boden-Luft-Raketen verfügen.

Um die Spannungen zu senken, hat Frankreich den Vorschlag Russlands, an einer Ad-hoc-Kontaktgruppe teilzunehmen, sofort akzeptiert. Washington hat notfallmässig Frederic C. Hof nach Moskau entsandt. Entgegen den Worten von Staatssekretärin Hillary Clinton vom Vorabend hat F. C. Hof die russische Einladung angenommen.

Es ist weder Zeit, über die Ausbreitung der Kämpfe nach Libanon zu jammern, noch über eine mögliche Regionalisierung des Konfliktes zu diskutieren. Seit 16 Monaten destabilisieren die Nato und der Golf-Kooperationsrat Syrien und haben damit eine ausweglose Situation geschaffen, die nun zu einem Weltkrieg ausarten kann.

Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich

Quellennachweise:

[1] Agenda von Präsident Putin: 7. Mai: Amtseinführung von Präsident Wladimir Putin; 8. Mai: Ernennung von Dmitri Medvedev zum Premierminister; 9. Mai: Gedenkfeier zum Sieg über Nazi-Deutschland; 10. Mai: Besuch des militärisch-industriellen Komplexes Russlands; 11. Mai: Empfang des abchasischen Präsidenten; 12. Mai: Empfang des Präsidenten Süd-Ossetiens; 14.–15. Mai: informelles Treffen mit den Staatschefs der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS); 18. Mai: Besuch des Forschungsinstitutes für Verteidigung Cyclone; 25. Mai: Inspektion der atombetriebenen U-Boote; 30. Mai: Treffen mit den wichtigsten Verantwortlichen der Verteidigung; 31. Mai: Sitzung des russischen Sicherheitsrates; 4.–7. Juni: Besuch in China, Gipfel der Shanghaier Kooperationsorganisation (SCO); 7. Juni: Besuch in Kasachstan während des Abschusses der Topol-Interkontinentalrakete.

[2] «Syrien, Zentrum des Gases im Nahost-Krieg», von Imad Fawzi Shueibi, Übersetzung Horst -Frohlich, Réseau Voltaire, 8. Mai 2012.

[3] «Moskau und die Bildung des neuen globalen Systems», von Imad Fawzi Shueibi, Übersetzung Horst Frohlich, Réseau Voltaire, 13. März 2012.

[4] «Der Hula-Fall veranschaulicht die Rückständigkeit der westlichen Geheimdienste in Syrien», von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Réseau Voltaire, 2. Juni 2012.

[5] « Comment of Official Representative of the Ministry of Foreign Affairs of Russia A.K. Lukashevich on the Question of Interfax related to the statement made by Representative of so-called Free Syrian Army S.Al-Kurdi », Ministère russe des Affaires étrangères, 5 juin 2012.

[6] «Syrien: Wladimir Putin schlägt eine Friedenstruppe der CSTO vor», Übersetzung Horst Frohlich, Réseau Voltaire, 3. Juni 2012.

[7] « Friends of the Syrian People Sanctions Working Group », Presseerklärung von Hillary Clinton, State Department, 6. Juni 2012.

[8] «Libyen, die Banditen-Revolutionäre und die Uno», von Alexander Mezyaev, Strategic Culture Foundation (Russia), Übersetzung Horst Frohlich, Réseau Voltaire, 17. April 2012.

[9] «7. Juni 2012: Russland manifestiert seine interkontinentale nukleare ballistische Überlegenheit», Réseau Voltaire, 8. Juni 2012.

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Quelle dieses Artikels: http://www.voltairenet.org/Russische-Warnschusse


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Syrien: Rückschlag für US-Pläne

 
 
Syrien-Ticker 18. Juni 2012 – Rückschlag für US-Pläne

Syrien: Rückschlag für US-Pläne, UN-Mission in schwieriger Lage

Gerade rechtzeitig für den G-20 Gipfel in Mexiko, bei dem das höchst kritische Thema Syrien eine Hauptrolle spielen wird, flauen die Kämpfe nach zehn Tagen erstmals ab – die Aufständischen stehen als Verlierer da.

Nachdem die syrische Armee die Küstenregion erfolgreich von weiterem Nachschub über das Mittelmeer an Aufständische und Terroristen abgeriegelt hat, gibt es jetzt auch weitere Fortschritte für syrische Regierungstruppen bei ihrem Versuch, auch die Grenzregion zur Türkei entsprechend abzuriegeln. Auch die oft und heftig umkämpfte Stadt Idlib, die bisher leicht von den „Flüchtlingslagern“ auf der türkischen Seite aus erreicht werden konnte, ist jetzt fast völlig von diesem Nachschub abgeschnitten, ein weiterer schwerer Rückschlag für die Rebellen.

Nachdem Russland am Wochenende weitere Waffen, Ersatzteile und Militärberater in seine strategische Marinebasis im syrischen Mittelmeerhafen Tartus gebracht hat, darunter offenbar auch Abwehrraketen gegen Luft- und Seeziele, könnte jetzt eine spektakuläre Entscheidung für die UN-Bobachtermission UNSMIS anstehen: Verschiedene Kanäle des türkischen Fernsehens, ausgehend vom Nachrichtenkanal NTV, haben gestern angekündigt, das Hauptquartier der Mission unter dem norwegischen General Robert Mood könnte in die weitgehend zerstörte und menschenleere Stadt Hama verlegt werden.

Dieses bekannte Zentrum des Aufstands von 1982 hat unter den seit 15 Monaten dauernden Kämpfen am meisten gelitten. Sie ist dadurch fast so etwas wie ein Symbol des aus dem Ausland finanzierten und umfassend unterstützten syrischen Krieges geworden. Analysten weisen deshalb darauf hin, dass eine solche Entscheidung über die Verlegung des UNSMIS-Hauptquartiers wie eine Bekräftigung wirken könnte für einseitige Vorverurteilungen der syrischen Regierung durch westliche Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, wie zum Beispiel nach dem Massaker in Houla.

Andere weisen darauf hin, dass eine solche Verlegung des Hauptquartiers möglicherweise im Widerspruch steht zum dritten Satz des präsidentiellen Vorwortes zum 6-Punkte-Plan des UN-Vermittlers Kofi Annan; dort heißt es, es gebe eine „starke Verpflichtung für Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität“ Syriens. Denn diese Verlegung des Hauptquartiers könnte auch als Unterstützung für den Aufstand und den aus dem Ausland getragenen Terrorismus gewertet werden. Die Aufständischen hingegen klagen stets, die UN-Mission stelle sich auf die Seite der syrischen Regierung.

Während die Kämpfe in Syrien über das Wochenende insgesamt abflauten, gab es weitere Zusammenstöße, vor allem in Homs, Rastan und Ar Raqqah. Ar Raqqah liegt 160 Kilometer östlich von Aleppo auf dem Weg in die äußerst nordöstlich gelegene Stadt Hassakah. Dies kann bedeuten, dass die syrischen Regierungstruppen entschlossen sind, einer Ausweitung der Kämpfe nach Norden und Osten zuvorzukommen. Ar Raqqah ist außerdem bedeutend wegen seiner Lage am wichtigen Fluss Euphrat mit seinen strategisch bedeutenden Wassermengen.

Ein weiterer wichtiger Vorgang von international hoher Bedeutung ist der ausstehende Entscheid Saudi Arabiens über einen neuen Kronprinzen – der auch aus Damaskus sorgsam beobachtet wird.

Die Entscheidung wird Rückschlüsse ermöglichen über Ausmaß und Art und Weise künftiger weiterer saudischer Einmischung in die inneren Verhältnisse Syriens, was die Finanzierung der blutigen und Terror-orientierten Erhebung anbetrifft. Dieser unerklärte Krieg trägt viele Anzeichen der US-Politik des Terrormanagements in zahlreichen Konflikten weltweit.

FLN-6

Christoph R. Hörstel

Russland bringt Truppen

Der russische Außenminister Lawrow wiederholte im Iran und im Irak letzte Woche, Russland werde keine Einmischung von außen in Syrien und keine gewaltsame Intervention zulassen, nachdem die USA verkündeten, die Intervention sei keine Frage des "ob" sondern "wann". Da USA und NATO offensichtlich wie Wahnsinnige mit dem Feuer spielen, legen die Russen nun nach.

Russland bringt laut Angaben der Marine außerplanmäßig zwei Landungsschiffe zu seinem syrischen Stützpunkt Tartus. Die Kampfschiffe brächten eine große Anzahl von Marineinfanterie.

NATO offenbart Umsturzpläne für Syrien
PressTV zitiert in diesem Zusammenhang das Weiße Haus vom 16. Juni 2012: “Zu diesem kritischen Zeitpunkt konsultieren wir unsere internationalen Partner bezüglich der nächsten Schritte in Richtung eines Syrien-geführten politischen Übergangs.”

Zwei Unmöglichkeiten in einem Satz: Ziel der NATO ist also nicht der „Schutz der Zivilbevölkerung“, sondern ganz offen der „politische Übergang“; und wie die Waffen- und Terroristenexporte von Saudi-Arabien, Katar und Türkei belegen, ein unbedingt gewaltsamer. Das ist Einmischung in die syrischen Angelegenheiten von außen: Völkerrechtsbruch und Vorbereitung eines Angriffskrieges. Diesen beabsichtigten Krieg auch noch als „von Syrien geführt“ zu verkaufen ist ein Hohn.

Russische Truppen zum Schutz des Flottenstützpunktes

Laut CNN glauben die USA, die Truppenbewegungen der Russen dienten nur dem Schutz ihres Flottenstützpunktes. Ein früherer russischer Präsidentenberater meinte, es mache keinen Sinn, Truppen nach Syrien hineinzubringen. Gerade Russland habe dem Entsenden jeglicher ausländischer Truppen nach Syrien widersprochen. Dies könnte eine Einladung an die NATO sein, offiziell eigene Truppen hinein zuschicken. Es reicht als Geste an den Westen aus, dass Russland unter Putin cool auf die Propaganda der NATO pfeift und selbstbewusst tut was es für richtig hält. Schließlich hat Russland allen Grund, seinen einzigen (in Worten: "eins") Militärstützpunkt (im Gegensatz zu fast 1.000 amerikanischen) gegen islamistische "Aufständische" zu verteidigen.
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Quelle des Artikels: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2012/06/syrien-ticker-18-juni-2012-ruckschlag.html?spref=bl


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Demo für Syrien- BERLIN 12.5. 2012

Hallo Leute, euch allen einen schönen Sonntagnachmittag-/Abend. Sind wir politische Menschen? Eigentlich möchte man ja sagen, “Och nee, lass mal stecken”..   aber, wir denken doch, oder? Also sind wir auch politische Menschen. Unser Zusammenleben mit anderen Menschen wird von der Politik bestimmt und geregelt, naja, oder besser vielleicht gemaßregelt ..  Politik nimmt in vielfältiger Hinsicht, gewaltigen Einfluss auf unser aller Leben, nicht politisch zu sein, würde bedeuten, daß man da nicht mitreden will.

Das wir NICHT mitreden sollen, wissen wir. Das offizielle Mitspracherecht ist nur ein “geliebtes Kind” der politischen Propaganda, wer es dennoch versucht, der merkt es bald.  Und für gewöhnlich, halte ich es auch für sinnvoller, sich seinen Teil zu denken und ansonsten in seiner Mitte zu verbleiben, um “die Dinge” mit Abstand zu betrachten und nicht irre zu werden.

SCHADE, sehr schade, daß ich kein BERLINER bin ..

DAS ist eine der sehr wenigen Gelegenheiten, wo Demonstrationen wirklich sinnvoll sein können. Wenn die ARD/ZDF/ORF/SWR/SF/und-alle-anderen “Gleichmacher Medien” sehen, daß hier viele Menschen hingehen und am Schicksal Syriens interessiert sind, dann könnte dies ein Umdenken und vielleicht, wer weiß, sogar politische “SchwanzeinziehReaktionen”  ermöglichen. Es wäre schön, wenn dort viele Menschen hingehen würden, um deutlich zu signalisieren:

Wir kennen eure Lügen, wir glauben euch nicht mehr!”  

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Warum? Guckst du hier:

 

 

Botschaft von Christoph R. Hörstel

Jetzt ist es ‘raus: Wenn Syriens Regierung nicht sehr schnell beginnt, der West-Propaganda Paroli zu bieten, dann werden die Völker des Westens nichts gegen weitere US-gesponserte Verbrechen der Nato und ihrer arabischen Komplizen gegen Syrien unternehmen. Und was DAS bedeutet, können wir an Irak und Libyen studieren, letztlich auch auf dem Balkan und in Afghanistan: Zigtausendfacher Mord, Not und Leid von Menschen, die nur ihr Recht wollten: Frieden in Freiheit.

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/05/syrien-der-krieg-findet-in-den-medien.html

Am Schluss meines Interviews und meines Briefes werbe ich für die Demo am 12. Mai in Berlin, die mit "Danke, danke Russland beginnt, mit etwas anderen Tönen an den Botschaften der USA und Saudi-Arabiens vorbeiführt – und im höchst wahrscheinlichen Beisein von "Russia Today" viel Spaß machen wird.

Heiserkeit garantiert!

Herzliche Grüße.

Christoph R. Hörstel

 

Er verweist auf folgenden Aufruf

Wie ihr alle wisst, befindet sich unser geliebtes Syrien seit ca. 1Jahr in einer Verschwörung die vom Westen angeführt wird.

Sie haben nichts ausgelassen um unsere Familien, Freunde und Bekannte unter Druck zu setzen.Dazu gehören Medienpropaganda und Waffenlieferungen an Terroristen.Es sind Tausende gestorben.

Unser geliebtes Volk leidet seitdem enorm, weil viele ihrer Arbeit nicht nachkommen konnten und daher Hunger leiden.

Aber der Westen merkt langsam, dass unsere Liebe zum Präsidenten Bashar Al-Assad anders ist als in Ägypten, Tunesien, Libyen und Jemen.Man hat viele Millionen für nichts investiert.

In Syrien ist es seit ca 1.Monat ruhiger geworden.

Nun wollen wir in Deutschlands Hauptstadt Berlin eine Riesen-Demonstration machen um unseren Standunkt zu verdeutlichen.

Nach dem Motto:
Gegen jegliche Einmischung bzw. Intervention und Für ein freies und modernes Syrien unter dem Reformprogramm des syrischen Präsidenten Bashar Al-Assads.

Am Samstag, den 12.05.2012 wird es daher aus Berlin eine Demonstration vor der Russischen Botschaft in Berlin geben.

Wir fordern euch alle auf an der Demonstration teilzunehmen.
Es kann nicht sein, dass bei 32000 Syrern in Deutschland nur 100 anwesend sind. Selbstverständlich bitten wir auch alle deutschen Mitbürger zu kommen.

Jeder der Zeit hat und nicht verhindert ist, soll bitte erscheinen.
Es sind genug Unschuldige umgekommen!
Genug geschwiegen! Genug abgewartet!
Es liegt nun an uns!
RUFT ALLE BEKANNTEN, FREUNDE UND VERWANDTE AUF MITZUKOMMEN!!!

ORT: vor der Russischen Botschaft in Berlin
Straße: Unter den Linden 63-65 , 10117 Berlin
Zeit: 14UHR (Bitte pünktlich sein!)

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Quelle: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2012/05/aufruf-syrien-demo-in-berlin-am-12-5.html

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